Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass und der Ukraine vom 24. Juni 2018

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru sowie ukrinform, ria.ru und sputnik
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Mptdnr.ru: Derzeit sind im staatlichen Unternehmen „Stirol“ die Wiederaufbauarbeiten der Massenproduktion, der Werkhallen und der Ausrüstung in vollem Gang. Es entstehen neue Arbeitsplätze – es werden Spezialisten eingestellt und das hießt, es besteht ein Bedarf an der Ausbildung junger Leute und der Wiederauffrischung der Kenntnisse erfahrener Fabrikarbeiter. Darüber, welchen Aufgaben die Führung des staatlichen Unternehmens dem Kollektiv des Ausbildungszentrums gestellt hat, berichtet dessen Leiter, Jurij Chodus:
– Im Auftrag der Führung des staatlichen Unternehmens „Stirol“ hat unser Ausbildungszentrum im Februar 2018 seine Arbeit wieder aufgenommen. Seit diesem Zeitpunkt haben wir begonnen, normativ-rechtliche Akte gemäß den Arbeitsschutzgesetzen der DVR auszuarbeiten, um Gruppen auszuwählen. Ich merke an, dass wir zuerst wirtschaftliche Fragen lösen mussten: das Gebäude wurde lange Zeit nicht genutzt, die Kellerräume waren überflutet, was sich natürlich auf den Zustand des gesamten Gebäudes ausgewirkt hat. Die vorrangige Aufgabe war es, diese Defizite zu beseitigen und die Einrichtung in einen ordentlichen Zustand zu bringen.
– Und wann wird das Zentrum mit der Auswahl von Schülern beginnen?
– Die erste Gruppe technischer Arbeiter hat Ende April dieses Jahres mit dem Studium im Programm „Allgemeine Fragen des Arbeitsschutzes“ gemäß dem bestätig
ten Unterrichtsplan begonnen. Unsere grundlegende Aufgabe ist es, die wieder eingestellten Spezialisten, die früher bei „Stirol“ gearbeitet haben, auszubilden. Deshalb wurde am 26. April die erste Gruppe solcher Mitarbeiter ausgewählt. Die nächste Etappe ist die Arbeit mit technischen Spezialisten, die bereits Arbeitserfahrung bei „Stirol“ haben, die ihr Wissen im Bereich des Arbeitsschutzes im Zusammenhang mit dem langen Stillstand des Unternehmens auffrischen müssen. Unsere Priorität ist es, dass alle Arbeiter der Fabrik gemäß den Anforderungen des Arbeitsschutzes und der Produktionssicherheit ausgebildet werden, damit sie ihre Rechte und Pflichten in Fragen des Arbeitsschutzes kennen. Und das Wichtigste ist, dass das bei uns erworbene Wissen ihnen bei der Arbeit nützt.
– Wie viele Gruppen werden zurzeit ausgebildet?
– Zwei. Eine besteht aus Ingenieuren, die ein Unterrichtsprogramm zur normativ-rechtlichen Akten zu Hubmechanismen durchlaufen. Die zweite Gruppe ist zu allgemeinen Fragen des Arbeitsschutzes. Sie besteht aus technischen Arbeitern.
– Und wie viele Personen durchlaufen die Ausbildung?
– In einer Gruppe sind 16, in der zweiten 30. Dabei muss angemerkt werden, dass drei Gruppen bereits einen Kurs nach dem Programm „Regeln der Organisation und der Sicherheit bei der Nutzung von Druckbehältern“ absolviert haben. An diesen Vorlesungen haben 24 Spezialisten teilgenommen, die mit Ballons und Gefäßen arbeiten, die unter hohem Druck stehen: solche haben wir bei der Ammoniak- und der Karbamid-Produktion. Hierzu gehören auch Schweißarbeiten. Am Ende des Kurses haben alle Teilnehmer eine Prüfung abgelegt.
– Findet eine Ausbildung für Operateure der Fernsteuerung der Ammoniak-Produktion statt?
– Ja. Wir haben die Aufgabe, Spezialisten auszubilden, die an den Fernsteuerungskonsolen arbeiten können. „Stirol“ wurde aus einer Reihe von Gründen seit 2013 stillgelegt, aber die Qualifikation von Operateuren muss einem bestimmten Niveau entsprechen. Diese Arbeit ist verantwortungsvoll, sie erfordert große Kenntnisse der Chemieproduktion, der Mechanik, der Computerprogrammierung. Auf der Basis der ersten Ammoniak-Werkhalle gibt es einen Ausbildungskurs, in dem der Unterricht mit jungen Spezialisten wieder aufgenommen wurde. Es handelt sich um einen ganzen DV-Trainingskomplex zur Ausbildung von Operateuren für die Ammoniak-Produktion. Er wird auch Simulator genannt. Es ist ein einmaliger Kurs. Wenn Gäste aus anderen Chemieunternehmen zu uns kommen, sind sie erstaunt, wie ernsthaft die Ausbildungsaktivitäten in unserer Fabrik laufen. Eine derartige Ausrüstung gibt es sonst einfach nirgends. Einige Jahre war dieser Kurs eingestellt. Wir haben ihn wieder aufgenommen, die Computerprogramme wieder in Betrieb genommen. Am 7. Mai wurde der Simulator überprüft und in Betrieb genommen und am 8. Mai haben die ersten Schüler bereits mit dem Unterricht begonnen. Der Unterricht läuft in zwei Schichten. Gemäß dem Plan nehmen jeden Tag vier Personen daran teil. Mehr Kapazitäten haben wir nicht. Eine Vergrößerung der Gruppen ist nicht empfehlenswert, denn der Unterricht am Simulator erfordert ein individuelles Herangehen, damit der Lehrer jedem jungen Spezialisten möglichst viel Aufmerksamkeit schenkt.
– Hat sich die Herangehensweise an die Ausbildung verändert und wenn ja, wie viel härter sind die neuen Regeln?
– Es muss gesagt werden, dass wir vollständig auf die normativ-rechtlichen Akte der DVR übergegangen sind, deshalb mussten wir in vielen Fragen von Null an mit der Arbeit beginnen, um die Anforderungen an die Dokumentation zu erfüllen, die uns das Komitee für Bergbau- und technische Aufsicht der DVR vorschreibt. Wir haben die Programme grundlegend verändert, die Anforderungen an die Fragen, das Ausbildungssystem, an das Lehrpersonal. Im Zusammenhang damit, dass das Unternehmen sich im Prozess der Inbetriebnahme befindet und bisher noch keine Produktion erfolgt, haben wir die Möglichkeit, ohne Verlust für die Produktion die besten Spezialisten aus den Werkhallen heranzuziehen, damit sie ihr Wissen weitergeben. Wenn man einen Vergleich anstellt, so wurden die Anforderungen an Arbeiten mit erhöhter Gefahr und an die Ausgabe von Zertifikaten verschärft. Jetzt gibt es im Vergleich zur Vergangenheit ein ernsthafteres Herangehen an das Lehrpersonal. Früher konnten wir Lehrer aus jedem Gebiet nehmen und jetzt nur vom Fach und mit mindestens drei Jahren Arbeitserfahrung. Ein Lehrer mit einem Mechanikdiplom unterrichtet in diesem Fach oder in einem Kurs zur Erhöhung der Qualifikation Arbeiter, die im mechanischen Bereich tätig sind, wie man sagt, an Technikspezialisten. Ein Elektriker führt Kurse zu den Anforderungen an die Elektrosicherheit durch. Ich merke an, dass wir solche Kader haben – es sind echte Professionelle mit großer Berufserfahrung. Dieses Herangehen erweist sich als richtig, weil unsere Fabrikarbeiter oft objektiver und fachkundiger sind als Lehrer von außerhalb, denn sie berücksichtigen die Spezifik der Ausrüstung bei „Stirol“ und das ist nicht wenig wichtig.
– Wie viele Gruppen planen Sie noch aufzunehmen?
– Die Gruppen werden entsprechend der Aufnahme von Mitarbeitern und der Notwendigkeit ihrer Ausbildung ausgewählt, ausgehend von den Anforderungen und Notwendigkeiten der Leiter der Fachabteilungen. Wie ich schon erwähnte, ist ein weiteres Gebiet die Ausbildung der wieder in der Fabrik eingestellten Arbeiter. Heute arbeiten bei uns im Zentrum drei Personen, es sind zwei Lehrer und ein Methodiker. Wenn das staatliche Unternehmen „Stirol“ in voller Kapazität arbeiten wird, so denke ich, dass wir die Möglichkeit haben werden, die Zahl der Lehrer zu vergrößern.
– Und wer gehört zur Prüfungskommission?
– Gemäß dem Erlass wurde in unsrer Fabrik eine Prüfungskommission gebildet, die das Recht hat, Prüfungen abzunehmen und entsprechende Zertifikate auszugeben. Die Kontrolle über diesen Bereiche führen Mitarbeiter der Abteilung für Arbeitsschutz aus und die Aufsicht Spezialisten der Bergbau- und technischen Aufsicht der DVR.

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