Neuigkeiten aus Wirtschaft und öffentlichem Leben der Volksrepubliken des Donbass vom 17. bis 23.07.2021

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Montag:

Edelsteine
Dan-news.info: Die DVR-Regierung hat die Staatliche Körperschaft (GK) ALMAS gegründet, um die Umsetzung der Politik im Sektor der Verteidigungsindustrie sicherzustellen. Der Erlass 203 von Staatspräsident Pušilin wurde auf seiner offiziellen Website veröffentlicht.
Das Dekret besagt, dass das Unternehmen die Entwicklung, die Produktion und den Export von militärischen, zivilen und sogenannten Dual-Purpose-Produkten entwickeln, produzieren und fördern wird.
ALMAS wird sich auch an sozialen und anderen Projekten von öffentlichem Interesse im Interesse des Staates und der Allgemeinheit beteiligen.
Die neue
Körperschaft wird eine Reihe von Unternehmen, darunter auch das Topas-Werk, in ihre Struktur aufnehmen. Dies geht aus einem Dekret auf der offiziellen Website des Staatsoberhauptes Denis Pušilin hervor. […]
Laut dem Dokument umfasst die Struktur von
ALMAS daneben das »Staatliche Werk für chemische Produkte in Donezk«, das Unternehmen »Staatliches Projektinstitut Makejevka«, das Staatliche Unternehmen »Wissenschaftliches Forschungsinstitut für komplexe Automatisierung« und das Staatliche Unternehmen »Wissenschaftliches Forschungsinstitut für Kunststoffe«.
Das
Topas-Werk wurde am 10. Oktober 1974 in Donezk gegründet. Die Aufgabe des Unternehmens ist die Entwicklung und Produktion von anspruchsvollen funktechnischen Systemen und Komplexen, darunter solche für die weitreichende funktechnische Aufklärung und Frühwarnung, Flugabwehrsysteme, einschließlich der funktechnischen Aufklärungsstationen Kol‘čuga. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen mit Partnern aus der Russischen Föderation, der VR China, Lettland, Deutschland, Malaysia, Äthiopien, Turkmenistan und der Türkei zusammengearbeitet.

Dienstag:

Stirol‹ macht wieder von sich reden
dontimes.ru: Das Stirol-Werk wird den Landwirten helfen, die Probleme mit der Bewässerung zu lösen. Zu diesem Zweck wurde beschlossen, bis Anfang September zwei Werksabteilungen des Unternehmens wieder in Betrieb zu nehmen: „Eine Werkstatt für die Herstellung von Polymerprodukten und eine für die von Lackfarben“, sagte der Minister für Industrie und Handel, Wladimir Ruščak. Er fügte hinzu, dass Stirol Waren produzieren kann, die die Landwirte sonst im Ausland kaufen müssten. Insbesondere wurde die Herstellung von Tropfband für die Bewässerung besprochen. Die Produzenten hatten sich über die hohen Preis für dieses beklagt. So wies der Staatspräsident das Finanzministerium an, den Importzoll auf dieses Produkt vorübergehend aufzuheben und ordnete an, Stirol für die Produktion vorzubereiten.

Gedenkstätte ersteht neu
Dontimes.ru: Bis Ende Juli 2021 soll ein Konzept für die Rekonstruktion der Gedenkstätte
Saur-Mogila entwickelt werden. Es basiert auf einem Entwurf des Makejevkaer Architekten Alexandr Awdijenko. Es ist geplant, eine neue Stele zu bauen, die zentrale Allee, drei Hochreliefs zu rekonstruieren, neue Pylone mit in Granitplatten gemeißelten Familiennamen zu errichten und auch das untere Plateau mit den Gräbern wieder herzustellen, das Territorium zu begrünen und ein Touristenzentrum einzurichten.

Zu Füßen der Soldatenfigur wird ein ewiges Feuer entstehen, dessen Flamme bei Dunkelheit auch aus großer Entfernung sichtbar sein wird. Auf dem unteren Plateau werden etwa 600 Namen von Gefallenen des Großen Vaterländischen Krieges hinzugefügt, die über die Jahre Jahre seit Kriegsende ermittelt werden konnten. Die Restaurierung des Komplexes wird im Jahr 2022 beginnen und 52 Mio. Rubel kosten. Die gesamte Projektdokumentation soll noch in diesem Jahr erstellt werden.

Subventionen für die Landwirtschaft
Dan-news.info: Das Ministerium für Landwirtschaftspolitik hat das erste Subventionsprogramm der DVR für landwirtschaftliche Erzeuger ausgearbeitet.
Es soll 2022 eingeführt werden und ist auf drei Jahre ausgelegt. Dies teilte heute Minister Artjom Kramarenko der Agentur mit.

„[…] Es konzentriert sich vor allem auf Subventionen in Schlüsselbereichen, die wir identifiziert haben. Dies sind die Entwicklung der Viehzucht, der Saatgutproduktion, der Milchwirtschaft, des Gemüseanbaus, der Meliorisation und der Modernisierung der Technik“, sagte Kramarenko. […] Mit den Geldern werden zum Beispiel Saatgut und Zuchttiere gekauft.

Pušilin bei den Landwirten
Dnronline.su: Heute hielt der Staatschef der Donezker Volksrepublik, Denis Pu
šilin, ein Arbeitstreffen mit landwirtschaftlichen Produzenten im Rayon Amwrosijevka ab. Laut einem Korrespondenten der offiziellen Website der DVR wurden während der Veranstaltung aktuelle Probleme und Fragen der Entwicklung des Gemüseanbaus diskutiert.
„Es ist so, dass die effizienteste Arbeit geschieht, wenn wir Informationen von Menschen vom Lande bekommen, im wahrsten Sinne des Wortes. Denn bei solchen Treffen ist es möglich, bestimmte Entscheidungen zu erarbeiten, die aktuell und kurzfristig wichtig sind und Ergebnisse bringen.
Ich kann Ihnen direkt und ehrlich sagen, dass es in unserer Republik keinen Mangel an Bürokratie gibt. Aber wir haben kein Recht, die Lösung von Problemen hinauszuzögern“, sagte Pu
šilin.
Laut dem Staatschef geht es darum, den Anteil der importierten Agrarprodukte zu reduzieren. „Lokalen Produzenten sollte Vorrang eingeräumt werden. Wir müssen ein Maßnahmenpaket schnüren, das den örtlichen Produzenten hilft, nicht nur zu existieren, sondern auch, sich zu entwickeln“, sagte Pu
šilin.
An dem Treffen mit den Landwirten nahmen auch der Minister für Steuern und Abgaben, Jewgenij Lawrenov, der Minister für Agrarpolitik und Ernährung, Artem Kramarenko, der Minister für Arbeit und Sozialpolitik, Wladislav Morosov und der Minister für Industrie und Handel, Wladimir Ru
ščak, teil.
Im Rahmen eines offenen Dialogs zwischen Vertretern der Landwirtschaft und der Behörden wurden Fragen der Preisgestaltung von Groß- und Einzelhandelsketten, der Einstellung von Saisonarbeitern, des Verkaufs von angebauten Produkten usw. diskutiert. Der Präsident gab den zuständigen Ministerien in einer Reihe von Bereichen entsprechende Anweisungen.
So wurde der Minister für Steuern und Abgaben angewiesen, bis zum 15. August die Frage der Abschaffung des Importzolls auf eine Reihe von Geräten für landwirtschaftliche Produzenten, insbesondere auf Tropfbänder, zu bearbeiten. Und der Minister für Industrie und Handel wurde angewiesen, Maßnahmen zu ergreifen, um Tropfband bei inländischen Industrieunternehmen zu bestellen.
Es wurde der Vorschlag gemacht, an verschiedenen Orten der Republik Märkte zu veranstalten, auf denen man Waren zu Erzeugerpreisen kaufen kann, um die Preise für pflanzliche Produkte im Groß- und Einzelhandel zu senken. Eine entsprechende Anweisung wurde den Ministern für Industrie und Handel sowie für Agrarindustriepolitik und Ernährung erteilt.
Ein Vorschlag zum Bau eines Gemüselagers im Rayon Amwrosijevka war ein separates Thema, das von der Regierung aufgegriffen wurde.

Donnerstag:

Opolčenočka‹ (»Die Volksmilizionärin«)
Dontimes.ru: Am 21. Juli zeigte
»Kinokult« eine aktualisierte Version des Spielfilms Opolčenočka, der sich den aktuellen Ereignissen des bewaffneten Konflikts im Donbas widmet. Der Film basiert auf realen Ereignissen und wurde im Lugafilm-Studio gedreht. Die Vorführung wurde von der Bürgerbewegung Donjèzkaja Respúblika organisiert.
„Die Idee zu dem Film entstand im Jahr 2015. Der ganze Film ist eine wahre Geschichte. Die Geschichte des Kosaken-Atamanen Pawel Dremov und einer weiblichen Panzerbesatzung aus dem 11. Regiment. Viele Szenen des Films wurden an denselben Orten gedreht, an denen die Schlachten von 2014 stattfanden. Wir versuchen jetzt, den Film in Russland zu promoten. Wir haben eine Vereinbarung mit
Ròssotrúdničestwo‹ (»Russische Zusammenarbeit«) unterzeichnet, unseren Film in 80 Ländern zu zeigen und ihn in sechs Sprachen zu übersetzen“, sagte Roman Rasum, einer der Schöpfer des Films.

Der Film wurde 2018 in Lugansk, Stachanov und Alčevsk gedreht. Produzent Anton Gorochov merkt an: „Dies ist unsere erste Erfahrung im Bereich der Kinematographie, und es wurden anschließend erhebliche Anpassungen an dem Film vorgenommen. Die Essenz hat sich jedoch nicht verändert. Wir wollten die Geschichte des Krieges zeigen, was unsere Helden bewegte, woher eine solche Leidenschaftlichkeit für den »Russischen Frühling« kam. Die Idee zu dem Film entstand unmittelbar nach der Premiere des Liedes Opolčenočka, gesungen vom Ensemble der Volksmiliz der LVR Nòworòssija, so Gorochov.

Freitag:

Im Herzen die Menschenrechte: Donbàss‹ in Paris
Dontimes.ru: Am 22. Juli fand auf der offiziellen Website des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kultur in Paris die Online-Premiere des Dokumentarfilms
Donbàssstatt, der mit Unterstützung der Produktionsfirma Les films de Sachagedreht wurde. Der Film wurde von der französischen Filmemacherin Anne-Laure Bonnel inszeniert.
„2015 reiste Frau Bonnel, Dokumentarfilmerin, Journalistin und Dozentin an der Sorbonne, in den Donbass und wurde Zeugin des blutigen Konflikts, dessen grausame Aufnahmen in ihrem Autorenfilm zu sehen sind.
In ihrer Arbeit sammelte sie Zeugnisse von Menschen, die sie während ihres Aufenthalts in der Donezker Volksrepublik traf. Die Autorin betont, dass sie sich bei der Arbeit an dem Film ganz auf die menschlichen Schicksale und die Kehrseite des Krieges konzentrierte und den politischen Kontext hinter sich ließ“, schreibt das Außenministerium der Republik.
Zuvor wurde
Donbàss auf dem Festival Au cœur des Droits Humains, dem internationalen Dokumentarfilmfestival für Menschenrechte, präsentiert.
In diesem Jahr nahm Anne-Laure Bonnel als Zeugin und Dokumentarfilmerin der Ereignisse im Donbass an der Arria-Sitzung des UN-Sicherheitsrates zum Thema
»Der Maidan und seine Folgen für den Donbass« teil, wo sie ihr selbst erstelltes Filmmaterial und Dokumente präsentierte.
https://vimeo.com/202792798
(russisch/ukrainisch mit französischen Untertiteln)

Wieder Gusseisen aus Sugres
Dan-news.info: Das Energiemechanische Werk
in der Kraftwerksstadt Sugres hat, nachdem die Anlage sieben Jahre lang außer Betrieb war und die während der Feindseligkeiten erlittenen Schäden soweit repariert wurden, den Betrieb teilweise wieder aufgenommen.
Im Moment arbeitet in einer der 24 Werkshallen wieder eine Gusseisenschmelzlinie. Es dauerte etwa zwei Monate, sie zu reparieren und wieder aufzubauen. Sie verfügt über zwei Öfen und verwendet Schlacke als Rohmaterial, die in der Region reichlich vorhanden ist.
Am Donnerstag besuchte Präsident Pu
šilin persönlich das Unternehmen und machte sich mit dem Produktionsprozess vertraut.

„[…] In DVR und LVR häufen sich zig Millionen Tonnen dieser Schlacke, die praktisch zu einem abfallfreien Produkt verarbeitet werden können“, so Denis Pušilin.
Das Werk ist in der Lage, monatlich etwa 1000 Tonnen Gusseisen herzustellen, die exportiert werden sollen. Nach Angaben des Ministers für Industrie und Handel der Republik, Wladimir Ru
ščak, wurden mit der Inbetriebnahme der Anlage 40 Arbeitsplätze geschaffen.
Die Fabrik wurde durch ukrainische Artillerie schwer beschädigt. Zum Beispiel mussten die Kommunikationseinrichtungen komplett wieder hergestellt werden. Die Anlage wurde zu Beginn des Sommers in Betrieb genommen, aber es wurde bis jetzt nicht darüber berichtet.
Es wurden bereits Verträge über den Export von 50.000 Tonnen Roheisen unterzeichnet, so Ru
ščak. Das Werk wurde im Jahr 1946 gegründet. Vor Beginn des Konflikts im Donbass beschäftigte es 5500 Menschen.

Schwarzes Gold ohne Ende
Lug-info.com: Das Bergwerk
Nikolaj Barakov, das zur Verwaltung Krasnodonskoje des Staatlichen Unternehmens »Republikanische Brennstoffgesellschaft« (RTK) Wostòkúgolgehört, hat einen neuen Streb in Betrieb genommen. Ein Korrespondent vom LIZ berichtet darüber vom Ort des Geschehens. „Der zweite Streb 23 Sjéwernaja‹ (»die Nördliche«, Flöz k2H) mit einem Horizont von 764 Metern wurde in Betrieb genommen“, teilte Wladimir Kladko, stellvertretender Direktor von Krasnodonskoje mit. Er sagte, dass der neue Streb Kokskohle der Marke ‚Ž‚ fördern wird, die von Stahlwerken nachgefragt wird. Es ist geplant, dass der neue Streb durchschnittlich 1000 Tonnen Kohle pro Tag fördern wird.

„Die Inbetriebnahme des neuen Strebs bedeutet eine Lebensdauerverlängerung für das Bergwerk. Für die Arbeiter bedeutet dies Arbeitsplätze, Löhne und Vertrauen in die Zukunft. Darüber hinaus beeinflussen die Ergebnisse der Arbeit der Bergleute die Arbeit anderer Industrien, insbesondere der Metallurgie“, sagte der stellvertretende Direktor. […]
Jurijj Degtjarjev, Chefingenieur des Bergwerks
Nikolaj Barakov, teilte mit, dass die kommerziellen Reserven des Strebs 360.000 Tonnen betragen. Die Länge des neuen Strebes beträgt 284 Meter, die Streblänge 554 Meter, die Flözstärke 1,65 Meter. […]
„Dieser Streb ist vollständig mit einer Aerogaskontrolle sowie einer seismoakustischen Kontrolle in Übereinstimmung mit den in der Lugansker Volksrepublik geltenden Sicherheitsvorschriften ausgestattet“, sagte er. […]

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