Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 05. November 2018:

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Lug-info.com: Pasetschnik eröffnet das Viadukt von Tschernuchino
Der Staatschef der Lugansker Volksrepublik Leonid Pasetschnik nahm an der feierlichen Eröffnung des nach dem Beschuss durch die ukrainischen Streitkräfte wiederaufgebauten Viadukts, das die Republiken des Donbass verbindet, teil. Ein Korrespondent von LIZ berichtet vom Ort des Geschehens.
Das Viadukt befindet sich an der Grenze zwischen LVR und DVR im Verlauf der strategisch wichtigen Straße M-04 Lugansk – Donezk. Während der Kiewer Aggression wurde es so stark beschädigt, dass es voll gesperrt werden musste; dadurch waren Autofahrer für fast vier Jahre zu einem Umweg von 30 km gezwungen.
Bei dem feierlichen Treffen änderten Pasetschnik und der Leiter der Verwaltung der Region Perewalsk Witalij Michajlow ein auf dem Viadukt aufgestelltes Verkehrszeichen von „Durchfahrt verboten“ auf „Durchfahrt frei“. Danach setzte sich der Staatschef am Steuer eines Lkw´s KRAS („Krementschugskij Awtomobilnyj Sawod“, Anm. d. Übers.) des staatlichen Straßenbaubetriebs „Luganskij Awtodor“ an die Spitze einer Fahrzeugkolonne, die als erste das wieder aufgebaute Viadukt befuhr.
„Das ist sehr symbolisch, weil diese Brücke, diese Straße unsere Republik mit der DVR verbindet. Wir haben doch sehr gute Beziehungen zu Donezk, und die neue Brücke trägt dieser Symbolik Rechnung“, sagte Pasetschnik.
Er unterstrich, dass ein Wiederaufbau der Wirtschaft der LVR ohne den Wiederaufbau von Straßen, Eisenbahnen und der ganzen Infrastruktur der Republik nicht möglich sei.
„Deshalb ist die heutige Brückeneröffnung ein bedeutendes Ereignis für uns, und ich möchte allen, die daran teilnehmen, danken – weiter so!“, sagte Pasetschnik.
Der Verkehrsminister der LVR Wladimir Gerasimtschuk bemerkte dazu, dass der Wiederaufbau einer der wichtigen Verkehrsadern der Republik in nur wenigen Monaten nur mit Unterstützung durch die Staatsführung möglich war.
„Das war für uns nur der Anfang, und die Verbesserung der Straßendecke wird fortgesetzt. Wir bauen die Infrastruktur wieder auf, das ist unser Land, und wir werden es weiter verbessern“, sagte der stellvertretende Minister.
Der Leiter der Verwaltung erinnerte daran, dass die ukrainischen Streitkräfte, die zu dem Zeitpunkt die Aufgabe hatten, die Republiken voneinander zu trennen, 2014 – 2015 gleich hinter dem Viadukt von Tschernuchino eine sehr vorteilhafte Position beziehen konnten. Aus der Umgebung des Viadukts haben sie die Siedlungen Tschernuchino und Zentralnyj erbarmungslos beschossen und feuerten auf Sorinsk.
„Die Brücke hat eine soziale, eine politische und eine wirtschaftliche Funktion: Sie verbindet zwei Völker. Das ist nicht nur eine Stahlbetonkonstruktion, hier begann unser Krieg“, sagte Michajlow.

Vorher war im Ministerium für Infrastruktur und Verkehr der LVR gesagt worden, dass durch die Kampfhandlungen 19 Straßenbrücken und Viadukte mit einer Gesamtlänge von ca. 1500 m beschädigt oder zerstört worden waren.

Mptdnr.ru: Ausstellung einer Modekollektion von Designern der DVR in der Hauptstadt Donezk
Am Sonnabend, den 3. November findet auf dem Gelände des Handels- und Unterhaltungszentrums „Donezk City“ des Ministeriums für Industrie und Handel der DVR die alljährliche Ausstellung „Kraski Oseni“ (Farben des Herbstes) einheimischer Designer und Hersteller statt. „Eine solche Veranstaltung führen wir u.a. auch durch, um den Bürgern der Republik zu zeigen, dass Donezk nicht nur eine Stadt der Schwerindustrie ist. Bei uns gibt es viele talentierte Designer, Beschäftigte der Textilindustrie und Meister auf dem Gebiet der Modeaccessoires“, sagte die Leiterin der Abteilung für Leicht- und verarbeitende Industrie des Ministeriums Jelena Woronina. Nach den Worten der Organisatoren wird erwartet, dass die Ausstellung „Kraski Oseni“ zu einer einzigartigen Plattform wird, wo Designer, Hersteller und die spezialisierten Ausbildungsbetriebe aktuelle Trends in der Welt der Mode,erörtern und Annäherungspunkte für die weitere Zusammenarbeit benennen können. „Die Veranstaltung möchte die Berufe in dieser Branche der Leichtindustrie popularisieren, junge Leute an die Berufe heranbringen und Einwohner und Gäste der Republik mit den Trends, neuen Kollektionen und Accessoires führender Designer bekannt machen“, sagte Jelena Woronina. An der Ausstellung „Kraski Oseni“ werden sich ca. 20 Aussteller aus der DVR beteiligen. Jelena Woronina fügte hinzu: „Es ist sehr wichtig, dass an der Ausstellung nicht nur schon bekannte Designer teilnehmen, sondern auch solche, die gerade die ersten Schritte auf dem Podium machen. Trotz der schwierigen Zeiten, die wir durchmachen, entsteht bei uns eine neue Generation von Designern.“ …

Dan-news.info: Neuer Stollen mit Vorräten über 550.000 Tonnen im Donezker Bergwerk Sasjadko in Betrieb genommen
Das meldete der Pressedienst des Ministeriums für Kohle und Energie der DVR am 31. Oktober. „Der Stollen im Flöz L4 des staatlichen Bergwerks ersetzt die Abbaustellen im ausgebeuteten Flöz m3. Seine Länge beträgt 288 m, die Mächtigkeit des Flözes 1,10 m“, hieß es in der Mitteilung. Aus der verlassenen Abbaustätte wurden alle nicht notwendigen Maschinen und Geräte entfernt und eingelagert oder in Werken der Republik generalrepariert. „Nach der Erreichung der Planziffern mit dem achten westlichen Stollen beabsichtigen wir, aus den Abbaustätten durchschnittlich 2800 t Kohle pro Tag zu fördern“, zitiert der Prssedienst den amtierenden Direktor des Bergwerkes Wjatscheslaw Stepanow.
Wir fügen hinzu, dass dies schon der neunte dieses Jahr in der DVR eröffnete Kohlestollen ist.
Das Bergwerk
Sasjadko wurde 1958 eröffnet und ist so zu Ehren des Ministers für Kohleindustrie der UdSSR 1949-1955 Alexandr Sasjadko benannt. Das Unternehmen befindet sich im Kiewskij-Bezirk von Donezk. Nach der Weigerung Kiews, die Wirtschaftsblockade zu beenden wurde es im März 2017 der Gerichtsbarkeit der Donezker Volksrepublik unterstellt. Die Zahl der Mitarbeiter beträgt gegenwärtig ungefähr 3000.

Dnr-online.ru.: Ab 1. November erhöhen sich die Gehälter der Beschäftigten in einigen Zweigen des öffentlichen Dienstes
Wie das Finanzministerium berichtet, ist es dank der durch die Organe der Exekutive unter Führung des kommissarischen Staatsoberhauptes Denis Puschilin geleisteten Arbeit möglich, die Grundgehälter in einigen Zweigen des öffentlichen Dienstes am 1. November diesen Jahres um 10% zu erhöhen. Dies betrifft Lehrer, Ärzte sowie in Kultur und Sport Tätige.
Die Gehaltserhöhung wurde durch eine Reihe von Faktoren ermöglicht, insbesondere durch eine Reform des Fiskalsystems, d
as Produktionswachstum, das Auftreten neuer Absatzmärkte, eine Ausweitung des industriellen Sektors sowie – als logische Folge – eine Zunahme der Staatseinnahmen der DVR. …
Die Erhöhung der Grundgehälter hat keine Auswirkungen auf Zuschüsse und Zulagen. Dazu muss gesagt werden, dass Zulagen stimulierenden Char
akters wie etwa für ‚Kompliziertheit und Anspannung‘, ‚hohe Arbeitsleistung‘ und ,die Erfüllung wichtiger Aufgaben‘ durch die jeweiligen Dienststellenleiter in Abhängigkeit von der Führung des Mitarbeiters festgelegt werden und bei nicht rechtzeitiger Aufgabenerfüllung, Verschlechterung der Arbeitsqualität oder Verstößen gegen die Arbeitsdisziplin aberkannt werden können.

 

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