Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 28. Oktober bis 3. November 2019

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, Dnrailway sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“


Dienstag:

Donfrost liefert Kühlschränke nach Russland
D
an-news.info: Auf dem Donezker internationalen Investitionsforum wurde heute eine Vereinbarung über die Lieferung von Haushaltskühlschränken des Herstellers Donfrost im Jahr 2020 in die Russische Föderation abgeschlossen, sagte Werksdirektor Konstantin Klimow. Dieses Forum ist für unser Unternehmen in erster Linie eine Möglichkeit, uns gegenüber Investoren zu präsentieren. Er drückte auch seine Hoffnung aus, dass die auf dem Forum erklärte Freihandelszone ‚Donbass‘ zu noch mehr positiven Resultaten und guten Bedingungen für ausländische Anleger führe. …


Mittwoch:

Internationales Investitionsforum in Donezk
Dan-news.info: Das zweitägige Donezker internationale Investitionsforum ist heute zu Ende gegangen. An der Veranstaltung nahmen Besucher aus mehr als einem halben Dutzend Regionen Russlands und 16 anderen Ländern teil. Das erklärte Ziel des Forums war die Suche nach prinzipiell neuen Wegen der Entwicklung, die den extremen Bedingungen, unter denen die Ökonomie des Donbass steht, genügen. Am Ende stand die Unterzeichnung von 34 Vereinbarungen über eine Ge samtsumme von 135,6 Mrd. Rubeln (1,91 Mrd. Euro), hauptsächlich im industriellen und im landwirtschaftlichen Sektor.
Die Reintegration in das globale Finanzsystem
Die Teilnehmer schlugen ein Maßnahmenpaket zur Abschaffung von Hindernissen für unternehmerische Tätigkeit und für ausländische Investitionen im Donbass vor. Dazu gehören die Schaffung einer Freihandelszone, die Senkung oder Abschaffung einer Reihe von bürokratischen Barrieren, die Legalisierung einer sog. Blockchain-Infrastruktur und ein einheitlicher (mit Russland) Zahlungsverkehr, der schon in nächster Zeit verwirklicht werden kann. …
„Der gegebene Komplex ist gegenwärtig die progressivste Lösung für den Bankensektor“, sagte ein Referent aus der Russischen Föderation. „Er gestattet es, in einem überschaubaren Zeitraum die ambitiösen Ziele und Aufgaben der Reintegration in das globale Finanzsystem zu bestimmten Teilen schon in der ersten Hälfte des kommenden Jahres zu erreichen bzw. umzusetzen.“
Die Erfahrung, Kapital anzuziehen – u.a. durch Steuererleichterungen, teilen Kollegen aus der DVR mit denen aus Südossetien. Die Donezker Volksrepublik und die RSO beschlossen auch die Eröffnung von Handelsvertretungen, sagte der Minister für wirtschaftliche Entwicklung Südossetiens, Gennadij Bekojew.
Es gibt viele Beispiele, wo und wie man im Donbass investieren kann
Zu den wichtigsten auf dem Forum unterzeichneten Dokumenten gehört das Memorandum über Zusammenarbeit mit dem schweizerischen Investmentfond
Black Shield. … Periklis Katsiulas, Direktor von Black Shield sagte: „Wir haben große Erfahrung und wissen, wie in schwierigen Situationen zu handeln ist. In den 90er-Jahren haben wir nach dem Zerfall in Jugoslawien gearbeitet. Wir sehen im Donbass eine Masse von Möglichkeiten, zu investieren.“ … Die Thesen Katsiulas‘ unterstützte auch der Teilnehmer aus Bulgarien Stefan Wojnow, Eigentümer der NET Telecommunications GmbH, der an dem Memorandum mit Black Shield mitgearbeitet hat. Wojnow präsentierte auch eine Initiative zum Bau eines Glasfaserkabelnetzes in der DVR und die Integration in das internationale Netz von Nachrichtenverbindungen. Ioannis Arnautelis, Entwicklungsleiter der griechischen Firma Green Investment GmbH, schlug vor, die DVR zu einer Plattform für erneuerbare Energien, Sonnen-, Wind- und Bioenergie, zu entwickeln.
Das Potential des Agrarsektors
Noch eine Teilnehmerin des Forums, Ing. Swetlana Koziri von der griechischen Firma
Euromax, schätzte die Attraktivität des Donbass für Investitionen hoch ein. In der Sektion ‚Zusammenarbeit im landwirtschaftlich-industriellen Sektor‘ trat sie mit einer Präsentation zum Bau sog. intelligenter Gewächshäuser auf und sprach über die Einführung entsprechender Technologie in der DVR, zum Beispiel auf für die Landwirtschaft normalerweise wenig geeigneten Brachflächen rund um Bergwerke.
Übereinkünfte auf dem Gebiet der Landwirtschaft wurden im Besonderen auch mit russischen Firman von der Krim erzielt. „Der Agrarsektor des Donbass besitzt ein enormes Potential, doch um ihn zu entwickeln braucht es nicht nur Investitionen, sondern auch einen stabilen Absatzmarkt“, sagte der Generaldirektor der Gruppe
Agrokom, Sergej Sapotnizkij. Mit einzelnen Unternehmen wurden heute Vereinbarungen, zum Beispiel zur Lieferung von automatischen Fütterungsanlagen und ausgebrüteten Eiern abgeschlossen.


Schweizerischer Fond
s will in der DVR investieren
Dan-news.info: Wie die Präsidentin der Industrie- und Handelskammer der DVR, Walerija Bulyga, der Agentur berichtet, planen die Kammer und der schweizerische Investitionsfond „Black Shield Capital Investment Fund“ mehrere Projekte auf dem Territorium der Republik. „Wir haben heute ein Memorandum über unter anderem Investitionen im Bereich der Landwirtschaft und der Wiederherrichtung von Infrastrukturobjekten unterzeichnet“, sagte Bulyga. Es handele sich um einen Rahmen, innerhalb dessen konkrete Verträge abgeschlossen würden. Das Memorandum beweise, dass das internationale Business gewillt sei, mit der Republik zusammenzuarbeiten. Bei den Verhandlungen klang durch, dass man hier eine Zukunft und breite Perspektiven sehe, und mit Gewinnerwartungen gern Geld anlegen möchte, sagte die Vorsitzende. Wie der Direktor des Investmentfonds, Periklis Katsiulas erklärte, verfüge die DVR über enorme Ressourcen und ein industrielles Potential, das geeignet sei, die Republik auf Weltniveau zu bringen.


Donezker Investitionsforum aus Lugansker Sicht

Lug-info.com: Wie der Gewerkschaftsverband der Lugansker Volksrepublik mitteilt, nimmt eine Delegation an dem gestern in Donezk begonnenen Investitionsforum teil. Das Forum steht unter der Schirmherrschaft von Staatspräsident Denis Puschilin und soll Kapital für die Wirtschaft des Donbass anziehen, das Investitionsklima und die Entwicklung der internationalen Beziehungen befördern. Es gibt sechs verschiedene Plattformen: ökonomisches Potential, Schaffung eines guten Investitionsklimas, Zusammenarbeit im landwirtschaftlich-industriellen Komplex, Potential von Wissenschaft und Bildung des Donbass und von Regionen Russlands, ökologische Entwicklung. An dem Forum nehmen über 250 Besucher aus der ganzen Welt, offizielle Delegationen aus Russland, der LVR, de
n Republiken Südossetien und Abchasien, aber auch Unternehmer und Vertreter von Wirtschaftsorganisationen aus Frankreich, Finnland, Irland, Großbritannien, der Schweiz, Bulgarien, der Türkei, aus Syrien, dem Jemen, Tadshikistan, dem Iran, Ägypten und den USA teil. …
„Die Integration mit der Russischen Föderation begann faktisch mit der Gründung der Republiken des Donbass. Und heute kann man mit voller Überzeugung sagen: ‚Die Zusammenarbeit entwickelt sich aktiv und tritt in ein neues Stadium ein.‘ Uns, die Einwohner des Donbass, verbindet mit dem russischen Brudervolk eine jahrhundertealte Freundschaft, gegenseitige Hilfe und Unterstützung“, sagte der Verbandsvorsitzende Oleg Akimow. …
Ein Vertreter aus den USA, Bruce Gagnon, sagte: „Ich unterstütze die Ziele des Forums und verstehe den Integrationskurs, den die Republiken mit Russland eingeschlagen haben. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Einwohner des Donbass sind ethnisch Russen, mit gemeinsamer Geschichte und Sprache. Schon zu sowjetischen Zeiten war der Donbass wirtschaftlich und kulturell eng mit Russland verbunden. Die gegenwärtige Integration ist kein Plan für die Zukunft, sie ist ein konkreter, unumkehrbarer Prozess, wie man mit bloßen Augen sehen kann.“
(Ähnliche Ausführungen machten der Ire
Francis Juice und der türkische Journalist und Wahlbeobachter 2018 in der LVR, Okay Deprem. – Anm. d. Übers.)
„Wir beobachten heute ein Interesse des internationalen Business‘ an den Volksrepubliken und sind sicher, dass die aktive Zusammenarbeit zur weiteren Entwicklung und Festigung der partnerschaftlichen Beziehungen führen wird“, sagte der Vorsitzende des Integrationskomitees Russland – Donbass und Direktor des Zentrums für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Walerij Koshemjankin.


Kein Export von Weizenmehl aus der DVR

Dnronline.su: Am 29. Oktober fand in Donezk eine Sitzung der behördenübergreifenden Kommission zu Fragen der Festlegung und Aufteilung von Quoten für den Export von Weizenmehl aller Sorten durch Wirtschaftssubjekte der DVR in die RF und andere Länder (außer der Ukraine) statt.
Zur Kommission gehören Vertreter des Landwirtschaftsministeriums, des Ministeriums für Industrie und Handel, des Ministeriums für ökonomische Entwicklung, des Republikanischen antimonopolistischen Dienstes und des Ministeriums für Einnahmen und Abgaben.
Auf der Sitzung des Kommission wurde entschieden in den nächsten drei Monaten keine Quoten für den Export von Weizenmehl aus der DVR zu vergeben.


Freitag:

Staatliche Unternehmen in der Kohleindustrie führend
D
an-news.info – Der Pressedienst des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft der DVR berichtet heute: Die Kohleunternehmen der Republik haben in den ersten zehn Monaten 2019 7.600.347 Tonnen gefördert und den Plan damit um 152.687 Tonnen oder 2,2% übererfüllt. Im Oktober waren es über 700.000 Tonnen, wobei die Kollektive der staatlichen Unternehmen Schȧchta Komsomȯljez Donbȧssa, Tȯresantrazīt und Makējewūgol führend waren. Die Kohle wird auch in den Nahen Osten, in die Türkei und europäische Länder exportiert.


Alles wird weiterverwendet

Mpt-dnr.ru: Der Minister für Industrie und Handel der DVR Eduard Armatow inspizierte heute eine Unterabteilung des staatlichen Unternehmens Wtȯrmet. Das Unternehmen beschäftigt sich in erster Linie mit der Sammlung und Verarbeitung von Schwarz- und Buntmetallschrott. Die besuchte Abteilung verarbeitet Abfälle aus der metallurgischen Produktion. Bei der Visite wurden Produkte aus der Separation der Abfälle und die technische Ausrüstung, die nach langem Stillstand wieder in Betrieb genommen wurde, vorgeführt. Die Erzeugnisse werden in anderen metallurgischen und Gussbetrieben der Republik, im Straßenbau sowie bei der Herstellung von Gehwegplatten und Schlackensteinen gebraucht.

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