Kommunisten in den Volksrepubliken des Donbass – Neuigkeiten vom 07. und 08.04.2017

Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Wpered.su: http://wpered.su/2017/04/03/o-zadachax-kompartii-dnr-po-rabote-v-molodezhnoj-srede/
Referat des ersten Sekretärs des ZK der KP der DVR Boris Litwinow auf dem Plenum von ZK und Zentraler Kontrollkommission der KP der DVR am 2.4.17

Genau vor einem Jahr, am 2. April, haben wir den 2. Parteitag unserer Partei durchgeführt. Die Delegierten des Parteitags gaben eine objektive Bewertung der Rolle und der Bedeutung der Kommunisten bei der Schaffung und weiteren Entwicklung der DVR ab. Die Kommunisten haben auf dem Parteitag ein weiteres Mal unterstrichen, dass unser Ziel der Aufbau eines friedliebenden, sozial gerechten, multinationalen Staats des erneuerten Sozialismus mit einer echten Volksmacht in der Form von Sowjets ist. Und der Weg zur Erreichung dieses Ziel liegt in der Stärkung der Souveränität unseres Staates. Indem wir unsere Volksrepublik vervollkommnen, sie nach den Prinzipien des Sozialismus entwickeln, wollen wir auch den anderen Teilen der Ukraine beweisen, dass die Leninsche Behauptung, dass „bei einem einheitlichen Handeln der großrussischen und ukrainischen Proletarier eine freie Ukraine möglich ist, ohne eine solche Einheit kann von ihr nicht die Rede sein“, heute so aktuell ist wie vor 104 Jahren.
Es sind schon drei Jahre vergangen, seit das Volk des Donbass als erstes in der Ukraine und tatsächlich im ganzen postsowjetischen Raum massenhaft die gesamte Schädlichkeit der Zerstörung der Sowjetunion und die Perspektivlosigkeit für zukünftige Generationen, einen nationalistischen Staats mit kapitalistischem System zu schaffen, begriffen hat. Die Restauration des Kapitalismus hat unausweichlich die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen hervorgebracht, sie hat zu einer tiefen Spaltung der Gesellschaft geführt. Die weltweite Krise, die am Ende des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts begonnen hat, verstärkt sich derzeit, sie zieht auch alle postsowjetischen Republiken in ihren Morast. Bei der Suche nach einer Rechtfertigung für ihre inkompetente, käufliche, gegen das Volk gerichtete Politik vor dem Volk hat die ukrainische nationalistische Regierung das Volk in einen brudermörderischen Krieg gestürzt, dem die Interessen einer Handvoll von Oligarchen zugrunde liegt. Die mit Unterstützung der Imperialisten der USA und Westeuropas herangezüchtete nationalfaschistische Ideologie und Raufbolde ukrainischen Stils haben die Hauptstoßrichtung ihres Hasses gegen Russland und die sowjetische Weltanschauung gerichtet. Die Völker der Russischen Föderation verstehen, dass im Donbass in wesentlichem Maß der Verlauf der Entwicklung des weltweiten politischen Prozesses bestimmt wird, deshalb unterstützen sie in Wort und Tat das kämpfende Brudervolk. Und die jungen Volksrepubliken bauen unter dem Hagel der Kugeln und Geschosse von Seiten der regulären ukrainischen Armee und der nationalistischen Formationen ihre Staatlichkeit auf und stärken ihre Zuversicht, indem sie den verschiedenen Teilen der Ukraine zeigen, dass nur im Bündnis mit der RF, in Zusammenarbeit mit den Ländern der Eurasischen Wirtschaftsunion unser Volk eine Zukunft hat.
Aber heute befindet sich auch die russische Gesellschaft auf der Suche nach einer Ideologie, die den Weg ihrer weiteren Entwicklung bestimmt. Noch sind die Positionen derer stark, die Russland weiter in das globale politische und ökonomische System hineinbauen wollen. In diesem System ist für Russland und die anderen ehemaligen Sowjetrepubliken eine zweitrangige Rolle vorbereitet, die Rolle von Rohstofflieferanten, von Territorien, aus denen Ressourcen gepumpt werden: intellektuelle, materielle Ressourcen und qualifizierte Arbeiter. Schon seit vielen Jahrzehnten erklingen Aufrufe der Führer der westlichen Welt zu einer gerechteren Verteilung der Ressourcen der ehemaligen Sowjetunion, natürlich zum Nutzen der transnationalen Oligarchie. Eine solche Politik führt zu einer weiteren Verelendung des arbeitenden Volkes, einem Niedergang von Wissenschaft, Bildung und Kultur, zum Sinken der Bevölkerungszahl und anderem Elend.
Eine weitere ideologische Richtung, die Russland vorgeschlagen wird, ist die Einrichtung einer Monarchie in Verknüpfung mit den für Russland traditionellen Religionen. Sowohl innerhalb Russlands als auch außerhalb gibt es nicht wenige Anhänger einer solchen Idee. Bereits im Jahr 2009 haben Polittechnologen vorgeschlagen, den britischen Prinzen Michael von Kent (einen Großneffen des russischen Nikolaj II., mit dem er äußerlich Ähnlichkeit hat) oder den Prinzen Harry, den jüngeren Sohn von Charles von Wales, auf den russischen Thron zu setzen. Dabei soll die Einrichtung einer Monarchie „unter Beteiligung und unter Druck von Seiten äußerer Kräfte“ vor sich gehen. Aber alle Systeme, die „von außerhalb kommen würden“, haben keine Zukunft, „unabhängig davon, ob sie unter dem Anschein einer maximalen Entwicklung der Demokratie oder des Wiederaufbaus der Monarchie vorgeschlagen werden.
Äußerst scharf stellt sich heute die russische Frage. Heute sind die Russen das größte geteilte Volk auf dem Planeten. Außerhalb Russlands leben 23 Millionen Russen. Es läuft ein offenes Genozid einer großen Nation. Die Anzahl der Russen sinkt. Es wird die historische entstandene Kultur und Sprache vernichtet. Die Aufgaben einer Lösung der russischen Frage, und wir nennen dies die „Russische Welt“, und der Kampf für den Sozialismus fallen in ihrem Wesen in vielem zusammen.
Beim Vorschlag ihres Wegs für Russland ist eine der führenden politischen Kräfte – die KPRF – überzeugt: eine Rettung des Vaterlandes liegt nur in der Wiedergeburt der Sowjetordnung und der Ausrichtung auf den Weg des Sozialismus. „Die Geschichte hat die Völker unserer Heimat“, sagt der Vorsitzende der KPRF G. A. Sjuganow, „wieder vor dieselbe Wahl gestellt wie 1917 und 1941: entweder ein großer Staat und der Sozialismus oder eine weitere Zerstörung des Landes und seine Verwandlung in eine Kolonie. Die Rede ist nicht davon, zurückzugehen, sondern davon, sich vorwärts zu einem erneuerten Sozialismus zu bewegen, der von Fehlern und Irrtümern der Vergangenheit befreit ist und im vollen Maße den heutigen Realitäten entspricht. Die Partei kämpft für die Einheit, die Integrität des Landes, für den Wiederaufbau der brüderlichen Union der sowjetischen Völker, für Wohlergehen und Sicherheit, für die geistige und physische Gesundheit der Bürger“.
Die Bürger unserer Republik, und die Jugend insbesondere, stellen dieselben Fragen wie die Bürger Russlands. Wohin werden wir gehen? Was werden wir aufbauen? Wer sind unsere Freunde und Weggefährten? Und wer schlägt verlogene Sackgassen vor, auf denen wir im April 2014 Halt gemacht und eine Hinwendung zu Licht und Hoffnung auf eine bessere, gerechte Welt begonnen haben. Die Kommunisten der DVR müssen der Gesellschaft und insbesondere der Jugend erklären, welcher Weg zu Gerechtigkeit und Zuversicht in den morgigen Tag führt und was dafür getan werden muss.
Die Kommunisten der DVR wie auch ihre Gleichgesinnten aus den brüderlichen kommunistischen und Arbeiterparteien sehen eine solche Zukunft im Übergang der Macht an die Werktätigen als Grundlage für den Beginn eines sozialistischen Aufbaus in der DVR. Wir sind überzeugt, dass das Erreichen unsere Ziele, die Wiedergeburt einer mächtigen Gemeinschaft von Staaten, die Garantie eines angemessenen Lebensstandards für die Bevölkerung, die Schaffung von Bedingungen für eine allseitige intellektuelle, kulturelle und geistige Entwicklung jedes Bürgers nur durch die Gründung und Entwicklung eines sozialistischen Systems von gesellschaftlichen Beziehungen möglich ist.

Die Ideale unserer Partei sind die Ideale des historischen Fortschritts, der sozialen Gerechtigkeit und des Humanismus. Diese Werte teilt ein großer Teil unserer Jugend. Und der überzeugendste Beweis dafür ist unsere kämpfende Armee. Zu Beginn unseres Kampfes gab es in den Herzen der älteren Genossen einige Besorgnis: wird die Jugend unseren Protest, unseren Kampf unterstützen? Denn Jahrzehnte von antisowjetischer und antirussischer Propaganda konnten das Bewusstsein der 20- bis 30jährigen vernebeln. Aber die Besorgnis erwies sich als unnötig. Ein großer Teil der jungen Generation, die in eigener Erfahrung die Ungerechtigkeit des Systems der kapitalistischen Verhältnisse erlebt hat, hat mit Verstand und Herz die Ideale der Gerechtigkeit aufgenommen. Tausende junger Menschen, darunter nicht wenige Kommunisten, Komsomolzen und unsere Sympathisanten, verteidigten zuerst auf den Barrikaden und dann mit der Waffe in der Hand auf den Schlachtfeldern ihre historische Wahl. Und wir, die Kommunisten der älteren Generationen, sind stolz auf eine solche Jugend!
Sehr geehrte Genossen, die heutige Jugend ist die Zukunft unserer Republik von morgen. Und wir Kommunisten müssen intensiv arbeiten, um den jungen Menschen, den Proletariern, Studenten, Soldaten zu helfen, sich ihrer Interessen bewusst zu werden. Die Steigerung des Klassenbewusstseins und des patriotischen Bewusstseins unter der Jugend ist eine der Hauptaufgaben der Partei.
Bald nach der Gründung unserer Republik haben sich die gesellschaftlichen Bewegungen, darunter auch unsere Partei, die Aufgabe gestellt, die Jugend unterschiedlichen Alters in einer Organisation zu vereinen. In den Bezirken Kirowskij, Leninskij und Kiewskij von Donezk, in Makejewka, Tores, Gorlowka, Shdanowka und einer Reihe anderer Ortschaften haben Versammlungen der Schuljugend stattgefunden. Und nach einigen Runden Tischen und Beratungen mit Unterstützung des ZK wurden Pioniergruppen gebildet. Parallel zu unseren Initiativen begannen sich Kindergruppen bei der gesellschaftlichen Bewegung „Donezkaja Respublika“, unter Schirmherrschaft des Innenministeriums und weitere zu bilden. Aber nachdem es hell aufgeflammt ist, hat sich das Pionierfeuer in kleine Flämmchen zerstreut. Einige sind schon erloschen, andere glimmen, ohne aufzuflammen.
Die Ursachen für das Erlöschen sind zahlreich. Es ist sowohl das Fehlen einer Unterstützung durch das Bildungsministerium, und dorthin haben wir uns mehrfach gewandt. Wir haben sogar ganze republikanische Programme für die Kinderbewegung vorgeschlagen. Wir sind beim Aufbau der Pionierbewegung auch auf direkten Widerstand von Beamten vor Ort gestoßen. Aber als die Partei mit Hilfe der KPRF die Frage der Unterstützung der Jugend löste, sei es durch humanitäre Hilfe oder Reisen in Ferienlager, haben die Beamten im Bildungsbereich ihre Emotionen zurückgehalten und solche Hilfe stillschweigend angenommen.
Und dennoch liegt das grundsätzliche Problem in dieser Frage – das Fehlen von Menschen bei uns, die sich ständig mit den Fragen der Pionierarbeit befassen. Die Notwendigkeit der Schaffung einer Kommission des ZK zur Jugendpolitik ist herangereift. In der Kommission könnten sowohl Mitglieder und Kandidaten des ZK, des ZK des Leninschen Komsomol der DVR also auch Vertreter der bisher unorganisierten Jugend mitarbeiten. Unsere ideologischen Gegner stellen sich die Aufgabe, die heutige Generation von der sowjetischen Generation zu trennen. Die heutige Generation ist leider die letzte Generation, die sich direkt mit sowjetischen Menschen austauscht, direkte Informationen aus erster Hand erhält.
Die Entwicklung der Verbindung Oktoberkind (Jungpionier, Pionierorganisation für die jüngeren Kinder, Anm. d. Übers.) – Pionier – Komsomolze – Kommunist wird es erlauben, die Kontinuität der Generationen zu erhalten. Wir müssen uns wieder in die Arbeit zur Schaffung einer „Union von Pioniergruppen der DVR“ einschalten. Im Vorfeld des Pionierfeiertags im Mai findet in Moskau auf dem Roten Platz traditionell eine feierliche Aufnahme in die Pionierorganisation und eine Versammlung von Vertretern von Pioniergruppen statt. Wir werden die Möglichkeit haben, 10 bis 12 Kinder und zwei Begleiter zu dieser Veranstaltung zu schicken. In dem schönen Erholungsheim Snegiri bei Moskau wird wie im letzten Jahr wieder ein Kinderlager stattfinden. Schon drei Durchgänge von Kindern aus Lugansk waren dort. Jetzt ist die Reihe an den Durchgängen der DVR. Im letzten Jahr waren 23 Kinder und 2 Pädagogen vom ZK der KP der DVR aus in diesem Lager. Aber alle vergangenen und zukünftigen Fahrten müssen durch die ständige Arbeit mit den Kindern verstärkt werden. Ich will mit Vergnügen die Aufmerksamkeit auf unseren jungen Kommunisten aus Makejewka lenken, den Sekretär des Makejewker Stadtkomitees des Komsomol Anton Sajenko. Er ist derzeit Student und führt eine sehr große Arbeit mit Kindern im Stadtteilhaus für Schüler
durch. Gemeinsam mit der erfahrenen Pädagogin Emma Michajlowna Karapetowa, in Zusammenarbeit mit der in der Nähe liegenden Schule, mit den Sekretären des Makejewker Stadtkomitees der Partei hat Anton selbstlos, ohne irgendeine Bezahlung ein großes Kollektiv von Kindern und Jugendlichen durch interessante Arbeit zusammengeschlossen. Gleichzeitig schafft er es noch, an internationalen Wettbewerben teilzunehmen, vordere Plätze zu erringen und mit den Komsomolzen der RF zusammenzuarbeiten. In jeder Stadt und in jedem Bezirk könnte und müsste es wenigstens einen solchen Organisator geben. Das ist eine Aufgabe für alle Parteikomitees. Bei beharrlicher Arbeit ist es auch möglich, sich in einer Basisschule für die Pionierarbeit zu verankern, die Zuteilung von Haushaltsmitteln für die Arbeit von Klubs und Arbeitsgemeinschaften zu erhalten. Es ist sehr schwierig, die heutigen Beamten von der Notwendigkeit einer solchen Arbeit zu überzeugen. Aber in Makejewka werden doch Möglichkeiten gefunden. Heute ist die Gründung von beispielgebenden Pioniergruppen „Pionier“ und Komsomolzeneinheiten „Komsomolze“ aktuell. Ende Mai ist es möglich, ein „Pionierlagerfeuer“ für das Pionieraktiv mit Auftritten von Kinderkünstlergruppen, Ausstellung von Arbeiten usw. durchzuführen.
Die Praxis der sowjetischen Jahre und die heutige Erfahrung unserer russischen Kollegen geben uns eine Menge von Beispielen für die Arbeit mit Schülern: „Land der Talente“, „Donbass – Land der Helden“, „Helden in unserem Hof, unserer Straße, unserer Stadt…“, „Junger Patriot des Vaterlands: Über die Helden der Pioniere“, „Wache der Erinnerung“, „Erben des Sieges“, „Banner des Oktobers – Banner des Sieges!“.
Unsere Vorgänger, die Bolschewiki, haben die Prinzipien der Jugendpolitik unter Berücksichtigung der weltweiten Erfahrung ausgearbeitet. Der Marxismus-Leninismus lehnt schon das Stellen der Fragen über die „Jugend insgesamt“ ab. Ja, junge Menschen haben gemeinsame altersbedingte und psychologische Besonderheiten. Ja, sie haben ihre spezifischen Interessen, ihre Subkultur. Aber im Endeffekt ist die Lage der Jugend in der Gesellschaft durch ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Klasse bestimmt.
Dem Jahr 2017 – dem Jahr des 100. Jahrestags der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution – folgt das Jahr des 100. Jahrestags der Gründung des Leninschen Komsomol. Und die
Vorbereitung auf dieses Ereignis muss für die Entwicklung der Komsomolbewegung in der DVR genutzt werden.
Der 1. gesamtrussische Kongress der Union der Arbeiter- und Bauernjugend fand vom 29. Oktober bis zum 4. November 1918 in Moskau statt. Auf ihm versammelten sich 194 Delegierte von 22.000 Menschen, die in örtlichen Jugendorganisationen organisiert waren. Die Parteizugehörigkeit der Delegierten war nicht einheitlich. Hier waren sowohl Bolschewiki
und linke Sozialrevolutionäre als auch Anarchisten und internationalistische Sozialdemokraten. Die überwältigende Mehrheit der Teilnehmer war parteilos. Dennoch rief der Kongress die Gründung einer russischen kommunistischen Jugendunion aus. Im Jahr 1918 wurden für den Komsomol vier vorrangige Aufgaben festgelegt:
– die Verbreitung der Ideen des Kommunismus und die Einbeziehung der Arbeiter- und Bauernjugend;
– junge Menschen in den aktiven politischen Kampf unter der Fahne des Sozialismus, in den aktiven Aufbau Sowjetrusslands einzubeziehen;
– die wirtschaftlichen und rechtlichen Interessen der Jugend zu verteidigen;
– eine Kaderreserve der Partei zu sein.
Jede dieser Aufgabe ist auch für unsere Arbeit heute außerordentlich wichtig.
Die Jugend ist die fortgeschrittenste Kraft aller Umwälzungen gewesen. Hauptbesonderheit des Komsomol war seine selbstlose Treue zur sowjetischen sozialistischen Heimat. Die wichtigsten Merkmale kommunistischer Jugendorganisationen sind Internationalismus, Antiimperialismus und Antifaschismus. Diese Besonderheit hat die Jugend ehrenvoll an den Fronten des Bürgerkriegs und des Großen Vaterländischen Kriegs gezeigt. Für unsere Republik sind diese Beispiele ein direkter Hinweis darauf, Kräfte für die Jugend einzubringen.
Aber trotz der bereits im Jahr 2015 gebildeten Leninschen Kommunistischen Union der Jugend der DVR trägt die Arbeit dieser Union episodenhaften, spontanen Charakter. Es gibt keine organisierende Grundlage. Das Zentralkomitee des Komsomol ist nicht zum organisatorischen Kern geworden. In Donezk, Makejewka, Komsomolskoje, Gorlowka und einigen anderen Ortschaften zeigen die Komsomolzen regelmäßig ihre Existenz bei Parteiveranstaltungen. Aber der Komsomol ist eine selbständige Organisation, die nicht die Arbeit von Leitern benötigt, wie dies bei den Pionieren oder Oktoberkindern der Fall ist. Der Komsomolze kann und muss einen Lehrer haben, einen älteren Genossen, Kommunisten, aber keinen Hirtenhund und keinen Hirten, der die Herde dorthin treibt, wohin er es für nötig hält. In den Jahren der Ukrainisierung sind in einem wesentlichen Maß die gesetzgeberischen Grundlagen der Arbeit im Jugendbereich verloren gegangen, viele Formen der Komsomolzenaktivität sind vergessen und oft einfach verboten worden. Aber am Anfang der Sowjetmacht gab es überhaupt keine Praxis von Komsomolzenaktivität. Die Jugend schöpfte die Erfahrung aus der Praxis verschiedener Epochen und wendete solche Praktiken auf die Epoche des sozialistischen Aufbaus an. Die Jugend unserer Epoche braucht Enthusiasmus, einen schöpferischen Impuls, Mut zu Experimenten bei der sozialen Aktivität.
Tatsächlich wurde in der Republik bisher kein Gesetz „Über die Grundlagen der Jugendpolitik“ beschlossen. Aber ein Entwurf eines solchen Gesetzes ist registriert. Die Beteiligung an der Diskussion und Vorbereitung dieses Gesetzes zur Beschlussfassung wird für die Komsomolzen eine Ehrensache sein. Die studierende Jugend hat ein solches Interesse
bereits zum Ausdruck gebracht. Bei einem Teil der Jugend kommen schon Fragen auf: Ist eine effektive Jugendpolitik unter heutigen Bedingungen überhaupt möglich? Unsere Antwort ist: Ja, auf der Grundlage der sowjetischen Erfahrung ist sie möglich, ohne diese Erfahrung nicht. Eine solche Fragestellung ist für die Jugend der DVR aktuell. Denn über viele Jahre hat der globale Imperialismus für das ukrainische Volk ein schreckliches, hoffnungsloses Schicksal vorbereitet. Und unsere Jugend war noch vor kurzem ein Teil dieses Volkes. In der Ukraine ist die Jugend benebelt. Sie wird massenhaft zum Abschlachten für oligarchische Interessen gejagt, sie fährt massenhaft in die Bordelle europäischer Hauptstädte. Die ukrainische Jugend wird für die blutige Rache an der Opposition benutzt, unter anderem an unseren Gesinnungsgenossen, an Denkmälern der sowjetischen Epoche. Unsere Jugend muss ein Beispiel auch für die ukrainische Jugend werden. Die Aufgabe der Parteikomitees ist es, Jugendinitiativen allseitig zu unterstützen, der Jugend zu helfen, Klassenbewusstsein zu entwickeln. Wir brauchen sehr dringend einen Zufluss von Menschen in die Partei, sowohl von jungen als auch von Menschen mittleren Alters. Wir müssen die Kluft zwischen den Generationen überwinden.
In der nächsten Zeit müssen wir die Vorbereitung zum 100. Jahrestag des Komsomol beginnen. Es ist nötig, die Arbeit mit Veteranen des Komsomol zu entwickeln. Eine Datenbank von bejahrten Komsomolarbeitern zu schaffen. Kommunikation mit ihnen, runde Tisch, offene Gespräche, möglicherweise Unterstützung für sie, über sie mit den heutigen Beamten arbeiten. In den Städten und Bezirken ein Komitee zur Vorbereitung des 100.
Jahrestags des Komsomol schaffen. Solche rechtzeitige Arbeit wird auch die Aktivität bei der Durchführung von Veranstaltungen zum 100. Jahrestags des Großen Oktober unterstützen.
Junge Leute zeichnen immer Phantasie und große Ideen aus. Wir müssen auf die unteren Etagen des Bewusstseins kommen. Damit befasst sich die Propaganda im Fernsehen, in Zeitungen. Aber solche Propaganda erfordert angestrengtes Nachdenken und Zeit. Und neue Formen sind notwendig „Rosta-Fenster“ (sowjetische Propagandaplakate, die in
Zusammenarbeit mit Künstlern entstanden- Anm. d. Übers.) (Comics). Möglich sind Comics über unsere Gegner am Rand des Erlaubten. Eine solche Arbeit, meine ich, ist der Jugend möglich.
In diesem Jahr ist eine Reihe von internationalen Veranstaltungen unter Beteiligung der Jugend geplant. Dies sind sowohl regionale Jugendkonferenzen in Russland und die Weltfestspiele der Jugend und Studenten. Wenn unsere Komsomolzen Initiative zeigen, und dafür gibt es Anzeichen, so ist es möglich, auf solchen Veranstaltungen angemessen vertreten zu sein. Nötig ist nur Initiative.
Für die Propaganda der Komsomolbewegung werden nicht immer große organisatorische und materielle Ausgaben benötigt. Viele Veranstaltungen werden in der Republik auch über das Ministerium für Jugend und Sport, über das Bildungsministerium, auf Initiative örtlicher
Verwaltung durchgeführt. Es ist nötig, engagierter an solchen Veranstaltungen teilzunehmen, aber auf jeden Fall mit der Symbolik der KP der DVR oder des Leninschen Komsomol der DVR. Für solche Wettbewerbe kann ein besonderer Preis von unserer Organisation gestiftet werden und auf die Organisation aufmerksam gemacht werden. Auch die schöpferische Grundlage reicht bei uns nicht aus. Veranstaltungen müssen nicht immer nur von Komsomolzen durchgeführt werden. Sie müssen die Organisatoren sein. Zum Beispiel ein Fahrradwettrennen zu einem bestimmten Jahrestag, Sportwettbewerbe auf verschiedenen Ebenen, es muss auch ein Komsomlzenteam im Sportbereich gebildet werden. Errungenschaften im Sport auf hoher Ebene, wie bei der KPRF, beginnen mit örtlichen Initiativen und Wettbewerben. Lasst uns zum Sommer unter der Leitung des Komsomol und junger Kommunisten in jedem Bezirk eine Fußballmannschaft bilden und Tourniere durchführen, die dem sowjetischen Breitensport gewidmet sind.
Sehr geehrte Genossen, die bevorstehenden Jubiläumsdaten sowohl des Großen Oktober als auch des Komsomol geben uns einen Anlass zu hellen Feiertagen und politischen Aktionen.
Die Geschichte des Sowjetlandes hat beweisen: die beste Medizin gegen ökonomische und soziale Gebrechen ist der Sozialismus und die Sowjetmacht. Der Sozialismus hat der Jugend einen hohen Sinn gegeben. Eine erfolgreiche Arbeit des Komsomol kann nur in untrennbarer Einheit mit der Partei aufgebaut werden, indem die Jugend durch die Lebens- und politische Erfahrung der älteren Generationen bereichert wird.
Die KP der DVR vereint gemeinsam mit den Jugend-, Veteranen-, Frauenbewegungen diejenigen, die nicht in der Lage sind, sich mit dem Übel zu versöhnen, diejenigen, die bereit sind, die Welt zum Besseren zu verändern.
Der Kampf für die Sowjetmacht ist eine Sache starker und tapferer, kluger und überzeugter Menschen. Es ist eine Sache derer, die energisch und jung im Geiste sind. Wir sind überzeugt,
dass junge Menschen beginnen zu verstehen, dass die Zukunft in unserer Partei, im Sozialismus liegt.
Indem sie sich mit den Kommunisten vereint, versteht die Jugend der DVR, dass der
sozialistische Entwicklungsweg die Möglichkeit geben wird, effektiv zu arbeiten, sich als Eigentümer des Landes und der Unternehmen zu begreifen, wirklich frei in seiner historischen Wahl zu sein, einen hohen Lebensstandard zu erreichen, die Zugänglichkeit von Bildung, soziale Sicherheit für die Veteranen und alten Menschen. Und die Jugend wird beginnen, einen weiteren wichtigen Schluss zu ziehen, dass der sozialistische Weg auch die Möglichkeit ist, eine gerechte Rechtsordnung zu bilden, die Verteidigungsfähigkeit unserer Streitkräfte zur Verteidigung der Volksinteressen, zur Stärkung des Friedens und der guten nachbarschaftlichen Beziehungen mit allen Völkern zu stärken.

Wpered.su: http://wpered.su/2017/04/07/v-dnr-neobxodimo-provodit-nacionalizaciyu-po-leninskomu-principu-pervyj-sekretar-ck-kpdnr-boris-litvinov/
Am 7.
April 2014 haben Vertreter der territorialen Versammlungen, politischer Parteien und gesellschaftlicher Organisationen des Donezker Oblast die Schaffung eines souveränen Staates erklärt – der Doneker Volksrepublik. Im Zusammenhang mit der Feier des dritten Jahrestags der Deklaration über die Souveränität der DVR und des Akts über die staatliche Selbständigkeit der DVR, in deren Vorbereitung Kommunisten eine führende Rolle spielten, kommentierte der erste Sekretär des ZK der KP der DVR Boris Litwinow die Einführung der äußeren Leitung über die Industriebetriebe der DVR.
„Viele haben die äußere Leitung als eine Art Nationalisierung des Eigentums aufgenommen, aber dies ist ein Fehler. Die äußere Leitung wurde aus Notwendigkeit eingeführt, weil in der Folge unbedachter Handlungen der ukrainischen Seite einige Unternehmen stillgelegt wurden und mit ihnen jetzt etwas getan werden muss. Derzeit wird ein Mechanismus der äußeren
Leitung erarbeitet. Ja, unsere Staatsführung versucht die Situation zu ändern, dem Volk Hoffnung auf Verbesserung zu geben. Aber bisher kommen jeden Tag aus den Städten und Bezirken Informationen über die schlechte Lage in den Unternehmen“, sagte er.
Boris Litwinow meint, dass es notwendig ist, in der DVR eine Nationalisierung durchzuführen. Für die Effektivität einer solchen Maßnahme gibt es ausreichend viele Bestätigungen, einschließlich der sowjetischen und der osteuropäischen Erfahrung.
„Zu uns passt die Leninsche Praxis. Im Jahr 1918 hat Wladimir Iljitsch Lenin ein Dekret über die Nationalisierung erlassen, richtig, die Rede war von der Nationalisierung von Branchen. Aber gab es auch eine Liste von Unternehmen, in erster Linie von Goldförderungsunternehmen. Er verstand, dass man nationalisieren kann und zerschlagene Betriebe erbt. Aber Lenin sagte, dass alle ehemaligen Besitzer, Aktionäre, Direktoren arbeiten können und Gewinn erhalten, wie sie dies zuvor getan haben. Nur dass die Unternehmen jetzt staatlich sind. Wenn es einen Stillstand gibt, wenn Ausrüstung abgezweigt wird, haltet ihr eure Köpfe hin. Parallel damit erfolgte eine Initiative zur Schaffung von Arbeiterräten der Kollektive, in die diejenigen gingen, die in diesen Unternehmen arbeiteten.
Sie erhielten die Aufgabe: Ihr schaut, was die Führung tut, dringt in das Geschehen ein, stört den Produktionsprozess nicht, aber für die Unternehmen seid sowohl ihr als Arbeiter als auch die Führung verantwortlich“, sagte er.
Nach seinen Worten erlaubt es ein solcher Mechanismus, die soziale Spannung in den Unternehmen insbesondere und in der Republik im Ganzen zu vermindern, weil die
Werktätigen unmittelbar Anteil an der Ausarbeitung der Beschlüsse nehmen können.

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