Neuigkeiten aus Wirtschaft und öffentlichem Leben der Volksrepubliken des Donbass vom 26.06 bis 02.07.2021

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“


Dienstag:

Änderungen in der „Äußeren Verwaltung“
Dan-news.info: Das Staatliche Handelsunternehmen
›Úgol‘ Donbàssa wurde zum neuen kommissarischen Verwalter des Dolomitflussmittelkombinats Dokučajevsk bestimmt. Dies wurde heute vom Pressedienst des Ministeriums für Steuern und Abgaben der DVR berichtet.
„Es gab ein Treffen mit dem Arbeitskollektiv. Der Haupttagesordnungspunkt war die Beendigung der Befugnisse der nicht-börsennotierten
Wnjèštorgsèrwis‹ (»Außenhandelsservice«) AG [WTS] und die Ernennung von ›Úgol‘ Donbàssa‹ in Form seiner Filiale № 3 zum vorläufigen Verwalter“, hieß es in der Nachricht.
Alle Mitarbeiter werden übernommen und ihre Sozialleistungen gesichert. Die laufenden Löhne werden in Form von Abschlagszahlungen überwiesen.
An dem Treffen nahmen der Minister für Steuern und Abgaben, Jevgenij Lawrenov, die Finanzministerin Jana
Čaussowa, der Minister für Industrie und Handel, Wladimir Ruščak und der Direktor von ›Úgol‘ Donbàssa, Maxim Ekkert, teil.

Das Kombinat wurde 1912 gegründet. Es ist auf die Gewinnung und Produktion von Kalkstein und Dolomit für die Metallurgie-, die Glas-, Zement-, Zucker-, Bau-, Chemie- und andere Industrien spezialisiert. Während der Kämpfe im Jahr 2014 wurde es immer wieder durch Artillerie getroffen. Im Frühjahr 2017 wurde die Äußere Verwaltung eingeführt und an die WnjèštorgsèrwisAG übergeben.


Umgerechnet sechs Euro Prämie
Dnronline.su: Jeder Mitarbeiter der
WnjèštorgsèrwisAG erhält am Tag des Metallarbeiters eine Prämie von 500 Rubel. Diese Entscheidung wurde vom neuen Chef und Investor, Jevgenij Jurčenko, getroffen. Die Zahlung wird am 13. Juli erfolgen. Der Tag des Metallarbeiters ist in Russland ein Feiertag, der auch von einer Reihe verwandter Sektoren, einschließlich der Kokschemie und des Erzbergbaus, begangen wird. Dieses Jahr fällt er auf den 18. Juli.

Mittwoch:

Dawájtje rabòtat‘!‹ (»An die Arbeit!«)
Heute fand eine Versammlung des Kollektivs der Filiale 5 »Charzyssker Röhrenwerk« der nicht-börsennotierten Wnjèštorgsèrwis‹ (»Außenhandelsservice«) AG [WTS] statt, das in das Eigentum des Staatlichen Unternehmens ›Úgol‘ Donbàssa überführt wird. Die Hauptaufgabe des neuen Managements ist die Wiederaufnahme der Produktion, berichtet ein Korrespondent der offiziellen Website der Donezker Volksrepublik.
„Erst letzte Woche haben das Oberhaupt der Donezker Volksrepublik, Denis Pu
šilin, und die Regierung beschlossen, dieses Unternehmen zu verstaatlichen.
Dafür gab es zwei Gründe. Einer davon ist, dass dieses Unternehmen über ausreichendes Betriebskapital verfügt und in der Lage ist, die laufende Zahlung der Löhne zu finanzieren und in der Zukunft zu sichern, sowie den Start der Produktion zu gewährleisten“, sagte Jevgenij Lawrenov, Minister für Steuern und Abgaben der DVR.
Außerdem wurden bei dem Treffen Fragen aufgeworfen, die die Zahlung von Lohnrückständen, den Abschluss eines Tarifvertrages, die Beschaffung von Pässen der DVR und der Russischen Föderation sowie die Erhaltung von Sozialeinrichtungen des Werks, betreffen.
„Das Unternehmen ist ziemlich kompliziert, und deshalb wird seine Wiederinbetriebnahme die Bündelung aller Kräfte erfordern. Es ist wichtig für uns, die Arbeitsplätze zu sichern und ihre Zahl zu erhöhen und somit das Wachstum der Löhne zu gewährleisten. Wenn ein solcher Vorschlag angenommen wird, lasst uns arbeiten“, resümierte Lawrenov.

Donnerstag:

Gegen Wucher
Dan-news.info: Das DVR-Ministerium für Steuern und Abgaben bereitet Inspektionen zur Bekämpfung überhöhter Preise vor. Es wird Unternehmen überprüfen, um unangemessene Aufschläge zu beseitigen. Dies wurde heute von Präsident Pušilin bekanntgegeben.
„Was wir nicht produzieren, nicht anbauen, was wir importieren, da hängen die Preise praktisch nicht von uns ab. Die Preis sind in in Dollar, Kosten für Zölle und so weiter kommen dazu. Das heißt aber nicht, dass es keine Verwerfungen bei unseren Unternehmen gibt. Hier wird das Ministerium für Steuern und Abgaben tätig. Zur Zeit bereiten wir eine Reihe von Ermittlungsaktivitäten vor, die helfen werden, diese Überhöhungen zu beseitigen. Andernfalls würde sich das Problem mit den skrupellosen Unternehmern verschlimmern oder sogar multiplizieren“, sagte Pushilin.

Es sei daran erinnert, dass im Jahr 2020 über 300 Firmen wegen ungerechtfertigter überhöhter Preise für Medikamente und Lebensmittel während des »Regimes der erhöhten Wachsamkeit« (gegen Corona – Anm. d. Übers.) bestraft wurden.

Freitag:

900 Millionen sind nicht das Limit
Novorosinform.org: DVR-Behörden erwarten mehr vom Maschinenbau in Charzyssk.
Das Werk, eine GmbH, hat mit Partnern aus Russland Verträge über 900 Mio. Rubel unterzeichnet und erwartet auf weitere Aufträge. Dies wurde am 1. Juli vom Minister für Industrie und Handel der DVR, Wladimir Ru
ščak, bekannt gegeben, berichtet die »Donezker Nachrichtenagentur«.
„Die Anlage ist auf der Höhe der Zeit“, sagte Ru
ščak. Er fügte hinzu, dass das Unternehmen zur Zeit nur zu 15 % ausgelastet sei. Dank inländischer Aufträge könnten dies bis Ende des Jahres 50 % werden.

Am 1. Juli hat Präsident Pušilin den Betrieb besucht und machte deutlich, dass das Unternehmen mit Unterstützung der Regierung und des Ministeriums für Industrie und Handel Kredite erhielt.
Das Röhrenwerk Charzyssk wurde erst vor kurzem verstaatlicht.

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