Neuigkeiten aus Wirtschaft und öffentlichem Leben der Volksrepubliken des Donbass vom 16. bis 29.10.2021

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Di, 19.10.2021:

Modernisierung im Kraftwerk Surges geht weiter
Vsednr.ru: Die Filiale »Kraftwerk Surges« des Staatlichen Unternehmens Donbàss Enèrgijader DVR setzt ein groß angelegtes Programm zur Beseitigung defekter Abschnitte von Asche- und Schlackenleitungen fort. […] Insgesamt werden die Energietechniker in diesem Jahr etwa 500 Meter verschlissener Großrohre durch neue ersetzen, 300 Meter wurden bereits verlegt. […] Diese Überholung ist für das Kraftwerk äußerst wichtig, da die Leitung die Asche von der Verbrennung fester Brennstoffe zur Deponie transportiert. Eine zuverlässige und ununterbrochene Abfuhr auf die Lagerstätten wirkt sich direkt auf die Leistung des Kraftwerks aus.

„Diese Maßnahme wird einen ununterbrochenen Betrieb und eine hohe Produktivität des Kraftwerks sicherstellen sowie mögliche Umweltschäden verhindern, da die Schlacke während des Transports nicht mehr frei werden kann“, kommentierte Igor‘ Luzenko, leitender Meister für die Reparatur und Wartung der hydraulischen Ascheentfernung und der Elektrofilter in der zentralen Reparaturwerkstatt des Kraftwerks. […] Die Energietechniker wollen die Reparaturen bis Ende Oktober abschließen.

Bau der Wasserleitung im Frontdorf Luganskoje schreitet voran
Vsednr.ru: Spezialisten des Unternehmens Wodà Donbàsssasetzen die Umsetzung eines Projekts zur zentralen Wasserversorgung des frontnahen Dorfs Luganskoje fort, das verwaltungstechnisch zum Petrowskij-Bezirk von Donezk gehört. Dies erklärte Sergej Iwanow, Leiter der Abteilung für Wasserversorgung und Abwasserentsorgung des Ministeriums für Bauwesen und kommunale Wohnungswirtschaft. Einem Korrespondenten der offiziellen Website der DVR zufolge begann die Umsetzung dieses Großprojekts im Jahr 2020, nachdem sich die Bewohner an Staatspräsident Denis Pušilin gewandt hatten.

Für dieses Projekt wurde im Jahr 2020 eine Wasserleitung mit einer Länge von 7.650 Metern von Donezk aus verlegt. Nach Angaben von Ruslan Kaplenko, Sprecher von
Wodà Donbàsssa, wird derzeit an der Verlegung der Wasserleitung entlang der Hauptstraßen der Siedlung gearbeitet. „Bis heute sind von den geplanten 3.000 Metern 1.200 Meter gebaut worden. Für die Maßnahmen sind vier Spezialmaschinen und 16 Mitarbeiter erforderlich“, fügte er hinzu. Sobald dieser Abschnitt in Betrieb genommen ist, können 94 weitere Haushalte an die Versorgung angeschlossen werden.

Mi, 20.10.2021:

Mängelbeseitigung an fast 1900 Kilometern Freileitung
Lug-info.com: „Unsere Techniker haben außerdem über 66 km Leitungen mit 509 Masten ersetzt und 1.047 Umspannwerke repariert.

Im vorangegangenen Winter hat das Unternehmen die Zahl der Ausfälle um 23 % reduzieren können“, heißt es in einer Erklärung der
»Republikanischen Netzgesellschaft« (RSK‹).

Fr, 22.10.2021:

Kohle wird nicht abgebaut
Dnronline.su: Ein Experte sagt, wann das Bergwerk Sassjad’ko „wieder zum Leben erweckt“ wird. In einem Interview mit dem Telegrammkanal Donbàss rešájet‹ (»– entscheidet«) sprach der Vorsitzende der Donezker Gewerkschaft der Kohlearbeiter, Gennadij Kowal‘čuk, über die Situation im Bergwerk Sassjad’ko in Donezk.
Nach Angaben des Experten ist das Bergwerk aufgrund des ukrainischen Beschusses derzeit nicht in Betrieb. Die beiden aktiven Strebe sind geflutet, und wegen der ständigen Stromausfälle können die Pumpen das Wasser nicht abpumpen. Ein Feuer, das im September dieses Jahres in einem der Strebe ausbrach, verschlimmerte die Situation zusätzlich.
Laut Kowaltschuk werden die Reparaturen mindestens sechs Monate dauern, so dass das Bergwerk erst im Frühjahr 2022 wieder in Betrieb genommen werden kann.
Einigen Berichten zufolge wird die Situation durch die ständige Abwanderung von Mitarbeitern, den Mangel an qualifizierten Fachkräften und die schlechte Logistik noch verschärft.

NII Reaktívèlektron
Dnronline.su: Das staatliche Forschungsinstitut (NII) Reaktívèlektron im Kujbyšewskij-Bezirk von Donezk befasst sich seit mehr als 60 Jahren mit der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet schwer entflammbarer Verbindungen und Verbundwerkstoffe, der Funkabsorptions- und Magnetwerkstoffe, der Kondensator- und Piezomaterialien, der chemischen Reagenzien und der Mikrodünger. Wie ein Korrespondent der offiziellen Website der Donezker Volksrepublik heute berichtete, besuchte der Minister für Bildung und Wissenschaft, Michaïl Kušakow, die Einrichtung.
„Das Ministerium für Bildung und Wissenschaft arbeitet daran, unsere Forschungsinstitute mit neuen Geräten auszustatten, die für die Forschung und die Lösung staatlicher Aufgaben benötigt werden. Die vom Forschungsinstitut
Reaktívèlektron erforschten Themen sind wichtig für unser Land, insbesondere das Thema der Wasserreinigung, das eine soziale Zielsetzung hat. Und, was besonders erfreulich ist, das Team arbeitet an der Kontinuität. Studenten der Nationalen Universität Donezk und der Nationalen Technischen Universität Donezk absolvieren hier Praktika und finden möglicherweise Anstellungen. Dies ist sehr wichtig, damit das Institut ordnungsgemäß funktionieren und sich in Zukunft weiterentwickeln kann“, sagte Kušakow.

Nach Angaben von Iwan Udodow, dem stellvertretenden Generaldirektor des Forschungsinstituts, forscht man derzeit an vier Themen, von denen drei von angewandter Bedeutung und eines von theoretischer Bedeutung sind. Zu den Anwendungsgebieten gehören die Herstellung von Leitermaterialien für den elektrischen städtischen Nahverkehr und den Maschinenbau sowie die Entwicklung von Reagenzien für die Landwirtschaft. Die Behandlung von Trinkwasser ist von mehr theoretischerer Bedeutung.
„Die photokatalytische Reinigung von Trinkwasser ist eine der fortschrittlichsten Reinigungsmethoden, an denen die fortschrittlichsten Länder arbeiten. Es handelt sich um eine einzigartige Einrichtung zur Untersuchung der physikalischen, chemischen und physikalisch-chemischen Prozesse, die bei der photokatalytischen Behandlung ablaufen. Dabei handelt es sich nicht um die Chlorierung des Wassers, sondern um die Zersetzung aller schädlichen Verbindungen in ihre Bestandteile. Wir haben die Entwicklung dieses Themas für 2022 bis 2023 geplant“, sagte er.
„Unsere Arbeit zielt darauf ab, wichtige, ich möchte sogar sagen, soziale Probleme der Gesellschaft und des Staates zu lösen“, fügte Wladimir Poli
ščuk, Generaldirektor des Instituts, hinzu.
Das NII
Reaktívèlektron wurde 1959 durch einen Sonderbeschluss des Ministerrats der UdSSR gegründet, um Materialien für die Elektronikindustrie sowie industrielle Technologien für hochreine Reagenzien zu deren Herstellung zu entwickeln. In der UdSSR wurden sechs große Anlagen zur Herstellung von Grundstoffen für elektronische Geräte und hochreinen Reagenzien für deren Produktion konstruiert und gebaut. Es wurde eine einzigartige Produktion aufgebaut, die die Entwicklung der Raumfahrttechnik, der Kernenergie und vieler anderer Industriezweige der UdSSR maßgeblich beeinflusst hat.

So, 24.10.2021:

800 Sträucher gegen Schneeverwehungen
Dnronline.su – Um Schneeverwehungen auf Fernstraßen zu verhindern, pflanzte das Katastrophenschutzministerium 800 Sträucher auf einem Abschnitt der Strecke Donezk – Mariupol‘. Aufgrund von Schneestürmen und starken Schneefällen können die Verkehrsverbindungen zwischen Donezk und den Dörfern in dieser Richtung für mehrere Tage unterbrochen werden, so der Pressedienst der Behörde.

Die Begrünung von Straßen dient dazu, dass der Schnee dort aufgehalten wird und nicht zu einem großen Hindernis auf der Straße wird. Außerdem verhindern die Pflanzen am Straßenrand, wenn die Straße erhöht ist, ein Abbröckeln der Böschung und damit eine Zerstörung der Fahrbahn.
In diesem Zusammenhang beschloss die Leitung des Katastrophenschutzministeriums, das staatliche Unternehmen
›Áwtodor des Verkehrsministeriums der DVR zu unterstützen. Insgesamt waren 70 Mitarbeiter der Feuerwehr und des Rettungsdienstes von Donezk an diesen Arbeiten beteiligt.

Mo, 25.10.2021 :

Wie es weitergehen könnte
Dontimes.ru: Neben Belarus und Russland könnten auch die Republiken des Donbass in den Staatenbund aufgenommen werden. Dies erklärte der Politologe Andrej Jermolajew in einer Sendung des Internetkanals Politeka.
„Im diesem Jahr wird es in Eurasien wahrscheinlich noch große Veränderungen geben. Ich meine den Staatenbund, über den in diesem Jahr viel gesprochen wurde – Russland, Belarus, plus. Denn sobald dieses Abkommen auf den Weg gebracht ist, wenn es in Belarus verfassungsrechtliche Unterstützung erhält, wenn die Gremien gebildet werden und die Regeln für das Funktionieren dieses Abkommens klar sind, wird es möglich sein, auch andere zu diesem Abkommen einzuladen“, so der Experte.
Er wies darauf hin, dass die Einbeziehung der Republiken in den Unionsstaat ein sehr starker Schritt wäre, der die Situation auch in der Ukraine verändern würde.

Mi, 27.10.2021 :

PETRLOFT vom Petrowskij-Maschinenbau
Mpt-dnr.ru – Das Staatliche Unternehmen der Donezker Volksrepublik »Petrowskij-Maschinenbau« eröffnete im Möbelzentrum „GRAND“ der Hauptstadt Ausstellung und Verkauf von Möbeln aus eigener Produktion.
Die Geschichte des
»Petrowskij-Maschinenbaus« geht auf das Jahr 1897 zurück. Das Werk war auf die Herstellung einer breiten Palette von Produkten für die Bergbauindustrie spezialisiert. Anfang 2021 hat die Unternehmensleitung beschlossen, die Produktion komplett umzustellen und die Entwicklungsrichtung zu ändern. Designer des Werks standen vor der Aufgabe, Einrichtungsgegenstände im Loft-Stil zu entwickeln und mit der Produktion zu beginnen.

Nach Angaben von Sergej Tka
čenko, Direktor der Fabrik, werden derzeit 79 Produkte hergestellt: Sofas, Sessel, Tische und Regale in verschiedenen Ausführungen. Es werden nur natürliche Materialien wie Metall und Holz verwendet. Geplant sind sowohl Serienproduktion als auch Einzelaufträge.
Der Loft-Stil ist in den zwanziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts entstanden. Seine Philosophie basiert auf Minimalismus, klaren Linien und einfachen Lösungen.

Fr, 29.10.2021:

DVR eröffnet erste Handelsmission
Dan-news.info: Der Präsident der DVR, Denis Pušilin, hat heute auf Vorschlag des Ministeriums für Industrie und Handel mit dem Erlass 322 Vorschriften über Handelsmissionen im Ausland gebilligt und die Eröffnung der ersten Mission in der Republik Abchasien angeordnet. Das entsprechende Dokument wurde auf der Website des Staatsoberhauptes veröffentlicht.

Nach den durch den Erlass genehmigten Vorschriften werden die Handelsvertreter vom Präsidenten im Einvernehmen mit dem Außenministerium persönlich ernannt. Ihre Reisen werden aus dem republikanischen Haushalt finanziert. Das Ministerium für Industrie und Handel ist für die Regelung der Eröffnung und des Betriebs der Vertretungen zuständig.
Eine Handelsvertretung ist eine staatliche Einrichtung und wird auf der Grundlage eines bilateralen Abkommens eingerichtet. Zu den Aufgaben der Repräsentanz gehören insbesondere: die Gewährleistung der Umsetzung der staatlichen Politik im Bereich des Außenhandels, die Entwicklung der Außenhandelsbeziehungen, die Ausweitung und Diversifizierung des Exports von Waren und Dienstleistungen, die Beteiligung an der Umsetzung des nationalen Projekts im Bereich der internationalen Zusammenarbeit und des Exports, die Unterstützung bei der Erhöhung des Anteils der Exporteure, bei denen es sich um kleine und mittlere Unternehmen handelt, die Integration der Unternehmen der DVR in die internationale Vernetzung. […]

Rekonstruktion bald abgeschlossen
Vsednr.ru: Die 330 kV-Hochspannungsleitung Charzysskaja – Južnaja, die die gleichnamigen großen Umspannwerke der DVR verbindet, die von der »Staatlichen Fernleitungsnetzgesellschaft« (›GMSK‹) betrieben werden, wird modernisiert. Nach Angaben des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft umfasst der Umbau den Bau von drei neuen Anker- und acht Betonzwischenmasten sowie den Austausch des Blitzschutzseils auf einem 2,5 km langen Abschnitt.

„Die Hochspannungsleitung Charzysskaja – Južnaja wurde 1966 gebaut, und einige ihrer Elemente müssen dringend ersetzt werden, da alle gesetzlichen Fristen für den Betrieb abgelaufen sind. Der unfallfreie Betrieb dieser Leitung ist für das stabile Funktionieren unseres gesamten Stromsystems äußerst wichtig. Erstens gewährleistet die Leitung auch die Stromübertragung weiter in die Russische Föderation, d.h. der zwischenstaatliche Transit ist gewährleistet. Die Ströme können sowohl in die eine Richtung als auch in die andere Richtung fließen. Und zweitens trägt sie dazu bei, die Zuverlässigkeit unserer Kraftwerke zu gewährleisten“, sagte der Direktor der Filiale 1 des Staatsunternehmens, Alexej Bjelewzow.
Bjelewzow wies darauf hin, dass der größte Teil der Ausrüstung von einheimischen Betrieben bezogen wurde.
Nach den genehmigten Plänen sollen die Arbeiten unter Berücksichtigung der kommenden Herbst-Winter-Spitzenlast bis Ende Oktober abgeschlossen sein.
Die GSMK betreibt Netze und Umspannwerke der 220 kV- und höherer Spannungsklassen, und ihr Dispatcherdienst sorgt für die operative Steuerung des gesamten Energiesystems der Republik einschließlich der Verbundsysteme mit den Nachbarländern.

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