Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 21. bis 27. Januar 2019

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru, Dnrailway sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Mittwoch:

Gespräche zur Berufsbildung auf höchster Ebene
Mptdnr.ru – Heute fand im Ministerium für Industrie und Handel der DVR im Rahmen eines Kooperationsvertrags ein Treffen von Experten des Ministeriums und der staatlichen Donezker Universität für Ökonomie und Handel M. I. Tugan-Baranowskij (Ökonom und Begründer der Universität, 1865 – 1919) statt.
An der Veranstaltung nahmen die Leiterin der Abteilung für Leicht- und weiterverarbeitende Industrie des Ministeriums Jelena Woronina, die Rektorin der Universität Swetlana Droshshina, die ordentliche Professorin für Warenkunde und Lebensmittelkontrolle Walentina Malygina sowie die ordentliche Professorin für Marketing Jelena Asarjan teil.
Wesentliches Thema war die Zusammenarbeit im Jahre 2019: Die Teilnahme einer Zahl von Studenten an neuen Fa
chbereichen, die 2019 eröffnet werden: ‚Entwurf von Schneidereiwaren‘ sowie ‚Technologie und Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen‘.
„In diesem Jahr begründet Ihre Universität für die Republik wichtige Fachrichtungen. Die Branche der Leichtindustrie leidet heute an einem ernsthaften Mangel
an hochqualifizierten Kadern. Wir werden unsererseits bei der Rekrutierung erfahrener praktizierender Lehrkräfte, der Durchführung von Meisterkursen und öffentlichen Vorlesungen behilflich sein. Außerdem sind Praktika unter realen Produktionsbedingungen in den Betrieben wichtig für die Ausbildung junger Spezialisten“, sagte Walentina Woronina. …
„Das Ministerium für Industrie und Handel ist stets bei uns involviert und erweist den Studenten Unterstützung bei Praktika und der Berufswahl. Dieses Jahr führen wir eine Veranstaltung Djen karjery (Tag der Karriere) zur Präsentation von Produktionsbetrieben und der Schaffung einer soliden personellen Basis durch“, sagte die Rektorin.
Des weiteren ini
tiiert die Universität das erste Forum ‚Lebensmittelsicherheit – Dialog von Wissenschaft und Praxis‘ der DVR. Man erwartet die Arbeit wissenschaftlicher Plattformen und Runde Tische, an denen Wechselbeziehungen und Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen der Republik diskutiert werden.

Donnerstag:

Erste Forst– und Jagdwirtschaft gegründet 
Dan-news.info – In der Donezker Volksrepublik wurde das staatliche Unternehmen Starobeschewskoje Lesoochotnitsche Chosjajstwo (Forst– und Jagdwirtschaft Starobeschewo) gegründet. Das berichte die offizielle Website der Regierung.
„ … Das Unternehmen wurde als gesonderter Teil des Staatseigentums, der wirtschaftlich der staatlichen
Telmanowskoje Lesnoje Chosjajstwo (Forstwirtschaft Telmanowo) unterstellt ist, gegründet“, heißt es in der Mitteilung.
Nach Informationen der Regierung ist das Unternehmen dem staatlichen Komitee für Forst– und Jagdwirtschaft zugeordnet und wird auch von dort verwaltet. Die Mitarbeiter des Unternehmens werden hochproduktive Kulturen züchten, Bewachung und Aufholzung sicherstellen, biotechnische Verfahren anwenden und das Land mit den wichtigsten Arten von Wildbret versorgen.
„Zur
zeit fehlt auf dem Territorium der DVR noch ein strukturell, verwaltungsmäßig und wirtschaftlich-ökonomisch einheitlicher Wald- und Jagdwirtschaftskomplex. Ziel ist nicht nur die Erzeugung von Hölzern hoher Qualität in größtmöglicher Menge, sondern auch, die Jagd zu betreiben und ein Erholungsgebiet für die Bevölkerung zu schaffen“, sagte der Vorsitzende des staatlichen Komitees, Alexej Schebalkow. Im Herbst vergangenen Jahres wurde berichtet, dass das Komitee auch die Schaffung von Objekten zur kontinuierlichen Setzlingsproduktion angeordnet hat.

Freitag:

Ergebnisse eines Arbeitsbesuchs der Führung der Regierung der DVR in der LVR
smndr.ru: Die offizielle Delegation der DVR leitete das Oberhaupt der DVR Denis Puschilin.
Hauptziel der Reise in die LVR war die Teilnahme der Mitglieder der Regierung der DVR an einer Sitzung der Arbeitsgruppe zwischen den Regierung, die speziell von den Volksrepubliken für die Zusammenarbeit im ökonomischen Bereich geschaffen wurde. Hauptprioritäten der Arbeitsgruppe sind die Synchronisierung der Gesetzgebung der DVR und der LVR, die Regelung der Zollschranken und die Zusammenarbeit bei der sozialökonomischen Entwicklung der Staaten.
Während des Treffens wurden Fragen der Schaffung einer einheitlichen Eisenbahngesellschaft auf Grundlage des Unternehmens „Donezker Eisenbahn“ und des staatlichen Unternehmens der LVR „Lugansker Eisenbahn“ erörtert. Die Vereinigung der Eisenbahnen der beiden Länder ist auf eine Entwicklung der Eisenbahnverbindungen auf gegenseitig nutzbringender Grundlage gerichtet. Vorgesehen ist die Zusammenarbeit zwischen der DVR und der LVR im Bereich der Projektplanung, von Bauarbeiten, Wartung, Lieferung von Ausrüstungen, Investitionen und Finanzierung gemeinsamer Projekte.
Auf der Sitzung der Arbeitsgruppe wurden Fragen der Schaffung von Garantiefonds für Kreditvergaben in der Wirtschaft, der Schaffung von Straßenfonds für den Erhalt und die effektive Nutzung von allgemein zugänglichen Straßen erörtert. Es wurden Fragen der Versorgung der Industrie mit Arbeitskräften, der Schaffung eines gemeinsamen Arbeitsmarkts angesprochen, um die Prozesse der Arbeitsmigration der Bevölkerung zu erleichtern.
Die Arbeitsgruppe erörterte Fragen zur Neuberechnung von Renten, zur Gewährleistung einer qualitativ hochwertigen und unterbrechungsfreien Wasserversorgung der Republiken, zur Finanzierung von Maßnahmen zur Vorbereitung auf die Herbst- und Winterzeit 2019-2020.
Gesondert wurde die Frage einer unterbrechungsfreien Energieversorgung der Republiken aufgeworfen. Es ist vorgesehen, bis zum Juli 2019 den Bau einer 110kW-Stromleitung abzuschließen, was eine zuverlässige Stromversorgung von Gorlowka gewährleisten wird.
Die Arbeitsgruppe zwischen den Regierung wird als Organ der regionalen ökonomischen Integration von zwei verbündeten und Bruderrepubliken Vorschläge für Entscheidungen zur Synchronisierung der Gesetzgebung der Republiken, für die normative Regulierung, die Lösung von Fragen der Zusammenarbeit im Bereich der sozialökonomischen Entwicklung erarbeiten.

Regierung prüft Aussetzung von Einfuhrzöllen auf Brennstoffe 
Dan-news.info – Die Regierung der DVR prüft Möglichkeiten, um im Falle eines außergewöhnlichen Preisanstiegs auf Einfuhrzölle auf Brennstoffe und Schmiermittel zu verzichten. Das berichtete heute der Minister für Steuern und Abgaben der DVR, Jewgenij Lawrenow.
„Das Staatsoberhaupt Denis Puschilin hat das Ministerium beauftragt zu untersuchen, welche Verluste in diesem Fall auftreten würden. Wir erstellen zurzeit dieses Material. In wenigen Tagen werden die Resultate Denis Wladimirowitsch (Puschilin) vorgestellt werden, wonach die Regierung möglicherweise eine entsprechende Entscheidung treffen wird, falls der erwähnte Preisanstieg tatsächlich eintritt“, sagte Lawrenow.
Er wies darauf hin, dass die Preise derzeit gehalten werden können, weil in der Republik noch Brennstoffe verwendet werden, die im Dezember 2018 zu den alten Preisen eingekauft wurden. Die Unternehmen kaufen Brennstoff an der Börse und treten in Vorleistung. Danach erst kommt das Material in die Republik.
„Wie auch bei anderen Waren sind wir an die Weltmarktpreise gebunden. Wir werden an Maßnahmen arbeiten, die Preise auszubalancieren und keine umfassende Verteuerung der
Treibstoffe zuzulassen. Es gibt Gespräche mit der Russischen Föderation. Wir hoffen, dass entsprechende Entscheidungen im Rahmen humanitärer Fragen getroffen werden“, unterstrich der Minister.
Wir erinnern daran, dass die Steuer auf Benzin und Dieselkraftstoff auf Initiative Puschilins am 19. Oktober auf ein Drittel gesenkt wurde. Entsprechende Anordnungen für mittlere Destillate, Kerosin und Schmierstoffe folgten am 2. November 2018.

Künftige Eisenbahner begehen Tag des Studenten
Dnrailway.ru – In der Donezker Volksrepublik gibt es gegenwärtig drei Bildungseinrichtungen für künftige Eisenbahner: das Donezker Institut des Eisenbahntransports, das College für Transportinfrastruktur in Debalzewo und das Zentrum für technische Berufsausbildung in Jasinowataja (vormals Lyzeum des Eisenbahntransports 69).
Am Donezker Institut lernen zur
zeit etwa 1200 Studenten. Das ist ungefähr ein Drittel weniger als vor dem Krieg 2014. Darunter sind aber auch Jugendliche aus den vorübergehend von der Ukraine kontrollierten Gebieten. „Die Möglichkeiten des Instituts sind im Vergleich zu 2014 enorm erweitert“, sagt die Prorektorin der wissenschaftlich-pädagogischen Arbeit, Olga Schumskaja. „Zum Ersten sind wir im Jahre 2018 für die kommenden sechs Jahre für die Ausbildung in allen in Frage kommenden Berufen zertifiziert worden. Zum Zweiten planen wir für 2019 die Einführung zweier neuer Fachrichtungen: ‚Energieversorgung elektrischer Bahnen‘ und ‚Informationssysteme und ihre Technologie‘. Seit 2015 verteidigen unsere Absolventen ihre Arbeiten an der Universität für Verkehrswege in Rostow am Don und erhalten dadurch Diplome russischer Art. Ebenfalls 2015 wurde am Institut ein spezielles Organ der studentischen Selbstverwaltung ins Leben gerufen, die ‚Studentische Betriebsgewerkschaftsorganisation der Donezker Eisenbahn‘. Dadurch erhielt die studentische Selbstverwaltung umfangreiche Befugnisse bei der Lösung vieler Fragen der Unterbringung, der Lehre und der Erholung der Studenten. Es gibt auch einen Klub, in dem sich die hervorragendsten Sänger, Tänzer und Humoristen des Instituts treffen. Gerade sie sorgen für festliche Stimmung auf allen Veranstaltungen. Am Institut arbeiten Gesangs-, choreographische, Theater- und künstlerische Gruppen; es gibt sogar ein Orchester. Das heißt, jeder Interessierte kann sich an etwas Neuem erproben. Die Studenten des Donezker Instituts nehmen an Spielen, Turnieren und Meisterschaften teil und erhalten dabei nicht selten Diplome oder Pokale.
Nicht weniger aktiv verbringen die Studenten am College in Debalzewo ihre Zeit. Ungeachtet der erheblichen Zerstörungen durch die Kriegshandlungen ist der Lehrbetrieb nie unterbrochen worden, auch nicht im schwierigen Jahr 2015. Hier wird
derzeit ein ganzes Spektrum von Spezialisten bei der Bahn ausgebildet: Meister und Einrichter für Gleisbaumaschinen, Signaltechniker, Wagenmeister, Rollmaterialschlosser, Brigadiere und andere. Jeder Buchstabe der Theorie ist hier fest mit der Praxis verknüpft. In ihrer Freizeit nehmen Studenten und Lehrkräfte an Sportwettbewerben, Olympiaden, Konferenzen und Seminaren teil. Sie erringen führende Plätze bei regionalen und republikweiten Wettbewerben. Der ‚Tag des Studenten‘ ist schon viele Jahre Tradition am College. Deshalb trägt das diesjährige Programm auch (nach russischer Tradition) den Namen Tatjanin Djen*.
Am Ausbildungszentrum in Jasinowataja werden auch künftige Eisenbahner ausgebildet, Lokführer, Beimänner (
Diesel und elektrisch), Schlosser und Schweißer – elektrisch und autogen).
* Anm. d. Übers.: nach der christlichen Märtyrerin im Rom des 3. Jahrhunderts n. Chr.. Die russisch-orthodoxe Kirche hat die Heilige Tatjana zur Schutzheiligen der Studenten erklärt. Auf dem Campus der ersten 1755 gegründeten Moskauer Universität befindet sich die Kirche der heiligen Tatjana.

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