Kommunisten in den Volksrepubliken des Donbass – Neuigkeiten vom 22.08.2016

msk.kprf.ru:
http://msk.kprf.ru/2016/08/20/14471/
Der große Krieg wird verschoben, aber alle bereiten sich auf ihn vor.
Äußerst erschreckende Berichte gehen von den Fronten der DVR und der LVR ein. Fast rund um die Uhr beschießen die ukrainischen Streitkräfte den westlichen Rand von Donezk, Stadtteile von Gorlowka, Jasinowataja, Sajzewo, Michajlowka, Dokutschajews, Schirokaja Balka, Mineralnoje, Wesjoloje, Wasiljewka, Kominternowo, Belaja Kamenka, Sachanka… In diesen Ortschaften sind die Menschen gezwungen für lange Zeit in den Kellern zu sitzen.
In den letzten 24 Stunden wurde ein Beobachtungsposten des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination der Feuereinstellung im Donbass beschossen. Dies ist schon der dritte Fall des Beschusses von Beobachtungspunkten. In ihnen gibt es keine Vertreter der Ukraine. „Die Ukraine versucht in jeder Weise die Arbeit der russischen Beobachter im Gemeinsamen Zentrum zu annullieren, damit sie keine Beschüsse von Seiten der ukrainischen Truppen registrieren können“, erklärte der stellvertretende Kommandeur der DVR Eduard Basurin.
Aber am meisten mahnen die Informationen der Aufklärung der DVR zu Vorsicht: Kiew verlagert Militärtechnik, darunter von den Minsker Vereinbarungen verbotene, imGebiet von Nowotroizkoje bei Wolnowacha (6km von der Front) sind 58 Stück stationiert – Panzer, Artilleriegeschütze, Panzertechnik.
„Wir befürchten, dass eine solche Konzentration von Technik mit der Vorbereitung von Provokationen durch die ukrainischen Streitkräfte in Zusammenhang steht“, unterstreicht Basurin.
Weitere Anspannung hat in den Konflikt zwischen dem Donbass und dem Kiewer Regime den Anschlag auf Plotnizkij hinzugefügt und der Versuch von Diversionen auf der Krim. Ja und die letzten Verhandlungen in Minsk haben keinerlei Ergebnis erbracht. Die Lage spitzt sich nur zu. Ist das deshalb, weil die Maidanregierung sich auf einen großen Krieg vorbereitet?
Auf diese Frage antwortet der Donezker Journalist und Analytiker, der Sekretär des ZK der KP der DVR Stanislaw Retinskij.
„Ja“, unterstreicht Stanislaw“, die Lage an der Frontlinie hat sich verschärft. Aber… Es findet ein Stellungskrieg statt, es werden Truppen verlagert. Aber nichts weist darauf hin, dass sich irgendwo eine Angriffskraft bildet. Wenn vor zwei Jahren die Zahl der ukrainischen Truppen 60.000 betrug, so sind es jetzt etwa 40.000. Außerdem ist die Front ausgedehnt und die Kräfte verteilt. Deshalb kann man kaum davon sprechen, dass sich Angriff vorbereitet wird. Der Stellungskrieg verschärft sich regelmäßig. So war es Ende Juni in Debalzewo. Aber als sie auf Widerstand trafen, haben die ukrainischen Truppen die Taktik geändert. Sie wollen nicht mehr in „Kessel“ geraten und haben begonnen die Bevölkerung mit nicht enden Beschüssen zu zermürben, den Menschen die Möglichkeit zu nehmen normal zu leben, zu arbeiten, den Republiken ist es unter diesen Bedingungen nicht möglich sich ökonomisch zu entwickeln, um sich wenigstens mit den Notwendigsten zu versorgen. Die ukrainischen Streitkräfte hoffen bei der Bevölkerung Unzufriedenheit hervorzurufen, dann damit zu spekulieren und im Ergebnis die Moral der Menschen zu zerschlagen. Und dann Donezk und Lugansk unter ihre Kontrolle zu bekommen. Die ukrainischen Streitkräfte streben danach langsam, aber zielgerichtet sich in die Tiefe der Territorien der DVR und der LVR hineinzubewegen.
Auf welche Weise?
Durch die Besetzung der neutralen Zonen. Schon jetzt ist zu bemerken, wie die Ukrainer versuchen die Abgrenzungslinie, auf die die Truppen hätten abgezogen werden sollen, in eine Kontaktlinie zu verwanden und von diesen für sie günstigen Positionen aus Provokationen durchzuführen. Dies führt zu Opfern vor allem unter der Zivilbevölkerung. Die UNO hat für den Juni-Juli eine Rekordzahl von Opfern unter der friedlichen Bevölkerung des Donbass  für dieses Jahr genannt: Im Juni 12 Tote und 57 Verletzt, im Juli 8 Tote und 65 Verletzt.
In welche Richtungen sind die ukrainischen Streitkräfte aktiv?
Vor ist dies die südliche Richtung. Dort planen die ukrainischen Truppen den „Erfolg von Schirokino“ zu wiederholen. Dieses Dorf, das im Verlauf langandauernder Kämpfe praktisch zerstört wurde, sollte eine demilitarisierte Zone werden. Das geschah und es ging sofort in die Hände der ukrainischen Truppen über. Eine solche „Demilitarisierung“ wollen die ukrainischen Streitkräfte auf andere in der Nähe liegende Ortschaften ausweiten, wie beispielsweise Kominternowo. Mit der Taktik der schleichenden Besetzung haben sie vor Stücke vom Territorium der DVR „abzubeißen“ bis zur Abtrennung von Nowoasowsk, um der Republik den Zugang zum Meer abzuschneiden.
Und was in nördlicher Richtung?
Am wahrscheinlichsten wird eine Zuspitzung in der Nähe von Gorlowka erfolgen. Nicht umsonst beschießen sie diesen Ort. Im Zentrum befindet sich das leidgeprüfte Sajzewo. Wenn es den ukrainischen Streitkräften nicht gelingt diese Ortschaften einzunehmen, so werden sie auf der Gorlowker Straße im Gebiet von Jasinowatja durchbrechen und dort Ortschaften einnehmen, um im weiteren den Zugang zu Gorlowka zu besetzen, die Stadt einzukreisen und unter ihre Kontrolle zu bekommen…
Wie wir sehen hat Kiew von der militärischen Unterwerfung der DVR und LVR nicht Abstand genommen?
Kiew hat vom Krieg nicht Abstand genommen. Aber bisher treiben sich die ukrainischen Streitkräfte nur bei den neutralen Territorien herum, erkunden die Festigkeit der Verteidigung der DVR. Sie haben auch im Bereich von Debalzewo versucht zu erkunden – und es war ein Reinfall.
Die Massenmedien schreiben, dass in Donezk Schutzräume für den Fall eines großen Krieges vorbereitet werden.
In der Republik wird die Ausbildung der Bevölkerung in der Grundlagen der Zivilverteidigung durchführt. Dies ist eine normale Erscheinung selbst in Friedenszeiten und für kämpfende Republiken ist es lebensnotwendig. Die friedlichen Einwohner müssen wissen, wie man sich im Fall einer Verschärfung der militärischen Lage verhalten muss. In die Republik sind viele Menschen zurückgekehrt, die nicht wissen, was bei uns in den Jahren 2014, 2015 geschah. Sie müssen lernen, was zu tun ist, um das eigene Leben und das anderer zu retten.
Wie wirkt sich die Politik auf die Aktivitäten der ukrainischen Streitkräfte aus, auf die Entscheidungen Kiews?
Ich habe keinen Zweifel daran, dass das weitere Verhältnis Kiews zum Donbass von den Ergebnissen der Wahlen in den USA abhängen wird. Diesen Standpunkt teilen auch viele Experten. In Abhängigkeit von den Weisungen der neuen Administration in Washington wird Kiew festlegen, ob es den Weg der Militarisierung oder den Weg der friedlichen Diplomatie gehen wird. Deshalb wird sich bis zum Abschluss der Wahlen in den USA im Donbass kaum etwas wesentliches ändern. Und die Verhandlungen werden wenig klar sein…
Wenn man von inneren Konstellationen in Kiew spricht, so gewinnt dort J. Timoschenko in letzter Zeit an Popularität. Der ist schon seit der Zeit Juschtschenkos eine erbitterte Feindin Poroschenkos. Und jetzt ist sie seine Hauptkonkurrentin. Timoschenko gelingt es mit den sozialen Erwartungen der Bevölkerung zu spekulieren. Sie wird sie natürlich nicht befriedigen, aber sie kann Unterstützung von den mit dem Leben unzufriedenen Massen erhalten. Deshalb kümmert sich Poroschenko jetzt nicht um den Donbass, er macht sich Sorgen, wie er die innere Opposition unterdrücken kann. Um dies zu tun, könnte er, gemäß einiger Informationen, sogar den Kriegszustand ausrufen. Aber das wird nur seinen politischen Tod beschleunigen.
Was ist die allgemeine Schlussfolgerung?
Im Herbst wird klar werden, wie sich die Lage um den Donbass entwickeln wird. Zur Zeit ist die Situation in der Schwebe. Aber die Führung der Republiken bereiten sich auf alle nur möglichen Ereignisse vor. Deshalb wird auch die Bevölkerung in Fähigkeit der zivilen Verteidigung ausgebildet.
Interview: Galina Platowa

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