Neuigkeiten aus Wirtschaft und öffentlichem Leben der Volksrepubliken des Donbass vom 31.07. bis 06.08.2021

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Sonnabend:

Integration schreitet voran
Vsednr.ru: Staatspräsident Pušilin überreichte den Rektoren von vier führenden höheren Lehranstalten der Republik die Urkunden der Russischen Föderation über die staatliche Anerkennung für eine Reihe von akademischen Bereichen und Fachgebieten. Die Zeremonie fand im Gebäude des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft statt. […]
Der Staatschef des Landes überreichte den Rektoren der Nationalen Akademie für Bauwesen und Architektur des Donbass, der Donezker Nationalen Universität für Wirtschaft und Handel
Tugan-Baranovskij‹ (Ökonom, 1865 – 1919), der Nationalen Technischen Universität Donezk und das Institut für Fremdsprachen in Gorlovka die Akkreditierungsurkunden. Letzterem wurde zum ersten Mal die Einhaltung der russischen Normen bestätigt und es erhielt die russische Dokumente zu den Ausbildungsbereichen Linguistik und Literaturwissenschaft.

„Wir haben seit Mai letzten Jahres Unterlagen vorbereitet, da es so viele Anforderungen gab. Um die staatlichen Standards der Russischen Föderation zu erfüllen, haben sich unsere Lehrer fortgebildet. Für uns ist es eine Frage des Prinzips, dass wir gerade für diesen Bereich akkreditiert wurden“, sagte Swjetlana Kočetowa, Rektorin des Fremdspracheninstituts.
Ihr zufolge ist steht jetzt die Akkreditierung in den verbleibenden Studiengängen Psychologie und Geschichte auf der Agenda.
Die Nationale Medizinische Universität
›Maxim Gor’kij in Donezk war die erste in der Geschichte der DVR, die in Russland akkreditiert wurde. Dies geschah im Herbst 2018. Seitdem haben sich alle führenden Hochschulen und Colleges dem Prozess angeschlossen.

Sonntag:

Tag des Eisenbahners in der DVR am ersten Sonntag im August
Dan-news.info: Denis Pu
šilin hat den aktiven Mitarbeitern und Veteranen des Eisenbahnverkehrs heute zum Feiertag ihres Berufsstandes gratuliert. Der Text der Glückwünsche wurde auf der offiziellen Website des Staatsoberhauptes veröffentlicht.
„Dieses Gebiet ist nicht nur wichtig, es ist sogar die Schlüsselinfrastruktur des industriellen Sektors der Wirtschaft des Donbass. Das ist historisch bedingt. Die ersten Produkte der Hüttenwerke seit ihrer Gründung waren Schienen. Dank der Schaffung eines ausgedehnten Eisenbahnnetzes wurde unsere Region zu Recht als das industrielle Herz Russlands bezeichnet“, heißt es in der Glückwunschbotschaft.
Pu
šilin wies darauf hin, dass die Eisenbahninfrastruktur der DVR mit am stärksten durch Krieg, Blockade, Unterbrechung der Handelsbeziehungen und andere Faktoren gelitten hat. Ihm zufolge ist die Überwindung der Krise in der Branche eine der vorrangigen Aufgaben des Staates“. „Ich bin zuversichtlich, dass wir dies mit der Umsetzung des Plans zur Entwicklung des industriellen Potenzials der Republik definitiv erreichen werden“, fügte der DVR-Chef hinzu. Er wünschte den Eisenbahnern Gesundheit und Frieden.

Wohin ist das Kapustin-Denkmal verschwunden?
Vsednr.ru: Die ganze Woche über diskutierten Bürger von Makejevka über das unerwartete Verschwinden des Denkmals für Grigorij Kapustin, den Bergmann, der als Entdecker der Kohlevorkommen im Donbas bekannt ist. Vor dem Gebäude der Kinder- und Jugendsportschule 1 von Makejevka in der Plechanovstraße gähnt jetzt eine Leere.
Wie sich herausstellte, beschloss die Verwaltung von Makejevka, das Denkmal an seinen historischen Platz zurückzubringen – auf den
Topoljòk-Platz in der Nähe der St. Georgs-Kathedrale. Vor der Aufstellung des Denkmals wurde bis heute an der Vervollständigung des Platzes gearbeitet.
Der Bürgermeister von Makejevka, Sergej Golo
ščapov, berichtete über die Motive und Voraussetzungen für die Rückkehr des Denkmals an seinen historischen Standort:
In diesem Jahr bereitet sich die Republik darauf vor, den 300. Jahrestag des Beginns des Kohleabbaus im Donbass zu feiern. Es ist Kapustins Name, der mit dem Beginn dieses enormen Prozesses in Verbindung gebracht wird. Dieser Mann entdeckte 1721 das erste Vorkommen des „schwarzen Goldes“ in unserer Region.
„Wir sind schon oft auf dieses Thema angesprochen worden“, sagte Golo
ščapov. „Ähnliche Initiativen wurden von Natal’ja Černoïwan, Sekretärin der Gesellschaftlichen Kammer der Donezker Volksrepublik, Aktivisten der Veteranenorganisation der Stadt Makejevka, der Rayonsgewerkschaftsorganisation, der Gewerkschaft der Arbeiter der Kohleindustrie der DVR, der Invalidenvereinigung Nika Pljus und von Einwohnern der Stadt eingebracht. Alle betonten: Das Denkmal für Grigorij Kapustin befindet sich an einem Ort, der seinen Verdiensten nicht gerecht wird. […] In der Tat verdankt unsere gesamte Region diesem Mann ihre Existenz. Deshalb wollten die Menschen, denen die Geschichte ihrer Heimat nicht gleichgültig ist, dass das Denkmal an einen würdigen Ort versetzt wird. […]

Grigorij Kapustin wurde im Dorf Danilovskij in der Nähe der Stadt Kine
šma (Oblast Iwanowo – RU) geboren. Während er die Aufgaben eines Amstsgehilfen erfüllte, war er gleichzeitig mit der Suche nach Erzen und Mineralien in der Nähe seines Heimatdorfes beschäftigt. Nachdem er erfahren hatte, dass es in St. Petersburg ein Team von Prospekteuren unter der Leitung von Wassilij Lodygin gab, wandte sich Kapustin an den Leiter des Teams mit der Bitte, ihn in das Team aufzunehmen.
Im Herbst 1721 unternahm Grigorij Kapustin seine erste Reise in die Region Donezk, wo er im Auftrag des vom russischen Zaren Peter I. gegründeten Bergkollegiums Kohleproben entnahm. Nachdem Lodygin dem Bergkollegium mitgeteilt hatte, dass Kapustin am Don Kohle entdeckt hatte, ordnete Peter I. eine neue Expedition und die Förderung weiterer Kohle an, um diese zu untersuchen. Am 27. Dezember 1722 reiste Kapustin zum zweiten Mal an den Don.
Peter I. bezog ausländische Experten in die Studie ein, die Zweifel an der Qualität der Kohle äußerten, aber Grigorij Kapustin argumentierte, verteidigte seine Forschung und bestand darauf, dass die Schlussfolgerungen seiner ausländischen Kollegen revidiert wurden.
Grigorij Kapustin konnte seine Arbeit aufgrund des Todes von Peter I. nicht fortsetzen. Die Kohleförderung im Donbass für fast zwei Jahrzehnte eingestellt. Kapustins Expeditionen haben jedoch einen großen Beitrag zur Erforschung der natürlichen Ressourcen in unserer Region geleistet. Mit ihnen beginnt die Chronik der organisierten Erforschung der Kohlelagerstätten.
Persönliche Briefe Kapustins, seine Berichte, Petitionen zeigen, wie leidenschaftlich und zielstrebig der begabte Autodidakt gegen alle Erscheinungsformen der Bürokratie kämpfte, wie er seine Sache verteidigte, getragen von dem großen Ziel, den natürlichen Reichtum seines Landes zu vermehren.
Nach Materialien der Zeitung Makéjevskij Rabočij DNR


Donnerstag:

Umstellung auf russische Normen im Bauwesen
Dnronline.su: Die Umstellung auf die russischen Normen und Anforderungen im Bausektor kann innerhalb eines Jahres erfolgen. Dies gab der Minister Bauwesen und kommunale Wohnungswirtschaft der DVR, Sergej Naumjez, heute bekannt.
„Die Standards sowohl der Russischen Föderation als auch der Donezker Volksrepublik wurden bereits in der Sowjetunion entwickelt. Es gibt keine großen Unterschiede. Die Übergangszeit wird etwa ein Jahr dauern und hängt vom jeweiligen Genehmigungssystem ab. Wir werden darauf bestehen, dass unseren Bauunternehmen keine zusätzlichen Kosten entstehen“, so Naumjez.

Geschützte Flächen sollen zunehmen
Dontimes.ru: Die DVR will die Fläche geschützter Naturgebiete um etwa 1500 Hektar vergrößern, von 3,5 % auf 5 % der Gesamtfläche des Staates, sagte Roman Kiškan‘, Vorsitzender des Staatlichen Komitees für Umweltpolitik und natürliche Ressourcen beim Staatsoberhaupt der DVR.
Für 2021 ist die Eintragung mehrerer neuer Stätten geplant, darunter das Naturdenkmal
Góra Sokolicha‹ (»Berg des Falkenweibchens«) mit einem alten Weißbuchenwald. Die Ökologen wollen den Landschaftspark (RLP) Sújevskij um das Gebiet um den Ol’chovskyj-Stausee und den RLP Donjezkij Krjaž‹ um das Gebiet des Dorfes Dmitrovka bei Šachtjorsk erweitern, in dem auch Schneeglöckchen wachsen.
Nach Angaben von Ki
škan‘ sind zwei neue Standorte im Rayon Amwrossijevka – Bàlka Širókaja‹ (»Breite Schlucht«) und Bàlka Kasjònnaja jetzt schon fertig. An beiden Orten wurden steinerne Faustkeile der Urmenschen gefunden.
Im Jahr 2020 kamen zu fünf Gebieten rund 700 Hektar hinzu, die größtenteils zum
»Kalksteinresevat Amwrossijevka« gehörten.

DVR entwickelt Raumplanungsschema
Dontimes.ru: Am 4. August fand in der DonNASA Donezker Akademie für Bauwesen und Architektur«Anm. d. Übers.) eine Sitzung zur Entwicklung eines territorialen Planungsschemas für die DVR statt. Fachleute aus Ministerien und anderen Behörden erörterten die Ergebnisse der Erhebung der Basisdaten.
Nach Minister für Bauwesen und kommunale Wohnungswirtschaft, Sergej Naumjez, soll das Schema zur einer Orientierungshilfe für die Führung der Republik werden.
„Das strategische Ziel, das hinter der Ausarbeitung des Dokuments steht, ist die Schaffung und Erhaltung eines günstigen Lebensumfelds und die Gewährleistung einer nachhaltigen sozioökonomischen Entwicklung der Republik“, so der Plan, der eine neue Vision für die Entwicklung unseres Territoriums, eine Analyse der Industrie, der natürlichen Ressourcen, der wirtschaftlichen, demografischen und sozialen Faktoren darstellt. […]

Bauministerium kündigt Projekt für schnellen Bau von Eigenheimen an
Dan-news.info: „Das Projekt soll noch in diesem Jahr starten“, erklärte der Minister für Bauwesen und kommunale Wohnungswirtschaft der Republik, Sergej Naumjez, heute gegenüber der Presse. Er fügte hinzu, dass der Bau eines solchen Hauses bis zu drei Monate dauern würde. Naumjez wies auch darauf hin, dass heute eine Vereinbarung mit der Leitung der Nationalen Akademie für Bauwesen und Architektur im Donbass über die Einbeziehung von Studenten in den Bau solcher Häuser im September/Oktober dieses Jahres getroffen wurde.

Weitere Einzelheiten nannte der Minister nicht. Das Wesen dieser Technologie ist die Installation von Außen- und Innenwänden auf einem fertigen Rahmen aus Holz oder Metall ist. Dank dieser Konstruktion kann der Bau bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit stattfinden. Diese Bauweise ist in den USA, Kanada, Deutschland, Japan und den skandinavischen Ländern weit verbreitet.

Freitag:

Bürgermeister auf Inspektion
Dnronline.su: Heute, am 6. August, besuchte Alexej Kulemsin, Leiter der Stadtverwaltung von Donezk, drei soziale Einrichtungen, die wieder aufgebaut werden.
Im Kindergarten des kombinierten Typs 260 des Gebiets Kalininsky sind die Reparaturarbeiten bereits abgeschlossen. Das alte Dach wurde demontiert und ein neues Membrandach wurde installiert. Dabei handelt es sich um eine relativ neue Art der Bedachung, die sich von den traditionellen Bedachungen durch Feuerbeständigkeit, gute Wärme- und Wasserisolierung und hohe Widerstandsfähigkeit gegen äußere Umwelteinflüsse unterscheidet.
Im Woro
šílovskij-Bezirk der Stadt ist die Renovierung des separaten Speise- und Wäschereigebäudes des kombinierten Kindergartens 144 in vollem Gange. Die Arbeiten des Auftragnehmers werden streng überwacht und verlaufen nach dem im Vertrag festgelegten Zeitplan. Bis heute ist bereits mehr als ein Drittel des Umfangs abgeschlossen. […]
Im Kiewskij-Bezirk besuchte Alexej Kulemsin das Haus Nummer 10 in der Listoproka
čikov-Straße, das wiederholt von den ukrainischen Streitkräften beschossen wurde. Drei Wohnungen waren dort direkt von Granaten getroffen worden. […]
„Die Qualität der Arbeit an allen drei Standorten steht außer Zweifel. Außerdem haben die Auftragnehmer Gewährleistungspflichten. Wir gehen davon aus, dass wir die Arbeiten abschließen und im nächsten Jahr mit dem Wiederaufbau neuer Anlagen beginnen werden“, kommentierte Kulemsin die Ergebnisse der Inspektion.

Zurück aus Russland
Sovminlnr.ru: Das
staatliche Unternehmen »Lugansker Eisenbahn« (LŽD) hat zwei Rangierlokomotiven zurückerhalten, die in Russland generalrepariert wurden. Direktor Nikolaj Babojdo erklärte, die reparierten Diesellokomotiven seien am Zollposten Lugansk eingetroffen.

„Im Rahmen des Regierungsprogramms der LVR zur Wiederherstellung und Modernisierung des Eisenbahntransports wurden zwei Diesellokomotiven der Baureihe ČME3 nach Russland geschickt und sind heute zurückgekehrt. Derzeit sind bereits sechs Lokomotiven dieser Baureihe in Russland überholt worden, und zwei Lokomotiven befinden sich noch dort“, sagte er. Nach Angaben des Unternehmens ist geplant, in den nächsten Monaten zwei weitere solche Lokomotiven zur Ausbesserung nach Russland zu schicken.

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