Neuigkeiten aus Wirtschaft und öffentlichem Leben der Volksrepubliken des Donbass vom 21. bis 27.08.2021

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik

Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“


Dienstag:

Lehrerfortbildung
Dnronline.su: Am 24. August fanden im Rahmen des pädagogischen August-Workshops im Lyzeum 1 in Donezk Vorträge für Lehrer über die Geschichte unseres Heimatlandes statt. Nach Angaben eines Korrespondenten der offiziellen Website der DVR wurden heute zwei schwierige Themen behandelt: »Kinder und Krieg – ein Rückblick auf ein Jahrhundert Geschichte« und »Die Arbeiter des Donbass während der faschistischen Besatzung (1941-1943)«.
Nach Ansicht von Tat’jana Prichod’ko, Geschichts- und Sozialkundelehrerin, ist es heute sehr wichtig, die nationale Geschichte zu popularisieren.
„Zum Konzept des Geschichtsunterrichts in unserer Republik gehört vor allem die Aufgabe, der Geschichtsverfälschung entgegenzuwirken“, betonte sie.
Das Thema Kinder und Krieg wurde von Prichod’ko nicht zufällig gewählt: Die älteren Lehrer sind Kinder des
(Großen Vaterländischen – Anm. d. Übers.) Krieges und sie hat viel von ihnen gelernt.
„Es waren die Gespräche mit den Veteranen, persönliche Eindrücke. Alle Informationen wurden ‚weitervererbt‘. In dem Vortrag wurden historische Parallelen zwischen dem Großen Vaterländischen Krieg, dem Bürgerkrieg vor einem Jahrhundert und dem Krieg, den wir alle jetzt erleben, gezogen“, so die Lehrerin.
Während des Gesprächs sprach sie über das Waisenhaus in der Partisanenregion, die Kinder des Untergrunds, die große zivile Leistung der russischen Ärztin Jelisawjeta Glinka und vieles mehr. […]

Marina Muraw’jowa, Lehrerin für Geschichte und Sozialwissenschaften am Lyzeum 1, wählte für ihren Vortrag ein sehr anspruchsvolles Thema: »Die Arbeiter des Donbass während der faschistischen Besatzung (1941-1943)«. Ihrer Meinung nach ist es eher für Erwachsene gedacht, die die erhaltenen Informationen selbständig überdenken können.
„Dieses Thema berührt eine schwierige Phase im Leben eines Menschen, wenn der Feind in seiner Heimatstadt regiert. Ich begann mich dafür zu interessieren, als ich an der Fakultät für Geschichte der Donezker Nationaluniversität studierte. Es ist sehr wichtig, das menschliche Verhalten unter extremen Bedingungen und seine Fähigkeit, dem Angreifer zu widerstehen, zu untersuchen. In meinem Vortrag habe ich versucht, mich auf Fakten zu stützen. Es gibt keine Beschönigung, nur Fakten, die die Realität zeigen. All dies ist in den Dokumenten des Staatsarchivs der Donezker Volksrepublik festgehalten“, so die Geschichtslehrerin.

Wie ein Dorf, in dem es keine Geschäfte mehr gibt, mit Waren versorgt wird
Dan-news.info: In dem an der Frontlinie gelegenen Dorf Spartak im Norden von Donezk fand heute ein besonderer Markt statt. Angeboten wurden Lebensmittel zu reduzierten Preisen.
Seit 2015 gibt es in der Siedlung keine ständigen Verkaufsstellen mehr. Alle wurden durch das Feuer der ukrainischen Armee zerstört oder geschlossen. Auch heute noch ist der Lebensmittelmarkt die einzige Möglichkeit für die Einheimischen, notwendige Waren zu kaufen, ohne das Dorf in Richtung Stadt verlassen zu müssen.
Händler kommen jede Woche nach Spartak und bringen eine breite Palette von Produkten zu ermäßigten Preisen mit. Davon konnte sich die stellvertretende Vorsitzende des Volkssowjets, Ol’ga Makejewa, überzeugen, die den Markt besuchte und mit den Einheimischen sprach.
„Heute habe ich hier in Spartak Bulgurgrütze gefunden, die es auf dem „
Želèsnodoròžnyj“-Markt, wo ich normalerweise einkaufe, normalerweise nicht gibt. Hier gibt es sie, und das auch noch zu einem sehr günstigen Preis“, so Makejewa zu Journalisten. „Ich stelle fest, dass die Händler einen guten Ruf haben“.

(Osmanischer Reis, Langkorn- und Goldener Reis, Myrte)
Auf dem Markt wurden Backwaren, Fleisch- und Molkereiprodukte, Eier, Süßwaren, Sonnenblumenöl, Fisch, Gemüse, Obst und andere wichtige Waren präsentiert. Insgesamt gab es etwa zehn Lebensmittelstände.
Es ging auch nicht ohne Geschenke für die Einwohner ab. Ein Kaufmann schenkte seinen Kunden ein Bor
šč-Set mit Kohl, Kartoffeln, Zwiebeln und anderem. Die Beutel zu je etwa vier Kilogramm verteilte er an etwa 40 Personen. Die Politikerin verschenkte Schreibwaren für den Schulbeginn an die Kinder.

Spartak ist ein Vorort von Donezk, der aber verwaltungstechnisch zu Jassinowataja gehört. Er befindet sich in der Nähe des zerstörten Prokof’jev-Flughafens. Seit Beginn des Konflikts steht Spartak unter ständigem ukrainischen Beschuss. Bisher wurden etwa 100 Menschen getötet und mindestens 500 verwundet. Die Einwohnerzahl beträgt heute nicht mehr als hundert Personen.

Mittwoch:

Mehl für den Export
Dnronline.su: Am 24. August 2021 fand eine Sitzung der interministeriellen Kommission für die Festlegung und Verteilung von Quoten für die Ausfuhr von Weizenmehl aller Sorten in die Russische Föderation und andere Länder (außer der Ukraine). Dies teilte der Pressedienst des Ministeriums für Agrar- und Industriepolitik und Ernährung der DVR mit. Als Ergebnis wurde eine Quote von 5.000 Tonnen festgelegt. Die Registrierung von Anträgen für das Exportkontingent beginnt am 25. August 2021. […]

… mit Sparsamkeit allein nicht zu begegnen
Dan-news.info: Dònelèktroávtotrans, ein kommunales Unternehmen der Stadt Donezk, hat der Regierung einen Vorschlag zur Erhöhung der Fahrpreise für die elektrischen Verkehrsmittel der Hauptstadt vorgelegt. Dies erklärte der Direktor des Unternehmens, Jurij Atamanov, heute gegenüber Journalisten.
„Aus wirtschaftlicher Sicht ist es notwendig, die Fahrpreise zu erhöhen, weil alles teurer wird. Wir können das nicht ignorieren: Die Preise für Versorgungsleistungen, die das Unternehmen bezahlt, steigen, ebenso wie die Preise für Reifen und Ersatzteile- Und das alles müssen wir mit unseren Einnahmen einkaufen“, sagte Atamanov. „Ja, wir sollten auch betonen, dass wir 24 Kategorien von Begünstigten haben, die Freifahrt genießen. Wenn 30 Personen unterwegs sind und nur zehn von ihnen bezahlen, ist dem mit Sparsamkeit allein nicht zu begegnen.“

Im Gespräch mit dem DAN-Korrespondenten fügte Atamanov hinzu, dass der Kostendeckungsgrad heute bei 25 % liegt und die restlichen Kosten durch die Subventionen gedeckt werden. „Wir haben viele Vorschläge gemacht, aber es wird eine Entscheidung der Regierung sein, daher kann ich nicht darüber sprechen ob, um wie viel und wann die Fahrpreise erhöht werden“, so der Gesprächspartner der Agentur.
Zuvor wurde berichtet, dass der Personalbestand der Fahrer im elektrischen städtischen Nahverkehr in Donezk nur zu 39 % gedeckt ist. Aus diesem Grund kam es schon zu Unterbrechungen im Betrieb.

Kleine Industriegeschichte des Donbass 1721 – 2021
Vsednr.ru: Ehrlich gesagt, besteht die Geschichte des Donbass für mich und die meisten meiner Bekannten aus vier großen historischen Meilensteinen: das freie Feld, der Bau der John-Hughes-Fabriken, die Zeit der sowjetischen Industrialisierung und das moderne Leben selbst. Die Geschichte des Donezgebiets als Industrieregion des Russischen Reiches reicht jedoch bis in die Zeit von Peter dem Großen zurück, und der Kohleabbau in unserer Region führte zu einer landesweiten Erkundung.
DIE GESCHICHTE BEGANN MIT DEN SALZKOCHERN
Wenn man die Geschichte genau studiert, waren bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts russische Wächter, Vorläufer der Grenzschützer, entlang der Flüsse Sjéwerskij Donjèz und Don in der Nähe der Heiligen Berge unterwegs. Ihre erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1526. Schon damals verlief in unserer Region die südliche Grenze des russischen Zarenreichs. Das Interesse an den Mineralien der Donez-Region erwachte während der Herrschaft von Zar Micha
ïl Fjodorowič (dem ersten der Romanovs). Menschen aus verschiedenen Teilen des Landes kamen in die Gegend von Artemovsk (damals die Siedlungen Tor und Bachmut), um aus dem salzigen Wasser der örtlichen Seen Salz zu gewinnen. Der Zarendiener Pominko Kotel’nikov schrieb dem Herrscher über die Salinen: „Der Zar befahl, in der Nähe dieser Seen staatliche Kochhäuser und Befestigungen zu errichten, was der Staatskasse großen Gewinn bringen wird“. Im 17. Jahrhundert wurde die Gewinnung von Steinsalz für die Region Donezk äußerst profitabel. Im Jahr 1676 wurde an den Salzseen die erste Stadt des Donbass, Soljanoje (heute Slawjansk), gegründet. 1683, also vor 338 Jahren, wurde mit der Ausbeutung der Salzquellen am Fluss Bachmutka begonnen. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die ersten staatlichen Salinen gebaut: Bachmutsk und Torsk.
Im Jahr 1711 gab es in Bachmutsk bereits 1302 Haushalte. Die Stadt wurde zur stärksten Festung im südlichen Grenzgebiet. Unter ihrem Schutz gewannen die Menschen nach und nach die umliegenden natürlichen Ressourcen. Hauptmann Semjon
Čirkov befehligte das Bataillon, das die Festung Bachmut bewachte. Nikita Weprejskij war der Leiter der Saline Bachmut. Beide waren sich der Bedürfnisse der Salzkocher und der Werke sehr wohl bewusst. Für die Industrie wurde Brennstoff benötigt, in der Regel Brennholz. Aber es gab immer weniger Bäume in dem Gebiet. Aus Sorge um den Brennstoff für die Salzwerke von Torsk und Bachmutsk entnahmen Weprejskij und Čirkov zunächst Kohleproben an der 25 Werst von Bachmut entfernten Skelewatyj-Landscheide und am 50 Werst entfernten Fluss Bjelen’ka.
DEKRET PETERS DES GROSSEN ÜBER DIE ERZERKUNDUNG
Dieses erging im Jahr 1721. Es wurden Kohleproben entnommen und an das Berg-Collegium in St. Petersburg geschickt. Ihre Untersuchungen bewiesen die hohe Qualität der gefundenen Kohle. Ernsthafte Erkundungsarbeiten wurden auf dem Gebiet des heutigen Donbass ab 1721 begonnen. Der Beginn dieses grandiosen Prozesses ist eng mit dem Namen des russischen Geologen und Erzforschers Grigorij Kapustin verbunden (1983 wurde in Makejevka ein Denkmal für ihn errichtet). Im Herbst 1721 unternahm Kapustin im Auftrag des Berg-Collegiums seine erste Reise in die Region Donezk und fand Kohle, woraufhin auf Befehl Peters des Ersten im Dezember 1722 eine neue Expedition organisiert wurde. So begann der Staat mit der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen in unserer Region. Der erste Kohleabbau wurde von denselben N. Weprejskij und S.
Čirkov organisiert und im Jahr 1723 aufgenommen. […]
ANFÄNGE DER METALLURGIE
Vor 278 Jahren, im Jahr 1743, führte der Bjelgoroder Kaufmann Iwan Iwanowi
č Morosov an den Ufern des Sjéwerskij Donjèz und des Lugan‘ die Erkundung des Donez-Erzes durch und unternahm den ersten Versuch der Metallverhüttung im Süden Russlands. Die Erfahrung erwies sich als erfolgreich. Am 14. November 1795 erließ die Zarin Katharina die Große ein Dekret zur Gründung einer großen Eisengießerei. Es war die erste im Süden Russlands.
1869 erließ der russische Zar Alexander II. den allerhöchsten Befehl zur Gründung der
»Neurussischen Gesellschaft für Steinkohle-, Eisen- und Schienenproduktion« mit beschränkter Haftung. Später wurde sie in die Russisch-Belgische Gesellschaft umgewandelt, und der Engländer John Hughes wurde zum Begründer der Metallurgie im Donbass.
Parallel zur Entwicklung der Metallurgie und des Kohlebergbaus im Donezbecken wurde der Bau von Eisenbahnen aktiv vorangetrieben. Bis 1872 wurden Gleise bis zum Dorf Jelenovka verlegt. Die Bergleute von Alexandrinka begannen, das örtliche Eisenerz und später auch Kalkstein mit Fuhrwerken hierher zu bringen. Innerhalb von zehn Jahren wurde die Eisenbahn über Wolnowacha nach Mariupol gebaut.
Im Jahr 1873 wurde unter der Leitung von Pjotr Nikolajewi
č Gorlov das Bergwerk Korsun 1 gebaut. (das Bergwerk Kočegarka), das von der technischen Ausstattung und der Organisation her zu den besten im Donbass gehörte. 1888 kam der russische Chemiker Dmitrij Mendelejev nach Jusovka (heute Donezk – Anm. d. Übers.), um zu sehen, wie das Hüttenwerk und die Minen funktionierten.
Im Jahr 1898 wurde die Kokerei Donezk gegründet.
Neben der Erschließung von Erz- und Kohlereserven wurde auch die Erkundung von Salzvorkommen in der Donez-Region fortgesetzt. Im Jahr 1880 begründete der Geologe A.P. Karpinskij die Hypothese, dass sie riesig sind. Noch im selben Jahr wurde die
»Regierungsbohrung« nach dem Projekt des Bergbauingenieurs P.I. Iwanov niedergebracht. Sie zeigte, dass es im Boden bis zu neun Salzflöze gab. Der größte von ihnen hatte einen Durchmesser von knapp 40 Metern.
1899 wurde in Konstantinovka (60 km von Donezk entfernt) eine Glashütte gebaut.Im Jahr 1912 wurde im Bericht des Leiters der Bergbauverwaltung des südlichen Russland vermerkt, dass Ende des Jahres die Russisch-Belgische Gesellschaft in der Nähe des Dorfes Aleksandrinka mit der industriellen Gewinnung von Kalkstein für den Bedarf des Petrovskij-Werks begonnen hat. […]
WIE DER DONBASS ZUR UKRAINE KAM
Doch wurde die weitere industrielle Entwicklung des Gebiets durch den Ersten Weltkrieg, die Oktoberrevolution und den anschließenden Bürgerkrieg gestoppt. Erst im Jahr 1924 begann die Wiederherstellung der Industrie im Donbass. Die Jelenovskij-Steinbrüche wurden Teil des Trusts
Jugostal‘.
Am 30. Januar (12. Februar) 1918 wurde auf dem IV. Kongress der Oblastsowjets von Donezk und Kriwoj Rog die Gründung der Republik Donezk-Kriwoj Rog beschlossen, die eine autonome Republik der RSFSR werden sollte. Die Befürworter der Gründung der Republik stützten sich auf das Prinzip der territorialen und produktiven Gemeinschaft der Länder. Sie sollte aus den Oblasten Jekaterinoslav (Dnjepropjetrovsk), Charkov und einem Teil der Oblast Cherson, Teilen der Oblast Rostòv-na-Donú mit den Städten Rostov, Taganrog und Nowo
čerkassk bestehen. Wäre der Beschluss in Kraft geblieben, wer weiß, wie die Entwicklung der Region Donezk und ihrer Industrie verlaufen wäre. Aber die Geschichte kennt bekanntlich den Konjunktiv nicht und gibt keine Antworten auf die Frage „Was wäre wenn?
Durch ein Dekret Lenins wurden die gewohnten ethnischen und industriellen Bindungen zwischen der Region Donezk und dem Industriegebiet der Region Rostow aufgehoben. Der Donbass wurde ukrainisch. Aber in der Sowjetunion entwickelten sich Russland und die Ukraine als ein einheitliches System, und der Donbass fühlte sich nicht losgelöst von seiner gewohnten Umgebung. Mit der
Njesaležnost‘(Unabhängigkeit – Anm. d. Übers.) hat sich alles verändert. Zunächst auf personeller Ebene und seit den 2000er Jahren auf staatlicher Ebene wurde den Bewohnern des Donbass unverhohlen zu verstehen gegeben, dass sie nicht wie andere Ukrainer sind, und die Tatsache, dass man in der Region Donezk geboren ist und dort lebt, machte einen automatisch zum Feind. Immerhin wird hier Russisch gesprochen und das Andenken an die Vorfahren nicht so behandelt, wie es die neuen Machthaber vorschreiben. Die Geschichte der Entwicklung ist hier seit jeher eng mit Russland verbunden. Der Mythos ‚dort leben Banditen‘ wurde den Menschen in anderen Teilen der Ukraine mit Gewalt eingebläut.
Die Situation erreichte im Februar 2014 ihren Höhepunkt. Die Anstifter des Maidan haben versucht, Donezk und die Menschen in Donezk für alle Misserfolge der modernen Ukraine verantwortlich zu machen. Doch die Geschichte hat alles schnell wieder zurechtgerückt. In den letzten sieben Jahren ist das Leben in der Ukraine nicht besser, sondern nur schlechter geworden. Und da ukrainische Politiker nicht daran gewöhnt sind, die Fehler bei sich selbst zu suchen, schieben sie immer noch alles auf den Donbass. Erst waren wir schuldig an dem, was wir haben, und jetzt haben wir einen unabhängigen Entwicklungsweg gewählt.
Leonid Andrejev, Zeitung Naše Wremja‹ (»Unsere Zeit«)


Donnerstag:

Kunstmuseum
Dnronline.su: Heute feierte das Kunstmuseum Art-Donbàss in Donezk sein 10jähriges Bestehen mit der feierlichen Eröffnung einer großen Ausstellung Quìntessènz ÁRTa aus seinen Beständen und einer Gala-Veranstaltung. Wie ein Korrespondent der offiziellen Website der DVR berichtet, nahm das Museum an diesem Tag Geschenke und Auszeichnungen von Freunden aus unserer Republik und der Russischen Föderation entgegen.
Art-Donbàss ist ein wunderschönes Haus der Kunst, in dem die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft unserer kreativen Kinder leben. Es sind bereits zehn Jahre vergangen! In dieser scheinbar kurzen Zeit ist es dem Museum gelungen, nicht nur die Herzen seiner Landsleute, sondern auch die der Besucher der Republik zu gewinnen. Das ist wirklich wahr! Jedes Kind und jeder Erwachsene, der diese Mauern betritt, ist unweigerlich erstaunt und begeistert: von der Architektur, dem Licht, der Technik, der Raffinesse und Eleganz. Wir können mit Sicherheit sagen, dass das Kunstmuseum Art-Donbàss zu einem der beliebtesten kulturellen Freizeitorte der Bürger geworden ist. Hier kann man seine Seele baumeln lassen, Berühmtheiten aus Kultur und Kunst treffen und sich geistig bereichern“, sagte Ol’ga Makejewa, stellvertretende Vorsitzende des Volkssowjets der DVR.

Jekaterina Kaliničenko, Direktorin des Kunstmuseums: „Wir versuchen, jeden der Autoren, deren Werke sich bereits in unserem Museum befinden, sowie diejenigen, deren Werke wir noch suchen und auf die wir warten, so gut wie möglich zu zeigen und zu präsentieren“.
Für den Verdienten Künstler Russlands, den berühmten Bildhauer Roman Fa
šajan, kann die Bekanntschaft und Freundschaft mit Art-Donbàss als Liebe auf den ersten Blick bezeichnet werden. „Ich möchte allen an dieser Veranstaltung Beteiligten zum 10jährigen Jubiläum gratulieren und wünsche mir, dass zum 100jährigen Bestehen des Museums eine ähnliche Veranstaltung stattfindet“, betonte er.
Nikita Anikin, stellvertretender Direktor des Staatlichen Zentralmuseums für die jüngere Geschichte Russlands in Moskau, sagte, dass die Beziehungen seines Museums zu
Art-Donbàss schon mehrere Jahre anhalten.
„Unser Museum leistet seit 2017 vielfältige, auch methodische, Unterstützung für andere Museen in Donezk. Wir sind Partner und Freunde von
Art-Donbàss, deshalb konnten wir es nicht ablehnen, zum 10jährigen Jubiläum nach Donezk zu kommen. Das Wichtigste ist, dass unter den sehr schwierigen Bedingungen, unter denen die Menschen im Donbass derzeit leben, die Kultur nicht irgendwo an der Peripherie bleibt. Im Gegenteil, die Menschen beginnen, die Schönheit mehr und mehr zu schätzen. Es ist uns wichtig, dass sich unsere Kollegen in Donezk nicht im Stich gelassen fühlen. Deshalb versuchen wir immer, über gemeinsame Projekte nachzudenken. Art-Donbàss selbst hat einen hohen Standard. Hier arbeiten Fachleute: Das Ausstellungsprogramm und das gesamte Veranstaltungsprogramm gehören zu den modernsten und interessantesten, die ich je gesehen habe“, sagte er.
Die neue Ausstellung umfasst Werke aus der Sammlung des Museums, die den Zeitraum von 1950 bis 2021 abdecken, und ist für alle Kunstliebhaber von Interesse. Es werden mehr als 250 Werke verschiedener Genres gezeigt, von denen viele zum ersten Mal ausgestellt werden. Ihre Autoren sind sowohl die berühmtesten und verdientesten Künstler des Donbass als auch junge, aber hochqualifizierte Künstler aus Donezk. Die Besucher können auch die Werke russischer Künstler aus Moskau, Uljanowsk, Orenburg, Rjasan und anderen Städten bewundern. Diese Werke wurden gespendet! […]

Musikmuseum
Dontimes.ru: Für den 1. Oktober plant die Staatliche Philharmonie Donezk die Eröffnung eines eigenen Museums. Nach Angaben ihres Generaldirektors Alexandr Parezkij sind die Räumlichkeiten für die Ausstellungen bereits vorbereitet.
Er fügte hinzu, dass hierfür speziell der Internationale Tag der Musik gewählt wurde. […]
„Wir haben geplant, die Arbeit unseres Museums mit der Vernissage
»Fancy Classics« zu beginnen. Wir werden Fotografien von Komponisten der Vergangenheit in den Räumen der Philharmonie zeigen, aber auch Musikinstrumente, die nicht mehr von unseren Künstlern benutzt werden, sowie Literatur über die Institution und ihre Musiker.“
Alexandr wies darauf hin, dass es auch Ausstellungen geben wird, die berühmten Persönlichkeiten gewidmet sind, die in der Philharmonie gearbeitet haben: Grigorij Nawri
čewski, Gewinner internationaler Fotowettbewerbe und Preisträger der »Goldenen Feder des Donbass«, und der sowjetischen und russischen Popsängerin Tamara Mianssarowa, Volkskünstlerin Russlands und Trägerin des Ordens »Ruhm des Bergmanns«, und anderen.
Ein eigener Raum im Museum wird dem Gedenken an den gebürtigen Einwohner des Donbass Sergej Prokof’jev gewidmet sein.

Standard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s