Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 29.06. bis 12.07.2020

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, Dnrailway sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“


Mittwoch,
1. Juli:

Verwendung hochschwefelhaltiger Kohle vorerst gesichert
Dnronline.su: Der Pressedienst des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft der DVR berichtet, dass sich für das Bergwerk ›Jasinowskaja Glubókaja, das erst kürzlich vor der Schließung stand, neue Perspektiven für für eine nachhaltige und produktive Arbeit eröffnen. Das Kollektiv des Unternehmens führt zur Zeit Montagearbeiten in einem Stollen mit einer Reserve von 1,3 Mio. Tonnen Kohle aus und ist bereit für den Abbau.
„Die Gefahr der Schließung entstand mit der Bearbeitung des Flözes L21. ›Jasinowskaja Glubókajabaut Kokskohle ab, aber deren qualitative Charakteristiken entsprechen nicht den Parametern der Koksproduktion. Wegen des hohen Schwefelgehalts verweigerten die WnjèschtorgsèrwisAG und die ›Ístek‹ GmbH die Abnahme. Ohne Absatzmöglichkeiten für die Kohle stellte sich die Frage der weiteren Existenz ganz konkret. Da haben das Ministerium zusammen mit Experten des Staatlichen Unternehmens Makéjewúgolein neues Entwicklungsprogramm zur Belieferung des Kraftwerkes in Surges mit dieser Kohle erarbeitet. Das teilte Minister Ruslan Dubowskij dem Staatspräsidenten Denis Puschilin am 16. Juni mit.
Wie der Generaldirektor von
Makéjewúgol, Taras Sidorenko, sagte, wurden 5000 Tonnen dieser Kohle nach Bearbeitung im Werk Mospino zu Testzwecken an das Wärmekraftwerk geliefert. Alles verlief erfolgreich, die Kohle kann benutzt werden.
„Es ist schon ein Kaufvertrag für die gesamte Kohle aus dem betroffenen Stollen abgeschlossen worden, und ‒ was nicht unwichtig ist ‒ es wurde ein zeitgemäßer Preis vereinbart. Die aktuelle Kalkulation der Abnehmer ist heutzutage eines der größten und bedrohlichsten Probleme der Bergwerke, aber für
›Jasinowskaja Glubókaja ist es vorerst gelöst“, sagte Sidorenko.
Schnell wurde schon im Unternehmen ein neuer Stollen zum Abbau vorbereitet. Für die nächsten vier Jahre ist bei eine durchgreifende Modernisierung der unterirsischen Transportsysteme geplant, um die Selbstkosten des Abbaus zu senken. […]
Das Bergwerk
›Jasinowskaja Glubókaja wurde 1961 eröffnet. In den Büchern stehen 15 Flöze, vier davon sind geschlossen. Die Reserven wurden am 1. Januar 2018 auf fast 51 Mio. Tonnen geschätzt.


Kühlschränke aus Donezk in ganz Russland

Top.dnr-hotline.ru: Der Fernsehsender ›Rossija 24‹ berichtet, die ›Donfrost‹ GmbH exportiert 95% ihrer Produktion nach Russland. Das Werk produziert Kühlschränke; die Materialien dafür werden in der DVR, der LVR, Russland und anderen Ländern eingekauft. Alle Details werden im Werk ›Donfrost‹ hergestellt.
„Außer Kompressoren, die wir aus Weißrussland, der VR China oder Russland beziehen, machen wir alles selbst – angefangen von der Plastpulverbeschichtung bis hin zu den Kunststoffteilen“, sagte Direktor Konstantin Klimow.
Mit Beginn des Krieges war das Werk von der Schließung bedroht, aber in 2016 kam ein Investor aus Russland, und das Unternehmen erwachte zu neuem Leben. Von den Bändern laufen 34 Typen von Kühlschränken in 85 Varianten. Jährlich werden 137.000 Kühlschränke produziert, die über fünf Handelsvertretungen in Moskau, St. Petersburg, Rostow am Don, Krasnodar und Pjatigorsk vertrieben werden. Durch sie gelangen die Donezker Kühlschränke praktisch nach ganz Russland.


Donnerstag,
2. Juli:

Ehemaliges Werk für kleinere Reparaturen baut jetzt große Anlagen
Dnronline.su: Das ›Remòntno-mechanítscheskij Sawòd [Werk] (RMS)‹ Makejewka, ein Teilbetrieb des Staatlichen Unternehmens (GP) Makéjewúgol, hat die Anzahl seiner Artikel für die Industrie von null auf über 200 erhöht und das Spektrum der angebotenen Dienstleistungen zur Generalüberholung von Bergwerksanlagen bedeutend erweitert. Das berichtet der Pressedienst des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft der DVR.
„Wir reparieren praktisch alles, was ein Bergwerk braucht, von den einfachsten Mechanismen bis hin zu Ausschachtungs- und Reinigungsmaschinen, mechanischen Befestigungsmitteln, Förderbändern und anderem“, sagte Jewgenij Sawarsin, Direktor des RMS.
Bis 2015 war das Werk nicht auf die Herstellung irgendwelcher Maschinen oder Geräte ausgerichtet, es hatte die Funktion von Werkstätten zur Reparatur kleinerer Einzelteile, die aus den Bergwerken von
Makéjewúgol hereinkamen. Mit Beginn des Krieges hat sich alles verändert; und unter den Bedingungen der Blockade seitens der Ukraine herrschte mit einmal ein akuter Mangel an Anlagen zur produktiven Kohlegewinnung, zur Stabilisierung der Energieversorgungssicherheit der DVR.
„Der Minister hat nach einem Besuch unseres Unternehmens die Entscheidung getroffen, es zu modernisieren, es für die Herstellung neuer Arten von Ausrüstung der Bergwerke umzurüsten und die Möglichkeiten für Generalüberholungen zu vertiefen und auszubreiten“, merkte Jewgenij Sawarsin an.
Mit vereinten Kräften wurde das Werk selbst generalüberholt – mit Erneuerung eines großen Teils des Werkzeugmaschinenparks. Das Kollektiv eignete sich neue Arbeitsweisen an.
„Die gemeinsamen Anstrengungen des Ministeriums, von und unseres Unternehmens haben nach fünf Jahren zu einem wahren Durchbruch in der Produktion geführt“, erklärte der Direktor.
Heute ist das Unternehmen zu 100% ausgelastet, das Kollektiv umfasst 306 Personen, die Abteilungen arbeiten im Zwei- und im Dreischichtbetrieb. Es werden Rohstoffe aus der DVR, der LVR und der Russischen Föderation verarbeitet. Die neueste Errungenschaft ist die Produktion von Rohrleitungen für die Entwässerungskomplexe der zur Zeit konservierten Bergwerke in Gorlowka und Jenakiewo. Damit wird gleichzeitig ein Beitrag zur Regulierung des Wasserhaushalts des Territoriums der DVR geleistet.
„Durch die oben genannten Maßnahmen konnte
Makéjewúgol die Ausgaben für Ausrüstungsanlagen minimieren. Dabei bedient das Werk nicht nur die Schächte Makejewkas, sondern erfüllt auch Aufträge anderer Kombinate. So wurden im vergangenen Jahr mechanische Komplexe der Bergwerke ›A. A. Skotschìnskij‹ (Montanwissenschaftler und Hochschullehrer 1874 – 1960, https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Alexandrowitsch_Skotschinski, empfohlen, Anm. d. Übers.) der staatlichen ›Donèzkaja Úgolnaja (Kohle) Energetítscheskaja Kompánija‹ (eines der tiefsten Bergwerke der Welt im Kirow-Bezirk Donezks) und des Bergwerkes ›A. F. Sassjadko‹, Kiew-Bezirk Donezks, generalrepariert. Die Arbeiten werden qualitativ hochwertig ausgeführt, Klagen von Auftraggebern hat es nicht gegeben“, so der Generaldirektor von Makéjewúgol, Taras Sidorenko.


Dienstag,
7. Juli:

Privateinkommen steigen rasant
Dnronline.su: Wie der Pressedienst des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung der DVR mitteilt, ist der monatliche Durchnschnittslohn der fest Angestellten von Januar bis Mai 2020 um 26,7% im Vergelich zum Vorjahreszeitraum gestiegen und beträgt jetzt 14.997 Rubel. Zu den Bestbezahlten gehören Beschäftigte in Wissenschaft, Technik, Kunst oder Unterhaltung. Am schlechtesten schneiden die Mitarbeiter im Verwaltungs- und Dienstleistungsbereich sowie bei Post- und Kurierdiensten ab. Der größte Anstieg, auf etwa das 1,7fache, wurde in den Bereichen Bildung, Gesundheitswesen, Sozialdienste, in Kunst und Unterhaltung sowie bei Mitarbeitern von Bibliotheken, Museen und anderen kulturellen Einrichtungen beobachtet.


Puschilin besucht Vorzeigebetrieb der Viehzucht

D
enis-pushilin.ru: Das Staatsoberhaupt der DVR, Denis Puschilin, besuchte heute im Rahmen einer Arbeitsreise in den Rayon Stárobjèschewo die Agrofirma Gornjàk (Bergmann)GmbH und sprach mit Führung und Mitarbeitern des Unternehmens. An dem Treffen nahmen auch Regierungschef Aleksandr Anantschenko, der Minister für Landwirtschaftspolitik und Ernährung, Artjom Kramarenko und der Leiter der Rayonsadministration, Nikolaj Michailow, teil.
Wladimir Gontscharow, Direktor des Landwirtschaftsbetriebes, zeigte dem Präsidenten die Kälbermaststation, wo die Tiere in Einzelboxen gehalten werden.
„Bei dem Experiment der Einzelhaltung wollen wir im Endergebnis die Gewichtszunahme beschleunigen, die Fleischqualität im Auge behalten und das Lebendgewicht bei der Abgabe auf bis zu 550 kg erhöhen (das durchschnittliche beträgt um die 450 kg)“, sagte Gontscharow.
Nach den Worten des Direktors beträgt der Gesamtviehbestand ungefähr 1900 Stück, darunter 620 Mastexemplare. Um die Tiere mit selbsterzeugten Futtermitteln zu versorgen beschäftigt sich das Unternehmen mit dem Anbau von Getreide-, technischen und Futterkulturen – Winterweizen, Frühjahrsgerste, Erbsen, Mais und Sonnenblumen. Die Anbaufläche beträgt 7076,4 Hektar.
Nach der Besichtigung des Tierhaltungskomplexes beantwortete Puschilin Fragen der Mitarbeiter. Im Mittelpunkt standen dabei der Zustand der Straßen im Rayon, die Eröffnung der öffentlichen Erholungssiedlung Sjedowo, die Ausgabe von Reisepässen und die Arbeit der Apotheken.
Auf die Frage nach der Reparatur der Straßen antwortete Puschilin: „Wegen der Situation mit dem Corona-Virus müssen eine Umverteilung der Mittel vornehmen. Aber wir wissen ganz genau: Wenn die Straßen jetzt nicht saniert werden, wird es im nächsten Jahr viel, viel teurer. Die Regierung wird sich die Entscheidung in dieser Frage nicht leicht machen, denn eine Fortbewegung auf solchen Wegen ist schon jetzt fast nicht mehr möglich.“ […]

 

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