Zahlen und Fakten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 09. Juli 2017

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru sowie ria.ru
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Mptdnr.ru: Der Direktor des staatlichen Unternehmens „Stirol“ Maxim Tschepak hat in einem Interview mit dem Pressedienst des Ministeriums für Industrie und Handel der DVR berichtet, wie die Dinge in dem staatlichen Unternehmen derzeit stehen und wie die Perspektiven sind.
Maxim Wiktorowitsch, über welches Produktionspotential verfügt das staatliche Unternehmen „Stirol“ derzeit?
Derzeit funktioniert im staatlichen Unternehmen „Stirol“ eine Reihe von grundlegenden und unterstützenden Einheiten. Grundlegend ist die Werkhalle zur Produktion von Polymererzeugnissen, die Einmaltrinkbecher herstellt. Bei dem unterstützenden Bereich gibt es die Werkhalle zur Neutralisierung und Reinigung von Industrie- und Abwasser. Sie reinigt Abwässer sowohl des Unternehmens als auch eines Teils des Wohngebiets des Kalinskij-Bezirk von Gorlowka. Außerdem arbeitet eine unterstützende Stromversorgungseinrichtung, von der nicht nur „Stirol“ versorgt wird, sondern mit einem Teil des Stroms auch die Bevölkerung von Gorlowka.
Welche Prioritäten hat das staatliche Unternehmen? Sind Änderungen in der Sortimentspolitik der Fabrik zu erwarten?
Derzeit ist unsere Hauptpriorität die Vorbereitung der Inbetriebnahme der Abteilung für Einmalverpackungen und Geschirr der Werkhalle zur Produktion von Polymererzeugnissen. Das ist das, was wir in der nächsten Zeit planen. Sie wird mit angelieferten Rohstoffen arbeiten. Weiter planen wir die Inbetriebnahme der Werkhalle zur Produktion von Polystyrolen. Die Frist ist hier das dritte Quartal dieses Jahres. Die technische Dokumentation ist schon bereit, jetzt läuft die Bearbeitung der Frage der Lieferung des grundlegenden Rohstoffs Styrol. Er wird in Russland gekauft werden. Parallel arbeiten wir an einer Karte der Verbraucher unserer Produkte. Übrigens werden wir nach der Inbetriebnahme dieser Abteilung einen Teil des Polystyrols mit unseren eigenen Kapazitäten weiterverarbeiten können, in der Werkhalle zur Produktion von Polymererzeugnissen.
Wie ist derzeit die Lage mit den Kadern in Ihrem Unternehmen?
Derzeit arbeiten in unserem staatlichen Unternehmen 511 Menschen. Wie ich schon angemerkt habe, steht vor uns die Aufgabe, die Polystyrolproduktion in Betrieb zu nehmen, woran neben der Werkhalle selbst auch einige unterstützende Einheiten beteiligt sein werden. Das sind die Bereiche der Wasserversorgung, der Wasservorbereitung, der Dampfkesselbereich, der Gastrennungsbereich, die Reparaturdienste: Mechaniker, Verladedienste, Elektriker, Laboranten. Dazu wird zusätzliches Personal benötigt. Entsprechend des Zeitplans zur Inbetriebnahme werden planmäßig Spezialisten eingestellt werden.
Nehmen wir an, die Frontlinie bewegt sich weg, es gibt Bestellungen, die Finanzmittel nehmen zu. Wird es gelingen, alle Arbeiter in die Fabrik zurückzuholen? Wahrscheinlich haben schon viele andere Arbeit gefunden.
Die Großgeräte für die Produktion der Produkte, die zu unserem Profil gehören – Handelsammoniak, Karbamid, Salpeter – werden wir natürlich wieder in Betrieb nehmen können. Derzeit ist diese gesamte Ausrüstung konserviert. In den Jahren es Konflikts wurde an keinem Tag aufgehört, die Werkstätten in arbeitsfähigem Zustand zu halten. Alle, die „Stirol“ gerettet haben, die es für die Republik bewahrt haben, sind wirkliche Helden. Und wir werden alles uns Mögliche tun, damit, wenn der Konflikt beendet ist – denn dies wird früher oder später geschehen – wir die Großproduktion wieder in Betrieb nehmen können.
Natürlich braucht man dazu Zeit und Ressourcen. Ich spreche nicht nur von Geld. Aber wir müssen alles dafür tun, um unsere Arbeiter nach Gorlowka zurückzubekommen, selbst wenn sie die Republik verlassen haben. Das wird unsere Priorität sein.
Wie viel Zeit wird es etwa in Anspruch nehmen, den Betrieb der Hauptproduktion zu organisieren?
Alles hängt davon ab, welche Aufgabe wir haben werden, denn bei „Stirol“, das müssen Sie wissen, gibt es drei Werkhallen zur Produktion von Ammoniak, zwei für die Produktion von Karbamid und eine für Ammoniaksalpeter. Stellen Sie sich vor, welchen Umfang das hat. Wenn man über reale Zeiträume spricht, so benötigen wir bei maximaler Konzentration der Kräfte aller interessierten Seite, dem Vorhandensein von Spezialisten, Material und Mitteln sechs Monate bis ein Jahr, um die Großgeräte wieder in Betrieb zu nehmen und Dünger zu erzeugen.

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