Zahlen und Fakten aus der Wirtschaft der Volksrepubliken des Donbass vom 02. Juni 2017:


Quellen: die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken, dan-news, lug-info, dnr-online.ru, mptdnr.ru sowie ria.ru
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Dnr-online.ru: Bericht des Ministeriums für ökonomische Entwicklung der DVR über die Entwicklung der Ökonomie der Republik in den ersten vier Monaten 2017
Die ökonomische Situation in der Republik in den Monaten Januar bis April 2017 ist im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum durch eine Zunahme einzelner Arten von Industrieproduktion, der landwirtschaftlichen Produktion, darunter der grundlegenden Viehzuchtbereiche, des Warenexports, des Einzelhandelsumsatzes, der Güter- und Passagierverkehrs gekennzeichnet.
Der größte Anteil (32,4%) der umgesetzten Produktion entfällt auf die Produktion, Übertragung und Verteilung von Strom, 14,7% auf die Metallindustrie, 14,4 % auf die Produktion von Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren, 13,1% auf die Steinkohleförderung, 7,8% auf die Produktion von Koks und auf die Erdölverarbeitung, 1,6% auf die Produktion von Gummi- und Kunststoffprodukten und andere nichtmetallische Mineralprodukte, 1,1% auf die Produktion der holzverarbeitenden und polygrafischen Industrie, 1,1% auf den Maschinenbau, 0,6% auf die Chemieindustrie.
Vom Gesamtumfang des Umsatz von Industrieprodukten von Januar bis April entfallen 20,1% auf Zwischenprodukte, 1,5% auf Investitionswaren, 13,6% auf Verbrauchswaren zur kurzfristigen Nutzung, 0,1% auf Verbrauchswaren zur langfristigen Nutzung, 64,7% auf Energie.
Eine Zunahme der Produktion kann in folgenden Bereichen festgestellt werden:
– fördernde Industrie: Kohleförderung – um 6,4%;
– weiterverarbeitende Industrie: Schweinefleisch – um das 2,8fache, Geflügelfleisch – um 54,3%, Wurstwaren – um 18,8%, nicht raffiniertes Sonnenblumenöl – um das 7,5fache, Joghurt und weitere Milchprodukte – um 53,6%, Süßgebäck und Waffeln – um 46,6%, Lebkuchen und ähnliche Produkte – um das 2,2fach, Süßwaren – um das 7fache, Verpackungen aus Papier und Karton – um das 3,5fache, Kunststoffgrundprodukte – um 27,7%, Waschmittel – um 43,2%, pharmazeutische Produkte – um das 7,6fache, Verpackungsmaterial aus Polymeren – um das 2fache, Zement und Zementprodukte – um das 13,6fache, Stahldraht – um das 3fache, Produkte aus Eisen oder Aluminium – um 13,1%, Behälter, Becken und Container – um das 4fache, Messinstrumente – um 33,5%, Sitzmöbel auf Holzgrundlage – um 5,1%;
– Lieferung von Strom, Gas, Dampf und Warm-/Kaltluft: Strom – um 36,2%.
Der Index für landwirtschaftliche Produkte von Januar bis April beträgt im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum 127,6%. Positive Ergebnisse sind auch bei der Vieh- und Geflügelzucht zur Fleischerzeugung – 136,3%, Eier – 104,3%, Milch 116,7% zu bemerken.
Die Zahl der Hühner hat sich zum Stand am 1. Mai 2017 um 9,8%, die der Schweine um 2,9%, der Schafe und Ziegen um das 2,3fache erhöht.
Der allgemeine Umsatz von landwirtschaftlichen Produkten aus eigener Produktion hat sich für Januar bis April 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 19,1% erhöht, Pflanzenzuchtprodukte um 14,6%, Tierzuchtprodukte um 23,2%.
Von Unternehmen und Unternehmern der Fischereiwirtschaft wurden in Gewässern um 23% mehr gefischt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Der Export von Waren hat sich im Januar bis März 2017 hat sich im Vergleich zu entsprechenden Vorjahreszeitraum um fast 30% gesteigert.
Im Januar bis April haben sich gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum die durch KfZ-Transportunternehmen transportierten Waren um 15,2 % erhöht. Der Passagiertransport betrug im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 107,5%. Der städtische Elektroverkehr hat 9,5% mehr Passagiere befördert.
Auf dem Verbrauchermarkt ist ein Anwachsen des Umfangs des Einzelhandelswarenumsatzes von Unternehmen/juristische Personen im Zeitraum Januar bis April von 17,5% um 17,5% zu beobachten (in vergleichbaren Preisen) .
Der Index der Verbraucherpreise betrug im April 2017 100,3%, seit Beginn des Jahres 100,4%.

mptdnr.ru: Der Direktor des staatlichen Unternehmens „Donezker Energiefabrik“ Alexandr Schwetschikow über die Arbeit des Unternehmens
Alexandr Petrowitsch, berichten Sie kurz über das Unternehmen.
Das staatliche Unternehmen „Donezker Energiefabrik“ ist auf die Produktion, Lieferung, Reparatur und technische Wartung von Maschinen und Ausrüstung für Bergwerke, für die bodenschatzfördernde Industrie und das Bauwesen spezialisiert, unter anderem: Transformatorunterstationen verschiedenen Typs, Transformatoren, automatische Schalter, Anlasser, Stromquellen, Beleuchtungskörper verschiedenen Art und andere Apparate und Geräte für Bergbauunternehmen in detonationssicherer und normaler Ausführung. Die Geschichte der Donezker Energiefabrik beginnt im Mai 1045. Sie ist ein Altersgenosse des Sieges des gesamten sowjetischen Volkes im Großen Vaterländischen Krieg. In der Geschichte der Fabrik gibt es unterschiedliche Perioden. Aber sie hat sich immer durch ihr Arbeitskollektiv ausgezeichnet, durch die Arbeiter und Spezialisten. In der Fabrik arbeiten bis heute Dynastien, die seit der Gründung der Fabrik dabei sind. Die Fabrik hat standgehalten und ihr Potential auch in den „schlimmen“ 90er Jahren erhalten. Ich denke, sie wird auch heute standhalten.
Bis Mitte der 2000er Jahr war die Donezker Energiefabrik der einzige Produzent von Transformatorunterstationen m ganzen postsowjetischen Raum der GUS.
Was produziert das Unternehmen jetzt?
Heute läuft die Ausarbeitung einer neuen Transformatorunterstation in Bergwerksausführung mit Dispatcherfunktionen für das Bergwerk und zum Anschluss an ein einheitliches Netz von bis zu 16 gleichzeitig arbeitenden Unterstationen des Bergwerks, eine neue Unterstation des Type KTPRN-M.
Wie hat die Fabrik die Periode der aktiven Kämpfe durchlaufen? Hat die Produktionsausrüstung nicht gelitten?
In den Jahren 2014 bis 2015 wurde das Gebiet der Fabrik von Seiten der ukrainischen Streitkräfte beschossen. Die Hauptwerkhalle und eine Transformatorunterstation wurden beschädigt. Zum Glück gab es keine Toten. Mit eigenen Kräften der Arbeiter des Unternehmens und mit eigenen Mittel wurde Folgendes wiederaufgebaut:
– mehr als 450 Quadratmeter Dach von Werkhallen und Produktionseinrichtungen und etwa 30 Quadratmeter Ziegelsteinmauer (nachdem Geschosse auf das Gelände des Unternehmens gefallen sind);
– teilweise wurde die Verglasung der Werkhallen wiederhergestellt und die übrigen Fensteröffnungen und Vorbauten der Werkhallen mit Hartfaserplatten verschlossen;
– die Eingangstore des Unternehmens wurden gegen automatische Tore ausgetauscht;
– die Heizung im Verwaltungsgebäude, der Transformator- und der Instrumentenwerkhalle wurde wiederaufgebaut;
– es wurde ein Schnittband für Transformatorstahl eingerichtet und in Betrieb genommen;
– Versuchsstände wurden wiederaufgebaut und zertifiziert;
– zwei Fahrzeuge wurden repariert.
Wer ist der Hauptabnehmer der Produkte des Unternehmens? Welcher Teil der Produktion geht in den Export (falls es so ist) und wohin?
Früher gingen die Produkte in mehr als 40 Länder der Welt. Derzeit sind unter Berücksichtigung der internationalen Lage die Hauptabnehmer für Produkte der Fabrik Unternehmen der RF und natürlich der Binnenmarkt der Republik. Ich will anmerken, dass wir die Möglichkeit haben, operativ auf Anforderungen der Verbraucher zu reagieren, die Fabrik arbeitet mit spezialisierten wissenschaftlichen Instituten zusammen,… führt neue Technologien ein und und modernisiert die Produktionskapazitäten.
Wie viele Menschen arbeiten jetzt in dem Unternehmen? Wie hat sich die Zahl der Arbeiter im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verändert? Ist die Produktion vollständig mit den notwendigen Kadern ausgerüstet?
Nach der Flucht der Eigentümer und der Führung des Fabrik im August 2014 hat das Kollektiv sich selbständig organisiert und schon im November 2014 hat die Fabrik ihre Produktion wieder aufgenommen. Wie ich schon sagte, die Fabrik ist berühmt für ihre Menschen. Seit Anfang der Kriegsperiode ist das Personal des Unternehmens um etwa 10% geringer geworden, und das sind hauptsächlich die Führung von „Korum-grupp“, die das Kollektiv des Unternehmens im Stich gelassen hat und vorläufig alle Arbeiter entlassen hat! Jetzt besteht das Kollektiv der Fabrik aus 132 Menschen. Das Unternehmen ist vollständig arbeitsfähig.
Welche Schwierigkeiten hat das Unternehmen und was ist nötig, um sie zu überwinden?
Natürlich gibt es auch Schwierigkeiten, wie bei jedem Unternehmen. Z. B. die Blockade von Seiten der Ukraine, was zum Abbruch der Verbindungen mit Lieferanten von Material und Ersatzteilen für die Produktion geführt hat. Wir kaufen alles in der RF und dies zieht neben einer Verteuerung unserer Ausrüstung wegen der Logistik der Materiallieferung auch eine Verlängerung der Fristen für die Fertigung der Produkte nach sich und führt dazu, dass wir neue Absatzmärkte finden müssen. Doch dennoch werden wir die Schwierigkeiten erfolgreich überwinden.

Wir erinnern daran, dass mit einem Erlass des Ministerrats der Dvr vom 31.05.2016, Nr. 7-21, das Staatliche Unternehmen „Donezker Energiefabrik“ dem Ministerium für Industrie und Handel der DVR unterstellt wurde.

Advertisements
Standard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s