Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 12. bis 18.10.2020

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, vsednr.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“


Montag:

Wenn die Kohle nicht wäre
D
an-news.info: Wie der Pressedienst des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft der Republik heute mitteilt, haben die kohlefördernden Unternehmen aller Eigentumsformen seit dem Beginn des Krieges im Donbass über 60 neue Stollen in Betrieb genommen, in den staatlichen 56 und mehr als fünf in den privaten. […]
Die erste neue Abbaustätte in der Republik wurde am 31. März 2015 im Bergwerk Cholòdnaja Bàlka (kalte Schlucht) in Makejewka eröffnet. Es gehört zum Bestand eines der führenden Kombinate der Branche, dem Unternehmen Makéjewúgol.

Moskauer Zirkus eröffnet 51. Saison in Donezk
Vsednr.ru: Der Zirkus der Hauptstadt Moskau »Kosmos« hat nach langer Unterbrechung seine neue Vorstellungssaison eröffnet. Das erste den Zuschauern präsentierte Programm war die Eisshow Àisberg.

Die russischen Künstler sind zum ersten Mal in Donezk. Zum Programm gehören Turnvorstellungen, Hochseilartistik, musikalische Exzentrik, dressierte Schlittenhunde und Tauben, Akrobaten auf Einrädern, Clowns und Jongleure. Die Nummern werden von einer Licht- und Lasershow begleitet. Die Vorstellungen dauern noch bis einschließlich 15. November.

Über 11.500 Bodenproben seit 2018
D
an-news.info: Mitarbeiter des Laboratoriums für agrochemische und agroökologische Forschung haben über 11.500 Bodenproben aus verschiedenen Städten und Kreisen der DVR analysiert. „Es wurden der Stickstoff-, der Phosphor- und der Kaliumgehalt sowie der an kritischen Spurenelementen wie Schwefel, Zink und Mangan, der pH-Wert und die Schwermetallanteile, aber auch Pestizidreste bestimmt“, heißt es in der Mitteilung.
Diese Analysen helfen bei der Bestimmung der Fruchtbarkeit der Böden und der Belastung mit toxischen Stoffen. „Im Labor werden die Humus- und die Nährstoffbalance berechnet und der wissenschaftlich begründete Bedarf an Agrochemie zur Aufrechterhaltung der Gleichgewichte in den Böden ermittelt“, sagte man in der Behörde.

(aus einem Artikel von 2018)
Dadurch können die Bauern quantitativ und qualitativ bessere Ernten erzielen. „Durch Nichtbeachtung der Technologien, der Fruchtfolge, ungenügende organische und Kunstdüngerzufuhr kommt ein Verfallsprozess der Böden in Gang. Nach den Gesetzen des Ackerbaus muss man der Erde genau so viel wieder zuführen wie man ihr entnimmt. Bei unausgewogener Düngung kann sich der Nitrat-, der Schwermetall- und der Pestizidgehalt in den Früchten erhöhen. Ohne eine ausgewogene gibt es keine gute Ernte. Selbst bei vergrößerten Mengen kann die Qualität darunter leiden“, resümierte man im Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung der DVR. Das Labor wurde vor zwei Jahren eröffnet.

Dienstag:

Spunbond and Meltblown
Dnronline.su: 15 Unternehmen der Leichtindustrie der Republik sind auf die Produktion von medizinischer Einweg-Schutzkleidung zur Deckung des Bedarfs der Bevölkerung umgestellt worden. Wie der Pressedienst des Ministeriums für Industrie und Handel mitteilt, ist dies für das Personal der Rettungswachen, des Flugrettungsdienstes, von Krankenhäusern und Kliniken vorgesehen. Es handelt sich um Kittel für die Chirurgie, Kittel und Überwürfe für Besucher, Schutzanzüge und ähnliches. Auch die Produktion von Überschuhen ist geplant.
„Alle Produkte aus unserem Hause werden aus einem besonderen Vlies (engl. spunbond) hergestellt, einem dreilagigen, nichtgewobenen Material mit einer Beschichtung aus Meltblown-Vlies, das die antibakteriellen Eigenschaften und die Filtereigenschaften der medizinischen Einweg-Schutzkleidung und Masken verbessert. Für das in der Russischen Föderation eingekaufte Rohmaterial sowie die gesamte Produktion gibt es
eine Dokumention und Zertifikate, die nach der Gesetzeslage erforderlich sind“, sagte der Direktor der Olfarm-Wostòk GmbH, Oleg Demtschuk.
Wie aus dem Ministerium verlautet, ist die Republik zum heutigen Tag mit persönlichen Schutzmitteln vollständig versorgt.

Völlig unabhängig von der Ukraine
D
an-news.info: 2250 verschiedene Objekte der Energieinfrastruktur der DVR sind seit 2014 durch Beschuss durch ukrainische Formationen zerstört oder beschädigt worden. Das erfuhr die Agentur heute vom Pressedienst des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft. In den meisten Fällen handelte es sich um Freileitungsmaste oder verschiedene Umspannstationen. Heute ist der betriebsfähige Zustand praktisch aller Objekte wieder hergestellt. Aber es sind auch einige darunter, die sich an der ‚Grauen Zone‘ (umkämpftes Gebiet – Anm. d. Übers.) befinden und an die wir nicht herankommen. Wir haben es so eingerichtet, dass wir von diesen praktisch nicht mehr abhängig sind. Das Netz wurde dahingehend umgebaut, dass sie keinerlei Einfluss mehr auf die Energieversorgung der Republik haben“, hieß es in der Behörde. „Das ganze System ist inzwischen auch völlig unabhängig von der Ukraine.“ […]

Stromversorgung in der Lugansker Volksrepublik
Lug-info.com: „Spezialisten des Staatlichen Unternehmens »Republikanische Netzgesellschaft« (RSK) der LVR haben in einem halben Jahr über 380 km Freileitung, 326 km Kabelstrecke und 370 Umspannstationen generalüberholt“, schreibt die Gesellschaft. […] „Außerdem wurden wurden Reparaturarbeiten an Gebäuden und anderen Einrichtungen des Stromnetzes ausgeführt. Von den für 2020 geplanten Arbeiten sind 75% erledigt.“

Der Personalbestand der RSK hat sich seit dem 1. März von 2925 auf 3436 Mitarbeiter erhöht. Im Rahmen der bilateralen Kooperation wurde in der Donezker Volksrepublik eine erste Partie von Betonmasten gekauft.

‚Transnationaler Konzern‘ verschärft Kontrolle
Dnrailway.ru: Bei einer Sitzung mit dem Generaldirektor des Transnationalen Konzerns (TK) »Eisenbahnen des Donbass«, Wasilij Nasarjan, wurden die Ziffern der Staatsbahnen der DVR und der LVR für die ersten drei Quartale 2020 offengelegt. Der Akzent lag außerdem auf den Vorbereitungen für den kommenden Winter. Obwohl in der DVR einige Maßnahmen dazu noch nicht abgeschlossen sind, bestehen keine Zweifel daran, dass sie es werden. Größere Sorgen bereitet die Situation bei der LShD. Dort sind die Dächer erst zu 76% instandgesetzt, es gab keine Arbeiten an den Fernwärmeleitungen, die Vorbereitungen an Wasserleitungen und Kanalisation betragen gerade einmal 64%, und es wurde keine warme Schutzkleidung gekauft. Direktor Nikoilaj Babojda versprach Besserung. […]

https://dnrailway.ru/wp-content/uploads/2020/10/1.jpg
Auch die Betriebssicherheit wurde beleuchtet. Von Januar bis September gab es bei beiden Bahnen einen schwerwiegenden Vorfall (»Katastrophe«) und 61 weniger schwerwiegende gegenüber nur 52 weniger schwerwiegenden 2019. In der DVR sind die Zahlen rückläufig während die eine »Katastrophe« und die Zunahme der anderen Vorfälle in der LVR als nicht hinnehmbar bezeichnet werden. […]
Bei der
›DShD wurden 3797 Meter Gleis und neun Weichen erneuert sowie ein Schaltposten PSK-3,3 kV für die Oberleitung neu in Betrieb genommen. In der Lugansker Volksrepublik wurden nur Weichengroßteile und 1682 Schwellen erneuert. […]

Brandschaden behoben und gute Aussichten
Dnronline.su: Heute besuchte Staatschef Denis Puschilin das staatliche Bergwerk Komsomòljez Donbàssa und nahm an der Inbetriebnahme des siebten östlichen Stollens des Flözes L6, Block 2 teil. Es begleiteten ihn der Minister für Kohle und Energiewirtschaft, Ruslan Dubowskij, und der Bürgermeister von Kirowskoje, Sergej Jermakow.

Die geplanten Zahlen für den neuen Stollen stellte der Leitende Ingenieur Sergej Tschaika vor: „Die Reserven betragen 665.000 t Kraftwerkskohle; ab heute werden wir täglich 1500 t fördern. Das übersteigt die Norm schon beträchtlich, aber wir streben sogar 3000 t pro Tag an“, sagte Tschaika. [Puschilin fand warme Worte für alle Beteiligten und beauftragte den Minister, Mitarbeiter, die sich bei der Schadensbehebung nach dem Brand im August (AP berichtete) hervorgetan haben, für staatliche Auszeichnungen vorzuschlagen.]

Freitag:

Zigtausende Kühlschränke
D
an-news.info: „Das Donezker Unternehmen für Kältetechnik DònFrost hat im laufenden Jahr mehr als 92.000 Kühl- und Gefrierschränke allein in die Russische Föderation geliefert. Die Planungen belaufen sich auf 165.000 Geräte“, so Werksdirektor Konstantin Klimow. Die Produktion ist seit 2018 um ein Drittel gestiegen.

DònFrost wurde 2016 auf Basis der bekannten Marke ‚NORD‘ gegründet. Es werden hauptsächlich Haushaltskühl- und -gefrierschränke hergestellt. Das Werk hat drei Hauptabteilungen: die Montage-, die Kunststoff- und die Metallteilewerkstätten. Außerdem gibt es noch Gruppen für die Werksinfrastruktur und eine Instrumentenabteilung, in der Komponenten für Neuentwicklungen gebaut werden. In der Firma arbeiten über 840 Menschen.

Haldenberge, Rosen und Asowsches Meer
D
an-news.info: Die Volksabstimmung für das beste Logo für die Tourismusbranche der Republik ist abgeschlossen. An ihr nahmen über 3000 Menschen teil, hieß es im Ministerium für Jugend, Sport und Tourismus. „Die als Sieger hervorgegangene Variante 3 enthält einiges symbolisches: Haldenberge des Donbass, Rosen von Donezk und die Sonne über dem Asòwschen Meer.

Bei der seit 29. September laufenden Abstimmung waren drei Varianten vorgeschlagen. Die entsprechende Website zählte in dieser Zeit über 40.000 Besucher. Die drei Varianten waren von einer Arbeitsgruppe zur Entwicklung des nationalen und internationalen Tourismus in Auftrag gegeben und ausgesucht worden.

Donezk aus dem All
Dontimes.ru: Der Kosmonaut Iwan Wagner hat auf Instagram bei sich ein Photo von Donezk veröffentlicht, das er von der internationalen Raumstation Sojus MS-16 aus aufgenommen hat.

https://dontimes.ru/wp-content/uploads/2020/10/photo_2020-10-16_10-23-12.jpg
Die Schächte Donezks gehören zu den tiefsten der Welt. Das Bergwerk A. A. Skotschinski (russ. Montanwissenschaftler, 1874 – 1960 / Anm. d. Übers.)hat eine Tiefe von 1546 Metern. Dazu kommt noch ein einzigartiges Tunnelsystem von über 2000 Kilometern Länge!“, berichtet Wagner.

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