Presseschau vom 26.04.2016

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

 

Vormittags:

 

Dan-news.info:  Die ukrainischen Truppen haben am Abend und in der Nacht 41 Mörsergranaten auf die Außenbezirke von Donezk, Gorlowka, Jasinowataja und das Dorf Sachanka im Süden der DVR abgeschossen. Dies teilte eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
„Die Abteilungen des Gegners haben gestern 41 Mörsergranaten des Kalibers 82mm auf Trudowskije, Sajzewo, die Umgebung von Jasinowataja und Sachanka abgeschossen. Die Beschüsse begannen gegen 21:00 Uhr und endeten erst um 4:00 Uhr“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Nach Angaben der Quelle schoss der Gegner von den Positionen in Marjinka, Showanka, Awdejewka und Schirokino und Verwendung von Mörsern, Granatwerfern  und Schusswaffen.

 

Dan-news.info: Die kommunalen Dienste von Donezk werden zu den Maifeiertagen 240 historische und kulturelle Denkmäler der Hauptstadt verschönern. Dies teilte heute der Pressedienst der Stadtverwaltung mit.
„Zu den Maifeiertagen haben die kommunalen Dienste vor, 240 kulturelle und historische Denkmäler, die sich auf dem Territorium der Stadt befinden, vollständig in Ordnung zu bringen“, sagte die Gesprächspartnerin der Agentur.
Nach Angaben der Verwaltung sind in den Plänen der kommunalen Arbeiter Reinigung, Streichen, wenn nötig die Restaurierung von Denkmälern und die Reinigung des umliegenden Territoriums. Im Bürgermeisteramt wurde hinzugefügt, dass die städtischen Behörden planen, bis September den Dsershinskij-Platz im Zentrum von Donezk wieder aufzubauen.
„Die Entwürfe für den Wiederaufbau sind schon fertig. Der Zeitpunkt für den Beginn der Arbeiten wird noch festgelegt“, unterstrich die Vertreterin des Pressedienstes.
Wir merken an, dass Denkmälern und Monumenten von Helden und Persönlichkeiten der sowjetischen Epoche, historischen und kulturellen Denkmälern in der DVR besondere Aufmerksamkeit zuteil wird. Zu Feier- und Trauertagen werden sie verschönert und in Ordnung gebracht.
Außerdem sind in den verschiedenen Städten des Landes während der Zeit des Bestehens der DVR nicht wenige neue Denkmäler auf Plätzen und Skulpturen entstanden. Beispielsweise wurde am 11. April dieses Jahres im hauptstädtischen Park des Leninschen Komsomol eine Allee der Erinnerung an die gefallenen Verteidiger des Donbass eingeweiht.

 

Wpered.su: Am 22. April legten Mitglieder der KP der DVR zu Ehren des 146. Geburtstags von Wladimir Lenin gemeinsam mit Anteil nehmenden Genossen Blumen am Denkmal des sowjetischen Führers nieder. Es fanden Veranstaltungen im zentralen Stadtbezirk sowie in den Bezirken Tschornogwardejskij und Sowjetskij statt. Im Kirowskij-Bezirk legten Kommunisten Blumen gemeinsam mit Aktivisten der gesellschaftlichen Organisation „Molodaja Respublika“ nieder.

 

Lug-info.com: Die Kiewer Truppen haben in den letzten 24 Stunden zweimal die Positionen der Volksmiliz der LVR beschossen. Dies teilte die Verteidigungsbehörde der Republik mit.
Aus Richtung Luganskoje wurde das Gebiet von Kalinowka beschossen. Während der Beschüsse wurden Panzertechnik und automatische Granatwerfer verwendet. Verluste gibt es keine.

 

Dan-news.info: Acht private Wohnhäuser wurden in Folge eines Beschusses von Sajzewo bei Gorlowka durch die ukrainischen Streitkräfte beschädigt. Dies teilte heute eine Vertreterin der Ortsverwaltung mit.
„In Folge eines Beschusses, der aus Richtung Showanka kam, wurden bei uns acht Wohnhäuser auf den Straßen Karbyschew, Lisjanskij, Rudnjew und Lazys beschädigt“, sagte die Gesprächspartnerin der Agentur.
Sie fügte hinzu, dass es während der ukrainischen Angriffe keine Verletzten gab.

 

Dan-news.info: Die Bürgermeisterin des am nördlichen Rand von Gorlowka gelegenen Ortes Sajzewo, Irina Diikun, geriet unter Beschuss von Scharfschützen aus Richtung der Positionen der ukrainischen Truppen. Dies teilte sie heute gegenüber DAN mit.
„Gestern Abend befand ich mich im Zentrum der Ortschaft, nicht weit vom Gebäude des Ortsrats. Gerade zu dieser Zeit begann der Beschuss. Aus Showanka  wurden einige Schüsse mit Schusswaffen abgegeben. Gott sei Dank hörte ich die Geräusche der Kugeln und habe ich mich automatisch auf den Boden geworfen. In diesem Augenblick flogen zwei Kugeln über meinen Kopf und trafen einen Holzmast“, sagte die Gesprächspartnerin der Agentur.
Nach ihren Worten befanden sich auch einige zivile Einwohner in der Schusszone. Verletzt wurde niemand.

 

De.sputniknews.com: Befürworter des ukrainischen extremistischen Rechten Sektors haben versucht, Massenunruhen in Russland zu organisieren, um einen Staatsstreich herbeizuführen, heißt es in einem beim Föderationsrat eingegangenen Bericht des russischen Generalstaatsanwalts Juri Tschaika.
Tschaika wird am 27. April bei einer Sitzung des Föderationsrates über die Lage mit der Rechtsordnung im Land im vergangenen Jahr berichten.
Nach Angaben des Generalstaatsanwalts wurde der Zugriff auf Seiten im russischen sozialen Netzwerk VKontakte blockiert, über die die Befürworter des (in Russland verbotenen) rechtsradikalen Rechten Sektors versucht haben sollen, Massenunruhen und nicht genehmigte öffentliche Aktionen zu veranstalten.
Der Rechte Sektor ist eine Vereinigung ukrainischer radikalnationalistischer Organisationen. Im Januar und Februar 2014 nahmen die Kämpfer der Bewegung an Zusammenstößen mit der Polizei und Erstürmungen von Verwaltungsgebäuden teil, seit April des Vorjahres waren sie bei der Niederwerfung der Proteste im Osten der Ukraine im Einsatz.
In Russland wurde gegen den früheren Chef des Rechten Sektors, Dmitri Jarosch, ein Strafverfahren wegen Aufruf zu terroristischer Tätigkeit eingeleitet.

 

Nachmittags:

 

Lug-info.com: Pressekonferenz des offiziellen Vertreters der Volksmiliz der LVR Oberst Andrej Marotschko
Das Kommando der Kiewer Truppen verlegt weiterhin Technik und Personal in den Staniza-Luganskaja-Bezirk, sagte Marotschko.
Nach seinen Worten hat sich die Situation im Verantwortungsbereich der Volksmiliz in den letzten 24 Stunden nicht wesentlich geändert und bleibt angespannt.
„Die ukrainischen Streitkräfte hören nicht auf, die Bedingungen für die Stationierung von Militärtechnik entlang der Kontaktlinie, die von den Minsker Vereinbarungen vorgesehen sind, zu verletzen und nutzen das Regime der Feuereinstellung für die Konzentration von militärischem Potential ihrer Abteilungen in der Zone der sogenannten „ATO““, sagte Marotschko.
Insbesondere wurde die Bewegung einer Kolonne Militärtechnik mit vier T-64-Panzern, zwei weiteren Einheiten Militärtechnik und Fahrzeugen durch Tschrwonyj Showtenj im Staniza-Luganskaja-Bezirk festgestellt.
„Die Kolonne fuhr nach Stschastje, wahrscheinlich zur Verstärkung der Frontpositionen“, erklärte Marotschko.
Er erinnerte daran, dass die Minsker Vereinbarungen Panzer an der Abgrenzungslinie verbieten.
Der Vertreter der Volksmiliz teilte auch mit, dass weiterhin Soldaten nationalistischer ukrainischer Bataillone, die zurzeit formal zu den ukrainischen Streitkräften und der Nationalgarde der Ukraine gehören, an die Kontaktlinie verlegt werden.
„Nach Daten unserer Aufklärung wurde bekannt, dass in Staniza Luganskaja Fahrzeuge mit Erkennungszeichen von „Ajdar“ und „Tornado“ aufgetaucht sind. Die Soldaten der genannten Abteilungen kommen aus dem „Rechten Sektor“, weil sie rot-schwarze Fahnen und Abzeichen haben, die nach ihrem Äußeren ähnlich den Emblemen der Bataillone der „UNA-UNSO“ und der „OUN“ (faschistische Bataillone, die die faschistische deutsche Wehrmacht unterstützten, Anm. d. Übers.) sind“, berichtete Marotschko.
„Diese Abteilungen aus nationalistischen Bataillonen zeichnen sich durch ihre Härte und Unkontrollierbarkeit aus“, unterstrich Marotschko. „Indem sie die Minsker Vereinbarungen zur Feuereinstellung an der Kontaktlinie ignorieren, destabilisieren diese Ukronazisten die Lage, indem sie ständig unsere Abteilungen auf ihren Positionen provozieren und versuchen, eine Erwiderung des Feuers zu erreichen“.

 

De.sputniknews.com: US-Diplomaten üben Druck auf die Schweiz aus, damit das Land keine hohen Führungskräfte zum Wirtschaftsforum im Juni nach St. Petersburg entsendet, berichtet die Zeitung Le Matin.
Wie die Schweizer Zeitung herausgefunden hat, traf sich ein Diplomat der US-Botschaft in Bern Anfang April mit Vertretern des Schweizer Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO).
Er soll der Schweizer Seite mitgeteilt haben, dass „die USA, wie auch in den vergangenen Jahren, erwarten“, dass die Schweiz ihren Unternehmen empfehlen wird, keine hohen Führungskräfte zum Petersburger Wirtschaftsforum am 16. und 17. Juni zu entsenden.
Die USA wollen dem Diplomaten zufolge zudem ein deutliches Signal geben, dass „business as usual“ mit Russland nicht mehr möglich sei, so Le Matin.

 

Lug-info.com: Kiewer Soldaten haben Abschnitte in den Bereichen der Passierpunkte über die Kontaktlinie vermint. Dies teilte heute auf einer Pressekonferenz der Assistent des Leiters des Grenzdienstes des Staatssicherheitsministeriums der LVR Witalij Agafonow mit.
„Ich möchte die Aufmerksamkeit unserer Bürger darauf lenken, dass nach uns vorliegenden Informationen von der ukrainischen Seite ein Komplex von Maßnahmen zur Verminung von Abschnitten entlang der Kontaktlinie außerhalb der Übergangspunkte durchgeführt wird“, sagte er.
„Wir rufen auf, nicht zu versuchen die Kontaktlinie an nicht dafür vorgesehenen Orten zu überqueren, da dort Provokationen geplant sind“, erklärte Agafonow.
Er wies erneut darauf hin, dass sich wegen der Schließung aller Passierpunkte über die Kontaktlinie durch Kiew im Lugansker Gebiet der Verkehrsfluss am Passierpunkt mit der RF „Iswarino“ vergrößert hat. Der Vertreter des Grenzdienstes wandte sich an die Einwohner und Gäste der LVR mit der Bitte, frühzeitig ihre Reise zu planen und die Möglichkeit, die Grenze nach Russland an den Passierpunkten „Dolshanskij“ und „Krasnyj Partisan“ zu überschreiten, zu berücksichtigen, an denen keine großer Verkehr beobachtet wird.

 

Ukrinform.ua: In den letzten vierundzwanzig Stunden wurde durch Kämpfe in der Zone der Antiterror-Operation (ATO) ein ukrainischer Soldat getötet, weitere fünf wurden verwundet.
Das gab heute auf dem Briefing in Kiew Oleksandr Motusjanyk bekannt, Sprecher der Administration des Präsidenten der Ukraine für ATO, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
Er berichtete auch über die Verluste des Gegners während des vergangenen Tages – ein Toter und zwei Verletzte.

 

Lug-info.com: Die Inbetriebnahme einer neuen Gasleitung von Irmino nach Perwomajsk ist für Anfang Juni geplant. Dies teilte heute der Vorsitzende des Ministerrats der LVR Sergej Koslow während eines Arbeitsbesuchs am Bauort in Perwomajsk mit.
Derzeit haben etwa 18.000 Einwohner von Perwomajsk keine Gasversorgung aufgrund des Lieferstopps durch die ukrainische Seite am 22. April.
„Die Arbeiten haben begonnen. Die Regierung hat die Aufgabe, diese Arbeiten innerhalb von anderthalb Monaten abzuschließen“, sagte Koslow.
„Material ist vorhanden, die Vertragsfirmen sind festgelegt, die Menschen arbeiten schon“, sagte der Vorsitzende des Ministerrats.
Koslow teilte mit, dass die Länge der Gasleitung etwa vier Kilometer betragen wird.
Ein großer Teil der neuen Gasleitung wird unterirdisch verlaufen, teilte der stellvertretende Generaldirektor des staatlichen Unternehmens „Luganskgas“ Sergej Kotschetow mit, der Koslow bei dem Arbeitsbesuch begleitete.

 

Rusvesna.su: Im Internet sind Dokumente aufgetaucht, die Aufträge der Zivilverwaltungen der von der Ukraine besetzten Teile der DVR und LVR zur Vorbereitung der Evakuierung von Kindern im Zusammenhang mit der möglichen Eskalation der Feindseligkeiten im Mai dieses Jahres, beinhalten.
In den Dokumenten ist davon die Rede, dass Mitte April angewiesen wurde, einen Plan zur Evakuierung von Kindern aus Mariupol zu erarbeiten. Direkt darin enthalten ist die Aufforderung, die Evakuierung von Kindern aus der „Zone der aktiven Anti-Terror-Operation“ zu gewährleisten.
Es folgt eine Liste der Siedlungen, in denen die Zuspitzung der Situation am wahrscheinlichsten ist. Dabei handelt es sich um eine Auflistung der Dörfer an der Frontlinie in Richtung Mariupol.

Es ist zu vermuten, dass die durchgesickerten Dokumente aus der Verwaltung von Mariupol stammen, wo es trotz aller Säuberungsaktionen noch immer viele Anhänger der DVR und Gegner Kiews gibt….

http://rusvesna.su/sites/default/files/images/19102015/evakuaciya_detey_dok_1.jpg

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Dnr-online.ru/youtube-Seite des Verteidigungsministeriums der DVR
Pressekonferenz des stellvertretenden Kommandeurs der Milizen der DVR Eduard Basurin (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Die Lage in der DVR bleibt schwierig.
In den letzten 24 Stunden haben die ukrainischen Straftruppen 248-mal das Territorium der Republik im Zusammenhang mit 29 Verletzungen des Regimes der Feuereinstellung attackiert. Insgesamt feuerte der Gegner drei Panzergeschosse und 59 Mörsegranaten mit Mörsern der Kaliber 82 und 120mm ab. Außerdem verwendete der Gegner Panzertechnik, verschiedene Arten von Granatwerfern und Schusswaffen.
Alle Daten über Verletzungen der Minsker Vereinbarungen wurden an die Vertreter des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination und die OSZE-Mission übergeben.
Am intensivsten wurden unter Anwendung schwerer, von den Minsker Vereinbarungen verbotener Waffen die folgenden Ortschaften beschossen: Jasinowataja, Dokutschajewsk, Sajzewo, Jelenowka, Sachanka und der Petrowskij-Bezirk von Donezk.
Die Befehle für den Beschuss des Territoriums der Republik gaben die allen bekannten Kriegsverbrecher: Krasilnikow, Schaptala, Shakun, Deljatizkij.
Bei den Beschüssen wählen die ukrainischen Truppen zielgerichtet zivile Objekte und Objekte der sozialen Infrastruktur der Republik. Insbesondere haben die Straftruppen gestern ein weiteres Mal das Gebiet des Kinderheims in Trudowskije beschossen. Dies wählte die Mörserbatterie der ukrainischen Streitkräfte, die von unserer Aufklärung in Marjinka entdeckt wurde, als ihr Ziel. Mit ihrem Feuer versuchen die Straftruppen, die Armee der DVR zu provozieren das Feuer zu erwidern, um dann die Streitkräfte der VR der Nichteinhaltung des Waffenstillstands zu beschuldigen.
Vergleichbare Handlungen begehen die ukrainischen Truppen im Gebiet von Dokutschajewsk, wo sie vor haben, unter ausgedachten Vorwänden den Kontroll- und Passierpunkt im Gebiet von Jelenowka zu schließen, angeblich aufgrund von Beschüssen von den Positionen der Abteilungen der Streitkräfte der DVR. Faktisch eröffnen die Straftruppen vereinzelt das Feuer sowohl auf unsere Positionen als auch auf ihre eigenen und erklären dann, dass der Waffenstillstand von unserer Seite aus gebrochen wurde, was nicht den Tatsachen entspricht.
Auch wurde von unserer Aufklärung eine Verlegung von verbotenen Waffen der ukrainischen Streitkräfte möglichst nah an die Abgrenzungslinie festgestellt, um von diesen Positionen aus sowohl unsere als auch die eigenen Territorien zu beschießen. Genauer gesagt in den Gebieten folgender Ortschaften:
im zentralen Teil und nördlich von Marjinka (1km von der Kontaktlinie) wurden Positionen von sechs 82mm-Mörsern entdeckt sowie die Ankunft von hundert Mann aus einer Abteilungen des Bataillons „Aidar“;
nördlich von Spartak (1km von der Kontaktlinie) wurde die Stationierung von drei Einheiten Panzertechnik festgestellt;
in Awdejewka (6 km von der Kontaktlinie) wurde die Stationierung von zwei mechanisierten Zügen mit fünf Einheiten Panzertechnik registriert.
Außerdem hat unsere Aufklärung in der letzten Zeit den Abzug von Abteilungen der ukrainischen Streitkräfte und ihren Austausch gegen ukrainische Nationalisten in Richtung Mariupol, Donezk und Gorlowka festgestellt. Insbesondere wurden an Stelle von Abteilungen der 57. und 58. Panzergrenadierbrigade sowie der 14. und 72. mechanisierten Brigade im Bereich von Dsershinsk, Granitnoje, Slawnoje Netajlowo, Newelskoje und in der Pufferzone bei Mariupol Personal aus Abteilungen von „Ajdar“, „Asow“ und des „Rechten Sektors“ konzentriert. Die offizielle Version ist die Ermüdung durch die ständige Anspannung in der Konfliktzone. Nach unseren Informationen erfolgt die Konzentration von Nationalisten entlang der Kontaktlinie mit dem Ziel ihrer Liquidierung wegen der Unkontrollierbarkeit und vollständigen Unvorhersagbarkeit dieser Kräfte der ukrainischen Armee. Davon zeugt eine Reihe unwiderlegbarer Fakten, die unsere Aufklärung erhalten hat.

 

De.sputniknews.com: Das Oberste Gericht der Krim hat die Vereinigung „Medschlis des Krimtatarischen Volkes“ als extremistische Organisation eingestuft und ihre Tätigkeit auf russischem Territorium verboten, berichtet ein Sputnik-Korrespondent aus dem Gerichtsaal. Gegen das Urteil könne innerhalb eines Monats Berufung eingelegt werden.
Zuvor hatte die Staatsanwältin der Krim, Natalia Poklonskaja, das Oberste Gericht ersucht, die Tätigkeit des Medschlis zu verbieten und ihn als extremistische Organisation einzustufen. Laut Poklonskaja ist die Organisation ausschließlich auf anti-russische Tätigkeit eingestellt. Ihre Anführer Refat Tschubarow und Mustafa Dschemilew seien „Marionetten in den Händen großer westlicher Drahtzieher“. Das Krimtatarische Volk werde dabei einfach benutzt. Die Führung der Krimtataren-Vertretung arbeitet der Staatsanwaltschaft zufolge sogar mit Söldnern solcher Terrorgruppierungen wie „Graue Wölfe“ und „Hizb ut-Tahrir“ zusammen.
Der Medschlis ist in Russland nicht registriert; er beansprucht den Status eines repräsentativen Organs der Krimtataren. Die Anführer der Vereinigung, Tschubarow und Dschemilew, waren aus Protest gegen die Wiedervereinigung der Krim mit Russland in die Ukraine gezogen. Wegen ihrer volksverhetzenden Äußerungen wurde ihnen 2014 die Einreise nach Russland verboten. Die beiden Politiker waren auch Urheber der Lebensmittel- und Stromblockade auf der Halbinsel.
Die USA hatten sich früher für den Medschlis eingesetzt: US-Außenminister John Kerry rief die Behörden auf, die Entscheidung zum Verbot der Organisation zu revidieren. Der russische Präsidentensprecher Dmitri Peskow betonte seinerseits, die Entscheidung über den Medschlis sei eine innere Angelegenheit Russlands.

 

Lug-info.com: Erklärung des Oberhaupts der LVR Igor Plotnizkij zur Frage des Gefangenenaustauschs
Auf den Sitzungen der Minsker Kontaktgruppe sind Mal für Mal Aufrufe zu hören, alle festgehaltenen Personen freizulassen und eine breite Amnestie zu beginnen. Eine solche Position unterstützen auch die OSZE und die Weltgemeinschaft. Aber das offizielle Kiew erfüllt seine Verpflichtung, die es im Rahmen der Minsker Vereinbarungen übernommen hat, nicht.
Die Ukraine ignoriert weiterhin die Punkte 5 und 6 des Maßnahmekomplexes, im Zusammenhang damit ist der Prozess praktisch gestoppt. Der letzte Austausch von Gefangenen fand am 15. März 2016 nach der Formel „drei gegen drei“ statt. Seit diesem Zeitpunkt sind anderthalb Monate vergangen.
Wir werden auch weiterhin von Kiew fordern, ein Amnestiegesetz anzunehmen und auf einem Austausch von festgehaltenen Personen nach dem Prinzip „alle gegen alle“ bestehen. Ich bin überzeugt, dass es dank dessen gelingen wird, den Prozess der friedlichen Regelung vom toten Punkt wegzubringen und auch effektiv die Mechanismen zu nutzen, die auf den Sitzungen der Kontaktgruppe in Minsk erörtert werden.

 

Ukrinform.ua: Durch die russische Aggression ist die Gefahr einer neuen Atomkatastrophe in der Ukraine entstanden, weil aktive Kriegshandlungen wenige hundert Kilometer entfernt vom Kernkraftwerk Saporoshje geführt wurden.
Das erklärte Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, bei einer Gedenkstunde anlässlich des Tschornobyl-Jahrestages.
„Die Nichtakzeptanz der Unabhängigkeit der Ukraine und das Fehlen wirksamer Sicherheitsgarantien im Budapester Memorandum haben Russland zum Angriff auf die Ukraine bewegt. Die russische Aggression unterminierte einerseits das Vertrauen von Nicht-Kernwaffenstaaten in den Vertrag über die Nichtverbreitung von Kernwaffen und andererseits schuf sie die Gefahr für eine Wiederholung der Atomkatastrophe in unserem Land“.
Laut dem Staatschef werden die Kriegshandlungen wenige hundert Kilometer entfernt vom Kernkraftwerk Saporoshje geführt. „Russland hat einen vollständigen Krieg gegen die Ukraine geplant. Zumindest hat es Kriegshandlungen und Chaos auf dem größten Teil unseres Staatsgebietes geplant, wo es viele gefährliche Objekte gibt.“
Poroschenko betonte in diesem Zusammenhang, dass die Ukraine erhöhte Sicherheitsmaßnahmen auf den Atomkraftwerken getroffen habe, „um sie vor terroristischen Gruppen von Saboteuren zu schützen.“
Das Staatsoberhaupt habe den Partnern der Ukraine über die Erfahrung der Ukraine beim Schutz von radioaktiven Materialien und Atomobjekten vor möglichen Angriffen bei einem Atomgipfel in Washington Anfang April berichtet. „Der Kampf gegen den möglichen Atomterrorismus soll auf der internationalen Ebene koordiniert werden und der Sicherheitsdienst der Ukraine nimmt an dieser Kooperation aktiv teil. Das gilt auch für neueste Cyber-Gefahren, die zur Zeit der Tschornobyl-Katastrophe noch nicht existierten. Wenn die Malware „BlackEnergy“ zum Angriff auf unsere Stromwerke eingesetzt würde, dann gibt es keine Garantien, dass solche Technologien nicht eine Gefahr für unsere Kernkraftwerke darstellen.“

 

Rusvesna.su: Kiew fürchtet den 2. Mai. In Odessa werden Spezialkräfte und Kämpfer der Strafbataillone zusammengezogen.
Die ukrainischen Behörden haben große Angst vor dem bevorstehenden Jahrestag des Massakers von Odessa. In Kiew ist man sich klar darüber, dass in Odessa noch immer der Schmerz der Tragödie von vor zwei Jahren lebt und der geringste Vorfall Auslöser unvorhersehbarer Ereignisse sein kann, nicht nur in der Stadt, sondern im gesamten Südosten der Ukraine.
Aus diesem Grund versuchen die Behörden, sich so gut wie möglich selbst zu schützen und mögliche Veranstaltungen und Massenzusammenkünfte zu verhindern, wobei sie dabei vor allem auf die Möglichkeiten von Spezialeinheiten und Strafbataillonen setzen.
Im Netz ist ein Dokument, datiert von Mitte April, aufgetaucht, in dem unter Bezugnahme auf einen Beschluss des Sicherheitsrats der Ukraine von „Anti-Terror-Übungen“ und einer Spezialoperation „Kulikowo-Feld“ von Ende April bis Anfang Mai die Rede ist.
Unter diesem Vorwand ziehen sie in Odessa Vertreter ukrainischer Strafverfolgungsbehörden und Kämpfer der Nationalistenbataillone zusammen.
Inzwischen hat es in der Stadt schon hitzig zu werden begonnen: Der nächtliche Zusammenstoß von „Euromaidanern“ und ihren Gegnern vor dem Rathaus von Odessa trägt in Kiew nicht zum Optimismus bei. Und die Explosion in einer Bank während der Nacht deutet sehr auf eine organisierte Provokation hin, um Menschenansammlungen unter dem Vorwand einer „erhöhten terroristischen Bedrohung“ zu verhindern.
Es wird deutlich, dass die kommende Woche von großer Bedeutung für die Zukunft Odessas und die der Kiewer Behörden sein könnte.

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Abends:

 

Novorosinform.org: Ist das nicht eine Verletzung von „Minsk“? Donezker „Terroristen“ haben die älteste Straßenbahnlinie wieder in Betrieb genommen.
Am 26. April fand in Donezk eine Zeremonie zur Wiedereröffnung der ältesten Straßenbahnlinie statt, die das Donezker Metallurgische Werk mit dem Bahnhof verbindet. Wegen des heftigen Beschusses durch die Straftruppen im Winder 2015 konnte die Linie seit dem Februar des vergangenen Jahres nicht vollständig betrieben werden.
Doch heute, nach 15 Monaten des Stillstands, wurde die Linie Nr. 1 wieder eröffnet. Sie verkehrt nun wieder von der Straße der Ökonomen bis vor den Bahnhof auf einer restaurierten Strecke.
Der Leiter der Donezker Verwaltung Igor Martynow erklärte, dass entlang der gesamten Strecke eine Beleuchtung errichtet wird, besonders im Bereich der Haltestellen. Die Arbeiten an der Beleuchtung sollen innerhalb des nächsten Monats abgeschlossen werden.

 

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