Presseschau vom 17.09.2016

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen  Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.
Ausgewählt und übersetzt durch das Kollektiv der „Alternativen Presseschau“

 

 

Abends / nachts:

 

 

Dan-news.info: Der Bau von 18 Häusern des privaten Sektors für Familien aus frontnahen Zonen in der Hauptstadt der Republik ist abgeschlossen, in der nächsten Zeit werden die neuen Bewohner die Schlüssel erhalten. Dies teilte heute der stellvertretende Vorsitzende des Ministerrats der DVR Dmitrij Trapesnikow mit.
„Familien, deren Wohnraum durch Beschüsse von Seiten der ukrainischen Armee beschädigt wurde, werden in einigen Tagen die Schlüssel für die neuen Einzelwohnhäuser erhalten. Die Einzelhaussiedlung befindet sich im Proletarskij-Bezirk von Donezk. Alle 18 Häuser sind mit der notwendigen Infrastruktur ausgestattet und vollständig zum Bezug bereit“, sagte er.
Trapesnikow unterstrich, dass die zukünftigen Besitzer Einwohner der Bezirke Petrowskij, Kirowskij, Kujbyschewskij und Kiewskij der Hauptstadt sind sowie eine kinderreiche Familie von Übersiedlern aus der Ukraine.
Das republikanische Programm des Baus von Wohnraum anstelle des vom Krieg zerstörten für Übersiedler aus der frontnahen Zone in Donezk wird fortgeführt. Die Regierung plant weitere 29 Häuser zu errichten, erklärte Trapesnikow.
„In einigen Tagen planen wir, mit dem Bau von sieben neuen Häusern im Proletarskij-Bezirk von Donezk zu beginnen, dann weitere 22 Häuser im Petrowskij-Bezirk“, sagte Trapesnikow.

 

De.sputniknews.com: Kiew will Sanktionen gegen auf der Krim aktive Banken und Rüstungsbetriebe Russlands
Die Ukraine wird Sanktionen gegen Rüstungsbetriebe, Finanzeinrichtungen, Reedereien und Flugunternehmen Russlands verhängen, die auf der Krim aktiv sind. Das wurde am Freitag auf der Webseite von Präsident Petro Poroschenko mitgeteilt.
In der jüngsten Sitzung des Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine hatte Poroschenko mitgeteilt, die Ukraine werde ihre Sanktionsliste russischer Unternehmen und natürlicher Personen erweitern. „Einschränkende Maßnahmen werden unter anderem gegen Betriebe des russischen Militär-Industrie-Komplexes und Finanzeinrichtungen ergriffen, die die LVR und DVR unterstützen. Das betrifft auch Unternehmen, die See- und Lufttransporte im okkupierten Teil der Ukraine auf der Krim absolvieren.“
„Es geht um Betreibergesellschaften, Schiffe und Flugzeuge, die ungeachtet des von der Ukraine verhängten ausdrücklichen Verbots dreist gegen die ukrainische Gesetzgebung verstoßen“, erklärte Poroschenko.

 

Lug-info.com: Die Leiter des staatlichen Unternehmens „Netz sozialer Supermärkte Narodnyj“ der LVR und „Erster republikanischer Supermarkt“ der DVR haben bei einem Treffen in Donezk eine Zusammenarbeit vereinbart. Dies teilte der Leiter der Abteilung für staatliche Regulierung von Tarifen,  Kontrolle des Handels und der Preisbildung des Ministeriums für ökonomische Entwicklung und Handel der LVR Pawel Borowko mit.
„Die Fahrt nach Donezk hat sich als produktiv erwiesen. Die Vertreter der Handelsnetze haben vereinbart, dass sie die Kontakte ihrer Lieferanten austauschen. Außerdem hat „Erster Republikanischer“ die Bereitschaft gezeigt, mit EDV-Spezialisten zu helfen, weil die IT-Abteilung von „Narodnyj“ einen Mangel an Kadern hat“, sage Borowko.
„Und insgesamt  haben wir eine weitere Zusammenarbeit vereinbart“, unterstrich er.
Borowka sagte, dass die Reise nach Donezk das Ergebnis der ersten republikanischen Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft der LVR war.
„Zu uns kamen Gäste aus der DVR, Vertreter des Ministeriums für ökonomische Entwicklung der DVR und es entstand die Idee, dass die beiden Handelsnetze sich treffen und ihre Erfahrung austauschen sollten“, erklärte der Vertreter des Ministeriums für ökonomische Entwicklung der LVR.
„Es ist positiv, dass die Netze sehr ähnlich sind, sie sind auch keine Konkurrenten, deshalb ist es möglich, in aller Ruhe Erfahrungen austauschen, ohne einander Konkurrenz zu machen“, unterstrich Borowko.

 

 

Vormittags:

 

 

De.sputniknews.com: Vor der Duma-Wahl: Ukrainische Radikale attackieren russische Botschaft
Einen Tag vor der Duma-Wahl in Russland haben ukrainische Radikale die russische Botschaft in Kiew attackiert.
„Etwa um 01.00 Uhr in der Nacht zum Samstag schmissen Unbekannte eine Rauchbombe auf das Gelände der diplomatischen Mission“, sagte ein Botschaftsmitarbeiter nach Angaben der Moskauer Zeitung „Kommersant“. Darauf hätten etwa 20 Angreifer die Botschaft mit Feuerwerkskörpern beschossen. Die Polizei habe sich nicht einmischen wollen, hieß es.
Das russische Außenamt prüft die Angaben und klärt Details des Zwischenfalls. „Sollten sich die Informationen bestätigen, werden wir unverzüglich reagieren“, sagte ein Ministeriumssprecher.
Der ukrainische Regierungschef Wladimir Groisman bezeichnete den Überfall als „peinliches Rowdytum“. „Aber es handelt sich um einen bedeutungslosen Konflikt, der nicht einmal eines Kommentars wert ist“, sagte der Premier.

Dan-news.info: Zusammenfassung mehrerer Meldungen über ukrainische Beschüsse und die Folgen
„Am Abend des 16. September hat die ukrainische Seite zweimal mit Mörsern des Kalibers 82mm das Territorium des Gewerbegebiets bei Jasinowataja beschossen. Der erste Beschuss wurde um 20:55 festgestellt, der zweite um 22:5“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Nach Angaben der Quelle schossen die Abteilungen des Gegners von den Positionen im Gebiet des besetzten Awdejewka. Insgesamt wurden während des Beschusses von Jasinowataja von den ukrainischen Truppen 10 Mörsergeschosse abgeschossen.
Ukrainische Soldaten haben gestern Abend die Ortschaft Sajzewo im Norden von Gorlowka mit Mörsern beschossen und etwa neun Geschosse abgeschossen. Dies teilte der Bürgermeister von Gorlowka Iwan Prichodko mit.
„Gegen 22 Uhr wurden etwa neun Treffer von 82mm-Mörsergeschossen festgestellt; dann wurde es ruhig. Verletzten und Zerstörungen gibt es Gott sei Dank nicht“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.

 

De.sputniknews.com: Putin: Geheimhaltung von Syrien-Abkommen durch USA verstößt gegen Transparenzprinzip
Die USA weigern sich, die Syrien-Vereinbarungen zu veröffentlichen, weil die Weltöffentlichkeit dann wissen würde, wer was in Wirklichkeit nicht erfüllt. Das erklärte Russlands Präsident Wladimir Putin am Samstag.
Zuvor hatte Washington seine Position damit begründet, dass die Offenlegung der russisch-amerikanischen Vereinbarungen die Sicherheitslage in der Region beeinträchtigen würde.
„Die Abkehr der USA von den Prinzipien der Offenheit und Transparenz… hängt damit zusammen, dass sich Washington auf die Abgrenzung der sogenannten moderaten syrischen Opposition von halbkriminellen terroristischen Gruppierungen nicht einigen kann.“ Er denke, dass die USA dabei das Militärpotential der Opposition im Kampf gegen die legitime Regierung von Präsident Baschar al-Assad aufrechterhalten wolle, sagte der russische Staatschef.
Zugleich hob Putin hervor, dass die russische Seite und die syrische Regierung die erzielten Vereinbarungen strikt einhalten.

 

Dnr-news.com: In Kiew griffen Unbekannte die russische Botschaft mit Feuerwerkskörpern und Böllern an
Aus der Botschaft Russlands in der Ukraine wird berichtet, dass in der Nacht zum Samstag eine Gruppe Unbekannter auf das Territorium der Botschaft Rauchbomben und Feuerwerksraketen geworfen hatten.
„Etwa um ein Uhr nachts warfen Unbekannte auf das Territorium der Botschaft Rauchbomben und beschossen das Gebäude mit Raketen. Die Schüsse erfolgten zielgerichtet auf das Gebäude der diplomatischen Mission. Durch einen glücklichen Zufall brach kein Feuer aus“, erklärte man in der Botschaft der RF in Kiew.
„Es waren etwa 20 Angreifer. Die örtliche Polizei ging nicht gegen sie vor.“, stellte man in der diplomatischen Vertretung fest.

De.sputniknews.com: Putin: USA wollen Kampfpotential der Oppositionskräfte in Syrien erhalten
Der Verzicht Washingtons, die Vereinbarungen zu Syrien publik zu machen, hängt laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem Streben zusammen, das Kampfpotential der von den USA unterstützten syrischen Oppositionskräfte im Kampf gegen die legitime Regierung zu erhalten.
„Dies ist auf die Schwierigkeiten zurückzuführen, mit denen die USA in Syrien konfrontiert sind —  ihnen gelingt es nicht, die sogenannte gesunde Opposition von den halbkriminellen und terroristischen Elementen abzugrenzen. Meines Erachtens hängt dies mit dem Bestreben zusammen, ihr Gefechtspotential im Kampf gegen die legitime Regierung von Baschar al-Assad zu erhalten. Das ist aber ein sehr gefährlicher Weg, eine gefährliche Entwicklung der Ereignisse. Es scheint, dass unsere US-amerikanischen Partner wieder auf denselben Rechen treten“, sagte Putin bei seinem Kirgisien-Besuch.
Laut dem Staatschef wird Russland die Syrien-Vereinbarungen nicht veröffentlichen, solange die USA dem nicht zustimmen.
„Ich verstehe nicht ganz, warum wir irgendwelche Vereinbarungen verheimlichen sollen. Wir werden natürlich keine Details publik machen, solange unsere amerikanischen Partner nicht ihre Zustimmung geben — gerade kraft gewisser Vereinbarungen, die gewöhnlich auf diplomatischer Ebene bei der Arbeit an solchen Fragen erzielt werden, wie es die Regelung des Syrien-Konfliktes ist“, so Putin.
Russland ist in dieser Frage ihm zufolge eher positiv als negativ eingestellt. Da Russland und die USA gemeinsam danach streben würden, den Frieden in Syrien wiederherzustellen und gegen den internationalen Terrorismus zu kämpfen, müssten beide Seiten ehrlich zueinander sein und auf gemeinsame Ziele hinarbeiten, so Putin.
Am 9. September hatten sich der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein US-Amtskollege John Kerry in Genf über einen mehrstufigen Plan zu Syrien geeinigt, der unter anderem die Einstellung der Kampfhandlungen, die Abgrenzung der syrischen Opposition von den Terroristen und die Fortsetzung des Anti-Terror-Kampfes vorsieht. Die Waffenruhe war am 12. September in Kraft getreten.

 

Dnr-news.com: Das Außenministerium der DVR plant, in fünf Ländern eine Repräsentanz der Republik zu eröffnen.
Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten der Donezker Volksrepublik beabsichtigt, in nächster Zeit Vertretungszentren in 5 Staaten zu eröffnen. Dies erklärte die Außenministerin der DVR Natalja Nikonorowa….
Um welche Staaten es sich dabei handelt, wurde nicht ausgeführt.

 

 

Nachmittags:

 

 

Dnr-news.com: Der Fernsehsender „Inter“ nannte die Namen der Brandstifter, die den Brand an seinem Gebäude verursacht hatten
Der ukrainische Fernsehsender verdächtigt wegen Brandstiftung an einem seiner Gebäude den Innenminister Arsen Awakow, den Leiter der Anti-Drogen-Abteilung des ukrainischen Innenmibnistriums Ilja Kiwa, den Sohn von Dmitiri Kortschinsky Danil und eine Reihe weiterer Personen, die bekannt sind als kriminelle Drahtzieher, heißt es auf der Webseite des Senders.
„Journalisten der Redaktion „Podrobnosti“ identifizierten die Brandstifter des Gebäudes. Es war möglich herauszufinden, wer von den Angreifern seine Jacke nach der Legung des Brandes vergessen hatte. Wie es sich herausstellte, war das nicht die erste radikale Aktion dieses Subjektes … Außerdem veröffentlichten die Journalisten auch noch ein Video, auf dem schon Gesichter zu erkennen sind. Dort ist gefilmt, dass sich Ilja Kiwa während des Angriffs auf die Redaktion am Ort des Geschehens befand, und neben ihm die Aktivisten der „Bruderschaft“ – Seredjuk und Tscherny“, berichtet der Fernsehkanal.
Außerdem behauptet der Sender, dass sich Kiwa auch während der Blockierung von „Inter“ vor Ort befunden hatte, neben ihm der Kriminellenboss Alexej Kopischinsky, bekannt auch als „Lecha oder „Katschok“.
„Es ist zu bemerken, dass ebenfalls ein weiterer Aktivist identifiziert wurde, der „Inter“ mit Seredjuk blockiert hatte – der Sohn Dmitri Kortschinskys – Danil“, berichtet der Sender.
Die Webseite des Fernsehkanals veröffentlichte auch Fotos von Awakow, Kiwa, Kopischinsky und eines Wadim Miseri mit dem Hinweis, dass sie „im Verdacht satehen, den Überfall auf das Nachrichtenstudio des Senders „Inter“ organisiert zu haben.

 

De.sputniknews.com: Ukrainischer Regierungschef: Populismus und Korruption sind Hauptfeinde des Landes
Der Premierminister der Ukraine, Wladimir Groisman, sieht im Populismus und in der Korruption die Hauptfeinde seines Landes, wie Medien am Samstag berichten. „Wir haben mehrere ernsthafte gefährliche Feinde –Populismus und Korruption. Die Populisten sind kein geringeres Übel als Panzer und die Korruption“, sagte Groisman.
Ein weiteres Problem sei die „institutionelle Schwäche“, allerdings gebe es in dieser Richtung „einen gewissen Fortschritt“. „Wir haben eine erfolgreiche Reform zur Dezentralisierung der Macht durchgeführt, und diese Reform greift. Doch wir haben heute ein schwaches Gericht und andere Herausforderungen, die Entscheidungen erfordern“, so der ukrainische Regierungschef.
Russlands Präsident Wladimir Putin hatte zuvor am Freitag an einer Sitzung der Staatschefs der Gemeinschaft der Unabhängigen Staaten (GUS) in der zentralasiatischen Ex-Sowjetrepublik Kirgistan teilgenommen. In seiner Rede kommentierte er die Erklärung des Botschafters der Ukraine in Bischkek, Nikolai Doroschenko, der gegen die Entscheidung protestiert hatte, dass Russland im kommenden Jahr den GUS-Vorsitz übernehmen wird.

 

Ukrinform:  Die Einnahmen des Staates werden im kommenden Jahr 712,5 Milliarden Hrywnja, Ausgaben – 790 Milliarden Hrywnja betragen. Das sieht der Staatshaushalt 2017 vor, schrieb Regierungschef Wolodymyr Hrojsman auf seinem offiziellen Account. Der Haushalt weise ein Defizit von 77,5 Milliarden (3% des BIP) aus.
Laut dem Premier sollte der Minimallohn auf 1762 Hrywnja steigen.
Hrojsman nannte auch Prioritäten im Haushalt. Das seien die Ausgaben für den Bereich Vermeidung und Sicherheit in Höhe von 129,3 Milliarden Hrywnja (5% des BIP). Die zweite Priorität seien Straßen mit Ausgaben in Höhe von mindestens 14, 2 Milliarden Hrywnja. Die Landwirtschaft solle 5,5 Milliarden Hrywnja Subventionen erhalten. Für die Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz seien 0,8 Milliarden Hrywnja eingeplant.
Die Bildungsausgaben sollten um 17 Prozent auf 145,1 Milliarden Hrywnja ansteigen. Der Etat des Gesundheitsministeriums liege bei 58 Milliarden Hrywnja.

 

De.sputniknews.com: Deutsche Welle: Darum verliert der Westen seinen Glauben an die Ukraine
Kiew laviert und verschiebt die Umsetzung der Reformen, weswegen der Westen bald den Glauben an die Möglichkeit der Reformen in der Ukraine verlieren kann, wie der Chef des ukrainischen Büros der Deutschen Welle, Bernd Johann, in seinem Kommentar schreibt.
Die Ukraine  instrumentalisiere den bewaffneten Konflikt im Osten des Landes zur Ablenkung von den  „Versäumnissen in der Reformpolitik“, so Johann. Kiew betone stets, dass der Westen die Ukraine „im Stich lassen“ könne, während das Land eben einen Milliardenkredit von dem IWF erhalten habe
In seiner jüngsten Rede im ukrainischen Parlament habe der Präsident Petro Poroschenko die Verantwortung für die ausgebliebenen Reformen nicht nur auf Russland, sondern auch auf den  Westen abgewälzt. Die EU tue aber sowieso sehr viel für die Ukraine. „Politische Unterstützung, Finanzhilfen und Öffnung der Märkte. Die Sanktionen gegen Russland sind nach wie vor in Kraft“, betont der Autor. Selbst die Aufhebung der EU-Visapflicht für die Ukrainer sei „in greifbare Nähe gerückt“.
Allerdings könne der Glaube an die Reformfähigkeit der Ukraine „schwinden“, da sich die ukrainischen Oligarchen „wieder ihre alten Kämpfe liefern“ und „Korruption und Vetternwirtschaft nicht besiegt“ seien.
Außerdem sei die Presse- und Meinungsfreiheit in der Ukraine bedroht: Journalisten würden ermordet, im Netz werde gegen Andersdenkende gehetzt, Radikale würden das Gebäude eines TV-Senders mit Molotow-Cocktails bewerfen, während die Politik einfach zuschaue.
„Pragmatische Reformer, dialogbereite Politiker und zivilgesellschaftliche Aktivisten“ hätten es  in der Ukraine schwer, klagt Johann. „Die Gemeinsamkeiten der Ukraine mit dem Westen könnten dabei auf der Strecke bleiben.“

 

Dnr-news.com: Das Außenministerium der Ukraine bezeichnete den Wunsch Russlands, die Wahlen auch in den diplomatischen Vertretungen durchzuführen, als Provokation.
Der Minister für auswärtige Angelegenheiten der Ukraine Pawel Klimkin erklärte, dass der Wusch Russlands, Wahlen (zur russischen Staatsduma – Anm. d. Übers) auf dem Territorium der diplomatischen Vertretungen in der Ukraine durchzuführen, eine Provokation sei und die „Emotionen aufheize“.
Formal liegen mir keine Beschwerden vor. Icxh denke, dass bei uns internationales Recht gilt und wir dieses respektieren. Russland verletzt dieses Recht permanent. Die ganze Logik der Organisation dieser Wahlen auf der okkupierten Krim und auch dieser Versuch, Wahlen in den diplomatischen Vertretungen zu organisieren – das ist eine bewusste Provokation und heizt natürlich die Emotionen an. Aber die Aufrechterhaltung der realen Ordnung – das ist für uns sehr wichtig“, sagte Klimkin.

 

De.sputniknews.com: Putin warf USA vor, Russland wieder als Reich des Bösen darstellen zu wollen
Das Auftauchen der Themen Russland und Putin beim US-Wahlkampf hängt mit den Versuchen zusammen, die öffentliche Meinung in den USA zu manipulieren, wie Russlands Präsident Wladimir Putin am Samstag gegenüber Journalisten nach Abschluss des GUS-Gipfels in Bischkek sagte.
Der Staatschef brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass „die Nutzung der Themen Russlands und des russischen Präsidenten“ im US-Wahlkampf mit dem wachsenden Einfluss Russlands verbunden sei.
„Ich denke aber, dass dies vor allem mit der Manipulation der öffentlichen Meinung in den USA zusammenhängt.  Wir sehen den Versuch, das Bild des sogenannten Reiches des Bösen wiederzubeleben und den Bürgern damit Angst zu machen. Das ist sehr traurig. Dieser Versuch ist ziemlich grob und konterproduktiv“, sagte Putin.
Auf die Frage, welchen US-Präsidentschaftskandidaten er unterstützen würde, sagte Putin, dazu könne er nichts Neues sagen.
„Wir unterstützen jeden Menschen in jedem Land, der gutnachbarliche und partnerschaftliche Beziehungen zu uns aufbauen will.“
„Wir äußern unsere Sympathie für diejenigen, die sich offen für die Notwendigkeit aussprechen, die Beziehungen zu Russland auf gleichberechtigter Basis aufzubauen, und die darin einen großen Sinn für ihr Land sehen“, sagte Putin abschließend.
Zuvor hatte der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump gegenüber dem TV-Sender NBC gesagt: „Wenn sich Putin gut über mich äußert, werde ich auch gut über ihn reden“. Trump wird nach eigenen Worten im Falle seines Sieges bei der Präsidentenwahl mit Putin „gut umgehen“.
Trumps Worte hatte der US-Präsident Barack Obama, der die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton unterstützt, scharf kritisiert.
Zuvor hatte Clinton die russischen Geheimdienste beschuldigt, in die Hackerattacke auf die Server der US-Demokraten verwickelt gewesen zu sein. Der Kreml wies die Vorwürfe als „absurd“ zurück.
Die Präsidentenwahl in den USA ist für den 8. November anberaumt.

 

 

Abends:

 

 

Dnr-news.com:  Der ehemalige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte auf dem Treffen der „Yalta European Strategy“ in Kiew, dass die Allianz „ernsthaft darüber nachdenken solle, der Ukraine tödliche Waffen zu liefern“.
„Meiner Meinung nach sollten die NATO-Verbündeten ernsthaft über die Lieferung letaler Verteidigungswaffen an die Ukraine in Betracht ziehen, wenn Russland seine Aggression im Osten der Ukraine fortsetzt, damit die ukrainische Armee die Ukraine besser schützen und verteidigen kann“, erklärte er.

 

De.sputniknews.com: US-Spionagejets setzen Flüge zu russischen Stützpunkten in Syrien unbeirrt fort
Ein Seefernaufklärer der US-Marine P-8A Poseidon hat sich erneut dem russischen Luftstützpunkt Hmeimim bei Latakia und der materiell-technischen Versorgungsbasis der russischen Marine in Hafen von Tartus in Syrien genähert. Das berichten russische Medien unter Berufung auf Onlinedienste, die die Position von Flugzeugen in Echtzeit anzeigen.
Laut diesen Angaben war das Aufklärungsflugzeug am Samstagmorgen von einem Militärflugplatz auf Sizilien gestartet und befand sich dann eine Stunde lang auf einem Rundkurs im Luftraum unweit der russischen Stützpunkte Hmeimim und Tartus.
Nach den vorliegenden Daten soll die amerikanische P-8A auch das Gebiet überflogen haben, in dem sich gegenwärtig Kriegsschiffe der russischen Marine aufhalten, die vom Meer her das russische Truppenkontingent in Syrien schützen.
Russische Nachrichtenagenturen erinnern daran, dass am Freitag eine P-8A Poseidon mit der Bordnummer 168852 einen Aufklärungsflug auf derselben Route unternommen habe.
Die Boeing P-8A Poseidon ist ein neuer Seefernaufklärer und U-Boot-Jäger der US-Marine, der seit 2013 die bisher eingesetzten veralteten Flugzeuge des Typs P-3 Orion ablöst.

 

Advertisements
Standard

Ein Gedanke zu “Presseschau vom 17.09.2016

  1. Pingback: Presseschau vom 17.09.2016 | Manfred O.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s