Presseschau vom 15.10.2016

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

 

abends / nachts:

 

de.sputniknews.com: Für Konfliktlösung: Donezk fordert Kiew zu direktem Dialog auf
Das Außenministerium der selbsterklärten Volksrepublik Donezk (DVR) hat Kiew zu einem direkten Dialog mit der DVR und der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk (LVR) aufgerufen, um den Konflikt im Donbass zu regeln. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Mitteilung der Behörde hervor.
„Anstatt ihre politische Schwäche durch Erwartungen an die Treffen im Normandie-Format zu maskieren, hätten die ukrainischen Behörden die Situation objektiv bewerten und sich auf einen Dialog mit Vertretern der Republiken konzentrieren müssen, weil nur die durch die beiden Konfliktparteien abgestimmten Lösungen zum Frieden im Donbass führen können“, heißt es.
Laut dem Ministerium ist eine friedliche Konfliktlösung nur im Rahmen der Minsker Verhandlungen möglich.
Zuvor hatte der russische Botschafter in Frankreich, Alexander Orlow, gegenüber dem TV-Sender Europe 1 mitgeteilt, dass das nächste Treffen des sogenannten „Normandie-Quartetts“ zur Regelung der Konflikte in der Ostukraine am 19. Oktober in Berlin stattfinden werde.
Laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gibt es bisher „keine Angaben“ über einen genauen Termin für das Treffen der Normandie-Vier. „Der Gipfel im Normandie-Format befindet sich tatsächlich im Vorbereitungsstadium. Soweit ich weiß, wurden bisher keine endgültigen Vereinbarungen darüber erzielt. Wir hoffen, in den kommenden Tagen zu klären, ob dieses Treffen am 19. Oktober oder später stattfinden wird“, so Peskow.
„Abhängig davon, ob Experten konkrete Vorschläge erarbeiten, werden wir über die Zweckmäßigkeit des Treffens auf höchster Ebene im Normandie-Format entscheiden“, so Peskow.
Dem Normandie-Format zur Regelung der Ukraine-Krise gehören Frankreich, Deutschland, Russland und die Ukraine an…

 

de.sputniknews.com: EU will Syrer wegen Aleppo mit Sanktionen belegen – Diplomat
Die EU-Außenminister sollen zuständige Stellen der Europäischen Union anweisen, syrische offizielle Amtsträger und Militärs aufzulisten, gegen die Sanktionen wegen Aleppo angewandt werden könnten. „Russen werden nicht auf dieser Liste stehen“, sagte ein europäischer Diplomat, der anonym bleiben wollte, am Freitag in Brüssel.
Zuvor hatte die „Financial Times“ unter Berufung auf eigene diplomatische Quellen berichtet, dass einige EU-Länder, darunter Großbritannien, Frankreich und Deutschland, die Möglichkeit prüfen, etwa zwölf Bürger Russlands wegen der Situation in Aleppo mit Sanktionen zu belegen.
„Wir sind im Kontakt zu allen internationalen Akteuren, die das syrische Regime dazu bewegen könnten, die Bombardements einzustellen, eine Waffenruhe auszurufen und humanitäre Hilfsgüter für die Bevölkerung ohne Vorbedingungen zuzulassen… Die EU ist bereit, Mitglieder der syrischen Regierung und ranghohe Militärs wegen dieser Kriegsverbrechen mit EU-Sanktionen zu belegen.“
Den Angaben zufolge werden bei einem Treffen am Montag (17.10) noch keine Sanktionstermine festgelegt. „Die Namensliste wird voraussichtlich in zwei bis drei Wochen abgestimmt werden“, fuhr der Diplomat fort. „Unser Ziel besteht nicht darin, Sanktionen gegen alle zu verhängen, sondern darin, die Einstellung der Bombardements (von Aleppo) und die Feuereinstellung durchzusetzen“, sagte er.
Zuvor hatte der Sprecher der syrischen Armee, Brigadegeneral Samir Suleiman, erklärt, dass die syrische Luftwaffe keine Bombenangriffe im Osten von Aleppo geflogen hatte, bei denen Zivilisten hätten betroffen werden können. „Wir haben keinerlei zivile Ziele oder deren Infrastruktur angegriffen. Die syrische Armee attackiert ausschließlich militärische Ziele und die Terroristen, und zwar nach sorgfältiger Aufklärung und ihrer Beobachtung“, sagte Suleiman.

 

vormittags:

 

Lug-info.com: Die Kiewer Truppen haben in den letzten 24 Stunden achtmal die Positionen der Volksmiliz der LVR beschossen. Dies teilte heute die Verteidigungsbehörde der Republik mit.
Das Gebiet von Kalinowo wurde sechsmal aus Richtung Nowoswanowka, Nowoalexandrowka und Troizkoje mit Mörsern der Kaliber 120mm und 82mm, Granatwerfern und Schusswaffen beschossen.
Mit Granatwerfern und Schusswaffen wurde aus Richtung Solotoje zweimal das Gebiet von Marjewka beschossen.
Verluste gibt es keine.

 

rusvesna.su: Am Freitag, dem 14. Oktober fand in Kiew der Gründungsparteitag der neuen ukrainischen Partei „Nationaler Corpus“ statt.
Die Hauptideen der Partei basiert auf 3 Prinzipien: „die Zerstörung des Imperiums der Moskowiter“ (das heißt, Russlands), die weitere Militarisierung der Ukraine und die Nationalisierung der strategisch wichtigsten Industrieobjekte des Landes.
Die neue Partei tritt nicht nur gegen Russland auf, sondern auch gegen den Präsidenten Petro Poroschenko, den die Mitglieder der neuen Partei für korrumpiert halten.
Der „Nationale Corpus“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Reihe osteuropäischer Staaten in einer Ostsee-Schwarzmeer-Allianz zu vereinen, die von der gemeinsamen anti-russischen Idee geleitet werden.

 

de.sputniknews.com: CIA plant Cyber-Angriff auf Russland – Medien
Der US-Geheimdienst CIA bereitet einen präzedenzlosen Cyberangriff auf Russland vor, berichtet der Sender NBC unter Berufung auf eigene Quellen im amerikanischen Nachrichtendienst.
Das Ziel der Attacke sind demnach die russischen Regierungsbehörden. Die CIA soll in Kürze dem Weißen Haus ihre „Vorschläge“ vorlegen.
Es werden weder nähere Details noch die möglichen Fristen der Operation genannt. Die CIA hat nach Angaben von NBC allerdings „mit der Auswahl von Zielen und anderen Vorbereitungsarbeiten begonnen“.
Die Quellen des Senders schließen nicht aus, dass dem Geheimdienst zahlreiche Dokumente vorliegen können, die Spitzenpolitiker Russlands bloßstellen würden. Der geplante Cyberangriff soll eine Rache für die jüngsten Hackerangriffe auf politische Institutionen in den USA sein, die die USA Russland zuschrieben.
US-Vizepräsident Joe Biden sagte dazu in der NBC-Sendung „Meet The Press“ am Freitag: „Wir senden eine Botschaft“ an Russland — und zwar „zu einem Zeitpunkt unserer Wahl und unter den Umständen, die die größte Wirkung entfalten werden“. Auf die Frage, ob auch die Öffentlichkeit von diesem Schritt erfahren werde, antwortete Biden: „Ich hoffe nicht.“

 

Dan-news.info: Zusammenfassung mehrerer Meldungen über ukrainische Beschüsse und deren Folgen
„Zwei Häuser wurden in Folge von direkten Treffern in Sergejewka am Rand von Sachanka zerstört, weitere zwei im Hauptteil des Dorfes wurden ernsthaft beschädigt. Wir führen die Untersuchung im Dorf weiter: Möglicherweise wird die endgültige Zahl erheblich höher sein“, teilte der Leiter der Bezirksverwaltung von Sachanka Igor Podgornyj mit.
„In Alexandrowka wurde ein Haus auf der Lenin-Straße 11“ beschädigt“, erkläre der Leiter der Bezirksverwaltung des Petrowskij-Bezirks von Donezk Maxim Shukowskij.
„Von 18:20 bis 2:30 Uhr hat die ukrainische Seite das Gebiet des ehemaligen Flughafens von Donezk, die Stadtteile Alexandrowka und Trudowskije im Petrowskij-Bezirk von Donezk, die Dörfer Kominternowo, Leninskoje, Ushewka, Sachanka im Nowoaowskij-Bezirk, Spartak, Krutaja Balka, den Jasinowataja-Bezirk, das Gewerbegebiet in der Nähe von Jasionowataja, Nowolaspa und Belaja Kamenka bei Dokutschajewsk beschossen“, teilte eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit. „Insgesamt wurden von den ukrainischen Streitkräften 217 Artilleriegranaten der Kaliber 122 und 152mm sowie Mörsergranaten der Kaliber 82 und 120mm abgeschossen“.
Nach Angaben der Quelle wurde neben den schweren Waffen und Mörsern von den Abteilungen des Gegners auch Panzertechnik, Granatwerfer und Schusswaffen verwendet.

 

rusvesna.su: Der Westen fürchtet sich davor, Putin in die Enge zu treiben – Außenministerium der Ukraine
Der Westen fürchtet, den Präsidenten Russlands Wladimir Putin zu verprellen, stellte die Stellvertreterin des Ministers Jelena Serkal fest.
„Sie befürchten (die westlichen Staatsoberhäupter – Anm. d. Red.) sehr, dass Putin, wenn er in die Enge getrieben wird, etwas nutzen wird, was sie selbst niemals genutzt hätten“, erklärte Serkal hintergründig in der Fernsehsendung einer der ukrainischen Medien.
In der ukrainischen Behörde meint man, dass der Westen energische Schritte in der Beziehung zu Moskau wegen des Vorhandenseins atomarer Waffen in Russland fürchtet.
Ihren Worten nach wird eine Abschaltung von SWIFT, als Sanktion gegen Russland, im Moment noch nicht in Betracht gezogen.
„Schon im Jahr 2014, als wir zur gegenwärtigen Stufe der Sanktionen übergingen, haben wir mit den europäischen Partnern diese Möglichkeit (der Abschaltung von SWIFT) diskutiert und stellten sie als äußerstes Druckmittel zurück“, ergänzte Serkal und gab zu, dass dieser Schritt im Westen zurzeit nicht ernsthaft in Betracht gezogen wird.
„Doch ausschließen, dass eine solche Möglichkeit existiert, können wir gegenwärtig nicht. Natürlich könnte dies ein Schritt im Zusammenhang mit irgendwelchen unerwarteten Ereignissen sein, doch wir hoffen, dass eine solche Maßnahme nicht nötig werden wird“, resümierte die stellvertretende Außenministerin der Ukraine.

 

Dnr-online.ru: In der letzten Woche ist beim Apparat der Bevollmächtigten der DVR für Menschenrechte eine Meldung über die Festnahme eines Mannes durch ukrainische militärische Strukturen im Bereich von Mariupol eingegangen, teilte der Pressedienst der Bevollmächtigten mit.
Beim Einreichen der Meldung berichteten die Verwandten des in Gefangenschaft Geratenen, dass sie am 7. Oktober einen Anruf von einer Person erhalten haben, die unbekannt bleiben wollte, mit dem Vorschlag 25.000 Griwna für die Freilassung des Mannes zu zahlen. So kann der Schluss gezogen werden, dass Festnahmen von Zivilisten, Soldaten oder Anhängern der Republik nicht nur Gegenstand lauter Erklärungen einzelner Vertreter der militärischen Einrichtungen der Ukraine sind, sondern auch dazu dienen, an der Sorge der Verwandten und Freunde der ungesetzliche festgehaltenen Personen zu verdienen.
Vermisstenmeldungen sind in dieser Woche nicht eingegangen.

 

de.sputniknews.com: Nuklearwaffen verbieten: Moskau missbilligt Initiative der Nichtatommächte
Russland tritt gegen die Initiative zur Erarbeitung einer Konvention über das Verbot von Atomwaffen ein, teilte der russische Abrüstungsbeauftragte Michail Uljanow mit. Darüber seien sich alle fünf Atommächte einig.
„Das gleicht einem Nonsens, weil nichtatomare Länder das verbieten würden, worüber sie nicht verfügen, während die Atommächte selbst – fast alle, soweit ich weiß – an den Verhandlungen nicht teilnehmen werden“, teilte Uljanow Journalisten mit.
Beim heutigen Gipfeltreffen der UN-Generalversammlung wird eine Resolution erörtert, die den Startschuss für Verhandlungen über die Erarbeitung einer Konvention über das Verbot von Atomwaffen geben soll.
Solche Schritte können dem Abrüstungsbeauftragten zufolge dem Atomwaffensperrvertrag schaden, „weil dadurch zwei parallellaufende Modi geschaffen werden – der eine erklärt Atomwaffen in den Händen der fünf Atommächte für legal, während der andere diese Vereinbarung faktisch in Frage stellt“. „Natürlich stellt das in vielerlei Hinsicht eine politisch-propagandistische Aktion dar, die zudem ziemlich unangenehm ist“, so Uljanow weiter.
Dem Beauftragten zufolge wird keine einzige Atommacht die Initiative unterstützen. „Die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates und fünf Atommächte sind sich in dieser Frage praktisch einig. Dies betrifft aus meiner Sicht auch Indien und Pakistan. Sie nahmen an der Abstimmung zu dieser Initiative nicht teil“, schloss Uljanow.

 

de.sputniknews.com: WikiLeaks hält die Nachricht über einen geplanten Cyberangriff der CIA auf Russland für zweifelhaft, wie aus einer Mitteilung der Enthüllungsplattform auf Twitter hervorgeht.
„Wenn die USA in der Tat einen ‘geheimen’ Krieg gegen Russland im Cyberraum beginnen wollten, würden sie es erstens nicht ankündigen, und zweitens würde dies die NSA, nicht die CIA übernehmen“, so WikiLeaks…

 

nachmittags:

 

ukrinform: Der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, erklärte heute in Tschugujew (Charkower Gebiet) bei der Übergabe der Militärtechnik, die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation des Konflikts im Donbass bleibe hoch und daher sei die Verteidigung des Landes die Sache nicht nur der Streitkräfte, sondern der ganzen ukrainischen Gesellschaft, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
„Die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation des Konflikts im Donbass bleibt hoch. Und diejenigen, die das nicht spüren, sollten verstehen, dass das Land derzeit im Kriegszustand ist. Ich bestehe darauf, dass der Krieg geführt wird. Und der Schutz und die Verteidigung unseres Landes sind die Sache nicht nur der Streitkräfte, das ist die Sache des ganzen ukrainischen Volks, der ganzen Gesellschaft und der Behörden. Wir alle müssen maximal Mögliches tun, um unsere Freiheit, Demokratie, unsere territoriale Integrität, unsere Souveränität zu verteidigen. Und im Falle einer vollständigen russischen Invasion, die leider nicht ausgeschlossen ist, sind wir bereit, eine angemessene Antwort zu geben“, erklärte der Präsident.
Als Beweis für eine mögliche Eskalation des Konflikts dient ihm zufolge die Tatsache, dass es an der Kontaktlinie immer angespannt bleibt. Allein im Raum von Wodjane (Dorf im Osten der Ukraine) seien binnen der letzten 24 Stunden mehr als 700 Artilleriegeschosse und mehr als 300 Minen abgefeuert worden. Und das nur auf einem kleinen Abschnitt der Front, betonte Poroschenko.

 

Dnr-news.com: Das Verteidigungsministerium der DVR dementierte heute die Erklärung Kiews zur Einnahme der Ortschaft Wodjanoe, sagte der stellvertretende Kommandeur des Operativen Stabs der DVR Eduard Basurin.
Zuvor hatten ukrainische Medien die Information verbreitet, dass die Volksmiliz am Freitagabend die Ortschaft Wogjanoe eingenommen hätte.
„Wir haben die OSZE-Mission gebeten, dass sie dorthin fahren und feststellen sollen, dass wir uns auf unseren Positionen und nicht, wie die Ukraine erklärt, schon in Wodjanoe befinden. Aus militärischer Sicht ergebe das auch keinen Sinn, weil sich der Ort in einem Tal befindet“, sagte er.

 

de.sputniknews.com: Moskau: Cyberangriffs-Drohung der USA gegen Russland grenzt an Rüpelei
Moskau wird auf die Pläne der CIA für Hackerattacken gegen die russische Führung angemessen reagieren, sagte der Berater des russischen Präsidenten, Juri Uschakow, gegenüber Journalisten.
Laut Uschakow grenzt die diesbezügliche Äußerung von US-Vizepräsident Joe Biden über die Vorbereitung eines Cyberangriffs auf Russland an Rüpelei.
Laut Biden werden die US-Behörden auf Cyberattacken antworten, die angeblich von russischen Hackern begangen worden waren. „Dies grenzt schon an Rüpelei. Zumal konkrete russische Amtsträger dabei erwähnt worden sind“, so Uschakow….

 

ukrinform: Der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, erklärte heute im Charkower Gebiet, die Ukraine werde den politischen Teil der Abkommen von Minsk nicht erfüllen, solange ihr Teil über die Sicherheit nicht umgesetzt ist, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
„Die Versuche des Feindes, die Abkommen von Minsk zum Scheitern zu bringen, hören nicht auf. Jetzt versucht man, eine kritische Welle gegen die Minsker Abkommen zu treiben. Ich betone noch und noch einmal: Minsk ist ein Friedensplan, welcher absolut klare Maßnahmen und Kriterien unserer Sicherheit vorsieht. Und solange der Teil der Sicherheit, das Sicherheitspaket nicht erfüllt ist, wird sich die Ukraine nicht weiter im politischen Prozess bewegen“, sagte der Präsident.
Er erinnerte daran, dass das Sicherheitspaket die volle Feuereinstellung, den Abzug der Fremdtruppen aus unserem Territorium und die Übergabe der Kontrolle – in der ersten Phase an die OSZE und in der zweiten Phase an die Ukraine – über den jetzt unkontrollierten ukrainisch-russischen Grenzabschnitt sowie den Abzug der schweren Waffen und Artillerie und den uneingeschränkten Zugang der OSZE-Inspektoren zum gesamten Gebiet vorsieht.
„Und das ist ein ganz klarer und konkreter Plan – die Rückkehr der ukrainischen Souveränität im Donbass. …“, sagte Poroschenko.

 

Lug-info.com: Pressekonferenz des Leiters der Koordination des Volksmiliz der LVR Oberst Oleg Anatschtschenko (Wochenbericht, Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
„Im Zeitraum von 9. bis 15. Oktober haben die ukrainischen Truppen 31-mal das Regime der Feuereinstellung verletzt. Es wurde mit von den Minsker Vereinbarungen verbotenen 152mm-Artilleriegeschützen 2S3, 120mm- und 82mm-Mörsern sowie mit Granatwerfern und Schusswaffen geschossen. Dabei wurden auf das Territorium der Republik 250 Geschosse abgefeuert“, sagte er.
Beschossen wurden Stachanow, Perwomajsk, Kalinowo, Kalinowo-Borschtschewatoje und Marjewka, die Positionen der Abteilungen der Volksmiliz der LVR im Bereich des Denkmals des Fürsten Igor im Staniza-Luganskaja-Bezirk.
Anaschtschenko fügte hinzu, dass die Befehle zur Eröffnung des Feuers auf Ortschaften und Positionen der Volksmiliz der LVR die folgenden Kriegsverbrecher ihren Abteilungen erteilten: – der Kommandeur der 28. mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte Oberst Subowskij,
– der Kommandeur der 54. mechanisierten Brigade Oberst Gobratjuk,
– der Kommandeur des 9. Bataillons der 59 Panzergrenadierbrigade Oberst Iwanow“.
Vertreter der OSZE-Mission haben in der letzten Woche das Fehlen von mehr als 50 Waffen und Militärtechnik der ukrainischen Streitkräfte in den Lagerorten festgestellt.
„Während des Besuchs der Abzugs- und Lagerorte für Waffen und Militärtechnik der ukrainischen Streitkräfte haben Vertreter der OSZE-Mission das Fehlen folgender zuvor abgezogener Waffen festgestellt:
– 46 Panzer verschiedener Art;
– 6 82mm-Mörser „Wasilek“;
– ein Antipanzergeschütz MT-12 „Rapira““,
teilte Anaschtschenko mit.
„Außerdem haben an einem Lagerort für abgezogene Waffen die Soldaten der ukrainischen Streitkräfte den Beobachtern nicht erlaubt, die individuellen Seriennummern der Waffen und der Militärtechnik aufzuschreiben, die die ukrainischen Straftruppen also offensichtlich vor haben zum Beschuss des Territoriums der LVR zu nutzen“, fügte er hinzu.
Bei der Kontrolle über die Einhaltung des Abzugs schwerer Waffen auf dem von den ukrainischen Streitkräften kontrollierten Territorium, der von den Minsker Vereinbarungen vorgesehen ist, haben die Vertreter der OSZE-Mission etwa 130 Einheiten Militärtechnik festgestellt.
„So wurden im Gebiet von Staniza Luganskaja drei Einheiten Panzertechnik entdeckt, eine war mit einer Antipanzerraketenkomplex „Konkurs“ ausgestattet; im Gebiet von Artjomowsk – die Verlagerung von vier Mehrfachraketenwerfern „Grad“; im Gebiet von Rubeshnoje  – die Entladung von 30 Haubitzen 2S1 „Gwosdika“, 14 Artilleriegeschützen 2S3 „Akazija“, sechs Antipanzergeschützen MT-12 „Rapira“, 20 Panzern T-64 und 25 Einheiten Panertechnik; im Gebeit von Soledar – sieben Mehrfachraketenwerfer „Grad“; am östlichen Rand von Sewerodonezk – acht Mehrfachraketenwerfer „Grad“; in Smoljaninowo – eine Haubitze 2S1 „Gwosdika“; in Stschastje – ein Artilleriesystem 2S6 „Tunguska“, das auf einem Schlepper transportiert wurde; in Solotoje – ein gepanzertes Fahrzeug mit einem auf ihm installierten großkalibrigen Maschinengewehr; in Makorowo – drei Einheiten Panzertechnik; in Plotina – 6 Einheiten Panzertechnik und zwei Panzertransporter. Mit diesen Waffen beschießen die Straftruppen der ukrainischen Streitkräfte regelmäßig unsere Positionen“, erläuterte der Oberst.
Nach Angaben der Aufklärung der Volksmiliz der LVR werden die in den Lagerorten fehlenden Waffen und Militärtechnik auf den Positionen der ukrainischen Streitkräfte entlang der Kontaktlinie konzentriert und getarnt.
„So wurde am 9. Oktober  eine Kolonne mit Waffen und Militärtechnik des Gegners mit insgesamt 70 Stück auf dem Weg von Sewerodonezk in Richtung Nowoajdar beobachtet. In Stschastje wurde auf dem Gebiet des Kraftwerks Militärtechnik der ukrainischen Streitkräfte entdeckt: drei Mehrfachraketenwerfer „Grad“; 7 Einheiten Panzertechnik; sieben Panzertransporter“, teilte Anaschtschenko mit.
„Am 8. und 9. Oktober haben Soldaten der ukrainischen Streitkräfte im von der Ukraine kontrollierten Stschastje  den OSZE-Beobachtern nicht gestattet, zur Brücke zu fahren, die auf das Territorium der LVR führt. Am 10. Oktober haben Soldaten der ukrainischen Streitkräfte die Fahrt von OSZE-Beobachtern im Gebiet von Katerinowka verboten und sich auf das Fehlen des Befehls von Seiten des Kommandos berufen. Außerdem konnten Vertreter der OSZE im Gebiet von Staniza Luganskaja nicht zur Eisenbahnbrücke fahren, da dort Minen waren, die allem Anschein nach Soldaten der ukrainischen Streitkräfte zum Absperren von Gebieten nutzen, in denen sich durch die Minsker Vereinbarungen verbotene Militärtechnik befindet“, fügte Anaschtschenko hinzu.
„Nach Informationen von Geheimdienstquellen sind in Ortschaften an der Kontaktlinie einige hundert Söldner aus den USA, Kanada, dem Baltikum und Polen eingetroffen, die mit Schusswaffen und Technik ausgerüstet sind“, teilte der Vertreter der Verteidigungsbehörde der Republik mit.
„So wurde in Bobrowskoje und Bobrowo im Sewerodonezkij-Bezirk der Ukraine die Existenz von drei Lagern festgestellt, in denen ausländischer Militärinstrukteure Soldaten der ukrainischen Streitkräfte in Aufklärungsmethoden und der Kampftaktik bei der Durchführung von Säuberungen unter städtischen Bedingungen ausbilden“, berichtete Anaschtschenko.
„Es wurden auch Trainingslager in Stschastje festgestellt, wo amerikanische und polnische Instrukteure Übungen zur Ausbildung von Scharfschützen und Diversions- und Erkundungsgruppen durchführen, die weiter auf dem Territorium der LVR eingesetzt werden. Sie unterrichten die Teilnehmer auch in der Organisation und Durchführung von Massenmorden an der friedlichen Bevölkerung“, fuhr er fort.
„In Polowinkino im Starobelskij-Bezirk sind etwa 150 ausländische Söldner eingetroffen, die mit Maschinengewehren amerikanischer Herkunft ausgerüstet sind und Geländefahrzeuge sowie Panzertechnik zur Verfügung haben“, sagte der Vertreter der Verteidigungsbehörde der Republik.
„In dieser Woche wurde durch die technischen Abteilungen die Arbeit zur Entminung von Orten durchgeführt, in deren Verlauf acht Kilometer an Stromleitungen in den Gebieten von Krasnyj Liman, Slawjanoserbsk und Sheltowo von explosiven Objekten gesäubert wurden“, sagte Anaschtschenko.

 

ukrinform: Im Falle der Zuspitzung der Situation im Donbass werden ukrainische Soldaten ihre Stellungen, insbesondere in Stanizja Luganska, innerhalb von 15 bis 20 Minuten wieder einnehmen, erklärte auf dem ukrainischen 5-TV-Kanal der Verteidigungsminister der Ukraine, Stepan Poltorak.
„Ich möchte der Zivilbevölkerung, die in diesem Gebiet lebt, zusichern, dass wir die Stellungen, Stützpunkte im Raum von Stanizja Luganska nicht aufgeben, es gibt keine Bedrohung für die Zivilbevölkerung. Die Streitkräfte befinden sich in den Gebieten, die wir (gemäß der Rahmenvereinbarung über den Truppenabzug) bestimmt haben, in ihren Stützpunkten, die ganz in der Nähe sind, und sogar in einer komplizierten Situation werden sie sehr schnell ihre Stellungen einnehmen können“, sagte er.
Dafür reichen Poltorak zufolge 15 bis 20 Minuten.

 

de.sputniknews.com: Vor dem Hintergrund der Drohungen seitens der USA, Cyberangriffe auf Russland zu planen, ist Moskau laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow gezwungen, auf Vorsichtsmaßnahmen zurückzugreifen.
„Die Unberechenbarkeit und Aggressivität der USA nehmen zu. Derartige Drohungen an Moskau und die Regierung unseres Landes sind präzedenzlos, da diese Drohungen auf der Ebene des US-Vizepräsidenten ausgesprochen wurden“, sagte Peskow.
„Vor dem Hintergrund dieser Aggression und der unberechenbaren Linie sind wir gezwungen, auf Maßnahmen zum Schutz unserer Interessen zurückzugreifen. Wir müssen uns vor den Risiken absichern“, so der Kreml-Sprecher weiter. Peskow zufolge ist eine derartige Unberechenbarkeit für die ganze Welt gefährlich…

 

Ukrinform: In den letzten 24 Stunden wurde durch Kämpfe im Gebiet der Antiterror-Operation (ATO) kein ukrainischer Soldat getötet, gab heute auf dem Briefing in Kiew der Sprecher des Verteidigungsministeriums der Ukraine für ATO Andrij Lysenko bekannt, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
„Während des letzten Tages wurde durch Kämpfe kein ukrainischer Soldat getötet, drei Soldaten wurden verletzt“, sagte Lysenko.
Der Vertreter des ukrainischen Verteidigungsministeriums dementierte auch die Informationen über zwei getötete ukrainische Soldaten vom 14. Oktober.  

 

Abends:

 

Dnr-news.com: Der Präsident der Ukraine Petro Poroschenko erklärte, dass er am Sonntag oder Montag per Telefon mit den Staatsoberhäuptern Deutschlands und Frankreichs über die Möglichkeit eines Treffens im Normannischen Format diskutieren will.
‚“Morgen oder am Montagmorgen wird ein Telefonat mit der Kanzlerin Deutschlands und dem Präsidenten Frankreichs stattfinden“, sagte Poroschenko auf einer Pressekonferenz am Samstag im Charkow.
Er fügte hinzu, dass im Verlauf des Gesprächs die Perspektiven der Treffen im „Normannischen Format“ erörtert werden sollen.

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