Sonderthema vom 11.08.2020: Situation in Weißrussland

Quellen: sputniknews, rusvesna.su, rt.com und belta.by.
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“


abends/nachts
:

de.sputniknews.com: Proteste in Weißrussland: Tschechien weist Vorwürfe einer Verwicklung zurück
Tschechiens Außenminister Tomáš Petříček hat Vorwürfe aus Minsk zurückgewiesen, wonach Prag die Proteste in Weißrussland nach den Präsidentenwahlen mitorganisiert und auch gelenkt haben soll.
„Die Tschechische Republik unterstützt seit langem die Zivilgesellschaft in Weißrussland, das ist wahr. Aber weder Tschechien noch dessen Strukturen waren am Organisieren der jüngsten Proteste nach den Präsidentenwahlen beteiligt“, erklärte der tschechische Chefdiplomat am Montag in Prag.
„Lukaschenko hat keine Beweise“
Lukaschenko habe keinen einzigen Beweis dafür vorgelegt, dass die tschechische Regierung mit Protesten in Weißrussland zu tun habe, sagte Petříček.
Am gleichen Tag hatte der zu seiner sechsten Amtszeit gewählte weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko erklärt, dass manch einer versucht habe, das Fest der Wahl zu verderben.
„Unsere Schafe“ aus dem Ausland gelenkt
„Es stellte sich heraus, dass Teilnehmer der nicht genehmigten Protestaktionen aus Polen, Tschechien und Großbritannien angerufen wurden, (…) um unsere – Entschuldigung – unsere Schafe zu lenken“, sagte Lukaschenko bei einem Treffen mit Sergej Lebedew, dem Vorsitzenden des Exekutivkomitees der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).
Lebedew leitete auch die GUS-Beobachtermission bei der Präsidentenwahl in Minsk.


rusvesna.su:
Das russische Außenministerium gab eine Erklärung zum Schicksal der in Minsk inhaftierten „Wagner-Kämpfer“ ab
Das russische Außenministerium gab eine Erklärung zu den Ergebnissen der Präsidentschaftswahlen in Belarus ab, die sich auch auf die 33 in Minsk inhaftierten russischen Bürger bezieht.
Das Außenministerium berichtet, dass Moskau die Entwicklung der Ereignisse während des gesamten Wahlkampfs in Belarus genau verfolgt hat. Gleichzeitig heißt es in der Erklärung des Außenministeriums: „Trotz der Versuche einzelner Kräfte, nach Abschluss der Abstimmung groß angelegte Protestaktionen zu organisieren, ist es den Behörden gelungen, eine gefährliche Eskalation der Situation zu verhindern.“
Das Außenministerium erklärte auch, dass Moskau die baldige Freilassung der am 29. Juli in der Nähe von Minsk inhaftierten Russen erwartet. Belarussische Strafverfolgungsbeamte hatten russische Staatsbürger festgenommen, weil sie verdächtigt wurden, an der Destabilisierung der Lage im Land teilnehmen zu wollen.
Später wurde bekannt, dass die Ankunft russischer „Wagner-Kämpfer“ von den ukrainischen Geheimdiensten organisiert wurde.
Derzeit beteiligen sich russische und belarussische Strafverfolgungsbeamte an der Untersuchung dieser Provokation.
„Wir gehen auch davon aus, dass kompetente russische und belarussische Experten in enger Zusammenarbeit alle Umstände der Provokation untersuchen werden, die unter Beteiligung von Drittländern organisiert wurde und zu den Verhaftungen am 29. Juli dieses Jahres führte. Dies betrifft 33 russische Staatsbürger in Belarus. Wir hoffen, dass sie in naher Zukunft alle freigelassen werden und nach Hause zurückkehren können “, erklärte das russische Außenministerium heute.


de.sputniknews.com:
Proteste in Minsk dauern an: Polizei setzt Tränengas ein – weitere Festnahmen
Im Zentrum der weißrussischen Hauptstadt Minsk hat die Polizei am Montagabend Tränengas gegen Protestierende eingesetzt. Es kam zu weiteren Festnahmen.
Das weißrussische Innenministerium hat inzwischen versichert, keine „Destabilisierung“ im Land zuzulassen.
Auch in der Stadt Brest versuchte die Polizei, die Demonstranten zu vertreiben.
Der seit 1994 regierende Lukaschenko ist bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag nach Angaben der Zentralen Wahlkommission in Minsk mit 80,08 Prozent der Stimmen für die sechste Amtszeit gewählt worden. Seine Herausforderin Swetlana Tichanowskaja kam auf zehn Prozent der Stimmen. Tichanowskaja erkennt die Niederlage nicht an. Sie hat bereits eine Beschwerde gegen die offiziellen Wahlergebnisse der Präsidentschaftswahl bei der weißrussischen Wahlbehörde eingelegt.
Proteste nach Präsidentenwahl in Weißrussland
Die Präsidentschaftswahl in Weißrussland hatte am 9. August stattgefunden.
Am Sonntagabend war es nach Angaben des Innenministeriums in 33 weißrussischen Orten und mehreren Städten Weißrusslands zu Kundgebungen gekommen. Die Polizei in der Hauptstadt Minsk setzte Tränengas, Wasserwerfer und Lärmgranaten gegen die Protestierenden ein und zwang die Demonstrierenden gegen Mitternacht dazu, das Stadtzentrum zu verlassen.
Während der Zusammenstöße bei den nicht genehmigten Protestaktionen wurden demnach 39 Ordnungskräfte und mehr als 50 Zivilisten verletzt.
Insgesamt seien landesweit wegen der Teilnahme an nicht genehmigten Protestaktionen rund 3000 Menschen festgenommen worden, 1000 davon in der Hauptstadt Minsk. Strafverfahren wegen Massenunruhen und Gewaltanwendung gegen Vollzugsbeamte wurden eingeleitet. Den Verdächtigen drohen acht bis 15 Jahre Gefängnis.
Der amtierende Staatspräsident Lukaschenko behauptete, die Protestdemos würden vom Ausland aus kontrolliert.


de.sputniknews.com:
Seit fünf Stunden kein Kontakt mehr mit Fotokorrespondent von Sputnik in Minsk
Sputnik kann seinen Fotokorrespondenten Ilja Pitalew, der sich zur Zeit in der weißrussischen Hauptstadt Minsk befindet, seit fünf Stunden nicht mehr kontaktieren. In Minsk protestieren den zweiten Tag in Folge Menschen, die mit der Wiederwahl des Präsidenten Alexander Lukaschenko, der das Land seit 26 Jahren regiert, unzufrieden sind.
Die Polizei geht gegen die Protestierenden mit Gummigeschossen, Tränengas, Wasserwerfern und Blendgranaten vor.
„Der letzte Kontakt zu ihm war gegen 17:40 Uhr, er war auf dem Weg zur Stele in Minsk“, heißt es in einem Kommentar der Sputnik-Fotoredaktion.
Sputnik hat ich bereits wegen Informationen über Pitalew an die russische Botschaft in Minsk gewandt.


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usvesna.su: Aktuelle Situation in den Städten Weißrusslands
In Minsk und Brest finden heute Massenproteste gegen die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen in Weißrussland statt.
Wie Russkaja Vesna berichtete, führen die Sicherheitskräfte Inhaftierungen durch, und friedliche Proteste führen an einigen Stellen zu Zusammenstößen.
Die Situation ist jedoch nicht in allen Städten angespannt.
Gomel
Die Hauptstraße war in der Stadt nicht blockiert. Außerdem wurde der Montag, der 10. August, zum Tag der Nüchternheit erklärt.
Korrespondenten aus der Szene berichten, dass das Publikum auf beiden Seiten der Straße verteilt ist. Gleichzeitig verkehren die öffentlichen Verkehrsmittel weiterhin normal, ihre Bewegung wurde nicht gestoppt.
Die Stadtbewohner werden aktiv Einsatzwagen aus fotografiert, in deren Nähe Spezialkräfte in voller Ausrüstung im Einsatz sind. Es wird mitgeteilt, dass die Sicherheitskräfte ordnungsgemäß arbeiten.
Mogilew
Das Stadtzentrum ist gesperrt: Ampeln funktionieren nicht und die Verkehrspolizei ist im Einsatz. Es wird mitgeteilt, dass viele Menschen auf die zentralen Straßen gehen. Gleichzeitig sind auf den Straßen von Perwoma
jskaja, Ordshonikidse und Pionerskaja Bereitschaftspolizisten im Einsatz.
Grodno
Auf dem So
wjetskaja-Platz bewegen sich die Sicherheitskräfte in Gruppen und nehmen Verhaftungen vor, die Festgenommenen werden abgeführt und einige werden zu den wartenden Transportern gebracht. Außerdem bewegen sich Spezialfahrzeuge in dem gesamten Bereich.
Pinsk
In der belarussischen Provinz unterscheidet sich die Situation deutlich von de
r Anspannung in der Hauptstadt.
Im zentralen Teil der Stadt Pinsk wurde im Bereich des Pina-Damms eine kleine Gruppe von Bereitschaftspolizisten bemerkt – etwa zwei Dutzend Sicherheitsbeamte.
Mehrere Männer, die sich in der Mitte befanden, aber keine
klaren Merkmale von Demonstranten hatten, wurden festgenommen. Laut lokalen Berichten gibt es jedoch keine echte Protestbewegung.
Minsk
Inzwischen heizt sich die Situation in der belarussischen Hauptstadt auf. Es ist bekannt, dass
Einheiten von Truppen des Innenministeriums in das Zentrum von Minsk gebracht wurden. Vor den großen und gut bewaffneten Gruppen von Sicherheitsbeamten ergreifen Demonstranten und Provokateure die Flucht.
Es wird auch berichtet, dass ein Journalist der belarussischen Zeitung Nas
cha Niwa durch ein Gummigeschoss am Bein verletzt wurde. Dies passierte in der Kalwarijskaja-Straße.
Innenminister Juri Karajew sagte, in der Nacht vom 9. auf den 10. August seien in der Republik etwa dreitausend Menschen inhaftiert worden.
Es gibt keine Informationen über die Anzahl der tagsüber inhaftierten Personen. Kara
jew warnte die Demonstranten auch davor, dass alle Verstöße unterdrückt werden.
„Dafür gibt es genug Kräfte und Mittel. Wir warnen Sie davor, dass Verstöße gegen das Gesetz
unterbunden und die Täter vor Gericht gestellt werden, wie dies gesetzlich vorgeschrieben ist “, sagte Minister Juri Karajew.


de.sputniknews.com:
Attentat auf Lukaschenkos Rivalin verhindert – „Oppositionelle brauchten ‚sakrales Opfer‘“
Nach der Präsidentenwahl in Weißrussland haben die Sicherheitskräfte ein Attentat auf Alexander Lukaschenkos Herausforderin Swetlana Tichanowskaja verhindert, teilte das Komitee für Staatssicherheit (KGB) der Ex-Sowjetrepublik am Montag in der Hauptstadt Minsk mit.
„Die Mitglieder des Vereinigten Stabes der Opposition hatten Angst um Tichanowskajas Leben… Mitarbeitern des Innenministeriums zufolge war in einem angezapften Kommunikationskanal davon die Rede, dass die Oppositionellen ein ‚sakrales Opfer‘ brauchen“, sagte KGB-Chef Waleri Wakultschik.
Drahtzieher dürfte demnächst festgenommen werden
„Der Absender ist bereits festgestellt und wird in nächster Zeit festgenommen… In Erfüllung eines Auftrags des Staatschefs habe ich beschlossen, 120 gut ausgebildete Kräfte bei der Bewachung des Vereinigten Oppositionsstabes einzusetzen“, fügte Wakultschik hinzu.
Tichanowskajas Sprecherin Anna Krassulina teilte RIA Novosti mit, dass Mitgefährten der Kandidatin die Behörden nicht um diesen Schutz ersucht hätten.
Amtsinhaber Lukaschenko klar in Führung
Vorläufigen Angaben zufolge hat der Amtsinhaber Lukaschenko 80,08 Prozent der Wählerstimmen erhalten. Tichanowskaja schneide mit 10,09 Prozent ab. Ihr Stab werde die offiziellen Wahlergebnisse nicht anerkennen, hieß es.
Proteste dauern an
Am Montagabend zogen wieder viele Menschen ins Zentrum von Minsk, wie auf Videos in sozialen Netzwerken zu sehen war. Genaue Zahlen lagen zunächst nicht vor. Uniformierte mit schwarzen Schutzmasken nahmen dabei auch Demonstranten fest. Ganze Straßen waren abgesperrt. Zu sehen war auch, wie Demonstranten vor Einsatzkräften wegliefen. Andere blockierten Kreuzungen.
Bereits in der Nacht zum Montag waren landesweit Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Es kam zu blutigen Zusammenstößen mit mehr als 3000 Festnahmen und vielen Verletzten.


de.sputniknews.com:
In Minsk sind in der Nähe eines Kaufhauses Explosionen zu hören – Sputnik-Korrespondent
In der Nähe des Kaufhauses Riga in der weißrussischen Hauptstadt Minsk ist es laut einem Sputnik-Korrespondenten zu Explosionen gekommen. In Minsk protestieren den zweiten Tag in Folge Menschen, die mit der Wiederwahl des Präsidenten Alexander Lukaschenko, der das Land seit 26 Jahren regiert, unzufrieden sind.
Es seien mindestens fünf Explosionen gewesen. Vermutlich handelt es sich dabei um Blendgranaten, die die Polizei gegen die Protestierenden einsetzt. Zudem gehen die Sicherheitskräfte mit Gummigeschossen, Wasserwerfern und Tränengas gegen Demonstranten vor.
Inzwischen haben einige Protestierende damit begonnen, die Spezialeinheit der Polizei OMON mit Molotow-Cocktails zu bewerfen.
Der Polizei ist es laut dem Sputnik-Korrespondenten gelungen, die Protestierenden zu vertreiben.
Der seit 1994 regierende Lukaschenko ist bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag nach Angaben der Zentralen Wahlkommission in Minsk mit 80,08 Prozent der Stimmen für die sechste Amtszeit gewählt worden. Seine Herausforderin Swetlana Tichanowskaja kam auf zehn Prozent der Stimmen. Tichanowskaja erkennt die Niederlage nicht an. Sie hat bereits eine Beschwerde gegen die offiziellen Wahlergebnisse der Präsidentschaftswahl bei der weißrussischen Wahlbehörde eingelegt. …


de.sputniknews.com:
Erstes Todesopfer bei Zusammenstößen in Minsk gemeldet
Bei Zusammenstößen in der weißrussischen Hauptstadt Minsk ist am Montagabend laut der Sprecherin des Innenministeriums, Olga Tschemodanowa, eine Person ums Leben gekommen.
„Bei einer Konfrontation mit Spezialeinheiten, die zur Entsperrung des Platzes eingetroffen sind, hat einer der Protestierenden versucht, einen unbekannten Sprengsatz zur Seite der Sicherheitskräfte zu werfen. Dieser ist in der Hand detoniert. Der Mann hat lebensbedrohliche Verletzungen erlitten“, schrieb Tschemodanowa in ihrem Telegramm-Kanal.
Die Umstände des Geschehens würden zurzeit geklärt.
In der Nähe des Kaufhauses Riga in Minsk ist es laut einem Sputnik-Korrespondenten zu Explosionen gekommen. Zudem seien Polizisten mit Molotow-Cocktails beworfen worden.
Vermutlich handelt es sich dabei um Blendgranaten, die die Polizei gegen die Protestierenden einsetzt.
Zuvor wurde mitgeteilt, dass die Protestierenden dort mit dem Bau von Barrikaden begonnen hätten. Zum Puschkin-Platz, wo es zu den Zusammenstößen mit den Demonstranten gekommen war, begebe sich eine Lkw-Kolonne der inneren Truppen. Zugleich verließen Unfallwagen und Gefängnistransporter mit Festgenommen den Platz.
In Minsk protestieren den zweiten Tag in Folge Menschen, die mit der Wiederwahl des Präsidenten Alexander Lukaschenko, der das Land seit 26 Jahren regiert, unzufrieden sind. …


rusvesna.su:
OMON in Brest: Zusammenstöße begannen, es gibt erste Verhaftungen
In Brest begannen Spezialeinheiten, Versammelte festzunehmen.
Es wird berichtet, dass derzeit OMON-Einheiten (Bereitschaftspolizei) an der Kreuzung von Masherow und So
wjetskaja in Brest durch die Menge gehen und selektiv Menschen festnehmen. Ansonsten gibt es auf der Kundgebung keine Verlautbarungen.
Vorbeifahrende Autos fingen an zu hupen und die Leute klatschten nur.
Anfangs versammelten sich Menschen im
Bereich des TsUM (Kaufhaus in Brest, A.d.Ü.), aber als die Spezialeinheiten auftauchten, die mit den Verhaftungen begannen, zerstreuten sie sich, lösten sich aber nicht vollständig auf.
An der Kreuzung der Mas
cherowa-Straße/Boulevard der Kosmonauten begann eine Konfrontation zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften.
Es wird berichtet, dass Polizeibeamte damit begannen,
Blendgranaten abzufeuern, woraufhin Flaschen und Mülleimer von den Demonstranten als Antwort auf sie flogen.
Die Demonstranten begannen, die Bereitschaftspolizisten anzugreifen, die sich mit Schilden
schützten.


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usvesna.su: Angriffe auf OMON-Einheiten mit Feuerwerkskörpern und und Molotow-Cocktails, die Sicherheitskräfte wurden von einem Auto angefahren
Die Zusammenstöße in Belarus werden immer heftiger.
Die Demonstranten begannen, Feuerwerkskörper auf die Bereitschaftspolizei abzufeuern.
Es gab auch Aufnahmen von Autos, die absichtlich Polizisten anfuhren. Einer dieser Vorfälle wurde an der Kreuzung in Puschkinskaja aufgezeichnet (siehe Video unten).

Demonstranten blockieren mit ihren Autos Straßen, um zu verhindern, dass die Verstärkung der Sicherheitskräfte die Zusammenstöße erreicht.
Es gibt Hinweise darauf, dass es der Bereitschaftspolizei (OMON) gelungen ist, die Barrikaden in der Nähe des Einkaufszentrums „Riga“ zu zerschlagen.
Gleichzeitig gab es in belarussischen sozialen Netzwerken Berichte, wonach die Demonstranten „Molotow-Cocktails“ gegen Polizeibeamte einzusetzen begannen. …
Aktualisiert: „Molotowcocktails“:
Die Verwendung von „Molotow-Cocktails“ durch die ‚Maidaner‘ wurde bestätigt, Rauch- und Feuerwolken steigen im Zentrum der Hauptstadt auf, von Autos, die durch Brandmischungen in Brand gesteckt wurden.


Rusvesna.su:
„Wahlergebnisse annullieren“: Die USA und Europa stellen Forderungen an Belarus
Am
Tag zuvor gab es in Belarus vor dem Hintergrund der Präsidentschaftswahlen massive Proteste, die nur von den lokalen liberalen Medien und Vertretern des Westens erfreut aufgenommen wurden. Nach den Wahlen wurden die Proteste zu gewalttätigen Unruhen. Die Opposition erhielt sofort öffentliche Unterstützung von Gönnern.
Im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen im Land könnte die Europäische Union durchaus zu restriktiven Maßnahmen gegen Minsk
zurückkehren, wie Bundesaußenminister Heiko Maas erklärte.
Der (deutsche) Außenminister ist der Ansicht, dass die EU aufgrund der „Maßnahmen der belarussischen Sicherheitskräfte, die unschuldige Menschen einschüchtern und inhaftieren“, darüber diskutieren m
üsse, ob die (frühere) Aufhebung der Sanktionen überhaupt angemessen ist.
Maas forderte auch die belarussischen Behörden auf, alle Häftlinge freizulassen, die „friedlich ihren Protest zum Ausdruck gebracht haben“.
Gleichzeitig hat der deutsche Außenminister nicht berücksichtigt, dass diese „friedlichen Proteste“ eindeutig einer bestimmten Methode folgen, die Aktivisten auffordert, den Transport von Sicherheitsbeamten anzugreifen (einige von ihnen warfen sich übrigens unter die Räder), und d
er lokale Mob hat geradezu Fälschungen über „heroisch tote Aktivisten“ hervorgebracht. die eigentlich nur im Krankenhaus sind.
Trotzdem schlossen sich die Präsidenten Litauens und Polens der Erklärung von Maas an und forderten die belarussischen Behörden auf, die Menschenrechte zu respektieren und keine Gewalt gegen Demonstranten anzuwenden. Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass die belarussischen Sicherheitskräfte dies überhaupt können, wenn die Aktivisten sich strikt an die pro-westlichen Richtlinien halten und sich selbst verstümmeln.
US-Reaktion
Die
Vereinigten Staaten haben sich auch kürzlich geäußert. US-Außenminister Mike Pompeo, „großer Freund“ von Belarus, bezeichnete die Wahlen in der Republik als unfrei und unfair.
Washington fordert das offizielle Minsk auf, die für die Teilnahme an den Protesten Inhaftierten dringend freizulassen.
„Die Vereinigten Staaten sind zutiefst besorgt über die Art der Präsidentschaftswahlen in Belarus am 9. August, die weder frei noch fair waren. Schwerwiegende Einschränkungen des Zugangs der Kandidaten vor den Wahlen, das Verbot der Teilnahme lokaler unabhängiger Beobachter, die Taktik der Drohungen gegen Oppositionskandidaten und die Inhaftierung friedlicher Demonstranten und Journalisten wirkten sich negativ auf den Prozess aus …
Als Freunde von Belarus unterstützen wir die Souveränität von Belarus sowie die Erwartung des belarussischen Volkes an eine demokratisch erfolgreiche Zukunft. Um diese Ziele zu erreichen, muss die belarussische Regierung handeln, um ihre Einhaltung demokratischer Prozesse und die Achtung der Menschenrechte zu beweisen “, sagte das Außenministerium in einer zynischen Erklärung.
Robert Menendez, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses im US-Senat, erklärte scharf: „Die belarussischen Behörden sollten die Ergebnisse der Stimmenzählung bei den Präsidentschaftswahlen annullieren und eine neue Zählung durchführen oder Neuwahlen im Land organisieren, da sonst die Sanktionen
der USA und der Europäischen Union gegen den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko wiederhergestellt werden könnten.

vormittags:

rusvesna.su: Der Westen ist mit seinem Putsch in Belarus gescheitert
Ausgangspunkt für die
Destabilisierung der Situation in Belarus war die Inhaftierung von 33 Russen. Minsk begann anzunehmen, dass Moskau angeblich unverschämt in die Staatsangelegenheiten seiner Nachbarn eingreift. Schon damals hatten sich die Provokateure das Ziel gesetzt, unter den Bewohnern des westlichen Teils der Republik Empörung zu erregen. Die Presse verbreitete aktiv Informationen darüber, dass die Wahlen im Bundesstaat angeblich vom Kreml kontrolliert würden.
Der Versuch, Empörung unter den Bewohnern des westlichen Teils des Landes zu provozieren, die sich an eine pro-westliche Politik halten, da die meisten von ihnen in Polen arbeiten oder studieren, schlug fehl. Alexander Lukaschenko forderte die Medien auf, das
Aufheizen der Stimmung zu beenden, und sie hörten ihm irgendwie zu. Die liberalen Medien eskalierten die Situation natürlich weiter.
Die Provokateure wechselten unmittelbar nach dem Ende der Abstimmung am 9. August zu „Plan B“. Massen junger Leute wurden auf die Straße geführt. Einige von ihnen kamen aus Osteuropa und aus dem Westen von Belarus.
Es
sollte gezeigt werden, dass das Volk mit den Abstimmungsergebnissen unzufrieden ist und Lukaschenko gehen muss.
Die gestrigen Verteidiger des ehemaligen Gouverneurs der Region Chabarowsk, Sergej Furgal, stürmten nach Belarus. Der Begleiter von Alexei Navalny Dmitry Ni
sowtsew schaffte es nach Minsk, wo er filmte, wie 18-jährige Teenager vor Lukaschenko davonlaufen. Andrei Piwowarow, der Chef des „Offenen Russlands“ von Michail Chodorkowski, versuchte, dorthin zu gelangen. Sie vergaßen sofort die Proteste von Chabarowsk und gingen auf eine andere Mission.
Hinter diesen Provokationen stehen sehr spezifische Menschen – diejenigen, die in den letzten Jahren versucht haben, Russland mit Feinden zu umgeben. Belarus ist eines der wenigen Länder, das den Vorschlägen des Westens noch nicht verfallen ist.
„Natürlich wird viel darüber geredet, dass Alexander Lukaschenko versucht, auf zwei Stühlen zu sitzen, aber dennoch
bevorzugt er stärker die Zusammenarbeit mit Moskau.“
In Belarus wollten sie nach dem Szenario der Ukraine handeln.
Allerdings, diesmal hatte die westliche Elite Angst, einen Staatsstreich offen durchzusetzen. Niemand wurde ins Land geschickt, um Kekse zu verteilen. Und es war nicht möglich, die Jugend zu zwingen, eine Zeltstadt auf einem der Plätze zu organisieren.
Die Unruhen, die begonnen haben, verschwinden bereits, die Sicherheitskräfte kontrollieren Minsk und alle größeren Städte, kleine Zusammenstöße mit den Maidan-Aktivisten enden ausnahmslos in Flucht und Inhaftierung der letzteren.
All dies besagt, dass die Protestwelle in Belarus in den kommenden Tagen umsonst sein wird. Die Opposition und Lukaschenk
os Feinde im Ausland werden für einige Zeit mit den Wahlergebnissen nicht einverstanden sein. Dies ändert jedoch nichts. Der Westen ist mit dem Putsch in Belarus gescheitert.
Anton Orlowskij


rusvesna.su:
Die USA fordern Lukaschenko auf, sich auf die Übertragung der Macht vorzubereiten
US-Senator Jim Rich, Vorsitzender des Ausschusses für auswärtige Beziehungen, forderte gestern Alexander Lukaschenko auf, sich auf die Machtübertragung vorzubereiten.
Seine Aussage lautet wie folgt:
„Am vergangenen Wochenende haben die Menschen in Belarus versucht, sich am demokratischen Prozess zu beteiligen, und erwartet, dass ihre Stimmen wahrheitsgemäß gezählt werden und ihre Wahl von der Führung des Landes anerkannt wird. Es ist schamlos, dass Präsident Lukaschenko beschlossen hat, mit Gewalt und Unterdrückung gegen die Opposition und die Demonstranten zu reagieren. Herr Lukaschenko sollte eine verlässliche Aufzeichnung der gestrigen Abstimmung zulassen und zurücktreten, wenn die Berichte zeigen, dass er nicht demokratisch wiedergewählt wurde.
Er sollte auch sofort aufhören, die Medien zu belästigen, das Internet zu schließen, zu verhaften und Gewalt gegen diejenigen auszuüben, die einen anderen Weg für Belarus einschlagen. Die friedliche Machtübertragung ist für die Zukunft Weißrusslands und seine Souveränität von entscheidender Bedeutung. “
Wie Russka
ja Wesna berichtete, hatte Lukaschenko am Sonntag gesagt, er rechne nicht damit, dass der Westen die Wahlergebnisse anerkenne.
Ob Washington auf Tichanowskaja setzen wird, wie es einst auf Guaido in Venezuela gesetzt hat, und sie als Präsidentin anerkennt, werden wir in naher Zukunft sehen. …


de.sputniknews.com: Nach Unruhen in Minsk: Städtische Dienste beginnen mit Aufräumarbeiten
Die Polizei in Minsk hat in der Nacht zum Dienstag Teilnehmer der Protestaktionen, die mit den Ergebnissen der Präsidentschaftswahl unzufrieden sind, auseinandergetrieben. Am Dienstagmorgen haben kommunale Dienste der weißrussischen Hauptstadt mit Aufräumarbeiten begonnen.
Nach Angaben eines Korrespondenten von Sputnik Belarus vor Ort zerstreute die Polizei, die von Sicherheitskräften des Innenministeriums und den Spezialeinheiten „Alpha“ unterstützt wurde, in den frühen Morgenstunden die Demonstranten in der Nähe der U-Bahnstation „Sportiwnaja“ im Nordwesten der weißrussischen Hauptstadt sowie nahe des Einkaufszentrums „Riga“ im Osten. Das Stadtzentrum wurde abgeriegelt.
Am Dienstagmorgen wurde die Abriegelung auf den Straßen von Minsk aufgehoben. Kommunale Dienste beseitigen die Folgen der Straßenproteste.
Die Fahrt durch die Stadt erschweren nach Angaben eines Sputnik-Reporters zahlreiche Kehrmaschinen sowie andere Fahrzeuge, die am Dienstagmorgen an Orten im Einsatz sind, wo nachts Proteste stattfanden. In der Nähe der U-Bahn-Station „Puschkinskaja“ beispielsweise wurde ab 6 Uhr morgens die Fahrbahn bereits geräumt. Auf den Bürgersteigen lagen viele zerbrochene Blumenkästen und Gitter.
„Jetzt ist es bereits sauber“, schilderte einer der Mitarbeiter, die an den Aufräumarbeiten beteiligt sind. „Sie hätten sehen sollen, wie es hier in der Nacht zugegangen ist – als ob es hier einen richtigen Krieg gegeben hätte.“
Auch Mitarbeiter von Gastronomiebetrieben, von denen sich viele in der Nähe der U-Bahn-Station befinden, sind Teil der Aufräumarbeiten.
Am Vorabend hatten Gegner des amtierenden Präsidenten, Alexander Lukaschenko, die mit der Wiederwahl des langjährigen Staatschefs nicht einverstanden sind, erneut Protestaktionen in Minsk veranstaltet. Die Protestler errichteten Barrikaden aus Blumentöpfen, Mülleimern und Werbepollern.
Zur Zerstreuung der Demonstrierenden setzte die Polizei unter anderem Wasserwerfer und Lärmgranaten ein. Nach Angaben des Innenministeriums kam ein Mensch während der Unruhen ums Leben. Ein Protestierender habe versucht, einen Sprengsatz auf die Ordnungskräfte zu werfen. Allerdings sei der nicht identifizierte Gegenstand in seiner Hand explodiert und habe Verletzungen verursacht, die mit dem Leben unvereinbar seien, hieß es. …


deu.belta.by: Erdogan gratuliert Lukaschenko zum Wahlsieg
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zum Wahlsieg gratuliert. Das teilte ein BelTA-Korrespondent mit.
Der türkische Präsident betonte die umfassende Unterstützung des befreundeten Volkes von Belarus, die Alexander Lukaschenko laut Wahlergebnissen erhielt.
„Ich will wieder meine Zuversicht ausdrücken, dass die Beziehungen zwischen unseren Ländern und unsere Partnerschaft in allen Bereichen aufgrund gegenseitiger Achtung und gegenseitiger Interessen dank gemeinsamen Anstrengungen ausgebaut werden“, steht im Glückwunschschreiben.
Recep Tayyip Erdogan wünschte Alexander Lukaschenko Glück und Erfolg und dem belarussischen Volk Prosperität und Wohlstand.


de.sputniknews.com: Österreichs Bundespräsident wird Lukaschenko nicht zum Wahlsieg gratulieren
Der Bundespräsident der Republik Österreich Alexander Van der Bellen wird dem weißrussischen Staatschef Alexander Lukaschenko nicht zu dessen Sieg bei den Präsidentschaftswahlen gratulieren. Dies teilte Reinhard Pickl-Herk, Sprecher des österreichischen Präsidenten, am Dienstag gegenüber RIA Nowosti mit. Den Grund erklärte er nicht.


deu.belta.by: Sjuganow: Reiche politische Erfahrungen Lukaschenkos helfen bei der Wahl des richtigen Kurses
Der Leiter der Fraktion der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation, Vorsitzender des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Russischen Föderation, Gennadi Sjuganow, hat Alexander Lukaschenko zum Wahlsieg gratuliert.
„Das ist nicht einfach Ihr Sieg, sondern Sieg der Weisheit und Vernunft des belarussischen Volkes über das Übel und destruktive Kräfte, Sieg der Kunst über die Zerstörung“, steht im Glückwunschtelegramm.
„Die Wahl des belarussischen Volkes ist leicht zu verstehen: Sie haben durch ihre vieljährige Arbeit zum Wohl des Landes Vertrauen und Ansehen verdient“, bemerkte Gennadi Sjuganow.
Er ist sicher, dass reiche politische und Verwaltungserfahrungen von Alexander Lukaschenko bei der Wahl des richtigen Entwicklungskurses, Weg zum Wohlstand, Freundschaft und Einheit, Stärkung des einheitlichen Unionsstaates der slawischen Völker helfen.
Gennadi Sjuganow wünschte dem Brudervolk Glück und Prosperität.


deutsch.rt.com: Weißrussische Oppositionsführerin Tichanowskaja setzt sich nach Litauen ab
Die weißrussische Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja soll sich in Litauen befinden. Das teilte der litauische Außenminister per Twitter mit. Berichten zufolge soll sich die Oppositionelle angeblich aus Sicherheitsgründen in das Nachbarland abgesetzt haben.
Die oppositionelle weißrussische Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja befindet sich derzeit in Litauen. Das gab der Außenminister des Landes Linas Linkevicius bekannt. Er twitterte am Dienstag:
„Swetlana Tichanowskaja ist in Sicherheit. Sie ist in Litauen.“
Der litauische Außenminister hatte einige Stunden zuvor die Nachricht veröffentlicht, wonach er versucht habe, Tichanowskaja zu erreichen, ihr Aufenthaltsort aber nicht einmal ihren eigenen Mitarbeitern bekannt sei. Er erklärte, dass er „besorgt um ihre Sicherheit“ sei.
Tichanowskaja hatte die Annullierung der weißrussischen Präsidentschaftswahlen gefordert. Nachdem laut weißrussischer Sicherheitsdienste ein Attentat auf sie vereitelt wurde, kamen Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Politikerin auf. Die Opposition lehnte es jedoch ab, um Polizeischutz zu bitten.
Eine Vertraute der weißrussischen Politikerin, Olga Kowalkowa, äußerte sich zur Abreise von Tichanowskaja nach Litauen gegenüber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti wie folgt:
„Swetlana ist in Litauen. Swetlana ist weiterhin beim weißrussischen Volk, sie gewann. Sie hatte keine andere Wahl. Die weißrussischen Behörden haben sie außer Landes gebracht, die Behörden haben ihre Ausreise organisiert.“
Weißrussland wird von Protesten erschüttert, seit bekannt wurde, dass Alexander Lukaschenko mit fast 80 Prozent der Stimmen seine Wiederwahl gesichert hatte. Aktivisten der Opposition behaupten, die Ergebnisse seien gefälscht. Tausende von Demonstranten versammelten sich in der Hauptstadt Minsk und anderen Städten, was zu gewaltsamen Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften führte.
Lukaschenko hat die Unruhen nach der Wahl auf ausländische Einmischung zurückgeführt und behauptet, Polen, Großbritannien und die Tschechische Republik würden hinter den Demonstrationen stehen.
Vertreter Polens und Tschechiens wiesen die Vorwürfe zurück.


de.sputniknews.com: Lukaschenkos Rivalen erkennen die Wahl-Ergebnisse nicht an
Die Präsidentschaftskandidaten von Weißrussland, Andrej Dmitriev und Sergej Tscheretschenj, teilten Sputnik mit, dass sie die Ergebnisse der am vergangenen Sonntag abgehaltenen Wahlen nicht anerkennen und für ungültig erklären. Jetzt bereiten sie eine Beschwerde vor.
Die Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja hatte zuvor eine Beschwerde gegen die offiziellen Wahlergebnisse der Präsidentschaftswahl bei der weißrussischen Wahlbehörde eingelegt, wie die Zentrale Wahlkommission am Montag bekanntgab.
Der Wahlstab von Tichanowskaja will die offiziellen Wahlergebnisse nicht anerkennen. Nach seiner Ansicht sollen die Daten aus den Wahllokalen in allen Regionen der Republik nachweisen, dass Tichanowskaja auf 70 bis 80 Prozent gekommen sei. Tichanowskaja hatte die Behörden des Landes gebeten, darüber nachzudenken, wie die Macht auf friedliche Weise übertragen werden kann.


de.sputniknews.com: Oppositionskandidatin Tichanowskaja – Habe Ausreise-Entscheidung unabhängig getroffen
Die weißrussische Oppositionskandidatin Swetlana Tichanowskaja hat ihren Worten zufolge auf eigenen Antrieb hin das Land verlassen.
„Ich habe eine sehr schwierige Entscheidung getroffen. Es ist eine Entscheidung, die ich absolut unabhängig getroffen habe”, sagte sie in einem Youtube-Video am Dienstag.
Sie widersprach damit Äußerungen ihres Wahlkampfteams, wonach sie angesichts der Proteste gegen den verkündeten Wahlsieg von Präsident Aleksander Lukaschenko von den Behörden zur Ausreise ins benachbarte Litauen gezwungen worden sei. Auch das staatliche Grenzkomitee erklärte, Tichanowskaja nicht zur Ausreise gezwungen zu haben.
Die 37-Jährige wolle vom sicheren Ausland aus weiter aktiv sein und ihren Sieg mit demokratischen Mitteln verteidigen, sagte die Vertraute Tichanowskajas, Olga Kowalkowa, dem Internetportal tut.by zufolge. Die belarussischen Behörden selbst hätten die Kandidatin außer Landes gebracht.
„Sie hatte keine Wahl. Wichtig ist, dass sie in Freiheit und am Leben ist.” Tichanowskaja habe mit ihrer Flucht auch die Freilassung ihrer Wahlkampfleiterin Maria Moros erreicht. Moros sei eine „Geisel” gewesen, beide reisten demnach gemeinsam aus.
Experten gingen zunächst nicht davon aus, dass die Ausreise Tichanowskajas zu einem Abflauen der Proteste führen wird.
„Sie ist vor allem die Symbolfigur und kann auch aus dem Ausland mit Videos Botschaften senden”, sagte die belarussische Analystin Maryna Rakhlei der Deutschen Presse-Agentur. Tichanowskaja sei zuletzt Gefahr gelaufen, verhaftet und wegen der Zerstörungen und Gewalt mit Toten und Verletzten angeklagt zu werden.


nachmittags:

rusvesna.su: Weißrussland beginnt zu streiken: Große Fabriken stehen still
Am Nachmittag des 11. August begannen große Unternehmen in Weißrussland stillzustehen, deren Arbeitskollektive sich dem von der Opposition angekündigten landesweiten Streik anschließen.
Der Telegrammkanal Nexta Live, der bereits zum Hauptsprachrohr des „belarussischen Maidan“ geworden ist, berichtet über die vollständige oder teilweise Einstellung der Arbeit des Minsker Elektrotechnischen Werkes W.I. Koslow, der Schabinska-Zuckerfabrik und des Minsker Margarinewerkes.
Die Initiativgruppen der gelisteten Arbeitskollektive äußern gegenüber der Zentralen Wahlkommission von Belarus ihr Misstrauen im Zusammenhang mit den vorläufigemn Ergebnissen der Präsidentschaftswahlen.
Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission besiegte der amtierende Präsident Alexander Lukaschenko seine Hauptkonkurrentin Svetlana Tikhanovskaya (80% der Stimmen gegen 10%).

Aktualisierung:
Die Leitung des Minsker Margarine-Werks bestritt Gerüchte über den Streik ihrer Mitarbeiter.
„Sie sehen, alles ist ruhig. Niemand befürwortet das“, sagte der Direktor des Unternehmens Alexander Schatilo gegenüber Reportern.

de.sputniknews.com: Weißrussland: Massive Internet-Probleme nach Lukaschenkos Wiederwahl
Auch drei Tage nach der Präsidentschaftswahl in Weißrussland, die der langjährige Amtsinhaber Alexander Lukaschenko laut Behördenangaben gewonnen hat, liegt das Internet in der Ex-Sowjetrepublik weitgehend lahm. Regierung und Opposition machen sich gegenseitig dafür verantwortlich.
Probleme mit dem Internetzugang gab es bereits während der Abstimmung am Sonntag, berichtet ein Sputnik-Korrespondent aus Weißrussland. Schon am Abend brach das Internet völlig zusammen. Am Montag funktionierten die Seiten von Behörden und Staatsmedien zwar wieder ohne Beeinträchtigung, doch andere Internetseiten und beliebte Messenger waren kaum noch zugänglich. Am Dienstag sind viele Webseiten, darunter auch von Behörden, immer noch nicht aufrufbar, Suchmaschinen und YouTube funktionieren nicht, es gibt Probleme bei der Nutzung von Messengern.
Während Kritiker der Regierung die Schuld an den Netzsperren geben, behauptet Präsident Alexander Lukaschenko, das Internet sei aus dem Ausland abgeschaltet worden. Weißrussland werde damit „auf hybride Weise“ unter Druck gesetzt. Lukaschenko hatte bereits am Montag erklärt, dass die massiven Proteste, die nach der Bekanntgabe des amtlichen Wahlergebnisses landesweit ausgebrochen waren, aus dem Ausland organisiert würden.
Denis Kuskow, Chef der analytischen Agentur TelecomDaily, verbindet die Internetprobleme mit der Auflösung der Proteste am Sonntag.
„Es fällt einem schwer, die Abschaltung des Internets nicht mit den vor sich gehenden Ereignissen in Verbindung zu bringen“, sagte er. …


rusvesna.su:
Tichanowskaja fordert die Weißrussen auf, nach Hause zu gehen
Lukaschenk
os Hauptkonkurrentin bei den letzten Präsidentschaftswahlen, Swetlana Tichanowskaja, veröffentlichte heute ihre zweite Videobotschaft, in der sie die Weißrussen, die sie unterstützen, aufforderte, nach Hause zu gehen.
„Liebe Bürger der Republik Belarus! Ich, Swetlana
Tichanowskaja, danke Ihnen für Ihre Teilnahme an den Präsidentschaftswahlen. Die Menschen in Belarus haben ihre Wahl getroffen. Mit Dankbarkeit und Herzlichkeit appelliere ich an alle Bürger, die mich die ganze Zeit unterstützt haben.
Weißrussen! Ich fordere Sie zur Vorsicht und zum Respekt vor dem Gesetz auf. Ich will kein Blut und keine Gewalt.
Ich bitte Sie, sich keine Konfrontation mit der polizei zu suchen, nicht auf öffentliche Plätze zu gehen, um Ihr Leben nicht zu gefährden. Passt auf Euch und Eure Lieben auf“,
sagt Tichanowskaja.

de.sputniknews.com: Fotokorrespondent von „Rossiya Segodnya“ soll aus Weißrussland ausgewiesen werden
Der Fotokorrespondent Ilja Pitalew von der Nachrichtenagentur „Rossiya Segodnya“, zu der auch Sputnik gehört, hält sich in einem Untersuchungsgefängnis im Gebiet Minsk auf. Die Redaktion hatte am Montagabend den Kontakt zu Pitalew während der Proteste in Minsk verloren. Laut einer Quelle im Innenministerium soll er aus dem Land ausgewiesen
Gegen 18.00 Uhr Ortszeit soll sich Pitalew mit seinen Kollegen unweit des Hotels „Belarus“, in der Nähe der Stelle „Minsk – Heldenstadt“, wo sich die Protestierenden versammeln sollten, aufgehalten haben.
„Pitalew ist nicht unter den Verletzten (…). Vorläufigen Angaben zufolge ist er gesund. Die Ursachen seiner Festnahme sind unbekannt. Gegen ihn wurde keine Anklage erhoben“, teilte Sputnik Belarus unter Verweis auf eine Quelle im weißrussischen Innenministerium mit.
Indes bestätigte die russische Botschaft in Minsk diese Informationen. Sie arbeite zurzeit an der Freilassung des Korrespondenten.
Wie der Chef des Departements für Staatsangehörigkeit und Migration im weißrussischen Innenministerium, Alexej Begun, erklärte, soll Pitalew aus dem Land ausgewiesen werden.
„Höchstwahrscheinlich wird ihm für eine bestimmte Zeit die Einreise ins Land verwehrt“, zitierte Sputnik Belarus Begun.
Zuvor wurde mitgeteilt, dass mehrere russische Journalisten, die Bericht über die Unruhen in Weißrussland erstattet hatten, festgehalten worden seien. Es handelt sich um die Mitarbeiter der Zeitung „Daily Storm“, Anton Starkow und Dmitri Lassenko, den Journalisten des Portals „Meduza“ Maxim Solopow, den Korrespondenten des Fernsehsenders RT Konstantin Pridybailo, den Journalisten von Sputnik Belarus Jewgeni Olejnik, Korrespondenten des TV-Senders „Doshd“, drei freie Mitarbeiter von RT, die mit der Videoagentur „Ruptly“ zusammenarbeiten, sowie den Journalisten Semjon Pegow.
Pridybailo, Olejnik, Pegow, Starkow und Lassenko seien am Montag auf freien Fuß gesetzt worden. Während ihrer Festnahme sollen die Journalisten körperlich angegriffen worden sein.
Die Journalisten des Senders „Doshd“ seien ebenfalls freigelassen worden. Gegen sie sei aber ein Einreiseverbot nach Weißrussland für fünf Jahre verhängt worden.
Das Schicksal des Journalisten des Portals „Meduza“ Maxim Solopow sei immer noch unbekannt.
Die Chefredakteurin von RT und „Rossiya Segodnya“, Margarita Simonjan, hat sich an die weißrussischen Behörden und den Präsidenten Alexander Lukaschenko mit dem Aufruf gewandt, Vertreter von Massenmedien freizulassen. Weißrussland
habe ihr zufolge kein Recht, Journalisten, die ihre Arbeit machen, festzuhalten – zumal „mit dieser Härte“.

 

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