Neuigkeiten aus Wirtschaft und öffentlichem Leben der Volksrepubliken des Donbass vom 27.11. bis 03.12.2021

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Sonnabend:

Mysteriöse Meisterwerke des Donezker Kunstmuseums
Vsednr.ru: Unter den Augen der Mitarbeiter des Museums der Schönen Künste in Donezk erhalten geheimnisvolle Gemälde ihre Namen und ihre Urheber ihre richtigen Namen. Aber sie müssen groß angelegte Nachforschungen durchführen, die von Hercule Poirot und Kommissar Maigret mit Beifall bedacht würden. Die stellvertretende Direktorin für wissenschaftliche Arbeit, Marina Tret’jakowa, und die leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin Anastassíja Černikowa erzählen Donjèzk Wječernij von der Restaurierung, von Neuem in der Sammlung, den wichtigsten und geheimnisvollsten Gemälden des Museums.
17.000 ZU ERHALTENE OBJEKTE
„Unser Museum hatte ursprünglich mehrere Zielrichtungen. Nach dem Verlust der Sammlung im Großen Vaterländischen Krieg wurde es in den 60er Jahren wieder aufgebaut. Dann begannen wir, sowohl Werke der westeuropäischen Malerei, der russischen Klassiker und der Ikonenmalerei als auch Werke der angewandten Kunst und der zeitgenössischen Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts zu sammeln. So entstand eine vielfältige und reiche Sammlung in Fundus- und Ausstellungsräumen. Es sind bereits etwa 17.000 Objekte“, sagt Anastassíja.
Die Sammlung umfasst Gemälde, Grafiken und Skulpturen. Die Grafiken Drucke oder Originale. Im Bereich Kunsthandwerk bietet das Museum Textilien und Glas, Keramik und Glasmalerei, Weberei und Stickerei.
„Es ist ein riesiger Komplex. Und wenn wir über den Wert unseres Museums sprechen, dann ist es an sich schon wertvoll wegen der Sammlung, die es zusammengetragen hat. Sie ist unwiederbringlich, also bewahren wir sie sorgfältigst. Ursprünglich wurde die Sammlung des Museums durch Schenkungen bereichert. Alle führenden Museen des Landes halfen uns im Auftrag des Kulturministeriums der UdSSR. Schließlich war es die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Krieg. Die Eremitage, die Staatliche Tret’jakov-Galerie und das Pu
škin-Museum der Schönen Künste übertrugen uns einen Teil ihrer Bestände. Und von Ende der 60er bis in die 80er Jahre stellte die Oblast Geld für den Erwerb von Werken zur Verfügung. Dann begann das Museum, gezielt Werke von Privatsammlern, Erben verstorbener Künstler und von den Künstlern selbst zu erwerben, um so eine kohärente und vollständige Sammlung russischer, westeuropäischer und zeitgenössischer Kunst aufzubauen. Wir haben jetzt Werke von Ajwasovskij, Šiškin und Serov, und fünf von Serebrjakowa. Das ist unser Stolz“, so Černikowa weiter. […]
EINE RIESIGE SUMME
Nach 2014 hat das Kunstmuseum neue Werke hinzugefügt. Vor kurzem wurde eine große Sammlung von Skulpturen und Grafiken von Sinaïda Pawlowna, der Witwe des bemerkenswerten Donezker Bildhauers Wassilij Petrovič Polonik, gestiftet.
„Die Menschen wissen, dass ein Museum ein Ort ist, an dem Sachen bewahrt werden. Das ist ein Geschenk. Für Anschaffungen ist jetzt kein Geld vorhanden. Wenn wir zu Sowjetzeiten Ajwasovskij und
Šiškin erwerben konnten, so wäre das heute eine riesige Summe, absolut unrealistisch. […] Einige Werke wurden erst durch die Arbeit unserer Mitarbeiter bekannt. In den 70er Jahren wurden dem Museum nicht immer die besten Werke geschenkt, oft von unbekannten Künstlern. Die Werke waren auch nicht in bestem Zustand. Doch im Laufe der Jahre konnten Urheberschaft und Titel vieler Werke ermittelt werden, und es wurden Kataloge veröffentlicht. Das Museum funktioniert, und wir haben eine ausreichend umfangreiche Sammlung, um unsere Arbeit für viele Jahre fortzusetzen“, so Anastassíja weiter.
BLUTIGE VENUS
Von der umfangreichen Zuordnungsarbeit erzählt Černikowa, auch Kuratorin der Ausstellung »Landschaft in der westeuropäischen Kunst des 19. Jahrhunderts – Stile und Trends«. […]
Anastassíja und ich nähern uns gerade einem Werk von Charles-Alphonse Dufrenois,
»Die Färbung der Rosen«. Nach dem Krieg landete das Bild aus Potsdam in Donezk und wurde in den 80er Jahren von einem Sammler gekauft.

Anastassíja Černikowa
„Das Gemälde hieß früher
»Die Erholung der Venus«. Man glaubte, dass es einfach die Göttin Venus darstellte, die sich mit Amoretten und Engeln ausruhte. Und erst vor zwei Jahren war es möglich, diese Arbeit zuzuordnen und das genaue Thema herauszufinden. Dieses Werk handelt von einen bestimmten Mythos, der Färbung der Rosen. Ein unpopulärer Mythos unter Künstlern, ziemlich selten. Es erzählt, wie sich Venus am Bein verletzte, nachdem sie erfahren hatte, dass ihr Geliebter Adonis im Wald von einem Wildschwein getötet worden war. Und Blut floss aus ihrer Ferse und befleckte die Rosen. Ihr Symbol ist die weiße Rose, und auf dem Bild sehen wir, wie die weiße Rose auf magische Weise rot gefärbt wird. Es ist uns gelungen, den Mythos zu identifizieren“, sagt die Museumsmitarbeiterin.
So verändert sich durch ein kleines Detail das ganze Wesen der Sache. Es stellte sich auch heraus, dass dieses Gemälde ein Gegenstück hatte, aber es ist nicht bekannt, wo es nach dem zweiten Weltkrieg hingelangt ist.
„Es befindet sich wahrscheinlich bei einem privaten Sammler oder in einem kleinen Museum. Übrigens befand sich unser Bild in einem schwierigen Zustand, von der Schicht des Malers war nur noch wenig übrig, das Gemälde war zu einem kleinen Quadrat gefaltet. Und dank der Restaurierungsarbeiten konnten wir die Leinwand erwerben. Dufrenois selbst hat nur 60 Werke geschaffen. Wir haben die echte
»Die Färbung der Rosen« und im Louvre gibt es eine kleine Zeichnung von diesem Gemälde. Stellen Sie sich den Wert dieses Bildes vor! Von Dufrenois ist überall auf der ganzen Welt nur wenig vorhanden. Selbst große Museen würden von einem solchen Gemälde träumen. Mir scheint, die Menschen im Donbass haben Glück. Sie können ein echtes Meisterwerk sehen“, sagt Černikowa stolz.
SCHATTIERUNGEN VON EINSAMKEIT
… Nasser schmelzender Schnee, eine Straße. Grauer Himmel, eine Wolke hängt über dem Kopf. Und ein Wanderer, der irgendwohin geht. Ludwig Munthes »Winterlandschaft mit Wanderer« ist eine Landschaftsstimmung, dank derer der Künstler nicht nur die Landschaft selbst, sondern auch eine lyrische Stimmung vermittelt.
„Das Bild zeigt die Einsamkeit eines Wanderers, der vielleicht auf dem Heimweg ist. Das Gemälde hat ein hohes künstlerisches Niveau. Schauen Sie sich an, wie sich die Farben kombinieren. In der Tat gibt es hier nur wenige Farben, aber wie gut es ihm gelingt, die Nuancen einzufangen. Wir sehen uns Munthe gern an“, beschreibt Anastassíja das Bild.
ALPTRÄUME EINES MORGENDLICHEN SPEKTAKELS
Im Donezker Kunstmuseum ist die westeuropäische Kunst aus Deutschland, Frankreich und Italien gut, während Spanien nur mit zwei Gemälden vertreten ist. José Benlliure y Gil ist ein Künstler, der seit seiner Kindheit gerne zeichnet. Seit seinem 10. Lebensjahr verkaufte er kleine Zeichnungen unter den Nachbarn um seinen Eltern zu helfen.
„Er hatte ein wirklich Glück im Leben, denn er konnte an der Kunstakademie studieren. Übrigens war er ein beliebter Maler, erhielt Aufträge von Grafen und Königen. Im Laufe seines Lebens schuf er insgesamt 66 Gemälde. Und eine von ihnen haben wir – das
»Phantastische Spektakel«. Dieses Werk hat einen mystischen Charakter. Neben Genrebildern aus dem Alltag gibt es auch solche mit mystischen Themen, die der Künstler sehr mochte. Sein berühmtes Werk ist »Nachtansicht des Kolosseums«, und auch dort gibt es mystische Kreaturen“, sagt Černikowa.

»Phantastisches Spektakel« – so heißt das Gemälde jetzt, aber das Museum hat recherchiert und herausgefunden, dass das Werk eigentlich »Morgendliches Spektakel« heißt.
„Das ist der Titel, den ihm der Autor gab. Wir zerbrechen uns die Köpfe, warum dies so ist. Auch dieses Werk wurde von einem Sammler erworben. Wir sehen hier die ganze Palette des Bösen: Hexen und Gnome, die zum Klang von Musikinstrumenten einen Reigen tanzen, junge Seelen kommen durch das Portal geflogen, Insekten, schwarze Katzen, die fauchen. Dank dieser Spontaneität können wir buchstäblich eine Sinfonie hören, das Lachen der Hexen hören und den Wind spüren. Auch das ist Akademismus, aber im 20. Jahrhundert, als der Autor nicht gezwungen war, aufwendige Themen aus Mythen oder Geschichte darzustellen. Der Künstler konnte das Thema selbst wählen. Es gibt diejenigen, die sagen, dass sie dieses Bild wegen seiner Düsternis nicht mögen, aber es gibt auch diejenigen, die stehen bleiben. Es gibt Leute, die gehen durch alle Säle ohne stehen zu bleiben, aber hier bleiben sie stehen und betrachten es. Diese Arbeit hat eine mystische Anziehungskraft“, sagt die Mitarbeiterin der Forschungsabteilung.
Anastassíja Bondarjowa, Zeitung Donjèzk Wječernij (»Abendliches Donezk«)

Jugoslawskaja-Straße
Vsednr.ru: Um die zentrale Wasserversorgung des Donezker Kujbyševskij-Bezirk zu verbessern, wird die Wasserleitung in der Jugoslawskaja-Straße erneuert. Der Abteilungsleiter im Ministerium für Kommunale Wohnungswirtschaft des Bauministeriums der DVR, Sergej Iwanov, informierte über die bisher durchgeführten Maßnahmen.
„An der schadhaften Stelle in der Jugoslawskaja-Straße wird die Wasserleitung mit einem Durchmesser von 400 Millimetern wiederhergestellt. Die Länge des Abschnitts beträgt 2.100 Meter.

Die bestehende Wasserleitung wurde vor mehr als einem halben Jahrhundert in Betrieb genommen. Im Laufe ihrer langen Lebensdauer gab es häufige Ausfälle und hohe Verluste.
Die Wiederaufbauarbeiten wurden in zwei Phasen unterteilt. Anfang dieses Jahres waren bereits 600 Meter neu verlegt worden. Die zweite Phase der Bauarbeiten ist bereits angelaufen. Nach Angaben des Auftraggebers der Arbeiten, des Staatlichen Unternehmens
Wodà Donbàssa‹, sind bisher etwa drei Viertel erledigt. Vor Ort sind sieben Personen und drei Baumaschinen im Einsatz. Es wurden 1.300 laufende Meter der neuen Wasserleitung verlegt, weitere Aushubarbeiten und die Installation der Schächte sind im Gange“, sagte Iwanov.
Nach Abschluss der Arbeiten werden die Verbraucher an der Odin
zov-, der Mospinskaja-, der Sorinskaja-Straße und der Schmidtsiedlung auf die neue Leitung umgestellt. […]

Schülerin aus der DVR gewinnt internationalen Umweltwettbewerb
Dnronline.su: Sofija Larina, eine Schülerin der 9. Klasse des Lyzeums 1 »Leader« in Makejevka, hat den internationalen Preis »Umwelt geht jeden an« gewonnen. Wie ein Korrespondent auf der offiziellen Website der DVR mitteilte, wird der Preis vom Föderalen Dienst für die Überwachung der Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen der Russischen Föderation (Ròspriròdnádsor) organisiert.
„Die Jury hatte eine hitzige Debatte, wir wollten jedes Kind, jede Schule und jede Einrichtung würdigen. In der Tat wurden viele wertvolle Arbeiten eingereicht, so dass beschlossen wurde, nicht nur die Gewinner in jeder Kategorie zu nennen, sondern auch Sonderpreise zu vergeben. Für die einen war es ein Ausflug ans Meer ins Allrussische Kinderzentrum
Orljònok, für die anderen ein Gadget oder ein Smart Speaker. Die Hauptpreise für die Erst-, Zweit- und Drittplatzierten sind Smartphones, Tablets, Urkunden und für Schulen interaktive Whiteboards, Beamer und Notebooks“, so Swjetlana Radionowa, Leiterin von Ròspriròdnádsor.
Die Teilnehmer kamen aus 86 Regionen Russlands und 27 Ländern: Mexiko, Kolumbien, Guatemala, Panama, Peru, Ecuador, Indien, China, Südkorea, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Frankreich, Belgien, Spanien, Italien, Britannien, USA, Türkei, Polen, Moldowa, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Estland, Belarus, Armenien und Abchasien. […]
Um an dem Wettbewerb teilzunehmen, posteten die Kinder in ’sozialen‘ Netzwerken kreative Arbeiten – Videos, die die Bedeutung und Notwendigkeit eines sorgsamen Umgangs mit der Natur und der Umwelt zeigen.
Die Arbeit von Sofija Larina gewann den ersten Platz in der Kategorie „Ökologie in der Welt“. Der zweite Platz ging an eine Schülerin aus Mexiko, Ariel Holguín Espinoza, und der dritte Platz an Maria José Garcón Bermudez aus Kolumbien.

Sonntag:

Straßenreparaturen in Gorlovka
Vsednr.ru: In Gorlovka werden die Arbeiten zur Instandsetzung der Straßenabschnitte entlang des Leninprospekts ab der Žukovstraße fortgesetzt. Heute führen die Spezialistinnen der Remàvtostráda GmbH die Asphaltierung durch.

„Es ist kaum zu überschätzen, wie wichtig die Instandsetzung und Wartung von Straßen in funktionstüchtigem Zustand heute ist. Die Sicherheit der Fahrer, der Fußgänger und auch die Unversehrtheit der an unsere Geschäfte gelieferten Waren hängt vom Zustand des Straßenbelags ab“, so der Leiter der Stadtverwaltung, Iwan Prichod’ko.

Was wird sich ändern ?
Dan-news.info: Die für 2022 geplante Generalüberholung der metallurgischen Produktionsanlagen des »Südlichen Bergbau-metallurgischen Komplexes« (JuGMK) GmbH in Makejevka und Jenakijewo wird das Produktionsvolumen erheblich steigern. Dies wurde der Agentur vom JuGMK mitgeteilt.
Konkret plant das
Jenàkijevskij Metallurgíčeskij Sawòd (Werk)(EMS) die Generalüberholung des Hochofens 5, der eine zusätzliche Produktion von 2.500 Tonnen Roheisen pro Tag ermöglichen wird. Das Unternehmen verfügt über zwei Hochöfen. Die tägliche Gesamtproduktion beträgt 3.200 – 3.600 Tonnen. Zur Zeit ist nur ein Ofen, 3, in Betrieb.
Das EMS erwartet auch die Überholung von zwei Konvertern –
1 und 3. Es handelt sich um Konverter für die Stahlerzeugung aus geschmolzenem Eisen und Zusatzstoffen durch Einblasen mit Luft oder Sauerstoff. Ihre Inbetriebnahme wird es ermöglichen, bis zu 2.700 Tonnen pro Tag zu produzieren. Zur Zeit ist nur ein Konverter in Betrieb.

Im ›Makejevskij Metallurgíčeskij Sawòd(MMS) wird das Walzwerk 150, das Runddraht produziert, überholt werden. Die Überholung wird das MMS in die Lage versetzen, rund 2.200 Tonnen Draht pro Tag zu produzieren. Im September dieses Jahres nahm das Werk nach einer langen Stillstandszeit seinen Betrieb wieder auf.
Der JuGMK ist eine Unternehmensgruppe des russischen Geschäftsmanns
Jevgenij Jurčenko. Er hat sieben Filialen: das EMS, das MMS, das Jassinovskij-Kokschemiewerk, die Komsomòl’skoje Rúdoúprawlénije‹ (- Erzverwaltung) in der DVR, sowie das Metallurgische Kombinat Alčevsk (AMK) und das Werk für Eisenlegierungen in Stachanov in der LVR.
Das EMS ist eines der größten metallurgischen Unternehmen im Donbass, das noch zu Zeiten des Russischen Reiches im Jahr 1897 gegründet wurde. Es stellt Gusseisen, Strangguss- und Armierungsstähle in Form von Stäben, Profilen usw. her.
Das MMS wurde im Jahr 1899 gegründet. Es ist auf die Herstellung von Draht, Betonstahl, Schienenbefestigungsmittel und anderem spezialisiert.

Dienstag:

Sauerstoff gegen Corona
Dnronline.su: Auf Ersuchen des Gesundheitsministeriums der Donezker Volksrepublik tauschen Mitarbeiter des Katstrophenschutzministeriums (MČS) Sauerstoffflaschen für Intensivstationen aus und schließen sie an, um die Behandlung von Patienten mit Corona-Infektionen sicherzustellen.
So unterstützen seit dem 24. Oktober 2021 Mitarbeiter der Feuerwehr und des Rettungsdienstes von Tores und Snje
žnoje sowie zwei staatliche paramilitärische Bergwerksrettungskommandos von Tores das Zentrale Stadtkrankenhaus von Snjezhnoje.
„Die Retter helfen uns in den schwierigsten Momenten, tauschen Sauerstoffflaschen aus und retten so Dutzende von Menschenleben. In meinem eigenen Namen und im Namen der Patienten möchte ich dem
MČS-Personal meinen großen Dank aussprechen“, sagte Ruslan Agišev, der Chefarzt.

Zuvor haben die Katastrophenschützer die Anschlussstellen an der Sauerstoffleitung wo nötig repariert und die Druckminderer geprüft. Darüber hinaus berieten sich die Retter mit den Mitarbeitern der Einrichtungen über den Betrieb mit verflüssigtem und komprimiertem Sauerstoff während der Herbst- und Winterzeit und berücksichtigten dabei die Anforderungen eines erhöhten Verbrauchs.

Museum auf Reisen
Vsednr.ru: Am 30. November, fand in Donezk ein Briefing zur Eröffnung der Ausstellung »Siegesparade auf dem Roten Platz, 24. Juni 1945« statt, das vom Leiter der Abteilung für wissenschaftliche und pädagogische Arbeit des Donezker Republikanischen Heimatmuseums, Wadim Čalenko, gehalten wurde. Das berichtet der Pressedienst des Kulturministeriums der DVR.
Im Rahmen der Aktivitäten zu den Ergebnissen des Runden Tisches
»Verhinderung der Fälschung der Geschichte und der Folgen des Großen Vaterländischen Krieges« setzt das Museum mit Unterstützung des Kulturministeriums der DVR die Umsetzung des Projekts »Museum auf Reisen« fort.
Die Ausstellung, die am 1. Dezember in Jassinowataja eröffnet wird, ist einem der wichtigsten historischen Ereignisse gewidmet – dem Triumph nicht nur der Roten Armee, sondern auch des ganzen sowjetischen Volkes. Die präsentierten Materialien aus dem Fonds des Historischen Museums Moskau erzählen von den letzten Kriegstagen und den Vorbereitungen für eine besondere Parade zum Tag des Sieges.
Zwanzig Bildschirme mit gescannten Kopien von Dokumenten sowie Fotos von der Parade und persönlicher Gegenstände werden den Besuchern präsentiert.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Menschen, die eine entscheidende Rolle beim Sieg über den Faschismus gespielt haben: die Marschälle der Sowjetunion Stalin,
Žukov, Rokossovskij und die Kommandeure der zehn Fronten, darunter Iwan Konjev, Malinovskij, Tolbuchin und Wassiljevskij. Die Ausstellung erzählt auch von Feldwebeln, Unteroffizieren und Offizieren, die sich in Schlachten ausgezeichnet haben und an der Siegesparade teilnahmen.
Im Jahr 2022 wird die Wanderausstellung in Debal’zewo und Makejevka zu sehen sein.

Kosake Luganskij
Lug-info.com: Staatspräsident Pássečniks Entscheidung, das Jahr 2021 zum Dal‘-Jahr zu erklären, hat zur Popularisierung der russischen Sprache und Kultur beigetragen. Dies erklärte Dmitrij Kryssenko, Doktor der Geschichte und Professor der philosophischen Fakultät der Staatlichen Agraruniversität Lugansk (LGAU), während des praktischen Seminars „Ich denke auf Russisch“, das an der Hochschule stattfand.
„Die Entstehung und Entwicklung der Lugansker Volksrepublik hat das Interesse an der Geschichte und Kultur unserer Region, zu deren Symbolen die Figur von Wladimir Iwanowi
č Dal‘ gehört, erheblich verstärkt. Sein 220. Geburtstag hat die Verehrung für die Lebensleistung und das Werk unseres genialen Landsmannes noch stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt. Vor diesem Hintergrund war die Entscheidung von Leonid Pássečniks eine strategisch wohlüberlegte“, sagte Kryssenko. […]
Forscher aus der Russischen Föderation und der Donezker Volksrepublik nahmen an dem Seminar in einem Online-Format teil. Das Seminar wurde von Studenten der
LGAUund von Schülern aus Schulen und Gymnasien der Republik besucht.
Kryssenko merkte an, dass das Ausmaß der Persönlichkeit des ‚Kosaken Luganskij‘ weit über Literatur und Ethnographie hinausgeht, so dass die Referenten „auch an ihm als einem der Gründer der Russischen Geographischen Gesellschaft, einem Vertreter der ’natürlichen Schule‘ in der Literatur und einem Pionier der russischen Homöopathie interessiert waren“.
Alexandr Ladyga, Kandidat der Geschichtswissenschaft und Dozent an der Polizeiakademie, fügte hinzu, dass während der Diskussion und Debatte seltene Fakten aus der Biografie des großen Landsmannes (Dal‘) „über seine Teilnahme am russisch-türkischen Krieg, am Polen- und am Chiwa-Feldzug“ bekannt wurden. Die Teilnehmer hoben Dal’s Aktivitäten beim Sammeln von volkskundlichem Material, seine Leistungen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften, die Schaffung einer einzigartigen Sammlung der Flora und Fauna der Orenburger Region und seine Forschungen zu zwölf Sprachen, darunter auch Turksprachen, hervor, die Dal‘ zu einem der ersten Turkologen in Russland machten. […]
Wladimir Iwanowi
č Dal‘ (1801 – 1872) – Schriftsteller, Arzt, Lexikograf und Schöpfer des »Konversationswörterbuchs« der lebenden großen russischen Sprache. Geboren im Dorf Luganskij Sawòd (heute die Stadt Lugansk) am 10. (22.) November 1801, war er von Kindheit an sehr mit seiner Heimat verbunden und nahm später das Pseudonym Kosak Luganskij an.
Er absolvierte 1819 das St. Petersburger Marinekadettenkorps und diente in der Marine. Anschließend studierte er Medizin an der Universität Dorpat (dem heutigen Tartu [EE]). In den Jahren 1828 – 1829 nahm er am Russisch-Türkischen Krieg teil, kämpfte in Schlachten, operierte in Feldlazaretten und wurde mit Preisen ausgezeichnet. Danach arbeitete er als Assistenzarzt im Militärhospital in St. Petersburg.
Bald beschäftigte sich Dal‘ ernsthaft mit Literatur. Im Jahr 1832 wurden sein
»Russische Märchen – die ersten fünf« veröffentlicht. Er war mit berühmten Schriftstellern und Dichtern befreundet: Gogol, Puškin, Krylov und Žukovskij. Zusammen mit Puškin reiste er durch Russland. Dal‘ behandelte Puškin nach seinem tödlichen Duell, war beim Tod des großen russischen Dichters anwesend.
Dal‘ schrieb mehr als hundert Essays, die vom russischen Leben erzählen. Er ist viel gereist und kannte das russische Leben daher sehr gut. Dal‘ verfasste auch Lehrbücher über Botanik und Zoologie und wurde 1838 Mitglied der St. Petersburger Akademie der Wissenschaften. Das bedeutendste und umfangreichste Werk ist jedoch das
»Konversationswörterbuch«, das etwa 200.000 Stichworte umfasst.
Von 1849 bis 1859 lebte Dal‘ in Ni
žnij Nowgorod, wo er als Leiter eines Appanagebüros tätig war, danach zog er nach Moskau. In dieser Zeit erschienen zahlreiche Artikel und Werke von ihm. Der erste Band des »Konversationswörterbuchs« wurde 1861 veröffentlicht. Ein Jahr später wurden die »Sprichwörter des russischen Volkes« veröffentlicht. Dal‘ wurde mit dem Lomonossov-Preis ausgezeichnet. Einen Teil des lexikografischen Materials, das er für sein Wörterbuch sammelte, übergab er Boris Grinčenko, dem Verfasser des ersten russisch-ukrainischen Wörterbuchs.

Besetzter Donbass führt Ukraine bei Lohnrückständen
Novorosinform.org: Auf das zurzeit von der Ukraine kontrollierte Gebiet der Oblast Donezk entfallen 25,1 % der gesamten Lohnschulden der ukrainischen Arbeitgeber. Diese Daten wurden vom Staatlichen Statistikdienst der Ukraine zur Verfügung gestellt.
Am 1. November beliefen sich die Lohnrückstände in der Ukraine auf insgesamt über 4 Mrd. Griwna (128,2 Mio. Euro). Die Verschuldung hat sich im Vergleich zu Anfang 2021 auf das 1,5fache erhöht, so TASS-Daten des staatlichen Statistikdienstes.

Außerdem ist der besetzte Donbass der Spitzenreiter bei der Nichtzahlung von Löhnen in der Ukraine.
„Mehr als die Hälfte der Verschuldung konzentriert sich auf die Oblasten Donezk, Char’kov (13,2 %), Dnjepropjetrovsk (11,9 %) und Kiev (13,6 %)“, so der Bericht.
Der staatliche Statistikdienst wies auch darauf hin, dass der größte Teil der Gesamtverschuldung (76,50 %) auf den Industriesektor entfällt.

Mittwoch:

Wladimir Lenin
Dnrailway.ru: Der Lokomotivpark der Donezker Eisenbahn wird im Dezember um vier Lokomotiven VL10 * erweitert. Sie sind im Vergleich zu den derzeit eingesetzten VL8 leistungsstärker und haben bessere Laufeigenschaften. Nach ihrer Inbetriebnahme werden die Lokomotiven eingesetzt, um den wachsenden Transportbedarf von Metallurgie-, Kohlebergbau- und anderen Industrieunternehmen für die nationale Wirtschaft zu decken. Die Loks werden als technische Hilfe der Russischen Föderation an die Donezker Eisenbahn überstellt. Sie wurden überholt und befinden sich in gutem technischen Zustand. Sie werden im Depot Jassinowataja beheimatet. Ähnliche Anschaffungen von Triebfahrzeugen werden für das Jahr 2022 erwartet. […]
* Der englischsprachigen Eisenbahnliteratur folgend bleiben wir bei dieser Schreibweise.

20 % mehr
Dan-news.info: Der Durchschnittslohn von Landarbeitern im DVR lag im September bei über 19.000 Rubel (≅ € 226) und damit um etwa 20 % höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies teilte das Ministerium für Agrarindustriepolitik und Ernährung der Republik heute mit.

Zuvor wurde berichtet, dass im Rahmen des Programms der sozioökonomischen Entwicklung der DVR für 2022 – 2024 geplant ist, das Durchschnittsgehalt in der Wirtschaft insgesamt um das 2,3fache auf ca. 35.000 Rubel zu erhöhen.

Jolka
Dan-news.info: In Makejevka, der zweitgrößten Stadt der DVR, wurde mit dem Aufstellen des Neujahrsbaums begonnen. Das teilte der Pressedienst der Stadtverwaltung heute der Agentur mit.
„Die Schönheit des neuen Jahres wird nicht so aussehen wie die des letzten Jahres – die Bewohner von Makejevka werden überrascht sein. Der Baum wird nicht nur schick und festlich sein, sondern auch symbolisch sein Er wird den größten Wunsch verkörpern, der zweifellos alle Bewohner der Stadt vereint“, sagte die Sprecherin.

Die Verwaltung fügte hinzu, dass der Weihnachtsbaum traditionell auf dem Theaterplatz im Zentrum der Stadt aufgestellt werde. Darüber hinaus werden in diesem Jahr neue Licht- und Beleuchtungskompositionen erscheinen.
„Funkelnde Skulpturen werden die Einwohner und Gäste von Makejevka erfreuen und eine magische Atmosphäre und Neujahrsstimmung schaffen. Zum Beispiel installieren wir heute Beleuchtungen auf dem
Čajkino-Ring, die Charzyssker Seite ist bereits fertig“. Die Einweihung des Baums ist für den 24. Dezember geplant.

Wir haben die Million !
Dnrailway.ru – Zum ersten Mal in den letzten drei Jahren hat die Donezker Eisenbahn mehr als eine Million Tonnen Fracht im Monat verladen und im November das Ziel mit 115,4 % übertroffen.

Im November 2021 erreichte die Auslastung der Donezker Eisenbahn 1.000.038 Tonnen (durchschnittlich 34.611 pro Tag) mit einem monatlichen technischen Ziel von 900.000 Tonnen (durchschnittlich 30.000 pro Tag). Die Verladung von Kohle, metallurgischen und anderen Produkten hat zugenommen. Zu den von der Bahn beförderten Gütern gehören Kohle, Eisenmetalle, Koks, Flussmittel und Zement. Im November 2021 stieg die Verladung im Vergleich zum Oktober dieses Jahres um 9,1 % (951.300 Tonnen) und im Vergleich zum November 2020 um 38,5 % (749.400 Tonnen). Die Eisenbahner der Republik sind bereit, die Erwartungen der Industrie für die Verladung und den Transport von Gütern zu erfüllen.

Donnerstag:

Arbeiterfamilien unterstützen und Fachkräftemangel beheben
Dan-news.info: Die Unternehmen des »Südlichen Bergbau-metallurgischen Komplexes« (›JuGMK‹) sind bereit, Studenten verschiedener Fachrichtungen für ein bezahltes Praktikum aufzunehmen und später für die Ausbildung der Kinder der Mitarbeiter aufzukommen. Das verlautete aus dem Pressedienst des ›JuGMK‹ heute.
Es wird berichtet, dass im metallurgischen Werk Jenakijewo derzeit ein Pilotprojekt
»Wir bilden unsere Ablösung selbst aus« durchgeführt wird. Ziel ist es, junge Menschen anzuziehen und so den Personalmangel zu beheben. In der ersten Phase beginnen Studenten verschiedener Stufen ein bezahltes Praktikum.
„Bereits im November wurden 32 Studenten zu einem solchen Praktikum aufgenommen, die die Berufe Schweißer, Baumaschinenschlosser und Lokführer erlernen“, so das Unternehmen.

Darüber hinaus will das Unternehmen auch weiterhin die Ausbildung der Kinder der Arbeiter in den dringend benötigten Berufen bezahlen. „Die Hauptziele des Projekts sind: die Ausbildung von Kindern der Mitarbeiter der Branche an höheren Bildungseinrichtungen auf Kosten des Unternehmens, die Arbeiterfamilien zu unterstützen und die Unterzeichnung von Verträgen mit den Absolventen“, fügte der Pressedienst hinzu.
Das metallurgische Werk Makejevka zieht Studenten der örtlichen Industrie- und Wirtschaftsfachhochschule an. Nach Abschluss des Studiums können die Absolventen mit einer Anstellung rechnen. Darüber hinaus hat das Werk eine Ausbildungslizenz erhalten.
„Eine solche innerbetriebliche Ausbildung ist notwendig. Sie rechnet sich materiell und zeitlich, da sie nicht nur in den führenden Berufen durchgeführt wird, für die es immer eine Nachfrage gibt, sondern auch in sehr spezialisierten, für die es keine Ausbildung in Ausbildungseinrichtungen gibt“, betonte der Pressedienst.
Ähnliche Ansätze werden auch in anderen Niederlassungen des
›JuGMK‹ praktiziert.

Dekor der russischen Seele
Dnronline.su: Das Kunstmuseum Art-Donbàssin Donezk eröffnete am 2. Dezember eine Ausstellung russischen Kunsthandwerks »Dekor der russischen Seele«, die im Rahmen des Jahres der russischen Kultur in der Donezker Volksrepublik vorbereitet wurde. Einem Korrespondenten der offiziellen Website der DVR zufolge umfasst die Ausstellung fast 150 Objekte, die die Vielfalt der historischen, geistigen und kulturellen Traditionen unseres Volkes widerspiegeln.
„Das Jahr 2021 begann damit, dass es in der Volksrepublik Donezk zum Jahr der russischen Kultur erklärt wurde, wenig später wurde die Doktrin
»Russischer Donbass« verabschiedet, in der als eine der Hauptthesen die überaus reiche russische Kultur mit einem großen moralischen und intellektuellen Potenzial genannt wird.
Die heutige Ausstellung ist nur eines der Elemente der Doktrin zur Popularisierung und Bewahrung russischer Traditionen und origineller Volkskunst im Gedächtnis der Menschen. […]
Ich bin sehr froh, dass dieses Jahr mit einer so guten Ausstellung endet. Schließlich sind dies unsere Traditionen, unsere Werte, und wir müssen sie in die Welt tragen, damit jeder weiß, was uns lieb und heilig ist“, sagte die stellvertretende Vorsitzende des Volkssowjets, Ol’ga Makejewa.
Zu sehen sind u. a. Chochloma-Holzbemalungen, Spitzen und Tücher aus Wólogda, Tücher aus Pawlovskij Possad und Orenburg. Die Ausstellung umfasst auch Lackminiaturen aus Palech und Fedoskino sowie Spielzeug aus Kargopol. Natürlich präsentiert die Ausstellung auch eine russische Matrjoschka aus der Region Ni
žnij Nowgorod, Majolika aus Gžel‘, Kristall aus Gúss‘-Chrustàl’nyj, Holz- und Birkenrindenschnitzereien sowie Eisengießereien aus Kasli.

Nach Angaben von Museumsdirektorin Jekaterina Kaliničenko dauerten die Vorbereitungen für die Ausstellung etwa vier Monate.
„Unser Museum nimmt aktiv am Integrationsprogramm
»Russland – Donbass« teil. Wir haben sehr viele Regionen der Russischen Föderation besucht und die Geschichte des russischen Volkshandwerks, die Geschichte der russischen Kultur entdeckt. Mehrere Jahre lang haben wir davon geträumt, in einem Raum verschiedene Werke der Volkskunst aus verschiedenen Regionen Russlands zeigen zu können“, sagte sie.
Die Ausstellung umfasst Exponate aus dem eigenen Fundus, der Ausstellung
»Modernes Donezk« der Stadtverwaltung, des Donezker Hauses der Kulturschaffenden sowie aus privaten Sammlungen.

Freitag:

… dass der rote Stern wieder leuchten wird
Dan-news.info: Das Bergwerk ›Ščeglovskaja-Glubókaja will seine Kohleförderung verdreifachen und stellt daher neue Arbeitskräfte für über- und untertägige Tätigkeiten ein. Die Korrespondenten der Nachrichtenagentur Donezk besuchten das Unternehmen, um herauszufinden, wie es seine Pläne umsetzen will.
Das Bergwerk befindet sich im Bezirk
Čerwònogwardéjskij in Makejevka. Sie ist Teil der Bergwerksverwaltung Donbass. Es wurde 1967 mit einer geschätzten Kapazität von 1,2 Mio. Tonnen in Betrieb genommen. Es fördert Kokskohle, die für die Hochofenproduktion in der Metallurgie verwendet wird. Kokskohle gilt als eine der wertvollsten Kohlen der Welt.
Die Veröffentlichung der Neueinstellungen in der
›Ščeglovka, wie sie die Bergleute nennen, läuft seit etwa zwei Monaten in den republikanischen Lebensmittelgeschäften. In dieser Zeit haben sich fast 100 neue Mitarbeiter gemeldet. Nach Angaben des Bergwerksleiters Witalij Sobolev arbeiten dort derzeit 736 Menschen, davon 315 unter Tage, benötigt werden fast eineinhalb Tausend.
Die
›Ščeglovskaja-Glubókaja hat ihre Arbeit 2017 wegen des Beschusses durch die Ukraine eingestellt. Das Bergwerk wurde von 122 mm-Raketen ›Grad‹ und Mörsergranaten getroffen. Sobolev erinnert sich an die Einschläge auf dem Parkplatz, in den Sortierhallen und in den Reinigungsanlagen.
„Im Bereich des ersten Lüftungsschachtes des Bergwerks verletzte eine Explosion einen Arbeiter am Arm so schwer, dass die Ärzte amputieren mussten. Damals war ich stellvertretender Leiter der Förderungsabteilung des Bergwerks. Es ging so weit, dass man, wenn man eine Anordnung machte und die Fenster in die Richtung zeigten, die Stimmen der Leute wegen des Lärms und des Getöses der Explosionen nicht hören konnte.
Die Bergleute machten sich Sorgen um ihre Familien, aber sie kamen trotzdem zur Arbeit und förderten weiter Kohle.
Die Unternehmensleitung bezeichnet die
›Ščeglovkaals eine der vielversprechendsten Kokskohleminen in der Republik. Derzeit liegt die Tagesproduktion bei 600 bis 630 Tonnen. Heute gibt es in dem Bergwerk zwei Strebe; sie sind für eine Laufzeit von zwei bis zweieinhalb Jahren ausgelegt. Dennoch ist für das nächste Jahr die Vorbereitung und Inbetriebnahme eines weiteren geplant, aus dem täglich bis zu 1.700 Tonnen gefördert werden können. Die gesamten Reserven des Bergwerks betragen sogar mehr als 15.000.000 Tonnen.
Sobolev arbeitet nach seinem Abschluss an der Nationalen Technischen Universität Donezk seit 2007 in der Mine. Er begann seine Laufbahn als Monteur, arbeitete dann als Vorarbeiter. […]
„Für mich, wie für viele Bergleute, ist es nicht nur ein Bergwerk, sondern mehr. Ich habe hier viele Jahre verlebt, und so habe ich auch während des ukrainischen Beschusses nie daran gedacht, wegzugehen“, sagt der Minenleiter leise, aber bestimmt.
Wir begeben uns in den Bereich für die Reparatur von Untertagemaschinen. Auf dem ersten Förderturm befindet sich ein roter fünfzackiger Stern.

„Früher leuchtete der Stern auf, wenn das Bergwerk den Plan erfüllte, das war eine sowjetische Tradition, und wir haben ihn erfüllt! Aber nach der ukrainischen Aggression musste dieses Symbols des Sieges der Arbeit erlöschen“, sagt Wladimir Djadyk, stellvertretender Leiter für soziale und wirtschaftliche Fragen in der Verwaltung ›Donbàss‹. Aber wir glauben, dass der rote Stern über unserem Bergwerk wieder aufleuchten wird“. […]
Der Schlosser Aleksandr Smirnov arbeitet erst seit einem Monat im Betrieb. „Ich bin Einheimischer, wohne nicht weit von hier, und ich habe von den Jungs über die freie Stelle im Bergwerk gehört. Ich mag meinen Job und mein Team“, sagt er.
Der Dispatcherraum ist das ‚Gehirn‘ des Bergwerks. Hier werden alle Informationen von unter Tage und andere Arbeiten gesammelt. Auf den Bildschirmen kann das ganze Bergwerk überblickt werden. Die Informationen werden dynamisch und in Echtzeit angezeigt. Das ‚Gehirn‘ wird von Pawel Malyj geleitet. Er arbeitet seit 12 Jahren in der
›Ščeglovka und hat 35 Jahre Erfahrung unter Tage.

„Bergwerksdispatcher ist eine der grundlegendsten organisatorischen Aufgaben. Man muss mit den Besonderheiten der Prozesse vertraut sein und mindestens über die Befähigung eines stellvertretenden Bauleiters verfügen. Am besten ist es, wenn Sie bereits für verschiedene Abteilungen zuständig waren und deren Besonderheiten kennen. Eine enge Spezialisierung ist dabei nur hinderlich“, erklärt Pawel.
DAS WICHTIGSTE SIND DIE MENSCHEN
Wir haben diesen Ausflug in das Bergwerk auch unternommen, um die Rückkehr der Bergleute am Ende einer Arbeitsschicht zu dokumentieren. Wir fahren in den ersten Schacht ein. Julija Sajenko bedient den Förderkorb.
„Meine Position ist der Aufschieber. Ich befördere Menschen und Fracht bis zu einer Tiefe von 915 Metern und hole sie wieder hoch. Bei der Arbeit ist hohe Aufmerksamkeit gefordert. Wenn Sie anheben, müssen Sie genau bremsen und eine Markierung treffen, da der Förderkorb eine große träge Masse hat. Sonst können sich die Türen nicht öffnen und die Leute können nicht aussteigen“, sagt Julija.

Bald leuchtet eine Signallampe auf und die Bergleute gehen über eine Brücke in die ‚Oberwelt‘. Ihre Gesichter sind schwarz vom Kohlenstaub, und das Weiße ihrer Augen und ihr weißes Lächeln stehen in starkem Kontrast dazu. Sie haben es eilig, zuerst in den Lampenraum, um ihre Lampen und ihr Rettungsgerät abzugeben, Geräte, die Nasen und Augen bei einer Evakuierung im Notfall schützen sollen, und dann in die »Banja«, um die Spuren der Sechs-Stunden-Schicht abzuwaschen.

Inmitten des Stimmengewirrs, eher emotional-bergmännisch, sehr wortreich, war kaum viel zu verstehen. Dies gilt umso mehr für den Slang der Bergleute. Obwohl viele von ihnen erst seit kurzem im Team sind, herrscht eine freundliche Atmosphäre.
„Ich komme aus Makejevka und arbeite erst seit fünf Tagen im Bergwerk, habe die Stelle über eine Anzeige im Internet gefunden. Das Team ist gut“, sagt Sergej Karpus‘, ein Bergarbeiter unter Tage.
Die Menschen kommen in die Mine, weil sie eine Entwicklungsperspektive sehen. Die Arbeit der Bergleute ist friedlich, wenn auch extrem hart. Aber sie ist die Grundlage für das Wohlergehen des gesamten Donbass. Und was am wichtigsten ist: Das Streben unserer Menschen nach friedlicher und kreativer Arbeit ist nicht erloschen.

Standard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s