Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 07. bis 20.09.2020

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, vsednr.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Do, 10.9.

Corona und die Fahrgastzahlen
Dnrailway.ru: […] Von Januar bis August 2020 benutzten 699.289 Menschen die Züge der staatlichen Donezker Eisenbahn, 27,5% weniger als im Jahr davor. Im Fernverkehr (zwei Zugpaare) waren es 43.909 (-56,7%) und im Vorortverkehr 655.380 (-24,0%), davon 229.231 mit Fahrvergünstigungen als Sozialleistung.


Sa, 12.
9.

Zehn Prozent mehr Lohn
D
an-news.info: Wie Staatspräsident Denis Puschilin auf einer Dienstreise nach Starobjeschewo mitteilte, werden die Gehälter der Mitarbeiter in den den kommunalen Diensten der DVR kurzfristig erhöht. „Ich weiß, dass Sie es zur Zeit sehr schwer haben. Wir mussten lange damit leben, dass die Tarife nicht erhöht werden konnten. Jetzt gibt es 10 – 13% mehr Geld. Das löst die Probleme der Beschäftigten nicht, das wissen wir. Aber so weit wie in der Ukraine, wo die Gebühren für Strom, Wasser und Gas um ein Vielfaches erhöht wurden, gehen wir nicht. Das wäre auch nicht gerecht“, unterstrich Puschilin. […]


Mo, 14.
9.

Testbetrieb nach Brand im Bergwerk
D
an-news.info: Das Staatliche Unternehmen Schàchta Komsomòljez Donbàssa hat zwei Tage früher als geplant den Testbetrieb zur Kohleförderung aufgenommen, die im August wegen eines Brandes eingestellt werden musste. Das erfuhr die Agentur heute aus dem Ministerium für Kohle und Energiewirtschaft der DVR. Seit gestern hat die Anlage 2 1400 Tonnen Gestein gefördert. D. h., wir haben sie unter Last geprüft, es gab nichts zu beanstanden. Aber es handelt sich ausdrücklich um einen Testbetrieb, sagte unser Informant. Nach seinen Worten erlaubt die Wiederinbetriebnahme die Förderung von 6000 Tonnen Kohle täglich. In einer zweiten Etappe der Reparaturarbeiten ist die Wiederinbetriebnahme einer zweiten Förderanlage geplant. Der Testbetrieb ist vorläufig unbefristet. Die Genehmigung zu einem vollwertigen Betrieb bleibt den Experten der staatlichen Bergbauaufsicht der DVR vorbehalten. [Es folgen eine Auflistung der im August entstandenen Schäden und ein paar Worte zur Geschichte des Bergwerks – AP berichtete.]

Mehr Landmaschinen
Lug-info.com: Wie das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung der LVR mitteilt, erhielten die Landwirte zur Erneuerung des Maschinen- und Traktorenparks in den ersten acht Monaten dieses Jahres 76 neue Einheiten, 8,2% mehr als im Jahr zuvor. […] Im ganzen Jahr 2019 waren es 81 Einheiten im Wert von 233 Mio. Rubeln, sagte Minister Jurij Pronko.

Arbeitsunfälle im Bergbau rückläufig
Dnronline.su:
Dank dem unermüdlichen Einsatz der Inspektoren ist die Zahl der Arbeitsunfälle in den Kohleunternehmen der Republik in den ersten acht Monaten dieses Jahres wesentlich zurückgegangen. Das erklärte der Vorsitzende des staatlichen Komitees für Bergbau- und technische Aufsicht der DVR, Wladimir Zymbaljenko. „Die Aufsicht über den Arbeitsschutz und die Sicherheit in der Kohlebranche ist eine der wichtigsten Aufgaben des Komitees. Von unseren zwölf Abteilungen arbeiten sechs auf dem Gebiet des Bergbaus. Wir müssen die Zahl der Unfälle und Verletzungen senken. Es dürfte hinlänglich bekannt sein, dass der Arbeitsschutz ein wichtiges Element der Lebenssicherheit, aber auch des wirtschaftlichen Wohlergehens der Unternehmen ist. Unsere Inspektoren überwachen in den Bergwerken die Belüftung, den Staub- und Gasgehalt der Luft, die Temperaturverteilung und den sicheren Betrieb der Anlagen und Fördermittel. Die Zahl der Arbeitsunfälle ist in den ersten acht Monaten 2020 um 60 zurückgegangen; es gab 155 Verletzte unter den Bergleuten. Darüber hinaus ist uns die Senkung der Unfälle mit tödlichem Ausgang sehr wichtig. Seit Jahresbeginn starben sieben Bergleute durch Arbeitsunfälle, gegenüber zehn im Vorjahreszeitraum“, sagte Zymbaljenko. Zur Zeit arbeiten in der Republik 25 Kohleunternehmen. Seit Januar 2020 wurden von den Inspektoren 4530 Überprüfungen durchgeführt, bei denen 63.870 Verstöße gegen Gesetze oder Regeln des Arbeitsschutzes festgestellt wurden. In 1982 Fällen wurde die Fortführung der Arbeiten und des Betriebs der Anlagen verboten.


Di, 15.
9.

Gemüseproduktion in staatlicher Hand
D
an-news.info: Das staatliche Unternehmen »Gewächshäuser des Donbass« wird in die Körperschaft »Donezker Technologien« eingegliedert. Den entsprechenden Erlass 328 hat Staatspräsident Denis Puschilin heute auf seiner offiziellen Website veröffentlicht.
Das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung wurde verpflichtet, eine Kommission zur Umsetzung des Erlasses ins Leben zu rufen. Die »Donezker Technologien« wurden am 15. April 2018 zur Verwaltung staatlichen Eigentums und zur Modernisierung und innovativen Entwicklung der Wirtschaft gegründet. Zum Bestand der Körperschaft gehören sieben Filialen, die die wirtschaftlichen Aktivitäten in den Schlüsselindustrien auf dem Territorium der DVR kontrollieren. [›Tjeplízy Donbàssa‹ in der Stadt Surges baut auf 6,5 Hektar an und hat im Jahr 2019 über 1300 Tonnen Gemüse erzeugt – Anm. d. Übers.]


Mi, 16.
9.

Eisenbahn elektrisch früher als zum Beispiel in Hamburg
Dnrailway.ru: Das Kollektiv der im August 1960 gegründeten Bahnstromversorgung Ilowajsk begeht sein 60. Jubiläum. 1961 kam die erste elektrische Lokomotive nach Ilowajsk. In der Dienststelle arbeiten 225 Menschen auf den Streckenabschnitten von der russischen Grenze bei Uspjenskaja bzw. Wojkowo bis Gorlowka und Uglegorsk. Das sind 13.360 technische Plätze mit acht Unterwerken. Die Gesamtlänge der Oberleitung beträgt 750,2 Kilometer mit 9978 Masten und knapp 250 Kilometern sonstiger Leitungen. Es gibt zehn schienengebundene Arbeitsfahrzeuge und neun Kraftfahrzeuge. Der Energieumsatz beläuft sich auf ca. 191 Millionen Kilowattstunden.


Fr, 18.
9.

Puschilin besuchte Stahlseilwerk
Dnronline.su: Während eines Besuchs in Charzysk machte sich der Präsident der DVR, Denis Puschilin, mit der Arbeit des Stahlseilwerks Silur vertraut und sprach mit den Mitgliedern des Kollektivs. „Ich kenne die Situation des Unternehmens ziemlich genau, das Problem liegt bei den Rohstoffen. Ich glaube, wir werden diese Fragen gemeinsam lösen, d. h. nicht nur das Unternehmen wird Vorschläge machen, sondern auch das Fachministerium und die ganze Regierung.“
Die Arbeiter wandten sich mit den unterschiedlichsten Fragen an den Staatschef, darunter der nach der Möglichkeit der Einführung des russischen Arbeitsrechts. „Im Großen und Ganzen übernehmen wir die Normen der russischen Gesetzgebung, aber dieser Prozess muss schrittweise ablaufen. Denken Sie daran, dass das bei der Verabschiedung des Bürgerlichen Gesetzbuches unlängst sehr viele unausgearbeitete Momente zu Tage getreten sind. Deshalb ist es besser, alles genau abzuwiegen und die Folgen zu bedenken. Aber die Integration in die Russische Föderation betrifft selbstverständlich auch die Gesetzgebung“, sagte Denis Puschilin. Es gab auch Fragen zur Ausstellung von Reisepässen, zu Transportproblemen und ähnlichem. Mit den Worten „Ich wünsche Ihrem Unternehmen alles Gute. Die Republik ist an Ihrer Arbeit interessiert. Es wird sicherlich rentabel sein, denn die Produkte sind gefragt, nicht nur hier, sondern auch auf dem Außenhandelsmarkt. Ich bedanke mich für das Treffen,“ beendete Denis Puschilin das Gespräch.

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