Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 07. bis 13.12.2020

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Montag:

Russische Küken
D
an-news.info: Wie der Pressedienst der Staatlichen Körperschaft Agrárnyj Donbàss berichtet, erwartet die Geflügelfarm Schachtjorsk zur Erneuerung des Vermehrungsbestands ab Januar eine große Lieferung von Küken aus dem Ausland. Erwartet werden über 88.000 Stück, die zur Produktion von befruchteten Eiern und der Einführung der neuen Hähnchenkreuzung „Ross-308“ vorgesehen sind.
Die Geflügelfarm Schachtjorsk ist die größte der Republik. Sie ging aus der 2003 gegründeten
Schachtjòrskaja Nówa hervor und wurde am 8. April 2015 ins Handelsregister eingetragen. Ihre Anlagen verteilen sich auf die Rayons Amwrosijevka und Schachtjorsk; die Hähnchenproduktion wurde 2015 wieder eingeführt.

Staatspräsident trifft Manager
Denis-pushilin.ru: Am Montag, dem 7. Dezember, besuchte das Oberhaupt der Donezker Volksrepublik, Denis Puschilin, das Staatliche Unternehmen Donèzkgormasch (Akronym für Donezker Bergbaumaschinen, Anm. d. Übers.) und hielt ein Treffen mit den Leitern von Industrieunternehmen ab. Zu Beginn der Veranstaltung besuchte Denis Puschilin in Begleitung des Ministers für Industrie und Handel, Wladimir Ruschtschak, und des stellvertretenden Direktors von Donèzkgormasch, Roman Tuka, die Werkstatt für Metallkonstruktionen und machte sich mit den Produktionsprozessen des Werks vertraut.
Roman Tuka teilte dem Staatsoberhaupt mit, dass Donèzkgormasch 14 Haupt- und Nebenbetriebe umfasst. Die Hauptbereiche der Spezialisierung und der produktions-technologischen Tätigkeit sind stationäre Bergbauanlagen, Maschinen für den Untertagebau und Anlagen für den Tagebau. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 470 Mitarbeiter.
Seit 2018 steigt der Export der Bergbauausrüstung des Unternehmens jährlich an. Ab Ende November dieses Jahres werden 95 % der Produkte exportiert. Das Werk liefert Produkte an Unternehmen der Russischen Föderat
ion, Belarus und Kasachstan.Nachdem er sich mit den Produktionsanlagen vertraut gemacht hatte, traf sich das Staatsoberhaupt mit den Leitern der Industrieunternehmen, um Exportfragen zu besprechen.
„Die Umsetzung des Exportpotenzials ist für alle Teilnehmer des heutigen Treffens wichtig. In unserer schwierigen Lage der Isolation müssen wir Möglichkeiten finden, die es ermöglichen, unsere Produktionskapazitäten auszulasten. Wir haben keine andere Möglichkeit. Unternehmen können mit einer Auslastung von weniger als 50 % nicht allzu lange überleben, und manche Unternehmen sind sogar mit einer größeren
Auslastung einfach nicht lebensfähig. Sie als Manager wissen sehr wohl, dass es dabei auch um Löhne und andere Sozialleistungen geht.
Deshalb schlage ich vor, bei der heutigen Sitzung verschiedene Vorschläge zu hören. Hier sollten wir bedenken, dass Sie jetzt zum Teil Konkurrenten und zum Teil Verbündete sind. Wenn jemand den Weg geebnet hat, sollte er auch anderen Unternehmen helfen. Der Zusammenhalt darin und die gegenseitige Unterstützung können Ihnen gute Dienste leisten.

In diesem Fall sucht das Ministerium für Industrie und Handel nach zusätzlichen Möglichkeiten und bietet soviel administrative Unterstützung wie möglich. Und ich möchte betonen: Unsere Gegner bereiten uns eine ganze Reihe von ernsthaften Hindernissen. Es gibt Unternehmen in Russland, in Belarus, mit denen wir zusammenarbeiten, und man versucht, sie einzuschüchtern, indem man sagt, sie würden mit Terroristen zusammenarbeiten, was natürlich nicht stimmt.
Dies sind jetzt unsere Randbedingungen. Unsere Aufgabe ist es, das zu bewältigen. Wir haben ein Potenzial, das wir von der Sowjetunion geerbt haben. Leider ist in den Jahren, in denen dieses Land zur Ukraine gehörte, vieles verfallen. Und jetzt liegt in unserer Verantwortung, die Frage ‚Was wird nach uns übrigbleiben?‘ zu beantworten“, unterstrich Denis Puschilin.
Im Gegenzug präsentierte der Minister für Industrie und Handel, Wladimir Ruschtschak, eine Analyse im Rahmen der einzelnen Branchen über die Entwicklung des Exportpotenzials und die Auslastung der Unternehmen der Republik. Während des Treffens äußerten die Unternehmensleiter ihre Vorstellungen von staatlicher Unterstützung für die Industrie. So baten sie darum, die Entwicklung eines Sondertarifs für Strom und Grundsteuervergünstigungen für Unternehmen in Betracht zu ziehen.
„Wir brauchen ein gemeinsames Maßnahmepaket, um die Auslastung unserer Kapazitäten zu erreichen. Wir werden unsere Treffen fortsetzen und besprechen, was jeweils erreicht wurde. Es geht weiter!“, resümierte Puschilin.


Dienstag:

Neues Straßendienstfahrzeug
Dnronline.su: Im Rahmen der Regierungsinitiative der DVR, den Bedarf der Republik an Industrieprodukten ausschließlich aus inländischer Herstellung zu decken, beteiligt sich das Ministerium für Verkehr an der Umsetzung des Programms zur Herstellung von speziellen Anbaumulchern für den Bedarf des Staatlichen Unternehmens (GP) Avtodor. Dies meldet der Pressedienst der Regierung.
Die Spezialisten des Maschinenbaus Jassinowataja haben den ersten Prototyp eines Fräshäckslers für die Aufwuchsbeseitigung auf Randstreifen entwickelt und hergestellt. Zweifellos werden die Mitarbeiter der Straßenmeistereien mit Hilfe dieses Häckslers in der Lage sein, die Arbeiten effizienter durchzuführen.

Mitarbeiter von
Avtodor führen bisher mit Erfolg zusammen mit Vertretern des Herstellers Feldtests des Geräts entlang der Straße Donezk-Charzyssk-Amwrosijevka-Uspjenka Grenze durch.
„Dieses Muster eines Häckslers wurde in eineinhalb Monaten produziert. Wir hoffen, dass wir in naher Zukunft weitere Exemplare vorweisen können. Es ist wichtig zu erwähnen, dass das Gerät ausschließlich aus einheimischen Komponenten und in den Produktionsstätten der Republik hergestellt wurde, d.h. es kommt zur vollen Importsubstitution“, präzisierten die Vertreter des Maschinenbaus Jassinowataja.

Reparatur und Verschönerung
Dontimes.ru: Die Leiterin der Verwaltung von Charzyssk, Wiktorija Shukowa, berichtete, dass es der Stadt in diesem Jahr gelungen sei, den Plan zur Reparatur und Verschönerung von Wohngebäuden um 81 % überzuerfüllen. Nach ihren Worten ist dies das Ergebnis eines effektiven Managements und einer aktiveren Zusammenarbeit mit den Bürgern.

„Zu Beginn des Jahres 2020 hat sich das Management des städtischen Versorgungsbetriebs geändert und ist dadurch effizienter geworden. Unter den Bedingungen des Corona-Regimes sind wir auch auf andere Formen der Kommunikation mit den Bürgern umgestiegen, mittels der ’sozialen Netzwerke‘ und sog. Direkter Drähte. Dadurch konnten wir schneller auf Anfragen und Beschwerden der Bürger reagieren. Im Allgemeinen waren die Wetterbedingungen günstig für uns, und unsere Mitarbeiter waren in der Lage, eine große Menge an Arbeit an Bedachung, Zentralheizung, Wasserversorgung, Kanalisation usw. hinter sich zu bringen“, sagte Shukowa.

Süßes zum Jahreswechsel
Lug-info.com: Die Lugansker Süßwarenfabrik Lakond wird im Auftrag der Regierung der LVR 165.000 süße Neujahrssets für Kinder herstellen, so Direktor Jaroslav Jazunenko.
„Dieses Jahr nimmt unsere Firma an dem Regierungsprogramm teil, Kinder mit leckeren Weihnachtsgeschenken zu versorgen. Die Bestellung ist ziemlich groß“, sagte er.
Die Fabrik hat am 15. Oktober mit dem Verpacken der Geschenke begonnen und hat bereits 75 % der Bestellung erfüllt. Um Zeit zu haben, die Sets vor dem 15. Dezember fertigzustellen, hat die Firma 40 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt.
Dies sei das erste Mal, dass
Lakond Neujahrsgeschenke herstellt, so Jazunenko.
„Natürlich war es anfangs schwierig, das alles zu organisieren, aber zur Zeit arbeiten alle Beteiligten wie ein Uhrwerk“, sagte der Direktor.

Die Neujahrssets werden an Waisenhäuser, Schulen und Kindergärten in allen Regionen unserer Republ
ik Lugansk verteilt.
Wiktorja Dsjuba, Leiterin des Bereichs für die Herstellung und Verpackung der Geschenke, sagte, dass jedes Set 70 Süßigkeiten von 37 Sorten enthält.
„Wir sind im Zeitplan und geben etwa 4500 Sets pro Tag aus. Das sind die Bonbons, die Kinder am meisten lieben: Geleebohnen,
»Vogelmilch«, Bonbons mit Nüssen, die klassischen »Eichhörnchen« und »Schwanengans«, erklärte sie und präzisierte, dass einige Bonbons in den Sets exklusiv seien, anderweitig noch nicht in den Handel gekommen.
Im Jahr 2019 hat die Lugansker Süßwarenfabrik
Lakondden Export in drei Regionen Russlands aufgenommen.

Donnerstag:

Strategisch wichtige Aufgabe der Staatsverwaltung
Dnronline.su: Seit Anfang 2020 hat die Lebensmittelproduktion in der DVR in Geldwerten um ca. 10 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 zugenommen, so der Pressedienst des Ministeriums für Agrarindustriepolitik und Ernährung. Die Entwicklung der Lebensmittel- und der weiterverarbeitenden Industrie der Republik ist eine strategisch wichtige Aufgabe der Staatsverwaltung. Heute gibt es in der DVR etwa 120 Unternehmen der Lebensmittel- und der weiterverarbeitenden Industrie; mehr als 14.000 Menschen sind in dieser Branche tätig. Das größte Wachstum wurde in der Fililale № 1 der Staatlichen Körperschaft »Donezker Technologien« bei der Produktion von unraffiniertem Sonnenblumenöl erreicht – auf das 4,7fache, dank der planmäßigen vorbeugenden Wartung im größten Unternehmen zur Verarbeitung von Sonnenblumenkernen. Zu beachten sind auch die Steigerungen der Produktion von Süßwaren (30 %), Nudelprodukten (16 %), frischen unfermentierten Käsen (34%) und behandelter Milch (6,4 %). Viele Unternehmen haben die Märkte erweitert und den Export von Produkten in die LVR und die Russische Föderation etabliert. […] Trotz der Tatsache, dass die Unternehmen unter den Bedingungen von Rohstoffknappheit und wirtschaftlicher Blockade arbeiten, wird die Vielfalt der Back-, Teigwaren-, Molkerei-, Wurst- und Süßwarenprodukte ständig erweitert.

Freitag:

25 Jahre ohne fließendes Wasser
Dontimes.ru: Es ist geplant, die Wasserversorgung im frontnahen Dorf Luganskoje, das politisch zum Petrowskij-Bezirk von Donezk gehört, wiederherzustellen. Der Bau der Wasserleitung begann im September dieses Jahres. Heute kamen die Mitglieder der Gesellschaftlichen Kammer der Republik Roman Jevstifejev und Anatolij Gurov auf die Baustelle, um die Arbeiten zu begutachten, wie der Pressedienst der Gesellschaftlichen Kammer berichtet. Seit über 25 Jahren * gibt es in dem Dorf kein Wasser mehr, deshalb arbeiten der Kindergarten und das Gesundheitszentrum nicht. Laut dem von Staatspräsident Denis Puschilin genehmigten Entwicklungs- und Wiederaufbauprogramm werden dort neun Kilometer Wasser- und Heizungsleitungen neu verlegt. Die Arbeiten sollen im nächsten Jahr abgeschlossen werden. In der ersten Phase werden die sozialen Einrichtungen, danach die Wohnhäuser angeschlossen“, sagte Anatolyj Gurov.
* vier Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung der Ukraine (Anm. d. Übers.)


Melkmaschinen

D
an-news.info: In den Abteilungen Primòrskoje und Nowoasòvsk des Staatlichen Unternehmens (GP) Sarjà (Morgenrot) Ágro begannen planmäßige Reparaturarbeiten zur Unterhaltung der Melkmaschinen ›Jòlotschka (kleine Tanne) und Parallel. Dies berichtete heute der Pressedienst des Ministeriums für Agrarindustriepolitik und Ernährung der Republik. Es ist festgelegt, dass Reinigung, Diagnose und Reparatur der Ausrüstung von Spezialisten einer russischen Vertragsfirma durchgeführt werden. der Produktionszyklus des Milchviehs wird dabei nicht unterbrochen. Die Abteilungen Primòrskoje und Nowoasòvsk des GP Sarjà Ágro sind Teil der Staatlichen Körperschaft Agrárnyj Donbàss. Sie wurde im März 2018 gegründet und ist der größte agroindustrielle Komplex der DVR, der einen vollständigen Produktionszyklus bietet – von der Pflanzen- und Tierproduktion bis zum Verkauf von Fertigprodukten an die Bevölkerung.

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