Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 14. bis 20.12.2020

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, tkzhd.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Montag:

Wiederaufbau schreitet voran
D
an-news.info: Mehr als 1500 Häuser und soziale Einrichtungen wurden seit 2014 in der Frontstadt Gorlovka wieder aufgebaut. Darüber informierte der Leiter der Stadtverwaltung, Iwan Prichodko, heute die Agentur.
„Seit Beginn der Kampfhandlungen wurden in Gorlovka 1505 Objekte restauriert. Davon 986 Privathäuser, 435 Mehrfamilienhäuser und 84 im sozialen Bereich. In diesem Jahr waren es 133“, sagte unser Gesprächspartner.
(Stadt des militärischen Ruhmes)
Bei den militärischen Operationen wurden in der Stadt insgesamt 4007 Gebäude beschädigt oder zerstört.
Gorlovka liegt im Norden der Donezker Volksrepublik und ist eine der am stärksten vom Beschuss durch die Ukraine betroffenen Städte. Bis heute zählen die Außenbezirke und Vororte der Stadt weiterhin zu den „Hot Spots“.

Dienstag:

Lugansk – Jassinowataja wieder durchgehend elektrisch
Tkzhd.ru:
Spezialisten des transnationalen Konzerns »Eisenbahnen des Donbass« haben Teile der im Krieg beschädigten Infrastruktur auf dem Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Manuïlovka und Debalzewo (DVR) wiederhergestellt.
Bei der Schadensaufnahme wurde festgestellt, das dort etwa 80 % der Fahrleitung
en, Maste und andere Teile, zerstört wurden.
Die Sanierungsarbeiten begannen am 19. Oktober 2020 und wurden von Fachleuten beider Bahnen
(›LShD‹ und ›DShD‹, Anm. d. Übers.) durchgeführt.
„Die Monteure haben 26 Maste erneuert, 4 starre Quertragwerke und 56 Ausleger montiert sowie mehr als 4000 Meter Tragseil und ca. 8000 Meter Fahrdraht ausgerollt. Insgesamt wurden 14.000 Meter Oberleitung gebaut und in Betrieb genommen“, hieß es im Konzern.

Bei den Arbeiten wurden neue technische Lösungen umgesetzt, die den stabilen Betrieb der Fahrleitung und niedrige Leitungswiderstände gewährleisten. Es wurde Fahrdraht aus niedrig legiertem Kupfer mit hoher thermischer Belastbarkeit und hoher Verschleißfestigkeit verbaut.
Mit der Wiederaufnahme des elektrischen Zugbetriebs zwischen Manuïlovka und Debalzewo werden die Vorortzüge von Lugansk bis Debalzewo verlängert; auch das Fernzugpaar von Lugansk nach Jassinowataja braucht nicht mehr zwischendurch mit Diesellok bespannt zu werden.

Wostòkúgol zieht Jahresbilanz
Lug-info.com: „Die Bergleute der nationalen Brennstoffgesellschaft (RTK) der Lugansker Volksrepublik Wostòkúgol (Ostkohle) haben seit der Gründung des Unternehmens 4,5 Mio. Tonnen Kohle gefördert“, verlautete aus dem Unternehmen.
„Die Grubenverwaltungen
Krasnodonskoje und Jassenovskoje sind daran mit einer Million Tonnen beteiligt“, hieß es.
Zur Verwaltung
Krasnodonskoje gehören vier Bergwerke; der Spitzenreiter unter ihnen ist das Bergwerk N. P. Barakov‹ (Bergbauingenieur, 1905 – 1943), dessen Anteil an der geförderten Kohle mehr als 40 % beträgt. Die Verwaltung Jassenovskoje umfasst drei Bergwerke, wobei die Bergleute des Bergwerks M. W. Frunse (Revolutionär und Heerführer, 1885 – 1925) mit 35 % den größten Anteil haben. […]
„Heute wird in den zwei Grubenverwaltungen in zwölf Stollen gearbeitet, von denen sechs in diesem Jahr in Betrieb genommen wurden“, sagte Konstantin Skrypnik, Generaldirektor von
Wostòkúgol. […] Wostòkúgol umfasst 56 Unternehmen, in denen zusammen über 30.000 Menschen beschäftigt sind.

Elektroenergie als Exportgut
D
an-news.info: Die Behörden der Donezker Volksrepublik planen mit Stromlieferungen nach Russland zu beginnen. Das sagte Staatschef Denis Puschilin heute während des „Direkten Drahtes“ mit den Bewohnern des Donbass.
„Neben der Versorgung der DVR und teilweise der Lugansker Volksrepublik mit Strom haben wir noch weitergehende Pläne. Wir möchten die Lieferung von Strom in die Russische Föderation etablieren“, sagte Puschilin.

Er fügte hinzu, dass es gewisse Spielräume bei der Umsetzung dieses Plans gibt, aber wenn er erfolgreich ist, wird eine ganze Kette von nationalen Unternehmen in diesen Prozess einbezogen, einschließlich der Bergwerke, die die Kohle liefern werden, und anderer. „Deshalb ist es natürlich sehr wichtig, dass wir bei der Instandhaltung unserer Wärmekraftwerke verantwortungsvoll vorgehen“, sagte Denis Wladimirowitsch.

Bis jetzt glimpflich davongekommen
Vsednr.ru:Trotz der weltweiten Rezession im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie konnten die Unternehmen des Landes ihre Ergebnisse nicht nur halten, sondern die Produktionsmengen sogar erhöhen. Das sagte Staatschef Denis Puschilin heute während des „Direkten Drahtes“ mit den Bewohnern des Donbass.
„Heute gibt es in der Republik 541 große Industrieunternehmen. Darunter sind 52 Unternehmen der Metallurgie, 58 Unternehmen des Maschinenbaus, 76 chemische, acht pharmazeutische, 60 Baustoff- und 66 Möbelhersteller. Und trotz der Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Corona und den damit verbundenen Einschränkungen erleben wir ein Wachstum in einer Reihe von Bereichen.
Das größte Wachstum gibt es in der Leichtindustrie – auf das 2,3fache, sowie in der Pharma- und Chemieindustrie auf das doppelte. Die Auslastung der Fertigungskapazitäten stiegen um 15 %, das Produktionsvolumen um 70 % und der Umsatz um 66 % . Das sind sehr beachtliche Zahlen“, sagte Denis Puschilin.
Eine positive Dynamik
ist in der Lebensmittelproduktion, der Landwirtschaft und einer Reihe von anderen Bereichen zu beobachten. […]

Eltern freuen sich auf den Abschluss der Reparatur- und Renovierungsarbeiten im Kindergarten von Seljònoje
Dnrailway.ru: Bauhandwerker der »Donezker Eisenbahn« arbeiten weiter an der Wiederherstellung der von den Feindseligkeiten betroffenen Wohngebäude und sozialen Einrichtungen der DVR. Im Rahmen des Programms, das durch den Regierungsbeschluss „Über die Rekonstruktion und Generalreparatur des Wohngebäudebestands und der sozialen Einrichtungen im Jahr 2020“ genehmigt wurde, begannen unsere Fachleute mit den Arbeiten an zwölf Objekten, darunter das Gebäude des Kindergartens und das dazugehörige Heizhaus.
Die beiden Gebäude im Rayon Amwrosijevka wurden während der Militäroperationen im Jahr 2014 schwer beschädigt. Das Dach und die Zentralheizung wurden beschädigt und Fensterscheiben gingen zu Bruch. Der Kindergarten ist seit 2014 geschlossen, und die Dorfbewohner mussten ihre Kinder ins benachbarte Ilowajsk oder nach Charzyssk bringen.

Im Inneren sind folgende Arbeiten abgeschlossen: Verputzen, Spachteln und Streichen der Wände und Decken, Einbau neuer Metall-Kunststoff-Türblöcke, Verlegung neuer Fußböden. Auch die Heiz-, Wasser- und Abwasserleitungen wurden erneuert, eine neue Beleuchtung installiert. Insgesamt 120 Eisenbahner arbeiten in Donezk, Ilowajsk, Makejevka sowie in den Dörfern Seljònoje und Grabskoje.

20.000 Tonnen Stahl
Mpt-dnr.ru: Wladislaw Syrowatskij, Leiter der Abteilung für die Entwicklung der Eisen-, Buntmetall- und metallverarbeitenden Industrie des Ministeriums für Industrie und Handel der DVR, stattete dem staatlichen »Metallurgischen Werk Jusowo« (JuMS), u.a. dem Hauptabnehmer von Schrott und anderen Metallabfällen, einen Arbeitsbesuch ab.
„Von Mai bis August 2020 führte das Unternehmen eine Reihe von Maßnahmen durch, die auf die Wiederaufnahme der Produktion von Vierkantstählen abzielten, und seit August 2020 arbeitet das Unternehmen ohne Unterbrechung. Um die Produktionsrate zu erhöhen, wurde der Personalbestand aufgestockt: Heute sind es 877 Personen“, sagte Syrowatskij.
„Im November produzierte das Unternehmen 14.000 Tonnen Stahl, und in den Plänen für Dezember stehen 20.000 Tonnen“, sagte Direktor Igor Podinovskij und fügte hinzu, dass die Produkte in die Russische Föderation exportiert werden, obwohl die Zusammenarbeit bei Markenwalzgut zum Beispiel mit
Silur in Charzyssk auch gut funktioniert.

Eine nicht unwichtige Tatsache ist, dass das Unternehmen keine Lohnrückstände aufzuweisen hat.
Außerdem beteiligt sich das Unternehmen an dem „Anti-Corona-Programm“, das vom Ministerium für Industrie und Handel und dem Gesundheitsministerium koordiniert wird. Seit diesem Monat wird medizinischer Sauerstoff zur Beatmung produziert.

Mittwoch:

Wostòkúgol zieht Jahresbilanz
Lug-info.com: „Die Bergleute der nationalen Brennstoffgesellschaft (RTK) Wostòkúgol haben seit der Gründung des Unternehmens 4,5 Mio. Tonnen Kohle gefördert“, verlautete aus dem Unternehmen.
„Die Grubenverwaltungen
Krasnodonskoje und Jassenovskoje sind daran mit einer Million Tonnen beteiligt“, hieß es.
Zur Verwaltung
Krasnodonskoje gehören vier Bergwerke; der Spitzenreiter unter ihnen ist das Bergwerk N. P. Barakov‹ (Bergbauingenieur, 1905 – 1943), dessen Anteil an der geförderten Kohle mehr als 40 % beträgt. Die Verwaltung Jassenovskoje umfasst drei Bergwerke, wobei die Bergleute des Bergwerks M. W. Frunse (Revolutionär und Heerführer, 1885 – 1925) mit 35 % den größten Anteil haben. […]
„Heute wird in den zwei Grubenverwaltungen in zwölf Stollen gearbeitet, von denen sechs in diesem Jahr in Betrieb genommen wurden“, sagte Konstantin Skrypnik, Generaldirektor von
Wostòkúgol. […]
Wostòkúgol umfasst 56 Unternehmen, in denen zusammen über 30.000 Menschen beschäftigt sind.

Zweiter Kohleaufzug wieder in Betrieb
D
an-news.info und Dnronline.su: Die Fördermaschine des zweiten Kohleaufzugs im Bergwerk Komsomòljez Donbàssa in Kirovskoje ist nach Wiederherstellung in Folge des Brandes am 16. August wieder in Betrieb genommen worden. Dies berichtete der Pressedienst des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft der DVR heute. […]
(Bild: dontimes.ru)
Durch den Brand wurden beide Kohle
aufzüge und der Abraumaufzug außer Betrieb gesetzt. Die erste, am wenigsten beschädigte Anlage, wurde Mitte September wieder in Betrieb genommen. Damit konnte die Förderung wieder anlaufen. […]
„Unter dem Einfluss des Feuers und der hohen Temperatur war die gesamte Steuerung der Förderanlagen betriebsunfähig geworden. Sämtliche Seile, etwa 12 Kilometer, waren nicht weiter verwendbar. […] Wir haben neue Seile beschafft und bis jetzt u.a. den Elektromotor der Fördermaschine
2 überholt“, kommentierte Chefingenieur Sergej Tschajka.

Donnerstag:

Lokomotiv Debalzewo wiedereröffnet
Dnronline.su und Dnrailway.ru: Heute wurde in der Stadt Debalzewo das wichtigste kommunale Hallensportzentrum Lokomotiv, das 2014-2015 durch ukrainische Artillerie stark beschädigt worden war, wiedereröffnet. Die staatliche »Donezker Eisenbahn« hat die Verglasung komplett erneuert, das Dach repariert, neue Heizungs- und Lüftungsanlagen, Elektro- und Beleuchtungssysteme installiert sowie Innenausbauarbeiten durchgeführt.
Als Ehrengast nahm auch der Minister für Jugend, Sport und Tourismus der DVR, Alexander Gromakov, an der Veranstaltung teil.

„Ich gratuliere den Bewohnern der Stadt zur Eröffnung dieses schönen Sportkomplexes. Ich hoffe, dass diese Veranstaltung die Entwicklung des Sports nicht nur in Debalzewo, sondern auch in der ganzen Republik stark befördern wird. Es wurde eine großartige Arbeit geleistet und ich bin sicher, dass der Sportkomplex bald, nach dem Abschluss der Reparatur des Schwimmbeckens, voll ausgelastet sein wird“, sagte Gromakov.
Wladimir Kabazkij, Generaldirektor der
DShD‹: „Natürlich möchte ich Worte des Dankes an unser Staatsoberhaupt Denis Puschilin richten für seine ständige Kontrolle und seine hohe Einordnung des Projekts. Bis heute hat uns das sehr geholfen. Ich danke meinen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit und freue mich sehr sowohl für die Eisenbahner als auch für die Einwohner der Stadt“.

Zu Ehren der Eröffnung der bedeutenden Sportanlage wurde ein offenes nationales Boxturnier mit dem Titel »Junge Olympische Hoffnungsträger« gestartet. Das Turnier brachte 97 Sportler aus verschiedenen Städten der Republik zusammen.

Freitag:

Eine nicht unumstrittene Persönlichkeit
Dontimes.ru: Die staatliche »Post des Donbass« hat die philatelistische Serie ›Welíkije Ljúdi‹ (Personen von Rang) mit einer Marke zu Leonid Iljitsch Breshnjev (Generalsekretär des ZK der KPdSU, Vorsitzenden des Präsidiums des Obersten Sowjets der UdSSR, Marschall der Sowjetunion, Held der sozialistischen Arbeit und viermaliger Held der Sowjetunion, 1906 – 1982) zum Abschluss gebracht.

Der Nennwert von 39 Rubeln wurde in einer Auflage von 24.000 Exemplaren gedruckt.
Ein Sonderkuvert dazu (3000 Exemplare) gibt es für 12 Rubel.

Sonnabend:

Gesundheitswesen in der LVR
Novorosinform.org – Zum ersten Mal seit dem Zusammenbruch der UdSSR erhielten die Krankenhäuser der Lugansker Volksrepublik neueste russische Ausrüstung, so Staatspräsident Leonid Pássetschnik in der Fernsehsendung »Der Präsident über das Wichtige« von Lugansk 24 heute.

Foto: Pixabay/novorosinform.org
„Dazu gehören Beatmungsgeräte,
Kernspintomographen und anderes, was laut Gesundheitsministerin Natalja Paschtschenko seit mehr als 30 Jahren nicht mehr an unsere Krankenhäuser geliefert wurde“, sagte er.
Der Staatschef wies darauf hin, […] dass es in der LVR keine Möglichkeit gibt, irgendwelche Medikamente zu produzieren, die bei der Bekämpfung der Pandemie helfen würden. „Deshalb haben wir beschlossen, die Produktion einiger Präparate auf dem Territorium unserer Republik zu organisieren, aber natürlich auch einige aus der Russischen Föderation zu importieren. Ich möchte ausdrücklich auf die große Hilfe hinweisen, die die Russische Föderation uns in dieser Angelegenheit erweist“, so Pássetschnik weiter.

Doppelt so viele Neugründungen wie Pleiten
Dontimes.ru: Wie der Bürgermeister der Frontstadt Debalzewo, Igor Sacharewitsch, berichtet, öffneten in in diesem Jahr mehr als 31 neue Geschäfte, das sind mehr als doppelt soviel wie die Zahl der geschlossenen Einzelhandelseinrichtungen. Zu den Bedeutendsten der neuen gehören eine große öffentliche Kantine eines Maschinenbauunternehmens und die erste Filiale der Markengeschäfte »Geflügelfarm Schachtjorsk« (Lebensmittel allgemein). Wichtig war darüber hinaus die Eröffnung eines Unternehmens namens ›Ekogreenprom‹ (prom von promýschlenost = Industrie) GmbH im Januar dieses Jahres, das Gummi, Batterien und Leuchtstofflampen recycelt.

Wir haben Pläne, neue Unternehmen zu gründen. So haben wir zum Beispiel eine Bestandsaufnahme landwirtschaftlicher Flächen gemacht und bereits mehr als 1000 Hektar ungenutztes Land gefunden. Jetzt warten wir auf einen Investor in Form eines großen landwirtschaftlichen Produzenten. Dadurch würden auch neue Arbeitsplätze geschaffen“, sagte Sacharewitsch.

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