Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 10. bis 16.02.2020

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, Dnrailway sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Montag:

Bis zu 3000 Tonnen Gusseisen monatlich
Mpt-dnr.ru: Der Minister für Industrie und Handel der Donezker Volksrepublik, Eduard Armatow, und die Abteilungsleiterin für Schwarz-, Buntmetall und Metallverarbeitung, Tatjana Bulgakowa, statteten der Firma «Dònmetèxpo» GmbH einen Arbeitsbesuch ab. Diese ist auf die Produktion von Gusseisen orientiert, bei der Schlacken verwertet werden, die bei der Stahlproduktion in den großen metallurgischen Werken der Republik anfallen. Im Verlauf des Besuchs zeigten Vertreter des Unternehmens die Gießerei sowie die Lagerung der Rohstoffe und der Fertigwaren. „Zum jetzigen Zeitpunkt werden die Arbeiten zur Produktionsaufnahme im großen Umfang abgeschlossen“, sagte der Gründer der Firma, Jewgenij Pronin. „Nach unseren Berechnungen wird die anfängliche Produktion 1200 Tonnen betragen, später jedoch auf bis zu 3000 Tonnen monatlich steigen. Das soll schon März-April diesen Jahres der Fall sein.“ Nach den Worten Pronins liegt die geplante Mitarbeiterzahl über 150, darunter Metallurgen, Kranführer, Anschläger und andere Berufe, die hier in der Region verbreitet sind. „Natürlich gibt es zur Zeit noch viele ungelöste Fragen, aber wir sind optimistisch und glauben an das Resultat, werden doch durch die Produktionsaufnahme bei uns neue Arbeitsplätze geschaffen und die Steuereinnahmen der Republik gesteigert. Außerdem wird die Republik durch Export finanziell gestärkt werden“, resümierte Eduard Pronin. Die «Dònmetèxpo» GmbH wurde 2018 auf der Basis eines der kleineren metallurgischen Werke während der Veränderungen in der wirtschaftlichen Situation und der Umorientierung des Unternehmens gegründet.


Donnerstag:

Bergbautechnologie für den Export
D
an-news.info: Die Entwicklung einer neuen Kohleabbaukombine zum Export in eine Reihe von Ländern, darunter Russland und Kasachstan, steht kurz vor dem Abschluss. Das berichtete Aleksandr Stukalow, Vorsitzender des staatlichen Komitees für Wissenschaft und Technologie heute auf einer Kollegiumssitzung des Ministeriums für Bildung und Wissenschaft der DVR. „Die Entwicklung des maschinenbaulichen Komplexes und die Steigerung des Exports von Bergwerksausrüstungen sind heute mit die wichtigsten Aufgaben der Republik. Hierzu hat das Institut «Dònúgljemasch» die wissenschaftlichen Vorarbeiten und die Konstruktion dieses Roboters mit einem System der kettenlosen Kraftübertragung abgeschlossen“, sagte Stukalow. Nach seinen Worten ist die Kombine für die Arbeit in Flözen mit einer Mächtigkeit von 3 bis 4 Metern ausgelegt. Die Technik entspricht den Vorschriften verschiedener Länder, darunter Russland und Kasachstan. Der Prototyp soll im staatlichen Maschinenbau in Gorlowka hergestellt werden.


Freitag:

Lebenshaltungskosten bedeutend niedriger als in den ukrainisch kontrollierten Gebieten
Dan-news.info: Eine von der Agentur im Februar durchgeführte Untersuchung hat ergeben, dass die Lebenshaltungskosten in der DVR bedeutend niedriger sind als in den vorübergehend von der Ukraine kontrollierten Gebieten des Donbass. Dabei wurden 16 verschiedene Dienstleistungen von Firmen, Organisationen und Privatpersonen in Verkehr, Gesundheitswesen und Kultur in Städten wie Donezk und Mariupol verglichen. Es wurden die mittleren Werte am unteren Rand des Preisspektrums, in der Ukraine nach einer Umrechnung von 2,60 Rubel für die Griwna zugrundegelegt. Im Ergebnis sind die Kosten in der Hauptstadt 2,13mal niedriger als in den von der Ukraine kontrollierten Gebieten. So sind z. B. die Tarife im öffentlichen Nahverkehr in der Hafenstadt (Mariupol) 3 bis 3,5mal höher als in Donezk. Der Straßenbahn- oder Trolleybusfahrschein kostet dort 18,20 (26,4 Eurocent, Autobus 20,80 ), in Donezk unter Berücksichtigung der jüngsten Erhöhung 6,00 . Fahrten mit dem Taxi kosten in der Hauptstadt ungefähr die Hälfte: Für bis zu 5 Kilometer bezahlt man 80,00 , jeder weitere kostet 15,00 . In Mariupol sind es 117,00 bzw. 15,60 . Andere Dienstleistungen wie die Reinigung eines Übergangsmantels (die meistgefragte in den chemischen Reinigungen) liegt in Donezk bei 500 , in Mariupol zwischen 1300 und 1500 . Ein Herrenhaarschnitt in den Friseursalons beginnt bei 100,00 bzw. 130.00 , für Damen bei 130,00 bzw. 260,00 . Eine Autowäsche mit Wachs einschl. Innenreinigung kostet in der Hauptstadt 350,00 , an der Küste ungefähr das Doppelte. Für ihre Gesundheit lassen die Einwohner der beiden Städte das meiste Geld beim Zahnarzt. Die Gebührenordnung liegt in der DVR etwa 10% unter der der Ukraine. Dabei müssen in Mariupol Eingangsuntersuchung, Beratung oder Röntgen extra bezahlt werden, in der DVR sind sie in den Behandlungskosten enthalten. [Es werden noch andere Beispiele angeführt (Internet, Telefonie), bei denen die Kosten in der Ukraine höher bis wesentlich höher sind, Anm. d. Übers.] Lediglich Kinobesuche sind in Mariupol etwas billiger: 130 bis 208 gegenüber 150 bis 250 in Donezk.


Zur Entwicklung des Arbeitsmarktes in der DVR

Dnronline.su: Wie der Pressedienst des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung derf DVR mitteilt, haben die Industrieunternehmungen nach Angaben des statistischen Amtes im Jahr 2019 35,3% der Arbeitsplätze gestellt. Weitere große Anteile am Arbeitsmarkt stellen das Bildungswesen, das Gesundheitswesen und soziale Einrichtungen. Die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter in Bibliotheken, Archiven, Museen, in anderen kulturellen Einrichtungen, im Finanz- und Versicherungssektor sowie bei Post und Telekom ist 2019 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.
In der Industrie ist ein großer Teil der Mitarbeiter, 27,1%, in den Kohlebetrieben beschäftigt, 19,8% in Kraft- und Gaswerken und 14,5% in der Metallurgie. Die mittleren Monatslöhne und Gehälter sind 2019 um 17,4% gestiegen: In der Industrie um 12,1%, im Verkehr, bei Lagerei und Post um 12,2%, in Land-, Forst- und Fischwirtschaft um 13,4%, im Bauwesen um 14,3% sowie im Groß- und Einzelhandel um 15,3%. Im Bildungswesen sind es 29,8%, im Gesundheitswesen und sozialen Einrichtungen 27,2%.
Der Reallohnindex betrug 109,6% zu 2018.

 

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