Neuigkeiten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 16. Juli 2017

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru sowie ria.ru
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Mptdnr.ru: Am 11. Juli besuchte der Minister für Industrie und Handel der DVR Alexej Granowskij das staatliche Unternehmen „Dokutschajewsker Gesteinskombinat“.
Bei dem Treffen mit dem Arbeitskollektiv waren außer dem Minister auch der Bürgermeister von Dokutschajewsk Alexandr Katschanow und die stellvertretende Leiterin des Exekutivkomitees der Gesellschaftlichen Bewegung „Donezkaja Respublika“ Olga Posdnjakowa anwesend. Während des Austauschs mit den Mitarbeitern des Unternehmens wurden Probleme und Perspektiven der Arbeit des Dokutschajewsker Gesteinskombinats behandelt.
Der Direktor des Unternehmen, Iwan Fomitschew, teilte mit, dass nach Einführung der äußeren Leitung im Kombinat alle Mitarbeiter wieder eingestellt wurden, die zuvor von der Aktiengesellschaft „Dokutschajewsker Gesteinskombinat“ entlassen worden waren. „Trotz des nicht endenden Beschusses von Seiten der ukrainischen Streitkräfte fördert das Kollektiv des staatlichen Unternehmens ‚Dokutschajewsker Gesteinskombinat‘ weiter Rohstoffe für die Bauindustrie der DVR. Es gibt Lieferungen in die Jenakiewer Metallfabrik und die Amwrosiewker Zementfabrik“, teilte Iwan Fomitschew mit.
Seinerseits dankte Alexej Granowskij allen Mitarbeitern des Gesteinskombinats dafür, dass es dank ihrer Hartnäckigkeit gelungen ist, das Unternehmen zu erhalten und es schrittweise auf ein neues Produktionsniveau zu heben. „Dank des Engagements des Kollektivs ist es eurem Kombinat gelungen zu überleben. Die vorherigen Inhaber haben faktisch einen ‚Schlusspunkt‘ für das Kombinat gesetzt und wenn nicht Ihre Hartnäckigkeit und Initiative gewesen wäre, so hätte die einmalige Produktionseinrichtung vielleicht die Arbeit endgültig eingestellt. Jetzt aber, nach Einführung der äußeren Leitung der Republik, ist in dem Kombinat die Arbeit wieder aufgenommen worden“, sagte Alexej Granowskij.

 

Mptdnr.ru: Am 14. Juli besuchte das Oberhaupt der DVR Alexandr Sachartschenko das Leichtindustrieunternehmen „Sneshnojer Textilfabrik „Sneshnika“ AG“.
Das Oberhaupt der DVR wurde von den stellvertretenden Vorsitzenden des Ministerrats der DVR Dmitrij Trapesnikow und Alexandr Timofejew, vom Minister für Industrie und Handel der DVR Alexej Granowskij und dem Direktor des Unternehmens Michail Kurjanskij begleitet.
Das Republikoberhaupt unterhielt sich mit dem Arbeitskollektiv der Fabrik und dankte den Mitarbeitern dafür, dass sie das Unternehmen unter Kriegsbedingungen erhalten konnten. „Ich bin angenehmen überrascht, dass das Unternehmen erhalten wurde und über den ganzen Krieg hinweg funktioniert hat. Sie verstehen sehr gut, dass wir jetzt einen Staat unter Bedingungen der ökonomischen Blockade von Seiten der Ukraine aufbauen. Aber wir tun alles und Mögliche und werden dies weiter tun, um die Fabrik mit Arbeit zu versorgen. Heute habe ich schon eine Bestellung über 150 Uniformsätze aufgegeben“, sagte Alexandr Sachartschenko.
Alexej Granowskij merkte an, dass die Produkte der Sneshnojer Textilfabrik erfolgreich die Kontrolle des staatlichen Unternehmens „Donezkstandartmetrologija“ durchlaufen hat. „Die Fabrik hat am 23. Juni dieses Jahres das Zertifikat „Standard des Donbass“ erhalten, was bestätigt, dass die Produkte den Normen der Republik entsprechen“, sagte Alexej Granowskij.
Nach den Worten des Direktors von Sneshnika werden in dem Unternehmen nur hochwertige Rohstoffe verarbeitet. „Die Fabrik arbeitet nur mit zertifizierten Materialien, die in der RF bestellt werden. Wir arbeiten mit namhaften Erzeugern zusammen, die mehrfach die hohe Qualität ihrer Produkte bewiesen haben“, unterstrich Michail Kurjanskij.
Im Ergebnis des Besuchs wies das Republikoberhaupt Alexandr Sachartschenko die Leitung des Unternehmens an, die Löhne für die Arbeiter zu erhöhen, gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisten und zusätzliche Absatzmärkte für die Produkte zu finden. Alexandr Sachartschenko erklärte auch, dass alle Schuluniformen für die Kinder der Republik in diesem Unternehmen genäht werden.
Wir fügen hinzu, dass die Sneshnojer Textilfabrik auf die Produktion eines ganzen Sortiments von Kleidung für Frauen, Männer und Kinder spezialisiert ist: Blusen, Röcke, Kleider, Hosen und anderes. Außerdem werden in dem Unternehmen Spezialaufträge durchgeführt – Tarnuniformen, Spezialkleidung für den Kohlebergbau und Maschinenbaubetriebe, Kleidung für das Zivilschutzministerium und für das Gesundheitswesen.

 

Lug-info.com: Der Donbass findet alternative Energiequellen und neue Absatzmärkte entgegen der unter Beteiligung von Rinat Achmetow organisierten Handels- und Energieblockade. Darüber schreibt das Portal „Luganskij Telegraf“.
Im Ergebnis von drei Jahren Krieg im Donbass, heftigem Artilleriebeschuss und unvorstellbaren Zerstörungen hat die Infrastruktur der Betriebe, die zum Geschäftsreich des Rinat Achmetow gehören, nicht ernsthaft gelitten. Und in der Mehrheit der Fälle ist sie ganz unberührt geblieben. Mehr noch, sie haben normal gearbeitet und dem Oligarchen stabil Profit gebracht.
Rinat Achmetow war viele Jahre der Herr der Ökonomie des Donbass, von Kohlebergwerken, Stahlkombinaten, Elektro- und Wärmestationen. Die Frontlinie, die den Donbass teilt, hat auch sein Wirtschaftsimperium geteilt.
Seit Februar 2017 kamen die Unternehmen, die Achmetow gehörten, in Folge der Blockade des Donbass durch nationalistische Bataillone zum Stillstand. Es sind die Jenakiewer und die Makejewer Metallfabriken, das Unternehmen „Krasnodonugol“, die Altschewsker Metallfabrik. Aber wem ging es dadurch schlechter? Heute sind diese Unternehmen unter äußere Leitung gestellt und die Mehrheit von ihnen arbeitet weiter. Aber sie füllen nicht die Taschen des Oligarchen, sondern die Haushalte der Republiken.
So hat sich erwiesen, dass ihr Stillstand nicht für die LVR und DVR katastrophal war, wie das möglicherweise Achmetow und seine Mitstreiter in der Ukraine erwartet haben, sondern für die Ukraine selbst. Die Blockade des Donbass hat schon dazu geführt, dass in der gesamten Ukraine der Notstand ausgerufen wurde. Die ukrainische industrielle Apokalypse reift heran.
Aber das ist für Achmetow wenig, weil beliebige Kosten für den Oligarchen lachhaft sind und beliebige Methoden akzeptabel. Als die Blockade zu einem Verlust der Kontrolle über die Mehrheit der Unternehmen im Donbass, die Achmetow gehörten, führte, hat er sich eine neue Sache überlegt. Und wir haben Probleme mit der Lieferung von Strom in den Donbass. Und wer hat die Hebel für die Koordination dieser Lieferungen in der Hand? Richtig, Achmetow. Nur ist auch das nicht gelungen. Die LVR ist auf alternative Energiequellen übergegangen und hat ihre Selbständigkeit und Unabhängigeit von der Oligarchie gezeigt.
Dmitirij Gusew, Maschinist einer Bergbaumasсhine des Barakow-Bergwerks des Unternehmens „Krasnodonugol“ berichtete:
„Das Wichtigste ist, was die äußere Leitung über die Unternehmen den Arbeitern der ehemaligen Bergwerke von DTEK gegeben hat, ist die Gewissheit. Über drei Jahre hinweg konnte niemand die Situation endgültig lösen – ein ukrainisches Unternehmen, dass einem ukrainischen Oligarchen Profit bringt, Steuern in die ukrainische Kasse zahlt, arbeitet auf dem Territorium der LVR. Mehr noch, während keine Kopeke in die Kasse der LVR floss, wurde auch noch von unseren Löhnen eine Steuer „für die ATO“ eingezogen, das heißt zur Unterstützung genau der Personen, die mit der Waffe in der Hand in unser Heimatland gekommen sind. Heute können wir mit Stolz sagen, dass die Arbeit der Vereinigung „Krasnodonugol“ regelmäßige Einkünfte in den Haushalt unserer Republik bringt – das sind Renten für unsere Eltern, die Arbeit von Schulen und Hochschulen für unsere Kinder, Krankenhäuser für alle – das ist Entwicklung, sowohl unserer Heimatstädte als auch der LVR im Ganzen. Und Gott sei Dank, dass weder Achmetow noch andere Oligarchen mehr Herren über die Unternehmen sind, die dem Volk und den Arbeitskollektiven gehören“.
Natürlich hat Achmetow nicht aufgehört und sich nicht ergeben – für ihn gibt es nichts Wichtigeres als den eigenen Profit, ja und seinem Freund Poroschenko hat er Hilfe beim Genozid der Bevölkerung des Donbass versprochen. Aber dennoch gibt es die Überzeugung, dass jeder seiner Schritte nicht den jungen Republiken schadet, sondern sich mit noch mehr Kraft gegen ihn selbst wendet.

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