Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 09. bis 15.11.2020

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, vsednr.ru, dontimes.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Montag:

Straße der Stratosphärenflieger
Dontimes.ru: Wie der Pressedienst des Ministeriums für Bauwesen und kommunale Wohnungswirtschaft der DVR mitteilt, befinden sich drei Mehrfamilienhäuser in der Straße der Stratosphärenflieger, die bei den Kämpfen 2014 – 2015 stark beschädigt worden waren, in der Endphase der Rekonstruktion. In dem fünfstöckigen Haus 123 mit drei Eingängen wurden die Strom-, Wasser- und Heizungsleitungen komplett erneuert. Die Balkons wurden repariert, es gibt neue Zimmer- und Balkontüren und es wurden Dacharbeiten ausgeführt, so Minister Sergej Naumjez. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein; danach können die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Mittwoch:

Online-Banking
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an-news.info: Spezialisten der republikanischen Zentralbank der DVR haben mit einem Testbetrieb des Systems Internet-Bank für natürliche Personen begonnen. Für den Versuch wurden bisher Mitarbeiter der Bank freigeschaltet. Das System entspricht dem Stand der Technik und erlaubt jedem Nutzer, zu jeder Tages- und Nachtzeit seine Konten vom Computer oder vom Mobiltelefon aus zu verwalten. Es können Gelder von einem auf ein anderes Privatkonto überwiesen werden, Steuern und Bußgelder bezahlt werden und Handys aufgeladen werden usw.. Das System genießt hohe Priorität in der DVR und steht kurz vor seiner allgemeinen Einführung.

600 Hektar weniger Brachland
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an-news.info: Ab dem kommenden Jahr sollen sollen ungefähr 600 Hektar landwirtschaftlicher Brachfläche wieder bewirtschaftet werden. Das berichtet der Pressedienst des Ministeriums für Landwirtschaftspolitik und Ernährung. Die Zusammenarbeit dazu von Stadt- und Rayonsverwaltungen, interessierten Erzeugern und des Katastrophenschutzministeriums soll vorangetrieben werden. Ungefähren Vorausberechnungen zu Folge beträgt die Brachfläche außerhalb der Kampfzone, die wegen möglicher Kampfmittelbelastung nicht bewirtschaftet wird, noch über 8000 Hektar.

(panteleymonovka.com)
„Unabdingbare Voraussetzungen für eine Erkundung und Kampfmittelfreimachung durch das Katastrophenschutzministerium sind die Eigentums- und Bonitätsnachweise der künftigen landwirtschaftlichen Nutzer. Ein großes Problem besteht allerdings darin, dass ein Großteil dieser Flächen sich in der Fünf-Kilometer-Zone diesseits der Frontlinie befindet“, hieß es im Ministerium. Vor einiger Zeit war berichtet worden, dass sich die Maßnahmen zur Kampfmittelbeseitigung auf landwirtschaftlichen Flächen seit 2015 auf ungefähr 23.000 Hektar erstreckten.

Neue Feuerwehrfahrzeuge
Vsednr.ru: Staatspräsident Denis Puschilin hat heute die Schlüssel zu neuer Brandrettungstechnik und einem Notarztwagen den Mitarbeitern der staatlichen Brandrettungseinheiten von Donezk und Makejewka sowie dem republikanischen Rettungszentrum des Katastrophenschutzministeriums übergeben. Das berichtet heute ein Korrespondent der offiziellen Website der Republik, dnronline.su.
„Allein in diesem Jahr haben die Rettungskräfte der Republik über 13.000 Einsätze gefahren, das Leben von über 800 Menschen, darunter 59 Kinder, gerettet. Tapferkeit, gegenseitiges Zurhandgehen und Beherrschtheit gehören zum Wichtigsten in Ihrem Beruf, und die Pflicht des Staates ist es, die Retter mit allem auszustatten, was sie zu ihrer Arbeit benötigen. Ich wünsche Ihnen Erfolge in Ihrem schweren aber edelmütigen Dienst“, so Puschilin [gekürzt].
Der Minister für Zivilverteidigung, Ausnahmesituationen und die Beseitigung von Naturkatastrophenfolgen (so die offizielle Bezeichnung in etwa – MTschS), Generalleutnant des Zivilverteidigungsdienstes Alexej Kostrubizkij dankte dem Staatsoberhaupt seinerseits für die erwiesene Zusammenarbeit […]
Insgesamt wurden den Rettern acht neue Tanklöschfahrzeuge AZ-3,5-50 auf Kamas-Chassis und ein Reanimationsfahrzeug für notärztliche Hilfe in Extremsituationen und die Evakuierung von Patienten mit schwersten Leiden übergeben.

Donnerstag:

Programm des Wiederaufbaus und der Entwicklung
Mpt-dnr.ru: Am Freitag vergangener Woche führte der Staatspräsident der DVR, Denis Puschilin, eine erweiterte Videokonferenz mit Ministern, Leitern anderer Behörden und den Chefs der Stadt- und Rayonsverwaltungen durch, die dem Programm des Wiederaufbaus und der Entwicklung, das zur Zeit in der Republik umgesetzt wird, gewidmet war. In den Haushalt 2020 waren sechs Milliarden Rubel für die Hauptrichtungen des Programms eingestellt: die kommunale Wohnungswirtschaft, das Gesundheitswesen, die Verkehrs- und die Energiebranche sowie die Vervollkommnung von Post und Telekommunikation. Im Lauf der Konferenz legten die Vertreter der Exekutivorgane Zwischenergebnisse bei der Realisierung des Programms vor. An der Konferenz nahm auch der Vizeminister für Industrie und Handel der DVR, Sergej Ilin, teil.
Denis Puschilin: „Sergej Viktorowitsch, unsere Unternehmen der Metallurgie und des Maschinenbaus haben die Produktion von Ersatzteilen aufgelegt, die auch bei Instandsetzung von Aufzuganlagen eingesetzt werden können. Erzählen Sie bitte, was bisher geschafft wurde und von den Plänen für die Zukunft. Welche Probleme gibt es gegenwärtig und welche davon könnten durch unsere Arbeit gelöst werden? „
Sergej Ilin: „Im Jahr 2020 haben wir 69 von 176 Komplettierungssätze für Aufzüge hergestellt; das entspricht 39,2 %. Die Produktion aller Ausrüstungsteile ist mit einer Gesamtsumme von
5.144.000 auf fünf Unternehmen verteilt. (er nennt Silúr‹, ›Donpromkabel‹, ›Spjeztotschmàschremònt‹ (spezielle Präzisionsmaschinenreparatur) und einige weitere mit den jeweils zugewiesenen Geldern.) Das staatliche »Donezker elektrotechnische Werk« will bis Ende des Jahres 14 Stück des Elektromotors AND-160 für Aufzüge liefern. Bis zum 19. Oktober wurden den Protokollen zu Folge mit diesem Motor im »… Institut für explosionsgeschützte und bergbautechnische Elektroanlagen (NIIVE)« positive Testergebnisse erzielt. Bis zum 25. November soll die industrielle Erprobung laufen, ab dem 20. Dezember die Serienproduktion. Das staatliche ›Donjèzkij Enèrgosawòd‹ hat zehn der komplexen Steuerungen, die ›Laser‹ AG in Makejewka zehn Getriebe ausgeliefert, womit der weitere Bedarf für dieses Jahr gedeckt ist. Eine spezielle Winsch für Fahrstühle befindet sich in der Erprobung, ihre Serienfertigung beginnt im Dezember.“
Puschilin: „Gut, Sergej Viktorowitsch! Aber Sie sind sich im Klaren darüber, dass die Leistung in dieser Richtung gesteigert werden muss. Für nächstes Jahr ist die Instandsetzung einer größeren Zahl von Anlagen vorgesehen. Alles, was in der Republik produziert werden kann, muss in der Republik produziert werden. Das, was nicht, werden wir aus der Russischen Föderation einführen.“
Ilin: „Denis Wladimirowitsch, in diesem Jahr haben wir 39,2 % geschafft, nächstes Jahr wollen wir 80 % erreichen.“
Puschilin: „Das sind gute, ambitiöse Ziele. Jetzt heißt es, sie zu erreichen. An die Arbeit!“

Dmitrij-Medwedjew-Prospekt *
Dontimes.ru: In den frontnahen Bezirken Donezks werden die Wiederaufbauarbeiten an Objekten, die von 2014 bis 2017 beim Beschuss durch ukrainische Artillerie beschädigt wurden, fortgesetzt. An einigen Mehrfamilienhäusern im Kiewskij-Bezirk stehen sie kurz vor dem Abschluss. Von den Regierungsmaßnahmen berichtete die offizielle Website der Republik, dnronline.su.

An den Häusern in der Busslajewstraße, die entweder direkt oder von Splittern getroffen wurden, führt das Staatliche Unternehmen Strójressurs Abschlussarbeiten durch. Es wurden Strom- und Wasserleitungen erneuert und die Heizungen in Gang gesetzt. Besondere Aufmerksamkeit schenkte das Ministerium dem Haus 7 am Dmitrij-Medwedjew-Prospekt im Kujbischewskij-Stadtbezirk. Nach 26 Eingaben von Bewohnern mit der Bitte um Reparaturen wurde es in das Programm aufgenommen. […]
* 1898 – 1954, Kommandeur einer Partisaneneinheit und Schriftsteller, Held der Sowjetunion

Freitag:

Personalmangel
Vsednr.ru: Über den unregelmäßigen Betrieb des öffentlichen Nahverkehr klagen viele Einwohner von Donezk. Besonders schlimm ist es auf den Trolleybuslinien 4, 7 und 11. Fahrgäste sagten, dass sie teilweise 20 bis 30 Minuten auf einen Bus warten mussten.

Mitarbeiter von Dònelèktroáwtotrans erklärten dazu, es gäbe Personalmangel. Der Wagenpark sei in einem guten Zustand, aber es fehlten Fahrer. Um die Probleme zu lösen sucht der Betrieb Mitarbeiter für eine ein halbes Jahr dauernde Ausbildung zum Straßenbahn- oder Trolleybusfahrer, während derer der Mindestlohn gezahlt wird.
Nach Materialien des Fernsehsenders Oplot TV

Weniger Unfälle in Bergwerken
Dnronline.su: Wie der Pressedienst des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft der DVR mitteilt, hat es im Oktober in den der Behörde unterstellten Bergwerken 14 Arbeitsunfälle gegeben, sechs weniger als im Oktober 2019 und keiner davon tödlich. Die Tendenz zur Abnahme der allgemeinen und der tödlichen Arbeitsunfälle war schon das ganze Jahr über zu beobachten. In zehn Monaten gab es 155 „allgemeine“ Fälle, ein Rückgang um 29 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Einen Rückgang gab es auch in den Bergwerken anderer Eigentumsformen. Tödliche Verletzungen erlitten von Januar bis Oktober vier Bergleute. Die Tragödien ereigneten sich in den Staatlichen Unternehmen Makéjewúgol und Tòresantrazít (je zwei). Ein weiterer Mitarbeiter von Makéjewúgol starb am Arbeitsplatz an Herzversagen. 2019 waren es sieben. Es lohnt sich, anzumerken, dass 2124 Verstöße auf dem Gebiet des Arbeitsschutzes und der industriellen Sicherheit disziplinarisch geahndet wurden. […]

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