Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 10. September 2018

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

mptdnr: Alexej Granowskij: „Die Industrie der Donezker Volksrepublik reagiert immer auf die Bedürfnisse der Verbraucher
Heute, am 4. September, sprach der Minister für Industrie und Handel Alexej Granowskij anlässlich eines Briefings über die aktuelle Lage im industriellen Komplex der Donezker Volksrepublik.
„Ich möchte sagen, dass ungeachtet der Tragödie, die unsere Republik und jeden von uns persönlich ereilt hat, der industrielle Komplex der DVR sich nicht nur entwickelt, sondern sogar auf Touren kommt. So betrug der Anteil der Schwerindustrie an der gesamten Industriestruktur der Republik im Zeitraum Januar – Juli 2018 ca. 48%, der der Rohstoffgewinnung über 9%, der der Energieerzeugung und –verteilung, Gas, Dampf usw. ca. 30%, der der Lebensmittel- und Tabakindustrie über 10% und der der übrigen Branchen ca. 4%“, sagte der Minister.
„Das Flaggschiff der Metallurgie der DVR, das staatliche Unternehmen „Jusowskij Metallurgitscheskij Sawod“ (Jusowoer Metallurgisches Werk, Jusowo = alte Bezeichnung für Donezk,
A. d. Übers.) produziert weiter.“ Der Gesamtwert der Produktion der ersten sieben Monate des Jahres betrug 800 Millionen Rubel (ca. EUR 10.138.900)“, sagte Granowskij.
Er teilte weiterhin mit, dass im staatlichen Unternehmen „Silur“ im Juli der größte monatliche Ausstoß seit der Gründung des Unternehmens erzielt wurde. Die Gesamtproduktion von Stahlseilen, Bewehrungsstahl und Draht betrug 2378 Tonnen. Dabei überstieg die Bruttoproduktion im Werk 3.500 Tonnen. Die Produktion auf den thermischen Aggregaten näherte sich 2000 Tonnen, die bei der Verzinkung 400 Tonnen. Das Produktsortiment wird ausgeweitet, so wurden allein 250 verschiedene Sorten von Seilen erzeugt. Das ist das Resultat der Arbeit aller Werksteile und Unterabteilungen des Unternehmens. Bei der Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems des des Unternehmens an sich und einzelner Produktionsarten wurde eine enorme Arbeit geleistet“, unterstrich Alexej Granowskij.
Der Minister erwähnte auch die Arbeit des staatlichen „Dokutschajewskij Fljuso-Dolomitnyj Kombinats“ (Dokutschajewsker Flussmittel- und Dolomitkombinat), des führenden Unternehmens für Förderung und Verarbeitung von Flussmittelkalkstein, dolomitisierte
m Kalk sowie Dolomit für die Metall-, Zement-, chemische- und die Bauindustrie. Der Produktionsumfang in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres betrug ca. 70 Millionen Rubel (ca. EUR 886.047). Heutzutage gibt es Schwankungen in Produktionsumfang und Zahlungsverkehr seitens der metallurgischen Unternehmen, aber alle Fragen im Entscheidungsprozess sind durch uns, durch das Fachministerium und die Unternehmensleitung beantwortet“, erklärte Granowskij.
Im Verlauf des Briefings sagte er, d
er Wert der Produktion der Maschinenbauunternehmen der DVR von Januar bis Juli 2018 betrage 1737,8 Millionen Rubel, der Umsatz 1829,0 Millionen Rubel. Nach den Worten des Ministers ist der Maschinenbau eine exportorientierte Branche und der Exportanteil am Gesamtumsatz um Berichtszeitraum liegt bei 70%.
„Die Industrie der Donezker Volksrepublik reagiert immer auf die Bedürfnisse der Verbraucher. So wird im staatlichen Unternehmen „
Donzeker Elektrotechnisches Werk“ das Projekt der Montage großer Baugruppen für den Autobus „Donbass“ fortgeführt. Im Juli dieses Jahres wurden zehn dieser Busse der Stadtverwaltung von Nowoasowsk und drei dem staatlichen Unternehmen „Awtowoksaly Donbassa“ (Busbahnhöfe des Donbass) übergeben. Ebenso fortgeführt wird das Projekt der Montage von Baggern und Lademaschinen im staatlichen Unternehmen „Torezker Elektrotechnisches Werk“. In diesen Tagen beginnt beim „Donezker Elektrotechnischen Werk“ das Projekt des Baus von Bussen für den internationalen Verkehr; der Vertrag zur Lieferung der ersten solcher Bussen an das staatliche Unternehmen „Awtowoksaly Donbassa“ ist unterzeichnet“, sagte Granowskij.
Außerdem werden dieser Tage die Probefahrten des ersten Straßenbahnwagens aus heimischer Produktion fortgesetzt: „Er durchläuft jetzt die Erprobung bei DEAT (Donezker Verkehrsbetrieb); während der Erprobung traten einige Ungereimtheiten zutage, die jetzt von Spezialisten beseitigt werden. Schon bald werden die Einw
ohner der Republik mit dem neuen Wagen fahren können. Auch beginnen im „Donezkij Elektrotechnitscheskij Sawod“ (Donezker Elektrotechnischen Werk) die Arbeiten zum Bau des zweiten Wagens.“
Der Minister für Industrie und
Handel sagte ferner, dass die Arbeiten zur Inbetriebnahme des staatlichen Unternehmens „Stirol“ zum heutigen Tage exakt nach Plan verlaufen.
„Die Inbetriebnahme des Industriegiganten verläuft in Etappen. Die Dampferzeugung, die Wasseraufbereitung sowie Teile der Neutralisation und Reinigung der Industrieabwässer arbeiten schon. Ich betone nochmals, dass die Inbetriebnahme des staatlichen Unternehmens „Stirol“ nach dem ausgearbeiteten Plan verläuft. Wir weichen nicht einen Tag ab. Um den 15. September erwarten wir den ersten Ammoniak, und fünf bis sieben Tage später wird die Produktion richtig in Gang gekommen sein“, sagte der Leiter des Industrieressorts.
„Wenn wir über die pharmazeutische Industrie sprechen, so sind bei uns im Juli diese
s Jahres acht Unternehmen tätig. Der Umfang der Produktion an Heilmitteln und Erzeugnissen für den medizinischen Bereich betrug im betrachteten Zeitraum 142 Millionen Rubel, der Umsatz ungefähr 146 Millionen Rubel. Dazu muss gesagt werden, dass die pharmazeutische Industrie auf den Binnenmarkt der Republik ausgerichtet ist“, sagte Alexej Granowskij.
„Gerade erst gestern la
s ich, dass Alexandr Wladimirowitsch (Sachartschenko, A. d. Übers.) in einem seiner ersten Interviews sagte, dass er – egal ob tot oder lebendig – und, wenn er weiterhin Staatsoberhaupt der Republik bleibt, er das Fundament dazu legen möchte, dass niemand die Politik unseres Staates mehr ändern kann. Alexandr Waldimirowitsch hat dieses Fundament gelegt, und egal, was auch passiert, werden wir vorwärts schreiten“, sagte der Minister für Industrie und Handel.

mptdnr.ru: Antworten zu Fragen auf der Pressekonferenz Alexej Granowskijs
Der Export von Produkten wächst mit jedem Monat. Wenn man es mit dem letzten Jahr vergleicht, so betrug die Zunahme etwa 80%. In erster Linie exportorientiert sind die Schwerindustrie, die Metallindustrie, die Kokserzeugung, die Chemieindustrie (staatliches Unternehmen „Stirol“). Und die Lebensmittelindustrie, die Leichtindustrie, sie sind auf die lokalen Verbraucher ausgerichtet.
Ich möchte darauf hinweisen und ich habe das bereits mehrfach gesagt, vor dem Krieg gab es 197 Unternehmen der Lebensmittelindustrie. Bereits während der Kämpfe, praktisch in den fünf Jahren der Existenz unseres Staats, hat sich diese Zahl auf 237 erhöht. Es gibt jetzt mehr Betriebe der Lebensmittelindustrie als vor dem Krieg. Dies ist deswegen der Fall, weil die lokalen Produkte nachgefragt werden. Es ist weitaus richtiger und einfacher auf dem Territorium der Republik zu produzieren, als in den Ländern der eurasischen Union zu kaufen.
Zu Stirol: Alexandr Wladimirowitsch Sachartschenko hat die Anweisung über die Schaffung eines operativen Stabs zur Inbetriebnahme nicht umsonst gegeben, weil wir Ende des letzten Jahres in großem Maßstab mit der Arbeit zur Inbetriebnahme von Stirol begonnen haben. Zu diesem Stab gehören das staatliche Unternehmen „Donezkstandtmetrologija“, das staatliche Unternehmen „Donezker Elektrotechnisches Werk“, das staatliche Unternehmen „Jusowskij Metallfabrik“. Ihre Spezialisten haben die Fabrik wieder aufgebaut, und als wir zur Frage der Gewährleistung der Sicherheit kamen, haben wir das staatliche Komitee für Bergbau- und technische Aufsicht und das Zivilschutzministerium mit einbezogen. Wir planen, mit dem Zivilschutzministerium groß angelegte Übungen auf dem Territorium von „Stirol“ durchzuführen, um die Anstrengungen der beiden Ministerien, das staatliche Unternehmens zu konsolidieren und die Zusammenarbeit zwischen den Brigaden von Stirol und des Zivilschutzministeriums auszuarbeiten, um klar und operativ im Fall direkter Treffer von Seiten ukrainischer Truppen auf das Territorium des staatlichen Unternehmens reagieren zu können.

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