Neuigkeiten aus Wirtschaft und öffentlichem Leben der Volksrepubliken des Donbass vom 14. bis 20.08.2021

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Sonnabend:

„Die Schlacht um die Ernte“
Dan-news.info: Die Erntekampagne auf den Feldern der DVR ist in vollem Gange. Von morgens bis abends sind Landwirte im Einsatz, um die Ernährungssicherheit des Landes im nächsten Jahr zu gewährleisten. Die wichtigste Voraussetzung ist gutes Wetter. Die Journalisten von DAN besuchten die Felder von Sarjà (Morgenrot) Ágro, einem der größten landwirtschaftlichen Betriebe der Republik, der als einer der ersten die „Schlacht um die Ernte“ gewonnen hat. Die beeindruckenden Silhouetten der Erntemaschinen schweben im heißen Dunst über den reichen Feldern. Von Zeit zu Zeit fahren Lastwagen heran, und das reife Gold der Felder ergießt sich aus den Trichtern in die Getreidetransporter. Getreide mag keine Eile, deshalb geschieht alles mit Bedacht und in aller Ruhe. Diejenigen, die auf dem Land arbeiten, mögen keine Aufregung, alles wird in aller Ruhe erledigt.

EINE ÄHRE IN MÄDCHENHÄNDEN
Marija Sur
žok, Absolventin der Landwirtschaftsakademie des Donbass, ist eine junge Frau aus dem Rayon Starobješewo, die für diesen komplexen und verantwortungsvollen Prozess verantwortlich ist. Sie gibt zu, dass es schwierig war, die Grundlagen der Landwirtschaft zu erlernen: Sie muss die Technik beherrschen, den Boden kennenlernen, neue Wissenschaften erlernen, Agrochemie und Pflanzenphysiologie. Sie ist seit zwei Jahren an der Spitze des Unternehmens. Sie sagt, dass das am Institut erworbene Wissen ihr bei ihrer Arbeit hilft, aber dass die Praxis einige Anpassungen erforderlich macht, denn „learning by doing“ geht schneller. Die junge Agronomin sagt, dass sie den gesamten Prozess während der Erntezeit überwachen muss. Zuvor musste das Getreide angebaut und gepflegt werden, bis die Ähren reif waren. „Ich bin für alle Felder im Rayon Starobješewo den Abteilungen nach zuständig. Eine Abteilung ist ungefähr 5.500 Hektar groß. Auf den Feldern ist es heiß, aber man bekommt schnell eine schöne, gleichmäßige Bräune, wie in den teuersten Modebadeorten“, lacht Marija.
ÜBER ERNTEANSICHTEN
Um eine gute Broternte einfahren zu können, braucht man als Berufseinsteiger zunächst einmal eine ordentliche finanzielle Absicherung, denn moderne Landwirtschaft ist ohne den Einsatz ausgefeilter Agrartechnik nicht möglich. Sie müssen großen Ehrgeiz und Durchhaltevermögen haben. Vieles hängt aber auch von den Wetterbedingungen ab.
„Im letzten Winter gab es zum Beispiel sehr strenge Fröste und der Herbst war trocken. Der Weizen ist also in der falschen Entwicklungsphase in den Winter gegangen. Und wir haben nicht mit einer so guten Ernte gerechnet. Jetzt ernten wir durchschnittlich 35 Zentner pro Hektar“, sagt Marija.
Auf den Feldern von
Sarjà Ágro sind acht Mähdrescher im Einsatz. Unter günstigen Bedingungen kann ein Mähdrescher im Durchschnitt bis zu 20 Hektar pro Tag ernten. „Getreide, eine Ähre – das ist für mich etwas Heimatliches, etwas, was mir nahe geht, etwas, wovon wir leben“, sagt die junge Agronomin.
DER DONNER EINER EXPLOSION ÜBER DEN FELDERN
Die Mittagssonne scheint und die Getreideähren scheinen von ihren Strahlen gesättigt zu sein. Die Erntemaschinen schleichen langsam über das Feld wie Kreuzfahrtschiffe auf dem Meer des golden schimmernden Weizens. Plötzlich bricht der Donner einer Explosion in diese friedliche Szene ein. Es ist eine Erinnerung daran, wie zerbrechlich, wie eine Fata Morgana im Mittagsdunst, diese ganze ländliche Idylle sein kann. Doch die Agronomin Marija sieht dem Kampfgetöse gelassen entgegen. „Es ist nichts, nur einzelne Ausbrüche in der Ferne. Die Grenze ist sehr nah“, zuckt das braungebrannte Mädchen mit den Schultern.
Sie erinnert sich an Erzählungen ihrer älteren Kollegen darüber, wie oft 2014-2015 von ukrainischer Seite über die bestellten Felder „etwas geflogen kam“.
„Ich habe damals noch nicht gearbeitet, aber ich habe die Geschichten von Leuten gehört, die damals auf den Getreidefeldern gearbeitet haben. Sie fuhren auf eigene Gefahr landwirtschaftliche Maschinen aus den beschossenen Gebieten über die Felder und versuchten, sie zu bergen. Hier kann man s
ich vor Geschossen nicht verstecken, das Gelände ist offen…“, sagt sie.

FRIEDLICHE RUSSISCHE MÄHDRESCHER
Der landwirtschaftliche Sektor der DVR hat das bewährte und effiziente System der zentralen MTS (Maschinen- und Traktorstationen) übernommen. Diese Stationen arbeiteten im Auftrag der sowjetischen Kolchosen und ernteten die Ernte auf deren Feldern. Auf diese Weise waren die teuren und komplexen Maschinen klar im Griff und konnten effizient gewartet und repariert werden. Auch das recht komplexe Problem der zentralen Versorgung mit Kraft- und Schmierstoffen war gelöst.
Das Staatliche Unternehmen
Sarjà Ágro verfügt über Mähdrescher der Marke »Vector« aus russischer Produktion. Das ist genau die Art von friedlicher Ausrüstung, die das Bruderland der Donezker Volksrepublik schickt.
„Als Mähdrescherfahrer arbeite ich erst seit eine
m Jahr nach meinem Abschluss an der Fachchschule in Amwrossijevka. Dort hatten wir noch die alten Don-Erntemaschinen aus sowjetischer Produktion. Verglichen mit dem modernen russischen »Vector« war es, als würde man aus einem ›Žiguli‹ (Sowj. Kleinwagen aus Togliatti an der Wolga – Anm. d. Übers.) in ein ausländisches Auto umsteigen!“, ruft Igor‘, ein Mähdrescherfahrer, aus. Der »Vector« ist mit moderner Elektronik ausgestattet ist, die alle Betriebsparameter überwacht. Außerdem hat er GPS, das die Positionsbestimmung jeder einzelnen Erntemaschine auf dem Feld ermöglicht.
Igo
r’s Kollege, Wiktor, ist bereits im fortgeschrittenen Alter. Er zeichnet sich durch sein gemächliches Tempo und seine Gründlichkeit aus. Gemeinsam mit ihm klettern wir die steile Leiter in die Kabine in fast zwei Meter Höhe. Die Aussicht von hier aus ist großartig. Wiktor fährt sein ‚Kreuzfahrtschiff‘ selbstsicher und spricht mit sanftem südrussischem Akzent und leiser Stimme über die Besonderheiten seiner Arbeit.
„Es ist keine harte Arbeit, aber sie erfordert Aufmerksamkeit. Die Arbeitsweise des Mähwerks hängt von den Gegebenheiten des Feldes ab. Meistens ist es flach, aber es gibt einige Löcher, und es ist wichtig, das Schneidwerk nicht zu beschädigen“, sagt der erfahrene Fahrer, der seit fünfzehn Jahren auf den Feldern arbeitet. Wenn alles normal läuft, ernten wir ohne Leerlauf 25-30 Hektar pro Tag“.
Von der Kabine aus kann man gut sehen, wie sich die reifen Ähren unter dem Mähdrescher biegen, von speziellen Messern geschnitten und von einer Schnecke aufgenommen und zum Dreschwerk weitertransportiert werden. Dort, tief in der Maschine, werden die Ähren gedroschen und die Körner gereinigt und zum Dreschwerk transportiert. Der Mähdrescher ist sogar mit einem Steinfänger ausgestattet, der verhindert, dass harte Partikel die komplexe Innenkonstruktion beschädigen.
IMMER UNTER EINHALTUNG DES BRANDSCHUTZES
Das beim Dreschen zerkleinerte Stroh bildet einen feinen Staub, der leicht entzündlich ist. Aus diesem Grund werden während der Erntezeit auf dem Feld die strengsten Brandschutzmaßnahmen eingehalten. „Wir haben zwei Feuerlöscher auf jedem Mähdrescher, einen neben der Kabine und einen neben dem Motor. Der Motor und die Aggregate werden regelmäßig durchgeblasen“, sagt Igor‘, der Mähdrescherfahrer. Das Rauchen bei der Weizenernte ist natürlich streng verboten. Außerdem ist neben den Mähdreschern ein leistungsstarker T-170-Radschlepper mit angehängtem Feuerlöschtank auf dem Feld im Einsatz. Alt, aus sowjetischer Produktion, aber wie alles, was in der UdSSR hergestellt wurde, stark und zuverlässig. „In dem Tank befinden sich 8000 Liter Wasser. Wenn es sein muss, wird ein Mähdrescher schon mal geflutet“, sagt der Traktorfahrer und freiwillige Feuerwehrmann Wiktor zuversichtlich und lacht dabei ein wenig. Er arbeitet schon 44 Jahre lang, zwei davon bei Sarjà Ágro.
EIN KORN AUF DER HANDFLÄCHE
Wenn Sie ein Weizenkorn mit einem Gewicht von nur 0,065 Gramm auf Ihrer Handfläche betrachten, verstehen Sie seinen wahren Wert. All diese riesigen Mechanismen – Mähdrescher und Lastwagen, das ganze Wissen von Agronomen und Technikern – werden eingesetzt, um das kleine Korn in der reifen Ähre zum Backen eines Laibs duftenden Brotes zu bringen. Und selbst der Beschuss durch die „Agrarsupermacht“, wie sich die Ukraine selbst bezeichnet, wird frischgebackene Agronominnen nicht dazu bringen, das Feld zu verlassen, bevor die Ernte beendet ist. In der Realität des Donbass bekommt der Ausdruck aus der Sowjetzeit „Die Schlacht um die Ernte“ leider eine viel tiefere Bedeutung. Dieser Kampf wird von denjenigen gewonnen, für die das Heimatland auch eine reife Ähre ist, die mit ihren eigenen Händen gezogen wurde.

Mittwoch:

Flieger-Ass
Dnronline.su: Heute jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag von Lidija Wladimirowna Litwjak, der sowjetischen Kampfpilotin und Heldin der Sowjetunion (18.08.1921 – 01.08.1943). Zu Ehren dieses Jahrestages und zum Gedenken an die legendäre Pilotin fand eine Gedenkstunde für Kadetten der »Donezker Höheren Allgemeinmilitärischen Offiziersschule« (DonWOKU‹) in Donezk statt. Außerdem wurde auf Initiative des Kulturministeriums der DVR und mit Unterstützung der Regierung der Donezker Volksrepublik und der Stadtverwaltung von Šachtjorsk eine Bronzebüste der Heldin im Dorf Dmitrovka auf der Grabstätte von Lidija Litwjak aufgestellt und enthüllt.
Einem Korrespondenten zufolge enthält die Ausstellung Informationen über Lidija Litwjak selbst und Abzüge ihrer Fotos von der Front. Zu sehen ist auch ein Modell des Kampfflugzeugs Yak-1B im Maßstab 1:48, mit dem die berühmte Pilotin flog und in dem sie starb. […]

Laut Nikolaj Stefan, Leiter der DVR-Veteranenorganisation, ist es sehr wichtig, solche Veranstaltungen durchzuführen. „In der Heldentat von Lidija Litwjak erkennen wir das Heldentum des sowjetischen Volkes im Großen Vaterländischen Krieg. In Donezk leben noch immer Soldaten, die an den Fronten des Großen Vaterländischen Krieges gekämpft und den Donbass von den deutschen Faschisten befreit haben. Leider gibt es nur noch fünf von ihnen. Aber sie sind da und geben ihre Erfahrungen noch immer an die jüngere Generation weiter. Das ist sehr wichtig und wertvoll für uns alle“, sagte er.
Zum Vergleich: Lidija Wladimirowna war Kommandeurin des 73. Stalingrader Jagdfliegerregiments, Gardeunterleutnant und Flieger-As, die erfolgreichste Pilotin des Großen Vaterländischen Krieges. Nach eigenen Angaben schoss sie zwölf feindliche Flugzeuge ab, vier weitere zusammen mit anderen. Lidija zerstörte auch den Ballon, der das Feuer der deutschen Artillerie korrigierte. Bei den Luftkämpfen wurde sie mehrfach verwundet. Vor ihrem Tod wurde die Pilotin mit dem
»Militärischen Rotbannerorden«, dem »Roten Stern« und der Medaille »Für die Verteidigung von Stalingrad« ausgezeichnet.
Lidija Litwjak wurde in Moskau geboren. Seit ihrem 14. Lebensjahr lernte sie im Aeroklub und machte ein Jahr später ihren ersten selbstständigen Flug. Lidija kam im September 1942 an die Front. Zunächst diente sie im Luftverteidigungssystem von Saratov, wo sie 55 Patrouillenflüge über der Stadt durchführte und Flugzeuge mit wertvoller militärischer Fracht eskortierte.
Am 13. September 1942 stieß sie bei ihrem zweiten Einsatzflug über Stalingrad auf feindliche Bomber. In einem Luftkampf, in dem die sowjetische Pilotin Mut und Ausdauer bewies, um den Sieg über den Feind zu erringen, schoss sie eine Junkers und eine Messerschmitt ab. Das war der Beginn ihrer Karriere.
Bei den Schlachten um Stalingrad ereignete sich das einzigartige Ereignis, von dem Veteranen dieser Schlachten immer wieder erzählten. In einem der Luftkämpfe wurde ein bekannter faschistischer Flieger, der mehr als 30 Flugzeuge abgeschossen hatte, abgeschossen. Als er von unseren Jägern gefangen genommen und zum Standort der sowjetischen Truppen gebracht wurde, verlangte der hochmütige faschistische Pilot, dass man ihm das russische Fliegerass zeige, das ihn abgeschossen hatte. Und als ein kleines, junges Mädchen mit Zöpfen den Raum betrat, konnte der Deutsche erst nicht glauben, was er sah, aber als Lidija Litwjak ihm alle Einzelheiten des Luftkampfes erzählte war der deutsche Pilot einfach am Boden zerstört. Nach diesem Kampf brachte sie eine weiße Lilie auf dem Rumpf ihrer Yak-1 an.
Die
»Weiße Lilie« zeichnete sich auch bei der Befreiung des Donbass aus. Im Mai 1943 eskortierte sie eine Flugzeuggruppe bei der Bombardierung des feindlichen Flugplatzes in Stalino (dem heutigen Donezk), griff die deutschen Jäger mutig an und schoss eine Messerschmitt ab.
Am 1. August 1943 flogen neun Yak-1 in Alarmbereitschaft, um unsere Bodentruppen bei Marinovka und Stepanovka zu decken. Lidija kämpfte damals mit den
»Messern« und griff eine Gruppe von 30 feindlichen Bombern an. Von dieser Mission kehrte der Unterleutnant nicht zurück.
Lidija Litwjak wurde 1943 vom Regimentskommando für den Titel eines
»Helden der Sowjetunion« vorgeschlagen, aber da ihr Werdegang nicht vollständig bekannt war, wurde sie nicht mit dem goldenen Stern ausgezeichnet, sondern erhielt posthum den Orden des (Großen) Vaterländischen Krieges ersten Grades.
Viele Jahre lang wurde auf Wunsch von Veteranen der 8. Luftarmee versucht, das Schicksal der tapferen Pilotin zu erforschen. Pfadfinder in den Oblasten Woroschilovgrad (Lugansk) und Donezk führten Suchaktionen durch. Zufällig wurden 1969 von den Jungen die sterblichen Überreste einer unbekannten sowjetischen Pilotin in der Nähe des Dorfes Ko
ževnja gefunden und anschließend in einem Massengrab im Dorf Dmitrovka bestattet. Erst 1979 wurde nach langen Untersuchungen festgestellt, dass es sich um die sterblichen Überreste von Lidija Litwjak handelt und 1990 wurde ihr dann doch der Titel »Held der Sowjetunion« verliehen.

Donnerstag:

Abgeordneter will Beitritt von DVR und LVR ansprechen
Dan-news.info: Die Frage des Beitritts von DVR und LVR zum russischen Geldkartensystem Mir‹ (»Welt« oder auch »Frieden«) könnte in der (russischen) Staatsduma aufgeworfen werden. Dies teilte heute der Abgeordnete und Mitglied des Ausschusses für GUS-Angelegenheiten, eurasische Integration und Beziehungen zu den Landsleuten, Artjom Turov, in einer Antwort auf Fragen der Teilnehmer des Jugendforums MORJE – LJES‹ (»Meer – Wald«) im Dorf Sjedowo im Süden der DVR mit.
„Dieses System wurde für Russland, für unsere Partner, Verbündeten und Freunde geschaffen“, sagte Turov. „Meine Kollegen und ich haben die Frage bereits in einem Fachausschuss gestellt; Transnistrien wurde bereits aufgenommen. Das gleiche System sollte auch für die Donezker und die Lugansker Volksrepublik gelten, damit wir mit ihnen in einem gemeinsamen Finanzraum arbeiten können.“
Der Politiker fügte hinzu, dass er beabsichtige, dieses Thema nach den bevorstehenden Wahlen zur Staatsduma im Ausschuss für GUS-Angelegenheiten, eurasische Integration und Beziehungen zu den Landsleuten anzusprechen.

(Alexandr Rumin/TASS)
Mir ist das nationale Zahlungssystem Russlands. Seit Dezember 2015 wurden mehr als 100 Millionen Mir-Karten ausgegeben. Sie werden auch in elf anderen Ländern akzeptiert: Türkei, Vietnam, Armenien, Belarus, Usbekistan, Kirgisistan, Tadschikistan, Kasachstan, Südossetien, Abchasien und Zypern.

Stadt ohne Gas
Vsednr.ru: Die Bauarbeiten für den Bau einer Gaspipeline in die Stadt Debal’zewo werden noch in diesem Jahr beginnen, so der Erste Stellvertretende Minister für Bauwesen und kommunale Wohnungswirtschaft, Wladimir Jaroševski.
„Neulich erteilte das Bauministerium der DVR dem Staatskonzern
Donbàssgasdie entsprechende Genehmigung. Vorbereitende Arbeiten sind bereits angelaufen.
Das Bauprojekt ist auf zwei Jahre angelegt. 2021 Jahr sollen etwa 6 Kilometer Hochdruckgasleitung verlegt werden“, so Wladimir Jaro
ševski. Dem Minister zufolge ist Debal’zewo bis heute eine Stadt ohne Gas.

Freitag:

„Fabriken werden wiederbelebt, Produkte werden versandt, Schulden werden zurückgezahlt“: Metallarbeiter aus dem Donbass sprechen von positiven Veränderungen im Sektor
Novorosinform.org (Natalja Salevskaja): Die Nachrichtenagentur Noworossija hat wiederholt über die schwierige Lage in einer Reihe von herausragenden metallurgischen Betrieben der Donezker Volksrepublik berichtet. Die schwierige Lage der Branche wird weitgehend auf die glücklose Verwaltung der Werke durch die nicht-börsennotierte Wnjèštorgsèrwis‹ (»Außenhandelsservice«) AG [WTS], die die Betreuung von 14 Unternehmen im Donbass übernommen hatte, zurückgeführt. Dabei handelt es sich um große Anlagen der chemischen und metallurgischen Industrie: die Kokerei Makejevka, das Hüttenwerk Makejevka, die Jassinovskij-Kokerei und andere.

(yakhz.donetsksteel.com/gallery)
Infolge der WTS-„Tätigkeit“ ging die Zahl der Beschäftigten in den Unternehmen katastrophal zurück, ein Teil der Hüttenwerke wurde eingemottet, die Produktion der noch in Betrieb befindlichen Werke, z. B. der Kokerei Makejevka, wurde reduziert, und die Lohnrückstände gegenüber Arbeitern und Angestellten wuchsen. Dieses deprimierende Bild eines faktischen Produktionsstopps führte zu Protesten der Bevölkerung.
Es dauerte nicht lange, bis ein neuer Investor auftauchte und sich die Situation in den DVR-Werken zum Besseren zu wenden begann. Die rückständigen Löhne wurden in Raten gezahlt, und einige Fabriken begannen mit der Produktion von Fertigwaren. Aber das Wichtigste ist, dass die Menschen zu der Überzeugung gelangt sind, dass die metallurgische Industrie im Donbass nicht tot ist, dass sie einen „zweiten Atem“ bekommen hat und dass die Anlagen mit voller Auslastung arbeiten werden, so wie sie es früher taten, als der Ruhm des Donbass, der Hochburg der Metallarbeiter und Bergleute, weit über die Region hinaus drang.
Korrespondenten der Nachrichtenagentur Noworossija besuchten eine Reihe von Betrieben im Land und erfuhren von den Arbeitern, wie die aktuelle Situation sich dort darstellt.
„In unserer Koksfabrik in Makejevka hat die Produktion wieder begonnen. Zunächst verbrachten wir einen Monat damit, die Werkstätten vorzubereiten und die Ausrüstung zu erneuern, dann erhielten wir die Rohstoffe und der Koks begann wieder zu fließen. Gott sei Dank normalisiert sich allmählich alles wieder“, sagte Gennadij S., langjähriger Mitarbeiter des Unternehmens.
Leider ist die Sitiuation noch nicht in allen Metallunternehmen im Donbass so ermutigend. Die Jassinovskij-Kokerei beispielsweise liegt immer noch still.
Zuvor hatten Beschäftigte des Werks erklärt, dass die Situation in der Jassinovskij-Kokerei sich in Bezug auf die Produktion verkompliziert hat. In der Anlage wurde das so genannte Gasgebläse, das ist eine Turbine, die für den weiteren Transport des Gases sorgt, abgeschaltet. Bevor es wieder in Betrieb genommen werden kann, muss es rekonstruiert werden, sonst besteht die Gefahr einer großen Havarie.
„Es braucht einen ganzen Zyklus, um es wieder in Gang zu setzen. Sonst könnte ein Funken zu einer Explosion führen. Die letzte Reparatur der Turbine liegt schon lange Zeit zurück… Jetzt warten die Arbeiter darauf, dass das Teil instandgesetzt wird, bevor sie die Anlage wieder in Betrieb nehmen“, erklärte eine Mitarbeiterin des Werks.
Die Frau fügte hinzu, dass Gelder für die Modernisierung der Produktion und die Inbetriebnahme der Anlage bewilligt seien, alles sei eine Frage der Zeit.
„Die Mitarbeiter des Werks sind sehr daran interessiert, das Werk wieder in Betrieb zu nehmen, und werden ihr Bestes tun, um dies zu erreichen. Sie wissen, dass es sich um ein herausragendes Unternehmen handelt, in dem die Hälfte unserer Einwohner arbeitet, und manchmal arbeiten dort ganze Dynastien. Wir sind sehr daran interessiert, dass das Werk so weiterläuft wie bisher“, sagte die Mitarbeiterin.
Die zweite wichtige Frage für das normale Funktionieren der Werke ist die Frage der Personalausstattung. Und diese Frage bleibt vorerst offen.
Während des vorübergehenden Stillstands der Anlagen verließen hochqualifizierte Arbeitskräfte die Unternehmen und gingen nach Russland, einige in die Ukraine.
Die Fabriken haben derzeit einen großen Bedarf an Personal. Ein Teil der Arbeitnehmer, die die Republik nicht verlassen haben und in unbezahlten Urlaub gegangen war, ist in die Unternehmen zurückgekehrt. Aber es gibt immer noch Mangel an Personal in den Anlagen der Republik. Es genügt zu sagen, dass es in der ältesten Kokerei von Makejevka 60 Schlosser geben sollte, aber nur 18 sind derzeit beschäftigt.
„Die Personalfrage ist sehr wichtig“, sagt Wiktor K., ein Mitarbeiter des Werks. Von der Belegschaft hängt alles ab. Jetzt arbeitet die Betriebsleitung an der Personalfrage. Das wird uns ständig erzählt. Obwohl es meiner Meinung nach nur eine Lösung gibt: Wenn die Löhne erhöht werden, wird es auch wieder Arbeitskräfte geben. Versuchen Sie mal, für 15.000 Rubel Leute für die Arbeit im Feuer zu finden“.
Die Arbeitnehmer vergleichen diesen Durchschnittssatz mit den beträchtlichen Löhnen in den öffentlichen Einrichtungen der Republik: in Wohnungs-, Versorgungsunternehmen, in Schulen und Krankenhäusern. […]
Auf die Frage, wie viele Arbeitskräfte in der Metallindustrie fehlen, geben die Arbeitnehmer an, dass es immer noch 30-40 % seien.
„Die alten Arbeiter sind zurückgekommen. Diejenigen, die nicht weit nach Russland gezogen sind, sind gekommen. Das ist auch verständlich… Wenn (unsere) Fabriken wieder anfangen zu arbeiten, wird niemand mehr irgendwo hingehen. Und in Russland haben viele Menschen nicht erhalten, was ihnen versprochen wurde. Einige unserer Arbeiter, die zurückkamen, erzählten uns, dass sie statt der versprochenen 100.000 Rubel nur 60.000 erhielten. Und sie arbeiteten nicht acht Stunden wie die Einheimischen, sondern 12-14 Stunden. Wenn sich die Lage hier wieder normalisiert, werden die Menschen auch wieder hier arbeiten“, sagen die Arbeiter voraus.
Gegenwärtig werden die seit zwei Jahren aufgelaufenen Lohnrückstände in den metallurgischen Betrieben der DVR beglichen.
Gennadiij K. sagte, dass in der Kokerei Makejevka noch etwa 56 % der gesamten Rückstände ausstehen.
„Das macht Hoffnung. Man geht mit einem ganz anderen Gefühl zur Arbeit. Es wird deutlich, dass deine Arbeit gebraucht wird, dass man dich respektiert. Das ist sehr wichtig für den Menschen“, sagt der Arbeiter.
Aber die WTS-Gesellschaft, deren Management sich zuvor bemüht hat, die Unternehmen praktisch zu ruinieren, ist nicht verschwunden. Den Arbeitnehmern zufolge haben sie das WTS-Logo beibehalten, weil alle Dokumente speziell für dieses Unternehmen ausgestellt wurden. Nur der Investor ist ein neuer.
„Wir wissen nur, dass er aus Russland, aus Woronesch, stammt; im Prinzip ist es egal, woher. Das Wichtigste ist, dass sich die Fabriken erholen, dass die Produkte ausgeliefert werden und dass die Schulden zurückgezahlt werden“, so die Metallarbeiter.
Sie führen die Wiederbelebung der metallurgischen Unternehmen im Donbass auf den Anstieg der Nachfrage zurück.
„Im Fernsehen wird gezeigt, dass sich der Weltmarktpreis für Metalle verdoppelt hat. Und natürlich war es da notwendig, die Metallurgie des Donbass zu entwickeln“, sagt Wiktor S., ein altgedienter Mitarbeiter der Kokerei Makejevka.
Er ist überzeugt, dass der Donbass mit der Entwicklung der Metallurgie seinen Status als größte Stahlregion der Welt wiedererlangen wird. Hoffen wir, dass die Prognosen und Hoffnungen der Metallurgen in dieser Hinsicht in Erfüllung gehen. Zumindest der Anfang ist gemacht.

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