Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 05. bis 11.10.2020

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, vsednr.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“


Montag:

inwieweit man den Informationen aus den Massenmedien vertrauen kann
D
an-news.info: Die Donezker Volksrepublik verfügt über ein gutes Potential zur Entwicklung der Tourismusbranche. „Perspektiven gibt es selbstverständlich, und die schwierige weltweite Situation mit der Corona-Pandemie hat die Notwendigkeit der Entwicklung augenscheinlich demonstriert“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums für Jugend, Sport und Tourismus der DVR. Zu den hauptsächlichen Vorzügen gehören 41 Naturschutzgebiete mit einer Fläche von zusammen ungefähr 30.000 Hektar. Von besonderem Interesse sind die Landschaftsparks Donjèzkij Krjash (Gebirge) und Sújewskij, aber auch das unter besonderem Schutz stehende Biosphärenreservat Chomutowskaja Stjep (Steppe) – Meotida. Außerdem bietet der Zugang zum Asòwschen Meer Möglichkeiten zur Erholung am Strand. „Auf dem Territorium der Republik gibt es über tausend kulturhistorische Objekte, die einen großen Schatz für die Bevölkerung und das Welterbe darstellen. Oben Gesagtes bezeugt, dass es Perspektiven gibt, die unbedingt genutzt werden müssen, auch um ausländische Touristen anzuziehen.“
Ausländer zeigen Interesse für das Leben in der Republik unter den Bedingungen des Krieges und der Wirtschaftsblockade. Viele Fremde möchten herausfinden, inwieweit sie den Informationen aus den Massenmedien vertrauen können. So besuchten 2018 organisierte Reisegruppen aus der VR China, Kanada und im vergangenen Jahr Touristen aus Thailand die Republik. Das Ministerium hat eine Arbeitsgruppe geschaffen, die eine Strategie für die Jahre 2021 – 2025 ausarbeiten soll. Sie soll qualitativ hochwertige und konkurrenzfähige Produkte auch im Hinblick auf den internationalen Tourismusmarkt befördern. […]

Brückenarbeiten im Rayon Amwrosijewka
Dnronline.su: Mitarbeiter der Donezker Spezialbau- und -montageverwaltung 1 haben fast ein Drittel der Arbeiten zum Wiederaufbau einer Brücke im Verlauf der Straße von Pokrowka nach Stepano-Krynka hinter sich gebracht. Wie der Pressedienst des Transportministeriums mitteilt, haben die Spezialisten Zuwegungen zu den Pfeilern gebaut und die alten Überbauten entfernt. Zum 2. Oktober haben die Arbeiter zwei Pfeiler betoniert und mit der Einschalung eines weiteren begonnen. Der Abschluss der vom Ministerium überwachten Arbeiten ist zum Jahresende geplant. Auch diese Brücke hatte unter den Kampfhandlungen der Ukraine im Jahr 2015 gelitten.

Dienstag:

Wiederaufbau in Debalzewo
dnrailway.ru: Im Rangierbahnhof Debalzewo wurde der Ablaufbetrieb in die vierte Harfe (acht Richtungsgleise – Anm. d. Übers.) des Ost-West-Systems nach langem Stillstand wieder aufgenommen. Der Bereich um den Ostberg war während der Kampfhandlungen in den Jahren 2014 – 2015 zerstört worden. […] Bei den Arbeiten wurden vom Signaldienst 130 Meter Druckluftleitungen und zehn Absperrventile erneuert. Es wurden drei Gleisbremsen auf neuen Fundamenten, Weichen und Signale neu errichtet.
Das Ablaufstellwerk bekam zur Sicherstellung eines ununterbrochenen Betriebes neue Akkumulatoren und eine Notstromversorgung von der westlichen Kompressorstation. Die Erweiterung ermöglicht kürzere Zeiten und niedrigere Kosten bei der Behandlung der Züge im Bahnhof. Sie steigert nicht nur die Kapazität des Bahnhofs, sondern auch die Durchlassfähigkeit beider Eisenbahnen des Donbass.

Stromversorgung in der ‚Grauen Zone‘ (umkämpftes Gebiet)
Vsednr.ru: Zwei Wochen ohne Strom – mit diesem Problem mussten sich im vergangenen Jahr die Einwohner der Siedlungen Krasnyj Partisan und Werchnjetorezkij im Rayon Jassinowataja auseinandersetzen. Aber in der bevorstehenden Heizperiode haben sie so etwas nicht zu befürchten. Monteure haben eine Reservestromleitung zu den Siedlungen verlegt.
Das republikanische Unternehmen
»Regionale Energieversorgungsgesellschaft« (REK) hat eine eine neue Hochspannungsleitung gebaut. Ab jetzt werden die etwa 1300 Einwohner der Siedlungen im Fall von Beschuss durch die Ukraine oder anderer außergewöhnlicher Umstände nicht mehr ohne Elektrizität leben müssen. Sie werden operativ der neuen, drei Kilometer langen Leitung zugeschaltet.
(Foto dnronline.su)
Wie der leitende Ingenieur der Abteilung
»Stromnetze von Makejewka« der REK, Andrej Tscherkaschin, sagte, war die Idee zum Bau einer solchen Leitung nicht neu, aber akut wurde die Frage im Februar 2020, als Kiew durch Beschuss der 35 kV-Umspannstation Rasdòlnaja für zwei Wochen die Einwohner von der Versorgung abschnitt. „Durch die militärische Aggression wurde die Hauptleitung, die die Station in Krasnyj Partisan gespeist hat, beschädigt, und wir konnten die Spannung nicht wieder herstellen, weil die ukrainische Seite unseren Technikern keinen Zugang zu der in der ‚grauen Zone‘ gelegenen Umspannstation gewährte. Da hat die REK den Beschluss zum Bau der neuen Leitung gefasst, damit die Bürger künftig von solchen Problemen verschont bleiben“, sagte Tscherkaschin.
„Die REK hat die Leitung mit eigenen Mitteln, ohne Beteiligung anderer Firmen gebaut. […] In kürzester Zeit haben unsere Spezialisten die erforderliche Dokumention erarbeitet, auf freiem Feld eine neue Station gebaut, ausgerüstet und eine 6 kV-Freileitung zu ihr angelegt. Und all das außerhalb des geplanten Investitionsprogramms der Gesellschaft für 2020.“

„Die Station hat eine Leistung von 3,2 MW. Das ist genug um die Schule, den Kindergarten, das Heizhaus und alle andere Kunden in Krasnyj Partisan und Werchnjetorezkij zu versorgen“, sagte der Direktor der »Stromnetze von Makejewka«, Jewgenij Ignjatjew. […]
Im Februar 2020, als die Ukraine ihr Einverständnis zu den Wiederaufbauarbeiten künstlich in die Länge zog, mussten die Bürger mit starken, vom Katastrophenschutzministerium zur Verfügung gestellten Generatoren versorgt werden.

Mittwoch:

Harmonisierung mit der Russischen Föderation
D
an-news.info: Die Regierung der DVR hat die Beschränkung des Höchstgewichts von Lkws auf öffentlichen Straßen auf 38 Tonnen aufgehoben. Unter besonderen Bedingungen gab es bisher Ausnahmegenehmigungen. „Wenn man in Betracht zieht, dass aus der RF Transporte mit höherem Gesamtgewicht und höherer Achslast, darunter auch solche mit humanitären Hilfsgütern, auf unser Land zulaufen, kommt es jetzt zu keinen Verzögerungen an den Grenzen mehr“, heißt es in der Regierungsveröffentlichung. Diese Maßnahme ist auch durch die Vereinheitlichung mit der russischen Gesetzgebung bedingt.

Mehr Fleisch und mehr Eier
Lug-info.com: Von Januar bis August hat die Fleischproduktion nach Lebendgewicht in der Lugansker Volksrepublik im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13% zugenommen. Das berichtet das staatliche Komitee für Statistik. Wie das Komitee konkretisierte, wurden die besten Zahlen in Stadt und Rayon Krasnodon bei landwirtschaftlichen Betrieben der Agroptacha GmbH und im Rayon Perewalsk bei der staatlichen »Regionalen Agrarholding der LVR« erreicht. Die meisten Hühnereier gab es bei der ›Awis‹ GmbH in den Rayons Perewalsk und Lutugino.

Kindergärten renoviert
Dnronline.su: Im frontnahen Jelenowka nähert sich die Renovierung zweier Kindergärten der Vollendung. Der Minister für Bauwesen und kommunale Wohnungswirtschaft der DVR, Sergej Naumjez, inspizierte am 7. Oktober die Arbeiten in den Vorschulerziehungseinrichtungen. „In einem der Objekte werden sie termingerecht am 25. Oktober abgeschlossen, in dem anderen gibt es Verzögerungen. Im Zusammenhang damit wurde die republikanische Baudirektion für Großprojekte beauftragt, die bauausführende Firma unter Druck zu setzen“, sagte Naumjez.
Die Renovierung dieser Kindergärten ist Bestandteil des Programms 2020 der Regierung der DVR für den Wiederaufbau von Objekten, die unter der ukrainischen Aggression gelitten haben. Die Kindergärten wurden beim Beschuss Jelenowkas im Jahr 2015 beschädigt.
Naumjez besichtigte auch Dacharbeiten in der Moskauer Straße der Siedlung. Er traf sich mit Bürgern von dort, die um diese Arbeiten gebeten haben. Rechtzeitig vor dem Winter müssen in Jelenowka noch 1344 m² Dachfläche von neun Mehrfamilienhäusern instandgesetzt werden. […]

Donnerstag:

Vom Schmuckstück nichts mehr zu erkennen
Vsednr.ru:
Eine der ersten Apotheken Donezks befand sich in der Artjomstraße 5. Das Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde »Apotheke der Steinkohlezechengesellschaft Noworossisk« genannt. Pächter war der Belgier Iwan Iwanowitsch Latsche (niederl. oder frz. Schreibweise nicht zu ermitteln – Anm. d. Übers.), dessen Namen sie trug und unter dem sie auch heute noch bekannt ist. Als Latsche in unser Land kam lies er sich an einer der ersten Adressen der Stadt nieder. Ihm fiel sofort dieses zweistöckige Haus mit dem Schild »Chemisch-pharmazeutisches Labor – Apothekenbedarf« auf. Es war von einfacher Architektur, bescheidene Backsteinverzierungen und Pilaster. Im ersten Stock befand sich Latsches Wohnung, aber auch das Heim für die angestellten Pharmazeuten. Hinter dem Haus erstreckte sich ein Garten, in dem Heilkräuter wuchsen und gezüchtet wurden.

Zu sowjetischer Zeit beherbergte das Haus erst eine Druckerei und nach dem Krieg eine Musikschule.
In der Postyschewstraße gab es einmal ein Apothekenmuseum Latsche, in dem spezielle Möbel und alle auch nur erdenklichen Gerätschaften, die Apotheker in den letzten zwei Jahrhunderten benutzten, gezeigt wurden. Leider existiert dieses Museum nicht mehr. Ein Teil der Exponate gelangte in die Ausstellung zum alten Jusowka im Donezker Heimatmuseum.

Die Aptjéka Latsche wurde verkauft und umgebaut. Man verpasste ihr ein zweites Stockwerk und verglaste die Fassade in einer zu der alten Architektur völlig unpassenden Weise. Von dem einstigen architektonischen Schmuckstück ist heute nichts mehr zu erkennen.

Fahrgastzahlen
Dnronline.su: Von Januar bis September haben die städtischen Betriebe des elektrischen Nahverkehrs über 45 Millionen Fahrgäste befördert, mehr als die Hälfte davon (24,9 Mio.) zu ermäßigten Tarifen. Im September waren es 5,9 bzw. 3,9 Mio..

(ČKD 159379/1970) Foto: Denis Denisenko 27.08 2020
Elektrischen ÖPNV gibt es in der DVR in Donezk, Makejewka, Jenakiewo, Gorlowka und Charzysk.

Sonntag:

Tag der Bauern
D
an-news.info : Staatspräsident Denis Puschilin beglückwünschte die Landwirte heute zum Feiertag ihres Berufsstandes.

„Sie haben in diesem Jahr hohe Werte bei der Ernte von Getreide und Hülsenfrüchten erzielt. Dank Ihrer gewissenhaften und aufopferungsvollen Arbeit sind wir jetzt nicht nur in der Lage, unsere eigene Bevölkerung mit einer Reihe von Lebensmitteln zu versorgen, sondern auch noch einen Teil davon zu exportieren“, sagte Puschilin. Die hohen Werte seien durch angespannte Arbeit und Professionalität erzielt worden, sagte er, bedankte sich für die überaus wichtige Tätigkeit zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit der Republik und wünschte Wohlergehen, Glück und Erfolge. Der Tag der Beschäftigten in der Landwirtschaft wird traditionell an jedem ersten Sonntag im November begangen.

Standard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s