Presseschau vom 15.10.2019

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info.
Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B.
BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe. Meldungen
aus Sozialen Netzwerken sind violett gekennzeichnet.
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Außer der Reihe – Lesetipps:

Karin Leukefeld: Vom Westen gebraucht und nun allein gelassen: Kurden in Syrien zwischen allen Stühlen
https://sptnkne.ws/AcwQ

Chalifa Haftar exklusiv: Unser Ziel ist die Befreiung von Tripolis und nicht dessen Zerstörung
https://sptnkne.ws/Ac43


abends/nachts:

de.sputniknews.com: Teile im Nordosten Syriens kehren unter Kontrolle von Damaskus zurück
Eine Reihe von Ortschaften in den syrischen Provinzen Aleppo, Ar-Raqqa und Al-Hasaka haben laut dem Chef des russischen Versöhnungszentrums in Syrien, Generalmajor Alexej Bakin, die völlige Wiederherstellung der Souveränität der Syrischen Arabischen Republik über ihr Territorium verkündet.
Vor dem Hintergrund der türkischen Militäroperation „Friedensquelle” und der humanitären Krise im nordöstlichen Syrien wenden sich Bakin zufolge Einwohner an das Versöhnungszentrum mit Bitten um Hilfe.
„Die selbsterklärte ‚Autonome Administration der nord-östlichen Regionen‘ hat keine Unterstützung von den USA und anderen westlichen Ländern bekommen und erwies sich als unfähig, wirksame Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und zur Lösung humanitärer Probleme zu treffen“, so der Generalmajor.
Die komplette Wiederherstellung der syrischen Oberhoheit hätten Selbstverwaltungsbehörden der Ortschaften im Gebiet Manbidsch (Provinz Aleppo), in ath-Thaura (auch at-Tabqa; Provinz Ar-Raqqa) sowie Qamischli (auch Kamischli) und Al-Hasaka (Provinz Al-Hasaka) erklärt.
In anderen Ortschaften in den ostsyrischen Provinzen Deir ez Zor und Ar-Raqqa hätten Vertreter der Stammesverbände Agejdat, Bu-Schaaban, Abu Kamal und Albuchassan gegen die ausländische Aggression und Terrorismus demonstriert. Darüber hinaus hätten sie das Versöhnungszentrum um Mitwirkung beim Wiederherstellen der legitimen Macht Syriens gebeten. …


de.sputniknews.com:
Türkei macht „wortbrüchige USA“ für eigene Militäroffensive in Syrien verantwortlich
Der türkische Einmarsch in Nordsyrien gegen Kurden ist laut dem türkischen Außenminister Mevlut Cavosuglu auf die Nichteinhaltung der Versprechen durch Washington zurückzuführen.
„Mit Sanktionen gegen die Türkei kann man unmöglich etwas erreichen. Man muss die an die Türkei gegebenen Versprechen einhalten“, sagte Cavusoglu am Montag in der internationalen Medien-Konferenz in Aserbaidschan.
„Wir haben die Operation in Nordsyrien begonnen, weil die USA ihre Versprechen nicht eingehalten haben“, fügte er hinzu. …


vormittags:

de.sputniknews.com: Begegnung gefilmt: Truppen Syriens und der USA auf Autostraße zwischen Manbidsch und Kobanê
Ein Konvoi der syrischen Regierungskräfte und Fahrzeuge mit US-amerikanischen Militärs sind auf der Autostraße gesichtet worden, die die Städte Manbidsch und Kobanê im Nordosten Syriens verbindet. Ein entsprechendes Video zeigt diese Begegnung.
Die Aufnahmen der Video-Nachrichtenagentur „Ruptly“ zeigen, wie die Fahrzeuge mit US-amerikanischen Flaggen und Geländewagen mit syrischen Soldaten in entgegengesetzter Richtung fahren. Dabei ist zu beobachten, dass die Militärs der beiden Länder nicht aufeinander reagieren.
Am Montag hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass er seine „Truppen zum größten Teil aus Syrien abgezogen“ hätte.
Die komplette Wiederherstellung der syrischen Oberhoheit hätten Selbstverwaltungsbehörden der Ortschaften im Gebiet Manbidsch (Provinz Aleppo), in ath-Thaura (auch at-Tabqa; Provinz Ar-Raqqa (auch Rakka)) sowie Qamischli (auch Kamischli) und Al-Hasaka (Provinz Al-Hasaka) erklärt, so der Chef des russischen Versöhnungszentrums in Syrien, Generalmajor Alexej Bakin, am Montag. …


Telegram-Kanal der Vertretung der LVR im GZKK:
Am 14. Oktober wurde einmalig Beschuss von Seiten der bewaffneten Formationen der Ukraine aus Richtung Luganskoje in Richtung Logwinowo mit Granatwerfern und großkalibrigen Maschinengewehren festgestellt.


de.sputniknews.com:
„Neues Referendum unvermeidbar“: Klare Botschaft des inhaftierten katalanischen Separatistenführers
Ein neues Referendum ist nicht zu vermeiden, zeigt sich der frühere katalanische Vizeregionalpräsident Oriol Junqueras überzeugt, der vom obersten Gericht Spaniens in Madrid wegen seiner Rolle am umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum von 2017 zu 13 Jahren Haft verurteilt wurde.
„Ich bin mir sicher, dass dieser Konflikt (wegen der Unabhängigkeitsbewegung in Katalonien – Anm. d. Red.) über die Wahlurnen beigelegt werden soll… Wir sind überzeugt, dass früher oder später ein Referendum unumgänglich ist, denn wie können wir sonst den Bürgern eine Stimme geben?“, zitiert Reuters Junqueras, der die entsprechenden Fragen in einer aus dem Gefängnis geschickten E-Mail beantwortete.
Er habe es nicht bereut, 2017 ein Unabhängigkeitsreferendum organisiert zu haben, heißt es weiter im Beitrag. Die gegen ihn und acht andere Angeklagte wegen Volksverhetzung verhängten Haftstrafen hätten sie und ihre Bewegung nur stärker und entschlossener gemacht.
In seinem ersten Interview nach dem Urteil kündigte Junqueras gegenüber Reuters Pläne an, beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg Berufung einzulegen. Auf die Frage, welche Botschaft er der Unabhängigkeitsbewegung nach der Verurteilung übermitteln würde, sagte Junqueras:
„Dass wir weitermachen und nicht aufgeben werden, weil wir es nie getan haben und jetzt nicht tun werden“.
Der Aufenthalt im Gefängnis hätte ihn und seine Mitstreiter gestärkt und in zutiefst demokratischen Überzeugungen überzeugt.
„Ich bin sicher, dass dieses Urteil die Unabhängigkeitsbewegung nicht schwächen wird, ganz im Gegenteil“, so Junqueras weiter.
Verfahren wegen Unabhängigkeitsreferendum 2017
Bei dem Verfahren ging es um die Rolle der Angeklagten bei dem von Madrid verbotenen Unabhängigkeitsreferendum vom 1. Oktober 2017 und einem daraus resultierenden Unabhängigkeitsbeschluss der Regionalregierung in Barcelona.
Der Prozess war Mitte Juni nach vier Monaten mit den Schlussplädoyers der Angeklagten zu Ende gegangen. Diese riefen dabei fast ausnahmslos dazu auf, den Dialog zu suchen und eine politische Lösung für den Konflikt in der Region im Nordosten des Landes zu finden.
Am Montag wurden neun Anführer der katalanischen Separatisten wegen Volksverhetzung zu neun bis dreizehn Jahren Haft verurteilt. Von einem Schuldspruch wegen des von der Staatsanwaltschaft eingebrachten Vorwurfs der Rebellion, der mit Gefängnisstrafen von bis zu 25 Jahren geahndet wird, sahen die Richter ab.


dnr-sckk.ru: Täglicher Bericht über Verletzungen des Regimes der Feuereinstellung für den Zeitraum vom 14. Oktober 3:00 Uhr bis 15. Oktober 3:00 Uhr
Die Vertretung der Donezker Volksrepublik im Gemeinsamen Zentrum zur Kontrolle und Koordination teilt mit: In den letzten 24 Stunden betrug die Zahl der Verletzungen des Regimes der Feuereinstellung von Seiten der bewaffneten Formationen der Ukraine 22.
Das Territorium der DVR wurde in Verletzung der Minsker Vereinbarungen sowie der Vereinbarungen über einen Waffenstillstand mit folgenden Waffen beschossen … (es folgt eine genaue Auflistung der Waffensysteme und Geschosse; Anm. d. Übers.).
In der Beschusszone von Seiten der BFU befanden sich die folgenden Bezirke/Ortschaften:
Golmowskij, Alexandrowka, Donezk (Siedlung des Trudowskaja-Bergwerks), Dokutschajewsk, Jasnoje, Besymennoje, Sachanka, Leninskoje, Kominternowo, Nowaja Tawrija.
Infolge des Beschusses seitens der BFU auf Jasnoje wurden folgende Schäden festgestellt:
– Schtschorse-Straße 31A, Wohnung 14 und 17 – Fensterverglasung und Fassade.
Außerdem wurde eine Gasleitung in der Schtschorse-Straße beschädigt.
Opfer unter der Zivilbevölkerung wurden bisher nicht festgestellt.
Die Gesamtzahl der von den BFU abgefeuerten Geschosse beträgt 229.
Wir erinnern daran, dass die Zahl der Geschosse mit einem Kaliber bis 12,7mm nicht in die Gesamtstatistik im täglichen Bericht eingeht.
In den vorangegangenen 24 Stunden betrug die Zahl der auf das Territorium der DVR abgefeuerten Geschosse 204.
Ab 01:01 Uhr am 21. Juli 2019 trat gemäß einer von der Minsker Kontaktgruppe erreichten Vereinbarung eine erneuerte Verpflichtung zur Einhaltung eines allumfassenden, bedingungslosen, nachhaltigen und unbefristeten Regimes der Feuereinstellung in Kraft.


de.sputniknews.com: Syrien: China ruft zu Ende des Türkei-Einsatzes auf
China ruft die Türkei dazu auf, ihre Militäroperationen auf dem Territorium Syriens einzustellen. Dies sagte am Dienstag der Sprecher des chinesischen Außenministers, Geng Shuang.
Beim heutigen Briefing rief der Diplomat die Türkei auf, den Militäreinsatz in Syrien zu stoppen und „auf den richtigen Weg zurückzukommen“. Unter anderem sagte er, dass die Seiten die Prinzipien und Ziele der UN-Charta sowie Normen der internationalen Beziehungen befolgen und Wege für eine politisch-diplomatische Regelung des Problems im Rahmen des internationalen Rechts suchen müssten.
Man solle die Souveränität, territoriale Integrität und Unabhängigkeit Syriens respektieren. …


nachmittags:

de.sputniknews.com: Türkei plant Zwei-Etappen-Umsiedlung von drei Millionen Flüchtlingen nach Syrien – Erdogan
Die Türkei will laut dem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan drei Millionen syrische Flüchtlinge nach Syrien umsiedeln. Der Prozess soll demnach in zwei Etappen erfolgen.
Der türkische Staatschef kündigte am Dienstag in seiner Rede beim Gipfeltreffen des Türkischen Rats in Baku an, dass sein Land plane, bald eine Sicherheitszone von Manbidsch bis zur Grenze zum Irak zu errichten. In der ersten Etappe soll die freiwillige Umsiedlung von einer Million Menschen in ihre Heimat vollzogen werden. Danach sollen weitere zwei Millionen nach Syrien zurückgebracht werden.
Unter anderem teilte Erdogan mit, dass die Türkei im Laufe ihres Einsatzes etwa 1000 Quadratkilometer in Syrien „von Terroristen befreit“ hätte.
Am 9. Oktober hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan den Beginn der Operation „Friedensquelle“ in Nordsyrien angekündigt, die sich gegen die in der Türkei als Terrororganisation eingestufte und verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sowie die IS-Terrormiliz richten soll.
Am Mittwoch verübte die türkische Luftwaffe Schläge gegen Ras al-Ain sowie andere syrische Städte. Später wurde auch von dem Beginn einer Bodenoperation gesprochen.


de.sputniknews.com: Katalonien: Über 130 Verletzte bei Protesten
Bei Protesten gegen den Beschluss des Obersten Gerichts Spaniens in Bezug auf die Organisatoren des Unabhängigkeitsreferendums 2017 in Katalonien sind laut der Zeitung „El Pais“ mindestens 130 Menschen verletzt worden.
Zuvor war von 80 Betroffenen die Rede.
Nach Angaben der Zeitung haben ärztliche Notfalldienste am Montag 131 Menschen versorgt. 115 davon sollen bei der Protestaktion am Flughafen El Prat von Barcelona verletzt worden sein. 24 Patienten, von denen einer am Auge verletzt wurde, seien in ein Krankenhaus gebracht worden.
Das Oberste Gericht Spaniens fällte am Montag Urteile gegen zwölf katalanische Politiker wegen der Organisation des gesetzwidrigen Referendums über die Unabhängigkeit Kataloniens im Jahr 2017. Neun von ihnen wurden wegen Aufruhrs schuldig gesprochen und zu neun bis 13 Jahren Haft verurteilt.
Am selben Tag kam es zu Unruhen in der autonomen Region Katalonien.


de.sputniknews.com:
US-Militärs verlassen ihre Stützpunkte: Manbidsch unter Kontrolle von Damaskus
Die syrische Armee hat die Stadt Manbidsch und in der Nähe liegende Ortschaften unter ihre Kontrolle genommen. Dies erklärte das russische Verteidigungsministerium am Dienstag.
Laut der heutigen Erklärung des russischen Verteidigungsministeriums haben die syrischen Regierungstruppen die „vollständige Kontrolle“ über Manbidsch und naheliegende Ortschaften übernommen.
Unter anderem teilte die Behörde mit, dass die US-Militärs ihre Stützpunkte in der Nähe der Ortschaft Dadat nordwestlich von Manbidsch und bei Umm Amyal in Richtung Syriens Grenze zum Irak verlassen hätten. Die beiden Ortschaften werden demnach von den syrischen Truppen kontrolliert.
„Die russische Militärpolizei patrouilliert weiter die nordwestlichen Grenzen des Bezirks Manbidsch entlang der Berührungslinie der Streitkräfte Syriens und der Türkei. Organisiert wurde die Zusammenwirkung mit der türkischen Seite“, heißt es.
Manbidsch ist eine Großstadt im Norden Syriens in der Provinz Aleppo. Bis vor Kurzem wurde sie von den amerikanischen Truppen und zuvor von den Kurden kontrolliert.
Zuvor hatte die syrische Regierungsarmee mit der Truppenverlegung nach dem Norden des Landes begonnen, wo Ankara und seine Verbündeten eine Militäroperation durchführen. …


Dan-news.info: „Die Energietechniker der Republik legen ein Maximum an Anstrengungen in die operative Wiederinbetriebnahme der Stromversorgung in den Ortschaften der DVR nach Beschießungen durch die Kiewer Truppen. Am 14. Oktober musste ein weiteres Mal notfallmäßig auf die Unterbrechung der Stromversorgung des Dorfes Nabereshnoje im Nowoasowskij-Bezirk reagiert werden“, teilte der Pressedienst des Kohle- und Energieministeriums der DVR mit.
An diesem Tag wurde durch Beschuss der ukrainischen Streitkräfte eine Hochspannungsleitung beschädigt, die die genannte Ortschaft versorgt. Innerhalb weniger Stunden haben die Energietechniker die Schäden an der Leitung gefunden und repariert. Die Stromversorgung der Ortschaft funktioniert derzeit normal.
„Bereits zweimal innerhalb von drei Tagen mussten Spezialisten des republikanischen Unternehmens ‚Regionale Energielieferungsgesellschaft‘, die Schäden durch Beschuss von Objekten der Energieinfrastruktur durch die BFU allein an diesem Abschnitt reparieren.


de.sputniknews.com:
SDF-Deal mit Damaskus war „erzwungener Schritt” – Kurdenvertreter
Die Übergabe der von Kurdenmilizen kontrollierten Städte Manbidsch und Kobanê durch die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) an die syrische Armee ist ein erzwungener Schritt gewesen, erklärte der Vize-Chef des Kurdischen Nationalrats in Syrien, Abdul Hakim Bashar. Eine Schlüsselrolle bei dem Deal mit Damaskus würde ihm zufolge Russland spielen.
„Die Übergabe von Kobanê und Manbidsch ist nicht die Entscheidung der SDF, sondern wird eher im Einklang mit dem Konsens zwischen den regionalen und internationalen Parteien erfolgen. Russland wird bei diesen Vereinbarungen die entscheidende Rolle spielen”, sagte Bashar.
Weiter bezeichnete er die Entwicklungen als „vollständige Kapitulation der SDF“ vor der syrischen Armee, um sich vor dem türkischen Einmarsch zu schützen.
Die Kurden werden nicht freiwillig den Ort ihrer historischen Präsenz verlassen, sofern sie nicht dazu gezwungen würden, fügte Bashar hinzu.
Die autonome Administration der Territorien im Nord-Osten Syriens hatte zuvor angekündigt, dass die syrische Armee entlang der Grenze zur Türkei stationiert werde, um den Kurden bei der Abwehr der türkischen Offensive zu helfen.
Damaskus sei gegen kurdische Unabhängigkeitsforderungen, kommentierte der Abgeordnete des syrischen Parlaments, Muhannas Haj Ali, den Deal gegenüber Sputnik. Syrien sei aber gleichzeitig zu einem Dialog über die Aspekte der weiteren Zusammenarbeit und politischen Ordnung bereit.


Dnr-online.ru: In einem
Bericht an das Oberhaupt der DVR Denis Pushilin informierte der Verkehrsminister der DVR Dmitrij Podlipanow über die weiteren Pläne zum Wiederaufbau verschiedenen Eisenbahn- und Straßenverkehrsobjekte des Landes.
„Wir arbeiten am Wiederaufbau der Eisenbahnbrücke Larino – Tschmakowo, wir reparieren die Pfeiler. Aber zur
zeit gibt es noch bestimmte Probleme. Außerdem steht der Wiederaufbau von zehn Autobrücken bevor“, sagte er. …
Die Verzögerung beim Wiederaufbau der o.g. Eisenbahnbrücke liegt an der Qualität der Betonkonstruktion. Es wird ein bestimmter Beton gebraucht, Fristen sind derzeit schwer zu sagen. Die Reparatur der Autobrücken ist für 2020 geplant, im Winter sind diese Arbeiten nicht möglich.


de.sputniknews.com:
Großbritannien kündigt Einstellung von Waffenverkäufen an Türkei an
Die britische Regierung hat vor dem Hintergrund der Militäroperation der Türkei in Syrien weitere Waffenverkäufe an Ankara eingestellt. Dies berichtet die britische Zeitung „The Independent“ am Dienstag.
Die britische Regierung werde keine weiteren Ausfuhrgenehmigungen „für Gegenstände“ erteilen, die „bei den Militäreinsätzen in Syrien verwendet werden könnten“, bis eine Überprüfung stattgefunden habe, sagte der Außenminister Großbritanniens, Dominic Raab, während seines Auftritts im Parlament.
Zudem habe er die Türkei dazu aufgefordert, „maximale Zurückhaltung zu üben und diese einseitige Militäraktion zu beenden“.
Allerdings würde die Entscheidung der britischen Regierung keine Auswirkung auf die bereits erteilten Genehmigungen haben, heißt es in dem Beitrag.


m
il-lnr.info: Erklärung des Offiziers des Pressedienstes der Volksmiliz der LVR I.M. Filiponenko
Traditionsgemäß hat die ukrainische Seite im Vorfeld der Kontaktgruppe, die heute in Minsk stattfindet, den Beschuss des Territoriums unserer Republik intensiviert, um die Einheiten der Volksmiliz zur Erwiderung der Handlungen zu provozieren und sie dann der Verletzung des Regimes der Feuereinstellung zu beschuldigen.
So haben die Kämpfer der 59. Brigade auf Befehl des
Kriegsverbrechers Schapowalow Logwinowo mit Granatwerfern und großkalibrigen Maschinengewehren beschossen.
Opfer unter der
Zivilbevölkerung oder den Soldaten der Volksmiliz der LVR gibt es keine.
Unsere Einheiten halten den Waffenstillstand ein und gehen nicht auf Provokationen ein. …
Wir stellen mit Bedauern Fälle von
Ausschreitungen ukrainischer Nationalisten gegen die Zivilbevölkerung auf den von den BFU besetzten Territorien fest.
Gemäß Informationen einer Quelle bei der Nationalpolizei der Lugansker Oblast
wurde am 14. Oktober, am Tag der Feiern des Jahrestags der UPA, der Einwohner von Solotoje-4, Wiktor Gennadjewitsch Sajarnyj überfallen. Stark betrunkene Kämpfer von Asow kamen in sein Geschäft, um weiteren Alkohol zu holen, aber die kostenlose Abgabe von Alkohol wurde ihnen verweigert, daher zerrten sie den Unternehmer auf die Straße, um die Sache zu klären. Einer der Kämpfer befahl Sajarnyj unter Androhung von Waffengewalt sich hinzuknien und begann ihn auf jegliche Weise zu erniedrigen und einzuschüchtern. Gleichzeitig holten andere Nationalisten Alkohol und Lebensmittel aus dem Geschäft. Nach dem Abzug der Kämpfer wandte sich Sajarnyj an die örtliche Polizei mit einer Anzeige, aber diese wurde nicht entgegen genommen.
Leider ist ein solches Verhalten gegenüber der Bevölkerung des Donbass für die ukrainischen Nationalisten normal. In diesem Zusammenhang rufen wir die Verwaltung Selenskij auf, die Fälle von Ausschreitungen der nationalistischen Banden gegenüber völlig unschuldigen Bürgern zu unterbinden.


de.sputniknews.com:
Blamage bei US-Sender: „Massaker in Syrien“ als Waffen-Präsentation in Kentucky enttarnt
Der US-Sender ABC hat vor kurzem Aufnahmen ausgestrahlt, welche die türkische Offensive in kurdischen Gebieten Syriens zeigen sollten. Allerdings merkten Twitter-User eine peinliche Unstimmigkeit an – und machten die Medien darauf aufmerksam, die am Dienstag über den Vorfall berichteten.
Der Journalist des Nachrichtenmagazins „Washington Examiner“, Becket Adams, stellte die Zuverlässigkeit der Berichtserstattung über den türkischen Militäreinsatz in Syrien infrage. Er verwies darauf, dass der Sender ABC am Sonntag und Montag ein Video sendete, das den Kampf zwischen den syrischen Kurden und den türkischen Streitkräften zeigen sollte.
Adams ging dem Hinweis eines Twitter-Nutzers nach und erfuhr, dass die Aufnahmen tatsächlich von einem Übungsgelände im US-Bundesstaat Kentucky stammten und eine Maschinengewehrpräsentation schilderten. Das Video wurde bei ABC mit der Überschift „Massaker in Syrien” ausgestrahlt. Der Moderator sprach dabei von „Bombardierungen kurdischer Zivilisten”.
Inzwischen räumte ABC den Fehler via Twitter ein und erläuterte, dass es die Situation bedauere.
CNN merkte allerdings an, dass die Berichtigung nur auf Twitter und nicht bei „World News Tonight“ erschienen ist, wo das Video ausgestrahlt worden war.

armiyadnr.su: Erklärung des offiziellen Vertreters der Leitung der Volksmiliz der DVR zur Lage am 14.10.2019
In den letzten 24 Stunden haben die ukrainischen Kämpfer
22-mal das Feuer auf Ortschaften der Republik eröffnet.
In Richtung Gorlowka haben die Straftruppen Schapowalows aus der 59. Brigade Golmowskij mit 82mm-Mörsern beschossen.
In Richtung Donezk haben Kämpfer Kokorjews aus der 28. Brigade von Alexandrowka und das Trudowskaja-Bergwerk in Donezk mit 82mm-Mörsern und Antipanzergranatwerfern beschossen.
In Richtung Mariupol haben Strafsoldaten der 35. Brigade die Gebiete von Dokutschajewsk und Jasnoje mit Schützenpanzerwaffen, automatischen Granatwerfern und großkalibrigen Maschinengewehren beschossen. Dabei wurden ein Wohnhaus und eine Gasleitung in Jasnoje in der Schtschorse-Straße 31A beschädigt.
Die Kämpfer Gnatows aus der 36. Brigade haben das Feuer mit 120mm-Mörsern, Panzer- und Schützenpanzerwaffen, Antipanzergranatwerfern, großkalibrigen Maschinengewehren und Schusswaffen auf Nowaja Tawrija, Leninskoje, Kominternowo und Besymennoje eröffnet.
Insgesamt hat der Gegner auf das Territorium der Republik 229 verschiedene Geschosse abgefeuert.
Seit Beginn des heutigen Tages haben die bewaffneten Formationen der Ukraine Golmowkskij, Kominternowo und das Gelände des Flughafens von Donezk mit 120mm-Mörsern, Antipanzergranatwerfern, Abwehrgeschützen, großkalibrigen Maschinengewehren und Schusswaffen beschossen.
Informationen über Opfer und Zerstörungen werden noch ermittelt.
In den letzten 24 Stunden betrugen die nicht kampfbedingten Verluste des Gegners zwei Tote und einen Verletzten.
Ein weiterer erschreckender Fall ereignete sich auf den Positionen im Gebiet von Schirokino, wo der Soldat der 36. Brigade Prokoponenko während des Wachwechsels unter Einfluss von starken psychotropen Mitteln das Feuer mit einer Maschinenpistole auf die eigenen Kameraden eröffnete. Der aufgebrachte Kämpfer konnte nur durch die Erwiderung des Feuers zur Ruhe gebracht werden. In
folge des schnellen Schusswechsels starb ein Kämpfer vor Ort, einer wurde verletzt, Prokopenko wurde in das Militärhospital von Mariupol eingeliefert, wo er später starb. Der militärische Rechtsordnungsdienst führt derzeit zu diesem Vorfall Ermittlungen durch.
Im Vorfeld der Sitzung der dreiseitigen Kontaktgruppe, die heute in Minsk stattfindet, verletzt der Feind neben einer Verstärkung der Intensität de
s Beschusses des Territoriums unserer Republik weiterhin die erreichten Vereinbarungen durch Vergrößerung der Aktivität der BFU am Abschnitt zur Trennung von Kräften und Mitteln im Gebiet von Petrowskoje. So wurde im Gebiet von Bogdanowka eine verdeckte Stationierung von zwei Schützenpanzerwagen, einem Panzertransporter sowie drei Ural-Lastwagen, die Personal, Baumaterial und Munition transportieren, bemerkt. Der Gegner nutzt nach wie vor Mittel der elektronischen Kriegführung, um die Leitungskanäle von OSZE-Drohnen zu unterdrücken, um die genannten Verstöße zu verheimlichen, er führt auch keine Minenräumung am Abschnitt zwischen Bogdanowka und Wiktorowka durch, auf dem sich mehr als 100 Antipanzerminen TM-62 befinden, was eine direkte Gefahr für die Beobachter der OSZE-Mission darstellt.
Wir erhalten weiter Informationen über zunehmende Fälle von Diebstahl militärischen Materials durch Kämpfer der bewaffneten Formationen der Ukraine.
Unter Nutzung des Chaos und des Verlustes an Leitung aufgrund dessen, dass Palas sich nicht um das Kommando der Brigade kümmert, und des eiligen Abzugs der Einheiten im Zusammenhang mit dem Scheitern der Maßnahmen zur Trennung im Gebiet von Petrowskoje haben geschäftstüchtige Kämpfer der 35. Brigade vor der Verladung von Tanktechnik auf die Bahnsteige 30.000 Liter Treibstoff an Eigentümer von Tankstellen in Mariupol verkauft.


de.sputniknews.com:
Merkel zu türkischem Syrien-Einsatz: Nato-Länder sollten EU-Haltung unterstützen
Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet damit, dass die Nato über das Vorgehen des Partnerlandes Türkei in Syrien beraten wird. Sie sei „sicher“, dass dies geschehen werde, sagte Merkel am Dienstag nach einem Treffen mit der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg in Berlin, meldet Reuters.
Es wäre wünschenswert, wenn sich die Nato-Staaten, die nicht Mitglied der EU seien, der Position der Union anschließen würden, fügte sie hinzu.
Die EU hatte das Vorgehen Ankaras am Montag verurteilt und die Waffenlieferungen begrenzt.
Solberg sagte, das Nato-Land Norwegen schließe sich dieser Position an und habe alle Rüstungslieferungen an die Türkei gestoppt.
Merkel forderte die türkische Regierung erneut auf, die Offensive in Nordsyrien zu stoppen.
Solberg betonte, sie plädiere trotz der Differenzen mit Ankara dafür, die Türkei als Nato-Partner zu behalten.
Es sei immer besser, über Probleme „innerhalb der Familie“ zu reden, sagte Solberg.
Merkel prangert „menschliches Leid” in Nordsyrien an
Zugleich erklärte Merkel, dass die türkische Offensive viel menschliches Leid verursache sowie zu Unsicherheit im Kampf gegen den IS führe.
Sie begrüßte die scharfe Verurteilung der Offensive durch alle 28 EU-Staaten beim Ministertreffen in Luxemburg.
„Ich freue mich auch, dass es da eine Einigkeit gab”, so Merkel.
Zugleich konnten die Außenminister der EU-Staaten keine Einigung auf ein Waffenembargo oder Sanktionsdrohungen erzielen.
Bereits vor wenigen Tagen hatte Merkel mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan rund eine Stunde lang telefoniert.
Regierungssprecher Steffen Seibert sagte über das Gespräch, man sehe die „berechtigten Sicherheitsinteressen”, diese seien aber „keine Begründung” für eine solche Militäroperation.
In diesem Zusammenhang hatte die Bundesregierung auch die Rüstungsexporte an die Türkei teilweise gestoppt. Es werden nun keine Lieferungen von Waffen mehr genehmigt, die in dem Konflikt genutzt werden können.
Andere Rüstungsgüter dürfen aber weiter exportiert werden.


abends:

de.sputniknews.com: Gaspipeline Turkish Stream: Serbien auf Bulgarien angewiesen
Die termingerechte Inbetriebnahme einer Verlängerung der Gaspipeline Turkish Stream durch serbisches Gebiet hängt von Bulgarien ab. Das erklärte Serbiens Vizeregierungschef und Außenminister Ivica Dacic am Dienstag in Belgrad.
Derzeit verlegt Serbien auf seinem Territorium eine Gasleitung von der bulgarischen Grenze bis Ungarn. Es geht um eine 402 Kilometer lange Abzweigung von Turkish Stream mit einer Durchsatzkapazität von bis zu 12,87 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr.
Serbiens Präsident Aleksandar Vucic hatte am Montag gesagt, er rechne mit dem Abschluss der Arbeiten auf serbischem Territorium wie geplant Ende des laufenden Jahres. Dabei zweifelte er daran, dass Bulgarien in der Lage sein wird, seinen Teil der Arbeiten termingerecht zu erfüllen.
Für Ende Oktober ist ein Besuch von Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew in Serbien geplant. „Auf der Agenda steht unter anderem die wichtigste Frage, die die Gaspipeline betrifft… Aber da ist nicht Serbien, nicht Russland, sondern Bulgarien am Zug“, sagte Minister Dacic.
Bulgarien nimmt Kredit über €150 Mio auf
Das Unternehmen Bulgartransgaz – Betreiber des bulgarischen Gastransportsystems – hatte Anfang Oktober einen Wettbewerb unter Gläubigern über die Gewährung eines Kredits von 150 Millionen Euro angekündigt. Das Geld ist für den Ausbau des bulgarischen Gaspipelinesystems und für den Bau einer Fernleitung von der bulgarisch-türkischen zur bulgarisch-serbischen Grenze bestimmt.
Turkish Stream: Inbetriebnahme Ende 2019
Das Projekt Turkish Stream beinhaltet die Verlegung von zwei Strängen mit einer Durchsatzkapazität von je 15,75 Milliarden Kubikmeter Gas auf dem Grund des Schwarzen Meeres zwischen Russland und der Türkei. Über den ersten Strang werden Abnehmer in der Türkei mit Gas versorgt. Der zweite Strang wird russisches Gas an Länder Süd- und Südosteuropas transportieren. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2019 geplant.
Der Vorstandschef des russischen Gasgiganten Gazprom, Alexej Miller, hatte im Juni mitgeteilt, dass die Gastransportsysteme Serbiens und Bulgariens ebenfalls bis Ende 2019 ausgebaut werden sollen, um Gas aus der Leitung Turkish Stream aufzunehmen.


armiyadnr.su:
Dringende Mitteilung des offiziellen Vertreters der Volksmiliz der DVR
Der Feind unterlässt die Versuche nicht, die Situation an der Kontaktlinie durch die Steigerung der Intensität der Beschüsse des Territoriums unserer Republik zu destabilisieren, und verletzt dabei grob die Minsker Vereinbarungen. Dabei wählen die unkontrollierten Straftruppen immer öfter zivile Infrastruktur und Häuser friedlicher Einwohner als ihre Ziele.
Von 17:45 bis 21:40 Uhr haben Kämpfer Martschenkos aus der 28. Brigade Alexandrowka mit Mörsern des Kalibers 82mm, Schützenpanzerwaffen, Antipanzergranatwerfern, großkalibrigen Maschinengewehren und Schusswaffen beschossen.
Infolge des Beschusses wurden Schäden an einem Haus in der Schewtschenko-Straße 206 festgestellt, außerdem wurde eine Stromleitung beschädigt, die Schewtschenko-Straße hat vollständig keinen Strom.
Informationen über Opfer unter der Zivilbevölkerung und Zerstörungen werden noch ermittelt.
Die Handlungen der ukrainischen Besatzer werden nicht unbestraft bleiben, für jeden Beschuss des Territoriums unserer Republik wird der Feind die verdiente Strafe erhalten.
Diese Fälle von Beschuss unserer Republik bewerten wir als Akte der Aggression und rufen die OSZE-Mission auf, das Kommando des Stabs der OOS zu zwingen, die wütenden Kämpfer unter Kontrolle zu nehmen.


de.sputniknews.com:
Pentagon spricht von „Übergabe” von Manbidsch an Russen
Die US-Truppen sollen bei ihrem Abzug aus dem nordostsyrischen Manbidsch die Kontrolle über die Stadt an russische Soldaten übergeben haben, berichtete das Magazin Newsweek unter Berufung auf eine ranghohe Quelle im Pentagon.
Im Grunde genommen sei es eine Übergabe gewesen, sagte der Beamte des Verteidigungsministeriums. Es gehe aber um einen „schnellen Abgang“, wobei man mit „so vielen Dinge wie möglich“ abziehen und „jegliches sensible Gerät“ zerstören müsse.
Der Chef des russischen Versöhnungszentrums in Syrien, Alexej Bakin, gab am Montag bekannt, dass die Selbstverwaltungsbehörden im Gebiet Manbidsch (Provinz Aleppo), in ath-Thaura (auch at-Tabqa; Provinz Ar-Raqqa) sowie Qamischli (auch Kamischli) und Al-Hasaka (Provinz Al-Hasaka) die vollständige Wiederherstellung der syrischen Oberhoheit verkündet hätten. …


de.sputniknews.com:
Nach Spannungen mit Türkei: USA wollen A-Bomben-Arsenal in Sicherheit bringen
Nach einer jähen Verschlechterung der Beziehungen zwischen Washington und Ankara wegen dessen Militäroperation in Nordsyrien sucht die US-Regierung hastig nach einer Möglichkeit, 50 Wasserstoffbomben vom Typ B61 vom Stützpunkt Incirlik an einen sichereren Ort zu bringen.
Wie das US-Portal thedrive.com am Montag berichtete, ist die Gefahr, dass die Atomwaffen in falsche Hände gelangen, minimal, wenngleich Incirlik etwa 400 Kilometer vom Kriegsschauplatz liegt. Das Depot in Incirlik werde zuverlässig bewacht. Auch die Bomben selbst hätten ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem.
Höchste Sicherheitsstufe
Den Angaben zufolge braucht man einen zwölfstelligen Code, um den Zünder zu aktivieren. Eine falsche Kombination würde die Ladung außer Betrieb setzen: Die Elektronik, die die Atomladung steuert, brennt durch.
​Aber auch in diesem Fall bleibt in jeder Bombe waffenfähiges Plutonium, das sich für die Schaffung sogenannter schmutziger n eignet, mit deren Hilfe große Territorien nuklear verseucht werden könnten.
Der Abtransport von US-Atomwaffen aus der Türkei ist mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden: Es gelten erhöhte Sicherheitsvorkehrungen. Derartige Ladungen können ausschließlich von Transportflugzeugen C-17 Globemaster ausgeflogen werden. Aber Flüge über „instabile Territorien“ sind verboten. Das bedeutet, dass Flüge östlich oder südlich von Incirlik unmöglich sind.
Europa als neuer Stationierungsort?
Theoretisch könnten die Bomben zum Beispiel zu Depots in Belgien, Deutschland oder in den Niederlanden gebracht werden, wo die USA bereits ihre Atomwaffen stationiert haben. Aber die Regierungen dieser Länder würden entgegenkommende Schritte schwerlich machen, um die Wähler nicht zu reizen.
Auch die Türkei selbst hat es nicht eilig, sich von den US-Waffen zu trennen. „Diese Bomben sind im Grunde genommen zu Erdogans Geiseln geworden“, schrieb „The Times“.

 

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