Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 22. September 2018

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

 

Dan-news..info: Puschilin verweist bei einem Treffen mit dem Bürgermeister von Debalzewo auf die Relevanz des kleinen und mittleren Unternehmertums
Donezk, 16. September – Das kommisarische Staatsoberhaupt Denis Puschilin hat heute vor der Festveranstaltung anlässlich des 140jährigen Stadtjubiläums von Debalzewo ein Arbeitstreffen mit dem Bürgermeister der Stadt Igor Marinkow durchgeführt. Es fand im Gebäude der Stadtverwaltung statt.
Puschilin dankte den Verantwortlichen der Stadt für die geleistete Arbeit und unterstrich, dass es unerlässlich sei, die Bemühungen zur Entwicklung des Unternehmertums zu verstärken.
„Ohne die Entwicklung des kleinen und mittleren Unternehmertums dürfte es für die Städte, in diesem Falle Debalzewo, sehr schwierig werden. Deshalb ist die Schaffung neuer Arbeitsplätze und eines guten Investitionsklimas notwendig, damit die kleinen und mittleren Unternehmer neue Initiativen ergreifen und Steuern zahlen. Ohne eine Entwicklung der Wirtschaft werden wir die Aufgaben, die vor uns stehen, nicht lösen können“, sagte Puschilin.
Marink
ow berichtete im Verlauf des Gesprächs über Erfolge bei der Konsolidierung der Strom- und Wasserversorgung sowie – was das Wichtigste sei – dem Wiederaufbau des völlig zerstörten Heizungssystems. Der Bürgermeister merkte auch an, dass eine Brücke, die für die Stadt strategische Bedeutung hat, wiedereröffnet wurde und der Sportkomplex „Lokomotiv“ kurz vor der Übergabe stünde.
„Zum heutigen Tag sind alle zerstörten Objekte der Daseinsvorsorge der Stadt wieder in Betrieb. Die schwierigste Aufgabe ist die Schaffung von Wohnraum. Auf diesem Gebiet ist noch sehr viel zu tun“, sagte Marinko
w.
Am Schluss des Gesprächs überreichte der Leiter der Stadtverwaltung zur Erinnerung ein Geschenk mit Bezug zu Debalzewo.
Debalzewo, das heute auf eine 140jährige Geschichte zurückblickt, wurde 2014 von Eindringlingen des Kiewer Regimes erobert. Die
Miliz der Volksrepubliken befreiten die Stadt am 18. Februar 2015 von den Okkupanten. Bei seinem Rückzug zerstörte das ukrainische Militär wichtige Infrastruktur, darunter den größten Bahnknotenpunkt des Donbass. Zum großen Problem wurde, dass ca. 80% aller Gebäude in der Ortschaft zerstört wurden, das Territorium wurde vom ukrainischen Militär total vermint.
Vor Beginn der Aggression Kiews gegen die Bevölkerung des Donbass zählte Debalzewo 25.000 Einwohner. Im Moment der Befreiung von den Mördern waren es nur noch ca. 4.500.
Den Wiederaufbau Debalzewos erklärte die Volksrepublik zu einer ihrer wichtigsten Aufgaben. Der aktive Wiederaufbau von Wohngebäuden und sozialen Einrichtungen wurde am 18. April 2015 begonnen. Die Einwohnerzahl übersteigt durch die Rückkehr von den Okkupanten Vertriebener in
zwischen wieder die Hälfte des Vorkriegsstandes.

 

Mptdnr.ru: Die Frage des Exports von Produkten des Unternehmens ”Sneshnjanskchimmasch” (Technik für die Erdöl- und Gasindustrie in Snjeshnoje, Gebiet Donezk) auf die Krim für ”Tschjornomorskneftegas” (Öl- und Gasprodukte in Simferopol, Republik Krim) wird behandelt
Das staatliche Unternehmen ”Sneshnjanskchimmasch” führt Verhandlungen über Lieferungen seiner Produkte auf die Krim. Darüber informierte heute der Minister für Industrie und Handel der DVR Sergej Ilin.
”Die Erzeugnisse dieses Unternehmens waren schon zu Zeiten der Sowjetunion gefragt. Mit dem Zerfall der Sowjetunion begann der Niedergang des Unternehmens. Heute hat ”
Sneshnjanskchimmasch” mit Unterstützung seitens der Republik gute Zukunftschancen. Der Minister teilte auch mit, dass Unternehmen im Ural ausgesucht werden, die ”Sneshnjanskchimmasch” möglicherweise behilflich sein können.
”Ich glaube, dass das Unternehmen nach einer detaillierten Erörterung dieser Frage für einige Jahre gut ausgelastet sein wird. Zur
zeit befindet es sich noch in einer schwierigen Lage. Das Wichtigste ist, Aufträge zu bekommen”, sagte Sergej Ilin.
Im Moment erfüllt das Unternehmen kleinere Aufträge, die gerade
einmal die Arbeitsplätze erhalten. Am 21. September besuchte auch Denis Puschilin, kommissarísches Staatsoberhaupt der DVR, ”Sneshnjanskchimmasch”.

Mptdnr.ru: Im staatlichen Unternehmen ”Donezkij Energosawod” (DES) wurde die erste vervollkommnete Umspannstationen vom Typ KTPW-D fertiggestellt.
Am Montag, dem 17. September, wurde bei ”DES” der erste modulare Hochleistungstransformator vom Typ ”Energosawod” KTPW-D vorgestellt.
”Es handelt sich um eine modernisierte und vervollkommnete Version des serienmäßig hergestellten Umspanners KTPW-D. Bei seiner Herstellung wurde mit dem Spezialistenkollektiv des wissenschaftlich-technischen Instituts für explosionsgeschützte Elektroanlagen, das technische und Hilfe bei der Konstruktion leistete, zusammengearbeitet. Nach seinen technischen Parametern liegt der
Transformator mit den besten ausländischen Konkurrenten gleich auf”, sagte der Leiter Maschinenbauabteilung Alexandr Nakonetschnyj.
In der Station finden sowohl neuzeitliche Methoden des Explosionsschutzes, neue Steuerungs-, Schutz-, Diagnose- und Datenübertragungssysteme auf Basis der Mikroprozessortechnik als auch moderne Übertragungsapparate und vereinheitlichte Konstruktionen der wichtigsten Baugruppen Anwendung.
”Die Umspannstation ‚Energosawod‘ wurde bei uns bisher nicht hergestellt. Viel wurde für die Modernisierung und technische Vervollkommnung getan, wobei Experten der verschiedensten Fachrichtungen zusammenarbeiteten. Die KTPW-D wurde für den Einsatz in unterirdischen, horizontalen oder geneigten, gasführenden (Methan) Schachtanlagen entwickelt. Ziel sind die Umformung hoher dreiphasiger Spannung, die Versorgung von Verbrauchern mit isoliertem Nullleiter mit Dreiphasenwechselstrom einer Frequenz von 50 Hz sowie der Schutz der Leiter auf der Sekundärseite”, sagte der Direktor von ”DES” Alexej Jarosch.
Nach den Worten des Leiters des staatlichen Unternehmens wurde die erste Anlage zum Transport an ein Unternehmen in der Russischen Föderation verladen.
”Donezkij Energosawod” ist auf die Herstellung, Reparatur und Wartung von Maschinen und Ausrüstungen der Bergwerksindustrie und der Bauwirtschaft spezialisiert.

dnr-online.ru: Das kommissarische Oberhaupt der DVR Denis Puschilin traf sich mit dem Kollektiv des Bergwerks „A.F. Sasjadko“ (Minister für Kohlebergbau der UdSSR 1949 – 1956, d. Übers.)
Heute, am 18.September, traf sich das geschäftsführende Oberhaupt Denis Puschilin mit dem Arbeitskollektiv des staatlichen Unternehmens Bergwerks „A.F. Sasjadko“, so der Korrespondent der offiziellen Website der DVR. An dem Treffen nahmen auch der Minister für Kohle und Energie Anatolij Nesterenko, der Vorsitzende des Gewerkschaftsbundes Maxim Parschin sowie der Direktor des Bergwerks Wjatscheslaw Stepanow teil.
Vor Beginn des Treffens mit dem Kollektiv sprach Puschilin mit dem Direktor des Bergwerks über die im Betrieb anstehenden Probleme. Der Minister für Kohle und Energie Anatolij Nesterenko berichtete dem Staatsoberhaupt über die Arbeit im Bergwerk, über die Entwicklungsperspektiven des Unternehmens für 2019 und den kommenden Fünfjahrplan. Darüber hinaus sagte Anatolij Nesterenko, dass die Politik des Ministeriums auf die Steigerung der Attraktivität der Arbeit als Bergmann gerichtet ist.

„Ich freue mich, Ihr Unternehmen zu besuchen. Die Probleme, die in Ihrem Bergwerk im Zusammenhang mit dem Produktionsprozess existieren, sind mir bekannt. Ihr Bergwerk hat hat schon immer eine herausragende Position unter den Unternehmen der Kohleindustrie eingenommen. Diese Tendenz ist auch heute zu beobachten. Aber nichts destoweniger wäre es falsch, von unserer Seite zu behaupten, alle Probleme seien gelöst. Punkte, die korrigiert werden müssen, gibt es. Es wäre gut, wenn ihr jetzt euch interessierende Fragen stellen würdet“, wandte sich Denis Puschilin an das Kollektiv des Bergwerks.
Die Arbeiter des Unternehmens konnten dem Staatsoberhaupt Fragen stellen. Speziell wurde die Frage der Busbeförderung von Kumpeln der Nachtschicht, die in Jasinowataja, Gorlowka und anderswo leben, erhoben. Zur Zeit wird der Busverkehr durch die bestehende Ausgangssperre erschwert.
„Dieses Problem muss unbedingt behoben werden. Ich erteile dem Minister für Kohle und Energie hiermit den Auftrag, eine detaillierte Ausarbeitung über die Anzahl der Busse, die zur Beförderung der Bergleute benötigt werden, anzufertigen. Die Frage mit den Passierscheinen wird auch gelöst“, sagte Denis Puschilin.
Auch wurden die Fragen der Notwendigkeit der Neufestlegung der Arbeitsnorm und der Bewertung der geförderten Kohlemenge, von denen das Lohnniveau im Unternehmen abhängt, gestellt. Hier würden Veränderungen zu einer Steigerung der Attraktivität der Arbeit im Bergbau führen.
„Einverstanden, das ist unumgänglich. Aber diese Fragen werden nicht an einem Tag entschieden. Zu sagen, dass wir morgen die Attraktivität der Arbeit als Bergmann steigern, wäre unaufrichtig, aber danach zu streben ist nötig. Die Situation wird durch die Wirtschaftsblockade verkompliziert, wir sind stark auf den Binnenmarkt konzentriert. Für uns wäre der Export wichtig, und heute werden wir mit dem Minister für Kohle und Energie erörtern, ob Möglichkeiten bestehen. Hier gibt es Probleme durch unsere Nichtanerkanntheit. Wir werden weiter daran arbeiten und Auswege aus der sich verschärfenden Situation suchen“, bemerkte Denis Puschilin.
Außerdem interessierte die Bergleute die Frage, ob das Bergwerk ein staatliches Unternehmen bleibt oder in private Hände übergeht. Auf die Gegenfrage des Staatsoberhauptes „Und was wür
den Sie wollen?“ antwortete das Kollektiv: „ …, dass es staatlich bleibt natürlich“.
„Unsere Position in dieser Frage
ist, dass das Unternehmen staatlich bleibt. Zur Zeit sind überhaupt keine Voraussetzungen dafür gegeben, dass sich die Situation ändern könnte“, sagte das Staatsoberhaupt der DVR.
Angemerkt sei, dass im Bergwerk z.Zt. 3000 Menschen arbeiten, 1600 davon unter Tage.
„Das Bergwerk „A.F. Sasjadko“ ist in führend in der Branche, was das Lohnniveau und die Anzahl der Mitarbeiter betrifft. Im Unternehmen gibt es keine Rückstände in der Auszahlung der Löhne. Die Mitarbeiter stellten noch eine Reihe von Fragen, die im Prinzip alle Bürger betreffen – als da wären Probleme mit den Kontrollstellen, mit der Ausgangssperre, mit der Beantragung der Rente und dergleichen mehr.
Ein Teil der Fragen wird in der heutigen Sitzung des Ministerrates behandelt werden. Ich sage jetzt nichts zu irgendwelchen Entscheidungen, weil sie noch abgewogen werden müssen. Die Regierung hat einerseits nicht das Recht, Entscheidungen über das Unternehmen in die Länge zu ziehen, andereseits sollte aber auch nichts über´s Knie gebrochen werden“, kommentierte Denis Puschilin die Ergebnisse seines Treffens mit dem Kollektiv des Bergwerks „A.F. Sasjadko“.

Lug-info.com: Die Republik beschaffte für den Agrarkomplex „Koloss“ der Nationalen Lugansker Agrarhochschule (LNAU) ein modernes Milchfahrzeug
Der produzierende wissentschaftliche Komplex „Koloss“ der Nationalen Lugansker Agrarhochschule (LNAU) konnte dank staatlicher finanzeller Unterstützung seinen Fuhrpark durch ein modernes Milchfahrzeug erweitern. Das berichtete das Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung.
„Durch die staatliche Finanzhilfe konnte für den Lehrbetrieb der LNAU ein Milchfahrzeug auf Basis
des bekannten GAZon NEXT (Gorkowski Awtomobilny Sawod, A. d. Übers.) beschafft werden“, heißt es in der Mitteilung.
Im Ministerium wurde daran erinnert, dass der Kauf des Fahrzeugs Bestandteil des Programms zur weiteren Entwicklung der Milchviehhaltung der LNAU ist.
„Das Besondere an dem b
eschafften Fahrzeug besteht sowohl in der wärmeisolierenden Beschichtung des Behälters und des Anschlussstutzens als auch in der inneren Beschichtung mit nichtrostendem Stahl. Das ermöglicht den Milchtransport gemäß den geltenden hygienischen Anforderungen“, erklärte man im Ministerium für Landwirtschaft und Ernährung.

 

Mptdnr.ru: Mitarbeiter des Ministeriums für Industrie und Handel besuchten ein Unternehmen der Leichtindustrie
Am Dienstag, de
m 18. September, besuchten Spezialisten der Abteilung für Leicht- und weiterverarbeitende Industrie die Firma ”Lemua” GmbH in Schachtjorsk (Damen-, Herren- und Kinderbekleidung)
”Besonderer Nachfrage erfreut sich das Sortiment an Kinderbekleidung, das mehr als die Hälfte des Sortiments ausmacht. Für die hohe Kompetenz spricht, dass die Firma das Zertifikat ”Standard des Donbass” erworben hat und die Produktion alle Erwartungen, die an Kinderbekleidung gestellt werden, erfüllt. Das Unternehmen nimmt aktiv an Märkten und Ausstellungen, die in der Republik durchgeführt werden, teil”, sagte die Leiterin der Abteilung für Leicht- und weiterverarbeitende Industrie Jelena Woronina.
Das Sortiment des Unternehmens ist weit gefächert: beinahe alle Arten von Kinder-, Erwachsenenober- und -unterbekleidung.
Nach den Worten des Direktors von ”Lemua” werden im Unternehmen große Anstrengungen zur Erneuerung und Erweiterung des Sortiments unternommen, um immer das herzustellen, was der Markt erford
ert.
”Ein Zeugnis von Stabilität und Dynamik der Firma ”Lemua” sind die langjährige Erfahrung in der Bekleidungsindustrie und erschwingliche Preise. Wir arbeiten ständig an der Erweiterung des Sortiments, designerischen Lösungen und führen Neues ein wie z.B. das Bedrucken des Stoffes. Produktion und Umsatz liegen bei uns in diesem Jahr 35% über dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres”, sagte Jewgenij Lebedjenko und fügte hinzu, dass man in der näheren Zukunft die Kapazitäten erweitern und auch den Export angehen wolle.

Dnr-online.ru: Auf einer Ministerratssitzung berichtete der stellvertretende Vorsitzende des Ministerrats Alexej Anantschenko dem kommissarischen Staatsoberhaupt der DVR Denis Puschilin über die Durchführung der Anweisung über die Vorbereitung zur Vereinigung des staatlichen Unternehmens „Dokutschajewsker Gesteinskombinat“ mit der Komsomolsker Grubenverwaltung der geschlossenen Aktiengesellschaft „Wneschtorgservis“ (Filiale Nr. 8“. „Ein Algorithmus für die Vereinigung ist festgelegt. Verzögerungen beider Realisierung gibt es nicht. Bei der Vereinigung wird der Mechanismus der Einführung einer zeitweiligen Verwaltung verwendet werden, ich möchte unterstreichen, dass der Anschluss des Unternehmens deutlich sozialen Charakter hat. Die Anweisung wurde ausgeführt“, sagte Alexej Anantschenko.

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