Neuigkeiten aus Wirtschaft und öffentlichem Leben der Volksrepubliken des Donbass vom 19. bis 25.06.2021

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“


Sonnabend:

Walentina Lissíza
Dnronline.su: Die weltbekannte Pianistin Walentina Lissíza
(aus Kiew in die USA ausgewandert, heute in Rom lebend – Anm. d. Übers.) hielt am 19. Juni ein Máster-kláss‹ (»Workshop«) für junge Musiker an der Donezker Staatlichen Musikakademie S. S. Prokòf’jev ab, wie ein Korrespondent der offiziellen Website der DVR mitteilte. Die Pianistin sagte, sie sehe die Studenten als Kollegen und sei überzeugt, dass man viel von ihnen lernen könne. Also hörte sie sich zunächst einige klassische Musik an, die von den jungen Pianisten gespielt wurde, und diskutierte dann mit ihnen, wie sie die Musik auf einem anderen Niveau spielen könnten.

Für den dreizehnjährigen Schüler des Donezker Republikanischen Musikinternats, Kirill Rogovoj, war es ein Test. Der junge Musiker spielte Chopin. Walentina bemerkte sein gut arrangiertes Spiel, wies aber darauf hin, dass mehr Emotionalität die Herzen der Zuhörer erobere. „Mit Hilfe der Musik muss man den Kampf der Charaktere der Helden der Werke aufzeigen“, sagte sie.
Am Abend des 21. Juni, wird Walentina Lissíza an einem Konzert
»Musik des Krieges und des Sieges« unter freiem Himmel in Donezk, das vom Präsidenten der DVR und der russischen Partei »Einheitliches Russland« unterstützt wird, teilnehmen. (siehe Montag)

Montag:

»Musik des Krieges und des Sieges«
Dnronline.su: Heute fand im Park für Kultur und Erholung
Léninskij Komsomòlin Donezk ein Open-Air-Sinfoniekonzert »Musik des Krieges und des Sieges« unter Beteiligung der weltbekannten Pianistin Walentina Lissíza statt. Laut einem Korrespondenten der offiziellen Website der DVR wurde die Veranstaltung von der allrussischen politischen Partei »Einiges Russland« unterstützt.
„Das ist heute ist ein ergreifender Auftritt für mich. Es ist mein fünftes Mal in Donezk und ich bin sehr glücklich, dass so viele Menschen zum Konzert gekommen sind, besonders auch Kinder. Es ist sehr wichtig für mich, ein Teil dieser Veranstaltung zu sein“, sagte Lissíza vor dem Konzert. Die Künstlerin sowie die Gäste und Bewohner der Republik wurden vom Oberhaupt der Donezker Volksrepublik, Denis Pu
šilin, begrüßt.

„Der 22. Juni ist für die meisten Menschen in den Weiten der ehemaligen Sowjetunion ein trauriger Tag. Es ist erfüllt von einem Gefühl des drohenden großen Unglücks. Dieses Gefühl hat sich vererbt und ist in den achtzig Jahren seit dem Beginn des Großen Vaterländischen Krieges nicht verschwunden. Zum Gedenken an den Mut derer, die sich den deutschen Horden in den Weg stellten, gibt es heute ein Konzert – trotz Tod, Trauer und Krieg, der immer noch Leid über die Menschen auf unserem Boden bringt.
Wenn es keine Worte mehr gibt, wenn es keinen Weg gibt, die Bitterkeit des Verlustes zu vermitteln, spricht die Musik. Sie erklingt im Gedenken an jeden Soldaten, der sich damals den Faschisten in den Weg stellte; sie erklingt zu Ehren der Verteidiger des Donbass, die sich vor sieben Jahren ungeachtet der Angst und der Zweifel wie unsere Großväter und Urgroßväter den ukrainischen Neofaschisten in den Weg stellten“, sagte Pu
šilin.

(
Télekanál Oplòt TV‹ – bes. ab 2:50)
Walentina Lissíza spielte Werke von
Tschajkovskij, Rachmaninov, Schostakowitsch und anderen. 16.000 Zuschauer waren gekommen.

Dienstag:

Auszeichnungen für Kumpels
Dan-news.info: Bergleute des Bergwerks
Cholòdnaja Bàlka‹ (»Kalte Schlucht«) in Makejevka erhielten Preise anlässlich der Inbetriebnahme eines neuen Strebs. Sie haben heute einen neuen Streb mit einem Vorrat von 403.000 Tonnen des schwarzen Goldes, hier Magerkohle der Sorte „T“, in Betrieb genommen. Dies wurde DAN vom Ministerium für Kohle und Energiewirtschaft mitgeteilt. Die Länge der Abbaustrecke beträgt 300 m, die Mächtigkeit 1,07 m. Im Werk wurde eine feierliche Versammlung abgehalten. Anwesend waren auch der stellvertretende Minister für Kohle und Energiewirtschaft, Alexej Wasiljenko, sowie der Generaldirektor von ›Makéjevúgol‘, Taras Sidorenko. Während der Veranstaltung wurden fünf Bergleute für ihre Leistung mit Ehrenorden »Bergmännischer Ruhm« ausgezeichnet. Mehrere weitere Arbeiter erhielten Zertifikate und Belobigungen von Stadt und Kombinat. […] Die Bergleute planen, mindestens 900 Tonnen Kohle pro Tag zu fördern. Die Abbaustätte ist für einen Betrieb bis September 2022 ausgelegt. Cholòdnaja Bàlka wurde 1957 in Betrieb genommen. Es ist Teil eines der größten staatlichen Kohlekombinate der Republik, ›Makéjevúgol‘.

„Sich mit der großen historischen Heimat wiedervereinigen
Dnronline.su: Etwa 100.000 Einwohner der Republik nahmen an der gesamtrussischen Schweigeminute zum 80. Jahrestag des Beginns des Großen Vaterländischen Krieges teil.
Die Aktion fand in allen Städten und Rayons der DVR um 12.15 Uhr statt. Zu dieser Zeit am 22. Juni 1941 verlas Jurij Lewitan im Radio die Regierungsbotschaft an die Bürger der Sowjetunion über den Angriff von Nazi-Deutschland.
„Bürger und Bürgerinnen der Sowjetunion! Heute um 4 Uhr morgens hat die deutsche Wehrmacht ohne jede Kriegserklärung die Grenzen der Sowjetunion angegriffen. Der Große Vaterländische Krieg des Sowjetvolkes gegen die faschistischen Besatzer hat begonnen. Unsere Sache ist gerecht, der Feind wird besiegt werden. Der Sieg wird unser sein!“, diese Worte erklangen vor genau 80 Jahren aus jedem Radioempfänger in der ganzen UdSSR.
Heute, am 22. Juni 2021, versammelten sich Aktivisten der Gesellschaftlichen Bewegung
Donjèzkaja Respúblika und andere Einwohner am Denkmal »Deinen Befreiern, Donbass«, gedachten mit einer Schweigeminute der im Großen Vaterländischen Krieg gefallenen Landsleute und legten Blumen am Fuße des Denkmals nieder.

Der Vorsitzende der Donjèzkaja Respúblika, Alexej Muratov, merkte an, dass sich die heutige Generation an diese tragischen Ereignisse erinnern muss, um soetwas nicht noch einmal zuzulassen. „Wenn sie sich nicht daran erinnert, könnte das zu katastrophalen Folgen führen. Was wir heute im Donbass erleben, ist eine weitere tragische Lektion, die wir lernen müssen“, betonte er.
Muratov fügte hinzu, dass in der Republik viele patriotische Veranstaltungen stattfinden, bei denen die jüngere Generation sowohl die Leistung ihrer Urgroßväter während des Großen Vaterländischen Krieges als auch die Leistung ihrer Väter, die sie während der Verteidigung des Donbass gegen die Kiewer Junta vollbrachten, kennenlernt.
„Während des zweiten Weltkriegs haben Millionen von Ukrainern ihr Leben für die Befreiung ihrer historischen Heimat von den Nazis gelassen. Aber in der heutigen Ukraine erinnert man sich nicht gern daran. Ich bin sicher, dass die Bürger dieses Landes die Fesseln der Besatzungsmacht abwerfen und sich mit ihrer großen historischen Heimat, Russland, wiedervereinigen werden“, fasste Muratov zusammen.

Mittwoch:

Berufsausbildung als humanitäre Hilfe
Dnronline.su: Im neuen Studienjahr wird das humanitäre Programm zur Wiedervereinigung der Menschen im Donbass erweitert. die Fachhochschulen stellen 600 Studienplätze für Bewerber aus den noch von der Ukraine kontrollierten Gebieten der Republiken und für russischsprachige Einwohner der Ukraine zur Verfügung. Dies wurde auf einer Pressekonferenz am 23. Juni in Donezk von Sergej Fomenko, Direktor der zuständigen Abteilung des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der DVR, bekanntgegeben. Laut Witalij Pestrezov, Abteilungsleiter im Ministerium, ist ein Kontingent von 200 Plätzen für Teilnehmer des Programms in Einrichtungen der mittleren Berufsbildung der Republik vorgesehen.

AMK zahlt Lohnrückstände innerhalb von drei Monaten
Lug-info.com: Das Metallurgische Kombinat Al
čevsk (AMK) wird den Mitarbeitern innerhalb von drei Monaten die Lohnrückstände auszahlen. Dies erklärte der Staatspräsident der LVR, Leonid Pássečnik, bei einem Treffen mit Gewerkschaftsaktivisten im Haus der Regierung.
„Ich bin sicher, dass innerhalb von drei Monaten die Lohnrückstände vollständig getilgt sein werden; innerhalb von sechs Monaten werden die Rückstände ehemaliger Mitarbeiter zurückgezahlt. Die Schulden bei den Rohstofflieferanten und anderen Vertragspartnern, mit denen das Al
čevsker Kombinat zusammenarbeitet, werden ebenfalls schrittweise beglichen“, sagte er. Pássečnik forderte die Fachleute auf, auf die Arbeitsplätze zurückzukehren. […]
Zur Erinnerung: Die Präsidenten Leonid Pásse
čnik und Denis Pušilin hatten in einer gemeinsamen Erklärung den Abschluss von Verhandlungen mit Vertretern einer Investorengruppe, die die Finanzierung und Entwicklung der zur (geschlossenen) Wnjèštorgsèrwis‹ (»Außenhandelsservice«) AG gehörenden metallurgischen und kokschemischen Unternehmen gewährleisten soll, angekündigt.

Donnerstag:

Der neue Investor
Dnronline.su: Heute hielt das Oberhaupt der Donezker Volksrepublik, Denis Pu
šilin, ein Treffen mit dem neuen Investor für die (geschlossene) Wnjèštorgsèrwis‹ (»Außenhandelsservice«) AG [WTS], dem Generaldirektor der russischen »Finanzielle Aktiva« AG, Jewgenij Jurčenko, ab. An dem Treffen nahm auch Regierungschef Alexandr Anančenko teil.
„Jewgenij Waler’jewi
č, bei dem heutigen Treffen geht es um die Arbeit der WTS-Unternehmen. Es ist äußerst wichtig für mich und für Alexandr Jewgen’jewitsch, Ihre Pläne kennenzulernen. In erster Linie geht es dabei um die Löhne der Mitarbeiter. Später interessieren natürlich auch die Pläne für General- und laufende Reparaturen und für die Gesamtentwicklung der Unternehmen. Ich und die Bürger der Donezker Volksrepublik möchten gern davon hören, weil die Unternehmen der WTS-Gruppe systemisch wichtig sind, und eine Reihe anderer wichtiger Bereiche von der Arbeit dieser Unternehmen abhängt“, wandte sich der Staatspräsident an Jurčenko.
„Es sind nur zwei Wochen seit der Unterzeichnung bestimmter Verträge vergangen, nach denen wir als Investoren in die Unternehmen des metallurgischen Komplexes eingetreten sind. In dieser Zeit ist alles, was wir mit Ihnen vereinbart haben, erfüllt worden. Ich möchte Ihnen sagen, dass im Moment Lohnrückstände gezahlt werden, in einigen Unternehmen anderthalb, in anderen sogar zwei Löhne pro Monat“, sagte Jurčenko und so wird es weitergehen.
Weiter berichtete der Gast von anderen Plänen für die Entwicklung von WTS.
„Unser Plan ist es, innerhalb von drei Monaten die Lohnrückstände an die Mitarbeiter, die den Unternehmen treu geblieben sind, vollständig beglichen zu haben. Und innerhalb von sechs Monaten die Lohnrückstände derjenigen Mitarbeiter vollständig zu begleichen,
die der schwierigen objektiven Situation in der Industrie der Republik nicht standgehalten haben (so wörtlich). Dennoch werden wir alle Anstrengungen unternehmen, um die Situation grundlegend zu verändern. Innerhalb eines halben Jahres werden die Kohle- und die Bahnschulden getilgt sein, und wir haben einen Plan für 2, 4 und 6 Monate ausgearbeitet, nach dem die ersten Kohlelieferungen im kommenden Monat erfolgen werden und die Unternehmen eine bestimmte Auslegungskapazität erreichen werden“, sagte er.
Während des Treffens erkundigte sich Denis Pu
šilin auch nach den Modernisierungsplänen für die Unternehmen.
„Wir planen, in die Wiederherstellung der Produktion durch die Unternehmen in der Republik zu investieren“, antwortete der Investor und merkte an, dass es sich dabei aktuell um etwa eine Milliarde Rubel handelt. Er fügte auch hinzu, dass die Arbeit an der Entwicklung der Koksproduktion begonnen hat.
„Das Wichtigste ist, dass wir schon jetzt die Einnahmen der Gesellschaft steigern konnten, aber das erfordert eine stabile Produktion. Und hier zählen wir auf Ihre Hilfe“, appellierte der russische Geschäftsmann an den Präsidenten.
Denis Pu
šilin versicherte, dass umfassende Unterstützung geleistet werden wird. […]

Ausgetreten
Dontimes.ru: Die DVR wird anstelle der Ukraine am Tag der Freundschaft der Slawen teilnehmen. Das Festival
»Slawische Einheit« hat die Ukraine von der Liste der Gäste ausgeschlossen. Nun werden Vertreter der Donezker Volksrepublik den Tag der Freundschaft und Einheit der Slawen gemeinsam mit Russland und Belarus feiern. Die Veranstaltung wurde bisher einmal in drei Jahren von einer der Oblasten Brjansk (Russland), Gomel (Belarus) und Černigiv (Ukraine) durchgeführt. Im Jahr 2019 sollte der Organisator der »Slawischen Einheit« die Ukraine sein, aber die Behörden der Oblast Černigiv sagten, dass die ukrainische Seite nicht offiziell an der Veranstaltung teilnehmen wird. Nach dieser Erklärung hat das Organisationskomitee des Festivals beschlossen, dass Vertreter der DVR im Jahr 2021 zum Fest aller Slawen in die Region Brjansk zum Denkmal der »Drei Schwestern« kommen sollen. Die Republik wird durch die Gruppen aus den Frontstädten Gorlovka und Makejevka vertreten sein. Auf dem Festival werden Museen, Theater, Bibliotheken und andere Kultureinrichtungen der drei slawischen Länder miteinander konkurrieren

Neues vom LIZ
Lug-info.com (gekürzt): Präsident Leonid Pássečnik hat bei einem Treffen mit dem Chefredakteur der staatlichen Nachrichtenagentur »Lugansker Informationszentrum«, Sergej Meškowoj, die Arbeit zur Modernisierung der Website sehr geschätzt.
Besonders hob er das umfangreiche Telefonnummernverzeichnis und die Verbesserungen des Suchsystems hervor. […]
Me
škowoj sagte, dass die Sektion »Dokumente« auch weiterhin Dekrete des Präsidenten, Regierungsbeschlüsse und andere wichtige Rechtsakte veröffentliche. Auch die neue Version der Site behält alle Funktionen ihrer Vorgängerin bei. […]
Seit 2014 wurden 62.000 Nachrichten veröffentlicht
(So manches war zusammenfassbar – Anm. d. Übers.). […]
„In den sechs Jahren ihres Bestehens wurde die Website von mehr als 104 Millionen Menschen besucht,
lug-info.com wird in 135 Ländern gelesen. Die Site wird in den noch von der Ukraine kontrollierten Gebieten der Lugansker Oblast und anderen Städte der Ukraine – Kiew, Charkov und sogar Lwiv – gut angenommen“, stellte er fest.
Der Chefredakteur sagte, dass die englische Version der Website auch funktioniere, die aktivsten Leser seien allerdings Bewohner von Deutschland und den USA. […]
Der LVR-Chef lobte die Arbeit der Redakteure der Agentur bei der Aktualisierung der Website und äußerte sich zuversichtlich, dass die veröffentlichten Informationen nun noch stärker von den Einwohnern der Republik und anderer Länder nachgefragt werden. […]
Das
»Lugansker Informationszentrum« wurde gemäß dem Präsidentenerlass vom 4. Dezember 2014 gegründet. In dem Dokument ist festgehalten, dass die Agentur, die den Status eines offiziellen elektronischen Mediums der LVR erhielt, „zum Zweck der Veröffentlichung zuverlässiger Informationen über Ereignisse in der Lugansker Volksrepublik sowie der Information über die Tätigkeit der legislativen und exekutiven Instanzen sowie der Veröffentlichung von Gesetzen und Verordnungen“ geschaffen wurde.

Original mit Fotogalerie:
https://lug-info.com/news/glava-lnr-vysoko-ocenil-rabotu-po-modernizacii-sajta-lugansk-inform-centra

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