Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 10. bis 16. Juni 2019

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, Dnrailway sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Montag:

Ministerium für ökonomische Entwicklung beobachtet Verbraucherpreise    
Dnr-online.ru:Die Leiterin der Abteilung zur Regulierung der Einkäufe mit Haushaltsmitteln und für das Monitoring der Preisbildung im Ministerium für ökonomische Entwicklung, Jekaterina Jaschina, berichtet über den Mechanismus des Preisbildungs-Monitorings. Die Vertreterin des Ministeriums lenkte dabei die Aufmerksamkeit insbesondere auf die Liste von Produkten, die in das Monitoring einbezogen sind.
„Die Beobachtung der Preisentwicklung bei Lebensmitteln und ’non-food‘-Waren in den Städten und Rajons der Republik wird durch das Ministerium seit 2015 kontinuierlich betrieben. Zu den Lebensmitteln gehören hierbei in erster Linie sozial wichtige Waren wie Mehl, Brot, Nudeln, Milchprodukte, Obst und Gemüse usw., aber auch andere von der Bevölkerung stark nachgefragte Produkte. Zu den ’non-food‘-Waren gehören Hygieneartikel, Heilpräparate, medizinische Erzeugnisse, Schreibwaren, Haushaltswaren und die wichtigsten Haushaltselektrogeräte.“
Zur Methodik des Preisbildungs-Monitorings sagte Jaschina: „Die Mitarbeiter des Ministeriums verfolgen die Entwicklung sowohl unmittelbar, indem sie Märkte und Geschäfte besuchen, als auch indirekt in Zusammenarbeit mit den örtlichen Verwaltungen, die die Preise bestimmter Wa
ren auf der bestehenden Liste in den Handelsobjekten unmittelbar vor Ort festhalten.
An jedem Ort werden Handelsobjekte großer Supermarktketten, mittlere und kleine, zentral gelegene und entferntere ausgewählt, um ein vollständiges, unter den unterschiedlichen Bedingungen repräsentatives Bild von den Preisen zu gewinnen. Was die Märkte betrifft, werden organisierte (d. h. keine spontan veranstalteten) und von vielen Menschen aufgesuchte ausgewählt. Die ausgewählten Märkte müssen territorial gleichmäßig verteilt sein – zentral und dezentral – und über einen langen Zeitraum unverändert bleiben.“
Was die weitere Nutzung der Informationen über die festgestellten Preise betrifft, so liegt namentlich das Monitoring der Preissituation in der Kompetenz des Ministeriums für ökonomische Entwicklung. Die gewonnenen Erkenntnisse werden auf der offiziellen Website des Ministeriums für alle interessierten Personen auf dem Laufenden gehalten. Auch können Behörden, sofern sie es für notwendig erachten, die Daten für Verwaltungsentscheidungen nutzen. Die Nachfrager können so den für sie preislich optimalen Anbieter aussuchen. Das Ministerium für ökonomische Entwicklung seinerseits übermittelt die Informationen beim Erkennen negativer Tendenzen im Rahmen seiner Vollmacht den jeweiligen Fachministerien.
Zum Abschluss des Gesprächs erklärte die Abteilungsleiterin Folgendes über die ak
tuellen Tendenzen in der Preispolitik und verwies auf die Faktoren, die Einfluss auf die Verbraucherpreise in der Republik haben:
„Im Vergleich zum sprunghaften Preisanstieg Ende 2018 kann man jetzt von einer Stabilisierung sprechen. Dabei unterliegen die Preise in der Republik wie überall auf der Welt verschiedenen Einflüssen. So gibt es den saisonalen Faktor der erhöhten Nachfrage, besonders in der Zeit vor Feiertagen. Der Endverbraucherpreis hängt von den Kosten für Rohstoffe und Materialien ab, in der Landwirtschaft haben auch die Kosten für Futtermittel und natürliche Faktoren Einfluss. Was Importwaren betrifft, sind sowohl ein Anstieg der Einkaufspreise als auch Transportkosten und ähnliches von Bedeutung.“

Produktionssteigerung bei Zulieferern von Schienenfahrzeugteilen
Lug-info.com: Die Maschinenbaufirma LugaMasch GmbH hat die Produktion seit 2016 praktisch verfünffacht. Das berichtete Direktor Aleksandr Martynenko dem Vorsitzenden des Ministerrats der LVR, Sergej Koslow, bei einem Besuch des Unternehmens. „2016 arbeiteten in der Firma 300 Menschen, heute sind es 1700“, sagte Martynenko. Der Produktionsleiter der Abteilung für Drehgestellteile von Elektrolokomotiven, Oleg Schkumatow, sagte, die Erzeugnisse seien nicht nur in der LVR, sondern auch im im Ausland gefragt. „Wir haben mit 40 Teilen pro Monat begonnen, jetzt sind es 600, und wir planen eine Steigerung bis zu 750“, sagte Schkumatow. In der Rollenlagerfertigung würden vier verschiedene Bauarten produziert. Diese Abteilung zeichnet für die höchsten Einnahmen der Firma, bis zu 45.000 Russische Rubel im Monat, sagte der Leiter. …
Koslow bekundete am Ende seines Besuch seine Zufriedenheit mit der zielstrebigen Entwicklung von
Luga Masch. … Der Minister für Industrie und Handel, Jurij Gowtwin, meinte, die Produktionssteigerung, die Schaffung von Arbeitsplätzen und auskömmliche Löhne sprächen für das Unternehmen. Auch andere große Unternehmen der LVR wie
z. B. das Lugansker Werk zur Reparatur von Flugzeug- und Hubschraubermotoren (LARS) entwickelten sich positiv.
Die LugaMasch GmbH hat die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter seit 2017 mehr als verdoppelt. Durch die Zunahme des Produktionsumfangs konnten die Steuerzahlungen an den Staatshaushalt sowie die Löhne und Gehälter erhöht werden. „Wenn der Durchschnittslohn im Unternehmen 2017 ungefähr 7000 Rubel betrug, so waren es 2018 ca. 16.000. Wenn es nach der Produktionsmenge geht, denke ich, wird es jetzt sogar noch etwas mehr werden“, unterstrich Direktor Martynenko und fügte hinzu, der Lohn extrem hoch spezialisierter Fachkräfte betrüge bis zu 40.000 Russische Rubel (ca. 545 Euro). „Die Bezahlung bei uns ist gut, es gibt monatlich eine Voraus- und eine Abschlusszahlung. Das Unternehmen hat Perspektiven. Ich arbeite hier nicht erst ein Jahr. Wenn man man vergleicht, womit wir nach dem Krieg angefangen haben, und was heute hier hergestellt wird, das ist schon beeindruckend“, sagte der Dreher Igor Krawtschenko aus der Abteilung für Rollenlager für Eisenbahnfahrzeuge.
Die LugaMasch GmbH wurde 2015 gegründet. Den größten Teil der Produktion machen Baugruppen und Ersatzteile für Schienenfahrzeuge aus. Mittlerweile gehören zum Sortiment über 80 verschiedene Teile und Aggregate von Diesel- und Elektrolokomotiven bzw. -triebzügen.


Mittwoch:

Fahrgastzuwachs bei der Donezker Eisenbahn
Dnr-online.ru: Der Pressedienst der Verkehrsministeriums der DVR meldet, im Mai benutzten 128.000 Menschen die Reisezüge des Binnen-, des Vorort- und des Verkehrs
zwischen den Republiken, über 52.000 davon mit Ermäßigungen verschiedener Art. Im Fernverkehr waren es 13.000, davon ungefähr 900 mit Anspruch auf Freifahrt oder Ermäßigung, im Vorortverkehr über 115.000 bzw. über 51.000.
Zum Vergleich: Im Mai 2018 zählte die Bahn 11.300 Reisende weniger. Im April 2019 war die Zahl der Reisenden um 8,9% gestiegen. Seit Jahresbeginn fuhren 570.000 Menschen mit der Bahn, 234.400 davon zu ermäßigten Preisen.

Elektrotechnisches Werk in Tores baut Rollstühle
Mpt-dnr.ru: Das staatliche Elektrotechnische Werk in Tores (ETS) erprobt einen dort gefertigten, computerunterstützt konstruierten Rollstuhl.
„Der Donezker Behindertenverband
Nōwaja shisn (neues Leben) hatte sich mit der Bitte um die Entwicklung eines Rollstuhls an das Ministerium für Industrie und Handel gewandt. Die Besteller präsentierten ein Muster, stellten eine Reihe technischer Bedingung und wir schritten zur Konstruktionsarbeit. Von den Wünschen der Mitglieder des Verbandes geleitet erstellten wir ein 3D-Modell“, sagte der Direktor des ETS, Igor Njewaljonnyj. Er fügte hinzu, das Werk habe erst noch einige Voraussetzungen zum Biegen der Rohre und zur Montage des Gestells schaffen müssen. Als der Prototyp fertiggestellt war, übergab man ihn zur Erprobung. Bei dem nächsten Treffen brachten die Besteller ihre weiteren Wünsche zur Nachbesserung einiger Konstruktionselemente ein.
„Es geht um einen sog. aktiven Rollstuhl, d. h. der Behinderte muss sich in ihm frei fortbewegen können, ohne fremde Hilfe. Er muss einerseits leicht manövrierbar, andererseits leicht und sicher gegen Umstürzen sein“, sagte Nje
waljonnyj. Bis heute hat das ETS vier Versuchsmuster gebaut, die wichtigsten Arbeiten des Werkes und die Erprobung durch den Besteller sind abgeschlossen. „Jetzt beschäftigen wir uns mit Erprobungen entsprechend den staatlichen Normen (GOST) für Rollstühle und werden uns um eine Zertifikation in der Russischen Föderation bemühen“, so der Direktor.
Nach den Erwartungen der Mitarbeiter wird die Produktion der ersten Serie sofort nach Erteilung des Zertifikats aufgenommen.
„Wir haben an allen Etappen der Produktion teilgenommen. Es ist tatsächlich ein guter Rollstuhl geworden, mit guten Fahreigenschaften, Stabilität und Manövrierbarkeit. Wir wünschten uns, dass das Gewicht von jetzt 20 Kilogramm auf 16,5 bis 17 herabgesetzt werden kann“, sagte der Leiter von
Nowaja shisn, Jaroslaw Lisobjej.
„Unser Rollstuhl ist im Vergleich zu ausländisc
hen Analoga in der Anschaffung um einiges billiger“, sagte Njewaljonnyj.
Das Elektrotechnische Werk Tores ist auf Elektroanlagen sowohl an der Oberfläche als auch in Bergwerken spezialisiert, setzt aber auch elektrische Antriebsanlagen instand. Es hat sein Sortiment in den vergangenen Jahren ausgeweitet, stellt jetzt auch Tech
nik für die Landwirtschaft sowie Anlagen des öffentlichen Bedarfs für Arbeit und Erholung her und repariert sie.


Donnerstag:

Besuch im Fleischkombinat zur Berufsorientierung
Mpt-dnr.ru: Mitarbeiter des Ministeriums für Industrie und Handel der DVR organisierten für Schüler der zehnten Klasse einer allgemeinbildenden Schule im frontnahen Gorlowka zur Berufsorientierung eine Exkursion mit detaillierten Erklärungen zu bestimmten Punkten zum staatlichen Gorlowskij Mjȧsokombinat (Fleischkombinat).
„Die Frage der Frage der Berufswahl bleibt für die heranwachsende Generation auch in den Sommerferien aktuell. Zur E
ntwicklung der aktiven Erkenntnisgewinnung und des Überblicks über die Welt der Berufe veranstalten wir heute diese Berufsorientierungs-exkursion, im Laufe derer Spezialisten unseres Kombinats über die Feinheiten der Berufe, der Arbeit im Unternehmen und die Bedarfsstruktur der Region an hochqualifizierten Kadern erzählen. Wir hoffen, dass unsere Informationen es den Jugendlichen erleichtern, die richtige Berufswahl zu treffen“, kommentierte der Direktor des staatlichen Unternehmens, Aleksandr Schkwira. Außerdem sagte er, das Gȯrlowskij Mjȧsokombinat sei eins der führenden Unternehmen zur Herstellung von Wurst- und Fleischdelikatessen. Im Laufe der Exkursion wurden den Schülern die Produktionsanlagen gezeigt und über die Technologie der Wurstherstellung berichtet. Danach gab es eine Verkostung der schon bekannten, auf dem Markt etablierten Produkte, aber auch der exklusiven Neuheiten.
Das staatliche Unternehmen nahm seine Tätigkeit im Juli 2017 auf. Die Produktion wird unter den Markennamen
Schtschėdryj kum (großzügiges Väterchen) und Jusowskij delikates (Jusowka = Bezeichnung für Donezk bis 1924, nach seinem Gründer John Hughes, engl. Geschäftsmann 1815 – 1889) vermarktet. Das Sortiment wird von Jahr zu Jahr größer.

 

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