Kommunisten in den Volksrepubliken des Donbass – Neuigkeiten vom 05.02.2017

Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

Wpered.su: http://wpered.su/2017/02/05/o-novom-obostrenii-situacii-na-donbasse-volya-k-pobede/
Der Pressedienst des Moskauer Stadtkomitees der KPRF
Iwan Miserow
(Dieser Text ist als Aufruf an die Völker der ehemaligen Sowjetunion zu verstehen – Anm. d. Übers.)
http://msk.kprf.ru/2017/02/04/22811/
Zur erneuten Zuspitzung der Situation im Donbass. Der Wille zum Sieg!

Sie schießen. Sie schießen wieder. Großkalibrige Geschosse detonieren in den Städten und Dörfern des Donbass, Gebäude stürzen ein, der Schnee ist dunkel vom Ruß, und vor allem – es sterben Menschen. Sie sterben. Wieder. Hat man das etwa gestoppt?
Gleichgültige Stimmen in Fernsehsendungen lesen vom Blatt die Namen der Orte ab und die Menge von Stahl und Tod, die sie abbekommen: Awdejewka – soundso viel 122mm-Geschosse, weiter – Gorlowka, weiter – Peski, weiter –Losowoje, weiter ….
Wir hören das. Der eine aufmerksam, der andere schon nicht mehr. An der westlichen Front dessen, was heutzutage Russische Welt genannt wird, alles unverändert. Wir haben uns daran gewöhnt.
Aber das sollten wir nicht! Wir sollten das nicht!!! Wir sollten uns auf keinen Fall an den Krieg gewöhnen!

Ich werde jetzt keine der üblichen Flüche gegen den Rechten Sektor, die Bandera-Leute, gegen Poroschenko mit seinen Kumpanen ausstoßen – das ist alles schon lange bekannt, alles ist festgelegt, die Positionen der Seiten sind allen bekannt und, wie in einem alten Aphorismus, hat man sich so weit voneinander entfernt, dass nur noch ein einziger Widerspruch geblieben ist und in eine einzige Frage mündet: Wer wird wen begraben. Aber wenn das nun einmal so ist, dann hat es keinen Zweck, die Phrasen in immer anderen Facetten zu wiederholen, es hat keinen Zweck, an das Gewissen zu appellieren – die Faschisten, wie es ihnen ihr ideologischer Anführer vormachte, haben diese Chimäre längst begraben, es hat keinen Zweck, denen die Leichen unter die Nase zu reiben, die nur nach einer blutigen Zugabe lechzen.
Vor uns steht der Feind. Den Feind musst du besiegen – sonst besiegt er dich. Der Donbass wird entweder siegen oder untergehen. Der Gegner selbst lässt nur diese eine Alternative zu – ukrainisch oder menschenleer, schreien sie.
Nicht auf Biegen und Brechen, sondern langsam aber sicher werden sie heran kriechen und alles ersticken – und da muss man sich gar nichts ausdenken – da muss man nur aufmerksam hinhören.
Entweder diese Hände, die an die Kehle der Millionenstadt, des ehemals größten Proletariergebiets der – das muss man jetzt so sagen – der Ukraine, greifen, werden abgeschlagen oder sie vollenden früher oder später ihre schmutzige Tat. Etwas anderes geht nicht! Es geht einfach nicht anders! Und weder in Minsk noch in einer anderen Stadt dieser Erde wird es gelingen, eine Festung aus Panzerstahl zu schaffen, die gegen Angriffe schützt, mit diesen falschen, schwankenden, betrügerischen Stimmen wird man die Kluft zwischen dem Aggressor und den Verteidigern ihres Heimatlandes, zwischen Mördern und Opfern nicht überbrücken können.

Jedoch ist auch klar – so viel soll dieser Artikel herausstellen – man darf den Architekten der gegenwärtigen, sagen wir es deutlich, Sackgasse nicht nur leise Vorwürfe machen, voll von Plattitüden, die jedoch nicht unausgesprochen bleiben dürfen.
Sie verstehen leise Vorwürfe nicht, nur millionenschweres solidarisches Gebrüll.
Wir, das Volk Russlands, sollten so handeln, dass diejenigen, die die Entscheidungen treffen, uns mehr fürchten als den Westen! Mehr als Hillary und Trump, mehr als die Sanktionen und das Embargo, mehr als das Einfrieren von Konten. Uns sollen sie fürchten!

Warum? Weil, und das sollte jeder begreifen, der in diesem Sinne die Berichte hört, in diesem Sinne die Nachrichten im Fernsehen sieht – wir jetzt getötet werden! Die Bjelowescher Grenzen (Ort, an dem in Geheimverhandlungen die Auflösung der Sowjetunion und die Gründung der Einzelstaaten Russland, Ukraine und Weißrussland beschlossen wurde – Anm. d. Übers.) – der Staub an den Füßen der Geschichte, eine Katastrophe, ein besoffener Verrat. Denn das Volk ist eins. Ein sowjetisches. Doch jetzt hier … Sie werden ihn nicht finden, auch mit einer Lupe oder mit professionellen ethnografischen Untersuchungen nicht, den Unterschied zwischen Menschen auf dieser oder der anderen Seite der Grenze der DVR bzw. LVR und dem Rostower Oblast Russlands. Das sollten Sie verstehen! Begreifen Sie – niemand in den 70er und 80er Jahren konnte sich in der Sowjetunion einen solchen Albtraum vorstellen.
Der Donbass mit seiner Industrie, seiner Kohle, seinem Metall benötigte Spezialisten – schon immer. Dorthin könnte es Ihre Familie verschlagen haben. Dorthin könnte es Sie verschlagen haben. Dorthin könnte  es auch mich verschlagen haben. Dorthin könnte es jeden beliebigen Sowjetbürger verschlagen haben.

Es ist wichtig, die Bedeutung, die wahre Bedeutung des anhaltenden Krieges zu verstehen. Es ist ein Krieg, der mit Blut die Grenzen auf den Landkarten, im Bewusstsein der Menschen, in der Kultur, der Wirtschaft, der Geschichte, durch die Familien, durch menschliche Beziehungen untermauern soll. Er soll für immer trennen. Zumindest so lange, bis ein neues Jahrhundert herangereift ist, bis der böse Geist, das bis heute Schrecken verbreitende Gespenst der Sowjetunion und des Sowjetmenschen, verschwunden ist.
Oder eben dieser Krieg wird die Grenzen zum Einsturz bringen, ihre ganze Bedeutungslosigkeit zeigen, wird zur Katharsis werden, zum Ende der Scham und der Verwirrung, zum Anstoß für das Zurückdrehen dieses Prozesses.

Freiwillige aus allen Teilen unserer großen Heimat, sogar Internationalisten aus den entferntesten Ecken, von der anderen Seite des Erdballs – aus Brasilien, aus Texas, von überall her – sie haben diese Grenze bereits überschritten. Sie durchquerten den Mythos von der Nation, durchwateten das von den „großen Ukrainern“ gegrabene schwarze Meer (Sprachbild für nazistisches Gedankengut – Anm. d. Übers.), rissen die Mauer nieder – die wichtigste, die Mauer im Bewusstsein. Denn in der Realität reicht es (zur Abgrenzung – Anm. d. Übers.) nur für Gräben und Maschendrahtzäune. Ohne die künstlich errichteten Barrieren, ohne die Hand, die Salz in offene Wunden streut, beginnen die zerstückelten Teile des Landes wieder zusammenzuwachsen. Das ist möglich – mehr als das – es ist unvermeidlich!

Aber dies erschreckt andere – die Kinder des Jahres 1991. Wenn man das Erbe von Bjelowesch auslöscht, wie eine lästige Fliege verjagt, so wird nicht nur das vernichtet werden, was von Krawtschuk und Schuschkewitsch (Unterzeichner des Bjelowescher Vertrags vonseiten der Ukraine und Weißrusslands – Anm. d. Übers.) geblieben ist, sondern auch das, was von Jelzin geblieben ist. Denn aus der Jelzin-Ära sind eben sie übrig geblieben: ein enger, fast familiärer Kreis inkompetenter Diebe, die ihre Inkompetenz jedoch erfolgreich mit Arroganz überspielen, eine Clique, die sich freut, wenn man Russland zur Ader lassen kann. Es ist natürlich schön, jemanden ausbluten zu lassen – der Traum jedes Imperialisten – selbst unserer vergleichsweise ängstlichen und zögerlichen hier….sie gehen kein Risiko ein, um ihre Positionen zu erhalten. Es reicht nicht aus, nach Größe zu schreien, man muss dafür kämpfen, sie machen nur PR, heizen die Konkurrenz an, fühlen sich ihrem Land aber nicht verpflichtet.….
Um große Dinge zu erreichen, braucht es starken Willen, braucht es die Masse. Aber die erwachte Masse – sie verbreitet Schrecken. Sie ist das Todesurteil für die faule Sattheit. Und der Wille … Willen hatten sie nie.
Es darf nicht sein, dass letztendlich den Völkern der ehemaligen Sowjetunion ein Beispiel dafür gegeben wird, dass sie Widerstand leisten und siegen können. Es muss verhindert werden, dass die Beziehungen zu guten Freunden und netten Partnern im Westen zerrissen werden, zu den Geschäftsleuten in der Ukraine – die Interessen sind zu eng verflochten. Und auf keinen Fall darf gezweifelt werden  am Allerwichtigsten – der Unantastbarkeit des Privateigentums – zumindest dem der Großen, der Elite, des Establishments. Auf keinen Fall Enteignung! Auf keinen Fall Verstaatlichung! Der Pöbel könnte tatsächlich glauben, dass dies möglich sei. Und so wird eine kleine Schokoladenfabrik bei Lipetzk (auch heute noch Eigentum von Poroschenko in einer russischen Stadt – Anm. d. Übers.) auch weiterhin friedlich vor sich hin qualmen.

Minsk. Eine schöne Stadt, die Hauptstadt Weißrusslands, die Stadt der breiten Straßen und stolzen Stalinbauten im Zentrum. Doch in jüngster Zeit Symbol für etwas anderes. Ein Symbol für Nachgiebigkeit dort, wo man unversöhnlich hätte bleiben müssen, ein Symbol für Verzögerungstaktik, wo schnelles Handeln notwendig gewesen wäre, ein Symbol der Schwäche eben.
Lässt man den Donbass fallen? Oder lässt man ihn nicht fallen? Ja. Oder nein? Nein. Oder doch?
Der Soldat, der an der Frontlinie unter Beschuss sitzt, sollte nicht raten müssen, ob man ihn schon verraten hat oder noch nicht! Er sollte nicht auf Erlaubnis zum Widerstand von ganz oben warten. Er sollte sich nicht rechtfertigen müssen für Siege! Wenn sich der Soldat entschuldigen muss für das Vorwärtsbewegen, dann kommt ihm unweigerlich in den Sinn, dass man von ihm eigentlich den Rückzug erwartet.

Man erinnert mich an die Krim. Ich antworte – was soll es eures Erachtens gewesen sein – ein erster Schritt, der Auftakt oder eine einzelne Episode, die man am besten gleich wieder vergisst? Man sagt mir, dass all dies ein schlauer Plan sei. Er sei so komplex, so sehr konspirativ, so vielschichtig, dass wir, das dumme und beschränkte einfache Volk ihn nie in seiner Weisheit erfassen könnten. Aber er werde uns zum Sieg führen – wir sollten nur vertrauen und warten, warten und vertrauen.
Ich antworte: Nein! Jeder Tag des Schweigens bringt neue Opfer. Jeder Tag des Schweigens bringt die Niederlage näher. Ja, genau, die Niederlage!  Man darf den Feind nicht unterschätzen – er hat viele Probleme, aber er löst sie, er erscheint vielleicht lächerlich, aber er tötet. Und jeder Feind, auch wenn er schwach ist, kann siegen, wenn man ihm nicht aktiv Widerstand leistet. Wir können uns nicht den Luxus des Wartens und der Untätigkeit leisten! Wir können nicht nur glauben und hoffen – dazu steht zu viel auf dem Spiel! Wir müssen Forderungen aufstellen. Welche? Die Unseren zu schützen – und damit uns selbst. Den Faschismus vernichten – im Namen des Gedenkens an die Gefallenen, im Namen des Glücks und des friedlichen Himmels über den Köpfen der Lebenden, für ein Leben auf der Erde. Man hat uns genug abgespeist mit Versprechen (Gemeint ist der Schutz aller russischsprachigen Menschen auch im Ausland durch die RF – Anm. d. Übers.)! Man hat uns genug zum Ruhebewahren aufgerufen mit Hysterie in der Stimme! Wir müssen nicht vertrauen! Wir dürfen und müssen fordern! Oder es wird zu spät sein. Das Rad der Geschichte dreht sich, wir sind an einer großen Weggabelung. Zur Konsolidierung des Zusammenbruchs, zu neuen Kriegen, neuen Opfern – oder zur Wiedervereinigung, zur Wiederbelebung (der Sowjetunion – Anm. d. Übers.), zur Korrektur all der schrecklichen Fehler der letzten 26 Jahre. Wir müssen uns entscheiden. Entschlossenheit fordern, die Erfüllung der Versprechen fordern, Anerkennung (der Volksrepubliken – Anm. d. Übers.) fordern, Siege fordern! Fordern, fordern, fordern!

 

 

Wpered.su: http://wpered.su/2017/02/04/4644/
Der Vertreter des Tulaer Oblastkomitees des Leninschen Komsomol Andrej Belitzkij besuchte die Donezker Volksrepublik

Am 2. Februar besuchte der zweite Sekretär des Leninischen Komsomol des Proletarskij-Bezirks von Tula Andrej Belizkij die DVR zu einem Freundschaftsbesuch, um Beziehungen zum Makejewker Stadtkomitee des Leninschen Komsomol der DVR herzustellen.

Im Rahmen des Besuchs fand ein Treffen Andrej Belizkijs mit dem ersten Sekretär des Makejewker Stadtkomitees des Leninschen Komsomol der DVR Anton Sajenko statt, bei dem die Vertreter der beiden Komsomolorganisationen Grußbotschaften austauschten und eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Bildung und Wissenschaft, der Jugendpolitik und der außerschulischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vereinbarten.

Nach dem persönlichen Treffen führten Andrej Belizkij und Anton Sajenko ein Treffen mit Komsomolzen und der studentischen Jugend aus der Donezker Nationaluniversität durch, an dem etwa 20 Menschen teilnahmen, sowie ein persönliches Treffen mit der stellvertretenden Dekanin der historischen Fakultät der Donezker Nationaluniversität Jelena Alexandrowna Schkribitko, die für Erziehungsarbeit zuständig ist. Trotz der heftigen Artilleriebeschüsse von Seiten der ukrainischen Streitkräfte, dem Geschützfeuer vor den Fenstern nehmen die Studierenden weiter am Unterricht der Universität teil, streben nach Entwicklung und Wissen.

Weil Andrej Belizkij selbst Student des Instituts für Rechtswissenschaft und Verwaltungswissenschaft der Gesamtrussischen Polizeiakademie in Tula im 2. Studienjahr ist und auch die Funktion des Vorsitzenden des studentischen Aktivs und des Assistenten des Rektors zu Fragen der Verbindung zur Jugend innehat, war der Dialog mit den Komsomolzen und Studierenden der Donezker Nationaluniversität recht lebhaft und interessant. Andrej erzählte über die Arbeit seiner Bildungseinrichtung in der Region, über die Realisierung von Jugendprogrammen in der RF sowie über die Aktivität des Leninschen Komsomols und der kommunistischen Partei und deren Einfluss auf die Erziehung der heranwachsenden Generation. Anton Sajenko seinerseits erzählte den Anwesenden von der Arbeit der KP und des Komsomol in der DVR, über die Ziele und Aufgaben der kommunistischen Bewegung, die getane Arbeit und geplante Veranstaltungen.

Unter heutigen Bedingungen Kommunist zu sein ist zweifellos schwierig und ehrenvoll. Gerade die Kommunisten sind Träger der Ideen des wahren Patriotismus, des Engagements, der Achtung und der Gerechtigkeit.

Zum Abschluss des Treffens mit der Jugend aus Donezk, Makejewka, Gorlowka, Jenakiewo äußerte Andrej Belezikij seine Unterstützung für das Volk des Donbass im Kampf gegen den Nazismus und Faschismus, für die Kommunistische Partei und den Leninschen Komsomol der DVR und dankte für den warmherzigen Empfang und das interessante Gespräch.

Dieses Treffen von Vertretern der kommunistischen und linken Bewegung in der DVR war bei weitem nicht das letzte. Gerade der direkte, offene Dialog ist Grundlage und Unterpfand einer langjährigen, engen Zusammenarbeit und einer echten kommunistischen Freundschaft und der Solidarität von Brudervölkern.

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