Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 27. Mai. bis 02. Juni 2019

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, Dnrailway sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Dienstag:

Güterwagen werden in Bewegung und im Zugverband gewogen
Dnrailway.ru: Zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und zur Senkung der Betriebskosten hat die Führung der staatlichen Donezker Eisenbahn die Anschaffung von Gleiswaagen des Typs WRT-03 beschlossen. „Diese Waagen besitzen eine Reihe von Vorteilen“, sagte der Leiter des kommerziellen Dienstes und des Marketings, Andrej Wojtenko. „Sie können in kurzer Zeit an jeder Stelle im Gleis, auch im Gefälle, eingebaut werden; die Geschwindigkeit der zu wiegenden Güterwagen kann zwischen zwei und 20 km/h liegen. Mit Einrichtungen dieser Art kann das Gewicht der Ladung entsprechend dem anzuwendenden Tarif kontrolliert werden. Außerdem können übermäßiger Verschleiß des Oberbaus und der Wagen durch Überladung sowie Mehrkosten bei der Rangierarbeit vermieden werden.

Hilfe für die Landwirtschaft kommt an 
Lug-info.com: Die Regierung der LVR hat dem Agrarsektor mit ihrem Kreditvergabesystem unschätzbare Hilfe geleistet. Das sagte der Direktor des im Rajon Lutugino gelegenen privaten Landwirtschaftsunternehmens Agrofirma Illīrija, Georgij Panarin.
„Der Winter hat uns dieses Jahr schwer zu schaffen gemacht. Heute, im Frühling, sind wir vom staatlichen Unternehmen
Agrārnyj Fond zum ersten Mal mit Diesel beliefert worden. Ich habe im März 6000 Liter Diesel erhalten, und bezahlen brauche ich sie erst November-Dezember“ sagte er. „Das ist ein zinsloser Kredit für ein halbes Jahr, er kostet keine Kopeke – eine unsagbare Hilfe für uns“, sagte der Landwirt. So läuft das bei uns: Ich habe mir was bei einem Kollegen geborgt und genauso viel zurückgegeben. Bei der Bank berechnen sie dir 15-20%, und dann funktioniert irgendwas nicht mehr.
Nach Panarin zeugen solche Handlungen vom aufrichtigen Willen der Regierung, den Agrarsektor der Republik wieder aufzurichten. Sie sind tatsächlich ideal für die Landwirtschaft. „Das ist ein Stimulanz und beweist, dass wir nicht vergessen sind. Wir spüren heute diese Unterstützung“, sagte der Landwirt.
Panarin verwies auch darauf, dass das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung der DVR den Firmen zinslose Ratenzahlung über mehrere Jahre bei der Beschaffung von Maschinen anbietet. Er wird im Rahmen dieses Programms für seine Firma einen Traktor anschaffen. Während ihrer zwanzigjährigen Existenz konnte sich
Illīrija über Wasser halten und sogar den Viehbestand dank einem exakten, langfristigen Entwicklungsprogramm vergrößern. Das Unternehmen, bei dem 18 Menschen arbeiten, beschäftigt sich auch mit der Pflanzenproduktion. In den Büchern stehen 445 Hektar Anbaufläche und nochmal 90 Hektar Weideland. Zur Wirtschaft gehören 56 Rinder und 155 Schweine. Täglich werden hier etwa 210 Liter Milch erzeugt. Ein Großteil der Ernte wird als Viehfutter verwendet.
„Der Boden hier ist nicht besonders fruchtbar. Des halb ist die Tierhaltung unsere ‚interne Bank‘. Die ganze Milch wird von der Bevölkerung gekauft, ihre Qualität entspricht der staatlichen Norm (GOST). Wir lieben unsere Arbeit. Alle in unserem Kollektiv lieben Tiere – die Kühe, die Schweine und die anderen.
Die stellvertretende Leiterin der Verwaltung für die Entwicklung der Landwirtschaft im Rajon Lutugino, Irina Krepskaja meinte,
Illīrija sei eine der besten Firmen ihres Bezirks mit sowohl Tier- als auch Pflanzenproduktion. Die Firma unterstützt auch die Schule, die Vorschule und die Kirche in ihrem Ort Uspjenka. …

Mittwoch:

Zwischenbilanz der Tätigkeit des Zentralen Arbeitsamtes der DVR
Dnr-online.ru: Am 29. Mai fand in Donezk eine Sitzung des Kollegiums des Ministeriums für Arbeit und Sozialpolitik statt, an der auch Ver
treter untergeordneter Behörden und Abgeordnete des Volkssowjets der DVR teilnahmen. Wie der Korrespondent der offiziellen Website der DVR berichtet, war das Hauptthema die Arbeit des Arbeitsamtes der Republik mit seinen Außenstellen in der Region zur Milderung der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt.
„Uns ist klar, dass die Wirtschaft unseres Staates schwierige Zeiten durchmacht – die Unternehmen leiden unter der Wirtschaftsblockade (der Ukraine, Anm. d. Übers.). Deshalb hat die Funktion des Arbeitsamtes einen vielschichtigen Charakter.
Einerseits müssen wir den Unternehmen helfen, qualifiziertes Personal zu finden, andererseits den Menschen, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden, Arbeit zu finden, sie nötigenfalls umschulen und ihnen ein stabiles Einkommen zu ermöglichen, was wiederum ein Wachsen sozialer Spannungen in der Republik verhindert. Auf der Sitzung erfuhren wir von den quantitativen und qualitativen Indikatoren der Arbeit des Amtes, insofern es den Menschen sehr wichtig ist, die Arbeit zu finden, die ihrer Ausbildung und ihren Fähigkeiten entspricht“, sagte die Ministerin für Arbeit und Sozialpolitik der DVR, Larisa Tolstykina.
Nach den Worten der Direktorin des Arbeitsamtes, Tamara Kosenko, waren es von 2015 bis zum April diesen Jahres ungefähr 178.000 Menschen, die um Arbeit suchten.
„In der ganzen Zeit hat das Arbeitsamt über 95.000 oder 53,8% dieser Menschen zu einer festen Anstellung verholfen. Die Zahl der Festanstellungen wächst, was durch die Zunahme freier Stellen generell bedingt ist.
Sehr hilfreich für den Beschäftigungsstand in der Republik sind die Stellenbörsen, die das Arbeitsamt seit 2015 veranstaltet. Dort fanden über 30% der Besucher befristete oder unbefristete Arbeitsstellen. Auf der neunten Börse gestern zum Beispiel waren es über 37%“, sagte Tamara Kosenko. …
Zum Zentralen Arbeitsamt gehören Außenstellen in 13 Städten und vier Gebieten sowie das Donezker technische Ausbildungszentrum. Seine Hauptaufgaben sind, Arbeitsuchende und Arbeitgeber zusammenzubringen, sowie ein Monitoring des Arbeitsmarktes.

Landwirtschaftsministerium plant Terminkäufe von Getreide
Lug-info.com: Die Regierung der Lugansker Volksrepublik plant in diesem Jahr zum ersten Mal Kaufverträge mit Landwirten über Getreide der kommenden Ernte. Das erklärte der Minister für Landwirtschaft und Ernährung der LVR, Jurij Pronko. Diese Verträge werden während der Aussaat oder früher mit dem Ziel abgeschlossen, die landwirtschaftlichen Erzeuger zu Zeiten ihrer höchsten finanziellen Belastung liquide zu halten.
„ … Die Ernte ist noch gar nicht eingebracht, aber die Regierung bezahlt sie schon zu 50% zinslos. Die Leistung muss zum 1. Oktober erbracht werden, aber die Landwirte bekommen heute schon die für Investitionen und zur Zahlung der Löhne benötigten Gelder“, sagte Pronko.
Entsprechend dem Beschluss des Ministerrats der LVR wird das staatliche Unternehmen Agrārnyj Fond die Käufe tätigen.
Der Minister sagte weiter, eine Liste der in Frage kommenden landwirtschftlichen Betriebe würde von einer speziellen Kommission erstellt, die auch die Aussaat verfolgt, die Mengen und die zu erwartende Qualität bestimmt. Pronko fügte hinzu, die sich bewerbenden Unternehmen dürften keinen Belastungen wie Pacht oder Lohnzahlungen ausgesetzt sein.
„Diese staatlichen Einkäufe sind die ersten. Zu ukrainischen Zeiten hat es das nur einmal gegeben, und um daran teilzunehmen, musste viel Geld gezahlt werden – das war Korruption.
Wir haben im vergangenen Jahr eine Mindestgetreidereserve von 22.000 Tonnen festgelegt. Dieses Jahr werden wir sie um 34.000 Tonnen aus Einkäufen nach verschiedenen Schemen, darunter die Terminkäufe, ergänzen“, sagte Pronko.
Der Minister berichtete weiter, dass Agrārnyj Fond ab Juni diesen Jahres den Landwirten Maschinen auf Leasing-Basis für fünf Jahre zur Verfügung stellen wird. Mit dem ersten staatlichen Kredit sind die Landwirte zu 100% mit Treib-, Schmierstoffen und Düngemitteln versorgt und im Dezember 2018 hat die staatliche Holding Regionȧlnyj Agrārnyj Fond mit finanzieller Hilfe des Staates Technik zur Bodenbearbeitung aus der Russischen Föderation beschafft.

Minister für Steuern und Abgaben zur Wirtschaftsblockade: Wir haben unter schwierigsten Bedingungen überlebt und werden weiterleben
Dnr-online.ru: Über die Wirtschaftsblockade und ihre Folgen sprach der Minister für Steuern und Abgaben der DVR, Jewgenij Lawrenow, in einem Exklusivinterview mit einem der Korrespondenten der offiziellen Website.
„Die Blockade des Donbass drückt sich einem vollständigen Ausfuhrverbot von Waren aus der Ukraine (in die Republiken, Anm. d. Übers.), insbesondere von Rohstoffen und Ersatzteilen, aus. Aber dank unserer Experten finden wir immer einen Ausweg und setzen die Arbeit fort. Ebenso ist der Verkauf unserer Produktion in die Ukraine verboten, was sich auf den Staatshaushalt und die Arbeitsplätze auswirkt“, erklärte Lawrenow. Nach seinen Worten sind die Probleme der Republik mit der fehlenden Anerkennung zu erklären. Das alles führte zu einer Verminderung der Staatseinnahmen. Die Regierung unternimmt heute alle Anstrengungen, diese Probleme zu lösen. Zwischenstaatliche wirtschaftliche Verträge mit der DVR kann zur Zeit nur Südossetien abschließen, weil dieses Land die Donezker Volksrepublik anerkannt hat. „In der DVR wurde eine südossetische Handelsbank eröffnet. Der Zahlungsverkehr mit Südossetien ist auch möglich“, erklärte Lawrenow. Nach Meinung des Ministers ist es schwierig, die wirtschaftlichen Verluste der DVR zu beziffern. „Wichtig ist die Eingliederung der DVR in ein allgemein verständliches, internationales rechtliches Umfeld. Die wirtschaftliche Lage wird von der Bewegung von Geldern und Waren bestimmt. Wenn die Politik diese Bewegung nicht ermöglicht, dann führt das zum wirtschaftlichen Verfall. Gegenwärtig suchen wir nach Wegen, diese Möglichkeiten auszuweiten“, fügte er hinzu.

Donnerstag:

Das Arbeitsministerium hat Fragen der Tilgung von Lohnrückständen behandelt
dnr-online.ru: Heute, am 30. Mai fand unter Vorsitz der Arbeits- und Sozialministerin der DVR Larissa Tolstykina eine Sitzung der Kommission zu Fragen der Tilgung von Lohnrückständen, zur Erhöhung des Lohnniveaus und zur Lösung von problematischen Fragen im Bereich der Arbeitsbeziehungen statt. An der Sitzung nahmen Mitarbeiter des Ministeriums, Leiter von Strukturen des Systems der sozialen Absicherung der Bevölkerung der Republik, Vertreter weiterer Ministerien und Behörden teil.
„Leider gibt es bei uns noch Unternehmen, bei denen bis heute die Lohnrückstände nicht geteilt sind. Diese Situation ist durch eine Reihe objektiver Ursachen begründet. Dieses Problem wird gelöst, aber nicht so schnell, wie man es sich wünschen würde. Ich hoffe, im Laufe der heutigen Sitzung werden wir eine Lösung für viele Probleme finden können“, eröffnet Larissa Tolstykina die Sitzung der Kommission.
Während der Sitzung wurde die Situation mit den Lohnzahlungen im staatlichen Betrieb „Dokutschajewsker Gesteinskombinat“ behandelt und die Tilgung der Lohnrückstände beim staatlichen Unternehmen „Artjomugol“ und beim republikanischen Unternehmen „Ordshnikidseugol“.
„Dank der gemeinsamen Anstrengungen ist es uns gelungen, das Dokutschajewsker Gesteinskombinat zu erhalten. Heute arbeitet das Unternehmen trotz der schwierigen militärischen Lage, die Menschen erhalten Lohn. Es müssen noch einige Fragen mit der Berechnung der Arbeitsjahre für die Renten der Arbeiter in Ordnung gebracht werden“, sagte die Arbeits- und Sozialministerin. Die Leiter der Staatlichen Inspektion zur Fragen der Einhaltung der Arbeitsgesetzgebung der DVR und des republikanischen Arbeitsamtes merkten an, dass es keine Anträge von Mitarbeitern des Kombinats an ihre Strukturen gibt, was die positive Dynamik der Entwicklung des Unternehmens bestätigt.
„Die Fragen der Tilgung der Lohnrückstände gegenüber den Arbeitern des staatlichen Unternehmens „Artjomugol“ und des republikanischen Unternehmen „Ordshonikidseurgol“ befinden sich unter ständiger Kontrolle der Regierung der DVR“, sagte der stellvertretende Arbeits- und Sozialminister Denis Streltschenko. Er macht die Teilnehmer der Sitzung auch mit den Ergebnissen einer Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung eines funktionierenden Mechanismus zur Tilgung der Lohnrückstände gegenüber den Arbeitern dieser Unternehmen bekannt.
Im Ergebnis der Treffens unterstrich Larissa Tolstykina: „Ich hoffe, dass die heute getroffenen Entscheiden es in der nächsten Zeit erlauben werden, alle Arten von Rückständen in diesen Unternehmen zu beseitigen. Dies wird seinerseits eine Auffüllung der örtlichen Haushalts und der Sozialversicherungsfonds nach sich ziehen“.

Notfallübung im Bahnhof Ilowajsk
Dnrailway.ru: Gestern fanden im Bahnhof Ilowajsk Übungen zur Zusammenarbeit von Organen der Verwaltung und Kräften der örtlichen Rettungsdienste bei eisenbahnspezifischen Notfallsituationen statt.
Den Übungen wohnten Staatspräsident Denis Puschilin, der Minister für Zivilschutzangelegenheiten Aleksej Kostrubizkij, Verkehrsminister Dmitrij Podlipanow, der Generaldirektor der
Donezker Eisenbahn Wladimir Kabazij und Vertreter von Gebietskörperschaften bei.
Nach dem ‚Drehbuch‘ entgleisten im Bahnhof Ilowajsk zwei Druckgaskesselwagen eines Zuges mit 50 beladenen Wagen. Einer der Wagen (60 t) schlug Leck, was zu einer Explosion des Gasgemisches mit anschließendem Feuer führte. Ein aus drei Wagen bestehender Vorortzug brannte aus. Auf dem benachbarten Bahnsteig befanden sich zehn Menschen, die Verletzungen unterschiedlichen Grades davontrugen.
An der Beseitigung der Folgen waren u. a. zehn Mitarbeiter des Hilfszuges des Bahnhofs Ilowajsk beteiligt. „Die Spezialisten der Bahn und die Feuerwehr haben solche Einsätze mehrfach trainiert“, sagte der stellvertretende Hauptrevisor für Transportsicherheit der Bahn, Konstantin Taran. Dank ihres gewissenhaften Vorgehens und des hohen Niveaus der Vorbereitung bewältigten die Eisenbahner die ihnen gestellten Aufgaben ausgezeichnet.

Staatspräsident Denis Puschilin würdigte den guten Trainingsstand der Übungsteilnehmer. „Solche Übungen erhalten eine noch größere Wichtigkeit im Umfeld militärischer Handlungen“, sagte Puschilin. „Die Zusammenarbeit der Feuerwehren, … , der Bahn, dem Verkehrsministerium und anderen Behörden muss unbedingt ständig geübt werden. Die Retter haben die ihnen gestellte taktische Aufgabe heute bewältigt.“
Auch Studenten der höheren staatlichen Berufsbildungseinrichtung ‚Akademie für Zivilverteidigung‘ der Feuerwehr der DVR haben die Übungen beobachtet. Der Leiter des Hil
fszuges, Anatolij Tkatschenko, informierte sie über Besonderheiten beim Einsatz der Technik des Hilfszuges.

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