Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 22 bis 28.03.2021

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Dienstag:

Lugansker Volksrepublik – Nordkaukasus
Lug-info.com: Das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung informierte auf einer Ausstellung STIMexpoin Rostòv-na-Donú (RU) 300 Unternehmer über in der LVR hergestellte Baustoffe.
Das Ministerium stellte fest, dass „an den Materialien und Informationen über die vorgestellten Unternehmen der LVR großes Interesse seitens der Besucher bestünde“ und „von einer Bauverwaltung im Nordkaukasus ein Vorschlag zur Zusammenarbeit eingegangen sei.“
[…]
Darüber hinaus haben Vertreter des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung erste Einladungen zur Teilnahme an anderen Messeveranstaltungen in der Russischen Föderation erhalten.
„Wir bitten die Produzenten der LVR, sich aktiv an den auf dem Territorium der Russischen Föderation stattfindenden Ausstellungen zu beteiligen. Verpassen Sie nicht die Chance, Ihr Potenzial zu demonstrieren, neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen und den Markt zu erweitern. All dies wird nicht nur die Entwicklung der teilnehmenden Unternehmen, sondern auch das Image der Republik als Ganzes positiv beeinflussen“, hieß es.
Die Ausstellung
STIMexpo ist eines der größten regionalen Projekte mit einer langjährigen Geschichte in der Region Rostòv, Russland und den benachbarten Ländern die fortschrittlichen Errungenschaften im Bausektor zu demonstrieren.

Mittwoch:

DMS bald wieder voll in Betrieb
D
an-news.info: Das Donjèzkij Metallurgíčeskij Sawòd (Werk) (DMS) wird Anfang April zur vollen Kapazität hochgefahren. Dies wurde heute von Staatspräsident Denis Pušilin bekanntgegeben. „Zur Zeit ist ein Hochofen in Betrieb, der zweite wird nach Reparaturen auch wieder in Betrieb genommen werden“, so Pušilin.

(WKontakte)
Das DMS ist eines der ältesten Unternehmen im Donbass, gegründet 1872. Das Werk ist spezialisiert auf die Produktion von Gusseisen, Stahl, Rohren und vieles andere. Im Winter 2014 wurde der Betrieb nach Beschuss des Betriebsgeländes und wegen Rohstoffmangels eingestellt, aber bereits im Juni 2015 wurde die Produktion von Roheisen wieder aufgenommen. Im Frühjahr 2017 musste der Betrieb wegen der ukrainischen Wirtschaftsblockade wieder vorübergehend eingestellt werden.

DVR und LVR bauen internationale Stromleitung
Komsomòl’skaja Práwda (kp.ru): Wie der Premierminister der Lugansker Volksrepublik, Sergej Koslov, bekanntgab, werden die Republiken eine Hochspannungsfreileitung von
Čajkino nach Kommunarskaja mit einer Länge von 136 Kilometern (36 davon in den Rayons Perewal’sk und Antrazit der LVR) bauen um die Zuverlässigkeit der Stromversorgung zu erhöhen.

Koslov hat bereits einen Erlass »Über die Belastung bestimmter Grundstücke zur Befriedigung staatlicher Bedürfnisse« unterzeichnet, der den Startschuss für die Planung, Vermessungsarbeiten, und den Bau der Freileitung gab. Bei der Planung wurde dem Risiko der Beschädigung Rechnung getragen. So verläuft sie so weit wie möglich vom Einzugsbereich ukrainischer Feindseligkeiten entfernt.

Freitag:

Wir werden mit allem fertig
Denis-pushilin.ru: Heute stattete der Präsident der Donezker Volksrepublik, Denis Pu
šilin, der Stadt Ilowajsk einen Besuch ab und besichtigte ein wieder aufgebautes Wohnhaus, das durch Beschuss durch die Ukraine beschädigt wurde, und traf sich mit den Bewohnern. Auf der Baustelle waren auch der stellvertretende Minister für Bauwesen und kommunale Wohnungswirtschjaft, Wladimir Dubovka, der Leiter der Stadtverwaltung von Ilowajsk, Ruslan Dudnikov und Vertreter der Baufirmen anwesend.
„Alles muss wiederhergestellt werden und ich möchte, dass dies schneller geschieht. Aber es ist unmöglich, all das Zerstörte auf einmal wieder aufzubauen.
Trotzdem ist es unsere Aufgabe, alles in der Republik wiederherzustellen, was von der Ukraine zerstört wurde. Dabei hat uns nicht nur der Krieg geschadet, sondern auch die ganze Einstellung der Ukraine zu unserem Gemeinwesen hat zu ernsthaften Problemen geführt. Sie wissen, dass wir letztes Jahr das Programm für Wiederaufbau und Entwicklung gestartet haben. Ich danke Ihnen, dass Sie Geduld bewiesen und die Hoffnung nicht aufgegeben haben,“ wandte sich Pu
šilin an die Bewohner des Hauses.
Bei dem Gespräch konnten die Bürger dem Staatsoberhaupt Fragen stellen. Sie merkten an, dass es das Wichtigste sei, dass (so wörtlich) 2014 sich nicht wiederholen dürfe
(man verstehe das richtig – Anm. d. Übers.).
„Dafür haben wir unsere Armee, anders geht es nicht. Auf der einen Seite müssen wir bauen und aufbauen, auf der anderen Seite müssen wir für alle Fälle gerüstet sein. Wir haben keine verstreuten Milizeinheiten mehr, sondern eine vollwertige Armee. Ob die Ukraine es will oder nicht, wir haben unseren Staat, die Donezker Volksrepublik. Wir werden mit allem fertig!“ versicherte Denis Pu
šilin.
Der Staatschef wies den Leiter der örtlichen Verwaltung an, beim Umzug der Hausbewohner in die rekonstruierten Wohnungen mit der Bereitstellung von LKWs sowie bei der notariellen Beurkundung des Nachlasses der getöteten Nachbarn zu helfen. Beim Einschlag ukrainischer Granaten in das Haus Lewinstraße Nr. 7 wurde eine Familie getötet. […]

Pušilin sprach mit einer Enkelin der Opfer. Kristina Černowa: „Meine Groß eltern starben 2014 in diesem Haus und wurden unmittelbar daneben begraben. Es war eine Zwangsmaßnahme. Später wurden sie umgebettet.“
„Ich war kurz nach der Befreiung in Ilowajsk: Damals gab es keinen Strom, und die Menschen aus den Hochhäusern kochten ihr Essen auf Feuern“, sagte Pu
šilin.
„Die Möglichkeit, in unser Haus zurückzukehren ist ein Geschenk“, bedankte sich das Mädchen beim Staatsoberhaupt.

Pušilin besucht Kraftwerk
Denis-pushilin.ru: Heute besuchte das Oberhaupt der Donezker Volksrepublik, Denis Pu
šilin, die Stadt Sugres und nahm an einer Sitzung im dortigen Kraftwerk, Teil des Staatlichen Unternehmens ›Ėnèrgija Donbàssa‹, teil. […]
Auf dem Treffen wurden unter anderem Fragen der Umstellung des Kraftwerks auf Kohle der Marke T
(toščij = mager/mit geringem Fettgehalt – Anm. d. Übers.), die in der Republik reichlich abgebaut wird, angesprochen.
„Die Kraftwerke Sugres und Starobje
šewo versorgen nicht nur die DVR, sondern auch die Lugansker Volksrepublik. Während Starobješewo praktisch mit voller Kapazität arbeitet, ist Sugres nur zu etwa 30 % ausgelastet. Wann werden wir in der Lage sein, die in der Donezker Volksrepublik geförderten Kohlesorten, insbesondere die T-Kohle zu verwenden? Und zu welcher Leistung werden wir nach der Umstellung kommen?“, fragte Denis Pušilin.
Wie Jewgenij
Želesnjak, Direktor von Sugres, betonte, ist der Hauptlieferant dieser Kohle zur Zeit das Bergwerk Bjelorečenskaja des Staatlichen Unternehmens Wostòkúgol‘der LVR.
Anfang 2021 wurden Pilotversuche zur Verbrennung von Kohle der Sorte T aus Bergwerken der DVR durchgeführt, die positive Ergebnisse lieferten; Vorbereitungsarbeiten
zur Umstellung sind am Laufen. […]

„Wir können also nicht nur von einer vollständigen Versorgungssicherheit der Donezker Volksrepublik sprechen, sondern auch an den Stromexport denken“, sagte Pušilin.
Auch das Thema der Ausbildung von Fachkräften direkt in den Betrieben der Branche wurde bei dem Treffen angesprochen. Der Präsident betonte die Bedeutung praktischer Schritte zur Lösung des Problems des Personalmangels in den Energieunternehmen. „Arbeiten Sie in Richtung der Organisation von gezielten Schulungen“, wies er die Leiter der staatlichen Kraftwerke an.
„Wie man junge Fachkräfte findet, wie man sie anzieht und wie man sie hält – das ist die Aufgabe, an der wir permanent arbeiten müssen, sodass das Problem in 3 bis 5 Jahren gelöst sein wird.
Aufgabe des Staates ist es, Bedingungen für die Unternehmen zu schaffen, damit sie in die Lage kommen, anständige Löhne zu zahlen und ihre Schulden zu tilgen. Es hängt nicht alles nur vom Geld ab, die Menschen sind die wichtigste und wertvollste Ressource“, sagte der Staatschef.
Anschließend hat Pu
šilin das Werk besichtigt und mit Mitarbeitern gesprochen. Dabei wurden Fragen der Sanierung des städtischen Schwimmbads, der Kindergärten, der Sportplätze, des Grenzübertritts und der Anpassung der rechtlichen Grundlagen an die Standards der Russischen Föderation angesprochen.

Höhere Gebühren kommen städtischen Angestellten zu Gute
D
an-news.info: In Donezk ist das Durchschnittsgehalt der Mitarbeiter in der Wohnungswirtschaft am 1. März von 8430 auf 9947 Rubel (um 18 %) gestiegen.

Es sei daran erinnert, dass im Februar dieses Jahres die Tarife für Wasser, Wärme, Strom und andere Dienstleistungen in der Republik erhöht wurden.

Standard

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