Presseschau vom 19.09.2016

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

 

Vormittags:

 

Dan-news.info: Erklärung des bevollmächtigten Vertreters der DVR bei den Verhandlungen der Kontaktgruppe D. Puschilin über den Gefangenenaustausch
Am 17. September fand im Rahmen der dreiseitigen Kontaktgruppe ein Austausch zwischen Donezk und Kiew statt. Die DVR hat der ukrainischen Seite den Oberst des Sicherheitsdienstes der Ukraine Jurij Wiktorowitsch Suprun übergeben, der angeblich Mitarbeiter einer humanitären Mission der UNO in der Ukraine ist und der sich mit der Sammlung von Aufklärungsinformationen befasst hat. Gegen ihn wurden vier zivile Einwohner des Donbass ausgetauscht.
Außerdem will ich die Aufmerksamkeit einer solch respektierten internationalen Organisation wie der UNO auf die Wahl der Kader in ihren Strukturen vor Ort lenken.
Die Führung des Sicherheitsdienstes der Ukraine nutzt internationale Organisationen (UNO, OSZE) als Deckung, unternimmt Maßnahmen, um Mitarbeiter von Spezialdiensten, die an der sogenannten „ATO“ im Donbass teilgenommen haben, in die genannten Strukturen zu bringen.
Die Rechtsschutzorgane der DVR haben Informationen über die Beteiligung von Jurij Suprun an der Organisation von Erkundungs- und Sabotagemaßnahmen auf der Territorium der Republik im Jahr 2014 erhalten, die auf die Destabilisierung der Situation in der DVR gerichtet waren.
Außerdem wurden von uns Zeugenaussagen gesammelt, die die Beteiligung Jurij Supruns an Verhören von 11 von der Abteilung des Sicherheitsdienstes der Ukraine für den Donezker Oblast festgenommenen Anhängern der Gründung der Republik bestätigen, wobei Folter angewandt wurde.
Solche unzuverlässigen Mitarbeiter begehen unter dem Deckmantel von internationalen Organisationen verbrecherische Handlungen und verletzten die Normen des internationalen Rechts, was sich in der Folge auch auf das Ansehen der Organisation selbst auswirkt  und im Prinzip nicht ihrem erklärten Mandat entspricht. Wir äußern die Hoffnung und Überzeugung, dass eine sorgfältigere Arbeit in dieser Richtung dabei helfen wird, solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.

 

Dan-news.info: Die Behörden der Städte und Bezirke der DVR haben in der letzten Nacht keine Beschüsse von Seiten der ukrainischen Truppen festgestellt. Dies teilten heute Vertreter der örtlichen Verwaltungen mit.
„Heute war es ruhig, die Nacht verlief ohne Vorfälle. Alle leben und sind gesund“, sagte der Leiter des Kiewskij-Bezirks von Donezk Walentin Lewtschenko.
Eine ähnliche Situation besteht auch in den Bezirken Petrowskij, Kirowskij und Kujbyschewskij von Donezk. „Die Nacht war ruhig, wir haben ausgeschlafen“, sagte der Leiter des Petrowskij-Bezirks der Hauptstadt Maxim Shukowskij.
Auch in Gorlowka und Makejewka wurden keine Beschüsse festgestellt. „Es ist erstaunlich, alles ist ruhig, es gab keine Beschüsse“, sagte der Bürgermeister von Gorlowka Iwan Prichodko.

 

Dnr-online.ru: Über seine Tätigkeit, die auf die Unterstützung der Republiken des Donbass gerichtet ist, über das Verhältnis einfacher Bürger Europas zum militärischen Konflikt sprach in einem Interview mit der offiziellen Seite der DVR der internationale Beobachter bei den Primaries, der Assistent eines Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft Artur Leier (Leier ist Assistent des Abgeordneten der Linksfraktion Martin Dolzer, Anm. d. Übers.).
„In der deutschen Gesellschaft existiert eine große Spaltung. Auf der einen Seite das, was die Massenmedien und der Staat sagen, auf der anderen Seite die Meinung des Volkes. Die Massenmedien befinden sich auf den Positionen des offiziellen Kiew, sie nennen Sie „Separatisten“. Aber die absolute Mehrheit der Menschen sieht alles umgekehrt. Wir hängen nicht von Regierunginformationsquellen ab und verstehen, was das heutige Kiew ist und wer für was kämpft.
Sehr viele begreifen, welche große Gefahr dieser Konflikt für Europa in sich trägt. Deshalb haben wir uns zusammengetan und beschlossen dem Donbass humanitäre Hilfe zu leisten. Dies war schon im Jahr 2014. Ich bin jetzt schon das sechste Mal in Donezk. Natürlich ist uns klar, dass nur humanitäre Hilfe nicht reicht, es muss mehr getan werden. Und ein sehr wichtiger Teil dieser Aktivität ist die Informationsarbeit. Es ist wichtig, den Menschen die andere Seite der Ereignisse zu zeigen.
In Europa fürchten viele die Anzeichen des Faschismus, die die Kiewer Regierung hat. Beispielsweise zieht das Ihnen bekannte Bataillon „Asow“ Radikale aus ganz Europa an. Sie nutzen nazistische Symbolik, machen aktiv Propaganda für den Westen. Vor kurzem haben sie in Dortmund an einer internationalen Konferenz teilgenommen, dort erzählt, dass „mit der Ukraine die Wiedergeburt Europas beginnt“. Aber in Wirklichkeit ist das Banditentum und Verbrechen.
Ich denke, dass der Donbass eine große Zukunft hat. Die Republiken des Donbass müssen maximal unterstützt werden. Der Kampf, den Sie führen, ist ein Kampf für die gesamte Menschheit“, unterstrich der internationale Beobachter.
Außerdem bewertete er die Aktivität der vorläufigen Wahlkommission zur Vorbereitung der Durchführung der Primaries hoch. „Ich habe Erfahrung in der Arbeit als Assistent eines Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft. Und das was ich gesehen haben, die Arbeit der vorläufigen Wahlkommission ist vollständig transparent, offen. Alles geschieht nach besten europäischen Standards. Mich hat überrascht, welche Aufmerksamkeit bei Ihnen der Sicherheit gewidmet wird, wie eine sichere Abstimmung zu garantieren ist“, sagte Artur Leier.

 

Nachmittags:

 

De.sputniknews.com: Assads Beraterin über Koordinierung zwischen US-Luftwaffe und IS-Terroristen.
Die IS-Terroristen haben eine Offensive gleich nach den Luftschlägen der US-geführten Koalition auf die syrische Armee gestartet. Dabei haben die USA ihre Bombardements sofort gestoppt, sobald die Terroristen die Stellungen der Regierungsarmee besetzten, wie Bouthaina Shaaban, Beraterin des syrischen Präsidenten, in einem RT-Interview mitteilte.
„Die syrische Armee befand sich auf den Hügeln und die USA griffen sie mehrmals von den Flugzeugen aus an. Sobald Washington angriff, begannen die Terroristen die Offensive von der gleichen Seite. (…) Für jeden, der sich auf dem Kampffeld befindet, ist es eindeutig, dass das alles zwischen der US-Luftwaffe und den Terroristen gut koordiniert wurde“, sagte Shaaban.
„Warum stellten die USA ihre Bombardements ein, nachdem der IS die Stellungen besetzt hatte, an denen sich zuvor die Regierungstruppen befanden? Warum setzten sie die Angriffe gegen den IS nicht fort? Sie attackieren nur die syrische Armee“, so die Politikerin. Damaskus glaube daher nicht, dass es sich bei dem jüngsten Luftschlag um einen Fehler handle.
„Es wäre sehr seltsam, wenn solch ein Land wie die USA, das vermutlich die stärkste Militärmacht der Welt ist, solche ‚Fehler‘ begeht und Dutzende Menschen ‚versehentlich‘ ums Leben bringt“, hieß es.
Die internationale Koalition unter der Führung der USA hat am Samstag vier Luftschläge gegen die syrische Armee geflogen. Dabei wurden 62 syrische Soldaten getötet und 100 weitere verletzt, wie das russische Verteidigungsministerium mitteilte. Bei den Angriffen wurden zwei dänische F-16-Jäger und zwei Jagdflugzeuge des Typs A-10 der US-Luftwaffe eingesetzt, die seitens des Irak den syrischen Luftraum betraten.
Damaskus wirft Washington nun die Unterstützung der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) vor. Das Pentagon beteuert indes, es habe die syrische Armee unbeabsichtigt bombardiert, und die Angriffe hätten sich gegen die Terroristen gerichtet.

 

Lug-info.com: Pressekonferenz des offiziellen Vertreters der Volksmiliz der LVR Major Andrej Maroschko (Zusammenfassung mehrerer Meldungen9
Das Training zur Bekämpfung von Terroristen und Diversanten, das am 18. September in der Republik durchgeführt wurde, hat einen hohen Stand, Professionalität und Organisiertheit der Aktivitäten der Volksmiliz und der Rechtsschutzorgane der LVR gezeigt, erklärte Marotschko.
Er bemerkte, dass trotz des Regimes der Feuereinstellung die Volksmiliz nicht in ihrer Wachsamkeit nachlässt und besondere Aufmerksamkeit den Fragen der Bekämpfung des Terrorismus widmet.
„Mit diesem Ziel werden ständig Kenntnisse und Fertigkeiten der Abteilungen in Übungen zur militärischen Ausbildung vervollkommnet“, fügte der Major hinzu.
„Die Ergebnisse der gestern durchgeführten Übungen mit Antiterrorabteilungen haben den hohen Ausbildungsstand und die Organisiertheit, die Professionalität und die enge Zusammenarbeit mit dem Staatssicherheitsministerium, dem Innenministerium und dem Zivilschutzministerium in der Lösung der Aufgaben zur Bekämpfung von Diversions- und Erkundungsgruppen des Gegners auf unserem Territorium gezeigt“, unterstrich Marotschko.
Die Situation im Verantwortungsbereich der Volksmiliz der LVR bleibt stabil, „in den letzten 24 Stunden wurden keine Verletzungen des Regimes der Feuereinstellung von Seiten der ukrainischen Streitkräfte festgestellt“.
„Die ukrainischen Truppen nutzen nach wie vor den Waffenstillstand zur Konzentration von Militärtechnik und zur technischen Vervollkommnung ihrer Positionen entlang der gesamten Kontaktlinie“, unterstrich Marotschko.
„So wurde von unserer Aufklärung die Ankunft eines verstärkten Zugs der ukrainischen Streitkräfte mit Panzertechnik in den Gebieten von Rassadki und Troizkoje festgestellt. Im Gebiet von Mironowskij wurden von Abteilungen der ukrainischen Streitkräfte Ersatzfeuerpositionen ausgerüstet“, berichtete der Vertreter der Verteidigungsbehörde der Republik.
„Nach Angaben unserer Aufklärung führen im Gebiet von Stschastje Abteilungen des 2. Bataillons der 28. mechanisierten Brigade des ukrainischen Streitkräfte eine Ausbildung zu Kämpfen unter städtischen Bedingungen unter der Leitung kanadischer Instruktoren durch“, fügte er hinzu.
Marotschko unterstrich, dass trotz der Anwesenheit ausländischer Kuratoren in der 28. Brigade „ein niedriger moralisch-psychischer Stand der Soldaten“ zu bemerken ist.
„So wurden mehrfach Fälle von Gruppenmissbrauch von Alkohol festgestellt, was sich auf das Niveau der Abteilungen auswirken muss. Ursachen dafür sind die nicht rechtzeitige Rotation der Abteilungen der 28. Brigade und das gleichgültige Verhalten der ukrainischen Kommandeure gegenüber den Problemen ihrer Untergebenen“, erklärte der Major.
Der Vertreter der Volksmiliz sagte auch, dass das Kommando der ukrainischen Streitkräfte in der Zone der sogenannten „ATO“ darüber hinaus nicht in der Lage ist, die Abteilungen für die Winterzeit auszurüsten.
„Im Zusammenhang damit sind die Kommandeure der Abteilungen gezwungen sich an Freiwilligenorganisationen zu wenden, damit Hilfe bei der Versorgung der Abteilungen mit dem notwendigen Material geleistet wird“, teilte er mit.

 

De.sputniknews.com: Auch London gesteht Beteiligung an Luftschlägen gegen syrische Armee.
Nach Australien und Dänemark hat nun auch Großbritannien seine Beteiligung an den Luftschlägen der US-geführten Koalition auf die syrische Armee bekannt gegeben.
„Wir können bestätigen, dass Großbritannien an dem jüngsten Luftschlag der Koalition teilnahm, der am Samstag südlich der Stadt Deir ez-Zor unternommen wurde“, teilte das britische Verteidigungsministerium am Montag mit.
„Wir kooperieren in vollem Umfang mit der Ermittlungsbehörde der Koalition“, hieß es.
Zuvor hatten auch Dänemark und Australien zugegeben, an dem Angriff beteiligt gewesen zu sein. Die Koalition habe aber die syrische Armee unbeabsichtigt bombardiert, und die Angriffe hätten sich gegen die Terroristen gerichtet, beteuern die Koalitionsmitglieder.
Vier Flugzeuge der US-geführten Koalition hatten am Samstag Stellungen der syrischen Armee in der Nähe der Stadt Deir ez-Zor in der gleichnamigen Provinz im Nordosten Syriens angegriffen. Dabei sollen nach unterschiedlichen Angaben von 62 bis 83 Soldaten getötet und rund 100 weitere verletzt worden sein. Laut dem russischen UN-Botschafter hat Washington damit die Waffenruhe in Syrien verletzt.

 

De.sputniknews.com: Russland will laut Präsident Wladimir Putin eine ausgewogene, aggressionsfreie Außenpolitik betreiben und dabei in Wahrung seiner nationalen Interessen handeln.
„Im außenpolitischen Bereich werden wir zweifellos eine ausgewogene Linie verfolgen, die auf die Zusammenarbeit mit allen unseren Partnern gerichtet sein und keinerlei Merkmale von Aggressivität zeigen wird. Dabei werden unsere nationalen Interessen vorbehaltlos gewahrt und die Verteidigungsfähigkeit des Staates gesichert“, sagte der russische Präsident in einem Kommentar zu den abgeschlossenen Wahlen zur Staatsduma (russisches Unterhaus).

 

Ukrinform: Die russische Parlamentswahl auf dem besetzten Territorium der Ukraine verletzt das Völkerrecht und stellt die Legitimität der Staatsduma infrage. Das geht aus einer Erklärung des ukrainischen Außenministeriums hervor.
Die ukrainische Außenbehörde verurteilte aufs Schärfste die russischen Wahlen auf der Krim und in der Stadt Sewastopol. Nach der Besetzung der Krim verletze Russland weiter die grundlegenden Normen und Prinzipien, die in der UNO-Charta, im Genfer Abkommen vom 12. August 1949, in der Helsinki-Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, im Budapester Memorandum vom 5. Dezember 1994 sowie in den multilateralen und bilateralen Abkommen, deren Teilnehmer Russland ist, verankert sind.
Das Außenministerium betonte in seiner Erklärung weiter, dass die Wahlergebnisse und die Befugnisse von vier Direktkandidaten auf der Krim und 225 Abgeordneten, die über Parteilisten gewählt wurden, illegitim seien.
In diesem Zusammenhang erinnerte das Ministerium an die Resolution А/RES/68/262 der Vereinten Nationen über die Wahrung der territorialen Integrität der Ukraine innerhalb seiner international anerkannten Grenzen. Das Außenministerium ruft alle internationalen Partner der Ukraine auf, die Ergebnisse der Dumawahl bezüglich der Wahl auf der Krim nicht anzuerkennen und diejenigen Personen, die an der Wahl teilnahmen, auf die Sanktionsliste zu setzen.

 

De.sputniknews.com: Syrien und Ukraine: Russisches Außenamt erörtert Strategien der Konfliktlösung
Moskau strebt eine friedliche Regelung der Syrien-Krise über einen Dialog zwischen den Regierungskräften und der Opposition an, wie es aus einer Mitteilung des Pressedienstes des russischen Außenministeriums heißt.
„Wir arbeiten nachdrücklich an einer friedlichen Regelung der Syrien-Krise durch einen Dialog der Regierungskräfte mit dem konstruktiv eingestellten Teil der Opposition anhand der ausgehandelten völkerrechtlichen Dokumente wie Beschlüsse der Internationalen Gruppe zur Unterstützung Syriens und der UN-Resolutionen“, heißt es in der Mitteilung.
Ein wichtiger Aspekt der Konfliktlösung sei die Zusammenarbeit aller an der Regelung beteiligten Staaten unter der führenden Rolle der russisch-amerikanischen Kooperation.
Moskau unterstütze auch die Bemühungen der afghanischen Regierung bei der Herbeiführung der nationalen Versöhnung im Land und der Entwicklung des Dialogs mit der bewaffneten Opposition. Auch was die Ukraine-Krise anbetrifft, hebt das Außenministerium hervor, dass der Prozess der Regelung im Rahmen der internationalen Foren und über internationale Mechanismen vorangetrieben werden soll. Eine Lösung könne jedoch nur durch einen direkten politischen Dialog der Konfliktparteien erzielt werden.

 

Dnr-online.ru/youtube-Seite: Pressekonferenz des stellvertretenden Kommandeurs des operativen Kommandos der Streitkräfte der DVR Eduard Basurin (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Die Lage in der DVR hat sich stabilisiert.
In den letzten 24 Stunden haben die ukrainischen Streitkräfte 47-mal das Regime der Feuereinstellung verletzt.
Das Feuer des Gegners auf das Territorium von Orten der Republik erfolgte mit Granatwerfern verschiedenen Typs und Schusswaffen.
Von den ukrainischen Streitkräften beschossen wurden die Ortschaften Sajzewo, Gorlowka, Jasinowataja und der Petrowskij-Bezirk von Donezk.
Die Verringerung der Zahl der Beschüsse und das Fehlen von Mörserfeuer kann nur durch eines erklärt werden – die Anwesenheit des stellvertretenden Leiters der OSZE-Mission Alexander Hug.
Unsere Aufklärung stellt weiterhin Fakten der Vorbereitung der ukrainischen Truppen zum Bruch der Minsker Verhandlungen fest. So in den Gebieten folgender Ortschaften:
– Weliko-Anadol, 15 km von der Kontaktlinie, es wurde die Ankunft von 19 Fahrzeugen mit Munition auf dem Territorium eines ehemaligen Treibstofflagers beobachtet;
– Nowognatowka, 7 km von der Kontaktlinie, es wurde eine Konzentration von 12 Fahrzeugen mit Munition festgestellt;
– Wiktorowka, 300m von der Kontaktlinie, es wurde die Ankunft von 20 Mann aus den ukrainischen Streitkräften und zwei Fahrzeugen der Funkaufklärung registriert;
– Primorskoje, 7 km von der Kontaktlinie, es wurde die Stationierung von Feuerpositionen von zwei 120mm-Mörsern beobachtet;
Krasnogorowka, 2 km von der Kontaktlinie, es wurde die Ankunft von zwei 120mm-Mörsern beobachtet;
– Bachtschewik, 5 km von der Kontaktlinie, es wurde die Ankunft von fünf Fahrzeugen mit Munition festgestellt.
Alle Informationen über Verletzungen der Minsker Vereinbarungen durch die ukrainische Seite und über die Stationierungsorte verbotener Waffen der ukrainischen Streitkräfte wurden an Vertreter der OSZE und des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination übergeben.
Wir stellen weiterhin ein Anwachsen nicht kampfbedingter Verluste in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte fest. So wurde festgestellt, dass im Gebiet von Awdejewka zwischen Soldaten der 58. Panzergrenadiebrigade und der 128. Gebirgssturmbrigade, unter Nutzung der Kontrollunfähigkeit des Kommandos, ein Streit unter Verwendung von Schusswaffen entstand. Im Ergebnis wurden drei Soldaten der 58. Brigade mit Verletzungen unterschiedlichen Schweregrads in medizinische Einrichtungen eingeliefert.
Diese Tatsache wird vom Kommando sorgfältig vor der übergeordneten Leitung verheimlicht.
Ich erinnere daran, dass die Volksmiliz auf Befehl des Oberhaupts der DVR seit dem 15. September ein Regime der vollständigen Feuereinstellung einhält.

 

De.sputniknews.com: Poroschenko erwartet vom Westen letale Waffen: „Das ist absolut ungefährlich“
Die Ukraine erwartet vom Westen Hilfe in Form von letalen Waffen, wie der Präsident des Landes, Petro Poroschenko, bei seinem Treffen mit der ukrainischen Gemeinde in New York äußerte. Darüber berichten russische Medien.
„Die zweite Frage (nach der Verlängerung der Anti-Russland-Sanktionen – Anm. d. Red.), die jedoch nicht weniger bedeutend ist, ist die Übergabe von letalen Waffen und anderen Militärtechnologien an die ukrainischen Streitkräfte“, zitiert die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ Poroschenko. Dabei versicherte der ukrainische Staatschef, die Lieferung von tödlichen Waffen an Kiew sei „absolut ungefährlich“, da „von Seiten der Ukraine nie eine Gefahr ausging“.
Die USA leisten der Ukraine schon länger Militärhilfe, aber offiziell bislang nur in Form von Uniformen und Ausrüstung. Zudem bildet amerikanisches Personal Soldaten der ukrainischen Nationalgarde im Osten des Landes aus. Das US-Repräsentantenhaus hatte im Mai den Entwurf für den Verteidigungsetat 2017 in einer Gesamthöhe von 602 Milliarden US-Dollar verabschiedet: Dort ist unter anderem das Recht auf die Lieferung von letalen Waffen im Gesamtwert von 150 Millionen US-Dollar an die Ukraine vorgesehen.
Russland hatte mehrmals vor der Lieferung von Waffen an die Ukraine gewarnt und dies als Schritt zur weiteren Eskalierung der Krise im Donbass beurteilt. Diese Meinung teilt auch die Mehrheit der europäischen Politiker. So hält der deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier Waffenlieferungen an Kiew für eine riskante und kontraproduktive Lösung des Konfliktes. Der Vorsitzende des Nato-Militärausschusses, Petr Pavel, sieht keine Notwendigkeit für eine solche Maßnahme. Das würde nur „die Leiden der Menschen erhöhen“, äußerte er.

 

 

Dan-news.info: Das Oberhaupt der DVR Alexandr Sachartschenko hat Verhandlungen mit dem stellvertretenden Leiter der OSZE-Mission Alexander Hug geführt. Dies erklärte heute das Staatsoberhaupt gegenüber Journalisten.
„Gerade hat das Treffen mit Alexander Hug geendet. Das Treffen verlief in warmer, freundschaftlicher Atmosphäre. Wir haben eine Reihe Vorschläge zur Garantie der Sicherheit beim Aufenthalt von Mitgliedern der OSZE-Mission auf dem Territorium der DVR und der unbehinderten Organisation von Drohnenflügen der Mission unterbreitet. Sie haben versprochen, dies alles in Betracht zu ziehen und bis zum 25. September auf diese Vorschläge zu antworten“, sagte Sachartschenko.
Außerdem wurde nach den Worten Sachartschenkos die Frage der Beschüsse des Territoriums der Republik durch ukrainische Truppen sowie durch nicht durch Kiew kontrollierte Abteilungen aufgeworfen.
„Wir haben darauf verwiesen, dass ukrainische Soldaten die Zivilbevölkerung beschießen, es leidet die soziale Infrastruktur. Die OSZE-Mission stimmt damit überein. Sie haben die Aufmerksamkeit auf diese Mitteilungen gelenkt und versprochen ein Gespräch mit der ukrainischen Seite zu führen“, berichtete Sachartschenko auch.
Außerdem fand nach den Worten des Oberhaupts der DVR ein Meinungsaustausch bezüglich der Tagesordnung des Treffens in Minsk am 20. September statt. Wir erinnern daran, dass am Dienstag, dem 20. September, in der Hauptstadt Weißrusslands die Teilnehmer der Untergruppe zur Sicherheit ein außerordentliches Treffen durchführen.

 

De.sputniknews.com: Nach einer Woche hat die syrische Armee das Ende der unter Vermittlung von Russland und den USA ausgehandelten Waffenruhe erklärt. Nach syrischen und russischen Angaben haben sich die Rebellen an die Waffenruhe nicht gehalten.
„Die Terroristen haben mehr als 300 Mal die Waffenruhe verletzt“, erklärte das syrische Kommandio nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana. Deshalb betrachte die Armee die Waffenruhe als beendet.
Am Sonntag hatte der russische Militärsprecher Igor Konaschenkow mitgeteilt, dass die Rebellen seit Beginn der Waffenruhe immer heftiger die Stellungen der Assad-Armee, darunter auch Wohngebiete, beschossen und die Feuerpause genutzt hätten, um Waffen und Kräfte umzugruppieren.
„Es ist bis jetzt zu keinen Kontakten mit der gemäßigten Opposition zu Fragen der Waffenruhe gekommen. Alle unsere Bitten an die amerikanische Seite, uns Kontakt zu der gemäßigten Opposition zu vermitteln oder selbst auf diese Einfluss zu nehmen, sind ohne Ergebnis“, kritisierte Konaschenkow.

 

Dan-news.info: Das Oberhaupt der DVR Alexandr Sachartschenko hat Kiew aufgerufen, auf dem Treffen der Untergruppe der Kontaktgruppe zur Sicherheit in Minsk am 20. September eine Vereinbarung über die Trennung der Truppen entlang der Kontaktlinie im Donbass zu unterzeichnen. Dies erklärte das Republikoberhaupt in einer Sendung des Fernsehsenders „Rossija 24“, berichtet TASS.
„Wir unterstützen trotz allem die Minsker Vereinbarungen, wir wollen tatsächlich Frieden. Morgen, am Dienstag, findet in Minsk ein Treffen der Untergruppe der Kontaktgruppe zur Sicherheit statt. Die Frage, die dort erörtert wird, ist die Unterzeichnung eines Dokuments, das die Trennung der Abteilungen an der Kontaktlinie regelt. Ich empfehle Kiew dieses Dokument zu unterzeichnen, dass praktisch abgestimmt ist, und nicht zusätzliche Einfügungen und irgendwelche Veränderungen einzubringen, was sie ständig tun“, sagte Sachartschenko.
Er wandte sich auch an Deutschland und Frankreich, die Garanten für „Minsk-2“ sind, Druck auf die Ukraine in der Sache der Unterzeichnung dieser Vereinbarung auszuüben. „Sonst erweisen sich alle Erklärungen Kiews, dass sie „Minsk“ unterstützen und für den Frieden eintreten, als eine weitere Lüge“, unterstrich Sachartschenko.

 

De.sputniknews.com: Der syrische Präsident Baschar Assad hat die Luftangriffe der US-geführten Koalition auf seine Armee nahe der Stadt Deir ez-Zor als Aggression bezeichnet, die den Interessen der Kämpfer der Terrormiliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS) dient.
„Die Verstärkung der Unterstützung von Terroristen seitens der gegen Syrien feindlichen Staaten erschien jüngst in Form einer unverhohlenen Aggression gegen die Stellung der syrischen Armee in Deir ez-Zor zugunsten der IS-Interessen“, sagte Assad bei einem Treffen mit dem Vizeaußenminister des Iran, Hussein Dschaber Ansari, in Damaskus. Seine Erklärung wurde auf dem offiziellen Twitter-Account der Präsidialverwaltung veröffentlicht.
Je mehr Territorien Syrien befreit und je mehr Vereinbarungen über die Waffenruhe es schließt, desto aktiver unterstützen die gegenüber Syrien feindlich eingestellten Länder die Terroristen, so Assad weiter.
Russlands Verteidigungsministerium hatte am 17. September mitgeteilt, dass die internationale Koalition unter der Führung der USA vier Luftschläge gegen die syrische Armee geflogen hatte. Dabei wurden 62 syrische Soldaten getötet und 100 weitere verletzt. Bei den Angriffen wurden zwei F-16-Jäger und zwei Jagdflugzeuge des Typs A-10 der US-Luftwaffe eingesetzt.

 

Abends:

 

De.sputniknews.com: Putin trifft russische Paralympiker: „Gegen Sie wurde unsportlich gespielt“
Als „unfair, feige und heuchlerisch“ hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) bezeichnet, die ganze russische Paralympics-Auswahl von den Spielen in Rio auszuschließen.
„Gegen Sie wurde unsportlich gespielt“, sagte Putin am Montag bei einem Treffen mit der nationalen Paralympics-Mannschaft im Kreml. Russland sei gegen Doping, doch dürfe der Kampf gegen Doping nicht politisiert werden.
Russland arbeite mit den zuständigen internationalen Organisationen eng zusammen. „Wir sind für ein klares, für alle gleiches und absolut durchsichtiges Kontrollsystem im Sport.“ Es dürfe keine Doppelmoral geben. „Sämtliche Tests müssen transparent für die Öffentlichkeit sein.“
Das IPC hatte kurz vor Beginn der Spiele in Rio de Janeiro alle russischen Athleten von den Paralympics ausgeschlossen. Zuvor hatten die Ermittler der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada das russische Sportministerium, die Anti-Doping-Labors in Moskau und Sotschi sowie den Inlandsgeheimdienst FSB beschuldigt, in ein staatlich gesteuertes Dopingprogramm russischer Athleten involviert zu sein. Russische Beamte bestritten die Vorwürfe.
Nach dem Aus in Rio ließ Präsident Putin für die Ausgeschlossenen eigene „Paralympics“ organisieren. Die Wettkämpfe haben am 8. und 9. September stattgefunden.
In der vergangenen Woche hat die Hackergruppe „Fancy Bears“ die Datenbank der Welt-Anti-Doping-Agentur geknackt und pikante Details über amerikanische und britische Athleten veröffentlicht. Laut den Unterlagen haben etwa die Olympiasiegerin Simone Biles, die Tennisstars Venus und Serena Williams oder die Basketball-Spielerin Elena Delle Donne mit Zustimmung der Wada systematisch Dopingmittel eingenommen– angeblich aus gesundheitlichen Gründen. Die Wada hat bereits bestätigt, dass die veröffentlichten Unterlagen echt sind.

 

Lug-info.com: Ein Runder Tisch, der dem internatonalen Tag des Friedens gewidmet war, fand in Perwomajsk auf Initiative der gesellschaftlichen Bewegung „Mir Luganschtschine“ statt. Dies teilte heute die Leiterin des Projekts Anna Soroka mit.
Mitglieder der Ortsorganisationen der größten gesellschaftlichen Bewegungen und Jugendorganisationen der Republik – „Mir Luganschtschine“, „Lugansker Wirtschaftsunion“, Jugendassoziation des Lugansker Gebiets -, Vertreter der Verwaltung und Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen frontnaher Ortschaften diskutierten die Perspektiven der Entwicklung der LVR im Rahmen der Verwirklichung der Minsker Vereinbarungen.
„Es wurde ein Runder Tisch in Perwomajsk durchgeführt, Thema des Runden Tischs waren die Perspektiven der Entwicklung der LVR im Rahmen der Realisierung der Minsker Vereinbarungen. Der Runde Tisch war dem Internationalen Tag des Friedens gewidmet, der am 21. September begangen wird“, teilte Soroka mit.
„Es waren Vertreter aus Molodjoshnoje, Marjewka, Nowoalexandrowsk anwesend, das heißt aus den problematischsten Bezirken der Frontzone, die trotz des Waffenstillstands wie niemand anders die Beschüsse der ukrainischen Armee fühlen, Probleme mit Wasser, mit Strom und der Versorgung mit Medikamenten haben. Es wurde der Aufbau der LVR in der Perspektive der Minsker Vereinbarungen, das Wesen von „Minsk-2“ erörtert, es wurde über seine Perspektiven gesprochen“, sagte sie.
Als Ergebnis des Runden Tischs werden die Teilnehmer ein Dokument erstellen, dass die wichtigsten Probleme der frontnahen Territorien und mögliche Lösungswege darstellen wird.
„Wir werden zur Lösung dieser Probleme Vorschläge dem Volkssowjet der LVR und der Führung der Verwaltung der Republik vorlegen“, fügte die Organisatorin der Veranstaltung hinzu.

 

De.sputniknews.com: Kiew beneidet Afghanistan um umfangreiche westliche Hilfe.
Der Vizechef des ukrainischen Generalstabes, Generalleutnant Igor Romanenko, ist über die nach seiner Meinung unzureichende Hilfe des Westens für Kiew empört. Wie er am Montag sagte, ist die westliche Unterstützung für die Ukraine geringer als die für Afghanistan, berichtet Gordon.ua.
Nach Angaben des Militärs wurden bis jetzt für die Ukraine 600 Millionen US-Dollar bereitgestellt, während Afghanistan insgesamt 15 Milliarden US-Dollar aus Europa und den USA bekommen habe.
Kiew hatte westliche Länder wiederholt gebeten, tödliche Waffen an die Ukraine zu liefern. Wie der Berater des US-Verteidigungsministers, Michael Carpenter, im März äußerte, schickt Washington keine solchen Waffen an die Ukraine, denn die Aufgabe des US-Verteidigungsministeriums bestehe vor allem darin, „die ukrainischen Kräfte auszubilden und sie kampffähiger zu machen“.
Der Berater teilte auch mit, dass die USA seit dem Ausbruch des Donbass-Konfliktes militärische Hilfe im Wert von 265 Millionen US-Dollar an Kiew gewährt haben. „Diese Mittel wurden für Übungen und verschiedene Ausrüstungen – Radaranlagen, Nachtsichtgeräte, Funkgeräte, Kraftfahrzeuge, Patrouillenboote und dergleichen mehr – verwendet“, so Carpenter.

 

Rusvesna.su: Die Europäische Union erkennt die auf der Krim abgehaltenen Wahlen zur Staatsduma der RF nicht an, erklärte die offizielle diplomatische Vertreterin der EU Frederica Mogherini.
„Die Europäische Union hat den illegalen Beutritt der Krim und Sewastopols zur Russischen Föderation nicht anerkannt und erkannt deshalb auch die Wahlen auf der Halbinsel Krim nicht an“, heißt es in einem Kommuniqué der EU zu den Ergebnissen der Dumawahlen.
Ein Vertreter Mogherinis wies auch darauf hin, dass bei den Wahlen auf der Krim weder Beobachter der OSZE noch Diplomaten aus EU-Ländern anwesend waren.

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