Presseschau vom 27. und 28.09.2014

gemeinsame Beisetzung früherer und heutiger Antifaschisten in Saur-Mogila


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) gehalten, die Übersetzung russischer Medien (Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru) erfolgt in schwarzer Farbe.


Presseschau vom 27.09.2014:

Vormittags:

RIA.de: Eine Arbeitsgruppe des Zentrums für Kontrolle und Koordinierung von Fragen der Feuereinstellung und einer etappenweisen Stabilisierung der Trennungslinie der Seiten hat ihre Arbeit aufgenommen. Die Zone der Feuereinstellung in der Ukraine wird in vier bis fünf Sektoren aufgeteilt, wo drei bis fünf OSZE-Monitoringgruppen arbeiten werden, wie das Pressezentrum der Sonderoperation der ukrainischen Armee am Freitag mitteilt.
„Äußerst wichtig ist, dass diese Arbeitsgruppe des Zentrums die Kontrolle über die Feuereinstellung in der ganzen Periode der Stabilisierung der Situation auf dem Territorium der Gebiete Donezk und Lugansk ausüben wird“, heißt es in der Mitteilung. Das Pressezentrum teilt mit, dass die Arbeitsgruppe ihre Tätigkeit am 26. September aufgenommen hat. Ihr gehören Vertreter der ukrainischen Seite, die OSZE-Monitoringgruppe und 76 Angehörige der russischen Streitkräfte an.

Novorossia.su: In der LVR wurde die Zentrale Wahlkommission gebildet. Die Wahlen sollen am 2. November stattfinden.

RIA.de: Deutschland wird 75 Lastwagen mit humanitären Hilfsgütern in die Ukraine schicken. Die Hilfe sei für Flüchtlinge aus dem Südosten der Republik bestimmt, wie Vizeregierungschef Wladimir Groisman in Kiew mitteilte. Nach Angaben des ukrainischen Kabinetts vom Freitag hatten Groisman und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Hans-Joachim Fuchtel, Termine sowie die mit der Entladung der Güter zusammenhängenden Fragen erörtert. „Deutschland hat sich bereit erklärt, in nächster Zeit 75 Lkw mit Hilfsgütern in die Ukraine zu entsenden. Es handelt sich in erster Linie um Waren des dringenden Bedarfs angesichts des herannahenden Winters. Die Laster sollen Mitte Oktober in der Ukraine eintreffen und werden in den Gebieten Saporoschje, Dnepropetrowsk und Charkow unter Vermittlung des Ukrainischen Roten Kreuzes entladen“, hieß es in der Mitteilung. Unterdessen äußerte das britische Außenministerium Besorgnis über Meldungen, wonach Russland einen vierten humanitären Konvoi für den Südosten der Ukraine vorbereitet. „Solcher Konvoi wird die Souveränität der Ukraine verletzen, weil derartige Lieferungen von der Ukraine zu billigen und vom Internationalen Komitee von Rotem Kreuz zu kontrollieren sind“, teilte das Außenamt bei Twitter mit.  Am vergangenen Donnerstag hatte der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko russische humanitäre Konvois für die Gebiete Donezk und Lugansk im Osten des Landes als eine Intervention der Ukraine bezeichnet. Am Freitag erklärte der stellvertretende Zivilschutzminister Russlands, Wladimir Stepanow, dass Moskau einen vierten humanitären Konvoi für die Ostukraine vorbereitet. Russland hatte Vertreter der ukrainischen Zollbehörde und des IKRK mehrmals aufgefordert, russische Ladungen zu kontrollieren, was sie aber ablehnten.

Nachmittags:

RIA.de: Die ukrainischen Sicherheitskräfte haben am Samstag in Charkow im Osten des Landes 23 Teilnehmer eines von den Behörden nicht genehmigten „Friedensmarsches“ festgenommen. Das teilte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow in Kiew mit. Der von der Kommunistischen Partei organisierte Friedensmarsch gegen die Kampfhandlungen in der Donbass-Region war von einem örtlichen Gericht verboten worden. Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, der Aktion fernzubleiben. Unter den Festgenommenen war auch die ehemalige Abgeordnete Alla Alexandrowskaja von der Kommunistischen Partei. Nach Behördenangaben nahmen an dem Marsch etwa 100 Einwohner von Charkow teil.

Rusvesna.su: Der Premierminister der DVR erklärte, dass einige ukrainische Einheiten den Beschuss weiterführen. Beschossen werden nicht nur die Positionen der Volksmiliz und Wohnviertel, sondern auch andere ukrainische Truppen, die die Waffenruhe einhalten.

ITAR-TASS: Protestaktionen gegen den Krieg im Donbass fanden heute in vielen Städten der Ukraine statt. Die Einwohner Charkows, Odessas, Dnepropetrowsks, Saporoshes, Cherstons und Nikolajewkas  gingen auf die zentralen Straßen ihrer Heimatstädte mit der Forderung an die Kiewer Regierung, sofort die Unterstützung für den Krieg gegen die Bevölkerung des Lugansker und Donezker Gebietes zu stoppen. In Dnepropertowsk versammelten sich etwa 1.300 Menschen mit den Losungen „Für Frieden!“, „Keine Nato!“ und „Poroschenko, keinen Krieg!“ Etwa 1.000 Menschen protestierten in Nikolajew mit Plakaten „Washington, hör auf das Land zu zerreißen!“ und „Besser ein schlechter Frieden als Krieg!“ In Odessa gedachten etwa 1.500 Einwohner der Opfer vom 2. Mai und Forderten „Nein dem Krieg!“. In Cherston hinderten die Sicherheitsorgane viele Menschen daran, bis zur Kundgebung zu gelangen, an der trotz allem etwa 600 Menschen teilnahmen. In Saporoshe protestierten ungefähr 1.300 Einwohner mit Losungen wie „Wir verfluchen das Geschäft mit dem Krieg!“ und „Nato heißt Krieg!“ Trotz des Verbots nahmen etwa 700 Menschen in Charkow an einem Friedensmarsch teil. 23 Teilnehmer wurden verhaftet.

Novorossia.su: Im Rahmen der internationalen Unterstützung der Lugansker Volksrepublik wird morgen die italienische Ska-Punk-Band Banda Bassotti in Lugansk auftreten. Das Konzert ist für 15.00 Uhr geplant.

RIA.de: Das ukrainische Militär hat mit der Verlegung von Panzertechnik und diversen Fahrzeugen in die Zone der sogenannten Anti-Terror-Operation im Osten des Landes begonnen. Das teilte der ukrainische Grenzdienst am Samstag mit. Die Technik solle unter anderem an der ukrainisch-russischen Grenze stationiert werden. Es handele sich um sechs Schützenpanzerwagen, acht Armeelastwagen und drei Kleinbusse, hieß es. Der andere Teil der Technik solle später verlegt werden. In letzter Zeit hatte der ukrainische Grenzdienst 20 reparierte Schützenpanzerwagen zurück erhalten. Etwa 50 Lastwagen wurden für die Grenzer von der ukrainischen Regierung gekauft. In den östlichen Gebieten Donezk und Lugansk gilt seit dem 5. September eine Waffenruhe, die allerdings äußerst brüchig ist. Die im April ausgerufenen nicht anerkannten Republiken Donezk und Lugansk kämpfen um ihre Unabhängigkeit von Kiew.

Rusvesna.su: Das Oberhaupt der LVR erklärte, dass die Regierung seiner Republik Russland um Hilfe mit Baumaterialien gebeten hat.
Abends:

RIA.de: Eine nächste Runde der trilateralen Gasgespräche im Format Russland-Ukraine-EU findet am 2. Oder 3. Oktober statt. Das teilte Russlands Energieminister Alexander Nowak am Samstag in Moskau mit, ohne den Ort zu nennen. Die Partner waren am vergangenen Freitag bereits in Berlin zusammengetroffen. Vereinbart wurde, dass Russland im Laufe der nächsten sechs Monate bis zu fünf Milliarden Kubikmeter Gas an die Ukraine liefert. Dazu hat Kiew zwei Milliarden US-Dollar Altschulden an den russischen Monopolisten Gazprom sowie eine Anzahlung zu überweisen. Für diese Lieferungen gilt ein Preis von 385 Dollar pro 1000 Kubikmeter. Die Verbindlichkeiten der Ukraine gegenüber Russland für das bereits bezogene Gas belaufen sich derzeit auf 5,3 Milliarden Dollar. Wegen zu hoher Schulden hatte Gazprom Mitte Juni der Ukraine den Gashahn abgedreht.

ITAR-TASS: An der Trauerfeier für die im Donbass Getöteten in Moskau nahmen 6mal mehr Menschen teil als die Veranstalter angemeldet hatten. 17.000 Menschen gedachten am Sonnabend der Opfer des Bürgerkriegs.
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Dnr-news: Die Vereinigung „Antifaschistischer Donbass“ schickt eine Hilfslieferung von Italien in die DVR.


Presseschau vom 28.09.2014

Vormittags:

Rusvesna.su: Nach der Auflösung des gestrigen Charkower Friedensmarsches und Verhaftung von 23 Teilnehmern wurde in der Nacht über die antifaschistischen sozialen Netzwerke eine Warnung vor einer Aktion der Euromaidaner und des „Rechten Sektors“ publiziert. Es seien etwa 200 Kämpfer der rechten Bewegungen nach Charkow gereist und beabsichtigen nach eigenen Aussagen im Internet die Herbeiführung eines Szenarios wie in Odessa. Einer Aktivistin des Antimaidan sei heute Nacht ein Molotow-Cocktail auf den Balkon geworfen worden, Drohungen wurden gebrüllt. Es wird befürchtet, dass noch andere Kriegsgegner, deren Adressen im Internet veröffentlicht wurden, angegriffen werden könnten. Für heute haben die pro-ukrainischen Kräfte einen Marsch mit anschließender Kundgebung unter dem Motto „Charkow – das ist die Ukraine!“ geplant.

RIA.de: Die Volkswehr-Milizen im Südosten der Ukraine hören laut Russlands Außenminister Sergej Lawrow nicht immer auf die Meinung Russlands. In seinem Interview für Bloomberg TV erinnerte Lawrow unter anderem daran, dass Russlands Präsident Wladimir Putin im Frühjahr die Volkswehr öffentlich aufgerufen hatte, das Unabhängigkeitsreferendum in dieser Region zu verschieben, um einem politischen Dialog mit dem ukrainischen Präsidenten, der später gewählt werden sollte, eine Chance zu geben. „Sie haben darauf geantwortet, dass sie zwar Russland und Putin sowie diese Meinungen und Ratschläge respektieren. Sie haben aber bereits beschlossen, dass etwas getan werden muss, und ihr Referendum durchgeführt“, so Lawrow. Die Volkswehr lehne Verhandlungen nicht ab, betonte er. „Die Milizen erklären, dass sie bereit sind, mit den Kiewer Behörden bis zur vollständigen Erfüllung des von ihnen am 5. September unterzeichneten Protokolls zu sprechen, das ein Dutzend Punkte, unter anderem über den politischen Dialog, enthält

Gefunden auf ANNA News Facebook: Das Kinderbataillon aus den Vorkarpaten (Video jetzt mit deutschen Untertiteln) http://www.youtube.com/watch?v=GTQ0_xovg_8#t=26

Rusvesna.su: Bei der Minenräumung in der Nähe von Saur-Mogila war ein nboch unbekanntes Gemeinschaftsgrab von Kämpfern der Roten Armee aus dem Großen Vaterländischen Krieg entdeckt worden. Von 82 Soldaten konnten nur 5 identifiziert werden. Zwei von ihnen stammen aus Russland, deshalb werden ihre sterblichen Überreste an die Verwandten in Omsk und Irkutsk übergeben. ‚Die anderen wurden zusammen mit 17 gefallenen Volksmilizionäre, die in den Tagen des „Waffenstillstands“ umgekommen sind, auf dem Gelände des Mahnmals beigesetzt. Viele Menschen waren zur Beisetzung gekommen, fast alle mit Blumen, dioe auf dem Gräbern niedergelegt wurden. Viele Familien kamen mit ihren Kindern, um derer zu gedenken, die ihr Leben für Novorossia gegeben hatten.
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Einer der Kommandeure berichtet von den damaligen und  heutigen Gefallenen im Kampf um die Befreiung ihres Landes vom Faschismus. Gezeigt werden auch die Überreste der Kämpfe um die strategisch wichtige Höhe.

Novorosinform.org:  88 Bergwerke von den 93 im Donbass befinden sich in Gebieten, die von den Volksmilizen der DVR und LVR kontrolliert werden. Insgesamt arbeiten jedoch nur 24 Schächte.

Nachmittags:

RIA.de: Die ostukrainischen Volksmilizen haben in der Nacht zum Sonntag zwölf gefangene ukrainische Soldaten freigelassen, wie Präsident Pjotr Poroschenko via Twitter mitteilte. „Heute Nacht wurden zwölf unserer Militärs freigelassen, die in Donezk, Lugansk und Krassny Don gefangen gehalten wurden“, hieß es. Am Samstag hatte die ostukrainische Volkswehr sieben gefangen gehaltene Soldaten freigelassen, wie das ukrainische Zentrum für Gefangenenbefreiung „Offizierskorps“ berichtete. Zuvor hatten die Volksmilizen berichtet, der Gefangenenaustausch sei eingestellt worden, weil die ukrainische Seite „statt der angegebenen Liste merkwürdige Personen zuschiebt, die mit der Volkswehr nichts zu tun haben“.

Novorosinform.org: In der DVR wurde ein weiteres Massengrab entdeckt. Augenzeugen berichten, dass ein Lada mit fünf Insassen direkt an einer Straßensperre von Fallschirmjägern der ukrainischen Armee beschossen worden war. Die Leichen der 5 Männer wurden einfach in eine Grube geworfen und verscharrt. Die Ermittler der Volksmiliz wollen nun den Tod der Männer aufklären.

Abends:

Novorosinform.org: Um den Beschuss von Wohnvierteln der Stadt Donezk vom Gelände des Flughafens aus zu beenden, stürmten gestern Einheiten der Volksmiliz der DVR das Gelände und besetzten das neue Terminal. Jedoch halten sich auch weiterhin 700-800 ukrainische Soldaten einen Teil des Flughafens besetzt. Außerdem findet ein weiterer Gefangenenaustausch nur statt, wenn Kiew aufhört zu betrügen. Während die DVR die aufgelisteten Personen anm Kiew übergeben hatte, waren unter den Freigelassenen, die in die DVR zurückkehrten, nur sehr wenige Personen von der Liste, dafür Gefangene, die nichts mit der Volksmiliz zu tun hatten oder Landwirte, die man in Vororten einfach aus ihren Gärten mitgenommen hatte.
Novorosinform.org: Die Beauftragte für den Gefangenenaustausch Darja Morosowa informierte über einen heute vollzogenen Austausch von Gefangenen. Der Volksmiliz seien 30 Personen übergeben worden, Lehrer und Oppositionelle, die an Protestveranstaltungen gegen die Kiewer Junta teilgenommen hatten, unter ihnen auch der Volksbürgermeister von Nikolajew.

Novorosinform.org: Die Teilnehmer des Marsches für die Einheit der Ukraine in Charkow, veranstaltet vom Euromaidan und vom „Rechten Sektor“, haben das Lenindenkmal auf dem Platz der Freiheit im Stadtzentrum zerstört. Die Sicherheitsorgane griffen nicht ein.
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Standard

Presseschau vom 17.09.2014

Region mit Sonderstatus für evtl. 3 Jahre oder Sozialstaat mit sozialistischen Elementen?


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet. Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

vormittags:

rusvesna.su: Eine Gruppe von Abgeordneten der russischen Staatsduma von der LDPR, „Gerechtes Russland“ und der Kommunistischen Partei hat vorgeschlagen, den Anteil der ausländischen Aktionäre in den russischen Medien auf 20%. zu begrenzen. Die vorgeschlagene Gesetzgebung verbietet den Medien eine Mehrheit von ausländischen natürlichen und juristischen Personen sowie von russischen Bürgern mit doppelter Staatsbürgerschaft

Rusvesna.su: Der Vize-Premier der DVR Purgin erklärte, dass es faktisch keine Waffenruhe zwischen den Volksrepubliken von Novorossia und der Ukraine mehr gebe. „Ich denke, dass es keine Waffenruhe mehr gibt. Es werden schwere Geschütze verwendet. Man bombardiert unsere Städte. Vier von acht Stadtbezirken von Donezk liegen unter Dauerbeschuss. Vor kurzem hat eine Granate einen Bus getroffen. Das ukrainische Militär hat begonnen, schwere Waffen zu verwenden: In Charzynsk traf etwas Großes eine Haltestelle, es hinterließ einen 6m breiten und 2m tiefen Krater.“

Novorossia.su: Die Ukraine stellt ein Bataillon der Nationalgarde aus Gefangenen zusammen. Für die Teilnahme an der ATO wurden Verurteilte amnestiert.

Rusvesna.su: Ein neuer großer Kessel wurde um Teile der ukrainischen Armee im Gebiet Debalzewo gebildet. Die Volksmilizen beschießen die Trasse Artjomowsk-Debalzewo, sodass eine Versorgung der Kiewer Regierungstruppen mit Nachschub schwierig wird.

Rusvesna.su: Im Ort Losowaja im Gebiet Charkow wurde in der Nacht das Rekrutierungsbüro durch mehrere Handgranaten beschädigt. Über das Ausmaß der Schäden sowie über eventuelle Opfer ist noch nichts bekannt. Dies war seit März schon der 6. Angriff auf die Rekrutierungsbüros in Charkow und Umgebung.
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Dnr-news: In einem ausführlichen Interview legte der Vorsitzende des Obersten Sowjets der DVR Litwinow, ehemals Mitglied der KP der Ukraine, seine Sicht auf die Zukunft Novorossias dar. Dieses Video richtet sich speziell an diejenigen, die sich fragen, wo der linke Disurs in Novorossia ist. Es ist auch als Antithese zu Borodais Aussage „Wir sind doch keine Kommunisten“ gedacht.
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(Dieses Video ist leider nicht in einer Übersetzung, sondern nur in russischer Sprache verfügbar. Der Übersetzer bemüht sich um eine knappe Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen:
Etwa die Hälfte der Einwohner haben Donezk verlassen. Das Ziel des fortgesetzten Beschusses durch die Kiewer Machthaber ist die Demoralisierung der Zivilbevölkerung und ein Aufbegehren gegen die DVR. Anfangs glückte dies sogar bei einem Teil der Einwohner, die sagten: “Wenn wir nicht für die DVR gestimmt hätten, würde uns Kiew jetzt nicht bombardieren“. Im Laufe des Krieges hat sich da ein Wandel vollzogen. Die meisten Menschen wollen nun nicht mehr zu einem Land gehören, das so viel Schrecken und Unglück über das eigene Volk bringt.
Über den Anteil russischer Freiwilliger gibt es keine Statistik. Nach Litwinows subjektiver Sicht sind es höchstens 10%. Dies sei am Anfang anders gewesen. Die Kämpfer der Volksmilizen haben damals um russische Instrukteure gebeten, da viele der unter 40igjährigen keine Erfahrung im Umgang mit Waffen hatten. In der Ukraine war der Militärdienst nicht populär. Nur die Älteren hatten militärische Erfahrung aus dem Dienst in der Roten Armee. Die russischen Freiwilligen, die zur  Zeit in der Volksmiliz kämpfen, haben entweder persönliche Beziehungen zum Donbass oder sind aus patriotischen Gründen hier. Geld von der DVR erhalten sie nicht.
Anfangs hat die Volksmiliz sich von Spenden der Bevölkerung und von örtlichen Unternehmen genährt und gekleidet. Nun hat sich die Lage geändert, das freie Territorium der DVR ist kleiner geworden, die Bevölkerung muss selbst in den knappen Zeiten überleben. Trotzdem wird weiterhin gespendet. Der bedeutendere Teil der Spenden kommt jedoch aus Russland und wird vor allem für die Zahlung von Hilfen an die Zivilbevölkerung und an die Familien gefallener oder schwerverletzter Volksmilizionäre verwendet.
Die DVR wird ihr eigenes Bankensystem erstellen. Daran wird im Moment gearbeitet, da  das Bankwesen in der Volksrepublik nicht mehr funktioniert.  Gerade gab es den Beschluss, an medizinisches und pädagogisches Personal Löhne auszuzahlen.
Die Verstaatlichung der großen Unternehmen und Betriebe in der DVR ist das Ziel, aber nicht der erste Schritt auf dem Weg der Entwicklung des Wirtschaftssystems. Denkbar ist eine staatliche Beteiligung, in jedem Falle ist aber die staatliche Kontrolle zu gewährleisten.
Offenbar haben die Oligarchen, auch Achmetow, beschlossen, dass sie ihre Unternehmensstandorte in den Volksrepubliken aufgeben. Deshalb werden neben den Wohngebieten besonders Betriebe und Bergwerke bombardiert. Von allen Bergwerken in Novorossia arbeitet eines, zum Teil. Die Bergleute sind es Leid, der Zerstörung ihrer Arbeitsstätten zuzusehen und treten massenhaft in die Volksmiliz ein. An einem Tag waren es 700 Mann. Diese Motivation, dieses Ziel unterscheidet auch unsere Kämpfer von den meisten ukrainischen Soldaten. Während die Ukrainer nicht wissen, wofür sie im Donbass den Kopf riskieren sollen, kämpfen unsere Leute gegen die weitere Zerstörung ihrer Arbeitsplätze, ihrer Häuser, ihrer Städte, für das Leben ihrer Angehörigen und Bekannten.
Die DVR bittet Russland nicht um den Einmarsch russischer Soldaten, sondern um humanitäre Hilfe.
Solange keine Löhne und Gehälter ausgezahlt werden und die Menschen um ihr Überleben kämpfen, so lange werden auch keine Steuern zur Finanzierung der Armee Novorossias erhoben.
In der Zukunft wird die DVR ein basisdemokratischer Staat sein mit sozialistischen Elementen, mit einem starken staatlichen Einfluss auf die Ökonomie, einer sozialen Ausrichtung. Man könnte es auch als sozialistischen Staat bezeichnen, evtl. nach dem belorussischen Modell.
Im heutigen Parlament haben sich verschiedene linke, sozial ausgerichtete Gruppierungen gebildet. Die Bildung von Parteien wird erst nach Beendigung des Krieges zugelassen. An dieser Revolution haben die Menschen aus dem linken Spektrum bis hin zur Mitte teilgenommen. Nationalisten und Faschisten haben wir nicht in unseren Reihen. Es gibt noch diejenigen (wie Strelkow), die für eine starke Staatsmacht sind. Aber wir Linken sind auch für eine starke staatliche Macht. Und es gibt die Orthodoxen, die für die Einheit der orthodoxen Kirche eintreten. Wir kämpfen alle für eine gemeinsame Sache: für die Einheit der russischen Welt, für die Einheit eines Volkes aus vielerlei Nationen, für die Gleichberechtigung zwischen  den Nationen. Keine Nation soll über einer anderen stehen.

Rusvesna.su: Ein großer Teil der in den Kiewer Regierungstruppen Kämpfenden sind bei den ukrainischen Behörden nicht registriert. Während der ukrainische Geheimdienst von insgesamt etwa 2.400 Gefangenen und Verschollenen spricht, erscheinen auf den offiziellen Listen für den Austausch von Kriegsgefangenen sehr viel weniger. Vor allem betrifft dies die Mitglieder der Freiwilligenbataillone sowie der Nationalgarde, die nicht in den Listen der ukrainischen Kommandoebene auftauchen. Der SBU habe jedoch den Wunsch geäußert, auch diese Kämpfer freizutauschen.

nachmittags:

RIA.de: Washington knüpft eine teilweise Aufhebung der Sanktionen gegen Moskau an die Einrichtung einer Pufferzone an der russisch-ukrainischen Grenze, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Mittwoch. In Moskau sorgte der Vorstoß der Amerikaner für Verärgerung. Wie es aus dem russischen Föderationsrat (Parlamentsoberhaus) hieß, wird Moskau nicht auf die US-Forderungen eingehen. „Wir erwarten von Russland den Abzug aller Soldaten und Militärtechnik aus der Ukraine. Moskau muss auf die Unterstützung der bewaffneten Gruppen und Söldner in der Ukraine verzichten, alle Gefangenen freilassen, vor allem die Pilotin Nadeschda Sawtschenko und den Regisseur Oleg Senzow. Außerdem fordern wir Kontrollen an der russisch-ukrainischen Grenze und die Wiederherstellung der Souveränität der Ukraine bei ständiger Präsenz von OSZE-Beobachtern. Wir bestehen auf der Schaffung einer Pufferzone beiderseits der Grenze“, so eine hochgestellte Quelle aus der US-Präsidialverwaltung Der Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Dmitri Peskow, verweigerte eine Stellungnahme zu dieser Frage, weil sich die USA bislang nicht offiziell an den Kreml gewandt haben. „Wir akzeptieren keine Bedingungen der USA“, so Peskow. Russland unternehme alles Mögliche zur friedlichen Regelung der Ukraine-Krise. Andere Länder hingehen unternähmen Schritte zur Destabilisierung der Lage in der Ostukraine. Einer Quelle im russischen Außenministerium zufolge sind keine Gespräche mit Washington über eine Abschwächung der „illegitimen“ Strafmaßnahmen geplant. Wie der Leiter des Auswärtigen Ausschusses im Föderationsrat Michail Margelow betonte, lässt sich Moskau keine Bedingungen diktieren. „Wir halten diese Sanktionen, die nicht über die UNO, sondern einseitig verhängt wurden, für illegitim, sie verstoßen gegen das Völkerrecht. Hier gibt es keinen Gesprächsbedarf“, so Margelow. Die Einrichtung einer zehn Kilometer breiten entmilitarisierten Zone an der Grenze zwischen Russland und der Ukraine war Teil des am 20. Juni veröffentlichten Friedensplans des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko. Laut Poroschenkos Sprecher wurde diese Idee von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon unterstützt. Laut dem stellvertretenden Leiter der ukrainischen Präsidialverwaltung, Waleri Tschaly, soll die Pufferzone eingerichtet werden, damit weder russische Söldner noch Waffen die Grenze überqueren. Ukrainischen Experten zufolge hat diese Initiative auch einen anderen Hintergrund. Laut dem Kiewer Politologen Igor Lewtschenko würde eine Pufferzone den ukrainischen Truppen bei ihrer Anti-Terror-Operation in den ostukrainischen Gebieten helfen. Kiews Pläne bestünden darin, die Kampfeinheiten der ostukrainischen Aufständischen von der Grenze zu Russland fernzuhalten, damit sie ihre Feuerunterstützung verlieren und eingekesselt werden könnten, so der Experte.

novorossia.su: In Lugansk gibt es wieder eine Telefonverbindung. Die Havariebrigaden arbeiten auch mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Strom- und Wasserversorgung.

RIA.de: Das Heranrücken der Nato an die Grenzen Russlands birgt laut dem russischen Vize-Außenminister Alexej Meschkow ein gewaltiges Konfliktpotenzial und muss gestoppt werden. „Die Politik der Nato-Staaten, die eigene Sicherheit auf Kosten anderer zu stärken, birgt ein bedeutendes Konfliktpotenzial“, sagte Meschkow am Mittwoch in Belgrad in einer internationalen Konferenz, die dem 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkrieges gewidmet war. „In diesem Zusammenhang muss der Politik einer schleichenden Ost-Erweiterung der Nato um die an Russland angrenzenden Staaten ein Ende gesetzt werden“, forderte der Minister. Er erinnerte an den Vorschlag Russlands, im Völkerrecht das Prinzip der unteilbaren Sicherheit festzuhalten. Der Erste Weltkrieg „hat gezeigt, wozu das Blockdenken führen kann“. „Ein weiteres wichtiges Prinzip, das umgesetzt werden muss, ist Gewaltverzicht bei der Lösung von Konflikten, insbesondere von inneren Konflikten. Eine grobe Einmischung in die Angelegenheiten anderer Staaten ist unzulässig.“

rusvesna.su: Im russischen Förderationsrat wurde heute bekanntgegeben, dass am Ende der Woche ein dritter Konvoi mit humanitärer Hilfe für Novorossia beladen sein wird. Diesmal werde der Akzent auf die Wintervorbereitung gesetzt, hieß es.
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RIA.de: Rund eine Million ukrainische Beamte und Polizisten fallen laut Regierungschef Arsenij Jazenjuk unter das vom Parlament verabschiedete Lustrationsgesetz und müssen auf Zusammenarbeit mit dem früheren „Regime“ überprüft werden. „Nach unseren Angaben fallen eine Million Staatsbeamte, Rechtshüter und alle Minister unter das neue Gesetz“, sagte Jazenjuk am Mittwoch in einer Regierungssitzung. Er verfügte die Bildung einer Sonderkommission, die die Regierungsmitglieder, ihre Stellvertreter und die Leiter aller zentralen Behörden im Sinne des Lustrationsgesetzes überprüfen soll. Die Lustration („Säuberung“) der ukrainischen Behörden war eine der Hauptforderung der Maidan-Demonstranten. Laut dem Gesetz, das das Parlament (Rada) am Dienstag im dritten Anlauf verabschiedet hat, dürfen Personen, die unter dem im Februar gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch im Staatsdienst gearbeitet hatten, keine Staatsämter mehr ausüben. Nach der Einschätzung der Abgeordneten richtet sich die Lustration gegen die Korruption und soll das Vertrauen der Bürger in die Regierung fördern.

abends:

RIA.de: Vom Gesetz über einen Sonderstatus für Donbass verspricht sich die ukrainische Regierung laut der Präsidentenbeauftragten Irina Geraschtschenko ein Zurückholen der abtrünnigen Regionen im Donezbecken unter die Kontrolle Kiews. „Das Gesetz sieht eine schrittweise Rückkehr dieser Regionen unter die Kontrolle der ukrainischen Regierung und eine vollständige Wiederherstellung der Souveränität vor“, sagte Geraschtschenko am Mittwoch dem TV-Sender 112. Sie räumte ein, dass dieser Prozess dauern werde. „Deshalb haben wir einen Zeitraum von drei Jahren festgesetzt.“ Das ukrainische Parlament (Rada) hatte am Dienstag ein Gesetz verabschiedet, das den östlichen Regionen mehr Selbstverwaltungsrechte gewährt und Volksmilizen eine Amnestie in Aussicht stellt. Das Gesetz, das auch die Verwendung der russischen Sprache und eine grenzübergreifende Zusammenarbeit mit Russland erlaubt, hat eine Laufzeit von drei Jahren.. Igor Gryniw, Berater von Präsident Pjotr Poroschenko, hatte erklärt, dass das Gesetz auch in sechs Monaten außer Kraft gesetzt werden könnte, sollte in dieser Zeit Ordnung wiederhergestellt werden.

rusvesna.su: Der amerikanische Weltmeister Jeff Monson hat heute eine Aktion zur Unterstützung der Bewohner im Donbass durchgeführt. Er verkaufte Plakate und Trikots, die Einnahmen in Höhe von umgerechnet 40.000 Rubel überweist er auf ein spezielles Konto zur Unterstützung von Kriegsopfern in Novorossia.

novorosinform.org: In Kiew wird ein neues Bataillon aufgestellt. Es heißt „Matilan“ und soll ausschließlich aus Menschen jüdischen Glaubens bestehen. Als Ziel wird die Befreiung des ukrainischen Territoriums von Terroristen und Eroberern genannt, zum Hautfeind Russland erklärt.

RIA.de: Die Donbass-Region wird nicht an den ukrainischen Parlamentswahlen teilnehmen. Das erklärte der Vizeregierungschef der selbsternannten Volksrepublik Donezk im Osten der Ukraine, Andrej Purgin, am Mittwoch in Donezk. „Wir werden unser Parlament selbst wählen. Aber der Wahl in die Werchowna Rada bleiben wir fern.“ Purgin zufolge findet die Wahl in den Obersten Rat der Donezker Republik statt, nachdem ein Wahlgesetz verabschiedet worden ist. Das betreffe auch örtliche Wahlen in der Republik. Zuvor hatte Purgin erklärt, dass sich die Donezker Republik nicht in einem politischen Bündnis mit der Ukraine sieht.

rusvesna.su: Den Beschuss der Städte in Novorossia, auch wenn schwere Artillerie benutzt wird, hält die OSZE nicht für eine Beendigung der Waffenruhe.

RIA.de: Die selbsternannte Volksrepublik Donezk im Osten der Ukraine hat den Wunsch geäußert, allen postsowjetischen Bündnissen beizutreten, an denen Russland beteiligt ist. Das erklärte der Donezker Vizeregierungschef Andrej Purgin am Mittwoch. „Die Revolution in der Donbass-Region vollzog sich unter Losungen der Russischen Welt und war durch das Streben geprägt, in Richtung Russlands zu gehen. Das muss man verstehen und als Tatsache anerkennen. Das ist unser unerschütterlicher Vektor.“ Zu den nächsten wichtigsten Zielen zählte Purgin die Übernahme aller russischen Gesetze und den Beitritt zu allen ökonomischen und sonstigen Bündnissen, die Russland im postsowjetischen Raum ins Leben ruft. „Das sind die Zollunion, die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU) und der künftige Eurasische Wirtschaftsraum… Wir haben keine Möglichkeit eines direkten Anschlusses an Russland. Deshalb werden wir unseren eigenen unabhängigen Staat aufbauen und uns an allen Integrationsbündnissen mit der Russischen Föderation beteiligen“, sagte Purgin.

Standard

Presseschau vom 09.09.2014

„Waffenruhe“ mit Phosphorbomben und bestialischem Morden


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B.  BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet. Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

vormittags: 

rusvesna.su: In der Zeit der „Waffenruhe“ seit Freitag hat sich die Anzahl verwundeter Volksmilizionäre im Vergleich zu den Zeiten des offenen Kampfes deutlich erhöht, meldet der Stab. Während die Armeen der Volksrepubliken die Vereinbarungen weitgehend einhalten, werden ihre Stellungen täglich intensiv von den regulären Kräften der ukrainischen Armee beschossen. Außerdem beschießt die Kiewer Artillerie weiter täglich Ortschaften, zerstört damit wichtige zivile Infrastruktur und tötet Zivilisten.

Novorossia.su: Im Gebiet Charkow befreiten Partisanen eine Gruppe von Rekruten. An einem falschen „Checkpoint“ mit ukrainischen Uniformen stoppten sie eine Gruppe von 84 neuen Rekruten, die zur Stadt Slawjansk in Marsch gesetzt worden waren. Die begleitenden Offiziere wurden entwaffnet, die Dokumente eingesammelt und den verblüfften Soldaten erklärt, sie seien von der Wehrpflicht befreit und könnten sich den Widerstandskräften anschließen. 9 der Befreiten nahmen dieses Angebot an.

Rusvesna.su: Die Kiewer Regierung weigert sich, die Beerdigungen ihrer gefallenen Kämpfer der ATO zu bezahlen. Dies teilte der Leiter der Kiewer Stadtadministration mit. So müssen die Angehörigen die Beisetzungen aus eigener Tasche bezahlen.

Novorosinform.org: Die Stadt Donezk wurde heute Nacht mit Phosphorbomben beschossen. Hier ein Video:

Rusvesna.su: Im Donezker Stadion „Donbass-Arena“, die dem Oligarchen Achmetow gehört,  fand die Volksmiliz dutzende Tonnen mit humanitärer Hilfe, Proviant und Medikamenten. Jedoch war dies nicht für die hungernden Einwohner der Stadt bestimmt, sondern für das operative Zentrum der Nationalgarde in Perwomaisk. Das Stadion diente als Zwischenlager. Obwohl man von einem Oligarchen keine Menschlichkeit erwarten darf, erstaunt jedoch der Zynismus seines Vorgehens. Nun wurde auch klar, warum zwar Wohngebiete und öffentliche Gebäude, aber nicht das Eigentum Achmetows in der DVR bombardiert wurden.

Novorossia.su: Der Premier der DVR Sachartschenko informierte heute darüber, dass die Donezker Volksrepublik ihre eigene Bank gründen wird. 

novorossia.su: In der LVR wird in allen Orten, die von der Volksmiliz kontrolliert werden, humanitäre Hilfe verteilt. In der Stadt Lugansk begann die zweite Welle der Ausgabe von humanitären Paketen. Besonders hervorzuheben ist dabei die Arbeit der freiwilligen Helfer, die in noch nicht entminten Gebieten Lebensmittel an Bedürftige verteilen und Unterstützung bieten. So wurde in Der Hauptstadt der LVR 3577 Lebensmittelpakete an Bettlägerige verteilt. Mehr als 3.000 Menschen erhalten täglich warme Mahlzeiten in den Sozialküchen der Stadt. Nun wird  ein neuer humanitärer Konvoi aus Russland erwartet. Alle bedürftigen Bürger der Republik werden konkrete Hilfen erhalten. lugansk_gum_pomoshch1_600_0

nachmittags:

dnr-news: Donezk in Zeiten der „Waffenruhe“ – die Folgen des heutigen Beschusses:

RIA.de: Trotz der vereinbarten Waffenruhe zieht das ukrainische Militär nach russischen Angaben schwere Waffen nördlich von Donezk zusammen. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sieht Anzeichen dafür, dass eine Angriffsgruppe aufgebaut wird. Die Berichte über die Konzentration von schweren Waffen des ukrainischen Militärs im Raum Debalzewo haben sowohl bei den ukrainischen Volksmilizen als auch bei Russland tiefe Besorgnis ausgelöst, sagte Lawrow am Dienstag. „Alles deutet darauf hin, dass eine Angriffsgruppe vorbereitet wird.“ Russland und die Milizen haben Kiew über ihre Besorgnis informiert. „Uns wurde beteuert, dass es keine Pläne einer Vereitelung der Waffenruhe gibt“, so Lawrow weiter. „Doch müssen die Beteuerungen durch die Praxis belegt werden. Wir werden die Situation aufmerksam verfolgen.“ Lawrow warnte davor, die Minsker Friedensvereinbarungen zu behindern. Debalzewo liegt rund 50 Kilometer nordöstlich der von Milizen kontrollierten Industriemetropole Donezk.

Novorossia.su: Die Nationalgarde erschoss 30 ukrainische Soldaten, die die Waffen niederlegen und aus diesem Bruderkrieg fliehen wollten.

Rusvesna.su: Die Volksmiliz meldet: Eine angebliche Partisanengruppe unter Leitung eines „Nestor Iwanytsch“ ist in Wahrheit eine Spezialeinheit des ukrainischen Sicherheitsdienstes. Alle „Siege“ und Erklärungen sind Lügen. Sie sollen leichtgläubige  Freiwillige, die mit den Partisanen in Kontakt treten wollen, anlocken. In dieser Woche wurden schon zwei Leichtgläubige verhaftet.

Novorossia.su: Zahlreichen Müttern in Donezk, deren Söhne die Volkjrepublik gegen die ukrainische Regierung verteidigten, schickte die Junta  Holzschachteln, in denen…. die abgetrennten Köpfe ihrer Söhne lagen. Die genaue Anzahl dieser „Pakete“ festzustellen war bisher nicht möglich, es läuft eine Untersuchung durch die Militärkommission der DVR. In allen bisher bekannten Fällen handelte es sich dabei um Mitglieder der Volksmiliz der DVR, die von der ukrainischen Armee in den Kämpfen vor Donezk gefangen genommen wurden. Vermutet wird, dass diese Gräueltaten von einem der Bataillone des Oligarchen Kolomoisky begangen wurde, der die radikalsten Faschisten des Rechten Sektors in seine Dienste genommen hatte.
Eine der Mütter, die die sterblichen Überreste ihres Sohnes so finden musste, sagte: „Das ist einfach grausam, das ist bestialisch. Und sogar Tiere tun so etwas nicht! Mein Sohn hat seine Heimat verteidigt, er hat sich nicht davor gefürchtet, seine Heimat und uns zu verteidigen. Aber was sie mit ihm gemacht haben – das ist nicht mehr menschlich. Wohin schaut die UNO? Die NATO? Die EU? Warum bleibt das Rote Kreuz tatenlos? Wofür sind sie denn nutze, wenn man unseren Kindern so etwas antut? Die ukrainische Regierung ist noch viel schlimmer, als es die Faschisten waren. Sie benötigen ihr Volk nicht.“
Ein anderes Opfer einer solchen „Aktion“ erklärte, dass die ukrainischen Militärs so die Menschen im Süd-Osten einschüchtern wollen. Es sei ein Teil der Unterdrückungsstrategie. Die Menschen sollen um ihre Angehörigen und Lieben fürchten, und um sich selbst.

Rusvesna.su: Einen Ausbruch der ukrainischen Faschisten aus dem Flughafengelände Donezk konnte durch die Volksmilizen verhindert werden.

dnr-news: Das Oberhaupt der LVR Plotnitzki erklärte, dass die LVR nicht vorhabe, die Kontrolle über die Grenze zwischen der LVR und Russland Kiew zu überlassen.

RIA.de: Die von Kiew abtrünnigen Donezker und Lugansker „Volksrepubliken“ (DVR bzw. LVR) im Osten der Ukraine beanspruchen laut der DVR-Führung nicht nur die von ihnen kontrollierten Regionen, sondern die ganzen Territorien der gleichnamigen ukrainischen Verwaltungsbezirke. Am Montag hatte Juri Luzenko, Berater des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko, geäußert, dass der bei den Friedensgesprächen in Minsk vereinbarte „Sonderstatus“ nicht den gesamten Gebieten Donezk und Lugansk, sondern nur dem von den Milizen kontrollierten Drittel der Donbass-Region zuteil werde. „Vielen Dank an Herr Luzenko für seinen großzügigen Vorschlag. Aber wir werden mit unserem Land irgendwie selber klarkommen“, kommentierte der „Premierminister“ der DVR, Alexander Sachartschenko am Dienstag. „Die DVR ist das ganze Gebiet Donezk, die LVR ist das ganze Gebiet Lugansk.“ Die am Freitag vereinbarte Waffenruhe sieht Sachartschenko als Chance, „das rechtswidrig besetzte Territorium unblutig zu befreien“.

abends:

novorossia.su: Auf dem Flughafen in Charkow landeten zwei Militärtransporter des Typs „Hercules“ (USA), die aus Rumänien und Italien Mehrfachraketenwerfersysteme sowie dazugehörige Munition entluden.

RIA.de: Die Unterzeichnung des Minsker Protokolls zur Waffenruhe in der Ostukraine bedeutet keine Akzeptanz bzw. Legitimierung der selbsterklärten Volksrepubliken Lugansk (VRL) und Donezk (VRD), wie der Ressortleiter Informationspolitik des ukrainischen Außenministeriums, Jewgeni Perebijnis, am Dienstag sagte. „Im Protokoll sind die sogenannten VRL und VRD nicht erwähnt. Die Bürger Sachartschenko und Plotnizki unterzeichneten das Protokoll ohne jede Angabe ihrer Stellungen“, sagte Perebijnis am Dienstag bei einem Briefing. „Deshalb bedeutet die Tatsache der Unterzeichnung dieses Protokolls keinesfalls eine Legitimierung dieser illegalen Gruppen.“ In der weißrussischen Hauptstadt Minsk war am Freitag die Kontaktgruppe für die Ukraine-Krise zusammengekommen, der Russland, die Ukraine und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) angehören. Im Rahmen des Treffens signierten Vertreter der Ukraine und die Regierungschefs der VRD und der VRL, Alexander Sachartschenko und Igor Plotnizki, eine Vereinbarung, die unter anderem eine Waffenruhe und einen Gefangenenaustausch vorsieht. Plotnizki zufolge bedeutet die Unterzeichnung des Dokuments keinesfalls einen Verzicht der „Volksrepubliken“ auf die Unabhängigkeit.

novorosinform.org: In Folge der Unterzeichnung des „Waffenstillstands“ wurde die Offensive der Armeen von Novorossia an allen Fronten gestoppt. Das Dokument begrenzt nicht den Zeitraum und gibt der ukrainischen Seite Zeit zum Umgruppieren. Danach können sie neue Kämpfe beginnen, wann es für sie günstig erscheint.
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dnr-news: Freiwillige Helfer einer gemeinnützigen Organisation haben im Gebiet Saur-Mogila 13 Leichen ukrainischer Soldaten geborgen, die seinerzeit wegen der schweren Kämpfe nicht beerdigt werden konnten. Außerdem stießen sie auf ein Massengrab, in dem mindestens 5 Menschen liegen.

RIA.de: Trotz der am vergangenen Freitag vereinbarten Waffenruhe zwischen der ukrainischen Armee und den Volksmilizen dauern Schießereien in deren Hochburg Donezk im Osten der Ukraine unvermindert an. Augenzeugen sprachen von Kanonade in fast allen Teilen der einstigen Millionenstadt. „Die Lage in Donezk ist nach dem Stand vom Dienstagabend stabil angespannt. Einwohner berichten vom Einsatz schwerer Artillerie“, teilte der Stadtrat am Dienstag mit. Am gleichen Tag konnten Techniker zwölf Umspannwerke reparieren, die beim wochenlangen Beschuss der Stadt durch die ukrainische Artillerie beschädigt worden waren. Instandgesetzt wurden auch mehrere Wasserpumpwerke, worauf die Stadtbewohner wieder mit Trinkwasser versorgt werden konnten.

KorrespondenT.net: Die Ex-Bürgermeisterin von Slawjansk Nelly Stepa muss weitere zwei Monate in Haft bleiben. Dies entschied das Bezirksgericht in Charkow.

novorosinform.org: Der Oberste Sowjet der DVR hat am heutigen Dienstag eine Grundsatzentscheidung als Schlussfolgerung der Verhandlungen in Minsk gefällt. In ihr ist verankert, dass alle Machtorgane der Donezker Volksrepublik sich bei Verhandlungen mit anderen Ländern oder internationalen Organisationen von der Deklaration über die Unabhängigkeit der Republik leiten lassen sollen.
Im Beschluss heißt es weiter, dass internationale Prinzipien allen Verhandlungen zugrunde gelegt werden müssen:
– die souveräne Gleichheit der Staaten,
– die Lösung aller internationaler Streitigkeiten ausschließlich mit friedlichen Mitteln,
– der Verzicht von Androhung und Anwendung von Gewalt in internationalen Beziehungen,
–  der Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker.
Der Beschluss wurde gefasst, nachdem der Regierungschef der Donezker Republik, Alexander Sachartschenko, den Obersten Rat über die Resultate der Konsultationen informierte, die am 5. September in der weißrussischen Hauptstadt Minsk stattgefunden  hatten.

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Hervorhebenswert: Charkows mutige Frauen

rusvesna.su: Wieder einmal fand in Charkow eine sehr kreative Aktion der „Frauenbewegung Charkow“ gegen die gegenwärtigen Zustände im Land statt. Äußerer Anlass war die Erhöhung der Personenbeförderungstarife.

Anm. d. Übersetzers: Das gezeigte Spiel beschreibt die Vorher-Nachher-Situation im Land.
Im ersten Bild tragen die Frauen Schilder mit der gemeinsamen Überschrift „Vorher“. Sie haben die Preise für Brot, Elektrizität, Fahrkarten etc. darauf geschrieben, aber auch „Vorher – Ukraine“, „Vorher – Frieden“.
Dann öffnet sich die Reihe und gezeigt wird ein pantomimisches Spiel des Vorher-Zustandes: Eine Mutter kommt vom Einkaufen und bringt viele schöne Dinge für das Abendbrot mit.
Im zweiten Bild wechseln die Schilder zur Nachher-Situation. Nun stehen die gegenwärtigen hohen Preise auf den Schildern. Dort, wo „Vorher – Ukraine“ zu lesen war, steht nun „Nachher – Separatisten und Faschisten“. Statt „Vorher – Frieden“ steht jetzt „Nachher – Krieg“.
Die Szene öffnet sich wieder und man sieht die Familie, in Decken eingehüllt, beim Licht einer Petroleumlampe, die Mutter krank, der Sohn sammelt Flaschen auf der Straße.
Das Abschlussbild zeigt beide Plakate, die Schauspieler halten ein Schild in den Händen, das dem Plakat des Slawjansker Mädchens nachempfunden ist: „Ich möchte leben.“
Die Sprecherin der Aktion ergänzt: „Wir möchten leben und nicht nur existieren. Deshalb darf Charkow nicht schweigen, sondern muss sich verteidigen. Charkow, wehr dich!“
Diesen Aufruf nehmen die Zuschauer auf – und Lenin schaut von seinem Sockel auf diese mutigen Charkower Frauen (und ihre Männer).

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