Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 31.08. bis 06.09.2020

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, dnrailway.ru, vsednr.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“


Dienstag:

Arztgehälter steigen auf russisches Niveau
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an-news.info: Wie Staatspräsident Denis Puschilin heute mitteilte, werden die Gehälter der Ärzte der DVR schrittweise dem Niveau der Oblast Rostow am Don (RF) angepasst. „Es sind drei Etappen geplant, am Ende derer wir auf dem russischen Niveau sein werden. Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst erhalten mit jeder Etappe ungefähr 28% mehr, die Renten und Sozialleistungen steigen um 20%“, sagte Puschilin. Die einzelnen Etappen sind für den 1. Januar 2021, für Juli 2021 bzw. Januar 2022 geplant. Seine Erklärung verlautete bei einem Treffen mit Studenten der Donezker nationalen medizinischen Hochschule Maxim Gorkij (DonNMU). Er beglückwünschte die Studenten zum Beginn des neuen Studienjahres und meinte, dies gebe ihnen die einzigartige Möglichkeit, erstklassige Spezialisten zu werden. „Sie bekennen sich bewusst zum Dienst an der Volksgesundheit, das ist eine harte, verantwortungsvolle und ehrwürdige Arbeit“, sagte er. An der feierlichen Zeremonie nahmen dieses Jahr 923 Studenten, 286 andere Hochschüler (»Lyzeisten«) und 35 Studierende des medizinischen Colleges teil. Rektor Grigorij Ignatjenko nannte sie eine große Reserve für den Kader.


Bergwerk nach Feuer in kürzester Zeit wieder in Betrieb

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an-news.info: Im Bergwerk »Komsomolze des Donbass« wird die Kohleförderung, die wegen eines Brandes am 16. August eingestellt worden war, am 15. September wieder aufgenommen werden. „[…] Die Reparaturarbeiten werden von Staatspräsident Denis Puschilin persönlich überwacht, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft der DVR. In einem halben Monat wurden eine Kranbahn und der Aufzug, mit dem die Bergleute in den Förderturm gebracht werden, wieder hergerichtet. Es wurden neue Kabel und Seile für den Kohlenaufzug 2 gekauft. Bei den Arbeiten an der Infrastruktur sind 1390 Menschen rund um die Uhr im Einsatz. […] Bei dem Kabelbrand im Förderturm wurden unter anderem 12 Kilometer Hoch- und Niederspannungskabel beschädigt. […] Das Bergwerk Komsomòljez Donbàssa gehört zu den führenden Kohlebetrieben der DVR. Es liegt in der Stadt Kirowskoje, nordöstlich von Donezk. Es wurde 1980 eröffnet. Bei dem Beschuss durch die Ukraine in den Jahren 2014 – 2015 kamen zwei Menschen ums Leben, sechs wurden verletzt. Im März 2017 wurde der Betrieb unter Äußere (staatliche) Verwaltung gestellt. Das Arbeitskollektiv zählt mehr als 3300 Menschen.


Donnerstag:

Züge oder Kurswagen nach Russland?
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an-news.info – Die Regierung der DVR hat die Frage der Wiederaufnahme des Eisenbahnpersonenverkehrs mit Russland, die wegen der Corona-Pandemie unterbrochen wurde, wieder aufgegriffen. Das berichtete Staatspräsident Denis Puschilin heute bei einem Treffen mit Bürgern der Stadt Debalzewo.
(hier noch im ukrainischen Blau, Anm. d. Übers.)
„Unsere Aufgabe ist es jetzt, umsteigefreie Verbindungen mit Moskau, St. Petersburg und der Krim einzurichten. Aber es liegt nicht in unserer Macht, diesen Prozess zu beschleunigen; dazu bedarf es der Zusammenarbeit unserer und der Bahn der Russischen Föderation. Ich möchte jetzt keine Zeitpunkte nennen, gewollt habe ich es schon für Beginn dieses Jahres (Puschilin bei einem Treffen mit der Jugend am 8. September 2019), und es hätte auch beinahe geklappt, aber dann hat die Corona-Situation alles paralysiert. Jetzt wird der Sache wieder neues Leben eingehaucht“, sagte Puschilin.

Dächer und Aufzüge
Dnronline.su: Denis Tschuprin, Dezernent für kommunale Wohnungswirtschaft im Ministerium für Bauwesen der DVR, veranstaltete heute ein Treffen zu Fragen der Erneuerung von Dächern und Aufzügen in Jassinowataja, die Bestandteil des Jahresprogramms der Regierung ist. Zugegen waren auch Vertreter der Stadtverwaltung und der eingesetzten Unternehmen. Tschuprin begutachtete die Dacharbeiten an zwei Mehrfamilienhäusern in der Lermontowstraße und der Ordshonikidsestraße. Es werden 389 bzw. 377 m² Dachfläche repariert.
Die Arbeiten sollen in der ersten Septemberdekade abgeschlossen sein. An einigen Objekten stehen sie unter Kontrolle von Staatspräsident Puschilin. So bei einem neunstöckigen Wohnhaus im dritten Bezirk von Jassinowataja, wo die Fahrstühle an zwei Eingängen instandgesetzt werden. Die Bewohner hatten sich an Puschilin gewandt, weil diese seit den Kampfhandlungen vor sechs Jahren außer Betrieb sind. […] Zum Jahresprogramm gehören die Reparatur der Dächer von 122 Häusern und 197 Aufzugsanlagen. […]

Freitag:

Steuerbefreiung für Mehlexport
Dnronline.su: Um die einheimischen Mehlproduzenten zu motivieren, wurde im August probeweise eine Quote von 5000 Tonnen zum steuerfreien Export eingerichtet, so der Pressedienst des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung der DVR. „Das Backwarenkombinat Jelenowka (EKCh) wird hierdurch bis Ende des Jahres monatlich etwa 1000 Tonnen Mehl exportieren können“, erklärte der Generaldirektor der Staatlichen Körperschaft (GK) Agrárnyj Donbàss, Wasilij Morosow. Der Direktor des EKCh, Wladimir Sadowskij, merkte dazu an, dass der Export es ermöglicht, die Produktion dauerhaft zu erhöhen, wodurch die Selbstkosten der Produktion für den Binnenmarkt sinken könnten. Wie aus dem Ministerium verlautete, wurde die Maßnahme durch die vollständige Versorgung der Republik mit Getreide und das Exportpotential ermöglicht.

Sonnabend:

Katastrophenschutz in Bergwerken
Dnronline.su: Am 3. und 4. September fand auf einem Ausbildungs- und Trainingsgelände in Donezk das Finale eines Wettbewerbs unter Einheiten des kasernierten Bergrettungsdienstes des Katastrophenschutzministeriums der DVR statt. […] Am ersten Tag präsentierten die Teilnehmer ihre Fähigkeiten auf den Gebieten „Zugänglich machen von Abbaustätten und Erste Hilfe“, „Feuer löschen“, „Analyse von Luftproben“ und „Fehlerbeseitigung am Atemschutzgerät R-30“.
Der zweite Tag war solch komplexen Themen wie „Kommandeursausbildung“ oder „Theoretische Vorbereitung auf die Arbeit im Gasanalyselaboratorium“ gewidmet. […] Alle Teilnehmer erfüllten die Übungen zielgerichtet und fachmännisch, zeigten einen hohen Ausbildungsstand und Vermögen zur Teamarbeit. Am Ende belegte das Kommando aus Donezk den ersten Platz, die aus Tores und Makejewka die Plätze zwei bzw. drei. Alle Sieger erhielten Ehrenurkunden und wertvolle Geschenke. Der Wanderpokal des Katastrophenschutzministeriums ging an Donezk.

Sonntag:

Buchtipp
Dnronline.su: Gestern wurde in Donezk der Sammelband ›Sdjèlano w Donbàssje (hergestellt im Donbass) vorgestellt, der von der Donezker Gegend, ihren herausragenden Persönlichkeiten beginnend vom 17. bis Anfang des 21. Jahrhunderts, den wichtigsten Sehenswürdigkeiten und den bekanntesten Industrieunternehmen sowohl der DVR als auch der LVR erzählt. Auf den 230 in Moskau auf hochwertigem Kunstdruckpapier gedruckten Seiten finden sich u.a. Photographien historischer Persönlichkeiten und eine kleine Landkarte mit den Sehenswürdigkeiten.

Dieses Buch ist das Produkt der Anstrengungen vieler schöpferischer Menschen. Die Donezker und die Lugansker Volksrepublik verdienen große Aufmerksamkeit. Ich versichere Ihnen, dass es mit Liebe zu und Achtung vor den Menschen des Donbass geschrieben wurde“, so der bekannte russische Rock-Musiker und erwiesene Freund der Republiken, Wadim Samoilow. Wie der Herausgeber, der Journalist Alexej Chudjakow, sagte, kam ihm die Idee dazu schon 2015, und ursprünglich war die Publikation nur im Internet geplant. Aber so wie immer mehr Material zusammenkam, fiel die Entscheidung, es als gedrucktes Buch mit dem Charakter eines Nachschlagewerks herauszubringen. […] „Das Buch ist eigentlich mehr für das russische Publikum gedacht; jedenfalls war das meine Intention, weil es mein Wunsch war, den Menschen in der RF zu zeigen, wie viel Gemeinsamkeiten der Donbass und Russland haben. Der Donbass war immer ein Teil Russlands, beginnend mit der vollständigen Erschließung der russischen Welt. Und die Menschen, die von dort stammen spielten eine wichtige Rolle in der Entwicklung unseres Staates. Ohne sie wäre Russland nicht denkbar, und sie nicht ohne Russland“, sagte Alexej Chudjakow.

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