Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 01. bis 07.02.2021

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Montag:

Vor Ort bekommen solche Maschinen meist Frauennamen
D
an-news.info: Denis Pušilin, Präsident der DVR, besuchte heute den Maschinenbaubetrieb Jassinowátaja (JaMS) und begutachtete dabei die in Überholung befindliche, für weiches Gestein ausgelegte Tunnelvortriebsmaschine. Deren Generalreparatur ist bereits seit Oktober letzten Jahres im Gange. Unbrauchbar gewordene Komponenten wurden erneuert, ein neues Vortriebsschild montiert und andere Verschleißteile ersetzt. Das Staatsoberhaupt wurde von Wladimir Ruščak, Minister für Industrie und Handel, und Wladimir Trubčanin, Direktor des Unternehmens, begleitet. Trubčanin verwies auf das Interesse ausländischer Kunden an Reparatur und Bau neuer solcher Maschinen. „Wir sind konkurrenzlos, vor allem in Bezug auf die Preise. Heute ist ein solches Aggregat bei gleichen Eigenschaften in Deutschland nicht nur eine Größenordnung, sondern mehrere teurer“, sagte der Direktor.

Ruščak wiederum deutete auf das Potenzial des Unternehmens bei der Herstellung von Anlagen für die Kohleindustrie. „Im Prinzip können alle Erfordernisse beim Bau von Entwässerungsanlagen und der Bedarf unserer Kohlebetriebe mit den technischen Möglichkeiten unseres Unternehmens, befriedigt werden“, betonte er. […] Das Werk in Jassinowátaja ist einer der größten Hersteller von Bergbau-, Tunnelbau- und -bohrmaschinen der DVR. Vor dem Krieg wurden die im Werk produzierten Maschinen in über 35 Länder der Welt exportiert. Das Aushängeschild des JaMS sind seine Schildvortriebsmaschinen.

Alte neue Lokomotiven
Lug-info.com:
Die staatliche »Lugansker Eisenbahn« hat zwei Rangierlokomotiven von einer Ausbesserung zurückerhalten. Dies berichtete ein Korrespondent des LIZ von der Zollstelle Lugànsk, wo die überholten Fahrzeuge ankamen. Der Vizeminister für Infrastruktur und Verkehr der LVR, Wladimir Jevdochin, sagte, dass die Lokomotiven qua Laufleistung und verstrichener Zeit schon lange hätten repariert werden müssen, aber wegen der Kämpfe war dies erst jetzt möglich. […] Im Moment gehen die Lokomotiven durch die Zollabfertigung, danach werden sie zum Depôt Rodakowo überführt, wo sie am Ende der Woche in Betrieb genommen werden sollen“, fügte Jevdochin hinzu.
Zuvor hatte Minister Alexandr Bassov berichtet, dass im Rahmen der Umsetzung von zwei Investitionsprogrammen für die LŽD in den Jahren 2019 und 2020 etwa 450 Mio. Rubel für die Modernisierung des Eisenbahnsektors der Republik bereitgestellt wurden, was es ermöglichte, erst fünf und dann weitere vier Elektrolokomotiven zu kaufen.

Öffentliche Beleuchtung
Dnronline.su: Im vergangenen Jahr haben die kommunalen Betriebe Arbeiten zur Installation neuer öffentlicher Beleuchtung, zur Erneuerung einzelner Lichtpunkte (Leuchten) und zur Reparatur von Freileitungen durchgeführt, sagte der stellvertretende Minister für Bauwesen und kommunale Wohnungswirtschaft der DVR, Wladimir Dubovka, am 1. Februar. „Nach Angaben der Stadt- und Rayonsverwaltungen haben die Fachbetriebe der Republik im Jahr 2020 etwa 730 laufende Straßenkilometer mit mehr als 11.500 Straßenleuchten repariert, die aufgrund von Verschleiß oder aus anderen Gründen ausgefallen sind“, sagte Dubovka. Nach seinen Angaben beträgt die Gesamtlänge des Außenbeleuchtungsnetzes in der Republik etwa viertausend Kilometer, die Anzahl der Lichtpunkte mehr als 92.000.

Dienstag:

Neuer alter Haltepunkt
D
an-news.info: Das in der Nähe gelegene, 2015 durch Kämpfe zerstörte Dorf Nikišino bei Debalzewo wird seit dem 1. Februar wieder von Vorortzügen am Tag bedient. Dies wurde heute vom Pressedienst der staatlichen »Donezker Eisenbahn« berichtet.
Niki
šino befindet sich im Norden des Bezirks Šachtjorsk zwischen den Stationen Redkodub und Kumšazkij. Die Entfernung zu jedem von ihnen beträgt etwa knapp vier Kilometer. Früher mussten die Bewohner des Dorfes zu einem dieser Bahnhöfe fahren, um den Bahnverkehr nutzen zu können.

Im September 2014 verlief die Frontlinie durch das Dorf. Das ukrainische Militär baute es zu einer Hochburg aus, indem es befestigte Stellungen in den Häusern einrichtete und gepanzerte Fahrzeuge in den Höfen platzierte. Die Kämpfe um Nikišino dauerten mehrere Monate, und sechs Zivilisten wurden getötet. Das Dorf wurde erst im Januar 2015 mit dem Beginn der Operation Debalzewo von der Volksmiliz befreit. In den folgenden Jahren wurde wieder aufgebaut: Über hundert Häuser wurden repariert und ein Zentrum für die medizinische Grundversorgung wurde eröffnet. In der Nähe von Nikišino befindet sich auch einer der vier Straßengrenzübergänge zwischen der DVR und der LVR – zur Zeit wegen Corona geschlossen.

Mittwoch:

Der Kampf gegen ungenehmigte Deponien …
Vsednr.ru: Der Kampf gegen ungenehmigte Deponien durch die Kommunen in der DVR ist in aller Munde. Und egal, wie viel Arbeit in dieser Richtung geleistet wird, jährlich werden etwa 65.000 Kubikmeter unberechtigt entsorgter fester Abfälle entfernt. Warum es passiert und wie man damit umgeht, sagte der Leiter der Abteilung für Bodenverbesserung und kommunale Dienstleistungen des Bauministeriums der DVR, Dmitrij Tokmakov.
„Die Arbeiten zur Beseitigung von wilden Müllkippen werden von Mitarbeitern der städtischen Dienste das ganze Jahr über durchgeführt. So haben die Arbeiter der Versorgungsunternehmen im Jahr 2019 2164 Müllberge beseitigt und mehr als 63.000 Kubikmeter festen Abfall entfernt. Ende 2019 waren noch 210 Ort
e mit einem Gesamtvolumen von über 77.500 Kubikmetern übrig. Anfang 2020 stieg die Zahl der nicht genehmigten Deponien auf 2080 mit einem Volumen von mehr als 137.700 Kubikmetern. Jeden Monat wenden die kommunalen Betriebe erhebliche finanzielle, technische und personelle Mittel für die Beseitigung von unerlaubten Müllansammlungen auf. Trotz der aktiven Arbeit in dieser Richtung, schießen die nicht genehmigten Deponien wie Pilze aus dem Boden. Die Geldstrafen für illegale Entsorgung liegen zwischen dem Zwanzig- bis Achtzigfachen eines unversteuerten Mindestlohns für Privatpersonen und zwischen dem Fünfzig- und dem Hundertfachen für Firmen. Aber diese Tatsache scheint unsere Bürger und Unternehmen nicht sonderlich zu beeindrucken. Man kann die Arbeit der Stadtwerke soviel kritisieren, wie man will, aber wenn wir selbst nicht mit der Vermüllung aufhören, werden unsere Städte bald in Schlamm und Müll ertrinken“, sagte Tokmakov.
Nach Daten des Bauministeriums waren die „Spitzenreiter“ bei der Bildung nicht genehmigter Deponien im Jahr 2020 Jassinowátaja mit 344, der Bezirk Sta
robješewo mit 326 und Makéjevka mit 267 Deponien.

Donnerstag:

Block 8 verläuft nach Plan
Dnronline.su: Die Unterabteilung Kraftwerk Starobješewo des Staatlichen Unternehmens ›Enèrgija Donbàssa‹ setzt die Überholung und Modernisierung des Kraftwerksblocks 8 fort. So eine groß angelegte Modernisierung wird zum ersten Mal in der Geschichte der Republik durchgeführt; daran sind sowohl eigene Mitarbeiter als auch Spezialisten von Auftragnehmern, auch aus der Russischen Föderation, beteiligt. Die Arbeiten sollen im Sommer 2021 abgeschlossen sein, so der Pressedienst des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft der DVR.
Zur Zeit wird auf den Abschnitten in den Kessel- und Turbinenhallen, die den Auftragnehmern zugewiesen sind, die Montage der Dampfüberhitzungsflächen, des Mauerwerks der Wände der Konvektionsschächte durchgeführt, die Dampfzuführungsrohre der Mitteldruckzylinder werden ersetzt.
Wie der stellvertretende Chefingenieur des Kraftwerks, Jurij Poli
ščuk sagte, ist die Reparatur der Kesselausrüstung bereits zu 38 % abgeschlossen, die der Turbinenausrüstung zu 60 %. Die Fachleute begannen mit der Reparatur des Generators, der Automatik und der Messausrüstung. In naher Zukunft wird die Kesseltrommel von Block 8 herbeitransportiert und installiert werden. Alles verläuft nach Plan. […]
Die Modernisierung von Block 8 umfasst den fast vollständigen Austausch der Kesseleinheit und des veralteten Luftleistungsschalters durch einen modernen SF
6 (Schwefelhexafluorid)-Selbstblasschalter, die Generalüberholung der Turbineneinheit und die Installation eines Turbogenerator-Erregersystems der neuesten Generation. Etwa 85 % aller Überhitzerflächen werden erneuert und zum ersten Mal in der Geschichte der Anlage wird die Kesseltrommel komplett durch eine neue ersetzt.Dies alles wird den ursprünglichen Wirkungsgrad steigern, den Brennstoffverbrauch reduzieren, die wirtschaftliche Lebensdauer um mindestens 15 Jahre verlängern und die Zuverlässigkeit des Kraftwerks als Ganzes verbessern. […]

Zwei Dörfer nach Beschuss wieder am Netz
Dnronline.su: Reparaturbrigaden der Verteilerstationen (RĖS) Nowoasòvsk und Telmanowo der »Regionalen Energieversorgungsgesellschaft«, eines staatlichen Einheitsunternehmens der DVR, führten in den südlichen Frontgebieten der Volksrepublik Donezk umfangreiche Reparaturarbeiten durch und stellten eine Reihe von Energieanlagen wieder her, die durch Mörserbeschuss ukrainischer bewaffneter Formationen beschädigt worden waren. Dies berichtete der Pressedienst des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft der DVR.Zum Beispiel ersetzten die Spezialisten der RĖS einen durch Splitter beschädigten Transformator in der Umspannstation 240, die das Dorf Kominternowo im Bezirk Nowoasòvsk versorgt, durch einen neuen, ersetzten in der Umspannstation eines Nachbardorfs von Kominternowo einen Eingangsisolator sowie einen Selbstschalter in der Umspannstation des Dorfes Saičenko und installierten eine neuen Mast für die Stromleitung in Nowaja Laspa, der nach einer weiteren Runde Beschuss zusammengebrochen war. Wo es die Situation zuließ, führten die Stromtechniker auch einen Rückschnitt von Ästen entlang der Stromleitung durch.
Alle Arbeiten wurden vom operativen Einsatzteam der Energieversorgungsgesellschaft und Vertretern der DVR im
»Gemeinsamen Kontroll- und Koordinationszentrum« (SZKK) begleitet.
Derzeit verläuft die Energieversorgung von Kominternowo und anderen Siedlungen der Bezirke normal.
Zur Erinnerung: Am 28. Januar dieses Jahres wurden in Folge des Beschusses durch die Kiewer Truppen die Dörfer Sergejevka und Kominternowo von der Stromversorgung abgeschnitten. 51 bzw. 29 Haushalte waren ohne Strom. Die Versorgung von Sergejevka konnte schon am 29. Januar wieder hergestellt werden.

Freitag:

Arbeitsbesuch in Kirovskoje
Dnronline.su: Heute hat Staatspräsident Denis Pušilin der Stadt Kirovskoje einen Arbeitsbesuch abgestattet, wo er Arbeiten an einem restaurierten Wohnhaus in der Ševčènko-Straße durchgeführt begutachtete, und die Näherei Sojússpezodjèžda‹ (Unionsspezialkleidung) besuchte.
Das vierstöckige Haus
18 in der Ševčènko-Straße wurde bei den Kampfhandlungen im Jahr 2014 beschädigt. Seine Rekonstruktion begann 2016, aber dann kamen Arbeiten hinzu, die erst im Rahmen des Regierungsprogramms zur Entwicklung und zum Wiederaufbau des Staates abgeschlossen werden konnten. Denis Pušilin sprach auch mit den Bewohnern.
Die Näherei wurde erst kürzlich, Ende 2020, im Gebäude der örtlichen Trikotagenfabrik, die sechs Jahre lang stillgestanden hatte, eröffnet.“Jetzt läuft die Produktion gerade erst an. Ursprünglich war die Fabrik hochspezialisiert, aber wir haben neue Nähmaschinen gekauft, die es uns ermöglichen, die Palette der von uns hergestellten Produkte zu erweitern. Dies geschieht, um das Unternehmen flexibler und fähig zu machen, eine Vielzahl von Marktbedürfnissen zu erfüllen“, kommentierte Dmitrij Pleten, Direktor von
Sojússpezodjèžda‹.
Wie der Minister für Industrie und Handel der DVR, Wladimir Ruščak, betonte, hat sich das Produktionsvolumen trotz der Tatsache, dass die Leichtindustrie den kleinsten Anteil hat, dort im Jahr 2020 um 150 Mio. Rubel erhöht. „Das Exportvolumen der Branche stieg im Jahr 2020 um 6 Mio. Rubel, was die Steuereinnahmen von 20 auf 30 Mio. Rubel wachsen ließ. Diese Dynamik wurde durch die Konzentration der Produktion erreicht“, fügte er hinzu. […]

Standard

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