Presseschau vom 06.08.2017

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen  Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe. Meldungen
aus Sozialen Netzwerken sind violett gekennzeichnet.
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

 

vormittags:

de.sputniknews.com: US-Waffenlieferungen an Ukraine? Trumps Berater kommentiert:
Der Sicherheitsberater des US-Präsidenten, Herbert McMaster, hat sich gegenüber dem US-Nachrichtensender MSNBC zu Berichten über mögliche Lieferungen US-amerikanischer Waffen an Kiew geäußert.
Die USA leisteten der Ukraine bereits Unterstützung, so McMaster. Es liege im Interesse der USA, die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine zu erhöhen und dabei von den Bedürfnissen des Landes auszugehen, „um weitere Invasionen auf sein Territorium zu verhindern“.
Laut McMaster ist es nicht von Bedeutung, in welcher Form der Ukraine geholfen werde. Aber die US-Administration erwäge verschiedene Varianten einer Unterstützung.
„Die Frage ist, welche Unterstützungsform die Ukraine braucht, dabei aber unseren Interessen und dem gemeinsamen Wunsch entspricht, zu erreichen, dass Russland keine weiteren destabilisierenden Handlungen unternimmt“, so der Berater.
Wie der US-Fernsehsender NBC News am Freitag unter Berufung auf US-Beamte mitgeteilt hatte, empfahl das Pentagon dem Weißen Haus, Panzerabwehrkomplexe Javelin im Gesamtwert von rund 50 Millionen US-Dollar an die Ukraine zu liefern. Die Zeitung „The Wall Street Journal“ hatte zuvor geschrieben, dass das Verteidigungs- und das Außenministerium der USA einen Plan zur Lieferung von Abwehrraketen und anderen Waffen an Kiew erstellt hätten.
Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, betonte in seiner Stellungnahme zu diesen Informationen, dass alle Länder, vor allem diejenigen, die den Anspruch erheben, eine Rolle bei der Konfliktbeilegung zu spielen, Handlungen meiden sollten, die eine neue Spirale von Spannungen provozieren könnten.
Die USA beschuldigen Moskau weiterhin der Einmischung in die Angelegenheiten der Ukraine. Russland weist diese Beschuldigungen als unannehmbar und haltlos zurück.

Lug-info.com: Die Kiewer Truppen haben in den letzten 24 Stunden siebenmal die Positionen der Volksmiliz der LVR beschossen. Dies teilte die Verteidigungsbehörde der Republik mit.
Beschossen wurden die Gebiete von Slawjanserbsk, Molodoshnoje, Kalinowo, Shelobok und Logwinowo. Es wurde mit 120mm- und 82mm-Mörsern sowie Granatwerfern geschossen.
Zerstörungen von Gebäuden und Verletzte unter der Zivilbevölkerung oder den Soldaten gibt es keine.

 

Armiyadnr.su: In den letzten 24 Stunden haben die ukrainischen Streitkräfte 52-mal das Regime der Feuereinstellung verletzt. Von Seiten der ukrainischen Streitkräfte wurden die Gebiete von 20 Ortschaften der Republik mit Artillerie, Mörsern, Schützenpanzern, Schützenpanzerwagen, Granatwerfern und Schusswaffen beschossen.

 

nachmittags:

de.sputniknews.com: Italien verlor durch Russlands Gegenembargo Exporte für rund 12 Mrd. Euro – Experte
In erster Linie werden die Antwortmaßnahmen Russlands auf die Sanktionen seitens der Europäischen Union Italien treffen, wie der Präsident der Italienisch-Russischen Handelskammer, Rosario Alessandrello, gegenüber der Agentur RIA Novosti erklärte.
„Das russische Embargo schadet nicht den europäischen Unternehmen, insbesondere den deutschen. Vor allem wird es Italien Verluste bringen“, wird Alessandrello von der Agentur zitiert.
Er verwies darauf, dass die schwache Präsenz italienischer Unternehmen auf dem russischen Markt das Land im Vergleich zu Deutschland verwundbarer für Antwortmaßnahmen Russlands gemacht habe.
„Das italienische Business besteht aus kleinen und mittelständischen Unternehmen, die auf dem russischen Markt schwach vertreten sind, etwa 70 Unternehmen produzieren ihre Waren in Russland“, erzählte der Experte.
Laut Alessandrello ist der Lebensmittelsektor des Landes besonders betroffen.
„Italien hat bis jetzt wegen des russischen Gegenembargos elf bis zwölf Milliarden seiner Einnahmen aus dem Russland-Export und 200.000 Arbeitsplätze verloren. Man darf sich nicht daran gewöhnen, denn Italien braucht neue Märkte. Darunter ist der russische der nächste und wohl passendste für die Italiener“, ergänzte er.
Zuvor hieß es im russischen Außenministerium, Moskau betrachte die Entscheidung der EU, die Russland-Sanktionen zu erweitern, als einen „unfreundlichen und haltlosen Schritt“.
Die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen sind seit dem Ausbruch der Ukraine-Krise im Jahr 2014 nachhaltig belastet. Die EU und die USA haben die anfangs gegen natürliche Personen und einzelne Unternehmen verhängten Sanktionen auf ganze Sektoren der russischen Wirtschaft ausgedehnt. Russland reagierte mit Einschränkungen der Lebensmittelimporte aus jenen Ländern, die diese Sanktionen unterstützten.

 

Lug-info.com: Mitteilungen des offiziellen Vertreters der Volksmiliz der LVR Oberstleutnant Andrej Marotschko (Zusammenfassung mehrerer Meldungen):
Beschossen wurden die Postionen unserer Einheiten im Gebiet von Slawjanoserbsk, Molodjoshnoje, Shelobok, Logwinowo und Kalinowo insgesamt wurden auf das Territorium der Republik 37 Mörsergeschosse abgefeuert.
Zum Beschuss haben die ukrainischen Streitkräfte 120 und 82mm-Mörser, Granatwerfer und Schusswaffen verwendet.
Insgesamt haben die Kiewer Truppen in den letzten 24 Stunden siebenmal die Positionen der Volksmiliz der LVR beschossen.
Im Gebiet von Opytnoje ist der Soldat der ukrainischen Streitkräfte Ponamarenko am 22. Juli 2017 in betrunkenem Zustand mit einem Auto der Marke SIL auf den Fußgänger Kowal aufgefahren und ist dann vom Unfallort geflohen.
In der Folge des Verkehrsunfalls starb der Bürger Kowal vor Ort. 30 Minuten später fuhr Ponamarenko auf ein Auto der Marke „Renault Megan“ auf, diesmal gab es keine Opfer. Angesichts der Fehlens von Anzeigen von Verwandten des Toten hat das Kommando entschieden, den Fall vor der übergeordneten Leitung zu verheimlichen.
Wieder eingetroffene Soldaten der 10. Gebirgssturmbrigade der ukrainischen Streitkräfte befassen sich mit Plünderungen und ungesetzlicher Inbesitznahme von Wohnungen im Gebiet von Solotoje.
Die Zahl der Anzeigen gegen Soldaten der ukrainischen Streitkräfte wegen Plünderungen und Raum, die bei der bezirklichen Polizeiabteilung eingegangen sind, beträgt mehr als zwanzig.

 

de.sputniknews.com: Ukrainischer Botschafter will Scooter-Frontmann von DSDS-Jury ausschließen lassen.
Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrej Melnik, hat am Sonntag via Twitter die Produzenten der Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) aufgerufen, den Frontmann der Electro-Band Scooter, H. P. Baxxter, wegen dessen Krim-Besuchs von der Jury auszuschließen.
„Ich habe die Veranstalter der Castingshow DSDS dazu aufgefordert, H. P. Baxxter, der gegen die Gesetze eines anderen Staates grob verstößt, von der Jury auszuschließen“, schrieb Melnik in einem Twitter-Account.
Zuvor hatte sich Melnik an den Manager der Band Scooter mit der Bitte gewandt, ihren Auftritt auf der Krim abzusagen.
Wie berichtet wurde, hat die Ukraine nach dem Auftritt der Gruppe ein Strafverfahren gegen die Musiker wegen des Krim-Besuchs eingeleitet. Den Deutschen drohen nun acht Jahre Haft wegen der Verletzung der Einreiseregeln für Ausländer.
Die deutsche Band Scooter war am Freitag im Rahmen des Festivals ZBFest in Balaklawa aufgetreten. Frontmann H.P. Baxxter versprach nach dem Konzert, auf die Krim zurückzukommen. Wie er zuvor mitgeteilt hatte, reise seine Band nicht auf die Krim, um Politik zu machen, sondern weil sie dort viele Fans habe.

 

Armiyadnr.su: Bericht des stellvertretenden Kommandeurs der Streitkräfte der DVR Eduard Basurin:
Die ukrainische Seite verletzt weiter den Waffenstillstand.
In Richtung Donezk hat der Gegner großkalibrige Artillerie sowie Mörser und Schusswaffen verwendet. Auf 14 Ortschaften und die umliegenden Gebiete wurden vier Artilleriegranaten des Kalibers 122mm sowie 105 Mörsergeschosse des Kalibers 120mm und 42 des Kalibers 82mm abgefeuert. Am intensivsten wurden von Seiten der ukrainischen Streitkräfte das Gebiet des Flughafens, der Petrowskij-Bezirk von Donezk und der Jasinowataja-Bezirk beschossen.
In Richtung Mariupol hat der Gegner 50 Mörsergeschosse der Kaliber 120- und 82mm auf sechs Ortschaften und die umliegenden Gebiete abgefeuert sowie aktiv Granatwerfer und Schusswaffen eingesetzt.
In Richtung Gorlowka hat der Gegner mit Schützenpanzern und Schusswaffen geschossen.
Insgesamt wurden in den letzten 24 Stunden 52 Verletzungen des Regimes der Feuereinstellung von Seiten der ukrainischen Streitkräfte festgestellt.
Verluste unter den Verteidigern der Republik gibt es nicht.
Beim Beschuss von Oktjabrskij im Kujbyschewskij-Bezirk von Donezk durch die ukrainischen Streitkräfte wurden sieben Häuser in der Engels-, der Wachruschew- und der Timur-Straße beschädigt.
Um 13:00 Uhr wurden von den Positionen der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet von Samoshonje aus die Positionen der terroristischen Bande „Rechter Sektor“ im Gebiet von Pischtschewik mit Mehrfachraketenwerfern „Grad“ beschossen.
Im Zusammenhang mit der in der Zone der sogenannten ATO durchgeführten Pressetour unter Beteiligung einiger Journalistengruppen haben sich die Provokationen von Seiten der ukrainischen Streitkräfte vermehrt. Sie versuchen die Erwiderung des Feuers durch unsere Einheiten hervorzurufen und verletzen dabei grob den Waffenstillstand. Zum Zweck der Erzeugung gefälschter und gestellter Filmaufnahmen, angeblich „unter Feuer“, beschießen die ukrainischen Streitkräfte unsere Einheiten. Eine solche Lügenreportage über einen Kampf in Marjinka wurde von einem der ukrainischen Fernsehsender gesendet. Der klar inszenierte Fake ruft bei den Zuschauern nur ein Gefühl der Beleidigung aufgrund des unverhohlenen Betrugs hervor. Wir erwarten eine Fortsetzung dieser Serie über den angeblichen Kampfalltag der ATO-Teilnehmer, die an der Front nicht einmal einen Helm tragen, aber dabei schnell bei jedem verdächtigem Geräusch in den Unterstand fliehen. Das ist einfach nur zum Lachen!
Das Kommando der Spezialoperationskräfte der Ukraine setzt die Planung von Maßnahmen terroristischer Art fort. Nach uns vorliegenden Informationen findet in Kurachowo auf dem Territorium des ehemaligen Pionierlagers „Berjoska“ unter Leitung ausländischer Instrukteure die Ausbildung von Diversionsgruppen statt, die auf das Territorium der Republik geschleust werden sollen, um dort Terrorakte durchzuführen. Besondere Aufmerksamkeit wird in dem Ausbildungsprogramm für ukrainische Terroristen der Sprengstofftechnik und der Herstellung von Sprengeinrichtungen gewidmet.
Ukrainische Freiwillige, die sich hinter der Durchführung einer humanitären Mission für Soldaten der ukrainischen Streitkräfte verstecken, betreiben die Entwendung von Waffen und Munition aus der „ATO“-Zone, indem sie sie gegen gelieferte Lebensmittel, Uniformen und Drogen tauschen.
So haben Vertreter einer dieser Freiwilligenorganisationen einen günstigen Handel mit Soldaten der 53. mechanisierten Brigade in Artjomowsk durchgeführt und eine große Zahl von Granaten, Schusswaffen und dazugehöriger Munition aus der „ATO“-Zone abtransportiert.
Nach uns vorliegenden Informationen führt zur Zeit noch eine weitere Freiwilligenorganisation „Armija SOS“ Verhandlungen mit Soldaten der 28. mechanisierten Brigade über den Erhalt einer weiteren Waffenpartie.

 

de.sputniknews.com: Deutsche „Gralshüter des Globalismus“ gemeinsam mit Soros & Co. als Trumps Gegner
Die deutsche Politik und die deutschen Medien wünschen sich, dass Donald Trump als US-Präsident scheitert. Das macht der Politologe Erhard Crome in seinem neuen Buch deutlich. Er zeigt, warum das so ist und wie der angekündigte Kurswechsel in der US-Politik auch den deutschen Macht-Interessen zuwiderläuft.
„Deutsche Medien verschreien Trump unisono, seine politischen Positionen, seine Person. Das reicht von Spiegel und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bis hin zu TAZ und Neues Deutschland. So viel Übereinstimmung war nie und sollte stutzig machen.“ Das stellte der Politikwissenschaftler Erhard Crome fest und schrieb deshalb ein Buch über „Trump und die Deutschen“. Er warnt darin davor, dass „alles Psychologisieren, das die Politik Trumps aus seiner Psyche, aus seiner Kindheit usw. ableiten will, ins Nichts“ führe.
Die vom neuen US-Präsident zusammengestellte Regierungsmannschaft befinde sich „weitgehend außerhalb des Gefüges von Abhängigkeiten der üblichen Politiker von den Netzwerken jener Milliardäre, die bisher die globalistische Politik gelenkt und geschmiert haben“, stellt der Politologe klar. Jetzt habe „ein Flügel der herrschenden Klasse selbst und direkt die Macht übernommen, um den Kurs des Landes zu verändern“. Dagegen ist gerade Hillary Clinton ein Beispiel für jene bisher regierende abhängige Politiker-Kaste, die zudem „für eine Führungselite steht, der viele die Schuld am Irrweg der USA geben“, wie selbst Clinton-Sympathisant David Ignatius von der Zeitung „The Washington Post“ feststellte.
Soros und Co. benutzen Anti-Trump-Demonstrationen
Trump habe im Wahlkampf angekündigt, mit der Interventionspolitik der „Neocons“ brechen zu wollen, erinnert Crome. Deshalb – nicht seiner Sprüche wegen – sei er „immer hysterischer als Lügner, zum Amte ungeeignet und ‚gefährlich‘ für die USA bezeichnet“ worden. Der Politologe ergänzt allerdings zu Recht: „Ein Abschied von unaufhörlichem Interventionismus und Regime-Change-Kriegen … ist jedoch nicht identisch mit einer Friedenspolitik.“ Trumps Ankündigungen und erste außenpolitischen Aktivitäten ebenso wie der angekündigte aufgestockte Rüstungshaushalt stünden für die „Machtpolitik eines starken imperialistischen Staates“.
Allerdings liege in der innenpolitisch und wirtschaftlich orientierten „America first“-Logik kein militärisches Vorgehen gegen Russland. „Eine Verbesserung des Verhältnisses zu Russland konnte von der Gegenseite jedoch bislang verhindert werden“, stellt der Autor in dem im Juni erschienen Buch fest, was unter anderem durch die jüngsten US-Sanktionen erneut bestätigt wurde.
Crome meint: „Der Gleichklang der globalistisch neoliberalen Medien auf beiden Seiten des Atlantiks ist kein zufälliges Unisono, sondern verabredet.“ Das geschehe zum Beispiel über Institutionen wie die „Atlantik-Brücke“. Das deutsche Motiv dabei: „Wenn Trump ‚America First‘-Politik macht, kann Deutschland in seiner eigenen imperialen Politik nicht mehr sicher auf die Unterstützung der USA rechnen.“ Das führt zu erstaunlichen Allianzen: „Zwischen den Herrschenden und weiten Teilen der Bevölkerung waltet Einmütigkeit: Alle gegen Trump!“ Für Erstere sei das „äußerst bequem“: „Die Demonstrierer in den EU-Ländern haben einen Feind weitab.“
Die eigene Politik gerate dadurch ebenso aus dem Blickfeld und Linke würden ihre Kapitalismus-Kritik vergessen, betont der Politologe. Er macht darauf aufmerksam, wer zu den finanzstarken Unterstützern der Anti-Trump-Demonstranten gehört: George Soros, einer jener Finanzspekulanten, die von der Politik profitieren, welche Trump ändern möchte. Die „gutmeinenden Demonstrationen“ seien „die moralische Nebelwand, hinter der sich der gnadenlose Machtkampf innerhalb der herrschenden Klasse der USA um den künftigen Kurs des Landes abspielt“. Deutschland und die EU zeigten sich dabei „als Gralshüter des Globalismus“, „ganz im Sinne der Verabredungen zwischen Angela Merkel und anderen EU-europäischen Regierungen mit Obama vom November 2016“.
Verschweigen von Fakten und eigenen Interessen
Als Beispiel für die einseitige Position auch der deutschen Medien gegenüber Trump verweist Crome auf die Pressekonferenz des US-Präsidenten vom 16. Februar 2017. In den USA wie auch hierzulande sei nahezu einhellig berichtet worden, der Präsident habe die Presse beschimpft, gelogen und Fragen nicht beantwortet. Das von der Zeitung New York Times online veröffentlichte Wort-Protokoll zeige, worüber „ebenso einhellig nicht berichtet worden war“. So zum Beispiel darüber, dass Trump die Fragen über seine angeblichen russischen Verbindungen als „Trick“ bezeichnete und sagte, dass es gut wäre, wenn die USA und Russland zusammenkämen und Gemeinsamkeiten fänden. Eine Zuspitzung des Konfliktes zwischen beiden Nuklearmächten könnte zu einem „nuklearen Holocaust ohnegleichen“ führen, warnte er und sagte: „Wenn wir gute Beziehungen zu Russland hätten, wäre das eine gute Sache, keine schlechte Sache.“ Das war in hiesigen tonangebenden Medien nicht zu lesen oder zu hören. Nicht nur die deutsche Politik leidet anscheinend, sondern auch in den deutschen Großmedien „schwellen die Stoßgebete an, der ungeliebte Präsident möge doch von seinen innenpolitischen Feinden, den interventionistischen Globalstrategen, gestürzt werden“.
Für Crome gehört die neue deutsche Hegemonie in Europa zu den Hintergründen der aktuellen Auseinandersetzungen. Die wechselseitige Reserviertheit zwischen Trump und Merkel habe nur zu Tage treten lassen, „was objektiv längst bestand und durch die ostentative Freundlichkeit“ zwischen der Kanzlerin und Obama nur überdeckt worden sei: „Aus der Sicht der heute in diesem Lande herrschenden Kräfte liegt die strategische Zukunft Deutschlands gerade nicht in einem engen ‚Bündnis‘ mit den USA,“ sondern darin, die Zusammenarbeit zu nutzen, um die deutschen Interessen durchzusetzen. Das geschehe bei „gleichzeitiger Distanz zu dem zu erwartenden Scheitern einer gewaltförmigen Weltpolitik, wie sie die USA verkörpern.“ Allerdings wäre es „unklug für eine deutsche Regierung, die die Interessen der geo-ökonomischen Macht umsetzt“, das offen auszusprechen: „Für die maßgeblichen Kräfte in Deutschland war und ist klar, dass Streit mit den USA die globale Ausrichtung deutscher Wirtschaftsinteressen stört.“ Die eigenen Spielräume seien größer, wenn der schwächer werdenden Supermacht weiter das Gefühl vermittelt werde, sie führe weiter, erklärt Crome. Die Wahl Trumps habe aber die „antrainierten transatlantischen Gewissheiten“ der westdeutschen politischen Elite ins Schwanken gebracht. Sie wüssten nun nicht mehr so genau, „was die bisherige Vormacht so will“.
Eigener deutscher Politikwechsel als bessere Antwort
Vieles scheint seit der Wahl des neuen US-Präsidenten offener als zuvor, so das „vorläufige Fazit“ des Politologen. Deutschland sei eine „global relevante Macht“, die allerdings erneut an Bedeutung verliere, wenn sich die internationalen Auseinandersetzungen „wieder stärker auf Wettrüsten, regionale Kriege und die Drohung mit dem großen Krieg“ verlagern. Es könne den militärstrategischen Vorsprung der USA, Russlands und Chinas nicht aufholen, auch nicht im Verbund der von ihm dominierten EU, schätzt Crome ein. Diese könne nicht „in eine kriegsführungswillige Militärmacht“ verwandelt werden.
Doch genau das scheint derzeit angelaufen zu sein, unter dem Stichwort der „strategischen Autonomie“. „Trump verstärkt den Druck“, schreibt Crome am Ende seines Buches und schlägt als Alternative vor, „seinen Ansinnen nicht zu folgen“. Der eigene Rüstungshaushalt sollte nicht wie gefordert erhöht werden, sondern müsse gesenkt werden. Danach müsse die Bundeswehr wieder zu einer Verteidigungsarmee gemacht werden statt wie derzeit zu einer weltweit agierenden „Armee im Einsatz“. Dann könne Trump beim Wort genommen werden, dass die Nato obsolet geworden sei, und die USA aufgefordert werden, „alle Militärstützpunkte in Deutschland aufzugeben“.
Das sieht der Autor als bessere „deutsche Alternative“ zum derzeitigen US-Präsidenten und seiner Politik. Besser als eine analoge Machtpolitik mit verstärkter Aufrüstung, als „brave Gefolgschaft versus eigene Hegemonialpolitik“, sei „eine zivilisierte, auf Frieden, Zusammenarbeit, Abrüstung, eine zeitgemäße Klima- und ‚Entwicklungs‘-Politik orientierte Außen- und Europapolitik“.
Das klingt am Ende des analytischen Buches etwas nach Wunschdenken aus linker Perspektive. Es ist deshalb nicht falsch und verringert den Wert des Buches nicht. Dieser liegt mit darin, dass der Autor sich nicht scheut, ganz klar zu schreiben, dass die beschriebenen Vorgänge zu „Epoche des Imperialismus“ gehören, in der wir uns wieder befinden. Sein Buch ist hilfreich, um besser zu verstehen, was vor sich geht. Es ist dafür hilfreicher als die Bücher, die sich in psychologischen Erklärungen ergehen oder an der Oberfläche wischen, auch als die eifernden blinden Anti-Trump-Pamphlete jener, die sich für links halten und Autoren wie Crome gar als „Trump-Versteher“ glauben verleumden zu können.
Tilo Gräser

Armiyadnr.su: Dringende Mitteilung des Kommandos der Streitkräfte der DVR
Im Verlauf des Beschusses von den Positionen der 59. Panzergrenadierbrigade der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet von Samoshnoje auf die Kämpfer der terroristischen Organisation „Rechter Sektor“ im Gebiet von Pischtschewik in Richtung Mariupol wurden 40 Raketen abgeschossen. Danach hat die Artillerie des 59. Panzergrenadierbrigade eine Stunde lang provokativen Beschuss des Territoriums der DVR mit zwölf Granaten des Kalibers 152mm durchgeführt.
Im Verlauf dieses Beschusses wurden in Saporoshez in der Stepnaja-Straße sieben Wohnhäuser beschädigt, zwei zivile Einwohner erlitten ernsthafte psychische Traumata.

 

de.sputniknews.com: US-General schlägt Konkurrenz mit Moskau bei Militärübungen vor.
Der Brigadier General der US Air Force, John Healy, hat erklärt, dass Amerika und seine Bündnispartner sich in Richtung eines globalen integrierten Programms von „Verteidigungs“-Übungen bewegen und umfangreichere Manöver durchführen sollten, um „dem immer stärkeren Russland“ Konkurrenz zu bieten, schreibt die US-Zeitschrift „Newsweek“.
Die multinationale Koalition der Nato mit den USA an der Spitze führe angesichts der gestiegenen militärischen Aktivitäten Russlands „eine fast nicht aufhörende Serie von Übungen“ durch, erklärte laut der Zeitschrift in der vergangenen Woche Healy, der zudem bestrebt sei, zur Teilnahme an den Militärübungen eine noch größere Zahl westlicher Bündnispartner Washingtons zu gewinnen. Ihm zufolge könne die Durchführung umfassender Übungen von entscheidender Bedeutung sein, was die Überprüfung der Bereitschaft der Nato zu einem globalen Konflikt mit Moskau für den Fall betreffe, sollten die gegenwärtigen Spannungen dennoch in eine reale Konfrontation übergehen.
„Letztendlich gehen wir zu einem globalen integrierten Übungsprogramm, damit wir alle an ein und derselben Partitur im Rahmen kombinierter globaler Übungen arbeiten“, erklärte Healy.
Wie „Newsweek“ ferner schreibt, haben mehrere europäische Länder ihre ernsthafte Besorgnis darüber bekundet, was sie als „aggressive politische und militärische Schritte Russlands“ betrachten, besonders nach dem Ausbruch der Ukraine-Krise im Jahr 2014. Die USA hätten darauf mit dem Aufbau einer komplizierten Verteidigungsstruktur in Europa reagiert, die einen internationalen Raketenschutzschild, aber ebenso die im Baltikum stationierten Mehrzweck-Kampfkontingente umfasst, heißt es in dem Artikel.

Wpered.su: Pioniere und Komsomolzen Makejewkas übergaben den Soldaten der internationalen Brigade „Patnaschka“ humanitäre Hilfe und Zeichnungen
Im letzten Monat haben die Pioniere, Komsomolzen und Kommunisten von Makejewka parallel zur Sammlung von humanitärer
Hilfe für bedürftige Einwohner der Stadt eine Sammlung von Geld und Lebensmitteln für die Soldaten einer der Einheiten der legendären internationalen Brigade „Pjatnaschka“ gesammelt.
Die Sammlung von Unterstützung für die Soldaten wurde auf Initiative des Makejewer Stadtkomitees des Leninschen Komsomol der DVR begonnen
und aktiv von der Pionierorganisation, den Kommunisten und örtlichen Einwohnern unterstützt. Im Verlauf eines Monats haben die jungen Leute Altpapier gesammelt und an den Sammelpunkten abgegeben und konnten so einiges Geld zusammenbringen. Einen großen Beitrag zur Beschaffung der humanitären Hilfe leisteten gleichgesinnte Komsomolzen aus Moskau und das Zentralkomitee der KP der DVR. Besonderen Dank spricht das Makejer Stadtkomitee des Leninschen Komsomol der DVR den Einwohnern der Stadtbezirke „Sewernyj“, „Shelesnodorohsnjy“, „Schachtjorskij“, dem Makejewer städtischen Lyzeum Nr. 1 für die geleistete Hilfe aus.
Insgesamt konnten in der genannten Zeit 8 kg Tee, einige
Kilogramm Zucker, Buchweizengrütze, Nudeln, einige Dosen Büchsenfleisch, 9 Stangen Zigaretten sowie Süßigkeiten für die Soldaten gesammelt werden. Die jungen Pioniere übergaben auch Zeichnungen, die sie für die Verteidiger der Heimat gezeichnet hatten.
Während eines Besuches im Truppenteil sprach der erste Sekretär des ZK der KP der DVR, der Vorsitzende des Obersten Sowjets der DVR vom 23. Juli bis 14. November 2014, ein
er der Autoren des Aktes über die Souveränität der DVR, Boris Litwinow, der erläuterte, wie wichtig es ist, heute die Donezker Volksrepublik zu verteidigen, sowohl an der militärischen als auch an der zivilen Front. Er sprach auch über das Bestreben der Kommunisten der DVR mit patriotischen Organisationen, allen Bewegungen, Gesellschaften, die unsere gemeinsamen Ziele und Aufgaben unterstützten, zusammenzuarbeiten.
Gemeinsam mit Boris Litwinow kamen der erste Sekretär des Makejewker Stadtkomitees Anton Sajenko und die Pädagogin und Organisatorin des Kinder- und Jugendcklubs „Gajdarowez“, eine der Leiter der Pionierorganisation von Makejewka Emma Karapetowa, die an der Sammlung der humanitären Hilfe beteiligt waren, zu den Soldaten. Anton Sajenko und Emma Karapetowa wünschten den Soldaten, stark
und mutig zu bleiben, ihre Heimat zu lieben und ihre Interessen zu verteidigen.

de.sputniknews.com: Peking will Kooperation mit Moskau festigen – „unabhängig von internationaler Lage“.
Die Außenminister Russlands und Chinas, Sergej Lawrow und Wang Yi, haben bei einem Treffen am Rande des ASEAN-Gipfels im philippinischen Manila ihre Absicht bekräftigt, die bilaterale strategische Kooperation auch weiterhin auszubauen. Das teilte der Pressedienst des chinesischen Außenministeriums am Sonntag mit.
„Die beiden Seiten haben sich verpflichtet, weiter einander als vorrangige internationale Richtungen zu betrachten, unabhängig davon, ob sich die internationale Situation ändert, sowie das strategische Zusammenwirken, das gegenseitige Vertrauen, die Unterstützung und allseitige Zusammenarbeit zu vertiefen“, sagte Wang Yi.
Ihm zufolge ist sein Land bereit, mit Russland bei der Vorbereitung des Treffens der Spitzenpolitiker beider Länder im Rahmen des im September bevorstehenden Gipfels der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) im chinesischen Xiamen eng zu kooperieren.
Zuvor hatte Lawrow mitgeteilt, dass ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem Vorsitzenden der VR China Xi Jinping für September anberaumt sei.
Wie der russische Fernost-Experte Alexander Lomanow in einem Interview mit der Föderalen Business-Agentur (FBA) „Ekonomika Segodnja“ („Wirtschaft heute“) sagte, betrachtet die chinesische Seite die neuen antirussischen Sanktionen als eine Chance, die Beziehungen zu Russland auszubauen.
Der ASEAN-Gipfel findet vom 6. bis zum 8. August in Manila statt. Dem Verband Südostasiatischer Nationen gehören Thailand, Indonesien, Malaysia, Brunei, die Philippinen, Myanmar, Laos, Vietnam, Kambodscha und Singapur an.

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