Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 09. bis 15. September 2019

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, Dnrailway sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“


Dienstag:

Erleichterungen für steigenden Export
smdnr.ru: Heute hat der Minister für wirtschaftliche Entwicklung der DVR, Alexej Polowjan, bei einem Treffen mit Vertretern der Wirtschaft den Umfang der Exporte bewertet. Polowjan meinte, von Januar bis Juli 2019 hätten die Exporte aus der Republik im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,5% zugenommen, was von Qualität und Konkurrenzfähigkeit der einheimischen Produktion, die jetzt auch zunehmend im nahen Ausland nachgefragt würde, zeuge.
„In Anbetracht dieser Tendenz erarbeitet unser Ministerium komplexe Mechanismen zur Steigerung der Konkurrenzfähigkeit unter den Exporteuren, die die Formalitäten im Außenhandel vereinfachen und die gesetzgeberische Regulierung in diesem Bereich vervollkommnen sollen“, resümierte der Minister.


Mittwoch:

Bald endlich ‚richtige‘ Züge nach Russland
dan-news.info: Im Verkehrsministerium der DVR hat die Planung umsteigefreier Zugverbindungen mit der Russischen Föderation begonnen. Davon berichtete heute der Leiter der Eisenbahnabteilung der Behörde, Anton Botnarjew. „Wir tun unser Möglichstes, um den Prozess maximal zu beschleunigen“, so Botnarjew. Zusammen mit der Staatsbahn würden die technisch-ökonomischen Voraussetzungen für einen vollwertigen internationalen Reisezugverkehr geschaffen.
Nach den Prognosen des Ministeriums soll die Reisezeit mit der im Bus oder mit dem Privatwagen vergleichbar sein. Die Zoll- und Grenzkontrollen werden entsprechend der aktuellen Gesetzgebung und den fahrplantechnischen Möglichkeiten stattfinden. Die Fahrpreise sind noch nicht bekannt, daran wird gearbeitet.
Staatspräsident Denis Puschilin hat bei einem Treffen mit der Jugend der Massenorganisation
Donezkaja Respublika am 8. September die Einrichtung direkter Zugverbindungen mit den größten Städten Russlands für die nahe Zukunft angekündigt. Dem Fernsehsender TWZ zufolge sind insbesondere Moskau und St. Petersburg geplant (Anm. d. Übers.).


Donnerstag:

Gute Ergebnisse in der Landwirtschaft
dan-news.info: In den landwirtschaftlich
en Betrieben der DVR hat die Aussaat der Winterkulturen begonnen. „Im Ganzen sind bisher 8% der geplanten Menge gesät – 7,8% des Weizens, 1,3% der Gerste und 36,2% des Roggens“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung der DVR. Nach dem aktuellen Stand sind die Betriebe in Gorlowka, Charzysk und Schachtjorsk mit 27,3%, 19,2% bzw. 15% führend. Es wurde auch von der Ernte berichtet. 16% der Sonnenblumen, 84,6% des Flachs, 33,1% Sojabohnen und 84,1% des Senfs sind eingebracht. Hier sind die Betriebe aus Nowoasowsk, Telmanowo und Starobeschewo die Spitzenreiter.
„Die Getreideernte 2019 deckt den Weizenbedarf der Republik zu 100%“, so der Minister für Landwirtschaft und Ernährung, Artjom Kramarenko. …
Nach seinen Angaben sind 322.000 Tonnen Getreide und Hülsenfrüchte geerntet, davon 247.000 Tonnen Weizen. Der Bedarf an Weizen der Republik wird mit 244.000 Tonnen veranschlagt. Die Ernte 2019 übersteigt die Werte von 2018 um 46%. Um keinen Fehlbetrag zuzulassen, wie das im Sommer 2018 geschah, hat die Regierung ein Ausfuhrverbot für Weizen bis Ende diesen Jahres verhängt. Kramarenko sagte weiter, für die Winterkulturen sei eine Anbaufläche von 97.000 Hektar vorgesehen, 2% mehr als im Vorjahr. Die Aussaat hat am 10. September begonnen.


Ministerium für Industrie und Handel der DVR zum Verbraucherschutz

mpt-dnr.ru: Vertreter von Wirtschaft und Regierung der DVR erörterten Fragen zum besseren Schutz des Binnenmarktes vor Fälschungen, Produktpiraterie und mangelhafter Ware. Das Arbeitstreffen fand auf Initiative des Ministeriums für Industrie und Handel der DVR im staatlichen Produktionswissenschaftlichen Zentrum für Normung, Messwesen und Zertifizierung statt.
Am 11. September hatte es eine Zusammenkunft des stellvertretenden Ministers Wladimir Ruschtschak, der Dezernenten für Handel und technische Regulierung, Natalja Kosina und Natalja Schewtschuk, Vertretern des Ministeriums für Steuern und Abgaben, der Zollverwaltung, der Inspektion für Verbraucherschutz, verschiedenen Importeuren und der geschlossenen
Wnjėschtorgsėrwis AG gegeben. Es wurden Dokumente, die die Qualität importierter Waren bekunden, untersucht und ein Mechanismus zur Zusammenarbeit von Regierung, Importeuren, des Zolls und der Qualitätskontrolle erörtert.
Als erstes Ergebnis wurde eine Arbeitsgruppe zum Schutz der Endverbraucher vor mangelhafter Ware gegründet. Neben den Ministerien für Steuern und Abgaben, für Industrie und Handel sowie dem Zentrum für Normung, Messwesen und Zertifizierung sind auch Großhändler, Importeure und Gewerkschafter in ihr vertreten. Bis Mitte September wird eine Marschroute für die weitere Arbeit festgelegt. Die nächste Sitzung ist für den 20. September vorgesehen.


Freitag:

Hochspannungsverbund mit der Russischen Föderation
dan-news.info: Im Osten der Republik, im Rajon Schachtjorsk, wurde mit der Rekonstruktion einer der wichtigsten Hochspannungsleitungen, die die DVR mit Russland verbinden, begonnen. Das berichtet der Pressedienst des Ministeriums für Kohle und Energiewirtschaft heute. Die Leitung
Rostȯwskaja-Jūshnaja (Süden) wird mit einer Spannung von 330 kV betrieben.
Nach Angaben des Ministeriums waren im Kriegssommer 2014 einige Maste beschädigt worden. 2019 haben Spezialisten der staatlichen
Energija Donbȧssa das Projekt ausgearbeitet und das notwendige Material eingekauft. Das Projekt sieht den Ersatz der veralteten durch neue stählerne Winkelankermaste vor.
„Die Vollendung der Arbeiten ist für den 22. September geplant. Und schon Anfang Oktober wird die Leitung nach einigen Richtarbeiten in Betrieb gehen“, sagt der Chef des Leitungsdienstes des staatlichen Stromnetzbetreibers
Gosudārstwennaja Magistrȧlnaja Sjētewaja Kompānija, Andrej Nosow.
Bei der Rekonstruktion werden ausschließlich Ausrüstungen und Materialien aus heimischer Produktion verwandt; Auftragnehmer ist eine Firma aus der Lugansker Volksrepublik.
Im Vorlauf hatte die Regierung Genehmigungsdokumente für Erkundungs-, Projektierungs-, Bau- und Montagearbeiten auf dem Territorium der DVR nach russischem und Lugansker Muster anerkannt. Der Verwaltungsakt erlaubt es, Unternehmen aus Russland und Lugansk für Arbeiten an Objekten der Energieversorgung des Landes einzusetzen.


Dreigleisige Verbindung bald wieder voll zur Verfügung

dnrailway.ru: Am 12. September wurde der neue 27,6 m lange und 47 t schwere stählerne Überbau einer der Brücken über den Kan
al Sjēwerskij Donjėz – Donbȧss in Kilometer 1122,9 zwischen Pantelejmonowka und Gorlowka eingehoben. Führungskräfte des Verkehrsministeriums, der Staatsbahn und der Projektgesellschaft Donsheldorprojekt verfolgten das Spektakel. Der Einbau wurden von den Brigaden der Hilfszüge Debalzewo und Ilowajsk und anderer Dienststellen vorgenommen.
Der leitende Ingenieur und stellvertretender Generaldirektor der Bahn, Aleksandr Petrenko, sprach von einem komplizierten Vorhaben. Die Idee zum Einsatz des 250-Tonnen-Krans eines Hilfszuges stammt von Experten der
Donezker Eisenbahn und Donsheldorprojekt. Der Überbau wurde von einem Donezker Stahlbaubetrieb angefertigt, die Zwischenpfeiler vom Maschinenbau Jasinowataja, die Tangentialstützen in Eigenleistung der Bahn.
Entsprechend der strategischen Bedeutung des Bauwerks für das Eisenbahnnetz der Republik wurden für die Projektierung und die Durchführung nur Unternehmen mit langjähriger fachlicher Erfahrung und hochqualifizierten Kadern eingesetzt.
Die Brücke war 2015 durch ukrainische Kriegseinwirkungen zerstört worden. …
Im Sommer wurden – ebenfalls von Hilfszügen – die Stahlbetonüberbauten vor und hinter stählernen
Trägern eingehoben. In jedem Bauabschnitt leisteten die Brückenprüfer des Diagnostiklaboratoriums einen nicht zu überschätzenden Beitrag. Sie haben zum Beispiel die Dokumentation jedes Teils der Brücke gegebenenfalls korrigiert, genehmigt und stellten die Bauüberwacher.

 

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