Zahlen und Fakten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 01. Juli 2017

Quellen: offizielle Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru sowie ria.ru
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Mptdnr.ru: In der letzten Woche, am 20. Juni, wurde im staatlichen Unternehmen „Charzysker Stahlseilfabrik Silur“ nach langem Stillstand die Arbeit der letzten Werkhallen im technologischen Kreislauf wieder aufgenommen. Heute möchten wir erfahren, wie die Lage in der Fabrik aussieht und haben mit dem Direktor des Unternehmens Iwan Iwanzewgesprochen.
Iwan Iwanowitsch, sagen Sie, wie haben sich die Kontakte mit ausländischen Partnern entwickelt, unter anderem aus der RF, gibt es schon nachhaltige Verbindungen?
Die Wiederaufnahme der Produktion ist immer damit verbunden, dass in der Zeit des Stillstands Verbindungen zu Abnehmern verloren gehen. Um neue Partner zu finden und auf den Markt zurückzukehren, ist Zeit nötig. Aber weil die hohe Qualität unserer Produkte in Russland gut bekannt sind, ist es uns gelungen, die Kontakte mit vielen unserer Partner wieder aufzunehmen und neue in den Ländern der GUS zu finden. Es muss angemerkt werden, dass dieser Prozess niemals endet, denn von der Zahl der Bestellungen hängt das Leben des Unternehmens ab.
Und wie sieht die Lage mit dem Absatz jetzt aus? Vergrößert sich mit der Inbetriebnahme neuer Werkhallen das Sortiment der Produkte, sind dafür Verträge abgeschlossen worden?
Wir haben die Produktion von Stabilisierungssträngen und -drähten für Armaturen in der Stahldrahtproduktion Nr. 2 und in der Stahlnetzhalle reanimiert. Dies hat es uns erlaubt, den Umfang der Produktion im Juni im Vergleich zum Mai 2017 gleich auf das Dreifache zu erhöhen, sowohl materiell als auch finanziell. Das Sortiment unserer Produkte hat sich im Juni verdoppelt, es wurden zwei neue Arten von Stahlseilen herausgegeben, die die Fabrik vorher nicht produziert hat. Es handelt sich um nicht auseinandergehende geschlossene Seile und Drähte, die als Kerne für optische Faserleitungen dienen. Zurzeit schließen wir für diese Produkte auch Verträge ab.
In Ihren Interviews hören wir oft Ausdrücke wie „unsere Arbeiter“, „unser Personal“. Welche Priorität haben in Ihrem Unternehmen die Menschen?
Die Menschen sind der größte Wert der Fabrik. Über fast 70 Jahre hinweg wurden Traditionen von Generation zu Generation weitergegeben, die von den ersten Seilern unserer Fabrik begründet wurden – die Produkte müssen die qualitativ besten sein, es muss kreativ gearbeitet werden und man muss sein Wissen an die Jugend weitergeben. Deswegen ist es der Fabrik gelungen, die Produktion schnell wieder aufzunehmen und Käufer für die Produkte in der DVR, der LVR und der RF zu finden. Besonders möchte ich den Werktätigen der Fabrik danken, die im Winter, als die Fabrik nicht gearbeitet hat, mutig alle Schwierigkeiten überstanden haben und in ihre Fabrik zur Arbeit zurückgekehrt sind.
Ist das Personal des Unternehmens bereits vollständig oder werden noch Mitarbeiter eingestellt?
Im Zusammenhang mit der Ausweitung und Vergrößerung des Umfangs der Produktion holen wir täglich die nötigen Spezialisten zurück. So waren am 27. April, als die Fabrik begann, in vollem Umfang zu arbeiten, 352 Menschen beschäftigt, am 20. Juni arbeiteten hier schon 738 Menschen und heute sind es 748. Außerdem arbeiten in der Fabrik etwa 40 Menschen, die über das städtische Arbeitsamt hierhin gekommen sind. Einstellungen werden auch weiterhin stattfinden.
In der letzten Woche hat ein Mitarbeiter Ihres Unternehmens eine Lohnabrechnung ins Internet gestellt, wo ein Arbeitslohn von 1900 Rubel angegeben wurde. Können Sie diesen Fall kommentieren?
Ja, tatsächlich gab es diesen Fall. Aber ich will gleich sagen, dass man vor allem die Aufmerksamkeit auf die Arbeitsstunden lenken muss, dort waren 84 Arbeitsstunden angegeben, was 7 Arbeitsschichten sind. Warum so wenig? Dies erklärt sich dadurch, dass der Mitarbeiter nach der Einstellung 7 Schichten gearbeitet hatte, dann hat er auf eigenen Wunsch aufhören und abrechnen wollen, weil er mit seinen Aufgaben nicht zurecht gekommen ist. Diese Person hat auch zuvor mehrfach in der Fabrik für kurze Zeiten gearbeitet und immer auf eigenen Wunsch gekündigt. Warum er so etwas ins Netz stellt? Das kann ich nicht beantworten.
Und wie sieht im Ganzen die Lage bei der Zahlung der Löhne aus?
Im April, zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Unternehmens, hatten wir einen Rückstand von zwei Monaten bei den Lohnzahlungen. Jetzt gibt es keine Rückstände und allen Arbeitern wird im Juni gemäß den Prämienregelungen auch eine Prämie aufgrund der Arbeitsergebnisse ausgezahlt.
Bei jeder Sache werden professionelle Mitarbeiter benötigt. Sagen Sie, inwieweit Sie mit dem Level der Professionalität in Ihrem Unternehmen zufrieden sind? Stellen Sie Jugendliche ein?
Der Hauptkern des Arbeitskollektivs, sowohl der Arbeiter als auch des technischen Personals sind professionell auf hohem Niveau, die nicht erst seit zehn Jahren bei Silur arbeiten. Dank dessen ist in der Fabrik eine Tradition entstanden, die es erlaubt, Produkte hoher Qualität zu erzeugen und Partner nicht nur in der DVR, sondern auch in Russland zu haben.

Mptdnr.ru: Heute, am 29. Juni, fand im Ministerium für Industrie und Handel eine Sitzung des Koordinationsrats zur Entwicklung des industriellen Komplexes der DVR statt.

An der Veranstaltung nahmen der Minister für Industrie und Handel Alexej Granowskij, der stellvertretende Minister für Bauwesen und Kommunalwirtschaft Roman Misewitsch, der Direktor der Industrieabteilung des Ministeriums für Industrie und Handel Ruslan Nong, der Leiter der Abteilung für Bau- und Nichtmetallmaterialien Andrej Micahltschuk, der stellvertretende Bürgermeister von Dokutschajewsk Ruslan Dolbatschew, der Direktor des staatlichen Unternehmens „Dokutschajewsker Gesteinskombinat“ Iwan Fomitschew, der Direktor des staatlichen Unternehmens „Technologisches Projekt- und Konstruktionsinstitut“ Wladimir Kytkin und der stellvertretende leitende Ingenieur des kommunalen Unternehmens „Woda Donbassa“ Iwan Shukow teil.
Auf der Tagesordnung stand die Erörterung eines Maßnahmeplans zur Ausarbeitung und Realisierung eines Projekts zur Nutzung von Wasserressourcen, die aus den Entwässerungssystemen der Steinbrüche des staatlichen Unternehmens „Dokutschajewsker Gesteinskombinat“ stammen.
„Im Zusammenhang mit der vorhandenen Gefahr einer teilweisen Einstellung der Wasserversorgung der Städte und Bezirke der DVR über den Kanal „Sewerskij Donez – Donbass“ von Seiten der Ukraine hat die Frage der Effektivität der Nutzung der vorhandenen Quellen für Wasser für die Industrieunternehmen eine besondere Wichtigkeit. Besonders ernst betrifft dieses Problem Dokutschajewsk, unter anderem die Nutzung der Entwässerungssysteme der Steinbrüche in den internen Wasserversorgungssystemen des staatlichen Unternehmens „Dokutschajewsker Gesteinskombinat“ als Trinkwasserquelle für die Republik“, sagte Alexej Granwoskij.
Iwan Fomitschew teilte mit, dass eine solche Praxis bereits erprobt ist: „So ist am 11. Juni dieses Jahres aufgrund von Beschädigungen die Stromversorgung der Filterstation „Welikoanadolskaja“ die Dokutschajewsk versorgt, unterbrochen worden. Durch die Kräfte des Dokutschajewsker Gesteinskombinats wurde am nächsten Tag, am 12. Juni, Wasser am Abschnitt der zweiten Ebene des Wasserwerks „Majka“ in die Stadt gegeben, wo es eine Kläranlage gibt“.
Im Ergebnis der Sitzung des Koordinationsrats wurde die Entscheidung über eine weitere Zusammenarbeit des staatlichen Unternehmens Dokutschajewsker Gesteinskombinat mit den Ministerien, Behörden und Diensten der Republik in der Ausarbeitung und Realisierung eines Projekts der Wasserversorgung von Städten und Ortschaften der DVR auf der technischen Basis des Dokutschajewsker Gesteinskombinats getroffen.

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