„Heißer Draht“ zum Staatschef am 22.03.2017

av-zakharchenko.su: „Direkte Linie“ (Gespräch) des Oberhaupts der DVR mit Einwohnern des Donzeker Oblast, die sich auf dem Territorium, das zeitweise von der Ukraine kontrolliert wird, befinden (Auszüge)

Die Übertragung erfolgt live über alle republikanischen Fernsehkanäle. Alexandr Sachartschenko antwortete auf Fragen bezüglich der Realisierung des humanitären Programms zur Wiedervereinigung des Volks des Donbass.
Die Fragen gingen über Video, Audio oder als Text ein.

 

Sehr geehrter Herr Sachartschenko! Im Zusammenhang mit den letzten Ereignissen in der DVR kommt bei mir eine Frage auf: Wer wird mit uns sein, den Einwohnern der besetzten Territorien, die für die Unabhängigkeit gestimmt haben. Wie lange sollen wir auf die Befreiung warten? Wie lange werden Sie noch den Mord an Ihren Bürger dulden? Wie lange sollen wir noch dieses Nazi-Regime ertragen? Sie geben schon Pässe aus, haben eine Grenze festgelegt, werden wir nicht mehr gebraucht? Die Radikalen werden einen Staatsstreich durchführen, wenn nicht heute, so morgen. Denken Sie etwa, dass sie uns gegenüber loyal sein werden?
A. W. Sachartschenko: Der Reihenfolge nach. Wir haben keine Grenze festgelegt. Wir haben die Frontlinie als Grenze benannt, aber das ist keine Staatsgrenze. Dies ist eine gedankliche Grenze, die festgelegt wurde, um die Möglichkeit zu haben, die Elemente, die bei uns von Seiten der Ukraine auftauchen – Diversanten, Spione, Schmuggler, Drogenhändler – gesetzeskonform festzunehmen. Weil die Abgrenzungslinie keinerlei juristische Festlegung hat, haben wir nicht das Recht, sie festzunehmen oder auch nur zu befragen. Deshalb wurde die Entscheidung getroffen, die Abgrenzungslinie als Staatsgrenze zu bezeichnen. Aber wir haben keine Demarkationslinie festgelegt. Die Abgrenzungslinie, die Frontlinie ist nicht statisch. Wenn sich die Frontlinie nach Westen verschiebt, so wird sich zusammen mit ihr auch die Staatsgrenze verschieben. Wir werden uns nie von unseren Landsleuten trennen lassen. Zwischen uns gibt es keine Grenze. Weder physisch, noch gedanklich. Zwischen uns gibt es keine Unterschiede. Wir sind der Donbass und wir werden immer zusammen sein. Zum Thema Staatsstreich. Wir haben gemeinsam den Staatsstreich im Jahr 2014 überlebt. Das war auch ein bewaffneter Staatsstreich, eine ungesetzliche Machtergreifung. Infolge dessen kam leider der Krieg in unser Land. Wann wird der Krieg enden?.. Dies ist eine Frage, auf die nicht geantwortet werden kann. Ich glaube, dass jeder Krieg endet. Unser Krieg wird mit unserem Sieg enden und in der nächsten Zeit werden wir das sehen.
Wir verlieren die Hoffnung nicht?
Nein, wir verlieren sie nicht. Unsere Sache ist gerecht, wir werden siegen, der Feind wird zerschlagen werden.

 

Alexandr Wladimirowitsch. Wir haben die Bitte bei der Schaffung des Grundgesetzes der Republik die Erfahrung der UdSSR zu berücksichtigen. Wir vertrauen Ihnen.
A. W. Sachartschenko: Alexandr, die Abkürzung unserer Ideologie ist SSSR. Freiheit, Gewissen, Gerechtigkeit, Gleichheit. (Auf Russisch ergeben die Anfangsbuchstaben dieser Worte SSSR = UdSSR, Anm. d. Übers.). Wir leben nach diesen Prinzipien, unserer Republik ist auf diesen Prinzipien aufgebaut. Und alles, was in der Sowjetunion besser war, versuchen wir zu übernehmen. Ausgehend von den Realitäten, die heute unser Leben bestimmen. Das Leben verändert sich und nicht alle Dogmen, die es damals gab, sind heute aktuell und ausgehend davon, wählen wir das Beste. Und nicht nur aus der UdSSR. Wir nehmen das Beste von der ganzen Welt. Und auf diesem Prinzip bauen wir unser Grundgesetz… Unser ganzes Leben werden wir nach diesem Prinzip aufbauen. Das beste – Freiheit, Gewissen, Gerechtigkeit, Gleichheit.

Guten Tag, sagen Sie bitte, wann wird die DVR gemeinsam mit der LVR ein Referendum zum Beitritt als Subjekt der RF durchführen? Vielleicht sollte das nicht mehr gebremst werden? Vielleicht ist es nötig nach Moskau zu fahren, zu W. W. Putin, und mit ihm diese Frage zu erörtern?
A. W. Sachartschenko: Es scheint alles einfach und leicht: es ist möglich nach Moskau zu Putin zu fahren, wir erörtern diese Frage, führen ein Referendum durch, alles wird gut sein. Leider ist die Weltpolitik schwieriger. Und das Land, das wir unsere Heimat nennen, unsere Mutter, befindet sich nicht in der besten finanziellen Lage. Ein weiterer Aspekt: ein Referendum muss auf dem gesamten Territorium durchgeführt werde, auf dem wir das Referendum 2014 durchgeführt haben. Deshalb ist unsere Hauptaufgabe – die Territorien zurückzuholen, die jetzt ungesetzlich von der Kiewer Junta besetzt und eingenommen sind. Außerdem hat alles seine Zeit. Ich verspreche, wenn eine solche Entscheidung reif ist, wird ein Referendum durchgeführt. Russland wird uns sagen, wann wir nach Hause zurückkehren können, wie dies mit der Krim war

Es wird die Situation bezüglich Willkür bei Prämienzahlungen bei der Erste-Hilfe-Station in Slawjansk beschrieben…. Frage. Werden bei der Wiedervereinigung solche Leiter ersetzt, werden die Ansichten und Wünsche des Arbeitskollektivs bei der Ernennung eines Leiters berücksichtigt werden?
A. W. Sachartschenko: Ich weiß sehr gut, was zurzeit in den besetzten Territorien geschieht, in welcher Lage sich die Einwohner des Donbass befinden… In jedem Fall werden bei uns Speichelleckerei und Verleumdung nicht begrüßt, die Verteilung von Geldern zum Nutzen der einen Personen und zum Schaden anderer wird nicht begrüßt. Solche Leiter werden wir nicht halten. Aber  ich sage es offen, bei uns gibt es einen riesigen Kadermangel. Und wir müssen uns manchmal mit den alten Kadern abfinden, die jetzt bei uns arbeiten. Solange unsere Studenten die Hochschulen nicht abgeschlossen haben und sich vollständig in unser Leben einreihen. Aber ich will mich an alle Leiter von Konstantinowka, Slawjansk, Kramatorsk werden – ich nenne die Städte so, wie wir unsere Heimatstädte nennen, ich weiß nicht einmal, wie und warum sie umbenannt wurden – an die Leiter von Mariupol, Mangusch, Dimitrow und Dutzender weiterer Ortschaften. Früher oder später wird unsere Heimat befreit werden. Früher oder später werden wir unsere Häuser, unser Land zurückholen. Und alles, was Sie jetzt hier tun – Sie zwingen unsere Kinder, eine uns unverständliche Geschichte zu lernen, zwingen sie die große Heimat zu vergessen, zwingen sie Russland zu hassen. Und wenn Sie dies bewusst tun, dann rate ich Ihnen, in der nächsten Zeit Ihre Sachen zu nehmen und gebe es Ihnen Gott, dass es uns nicht gelingt Sie aufzuhalten. Dies betrifft alle – Bürgermeister, Leiter von Erste-Hilfe-Stationen, von Polizeistationen, Gerichten, Feuerwehrwachen, Forstämtern, die zulassen, dass der Wald bei Slawjansk ausgeraubt wird. Dies sind Menschen, die in der einen oder anderen Weise ihre Heimat verraten haben, auf die Seite des Regimes übergegangen sind. Jeder von  ihnen wird zur Rechenschaft gezogen. Deshalb, beruhigen Sie sich – wir werden die Meinung der Menschen berücksichtigen, darauf sehen, wie jemand sich unter der Besatzung verhalten hat. Jeder wird nach seinen Handlungen beurteilt.

 

Danke für die Unterstützung, Drushkowka ist mit euch! Ich habe keine Frage, sondern einen Vorschlag. Könntet ihr nicht neben der finanziellen Unterstützung die Veteranen zu eurer Parade am Tag des Sieges einladen. Sie werden derzeit überhaupt nicht geehrt.
A. W. Sachartschenko: Ich wende mich an Drushkowka und alle Städte. Das ist nicht unsere Parade – es ist eine allgemeine Parade. Es ist genauso unsere wie eure. Und der 9. Mai ist ein Festtag aller Menschen, die sich an ihre Vergangenheit erinnern, und das ist ein kleiner Teil der Dankbarkeit, die wir diesen Menschen erweisen müssen. Ich lade mit Vergnügen alle Veteranen des Großen Vaterländischen Kriegs zur Feier dieses heiligen Festtags ein. Alle wissen sehr gut, dass wir sie nicht an ihren Häusern abholen können, wo sie leben, aber ich gebe dem Transportministerium de Anweisung, an diesem Tag Busse zu organisieren, die an die Passierpunkt kommen, die die Veteranen zur Parade und zurück bringen, an die Passierpunkte. Wir erwarten euch als Gäste. Es ist ein Festtag für alle. Im Jahr 1945 haben wir gesiegt und ich bin überzeugt, dass wir auch 2017 siegen werden.

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Warum stoppen Sie nicht die Rohstofflieferungen nach Mariupol? Solange in Mariupol die Fabriken arbeiten und der Ukraine Gewinn bringen, werden sie die unglückliche Stadt als Milchkuh halten und nicht in Ruhe lassen. Man kann noch drei Jahre lang argumentieren, dass in Mariupol unsere Menschen leben, dass sie keine Arbeit haben werden. Sie werden es ertragen, umso mehr, da man ihnen 2/3 der Löhne zahlt, auch wenn die Fabriken stillstehen. Mariupol darf der Ukraine keinen Gewinn bringen, im Gegenteil, es muss ihr ein Joch am Hals sein und nur in diesem Fall wird es für die Ukraine eine unnötige Last werden. Oder sagen Sie ehrlich, dass Mariupol außerhalb der Republik bleiben wird. Im Guten wird niemand Mariupol abgeben, solange es Gewinn bringt!
A. W. Sachartschenko: Mariupol wird nie außerhalb unserer Republik bleiben. Das ist eine der größten Städte der DVR, es ist ein Hafen. Ich verstehe sehr gut, dass ein solcher Verlust von Mariupol für die Ukraine der Verlust von 20% des Bruttosozialprodukts bedeutet. Seit dem 1. März geht kein einziger Waggon mit irgendeiner Ladung vom Territorium der DVR auf das Territorium der Ukraine. Alle Rohstoffe, die Mariupol jetzt erhält, sind aus den inneren Reserven der Ukraine. Wir haben die Blockade nicht als erste verhängt, sondern unsere Feinde. Aber dann haben wir unsere Blockade verhängt. Wir schicken nichts in die Ukraine, was für die Metallfabriken notwendig ist. Deshalb, Olga, beunruhigen Sie sich nicht. Wir brauchen Mariupol. Es ist die Heimat von vielen von uns – viele Soldaten, die jetzt kämpfen, kommen aus Mariupol. Sie alle möchten nach Hause kommen. Sie glauben nicht, wie groß ihr Wunsch ist, zur Familie zurückzukehren, die Verwandten zu sehen, einfach in das eigene Haus zu gehen. Es ist ein einfaches menschliches Glück, das sie erfahren wollen. Deshalb – Mariupol ist eine Stadt der Donezker Volksrepublik.
Mariupol könnte für die Okkupanten zur Hölle werden, aber Ihre Hilfe ist notwendig. Erinnern sie sich, was unsere Landsleute taten, als die Deutschen hierhin kamen. Ihnen brannte die Erde unter den Füßen!

Guten Tag, ich weiß, dass Sie „Minsk“ einhalten, aber es wird Zeit, es nicht mehr einzuhalten, wie auch sie es nicht einhalten. Ich und 80 Prozent bei uns sind für die DVR. Wir warten darauf, dass ihr möglichst schnell zu uns kommt.
A. W. Sachartschenko: Poroschenko wartet gerade jetzt darauf, dass wir aufhören „Minsk“ einzuhalten. Er will einen Vorwand haben, uns der Verletzung der Minsker Vereinbarungen zu beschuldigen. Das darf nicht zugelassen werden. In jedem Fall ist „Minsk“ ein politischer Ausweg. Das einzige Mittel, mit weniger Blut diesen Krieg zu beenden, ist die Erfüllung der Minsker Vereinbarungen. Wenn Sie die Minsker Vereinbarungen aufmerksam gelesen haben, dann ist offensichtlich, dass die Ukraine in eine ausweglose politische Lage getrieben wurde. Dies ist ein großer Sieg unserer Diplomatie. Deshalb ist es nicht möglich, diesen Sieg einfach so dem Feind abzugeben. Jede Verletzung von „Minsk“ von unserer Seite wird von der ganzen Welt bemerkt. Heute versteht die Weltgemeinschaft mit großer Mühe und Knirschen, aber immerhin, dass die Ukraine in erster Linie „Minsk“ verletzt. Deshalb ändert sich das Verhältnis zur Ukraine. Noch vor kurzem hat der IWF ihnen die nächste Tranche nicht zugeteilt hat, die Rhetorik der europäischen Staatsoberhäupter hat sich absolut geändert. Die Ukraine befindet sich in einer Anfangsetappe der politischen Isolation. All dies dank der Minsker Vereinbarungen. Wenn wir mit weniger Blut unseren großen Krieg lösen wollen, müssen wir „Minsk“ maximal unterstützen. Aber wenn uns klar werden wird, dass „Minsk“ sich überlebt hat, dass es nicht möglich sein wird, dieses Problem so zu lösen, wie wir hoffen, glauben Sie mir, dann wird niemand auf „Minsk“ schauen, dann werden wir das moralische Recht haben, davon Abstand zu nehmen. Die Ukraine hat „Minsk“ so oft verletzt, nicht eine einzige Vorschrift erfüllt, die sie selber unterschrieben hat. Deshalb können wir mit ruhigen Gewissen sagen: ihr erfüllt „Minsk“ nicht und wir werden es auch nicht tun.

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Alexandr Wladimirowitsch, wann und wie wird der gesamte Donezker Oblast von ukrainischen Soldaten, Ukrofaschisten und der uns hassenden ukrainischen Regierung befreit werden?
A. W. Sachartschenko: Es gibt zwei Wege zur Lösung dieser Fragen: die militärische Lösung des Konflikts, an der alle Einheiten der Armee teilnehmen werden. Aber selbst wenn die Entscheidung über eine militärische Befreiung unseres Territoriums getroffen wird, werden wir uns bemühen, dass keine Stadt unserer DVR, die sich auf dem zeitweilig besetzten Territorium befindet, heftig beschossen wird. Wir werden die Infrastruktur und die Einwohner schützen. Der zweite Weg betrifft Minsk – es ist ein politischer. Es gibt noch Hoffnung, dass wir auf politischem Weg unser Territorium befreien können. Wir träumen davon, dass die Ukraine uns unser Land selbst zurückgibt und wir irgendwo an der Grenze zum Oblast Charkow sitzen werden, einen Erlass über die Abgrenzungslinie als Staatsgrenzen unterzeichnen. Das ist theoretisch möglich. Aber ich weiß nicht, wann das geschehen wird, aber ich hoffe, dass es ohne Opfer gehen wird. Aber ich wiederhole noch einmal: wenn es nötig ist, sind wir in der Lage, unser Land gewaltsam zu befreien.
Das heißt, eine militärische Lösung der Frage ist möglich?
Verstehen Sie, die Ukraine ist jetzt in einer solchen Lage, in der Krieg der einzige Ausweg ist. Um die Situation zu ändern, die in Kiew und der ganzen Welt entstanden ist, hat Poroschenko einen Ausweg – Kämpfe zu beginnen. Ich prognostiziere, was weiter geschehen wird – es wird ein Geheul der europäischen Staatsoberhäupter beginnen, wie Krieg, was ist zu tun? Die Antwort – setzen Sie sich an den Verhandlungstisch. Und dieser Ausweg wird so lange gefunden werden, bis wir zum Gegenangriff übergehen und planmäßig unser Territorium befreien werden. Dann wird Poroschenko die Chance haben die Situation zu verändern, er wird wieder im Verhandlungsprozess sein, und sowohl für das Schicksal der Ukraine als auch von Pjotr Alexejewitsch persönlich wird Europa verantwortlich sein, mit dessen Zustimmung dieser Krieg begonnen hat. Ausgehend davon habe ich den Verdacht, dass die Ukraine solche Pläne überlegt. Es gibt eine große Wahrscheinlichkeit, dass solche Handlungen unternommen werden. Deshalb sind wir bereit für einen Angriff der ukrainischen Armee. Aber, ich wiederhole, wir hoffen diesen Konflikt politisch zu lösen und dafür unternehmen wir alles.

Guten Tag, sehr geehrte Kämpfer gegen den Faschismus und für die Unabhängigkeit unserer Heimat. Ich bin stolz und stimme Ihrer deutlich geäußerten Auffassung zu. Für mich hat die Ukraine bis 1991 existiert – mit einer rot-blauen Fahne und dem Wappen der ukrainischen sozialistischen Sowjetrepublik. In der ganzen übrigen Zeit haben die Bandera-Dreckskerle in aller Stille die Weltanschauung der Jugend verändert. Es ist traurig, dass wir unsere Kinder und Enkel nicht beachtet haben, jetzt tragen wir die Folgen. Ich erkenne weder die Attribute dieser Regierung noch die Regierung selbst an. Ich will, dass meine Heimat ohne die Bandera-Leute ist, bis zum Dnjepr und besser bis zum Sbrutsch. Glauben Sie, dass es bald so sein wird?
A. W. Sachartschenko: Wissen, Sie, diese Frage bezieht sich wirklich auf das Leben selbst. Lassen Sie uns an die Geschichte denken. Bei der Poltawa-Schlacht kämpften Ukrainer, Russen, Weißrussen – alle Nationalitäten des damaligen russischen Imperiums. Ja, bei den Schweden standen auch einige tausend ukrainische Verräter. Sehen wir weiter. Der Krim-Krieg – alle Nationalitäten des russischen Imperiums waren zusammen. Kommen wir näher zu unserer Zeit. Die Festung Brest. Die Verteidiger der Festung Brest waren aller Nationalitäten der Sowjetunion. Die Verteidigung Moskaus –  alle Nationalitäten der Sowjetunion. Stalingrad – alle Nationalitäten der Sowjetunion. Und jetzt spulen wir zurück. Die Einnahme von Warschau – alle Nationalitäten. An der Oder – alle Nationalitäten. Prag – alle Nationalitäten. Berlin – an den Mauern des Reichstags haben alle geschrieben, nicht nur Einwohner von Moskau und Petersburg, damals Leningrad. Es schrieb Kiew, Sumy, Charkow, Donezk – damals noch Stalino. Ich bin überzeugt, dass mehr als ein Dutzend Unterschriften aus Poltawa sind. Wir haben eine gemeinsame Vergangenheit. Ich bin überzeugt, dass wir eine gemeinsame Zukunft haben. Wir kämpfen nicht gegen das ukrainische Volk. Wir kämpfen gegen das Häuflein Wahnsinniger, ich zitiere den Menschen, der die Frage gestellt hat, gegen „Dreckskerle“. Die mit Waffengewalt die Regierung übernommen haben, die die Gehirne der Jugend vernebelt haben und auf den Schultern dieser Jugend jetzt versuchen, die Macht zu halten. Aber ich glaube daran, dass auch Sie und die Einwohner von Charkow und Sumy und Kiew ihren Kindern werden erklären können, wer wirklich ein Verbündeter ist und wer ein Feind. Mit wem gemeinsam die Ukraine ihr ganzes Leben lang gekämpft hat, gegen wen sie sie gekämpft hat. Und wenn der Moment kommt, wo es nicht nur Dnjepr, Dnzestr und Sbrutsch sein werden – überall wird die Regierung sein, die Ihr verdient. Das ukrainische Volk wird irgendwann aufwachen. Der Donbass, seht, er konnte sich erheben? Er konnte es. Niemand hätte das gedacht. Wie nennt man uns? „Arbeitsvieh“, „Banditen“? Nun, diese „Watniki“ und „Kolorady“ haben die Waffen in die Hand genommen und den gebildeten, nationalistischen großen Ukrys gezeigt, wo wirklich ihr Platz ist und wie man sie wirklich nennt. Deshalb darf man nicht seinen Stolz vergessen, nicht vergessen, wer ihr wirklich seid, nicht seine Vergangenheit vergessen. Und versucht, das Wissen über all diese Dinge dem Nachbarn, Sohn, Enkeln, Urenkeln weiterzugeben. Und dann, glaubt mir, wird das Land sich ändern. Und wenn ihr das heute nicht tun werdet, so wird eure ukrainische schwarze Erde in Europa anstelle von Torf verkauft, weil sie „besser und billiger“ ist. Diese Worte über eure Erde sollten euch entsetzen. Das war übrigens ein Abgeordneter des EU-Parlaments, der erzählt hat, wie er ins Geschäft gegangen ist und sich anstelle von Torf ukrainische Schwarzerde gekauft hat. Wenn schon Erde gehandelt wird, dann ist das eine schreckliche Sache. Das ist ein Staat, der nicht nur seine Reichtümer verkauft, sondern selbst das teuerste, seine Erde verkauft. Wohin wird er sich bewegen? Deshalb wird alles gut sein, wenn jeder von uns das tut, was er tun muss. Nicht vergessen, wer er wirklich ist und wo seine Wurzeln sind.

 

Was haben Sie in den letzten paar Monaten oder im letzten Jahr getan, damit die Nazis aufhören, am Blute der Bürger der Ukraine zu verdienen, aufhören zu existieren?
A. W. Sachartschenko: Fragen Sie mich als Menschen, was ich persönlich getan habe oder fragen Sie mich als Staatsoberhaupt.. Als Oberhaupt antworte ich sofort. Erstens leben wir in dieser ganzen Zeit in der DVR, bald werden wir den dritten Jahrestag begehen. Wir leben in einem freien unabhängigen Land, wo sich nicht die Faschisten rumtreiben, die in der Ukraine sind. In den letzten zwei Monaten wurden mehr als 30 Angriffe ukrainischer Faschisten auf unserer Positionen abgeschlagen. Die ukrainische Armee hat schwere Verluste erlitten. Es wurden zwei Stollen in Betrieb genommen, wir haben eine Bierfabrik in Betrieb genommen, in der nächsten Woche werden 10 Hektar Gärten in Betrieb genommen, Ende des Monats werden wir Ernte aus Treibhäusern haben. Während dieses Jahres haben wir zwei Festivals durchgeführt, auf der Krim ein Komitee zur Integration mit der RF gegründet. Und jetzt eine Frage an Sie. Was haben Sie für Kiew getan, damit die Faschisten nicht auf den Straßen ihrer Stadt aufziehen? Nicht in den letzten zwei Monaten, sondern seit 2014? Was haben die Einwohner von Kiew, Charkow, Dnjepropetrowsk, Saporoshe dafür getan, dass in ihrem Land keine Faschisten sind? Was haben Sie selbst getan? Sie fragen uns, was wir getan haben, damit in Ihren Straßen keine Faschisten aufziehen? Ich antworte – wir töten sie an der Front. Und was haben Sie getan? Ich möchte, dass der Mensch, der diese Frage gestellt hat, selbst auf sie antwortet.

 

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