Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 25. bis 31.05.2020

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, Dnrailway sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“


Dienstag:

Keine Griwna mehr
D
an-news.info: Im Parlament der DVR wurde heute ein Änderungsentwurf zum Gesetz ›Über das System der Besteuerung‹ eingebracht, mit dem die ukrainische Griwna aus der Liste der gesetzlichen Zahlungsmittel beim Zoll gestrichen werden soll. Das berichtet die offizielle Website des Volkssowjets. „Das Projekt bezieht sich auf Artikel 161 des Gesetzes, der die Gebühren für Durchfuhr, Verkauf oder Ausfuhr bestimmter Warengruppen in russischen Rubeln vorsieht, die bislang in Griwna gezahlt wurden. Diese Veränderungen sind dadurch bedingt, dass nach dem Gesetz ›Über die Zentralbank der DVR‹ der russische Rubel die Währung unseres Staates ist“, heißt es in der Mitteilung weiter. Gleichlautende Änderungen werden auch zum Artikel 251 vorgeschlagen, der die Zahlung der entsprechenden Steuern und Abgaben regelt. Die Maßnahme ist im Zusammenhang mit dem eingeschlagenen Kurs der Außenpolitik zu sehen, der auf eine Harmonisierung der Gesetzgebung zwischen der DVR und der Russischen Föderation gerichtet ist. […]

Der Nationaldichter Taras Schewtschenko in jungen Jahren (Wikipedia)


Planmäßige Wartung im Kraftwerk

Dnronline.su: In der besonderen Unterabteilung ›Sújewskaja TES‹ (Kohlekraftwerk in Surges) des Republikanischen Unternehmens ›Enèrgija Donbàssa‹ läuft zurzeit eine planmäßige Reparatur des Blocks 4; über 60% der Arbeiten sind erledigt, verlautet aus dem Ministerium für Kohle und Energiewirtschaft. Die umfangreichen Arbeiten an Kessel, Turbine und Hilfsbetrieben zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und der Zuverlässigkeit im weiteren Betrieb hatten am 4. Mai begonnen. Die Reparatur hat keinen Einfluss auf die aktuelle Verfügbarkeit des Kraftwerks. Die Stromerzeugung in den anderen Blöcken verläuft normal. „Ein Block ist in Betrieb, ein anderer in Reserve“, berichtet Direktor Jewgenij Shelesnjak. An den Arbeiten sind auch Spezialisten eines anderen Unternehmens von ›Enèrgija Donbàssa‹, der Technischen Einheit ›Donbàsenèrgospjèzremont‹ und Externe beteiligt.


Führung der Staatsbahn zur aktuellen Lage

Dnrailway.ru: Heute fand in der Verwaltung eine Telefonkonferenz zu den Berichten einer Kommission der Frühjahrskontrolle, der Tätigkeit des Unternehmens im Jahr 2020 im Allgemeinen und zu Vorbeugungsmaßnahmen gegen Corona-Infektionen statt. Daran nahmen auch Vertreter des Transnationalen Konzerns ›Eisenbahnen des Donbass‹ und der Gewerkschaftsführung teil. Die Kommission schenkte Fragen des Zustands der Infrastruktur große Aufmerksamkeit. Generaldirektor Wladimir Kabazij verwies auf die wichtige Rolle der harmonischen, unmittelbaren Zusammenarbeit von Führung, Dienststellen und Mitarbeitern. „Wir haben viele initiativreiche Leiter und Mitarbeiter, die ohne auf Anweisungen zu warten Probleme selbstständig vor Ort lösen“, betonte Kabazij. „Gerade sie haben den Zustand ihrer Anlagen im Auge und bauen das, was im Krieg zerstört wurde, wieder auf – so z. B. die E-Lok-Werkstatt in Debalzewo“ (siehe auch Presseschau vom 24. Juni, A. d. Ü.). Auf der Konferenz wurden auch Fragen der Lohnzahlung im vorangegangen Zeitraum 2020 behandelt (s.u.). „Die heutigen Probleme rühren in erster Linie von dem Produktionseinbruch der Industriebetriebe der Republik, der zu einem entsprechenden Rückgang in der Transportleistung führte, her“, erklärte Wladimir Wassiljewitsch. Von Januar bis April betrug die mittlere tägliche Verladung 33.000 Tonnen, 73% des Vorjahreszeitraumes. Das Transportvolumen sank auf 64%. Die Erträge aus dem Güterverkehr betrugen nur noch 54% der ersten vier Monate 2019. Deshalb fehlen uns die Mittel. Der Lohnfonds 2020 beträgt mit 503 Mio. 84% dessen von 2019 während die Arbeitsproduktivität auf 67% gesunken ist. Wir tun alles Mögliche zur Linderung der Situation, sind in Gesprächen mit Kohlebetrieben, Unternehmen von ›Wnjèschtorgsèrwis‹ und anderen Kunden über eine Steigerung der Verladung. Die wichtigste Aufgabe ist zurzeit, den Mitarbeiterstand zu halten.
[
Es folgen einige Anmerkungen zur Corona-Eindämmung, Anm. d. Übers.]
Der Bereisungstriebwagen des Generaldirektors


Donnerstag:

Scharfe Töne zwischen Staat und Bahn
D
an-news.info: Das Staatsoberhaupt der DVR, Denis Puschilin, hat die Generalstaatsanwaltschaft der DVR beauftragt, die rechtzeitige Zahlung der Löhne und Gehälter an die Mitarbeiter der staatlichen Donezker Eisenbahn zu überwachen. „Die Probleme mit den Lohnzahlungsrückständen und der sich verschlechternden Situation der Branche waren Gegenstand von Gesprächen mit Eisenbahnern aus Ilowajsk und Debalzewo“, heißt es auf der offiziellen Website des Präsidenten. Puschilin fügte hinzu, die Führung der Bahn und die zuständigen Behörden verhielten sich zu passiv. „Ich beziehe mich in erster Linie auf Generaldirektor Wladimir Wassiljewtisch Kabazij, der die persönliche Verantwortung trägt. In der gegebenen Situation müssen disziplinarische Maßnahmen zur Anwendung kommen; es geht um prinzipielle Fragen der persönlichen Verantwortung“, resümierte Puschilin.


Sonnabend:

Im Südosten der DVR steigt die Fleischproduktion
Dnronline.su: Wie der Pressedienst des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung der DVR mitteilt, haben die Viehzuchtunternehmen des Rayons Amwrosíjewka die Produktion – auch von Geflügel – im Vergleich zu 2019 um 26% oder 63,4 Tonnen gesteigert. Der Umsatz ist seit Beginn des Jahres 2020 ist auf das Anderthalbfache, auf 140,9 Tonnen, gewachsen, darin enthalten 111,3 Tonnen Geflügel, doppelt soviel wie im Vorjahr.

 

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