Presseschau vom 24.10.2016

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

 

Vormittags:

 

Lug-info.com: Die Kiewer Truppen haben in den letzten 24 Stunden sechsmal die Positionen der Volksmiliz der LVR beschossen. Dies teilte heute die Verteidigungsbehörde der Republik mit.
Zweimal wurde aus Richtung Luganskoje Kalinowka mit 120mm-Mörsern und Panzertechnik beschossen.
Ebenfalls wurde mit Mörsern des Kalibers 120mm aus Richtung Stschastje das Dorf Weselaja Gora beschossen.
Beim Beschuss von Rajewka aus Richtung Staryj Ajdar mit 82mm Mörsern, Granatwerfern, Antipanzerraketenkomplexen und Schusswaffen wurde ein Zivilist verletzt.
Aus Richtung Solotoje wurde mit Granatwerfern Marjewka beschossen.
Das Gebiet von Krasnyj Jar wurde aus Richtung Staniza Luganskaja mit Granatwerfern beschossen.

 

Dan-news.info: Zusammenfassung mehrerer Meldungen über ukrainische Beschüsse und deren Folgen
„Von 19:00 bis 00:30 Uhr hat die ukrainische Seite Staromichajlowka, Alexandrowka und Trudowskije im Westen von Donezk, das Gewerbegebiet in der Nähe von Jasinowataja und das Dorf Sachanka im Süden des Landes beschossen“, teilte eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der Republik mit. „Von den Positionen des Gegners wurden 70 Mörsergranaten der Kaliber 82 und 120mm abgeschossen“.
Nach Informationen des Gesprächspartners verwendete der Gegner neben Mörsern auch Panzertechnik, Granatwerfer und Schusswaffen.
„In Jasinowataja wurde ein Mehrparteienhaus beschädigt“, teilte eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
Gemäß vorläufigen Informationen wurde auf das Wohngebiet mit Mörsern geschossen.

 

Ukrinform: Im gestrigen Interview mit ukrainischen TV-Kanälen sagte der Präsident der Ukraine Petro Poroschenko, er habe auf dem Gipfel in Berlin erklärt, dass Russland in die von ukrainischen Behörden nicht kontrollierten Gebiete des Donbass bereits mehr Panzertechnik und Artillerie gebracht hat als die deutschen Streitkräfte besitzen, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
„Ich habe betont, dass die Menge der Waffen und schwerer Panzertechnik, die Russland weiter über den unkontrollierten Abschnitt der ukrainisch-russischen Grenze liefert, heute eine solche Größenordnung erreicht, die in der Zahl der Panzer, Artilleriesysteme, gepanzerter Fahrzeuge und Mehrfachraketenwerfer bereits die Menge der Waffen der deutschen Bundeswehr überschreitet“, sagte Poroschenko.
„Und gerade deshalb müssen wir in der ersten Etappe – der Etappe vor den Wahlen – die Kontrolle über die Grenze von Seiten einer bewaffneten OSZE-Mission bekommen. Das steht in Minsk (Abkommen- Red.). Und ich habe das immer betont: die Kontrolle seitens der bewaffneten OSZE-Mission soll die Infiltration russischer Truppen, russischer Waffen und Munition stoppen“, sagte Poroschenko.
Ihm zufolge soll diese Polizeimission der OSZE bewaffnet sein und mit ständigem Mandat agieren.

 

De.sputniknews.com: Einer der Gründe für die Invasion westlicher Länder in Libyen ist der Versuch des damaligen libyschen Präsidenten Muammar al-Gaddafi, den afrikanischen Kontinent zu vereinigen und eine einheitliche Währung zu schaffen. Dies sagte der Cousin des ermordeten libyschen Staatschefs, Ahmed Gaddafi al-Dam, in einem Interview mit RT.
„Der Westen dachte, dass solch eine Regierung den Zugang zu den afrikanischen Schätzen verschließen wird, was den Interessen westlicher Länder widerspricht. Sie sahen in Muammar al-Gaddafi eine Gefahr, weil er diese afrikanische Vereinigung leitete“, so Gaddafi al-Dam.
Die westlichen Staatschefs, darunter auch US-Präsident Barack Obama, hätten ihm zufolge den Sturz des Regimes in Libyen als einen großen Fehler anerkannt. al-Dam forderte nun auch die Uno zu einer Ermittlung der Ereignisse 2011in Libyen auf.
„Wenn diese Länder nun solche Erklärungen abgeben, dann fordern wir von ihnen eine Entschuldigung für die Zerstörung unseres Landes vor dem gesamten libyschen Volk“, so der Ex-Präsidenten-Cousin weiter.
Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi wurde am 20. Oktober 2011 von Rebellen ermordet, die von der Nato Unterstützung erhielten. Der damals im Land entstandene Bürgerkrieg wird praktisch bis heute geführt. Das Land befindet sich in einer schwierigen politischen und wirtschaftlichen Krise.

 

Nachmittags:

 

De.sputniknews.com: Russland hat nach Angaben seines Außenministeriums bereits eine „Reihe von Maßnahmen“ vorbereitet, um mögliche neue US-Sanktionen „asymmetrisch“ kontern zu können.
„Die USA betreiben bereits seit längerem Sanktionspolitik gegen Russland“, so der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow am Montag im Föderationsrat (russisches Parlamentsoberhaus). „Wir haben diese Zeit genutzt, um bestimmte Untersuchungen durchzuführen und eine Reihe von asymmetrischen Gegenmaßnahmen vorzubereiten.“
Die USA und deren europäische Verbündete hatten vor mehr als zwei Jahren wirtschaftliche und politische Sanktionen gegen Russland verhängt, unter anderem, weil Moskau das Krim-Referendum vom März 2014 anerkannt hatte, jedoch nicht den kurz davor geschehenen nationalistischen Umsturz in der Ukraine.
Am Freitag drohte Washington Russland mit neuen Sanktionen, diesmal wegen Syrien, wo Russland die Regierung von Präsident Baschar al-Assad im Kampf gegen den Daesh (auch Islamischer Staat, IS), al-Nusra-Front und andere Terrorgruppen militärisch unterstützt. Die USA dagegen streben eine Entmachtung Assads an.

 

Ukrinform: Bei Kämpfen in der Ostukraine sind in den letzten 24 Stunden sieben ukrainische Soldaten verletzt worden.
Das teilte am Montag der Sprecher des Verteidigungsministeriums der Ukraine für die Antiterror-Operation (ATO), Oberst Andrij Lysenko, mit.

 

Lug-info.com: Das Oberhaupt der LVR Igor Plotnizkij hat heute auf einer Besprechung des Ministerrats den Minister für Kommunikation und das staatliche Fernsehen der Republik aufgefordert, eine wöchentliche Fernsehsendung zu den Minsker Vereinbarungen durchzuführen, an der die Personen beteiligt sind, die für die LVR in Minsk verhandeln. Dort soll darüber informiert werden, was bei den Verhandlungen geschieht. ….
„Viele stellen die Frage: wird es bei uns eine bewaffnete OSZE-Mission geben oder nicht? Es muss den Menschen erläutert werden, dass eine bewaffnete OSZE-Mission erstens selbst in der Satzung der Mission nicht vorgesehen ist. Und um die Satzung zu ändern müssen 47 Länder zustimmen. Wenn irgendein Land seine Zustimmung nicht gibt, muss alles neu erörtert werden“, sagte Plotnizkij.
„Zweitens, jede bewaffnete Mission auf jedem Territorium – unwichtig oder eine anerkannte oder eine nicht anerkannte Republik – muss die Zustimmung der Behörden der Territorien erhalten, die sie kontrollieren. Im allgemeinen muss deutlich werden, dass Verhandlungen über eine bewaffnete OSZE-Mission eine sehr, sehr weit entfernte Perspektive sind“, fuhr das Republikoberhaupt fort.
„Es muss den Menschen erklärt werden, was bei bezüglich Minsk geschieht, das heißt einmal in der Woche. Alle Teilnehmer werden zu ihrem Thema sprechen, damit die Menschen wissen, was geschieht, wohin wir uns bewegen“, unterstrich Plotnizkij.

 

Ukrinform: Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten der Ukraine habe den Botschafter von Syrien in der Ukraine für die Erklärung von Aussagen der Sprecherin des syrischen Parlaments über die Anerkennung der Krim als zu Russland gehörend, einbestellt und einen starken Protest in diesem Zusammenhang geäußert, teilte dem Ukrinform-Korrespondenten die Sprecherin des Außenministeriums, Marjana Beza, mit.
„Am 20. Oktober hat das Außenministerium den syrischen Botschafter in der Ukraine für die Äußerung eines starken Protests und die Erklärung bezüglich der Aussagen der Sprecherin des syrischen Parlaments in der Frage der Zugehörigkeit der Krim einbestellt. Eine solche Erklärung ist ein unfreundlicher Schritt gegenüber unserem Land und ruft tiefe Empörung hervor. Es wurde klar gemacht, dass die Krim Teil der Ukraine nach dem Völkerrecht war, ist und sein wird. Dies bestätigt die Resolution der UN-Generalversammlung vom 27. März 2014 über die territoriale Integrität der Ukraine“, betonte die Sprecherin des ukrainischen Außenministeriums.
Am 19. Oktober hatte die Vorsitzende des syrischen Parlaments, Hadiya Abbas, in einem Interview mit dem russischen Fernsehen erklärt, Syrien erkenne die Krim als Teil Russlands an.
Syriens Präsident Baschar Al-Assad kooperiert aktiv mit dem Kreml.

 

De.sputniknews.com: WP: USA wollten Rebellen in Syrien mit Waffen gegen russische Bomber ausstatten.
Das Weiße Haus hat nach Informationen der Zeitung „The Washington Post“ (WP) in Erwägung gezogen, die US-trainierten Rebellen in Syrien mit schlagkräftigen Waffen auszustatten, um sie vor den russischen Luft- und Artillerieangriffen zu schützen.
Die Pläne, den Rebellen mehr Feuerkraft zur Verfügung zu stellen, seien in den jüngsten Sicherheitsberatungen bei Präsident Barack Obama heimlich diskutiert worden, schreibt die WP. Nach Angaben der Zeitung sind diese Pläne noch nicht endgültig vom Tisch.
Die CIA hat in den vergangenen drei Jahren Tausende Kämpfer für die so genannte moderate Opposition in Syrien ausgebildet. Die US-Administration betrachtete das Programm als Kernstück ihrer Strategie zur Entmachtung von Syriens Präsident Baschar al-Assad. Doch die Waffen, die den Rebellen geliefert wurden, wie auch die geschulten Kämpfer selbst, landeten nicht selten beim „Islamischen Staat“ (IS, Daesh) und anderen Terrormilizen…

 

Dan-news.info: Die Generalstaatsanwaltschaft der DVR hat ein Strafverfahren gegen die Kommandeure der ukrainischen Streitkräfte Wasilij Subanitsch und Wjatscheslaw Wlasenko eröffnet, die für  Beschüsse der Umgebung von Donezk verantwortlich sind. Dies teilte heute die Ermittlungsabteilung der Generalstaatsanwaltschaft der DVR mit.
„Von der Ermittlungsabteilung der Staatsanwaltschaft wurde ein Strafverfahren gegen den Kommandeur der 10. Gebirgssturmbrigade der ukrainischen Streitkräfte Subanitsch und den Kommandeur des 46. Spezialbataillons der ukrainischen Streitkräfte „Donbass-Ukraina“ Wlasenko eingeleitet“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
„Diese Personen, die sich an den Stationierungsorten der genannten militärischen Abteilungen befinden und vorsätzlich nach vorheriger Absprache mit einer Gruppe von Personen handeln, mit dem Ziel terroristische Akte zu begehen, haben die Befehle zum Beschuss der Umgebung von Donezk gegeben, darunter auch mit schweren Waffen“, unterstrich die Behörde.

 

Dan-news.info: Die Forstwirtschaft der DVR hat mit der Anpflanzung neuer Wälder begonnen, dazu wurden bereits mehr als eine halbe Million Setzlinge gezogen. Dies teilte der Leiter der Abteilung für Forst- und Jagdwirtschaft des Landwirtschaftsministeriums der DVR Alexej Schebalkow mit.
„Zur Wiederherstellung der durch die Kämpfe beschädigten Wälder der Republik wurden in Baumschulen mehr als eine halbe Million Setzlinge der wichtigsten Bäume und Sträucher gezogen“, sagte er. „Darunter sind 300.000 Kiefern sowie Eichen, Ahorn, Eschen, Akazien und andere. Dies wird die von den Beschüssen beschädigten Waldgebiete der DVR wieder füllen“.
Schebalkow sagte, dass grundlegende Arbeiten im Gebiet des legendären Hügels Saur-Mogila erfolgen, wo heftige Kämpfe stattfanden. Bepflanzungen finden in allen fünf Waldgebieten der DVR statt: Donezk, Amwriosiewskij, Gorlowka, Tores und Telmanowo. Insgesamt sollen etwa 500 Hektar bepflanzt werden.
Diese Arbeiten sollen bis Ende November abgeschlossen sein.

 

De.sputniknews.com: Die Ukrainer sind nicht nur mit der Situation im Land unzufrieden, sondern erwägen laut jüngsten Umfragen des Forschungsinstituts „Rating“ massenweise eine Flucht aus dem Land. Dies widerspreche völlig den Erklärungen des Präsidenten Petro Poroschenko, der im Westen oft von der großen Unterstützung seitens der Wähler spricht.
Im Auftrag des Ukrainischen Unternehmerverbandes für internationale Arbeitsbeschaffung erarbeitete „Rating“ eine Studie, um herauszufinden, was die Ukrainer über ihre Zukunft und die Möglichkeit denken, in der Ukraine fair Geld zu verdienen. Die Umfrage hat gezeigt, dass mehr als jeder dritte Ukrainer ins Ausland fliehen möchte.
„Da man keinen vernünftigen Job in der Ukraine finden kann, wollen 40 Prozent der Befragten im Ausland nach Arbeit suchen“, heißt es in dem Bericht des Soziologie-Instituts. „Die Grundmotive für Arbeitnehmer und Migranten sind ähnlich: bessere Lebensbedingungen für sich und eine würdige Zukunft für Kinder, das Fehlen von Arbeit in der Ukraine“, heißt es im Bericht weiter.
Allein im Jahr 2015 waren nach Angaben des Staatlichen Migrationsdienstes der Ukraine 9,5 Millionen Ukrainer über Polen in die EU ausgereist.

 

Lug-info.com: Pressekonferenz des offiziellen Vertreters der Volksmiliz der LVR Major Andrej Marotschko (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
„Das ukrainische Kommando konzentriert weiter Waffen und Militärtechnik in der Zone der sogenannten „ATO““, sagte Marotschko.
„Durch Informationen von örtlichen Einwohnern, die in Rubeshnoje leben, wurde bekannt, dass Militärzüge mit Waffen, Militärtechnik und Personal der ukrainischen Streitkräfte eingetroffen sind. In einem der Züge wurden leicht gepanzerte Fahrzeuge bemerkt“, berichtete der Major.
„Es wurde bekannt, dass im Gebiet von Bolotennoje zwei Einheiten Panzertechnik eingetroffen sind. Auf den Positionen des 3. Bataillons der 93. Brigade der ukrainischen Streitkräfte westliche von Sokolniki befinden sich im Gebiet einer TBC-Beratungsstelle weitere drei Einheiten Panzertechnik“, fuhr der Vertreter der Volksmiliz fort.
„Neben der Konzentration von Technik rüstet der Gegner weiterhin neue Positionen aus und verstärkt die vorhandenen. Zwei km östlich von Nowoswanowka werden Positionen eines Zugstützpunkts aus dem 10. Bataillon der 59. Brigade der ukrainischen Streitkräfte technisch ausgerüstet, wobei Kräne und Bagger verwendet werden“, fügte Marotschko hinzu.
„Uns wurde bekannt, dass zwei Soldaten der 54. Brigade in Folge unvorsichtigen Umgang mit Waffen starben“, erläuterte Marotschko.
„Außerdem wurde festgestellt, dass die Versorgung der Abteilungen mit Brennstoff, Medikamente und anderem Material sich auf einem äußerst niedrigen Niveau befindet, was dadurch bestätigt wird, dass Freiwilligenorganisationen die Soldaten der Brigade unterstützen“, fügte der Vertreter der Volksmiliz hinzu.

 

De.sputniknews.com: Moskau: Aleppo-Evakuierung gescheitert – Wie weiter aus russisch-syrischer Sicht?
Eine mögliche Wiederaufnahme der humanitären Pause im syrischen Aleppo steht zurzeit nicht auf der Tagesordnung, wie Russlands Vizeaußenminister Sergej Rjabkow am Montag gegenüber Journalisten sagte.
„Die humanitäre Pause ist seit Samstag beendet. Für eine Rückkehr zu dieser Pause müssten unsere Opponenten ein adäquates Vorgehen der Anti-Regierungs-Gruppierungen gewährleisten, die unter anderem die während der humanitären Pause geplante medizinische Evakuierung haben scheitern lassen“, so Rjabkow.
Moskau habe sich davon überzeugen lassen müssen, dass alle Vorwürfe gegenüber Damaskus und Moskau auf „ein Aufhetzen der Atmosphäre und die Schaffung einer für uns ungünstigen politischen Konjunktur abzielen“. „Das ist ein vollkommen klares Spiel, wohinter gar keine Sorge um die humanitäre Situation in Aleppo steht. Würden sich diejenigen, die Kritik an uns üben, tatsächlich um das Schicksal der Zivilisten in Aleppo sorgen, hätten sie realen Einfluss auf Opposition und Extremisten ausgeübt“, betonte der Diplomat.
„Das, was in den vergangenen drei Tagen hätte geschehen müssen, ist nicht passiert, deswegen ist eine mögliche Wiederaufnahme der humanitären Pause derweil nicht aktuell“, hieß es aus Moskau. Alle bisher erzielten Vereinbarungen zu Syrien blieben derweil in Kraft: „Sowohl wir als auch Damaskus halten die Abkommen strikt ein“, so Rjabkow.
Ein Besuch des syrischen Außenministers Walid Muallem in Moskau sei möglich, jedoch noch im Besprechungsstadium. Als mögliches Besuchsdatum sei der 28. Oktober im Gespräch. Zuvor hatte Syriens Botschafter in Russland, Riad Haddad, mitgeteilt, dass Muallem Moskau bis Ende Oktober einen Besuch abstatten werde. Während des dreitätigen Aufenthaltsprogramms solle er selbstverständlich auch seinen russischen Amtskollegen Sergej Lawrow treffen.
Die humanitäre Pause war am 20. Oktober um 08:00 Uhr Ortszeit in Kraft getreten. Acht Korridore waren vorgesehen – sechs für Zivilisten und zwei für Kämpfer. Die russischen und syrischen Luftstreitkräfte hatten bereits am Dienstag ihre Angriffe auf die Stellungen der Terroristen eingestellt, um die umkämpfte Stadt auf die großangelegte Feuerpause vorzubereiten. Weder Kämpfern noch Zivilisten war es am dritten Tag der humanitären Pause gelungen, Ost-Aleppo zu verlassen.
Zuvor hatte ein Bewohner von Ost-Aleppo gegenüber RIA Novosti gesagt, Terroristen der Dschebhat an-Nusra würden seit zwei Tagen die Ausgänge zu den humanitären Korridoren blockieren und damit drohen, jeden zu erschießen, der zu fliehen versuche.

 

Dnr-online.ru/youtube-Seite des Verteidigungsministeriums der DVR:
Pressekonferenz des stellvertretenden Kommandeurs des operativen Kommandos der DVR Eduard Basurin (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Die Lage in der DVR bleibt angespannt. In den letzten 24 Stunden haben die ukrainischen Truppen 230-mal das Regime der Feuereinstellung verletzt. Dies geschah 111-mal unter Anwendung von Mörsern verschiedenen Kalibers.
Im Verlauf des Tages wurden von den Kommandeuren der Soldaten der Ukraine Drapatyj, Schaptala, Wlasenko, Kabizkij und Mazejko Befehle zum Beschuss der Ortschaften Shelesnaja Balka, Sajzewo, Jasinowataja, Staromichajlowka, Alexandrowka, Dokutschajewsk, Kominternowo, Sachanka und des Stadtteils Trudowskije im Petrowskij-Bezirk von Donezk gegeben.
In Folge des Mörserbeschusses durch die ukrainischen Soldaten wurde in Trudowskije die Familie Gontscharow verletzt: Lidija Dmitrewna, geb. 1955 und ihr Sohn Dmitrij Waseiljewitsch, 1985 geb., die mit Verletzungen durch Geschossexplosionen verschiedenen Schweregrads ins Krankenhaus eingeliefert wurden.
In Jasinowataja wurden durch Mörserfeuer auch drei Häuser beschädigt, ein Haus in Sachanka.
Unsere Aufklärung entdeckt weiter Fälle von Stationierung verbotener Waffen der ukrainischen Streitkräfte in der „ATO“-Zone entlang der Kontaktlinie. So im Gebiet der Ortschaften:
– Kurdjumowka, 7 km von der Kontaktlinie, auf dem Gebiet einer Fabrik und der Artjomowskij-Kiesgrube wurde eine Konzentration von acht 122mm-Artilleriegeschützen „Gwosdika“ entdeckt;
– Dsershinsk, 5 km von der Kontaktlinie, es wurde eine Konzentration von Panzertechnik der ukrainischen Streitkräfte, darunter fünf Panzer und vier 122mm-Artilleriegeschütze „Gwosdika“ festgestellt;
– Kleban Byk, 16 km von der Kontaktlinie, es wurde eine Konzentration von sechs 152mm-Artilleriegeschützen „Akazija“ beobachtet;
– Dokutschajewsk, 1 km von der Kontaktlinie, es wurde die Stationierung von zwei 120mm-Mörsern festgestellt;
– Schirokaja Balka, 2 km von der Kontaktlinie, auf zwei Lastwagen sind 40 polnische Söldner eingetroffen;
– Wechnetorezkoje, 4 km von der Kontaktlinie, es wurde die Ankunft von 100 Mann aus dem „Rechten Sektor“ festgestellt, die trotz der Beschwerden der örtlichen Bevölkerung Wohnhäuser einnehmen.
Alle Angaben über Verletzungen der Minsker Vereinbarungen durch die ukrainische Seite und die Stationierung verbotener Waffen der ukrainischen Streitkräfte wurden an die Vertreter der OSZE-Mission und des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination übergeben.
Erfolglose Angriffe ukrainischer Soldaten im Süden der Republik, Beschuss mit Artillerie und Mörsern tagsüber, wodurch Häuser zerstört werden und die Zivilbevölkerung leidet, sowie die Informationen unserer Aufklärung über die Stationierung verbotener Waffen der ukrainischen Streitkräfte, die nicht einmal getarnt sind, in der Nähe der Kontaktlinie, zeugen nur davon, dass das ukrainische Kommando die Minsker Vereinbarungen absolut missachtet und alle Erklärungen der OSZE-Mission nicht in Betracht zieht, in der Überzeugung, dass ihnen nichts geschehen wird, weil sie die „große ukrainische Nation“ sind, die zur Verteidigung Europas „aufsteht“.

 

De.sputniknews.com: Die Terroristen in Syrien werden sich erst ergeben und ihre Waffen niederlegen, sobald die USA das Land verlassen und ihre Unterstützung für diese Gruppierungen aussetzen, wie der Exekutivdirektor des Ron Paul Institute for Peace und Prosperity, Daniel McAdams, im Gespräch mit Sputnik äußerte.
„Ein US-Abzug wäre eindeutig die beste Lösung für den Frieden in Syrien“, so McAdams im Interview.  „Die Erkenntnis, dass die USA sie (die Gruppierungen – Anm. d. Red.) nicht weiter unterstützen werden, würde sie zu einigen schwierigen Entscheidungen zwingen. Und ich glaube, man würde viel mehr Dörfer, größere Dörfer sehen, die einen Weg zur Kapitulation finden.“
Militante in und um Aleppo hätten schon damit angefangen, die Waffen niederzulegen. Man werde aber im Fall eines US-Abzuges eine Art „vereinbarte Kapitulation“ von Extremisten beobachten können.
„Viele von ihnen werden ihre Waffen strecken. Manche von ihnen könnten sich dafür entscheiden, bis zum Tod zu kämpfen“, so der Experte weiter.
Allerdings sei ein Abzug des US-Militärs aus Syrien gleich nach den US-Wahlen im November eher unwahrscheinlich, da die beiden Kandidaten interventionistische Ansichten teilten. Clinton und Trump würden das Syrien-Problem, so McAdams, ganz unterschiedlich angehen: Während Trump wahrscheinlich etwa 10.000 Soldaten zu einem Bodeneinsatz entsenden würde, könnte Clinton die Drohnen aufstocken und sogar einen Krieg mit Russland entfesseln.

 

Lug-info.com: Die Geflügelzuchtbetriebe der LVR planen, im nächsten Jahr die Produktion so zu erweitern, dass der Bedarf der Republik an Geflügel gedeckt werden kann. Dies teilte heute der stellvertretende Vorsitzende des Ministerrats Alexandr Drobot mit.
Mit den wichtigsten Produzenten von Geflügel und Eiern wurde eine Versammlung zu den Fragen der Entwicklung der Branche durchgeführt.
„Es gibt bei uns dabei Probleme, obwohl diese Unternehmen ein deutliches Wachstum bei der Produktion und beim Wiederaufbau zeigen“, unterstrich Drobot.

 

Abends:

 

De.sputniknews.com: Die Ukraine hat bei Syrien Protest gegen die Anerkennung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim als eine russische Region durch Damaskus eingelegt.
In diesem Zusammenhang wurde der Geschäftsträger a. i. Syriens am Montag ins ukrainische Außenamt einbestellt, schreibt die Tageszeitung „Ukrainskaja Prawda“.
Dem Blatt zufolge forderte die offizielle Vertreterin des ukrainischen Außenministeriums, Marjana Beza, Erläuterungen zu den jüngsten Äußerungen der syrischen Parlamentspräsidentin hinsichtlich der Zugehörigkeit der Krim. Zuvor hatte die Vorsitzende des Volksrates Syriens, Hadija Abbas, erklärt, dass die syrische Führung die Krim als einen integralen Teil der Russischen Föderation anerkennt.

 

Dan-news.info: Die gesellschaftliche Organisation „Molodaja Respublika“ hat für junge Talente des Nowoaswoskij-Bezirks der DVR einen Malwettbewerb „Wir wählen Frieden“ durchgeführt, heute wurden die Namen der Sieger genannt. Dies berichtete die Vorsitzende der örtlichen Abteilung der Organisation Marina Bojko.
„Im Nowoasowskij-Bezirk wurde unter der Jugend der Malwettbewerb „Wir wählen Frieden!“ durchgeführt. Die Teilnehmer haben ihre Arbeiten in verschiedenen Techniken vorgestellt, heute haben wir die Ergebnisse gesehen, acht Arbeiten wurden ausgezeichnet“, sagte die Gesprächspartnerin der Agentur.
An dem Wettbewerb nahmen etwa 100 junge Leute von 12 bis 25 Jahren teil. Die Arbeiten wurden mit Wachsmalstiften, Aquarellfarben, Tusche, Bleistift und anderen Materialien ausgeführt. Im Ergebnis wurden acht Sieger ausgewählt, die Urkunden erhielten.
„Ziel des Wettbewerbs war es, bei der heranwachsenden Generation ein Gefühl für den Glauben an die Zukunft unseres Planeten zu erzeugen, wo es eine Zeit ohne Kriege geben wird, das Interesse der Jugend an der Weltgeschichte und der Rolle des Landes im weltweiten historischen Prozess  zu unterstützen, die Kinder dazu anzuregen, sich mit den historischen Ereignissen zu beschäftigen.
Heute wurde im „Nowoasowsker Zentrum für außerschulische Bildung“ eine Ausstellung von Arbeiten der Wettbewerbsteilnehmer eröffnet. Dort werden die 30 besten Arbeiten bis zum 29. Oktober ausgestellt.

 

De.sputniknews.com: Ein US-Experte hat bei einem geschlossenen Briefing im Kongress vorgeschlagen, die Syrien-Krise durch die Beseitigung von Präsident Baschar al-Assad zu lösen. „Was halten Sie von Assads Ermordung?“, fragte der Teilnehmer, dessen Name nicht genannt wird, in der Sitzung, berichtet das Magazin „Foreign Policy“ (FP) unter Berufung auf eigene Quellen.
Die Frage wurde an den ehemaligen Nahost-Koordinator beim Weißen Haus, Philipp Gordon, gerichtet.
„Das ist gesetzwidrig und würde ohnehin nichts ändern, weil Russland und der Iran ihre Interessen in Syrien weiter verfolgen würden“, antwortete Gordon.
„Foreign Policy“ zufolge darf sich kein einziges Mitglied der US-Regierung laut Erlass von 1976 an einem politischen Mord oder an dessen Vorbereitung beteiligen. „Selbst wenn Assad stirbt – aus welchem Grund auch immer – oder ermordet wird, wird sich das Wesen des Konflikts, nämlich ein von Russland unterstütztes Regime gegen die Opposition, nicht grundsätzlich ändern“, sagte Gordon.
„Auch der nächste US-Präsident wird Pläne zur Beseitigung Assads kaum billigen. Aber eins liegt klar auf der Hand: Washington sucht immer öfter nach aggressiveren Lösungen zur Beilegung der vor fast sechs Jahren begonnenen Krise“, schreibt der Autor.
Die Sitzung hatte in der Vorwoche stattgefunden.

 

Novorisinform.org: Zum neuen Chef der Militärischen Aufklärung der Ukraine wurde der 38-jährige Generalmajor Vasily Burba ernannt, der zuvor für den Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) gearbeitet hatte und am Mord an der Bevölkerung des Donbass beteiligt war. Dies wurde auf der Facebook-Seite des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko berichtet.
„Es gibt keinen Zweifel, dass diese Ernennung einen neuen Impuls für die Aktivitäten des militärischen Geheimdienstes der Ukraine geben wird“, heißt es in der Meldung.

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