Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 16. bis 22.12.2019

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, Dnrailway sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“


Dienstag:

Schwindelerregendes Wirtschaftswachstum (in Prozent)
Lug-info.com: Der Umsatz der Industrieunternehmen des weiterverarbeitenden Komplexes ist von Januar bis Oktober 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf das Anderthalbfache gestiegen, berichtet das Ministerium für Industrie und Handel der LVR. Im Handelsregister seien gegenwärtig 285 Unternehmen der weiterverarbeitenden Industrie in verschiedenen Eigentumsformen eingetragen. Die größte Konzentration gibt es im Bereich des Maschinenbaus und der metallurgischen Produktion, wo mittlere und große Wirtschaftssubjekte dominieren. Kleine Unternehmen herrschen in der Leichtindustrie vor, darunter Gummi- und Plasteteilehersteller sowie holzverarbeitende Betriebe. Die Struktur des weiterverarbeitenden Sektors sah wie folgt aus: metallurgische Produktion (außer Maschinen und Ausrüstungen) ‒ 71,6%, Lebensmittel, Getränke und Tabak ‒ 15,5% sowie Maschinenbau ‒ 8%. […] Die Umsatzsteigerungen in diesen Bereichen betrugen von Januar bis Oktober 55,4%, 31,7% bzw. 32,7%. Wie die Behörde weiterhin mittelt, werden 80% der Produktion in die Russische Föderation sowie Länder des nahen und fernen Auslands exportiert, vornehmlich Halbfertigprodukte für die metallurgische Industrie, Bergwerksausrüstungen, Teile für Schienenfahrzeuge und anderes. In der Außenhandelsbilanz überstieg der Export den Import um 30%. […]


Klage vor dem Europäischen Gericht für Menschenrechte
Dan-news.info: Die öffentliche Kommission zur Bewertung des wirtschaftlichen Schadens, den die Ukraine dem Donbass zugefügt hat, hat auf einer neuerlichen Sitzung die Einreichungen dreier Unternehmen der DVR und der LVR untersucht, berichtet die Vorsitzende Anastasia Butorkina. „An uns haben sich Vertreter der Staatlichen Unternehmen der DVR «Artemúgol (-kohle)» und «Donjèzkij Enèrgosawòd (-werk)» sowie aus der LVR der «LúgaMàsch» GmbH ‒ Teil der (offenen) «Lugànsktjòplowos» AG (der ehemals berühmten Lokomtivfabrik, Anm. d. Übers.) gewandt, die Klage vor dem Europäischen Gericht für Menschenrechte erheben wollen“, sagte Butorkina und konkretisierte, der Gesamtschaden der Unternehmen in der Zeit von 2014 bis 2019 übersteige 360 Mrd. Rubel (ca. 5,16 Mrd. Euro). Hinzu komme das Problem der Arbeitslosigkeit. Im Ergebnis des Krieges verloren bei «Artemúgol» 6400 Menschen ihre Arbeit; in den anderen Unternehmen sank die Beschäftigung auf die Hälfte. Die öffentliche Kommission zur Bewertung des wirtschaftlichen Schadens, den die Ukraine dem Donbass zugefügt hat, wurde erst im Dezember dieses Jahres gegründet. Ihr gehören 19 Personen aus der DVR und der LVR an.


Wichtige 110-kV-Leitung geht in Betrieb

D
an-news.info: Wie der Pressedienst des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft der DVR berichtet, haben Spezialisten aus der Republik den Bau einer Hochspannungsfreileitung abgeschlossen, die die Zuverlässigkeit der Versorgung von Gorlowka, Jenakiewo, Debalzewo sowie von Dörfern und Siedlungen in deren Nähe erhöht. „Die 19 Kilometer lange 110-kV-Leitung schließt einen Ring im Energieknoten Gorlowka und ermöglicht die Speisung aus mehreren verschiedenen Quellen, was die unterbrechungsfreie Versorgung quasi garantiert“, heißt es in der Mitteilung. Am Anfang wird es einen dreitägigen Probebetrieb geben, und danach wird eine staatliche Kommission den vollwertigen Betrieb genehmigen. Beim Bau der Leitung wurden 103 Stahlbeton- und 32 Ankermaste aufgestellt. […] Die Arbeiten durch die staatliche Regionale Ernergieversorgungsgesellschaft und Vertragsfirmen aus der LVR hatten im Mai dieses Jahres begonnen. Ein Großteil des benötigten Materials wurde im Rahmen der humanitären Hilfe aus der Russischen Föderation zur Verfügung gestellt.


EDV-gestütze Prognosen zur Lebensmittelversorgung

Dnronline.su: Im Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung fand heute die Präsentation eines Programmmoduls ‚Die dynamische Lebensmittelbilanz der Donezker Volksrepublik‘ einschließlich Instruktionen zu seiner Anwendung statt. Das unterstützende System wurde mit dem Ziel der Erstellung prognostischer Szenarien zur Berechnung der zu erwartenden Charakteristik der Lebensmittelversorgung in Abhängigkeit von einem Komplex wirtschaftsmathematischer Modelle entwickelt. Nach den Worten von Minister Artjom Kramarenko erlaubt das gegebene Programm eine realistische Vorschau auf die Entwicklung von Angebot und Nachfrage auf dem Gebiet der landwirtschaftlichen Produktion innerhalb der Republik. „Das Fehlen eines geeigneten Instrumentariums hat bisher keine vernünftigen Entscheidungen ermöglicht. Zum jetzigen Zeitpunkt hat sich durch die enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Wirtschaftsforschung und die Entwicklung dieses Systems die Möglichkeit von Prognosen und strategischer Planung auf wissenschaftlicher Grundlage unter Nutzung von mathematischen Modellen und neuer Informationstechniologie aufgetan“, kommentierte Kramarenko. Er fügte hinzu, das Programm werde im kommenden Monat getestet und die gewonnenen Daten zur Bestimmung von Genauigkeit und Effizienz des Programms weiter analysiert. Danach soll das Programm ab dem Jahre 2020 in vollem Umfang genutzt werden. „Dieses Programm wurde speziell im Hinblick auf die Bedingungen der wirtschaftliche Entwicklung der DVR erstellt. Es liefert Resultate, die bestmöglich unseren sozialökonomischen Bedingen entsprechen, was auf jeden Fall Arbeitseffizienz unserer Exekutive erhöht“, sagte Projektleiter Roman Ljepa.


Mittwoch:

Einkommen im öffentlichen Dienst steigen am 1. Januar
D
an-news.info: Die Erhöhung der Löhne, Gehälter und Pensionen im öffentlichen Dienst zum 1. Januar 2020 demonstriert die wirtschaftliche Entwicklung der DVR. Diese Meinung vertrat heute der Vorsitzende der Massenorganisation «Donjèzkaja Respúblika», Aleksej Muratow. „Dieser Schritt zeugt davon, dass sich die Republik ungeachtet der Probleme durch die miltärisch-politische Auseinandersetzung und die sozialökonomische Blockade entwickelt und selbstbewusst nach vorn schreitet. Dabei bleibt nicht ohne Beachtung, wer von der Unterstützung durch den Staat am abhängigsten ist“, sagte Muratow. Mit einer Verstärkung der Arbeit zur Festigung der Wirtschaft wird die DVR weiter wachsen und die Lebensqualität sich weiter erhöhen.


Auch in der LVR steigen Löhne und Renten

Lug-info.com: Das Wirtschaftswachstum in der Republik gestattet eine Erhöhung der Löhne und Renten, so der Vorsitzende des Volkssowjets der LVR, Oleg Kowal: „Die Lugansker Volksrepublik entwickelt sich allen Schwierigkeiten, Krieg und Blockade von ukrainischer Seite zum Trotz.“Es gibt schon gewichtige positive Resultate in der sozialökonomischen Entwicklung des Staates. So wird weiter am Umbau des fiskalischen Systems gearbeitet, es gibt neue Absatzmärkte, die Wirtschaft wächst. Dadurch kommt mehr Geld in die Staatskasse, und die Löhne und Renten können gesteigert werden“, erklärte Kowal. „Es lohnt zu vermerken, dass die Renten seit Gründung der LVR vor fünf Jahren mehr als verdoppelt wurden; dies wird jetzt die fünfte Erhöhung. Das zeugt zweifelsohne davon, dass sie die Republik mit dem Entwicklungsprogramm «Nasch Wýbor» (unsere Wahl) bis 2023 auf dem richtigen Weg befindet. […] Staatspräsident Leonid Pasetschnik hat für den 1. Januar 2020 eine Erhöhung der Löhne und Gehälter im öffentlichen Dienst um 26% und der Renten um 20% angekündigt. […]


Freitag:

Neujahrsessen in den eigenen vier Wänden in Lugansk günstiger als in Charkow
Lug-info.com: Ein festliches Neujahrsessen zu Hause für eine vierköpfige Familie kostet in der Lugansker Volksrepublik , etwa 3324 Rubel (knapp 50 Euro), 1000 Rubel weniger als in der Ukraine. Das ergab eine vom Informationszentrum durchgeführte Analyse der Preise. Den Angaben des ukrainischen Nationalen wissenschaftlichen Zentrums (NNZ) zu Folge, kostet so eine Feier dort etwa 1621 Griwen (61,50 Euro). […] Nach den Berechnungen der ukrainischen Wissenschaftler kosten drei Kilogramm Olivensalat nach traditionellem Rezept (5,37 Euro), darin enthalten 500 Gramm Wurst (2,24 Euro) und grüne Erbsen (1,03 Euro), sechs Eier (0,51 Euro), 180 Gramm Mayonnaise (0,41 Euro) sowie Zwiebeln, Möhren, Kartoffeln und Salzgurken (0,86 Euro). 320,90 Rubel (4,61 Euro) kostet für die Ukrainer der ‚Hering im Pelz‘ aus 500 Gramm Heringsfilet, 180 Gramm Mayonnaise und ebenfalls Möhren, Kartoffeln und Salzgurken. Genau den gleichen Salat gibt es in der LVR für 167,50 (2,40 Euro), [um nur ein Beispiel anzuführen, Anm. d. Übers.]. Eine Flasche Sekt kostet in der Ukraine durchschnittlich 267,00 ₱ (3,83 Euro), ein halber Liter Cognac umgerechnet 427,20 ₱
(6,14 Euro). Für die Familie in der der LVR sind das 215,00 ₱ bzw. 264,00 ₱ für den
3-Ste
rne-Cognac. […]
Quelle: https://zi.ua/

 

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