Neuigkeiten aus Wirtschaft und öffentlichem Leben der Volksrepubliken des Donbass vom 05. bis 11.11.2022

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Nachtrag von Do, 3.11:

Kunst und verbrannte Erde
Dontimes.ru: Obwohl der Gegner das Gebiet der Republik weiterhin beschießt, werden in der DVR umfangreiche Bauarbeiten durchgeführt. Spezialisten aus verschiedenen Regionen der Russischen Föderation sind dabei, mehr als 40 Kultureinrichtungen zu reparieren, die durch die Feindseligkeiten beschädigt wurden. Dies sagte der Kulturminister der DVR, Michaïl Želtjakov, in einem Interview mit TASS.
       Arbeiter aus Moskau sind in Donezk im Einsatz: Sie haben bereits Fenster und Türen ersetzt, die durch den Beschuss der ukrainischen Streitkräfte in einem der wichtigsten Theater der Region, dem Donezker Staatlichen Akademischen Opern- und Balletttheater ›A.B. Solovjanenko, sowie im Republikanischen Kunstmuseum Donezk und in der Donezker Staatlichen Musikakademie ›S.S. Prokofjev beschädigt wurden.
       Die Spezialisten haben auch den Zirkus ›Kòsmos‹ nicht vergessen: Das Dach, die Heizung und die Warmwasserversorgung mussten instandgesetzt werden.
       Der Wiederaufbau des Dramentheaters in Mariupol ist ebenfalls im Gange. Laut Želtjakov soll es nach seiner Wiedereröffnung das modernste der Republik werden.

Photo: ua.igotoworld.com
       Er fügte hinzu, dass derzeit Verhandlungen mit einem russischen Investor geführt werden, um das Kunstmuseum ›A.I. Kuïndži‹ in Mariupol zu restaurieren.

Photo: dw.com
       Zuvor hatte die Direktorin des Museums, Natalja Kapustnikova, erklärt, das Museum sei schon vor Beginn der Kampfhandlungen im betreffenden Stadtteil von Kämpfern des ukrainischen nationalistischen Regiments Asòvin Brand gesetzt und geplündert worden.

Sonnabend:

Fischerei im Asòvschen und am Schwarzen Meer
Vsednr.ru: Die Fischereibetriebe in den neuen russischen Föderationssubjekten, DVR, LVR, Saporožje und Chersson, müssen ab 2023 nach den aktuellen Rechtsverordnungen arbeiten, die für die Fischerei im Asòvschen und im Schwarzen Meer entwickelt wurden. Dies erklärte der Leiter von Ròsrybolòvstvo, Ilja Schestakov, auf einer Tagung in Rostov am Don. […]

Photo: priazovstep.ru
Die Teilnehmer erörterten unter anderem das Thema „Umsetzung und Entwicklung der Aquakultur“. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Verfahren zur Neuregistrierung von Einzelunternehmern, juristischen Personen und Fangschiffen in Übereinstimmung mit den Rechtsvorschriften der Russischen Föderation gelegt.

Sonntag:

„Im Donbass sind Lüge und Wahrheit viel besser zu unterscheiden“ (Lundstrem)
Zitat: www.classicalmusicnews.ru
Novorosinform.org: Der renommierte russische Geiger Pjotr Lundstrem trat in der LVR mit dem Lugansker Akademischen Symphonieorchester auf. Das Konzert fand am Sonntag, dem 6. November, im großen Konzertsaal statt. Das Konzert wurde von Alexandr Szczurov, Verdienter Künstler der LVR, dirigiert. Im ersten Teil des Programms stand eines der berühmtesten Werke des deutschen Komponisten Johannes Brahms auf dem Programm, die Symphonie Nr. 4. Im zweiten Teil spielte Lundstrem das Konzert für Violine und Orchester von F. Mendelssohn.

Photo: classicalmusicnews.ru – Andrej Ėrschtrem
       Es ist dies der zweite Besuch des Künstlers in Lugansk und sein erster Auftritt mit dem Philharmonischen Orchester.
„Ich bin sehr glücklich, hier zu sein, und freue mich sehr, mit dem großartigen Lugansker Philharmonischen Orchester und Maestro Alexandr Szczurov zusammenzuarbeiten“, sagte der Musiker.
       Der Violinist sagte auch, dass Musik die Seelen heile, und in Krisensituationen sei die Kraft der Kunst besonders wichtig. Lundstrem erinnerte sich an eine Episode seiner Tournee durch den Donbass:
„Ich werde nie vergessen, wie der Pianist Alexandr Romanovskij und ich in Mariupol vor dem Schauspielhaus spielten. Ein achtundsiebzigjähriger Großvater hörte uns zu. Nach der Aufführung sagte er, dass man ohne Brot leben könne, aber ohne Musik nicht. Er hat jeden Tag gesungen und das hat ihn am Leben erhalten“, sagte Pjotr.

Montag:

Ferrosilizium
Lug-info.com: Die Niederlassung N° 7 »Werk für Eisenlegierungen Stachanov« (SSF) der »Südlicher Bergbau-metallurgischer Komplex« GmbH (JuGMK) hat nach neunjährigem Stillstand einen Ofen für die Ferrosiliziumproduktion in Betrieb genommen. Dies teilte der Pressedienst der LVR-Regierung mit.
       Der Pressedienst wies darauf hin, dass das Unternehmen trotz des Beschusses seine Arbeit nicht eingestellt hat und die Mitarbeiter des Werks regelmäßig alle notwendigen Arbeiten durchführten, um die volle Funktionsfähigkeit aller Anlagen zu gewährleisten.
       Zuvor hat das SSF einen Ofen zur Herstellung von Ferrosiliziummangan in Betrieb genommen, nachdem er zwei Jahre lang stillgelegt war.

Weder Strom, noch Wärme, noch Wasser
Dan-news.info: „Die Hauptaufgabe der Region Kamczatka [RU-KAM] in der Patenstadt Svetlodarsk im Nordosten der DVR ist die Wiederherstellung der Strom- und Wärmeversorgung der Stadt, sagte der Gouverneur der Region“, Wladimir Solodov.
„Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Stromversorgung sind bereits geplant und begonnen worden. Zur Zeit gibt es in Svetlodarsk und Mironovskoje weder Strom, noch Wärme, noch Wasser“, sagte Solodov in einem Video auf dem
Telegram-Kanal der Regierung von Kamczatka.
       Er fügte hinzu, dass in der Stadt mehrere Aufwärmpunkte eingerichtet worden seien. Derzeit würden die durch den Krieg verursachten Schäden an den sozialen Einrichtungen analysiert. Nach Angaben des Gouverneurs sind die Gebäude nicht so stark beschädigt worden. In erster Linie müssen die Heizkreisläufe wiederhergestellt werden. […]
       Der Leiter der Verwaltung von Debalcevo, Igor Sacharevicz, erklärte gegenüber DAN, dass die Siedlungen vor der Befreiung über das 750 kV-Umspannwerk Donbàsskaja bei Artjòmovsk mit Strom versorgt wurden. Später hätten die ukrainischen Kämpfer die Siedlungen vom Netz getrennt. Die republikanischen Behörden versorgen soziale und administrative Einrichtungen mit Generatoren und entwickelten ein alternatives Versorgungssystem von Gorlovka aus, doch dann wurde das Umspannwerk, von dem aus Svetlodarsk und Mironovskoje mit Strom versorgt werden sollten, von der Ukraine beschossen.

Photo: letopis.donbass-name.ru
        Svetlodarsk liegt 18 km nördlich von Debalzevo. Es wurde 1968 gegründet. In der Nähe der Stadt, bei Uglegorsk, befindet sich eines der größten Wärmekraftwerke Europas.

Totgesagte leben länger!
Lug-info.com: Das Lenindenkmal, das nach der ukrainischen sogenannten Entkommunisierung restauriert wurde, ist in der Siedlung Städtischen Typs Belokurakino neu enthüllt worden. Dies berichtet die Holding Lugànmédia. Handlanger der ukrainischen Regierung rissen es 2014 ab, aber Anwohnern gelang es, es während der Okkupation zu erhalten.
„Nach der Befreiung von Belokurakino durch die alliierten Truppen wurde mit Unterstützung der örtlichen Verwaltung ein Sockel angefertigt, und am 7. November wurde das restaurierte Denkmal in feierlicher Atmosphäre enthüllt“, heißt es in dem Bericht.
       „Heutzutage beginnen viele Menschen, die Geschichte ihres Landes zu vergessen. Dieses große Ereignis soll die Erinnerung der Bürger an eine historische Persönlichkeit auffrischen. Ich möchte der Kommunistischen Partei der Lugansker Volksrepublik und der der Russischen Föderation von Gennadij Sjuganov meinen Dank für ihre Unterstützung aussprechen“, sagte die Verwaltungschefin des Rayons Belokurakino, Olga Kuczerjavaja.

       Bogdan Kolinczuk, Leiter des Dezernats für Kultur, Jugend, Sport, Tourismus und Religion, betonte, dass die Kenntnis der Geschichte eine solide Grundlage für die Gegenwart und die Zukunft darstelle.
„Wir haben kein Recht, historische Fakten zu vergessen oder umzuschreiben und die Bedeutung historischer Persönlichkeiten zu unterschätzen. Wir müssen uns an die Geschichte erinnern und sie ehren, Denkmäler und Monumente für künftige Generationen erhalten“, sagte er. […]
       Der 7. November ist der Jahrestag der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution.

»Wir vergessen nicht ! Wir verzeihen nicht«
Lug-info.com: Am 8. November werden die sterblichen Überreste von Zivilisten, die der ukrainischen Aggression zum Opfer gefallen sind, in einer Gedenkstätte in Lugansk=Vidnyj beigesetzt. Dies berichtete die Gesellschaftliche Organisation »Wir vergessen nicht ! Wir verzeihen nicht« in ihrem Telegram-Kanal.
       Die Identitäten der Opfer aus den befreiten Gebieten der LVR wurden im Rahmen der Aktivitäten einer interministeriellen Arbeitsgruppe für die Suche nach Opfern der ukrainischen Aggression ermittelt.

       „Wir laden mitfühlende Einwohner von Lugansk und der ganzen Republik ein, an der Umbettungszeremonie teilzunehmen, um das Andenken an unschuldige Zivilisten zu ehren, die durch die verbrecherischen Handlungen ukrainischer Neofaschisten ums Leben kamen“, fügte die Organisation hinzu.

Dienstag:

2020 gekaufte Trolleybusse kommen jetzt in Betrieb
Dan-news.info: Auf dem Gelände der Busverkehrsverwaltung (ATU) in Mariupol sind noch immer Spuren der Kämpfe zu sehen: Splitterschäden und Granatenlöcher in den Gebäuden, von den Druckwellen zerstörte Fenster sind mit Holzplatten vernagelt. Im Depot sagte man uns, dort wären früher sogar Mörser der ukrainischen Armee aufgestellt gewesen und Busse seien als Barrikaden auf den Straßen verwendet worden.
Eine Mitarbeiterin des Verkehrsbetriebs konnte ihre Gefühle nicht verbergen: „Stellen Sie sich vor: Mit Bussen, mit denen friedliche Einwohner aus Mariupol hätten evakuiert werden können, haben ukrainische Soldaten die Straßen blockiert!“
       Obwohl viele Mitarbeiter das Land verlassen haben, gelang es trotz aller Schwierigkeiten jedoch, nicht nur einen Teil des rollenden Materials, sondern auch die Reparaturwerkstätten zu retten.
WUNDER AUF RÄDERN
Das Kollektiv des Betriebshofs arbeiten jetzt ununterbrochen: Busse werden für den Einsatz auf den städtischen Linien vorbereitet. Und vor kurzem wurde mit der Instandsetzung von Trolleybussen begonnen. Vier von fünfzehn Fahrzeugen wurden bereits auf dem Betriebshofgelände getestet.

„Die Stadtverwaltung und das Unternehmen Mariúpoltrans sind dabei, Trolleybusse wieder fit zu machen. Die Fahrzeuge können im Batteriebetrieb mehr als 20 Kilometer ohne Fahrleitung zurücklegen.
       Weiß/blaue Trolleybusse – Niederflur, absolut modernes Design – schwimmen förmlich über den Asphalt des Depots, wenden oder fahren rückwärts. Man erkennt ihre gute Manövrierfähigkeit; und das wird auf den Straßen von Mariupol wichtig werden.
„Ich mag diese Wagen, sie sind bequem zu fahren, die Lenkung geht leicht. Die Anordnung der Bedienelemente ist gut durchdacht. Und das Wichtigste: Die Sicht ist sehr gut“, sagt Witalij, ein Fahrer mit fast 30 Jahren Berufserfahrung.
       Im Depot grübelt man schon über die Umläufe dieser Fahrzeuge: Während zwei von ihnen in Betrieb sind, wird das dritte an einer der Endhaltestellen geladen, und ein viertes wird für alle Fälle in Reserve gehalten.
EIN (KLEINER) HISTORISCHER EXKURS
„Der Trolleybusbetrieb in unserer Stadt wurde erst am 21. April 1970 zum 100. Geburtstag von Wladimir Lenin eröffnet. Eine interessante Besonderheit war, dass die ersten Trolleybusse in Mariupol vom Typ Škoda 9Tr aus der Tschechoslowakei
waren.* Früher fuhren sie (auch) auf der Linie 1, ›Drámteátr‹ (berichtigt –  d. Übers.) ›Úlica Grómovoj (Depò), erzählte Alexandr, ein Enthusiast aus Mariupol.
* Nur bedingt richtig: Die
Eröffnung war wohl nicht ohne 13 aus Donezk
übernommene MTB-82 möglich
Tarchov, Kozlov, Olander:
Ėlèktrotrànsport Ukrajíny‹, Kiew 2010 – Anm. d. Übers.
DAS SCHEITERN DER UNABHÄNGIGKEIT
       […] Interessanterweise kommen die in diesem Artikel behandelten Trolleybusse von BKM Holding (früher Bèlkommúnmasch) aus Belarus. Im Jahr 2020 wurden sie mit Hilfe von Darlehen der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung und gegen Verpfändung von Grundstücken in Mariupol in Kit-Form in Belarus gekauft und danach in Luzk [UA] montiert.

       Mariupol verfügte vor der Militärischen Spezialoperation über 13 Trolleybuslinien mit über 105 km Fahrleitung. 89 Fahrzeuge waren in der Stadt unterwegs. Unter den ukrainischen Regierungen seit 1991 nahm die Zahl der Trolleybusse durch den Verschleiß stetig ab und die Anschaffung neuer Fahrzeuge war langsam und offensichtlich unzureichend. Infolgedessen wurden einige Linien vorübergehend stillgelegt und die Fahrpreise stiegen stetig an.
       Die größte Anschaffung für den ÖPNV in Mariupol seit 1991 war der Kauf von 72 Trolleybussen AKSM 321 – 15 davon als AKSM 32100D (mit Batterie) – am 30. Oktober 2019.        Seit Beginn der Militärischen Spezialoperation ist der Trolleybusbetrieb in der Hafenstadt stark behindert. Am 2. März wurde er völlig eingestellt. In Mariupol fahren zur Zeit nur Dieselbusse. Die Stadt erhielt im Rahmen der humanitären Hilfe aus St. Petersburg 18 Stadt- und sechs Überland-Dieselbusse.

»Zarenwölfe«
Vsednr.ru: In der Republik wurde mit Unterstützung des ehemaligen Ròskòsmos-Chefs Dmitrij Rogosin ein Ausbildungszentrum eröffnet, das DVR-Militäreinheiten bei der Lösung militärischer und technischer Probleme unterstützen soll, berichtet TASS unter Berufung auf den ehemaligen Leiter des Staatskonzerns.
       „Das gegründete Ausbildungszentrum ist ein Zusammenschluss privater Entwickler verschiedener Technologien (Drohnen, Zielaufnahmegeräte und Kommunikationstechnik) für den Einsatz in der Speziellen Militäroperation“, wird Rogosin zitiert. Es trägt den Namen »Zarenwölfe«. Sein Emblem zeigt einen Wolf mit einer Krone auf schwarzem Grund.

       Zuvor weilte der ehemalige Ròskòsmos-Direktor im Donbass, wo er eine Woche lang mehrere Freiwilligeneinheiten besuchte. Dabei traf er Kommandeure, die er seit langem kennt, und übergab 500 Winteruniformen für die Verteidiger der DVR.

Acht Jahre Volksmiliz
Lug-info.com: Am 9. November wird das Staatliche Unternehmen Pòczta LNR Kunstbriefmarken zum Thema „Acht Jahre Verwaltung der Volksmiliz der LVR“ in Umlauf bringen. Dies berichtet der Postpressedienst.
       Die Briefmarken im Format 40 x 30 mm werden in einer Auflage von 5.600 Stück herausgegeben, ihr Nennwert beträgt ₱ 77.

       Auf ihnen sind Name, Ausgabejahr und Nennwert, eine Karte der Republik mit den Angriffsrichtungen der Volksmiliz sowie das Wappen des Armeekorps der LVR auf einem Tarnhintergrund abgebildet.
       Als Tag der Gründung der Volksmiliz der LVR gilt der 7. Oktober 2014.

„Qualifiziertes Personal für die Bedürfnisse der Wirtschaft“
Vsednr.ru: In der DVR wird ein Zentrum zur Erkennung, Förderung und Entwicklung von Fähigkeiten und Talenten von Kindern und Jugendlichen eingerichtet. Eine der besten Bildungseinrichtungen Russlands, das ‚föderale Territorium‘ Sirius, wird bei der Organisation seiner Arbeit helfen.

Sírius in Sòczi [RU-KDA] Photo: classicalmusicnews.ru
„Die Bildungsprogramme werden so strukturiert sein, dass sie qualifiziertes Personal für die Bedürfnisse der Wirtschaft der Donezker Volksrepublik vorbereiten. Wir werden große Unterstützung von den führenden Universitäten der Republik und natürlich von Partnern aus der Industrie erhalten“, schrieb Olga Koludarova, Ministerin für Bildung und Wissenschaft der Republik, in ihrem Telegram-Kanal.

Photo: grigorivska.com
       Das Fundament für das neue Zentrum steht bereits fest: die »Grigorevka Internationale Schule« (GIS) in Donezk. Als Keimzelle – und später struktureller Teil – wurde das Donezker Lyzeum Ėrudit‹ auserwählt.

Wehrkunde
Vsednr.ru: Der Wehrkundeunterricht (»Militärische Grundausbildung« [NWP]) könnte bald wieder an russischen Schulen eingeführt werden. Alle Fraktionen der Staatsduma unterstützen die Initiative; das russische Verteidigungsministerium hat sich bereits zustimmend geäußert.
       Die Zeitung „Isvestija“ zitiert den stellvertretenden Verteidigungsminister Walerij Gerassimov mit den Worten: „In Anbetracht der Aktualität des Themas verdient der Vorschlag, ein separates Fach ‚Militärische Erstausbildung‘ als Pflichtfach einzuführen, Aufmerksamkeit und wird unterstützt.
       Nach Ansicht des Ministers wäre es sinnvoll, 140 Stunden in die Lehrpläne der 10. und der 11. Klassen aufzunehmen. Um die Ausbildung erfolgreich zu gestalten, empfiehlt das Ministerium, eine professionelle Fortbildung der vorhandenen Lehrer für dieses Fach vorzusehen. Falls zusätzliches Personal benötigt wird, wird vorgeschlagen, dieses aus Kreisen ehemaliger Berufsoffiziere zu gewinnen, wobei solche mit Kampferfahrung Vorrang haben sollten.
       „Mit dem Beginn der Militärischen Spezialoperation ist diese Frage besonders akut geworden“, erklärte Sergej Mironov, Parteichef von »Gerechtes Russland – die Wahrheit«. „Viele Freiwillige haben nicht die nötige Erfahrung, um an Kampfeinsätzen teilzunehmen. Die Einführung eines solchen Fachs an den Schulen wird eine systematische Vorbereitung der Schüler auf eine mögliche Konfrontation mit dem Feind ermöglichen. Nicht nur die technische Ausbildung (Taktik, Waffenkunde und Grundlagen der Militärmedizin), sondern auch die psychologische sollten dazugehören“, fügte der Politiker hinzu. […]
       Pädagogen befürworten die Idee im Großen und Ganzen, weisen aber darauf hin, dass der Zeitplan überspannt sei.

Mittwoch:

Umspannwerke in Zusammenarbeit mit Tschuwaschien
Vsednr.ru: „Bei Besuchen in den elektrotechnischen Werken von Tores und Donezk wurde eine Vereinbarung mit der »Elektroapparatebau Czeboksary« AG in der Republik Tschuwaschien [RU-CU] über die Herstellung von Umspannwerken unterzeichnet. Die Unternehmen werden nun technische Unterlagen austauschen und Produktionsanlagen vorbereiten“, zitiert DAN das Ministerium für Industrie und Handel der DVR. Die Regionen haben auch mit der Ausbildung von Fachkräften für die DVR begonnen.
       „Eine der Hauptaufgaben der Unternehmen besteht darin, die Produkte herzustellen, die für die Wiederherstellung der Stromversorgung in der gesamten DVR erforderlich sind. Dies wiederum wird es den Industrieunternehmen der DVR ermöglichen, auf dem russischen Markt Fuß zu fassen“, betonte das Ministerium.
       Zuvor besuchten Industrielle aus Czeboksary die oben genannten Unternehmen und bekundeten ihre Investitionsbereitschaft.

Donnerstag:

Gut für den Obst- und Gemüseanbau
Lug-info.com: Die Obstbauern der LVR planen, bis Ende dieses Jahres 26.000 Obstbaumsetzlinge zu pflanzen. Dies wurde von der Zeitung Respúblika berichtet.
„Im Rahmen des Gartenbauprogramms von Leonid Paßecznik, dem amtierenden Oberhaupt der LVR und des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung des LVR, hat die nächste Phase der Anpflanzung des größten Obstgartens der Republik im Staatlichen Unternehmen
Agrárnyj Fond begonnen. Mitarbeiter des Ministeriums und Studenten beteiligen sich an der Arbeit. In diesem Jahr ist geplant, auf einer Fläche von 50 Hektar mehr als 26.000 Apfel-, Birnen- und Pflaumenbäume zu pflanzen“, heißt es in der Mitteilung.
       Aus dem Reservefonds des Präsidenten wurden Mittel für den Kauf von Maschinen, Düngemitteln und was sonst noch dazugehört bereitgestellt.

       „Das ist gut für die Entwicklung unseres Obst- und Gemüseanbaus. Schließlich hatten wir historisch gesehen schon immer ziemlich große Plantagen, und die Obstproduktion hat den Bedarf der Region an diesen Produkten gedeckt […], sagte der Minister für Landwirtschaft und Ernährung der LVR, Jevgenij Sorokin.
       Vor einiger Zeit schon hat Paßecznik erklärt, dass die ersten 10 Hektar einer Obstplantage in Lugansk=Teplicznoje bepflanzt wurden.

Freitag:

Mariúpol 24
Vsednr.ru: Wie der stellvertretende Informationsminister der DVR, Igor Antípov, sagte, kann seit dem 3. November das Regionalfernsehen Mariúpol 24 von den Einwohnern empfangen werden. Der Sender arbeitet derzeit noch im Testmodus.
       „Angesichts der katastrophalen Lage in der Stadt nach ihrer Befreiung bestand eine der Hauptaufgaben des Informationsministeriums darin, die Bürger über die Ereignisse, die humanitäre Hilfe und die soziale Unterstützung der Bevölkerung zu informieren. In den ersten Monaten waren die Printmedien aufgrund des Mangels an Elektrizität die einzige und dringend benötigte Informationsquelle. Seit dem 9. Mai erscheint die beliebte Mariupoler Zeitung Priasòvskij Raboczij wieder. Vom selben Tag an betreibt das Ministerium den Stadtradiosender Rádio Bris. Jetzt, da sich die Stromversorgung der Stadt stabilisiert hat, können wir über den Betrieb eines städtischen Fernsehsenders sprechen“, sagte Antípov.

Bild: mininfodnr.ru
       Für Mariupol standen die letzten Monate im Zeichen der Wiederbelebung. Die groß angelegte Wiederherstellung der städtischen Infrastruktur, die soziale Unterstützung der Einwohner und wichtige Entscheidungen der Behörden müssen von den Medien so weit wie möglich verbreitet werden. Der Bedarf an einem eigenen regionalen Fernsehsender in Mariupol ist daher offensichtlich.
       „Heute besteht das Sendernetz des Senders in erster Linie aus Nachrichtenblöcken und speziellen Reportagen, d.h. aus Informationen, die es jedem Bürger ermöglichen, zu verstehen, was in der Stadt passiert, welche Hilfe der Staat leistet und an wen er sich wenden muss, um Probleme zu lösen. Natürlich hat die Bevölkerung neben den staatlichen Mitteilungen auch Zugang zu Kultur- und Unterhaltungsinhalten, Spielfilmen, patriotischen und historischen Dokumentarfilmen.
       Zusätzlich zu den Fernsehsendungen nutzen die Einwohner schon den Telegram– Kanal Mariúpol 24. Er hat seine Arbeit schon viel früher aufgenommen und hat inzwischen schon ein Stammpublikum“, sagte der stellvertretende Minister.

„Einen friedlichen Himmel über dem Kopf“
Lug-info.com: Bauarbeiter aus Pjatigorsk [RU-STA] haben einen Kindergarten in der Siedlung Städtischen Typs Szczetovo, Rayon Antrazit, renoviert. Dies wurde von der örtlichen Verwaltung von Anthrazit gemeldet.
       In der LVR eingesetzte Handwerker reparierten die Fassade und das Dach des Gebäudes, ersetzten Fenster, modernisierten die Abwasser- und Heizungssysteme, installierten neue Waschmaschinen und Trockner in der Waschküche und richteten einen Bügelraum ein. Die Wände der Flure wurden mit fröhlichen Bildern bemalt und das Grundstück wurde mit einem neuen Zaun eingefasst.

       Das symbolische rote Band wurde von Sergej Sajenko, dem Verwaltungschef von Stadt und Rayon Antrazit, durchgeschnitten, „dann wurden die Gäste durch renovierte, helle und mit moderner Technik ausgestattete Räume geführt, und das Erzieherkollektiv gab zusammen mit den Kindern ein festliches Konzert“, hieß es in der Stadtverwaltung.
       „Heute ist in der Tat ein wichtiger Tag für uns alle. Ein großes Dankeschön geht an den Gouverneur der Region Stavropol, Wladimir Wladimirov. Ich gratuliere den Pädagogen, den Kindern und ihren Eltern und wünsche allen einen friedlichen Himmel (über dem Kopf – russische Redensart), Gesundheit und alles Gute“, sagte Sajenko.
       Er überreichte ein Anerkennungsschreiben an das Kindergartenpersonal und ein Dankesschreiben an Magomed Ėstemirov, den Chefingenieur des Bauunternehmens »Plaza«, das mit der umfangreichen Renovierung beauftragt war. Die Kinder erhielten Geschenke.

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