Neuigkeiten aus Wirtschaft und öffentlichem Leben der Volksrepubliken des Donbass vom 13. bis 19.11.2021

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“


Montag:

Diplomatisch
Dan-news.info: Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Regierung angewiesen, Maßnahmen zu ergreifen, um die Bedingungen für die Einfuhr von Waren aus der Donezker und der Lugansker Volksrepublik auf den russischen Markt zu lockern. Das entsprechende Dekret 657 wurde heute auf dem offiziellen Internetportal für Rechtsinformationen veröffentlicht. Dem Dokument zufolge soll die Regierung innerhalb eines Monats dafür sorgen, dass die von der DVR und der LVR ausgestellten Ursprungszeugnisse in Russland anerkannt werden und dass republikanische Waren zu gleichen Bedingungen wie russische bei der Beschaffung für den staatlichen und kommunalen Bedarf sowie bei der Beschaffung von Waren durch bestimmte Arten von juristischen Personen zugelassen werden. Diese Maßnahmen sollten ausnahmsweise bis zur politischen Regelung der Lage im Donbass auf der Grundlage der Minsker Vereinbarungen durchgesetzt werden. Putin forderte außerdem, keine mengenmäßigen Beschränkungen für die Aus- und Einfuhr von Waren aus den Donbass-Republiken anzuwenden, mit Ausnahme bestimmter Arten von Waren. Das Kabinett wurde beauftragt, die Liste dieser Waren sowie die Grenzkontrollstellen, über die sie transportiert werden, festzulegen. Der Erlass wurde u.a. zur humanitären Unterstützung der Bevölkerung des Donbass und zur Verhinderung einer Verschlechterung des Lebensstandards unter der ukrainischen Blockade und der Corona-Pandemie erlassen. […]

„LVR wird nicht mit Kiev handeln, solange Blut fließt“
Dontimes.ru: Kommerzielle Kohle- und Stromlieferungen in die Ukraine aus dem Gebiet der LVR sind ohne ein Ende des Blutvergießens im Donbass nicht möglich. Dies erklärte das Oberhaupt der Republik, Leonid Pássečnik. Zuvor hatte die ukrainische Seite ihren Wunsch geäußert, Kohle und Strom von der LVR zu kaufen.
„Auf keinen Fall ist ohne ein Ende des Blutvergießens Handel möglich. Wir warten auf ihre Vorschläge zur Wiederherstellung der sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen seit dem Frühjahr 2017, als die ukrainischen Behörden eine wirtschaftliche und logistische Blockade gegen die Republiken verhängten und die Versorgung mit unserer Kohle und unseren Produkten unterbrachen. Aber angesichts der aktuellen Stromausfälle kommen sie angelaufen. Und sind wieder weggelaufen. Sollen sie doch weiter so regieren“, sagte
Pássečnik.

Mittwoch:

100.000 Schulbücher
Dnronline.su: Das unter der Schirmherrschaft der Regierung der Donezker Volksrepublik herausgegebene mehrbändige Lehrbuch zur geschichtlichen Heimatkunde »Die Geschichte des Donbass: von der Antike bis zur Gegenwart« wird in etwa 100.000 Exemplaren an die Schulen ausgeliefert. Die Bücher werden an allgemeinbildende Schulen von der 5. bis zur 11. Klasse eingesetzt, berichtet der Pressedienst des Ministeriums.

Witalij Pestrezov, Direktor der Bildungsabteilung des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft, einer der Autoren der Lehrbücher, sprach über die Bedeutung des Ereignisses.
„Der heutige Tag ist ein wichtiges Ereignis im Bereich der Bildung: Zum ersten Mal wurden Bücher zur historischen Heimatkunde in einem solchen Umfang veröffentlicht. Bisher waren Lehrbücher nur in kleinen Mengen oder in elektronischer Form erhältlich. Aber es ist viel bequemer, ein Lehrbuch in Papierform zu benutzen. Die Herausgabe solcher Lehrbücher war längst überfällig, da die Geschichte der Heimat bis dahin nicht angemessen dargestellt worden war. Die Arbeit an der Entwicklung der Lehrbücher begann kurz nach der Ausrufung der Republik unter Beteiligung eines großen Autorenkollektivs, Lehrern, Wissenschaftlern und Heimatkundlern. Als Ausgangsbasis diente die Grundlagenarbeit von Wissenschaftlern der Nationalen Universität Donezk […]“, sagte Witalij Pestrezov.
Er betonte auch, wie wichtig eine wahrheitsgetreue Darstellung der Ereignisse des Großen Vaterländischen Krieges im Donbass in den Schulbüchern für den Unterricht und die Erziehung der Schüler ist.
„Die Erforschung des Großen Vaterländischen Krieges spielt eine wichtige Rolle bei der Umsetzung des Aktionsplans zur Verhinderung von Geschichtsfälschungen, der vom stellvertretenden Ministerpräsidenten der DVR, Wladimir Antonov, genehmigt und von vier Ministern unterzeichnet wurde […]“, sagte der Direktor der Bildungsabteilung.
Die Lehrbücher sind reich illustriert, auch mit historischen Dokumenten, und um kreative Aufgaben ergänzt, die die Schüler zum Denken und Analysieren anregen.

Donnerstag:

Nach der misslungenen Wiederaufnahme der Düngerproduktion
Dan-news.info: „Zwei Werkabteilungen des Stirol-Werks in Gorlovka haben nach sieben Jahren Stillstand den Betrieb wieder aufgenommen“, so der Direktor des Staatlichen Unternehmens, Wassilij Agarkov, heute vor Journalisten.
„Sieben Jahre lang waren wir untätig und konserviert. Bis heute haben wir zusammen mit dem Ministerium für Industrie und Handel ein Programm zur Eröffnung von zwei Abteilungen ausgearbeitet. Jetzt haben sie ihre Arbeit aufgenommen“, sagte Agarkov.
Er fügte hinzu, dass die Farbenherstellung und die Werkstatt für Kunststoffprodukte ihre Arbeit wieder aufgenommen haben. Auch wurde ihre Ausrüstung modernisiert. „Es wurden neue Komponenten angeschafft, zwei Pump- und Filterstationen für die Herstellung von Pentaphthalfarben, die die Farben mischen und abfüllen. Eine neue automatische Verschließmaschine, befindet sich andernorts in der Testphase und ist noch nicht eingetroffen“, so der Leiter des Unternehmens.

In der Anlage werden derzeit Polyethylenfolien, Einweggeschirr und -verpackungen, Pentaphthal- und Wasserdispersionsfarben hergestellt. Im Laufe der Zeit plant das Unternehmen, die Produktpalette je nach Inbetriebnahme weiterer Maschinen zu erweitern.
Die geplanten Produktionsvolumina betragen: Polyethylenfolie mit einer Dicke von 100 Mikron – 175,4 Meter/Stunde, Einweggeschirr – 36.000 Stück/Stunde, Pentaphthalfarben – 2000 Tonnen/Jahr, Wasserdispersionsfarben – 7000 Tonnen/Jahr. Diese Mengen werden es ermöglichen, einen erheblichen Teil des Bedarfs der Republik zu decken. Zum Beispiel um mehr als 50 % bei Farben. Im Laufe der Zeit ist geplant, die Produkte nicht nur auf dem republikanischen Markt, sondern auch in Russland zu verkaufen.
Derzeit arbeiten 25 Personen im Werk, mit der Ausweitung der Produktion soll die Zahl der Beschäftigten auf mehr als das Sechsfache erhöht werden.
Stirol ist ein wichtiges Chemieunternehmen im Donbass. Das Werk war lange Zeit einer der größten Mineraldüngerhersteller Europas und belieferte den Markt mit bis zu 3 % der weltweiten Ausfuhren von Ammoniak und anderen Chemikalien, Verbindungen und daraus hergestellten Produkten. Mit dem Ausbruch der Feindseligkeiten stellte es seinen Betrieb ein.
Die 440 Hektar große Anlage beherbergt 33 Produktions- und Dienstleistungseinheiten, von denen neun auf die Düngemittelproduktion spezialisiert sind.

Freitag:

Neues aus Starobješewo
Dnronline.su: Die Filiale »Kraftwerk Starobješewo« des Staatlichen Unternehmens ›Ėnèrgija Donbàssa der DVR hat mit dem Bau eines Bypasses der Schlackenleitung zur Aschedeponie 3 begonnen. Die Länge des neuen Abschnitts, der aus Stahlrohren mit großem Durchmesser besteht, wird fast einen Kilometer betragen, berichtet der Pressedienst des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft der DVR. […]
Derzeit sind bereits 17 großformatige Fundamente installiert, 38 Stahlbetonstützen montiert, etwa 800 Meter Stahlrohre (530 x 12 mm) verlegt und verschweißt worden.

„Wir verlegen diese Leitung, um die Ascheschüttung der Blöcke 5-13 gleichmäßig zu füllen. Diese Arbeit ist für das Unternehmen von großer Bedeutung, da die Schlackenleitungen für den technologischen Prozess der Energieerzeugung äußerst wichtig sind“, erklärte Michaïl Koslov, Leiter für Großvorhaben im Kraftwerk. Der Bau soll Anfang 2022 abgeschlossen sein.

1.600 Hühner
Dan-news.info: In Jassinowataja wurde eine neue Geflügelfarm mit 1.600 Legehennen der Rasse ‚Lohmann Brown‘ errichtet. Dies gab der Leiter der Stadtverwaltung, Dmitrij Ševčenko, heute bekannt.
„[…] Die Rasse ‚Lohmann Brown‘ wurde für die Zucht ausgewählt. Die Vögel werden mit modernen Methoden gehalten. Der Betrieb verwendet selbst hergestelltes Futter. Bei der Eierproduktion werden in keiner Phase schädliche Zusatzstoffe verwendet“, sagte der Bürgermeister.
Ihm zufolge sollen die Eier auf Märkten und in Geschäften in Jassinowataja verkauft werden.
Die Rasse ‚Lohmann Brown‘ gilt als die produktivste in der Eierproduktion. Diese Vögel sind das Ergebnis langjähriger Zuchtarbeit deutscher Genetiker der Lohmann Tierzucht GmbH, Cuxhaven. Um diese Linie zu erhalten, wurden vier ursprüngliche Rassen und ihre Hybriden in der ersten Generation gekreuzt.

Welche Waren aus der DVR werden auf dem russischen Markt erscheinen ?
Dontimes.ru: DVR-Chef Denis Pušilin erklärte, dass republikanische Unternehmen Russland mit einer Vielzahl von Gütern beliefern werden, von Kohle bis hin zu Lebensmitteln:
„Die wichtigsten Exportgüter der DVR sind Metallurgieprodukte, Kohle, Kühlgeräte, Gummiprodukte, Zement, Nudeln und Süßwaren, Sonnenblumenöl, Getreide, Soßen und Speiseeis.“

(»Made in DNR«)
Pu
šilin wies darauf hin, dass der Inlandsmarkt der DVR auch Importwaren benötigt. Erhebliche Mengen an Medikamenten, Kraft- und Schmierstoffen, Mineraldünger, Eisenerz für die Metallurgie und einige Lebensmittel müssen eingekauft werden.

Lohnerhöhung für Eisenbahner
Dnronline.su: Derzeit beträgt das Durchschnittsgehalt der Eisenbahner in der Republik 19.000, für das nächste Jahr ist eine Erhöhung auf 24.000 (ca. 289 Euro im Monat) geplant. Denis Paškov, Chefingenieur des Staatlichen Unternehmens »Donezker Eisenbahn«, berichtete am 19. November am Runden Tisch über die Umsetzung des Programms zur sozioökonomischen Entwicklung der DVR in den Jahren 2022 – 2024:
„Wir planen die Entwicklung des Eisenbahnverkehrs in Bezug auf die Infrastruktur, die Erneuerung aller grundlegenden Sachanlagen, einschließlich der Erneuerung der Gleisanlagen, die Erneuerung des Lokomotivparks und die Instandsetzung der Fahrbahn. Alles hängt vom Frachtaufkommen ab: Mehr Verkehr – und wir werden mehr verdienen“, sagte er.
Pa
škov beantwortete auch eine Frage zum Zeitplan für die Aufnahme direkter Reisezugverbindungen mit Städten in der Russischen Föderation. „Alle technischen und betrieblichen Möglichkeiten sind vorhanden. Es wurde eine Reihe komplexer Maßnahmen entwickelt. Das Problem liegt jedoch auf der politischen Ebene“, betonte er.

Für die Kälteperiode
Lug-info.com: „Energieanlagenelektroniker des Staatlichen Unternehmens »Republikanische Netzgesellschaft« (RSK) der LVR haben an der Schwelle zum Winter fast 2156 km Freileitungen repariert, 551 Masten von Stromleitungen ersetzt und gemäß den Plänen für größere Reparaturen und Instandhaltung Arbeiten in 128 Umspannwerken mit 35/500 kV und 993 Umspannstationen und Verteilungspunkten mit 6/10 kV durchgeführt“, heißt es in einem Bericht. „Alle geplanten Arbeiten wurden pünktlich abgeschlossen. Um die maximalen Belastungen im Verlauf der Kälteperiode bei zu gewährleisten, hat sich der Energiekomplex der Republik seit dem Frühjahr vorbereitet“, so das Unternehmen. Bei der RSK wird besonderes Augenmerk auf das „Üben der praktischen Fähigkeiten des Personals unter unüblichen, schwierigen Bedingungen“ gelegt. „Seit Anfang 2021 wurden gemeinsam mit den Mitarbeitern des Katastrophenschutzministeriums (MČS‹) mehrere praktische Übungen zu Notfällen in Umspannwerken durchgeführt. Dank der Professionalität des Personals und des kompetenten Handelns aller Abteilungen des Unternehmens hat sich die Zeit zur Beseitigung von kritischen Situationen in den Stromnetzen generell verkürzt“, so die RSK. […]

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