Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 28.12.2020 bis 03.01.2021

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Montag:

Arbeitsmarktanalyse
D
an-news.info: Arzt, Ingenieur und Lehrer haben sich auf dem Arbeitsmarkt der DVR als die am meisten nachgefragten Berufe erwiesen, so Oksana Demina, Abteilungsleiterin im Ministerium für Bildung und Wissenschaft, bei einem Briefing in der Agentur.
„Laut der Arbeitsmarktanalyse wird die größte Nachfrage nach Personal am Ende dieses Jahres in den folgenden Sektoren beobachtet: Gesundheit, Bildung, Transport, Verarbeitung und Bergbauindustrie. Gleichzeitig wird der größte Bedarf an leitendem medizinischem Personal – Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Ingenieuren und Lehrern – beobachtet“, sagte Demina. […]

Integration intensivieren
Dontimes.ru: Das Oberhaupt der Donezker Volksrepublik, Denis Pushilin, hat heute die Parlamentarier der Republik angewiesen, bis Ende 2021 einen Gesetzentwurf über die bilaterale Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation auszuarbeiten.
Unabhängig davon möchte ich auf die Frage eingehen, deren Lösung der nächste Schritt auf dem Weg der Integration des Donbass mit Russland sein wird, nämlich die Ausarbeitung des Gesetzentwurfs über die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Russischen Föderation. Einwohner der DVR erhalten die russische Staatsbürgerschaft, unsere Hochschulabschlüsse werden in Russland anerkannt – es ist an der Zeit, diese Arbeit zu intensivieren“, bemerkte der Staatschef. Außerdem müssen die Parlamentarier seiner Meinung nach zuerst das Arbeitsgesetzbuch und das Gesetz über die Investitionstätigkeit im Jahr 2021 verabschieden.

Dienstag:

648 Tonnen mehr Kindernahrung
D
an-news.info: „Das »Städtische Kombinat zur Herstellung von Kindernahrung Makejevka« steigerte seine Produktion, die unter dem Markennamen ›Rekà Molokà.‹ (Fluss der Milch) vertrieben wird, im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 6 %“, sagte die stellvertretende Leiterin der Stadtverwaltung von, Anastasia Litovchenko, heute gegenüber DAN. Ihren Worten zu Folge geht es um Milch, Kefir und Quark. Litovchenko fügte hinzu, dass das Sortiment 2020 um Kefir mit einem Fettgehalt von 1 % erweitert wurde. Für 2021 ist die Produktionsaufnahme verschiedener Sorten von Hartkäse geplant (bisher umfasst das Sortiment nur Weichkäse).

Das Werk ist spezialisiert auf hochwertige Kindernahrung ohne Konservierungsstoffe, Stabilisatoren und gentechnisch veränderte Substanzen für Kinder von sechs Monaten bis drei Jahren. Das Sortiment umfasst Milch, Kefir, Joghurt, Dickmilch, Hüttenkäse, Käse, Butter und anderes. Das Unternehmen produziert monatlich über 50 Tonnen verschiedener Produkte hauptsächlich für Kindergärten und Schulen der Städte Donezk, Makejevka, Kharzyssk und Amwrosijevka sowie für Betriebe mit gefährlicherer Arbeitsumgebung. Die Produkte werden auch frei verkauft, aber die Anzahl der Verkaufsstellen ist begrenzt. In diesem Jahr feiert das Werk sein zehnjähriges Bestehen.

Konzern zieht Bilanz
Tkzhd.ru: Heute, am 29. Dezember, hielt der Generaldirektor und Vorstandsvorsitzende des Transnationalen Konzerns (TK) »Eisenbahnen des Donbass«, Wassilij Nasarjan, eine Konferenz ab, auf der die Arbeitsergebnisse der Mitgliedsbahnen des Konzerns für 2020 zusammengefasst wurden. […]
Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit (unter Berücksichtigung der Haltezeiten,
Anm. d. Übers.) der Züge betrug im Jahr 2020 27,4 km/h, bei geplanten 26,9 km/h. Sie stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,1 km/h. Die (in RU) sog. Technische Geschwindigkeit (ohne Haltezeiten, aber mit Verlusten für Beschleunigen und Bremsen) stieg um 0,9 auf 30,5 km/h (Plan 30,0 km/h). Die durchschnittliche tägliche Laufleistung einer Lokomotive lag bei 298 km, 13 mehr als geplant. 2019 waren es 28 km weniger.

(zum Neuen Jahr – der Bereisungstriebwagen des Generaldirektors der DZhD)
Über Gleis- und Weichenerneuerungen, eine neue Gleichstromschaltanlage, den Neubau einer von zwei kriegszerstörten Brücke (Abschnitt Gorlovka – Pantelejmonovka einer dreigleisigen [russ. Ausdrucksweise –
Anm. d. Übers.] Strecke) und die Wiederaufnahme des elektrischen Zugbetriebs über die Grenze zwischen LVR und DVR hat die Presseschau jeweils aktuell berichtet. Außerdem wurden aus Tikhorezk (RU) zwei Arbeitsfahrzeuge MPT-6 für die Bahnmeistereien Tores und Ilowajsk beschafft.] Die »Lugansker Eisenbahn« berichtet von der Erneuerung von 40 Zungenvorrichtungen, 21 Herzstücken (Weichengroßteile), 1,7 km Gleiserneuerungen und den Einbau von 10.643 Ersatzschwellen. […] Nasarjan drückte den vieltausendköpfigen Kollektiven beider Republiken seinen Dank für die 2020 erbrachten Leistungen aus und überreichte im Namen des Konzerns sechs Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern Ehrenurkunden für besonders gewissenhafte Arbeit.

Mittwoch:

Weltniveau
D
an-news.info: In Donezk wurde die Entwicklung eines Roboters mittlerer bis hoher Leistungsfähigkeit für Kohleflöze abgeschlossen. Wissenschaftler aus drei Instituten des staatlichen Komitees für Wissenschaft und Technologie der DVR haben an dem Projekt gearbeitet. Der Direktor der staatlichen Einrichtung Donúgljemash Iwan Kossarev zu DAN:
„Wir haben die Entwicklung eines neu
en Abbauaggregats KDK800 für mittlere und große Flöze abgeschlossen. In seinen Parametern und seiner Zuverlässigkeit steht es seinen Analoga weltweit in nichts nach.“
Es wird auf die Langträger der Förderanlage montiert und bewegt sich an ihr entlang. Es schneidet die Kohle mit Hilfe von Schneidkörpern, sog. Schnecken, aus dem Massiv, die dann mit der Förderanlage zu Tage gebracht wird.
Das KDK800 ist für Flöze von 2,5 bis 5 Metern Mächtigkeit konzipiert. Die Maschine wiegt 70 Tonnen, seine Leistung schwankt zwischen 18 und 30 Tonnen Kohle pro Minute. In diesem Roboter kommen neue technische Lösungen zum Einsatz, z. B. werden anstelle eines zwei Frequenzumrichter zur Steuerung der Bewegung der Maschine eingesetzt. Dies erhöht nach Ansicht der Wissenschaftler die Zuverlässigkeit erheblich.
„Ausländische Analoga haben einen Frequenzumrichter für zwei Vortriebsmotoren, und wenn dieser ausfällt, wird die Maschine stromlos und bleibt stehen. Dank zweier unabhängiger Umrichter, das ist Know-how (…), arbeitet jeder Motor unabhängig und wenn ein Umrichter oder gar ein Motor ausfällt, kann die Anlage weiter arbeiten und die Produktivität bleibt nahezu erhalten“, so der Wissenschaftler.
Die Umrichter sind so eingestellt, dass die Last gleichmäßig auf die Antriebsräder des Roboters verteilt wird; das erhöht Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Maschine erheblich. Darüber hinaus wurde die Festigkeit des Rumpfes erhöht und neue Lösungen für die Montage und Verbindung seiner Komponenten angewendet.
„Auch die Getriebekühlung wurde sehr erfolgreich gelöst, was die Lebensdauer der Maschine erhöht. Die Länge des KDK800 beträgt 11 Meter, etwa 1,5 Meter weniger als bei ähnlichen Geräten, und das ist wichtig für den Transport und erhöht die Manövrierfähigkeit beim Wenden“, betonte der Konstrukteur.
Das Projekt ist seit 2018 in der Entwicklung. Donúgljemash fungierte als federführende Organisation bei der Erstellung der Dokumentation für das neue Modell. An dem Projekt waren auch das Forschungs-, Konstruktions- und technologische Institut für explosionssichere und bergbauelektrische Ausrüstung (NIIWĖ) und das Forschungsinstitut Avtomátgormàsh W. A. Antipov‹ beteiligt.
Das Kombinat ist für den Einsatz im Ausland konzipiert, da die Kohleflöze im Donbass hauptsächlich von mittlerer und kleiner Mächtigkeit sind. Laut Kossarev haben Russland und Kasachstan bereits Interesse bekundet. Eine russische Firmen verhandelt bereits mit uns über die gemeinsame Produktion solcher Maschinen.
„Es ist geplant, dass das russische Werk der Produzent sein wird, und der Maschinenbau Gorlovka Zulieferer einzelner Komponenten. Ich erwarte, dass es im nächsten Jahr konkrete Vereinbarungen geben wird“, fügte der Gesprächspartner hinzu und deutete auch an, dass die Frequenzumrichter und Elektromotoren vom NIIWĖ und die Steuerung von
Avtomátgormàsh hergestellt werden sollen.
Das Donezker Institut arbeitet an einer ganzen Typenreihe solcher Maschinen. Dem KDK800 wird der leichtere KDK700 folgen. Sein Gewicht beträgt 65 Tonnen, die Leistung 12 bis 25 Tonnen pro Minute. Er ist für Flöze von 2 bis 4,5 Metern Mächtigkeit gedacht.

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